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Susanne Kliem: Das Scherbenhaus

Im November 2015 hatte ich hier das Hörbuch „Trügerische Nähe“ von Susanne Kliem vorgestellt und ich war begeistert von ihrem spannenden Erzähl-Stil.
Nun gibt es von ihr mit „Das Scherbenhaus“ Nachschub in Sachen Spannung.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Carla Brendel, die in Stade beheimatet ist und als Köchin im Restaurant ihres Schwagers Hauke mitarbeitet. Diese Arbeit ist alles was Carla noch an Außenaktivitäten wahrnimmt, denn sie hat seit einigen Monaten einen Stalker, der sie mit Briefen und beängstigenden Mitteilungen und Bildern in Angst und Schrecken versetzt. Die hinzugezogene Polizei kann wenig machen und als dann nach einer kleinen „Verschnaufpause“ wieder ein Brief bei ihr eintrudelt, flüchtet Carla nach Berlin zu ihrer Halbschwester Ellen, die sich nach einer langen „Funkstille“ plötzlich an sie wendet und dringend um Hilfe bittet…
Ellen ist eine ausgezeichnete Architektin, die in Berlin ein ganz besonderes Wohnhaus besitzt, das sie selbst entworfen hat und wo sie auch selbst ein Appartement bewohnt.  Das „Save Haven“  ist mit dem neuesten Hightech-Sicherheitssystem ausgestattet  und ist schon von außen betrachtet sehr luxuriös.  Ellen erwartet Carla bereits im Foyer und sie „entführt“ sie gleich zum Essen in ein Restaurant, wo sie merkwürdige Andeutungen macht und Ängste äußert, es könne ihr etwas passieren. Doch ehe sie Carla mehr erzählen kann, klingelt Ellens Handy und sie verlässt das Lokal auf Nimmerwiedersehen….
Carla wendet sich an die Polizei und ein paar Tage später informiert man sie über Ellens Unfalltod…..
Carla bleibt vorerst in der Wohnung von Ellen und kann das Geschehene noch nicht richtig fassen, denn eigentlich kannte sie Ellen auch gar nicht richtig. So versucht sie durch die anderen Bewohner des Hauses mehr über sie zu erfahren….
Obwohl Carla etwas Kontakt zu den Bewohnern knüpfen kann und sie einiges über Ellen erfährt, schwebt eine angespannte merkwürdige Atmosphäre über der Wohnanlage.  Trotz allem Luxus und neuester Sicherheitstechnik im Haus kann Carla sich nicht richtig einleben und entspannen. Als es dann auch noch zu einem tragischen Zwischenfall im Schwimmbad des Hauses kommt, will Carla nur noch raus aus diesem Haus……
Das Buch liest sich flüssig und die Autorin entwickelt im Verlauf der Handlung eine spannungsgeladene Szenerie, die durch geschickte Wendungen den Leser immer wieder von einer aufgenommenen Fährte in eine andere Richtung laufen lässt, was hat mir gut gefallen.
Allerdings hatte ich bald den Verdacht, wer hinter dem ganzen „Terror“ steckt, was sich dann auch am Ende bewahrheitet hat, obwohl immer wieder Richtungswechsel kleine Zweifel aufkommen ließen. Trotz allem ich diese Ahnung hatte, habe ich das Buch gern gelesen, denn der ganze Schreibstil ist fesselnd und die anhaltende flirrende Athmosphäre, die über der ganzen Geschichte schwebt war direkt spürbar, so dass spannende Unterhaltung hier gegeben ist. 
Zwar gab es für mich auch kleinere „Wackler“ bei dem Konstrukt aus Gut und Böse bzw. wie der Unfalltod Ellens in Berlin und der Stalker aus Stade erklärt werden, aber das sind nur Kleinigkeiten und schränken den Lesewert diese Buches nicht ein.
Fazit: Lesenswerter Psychothriller, der immer wieder mit neuen Wendungen in der Handlung überrascht

 

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Trapped – Gefangen in Island

Auf geht’s ins schneebedeckte Island, genauer gesagt in ein kleines idyllisches Örtchen in der Nähe Reykjaviks. Allerdings wird diese vermeintliche Beschaulichkeit durch den Fund von menschlichen Überresten in Form eines Torso, der im Wasser des Fjords treibt, jäh gestört. Da zeitgleich in den Fjord eine dänische Fähre einlief, vermutet die Polizei, dass es jemand von der dort sein könnte. Die herbeigerufene Kriminalpolizei aus Reykjavik wird durch einen aufziehenden Schneesturm gestoppt und so muss die örtliche Polizei bzw. Kommissar Andri mit einer Kollegin und einem Kollegen schon mal mit den Ermittlungen beginnen…
Da die Passagiere die Fähre nicht verlassen dürfen, kommt schnell Missmut unter ihnen auf. Das Verhalten des Fährkapitäns ist  undurchsichtig und es kommt der Verdacht auf, dass er etwas zu verbergen hat….
Während die umfangreichen Ermittlungen die drei Polizisten sehr fordern, verschwindet der sichergestellte Torso, was die Ermittler noch mehr unter Druck setzt…..
Neben der spannenden Mördersuche, gibt es noch zwei weitere Kriminalfälle zu lösen. Zum einen werden zwei junge farbige Mädchen aus den Fängen ihres Peinigers befreit und werden von der örtlichen Polizei in Sicherheit gebracht. Menschenhandel auf der Fähre?
Desweiteren ist einer der Fährpassagiere ein junger Mann, der nach einem Gefängnisaufenthalt wieder zurück in den Ort kommt. Er wird von den Einheimischen vorsichtig beäugt, denn er soll vor einigen Jahren für einen Brand verantwortlich gewesen sein, wo es dann eine Tote gab….
Einige Bewohner scheinen in irgendwelche undurchsichtige Machenschaften verwickelt zu sein, was dann teils auch noch die Ermittlungen verkompliziert…
Als Andri und Co. dann langsam Licht in das Dunkel bringen, tauchen dann doch noch die Kripobeamten aus Reykjavik auf und sorgen für reichlich Unruhe…..
Mir hat „Trapped – Gefangen in Island – “ sehr gut gefallen. Die Rollen sind toll besetzt bzw. mit „frischen“ Gesichtern versehen, die man nicht schon aus anderen Nordic-Crime-Serien kennt. Die Schneelandschaft ist beeindruckend und man kann die „Abgeschnittenheit“ vom Rest der Welt gut nachvollziehen.
Was sich hier in der kargen Winterlandschaft für dunkle Machenschaften auftun, entwickelt sich für den Zuschauer langsam, fesselnd und im Verlauf auch gut nachvollziehbar. Die bedrückende unheilverkündende Anspannung hält die ganze Zeit an und eine Fortsetzung wäre für mich durchaus denkbar, gibt es doch noch am Ende einige offene Fragen.
Als Bonus gibt es auf der Blu-ray noch ein Making of
Fazit: Spannung eiskalt serviert bekommt man hier, die unbedingt fortgesetzt werden sollte!
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Amy Gentry: Good as gone

Die gekürzte Lesung des Hörbuchs haben Nellie und Anna Thalbach übernommen.
Im Mittelpunkt der über sieben Stunden dauernden Lesung steht Julie, die als Dreizehnjährige von einem Unbekannten in der Nacht aus dem Elternhaus entführt wurde. Acht Jahre quälende Suche ohne einen Hinweis auf den Verbleib des Mädchens sind von einem Moment auf den anderen vorbei, als Julie plötzlich wieder an der Tür klingelt und Anna, ihrer Mutter gegenübersteht…..
Was war in den acht Jahren mit ihr passiert? Das wird aus Sicht der Mutter und Julie wendungsreich erzählt:
Einige Zeit später, als die Familie einschließlich Julies Schwester Jane, die die Entführung in einem Wandschrank versteckt beobachtet hatte, sich von dem freudigen Schock erholt hat und sich Julie in die Familie langsam wieder einfügt, wendet sich ein Privatdetektiv an die Mutter und schürt Zweifel an der Identität der jungen Frau, die man als Julie freudig in der Familie wieder aufgenommen hat.
Obwohl Anna erst nicht auf diesen furchtbaren Verdacht eingehen will, gibt es doch bei genauerem Hinsehen einige Ungereimtheiten und so stellt sie eigene Nachforschungen an……
Ob es nun die echte Julie ist, die zurückgekehrt ist, dass bleibt lange Zeit wage und wird hier von mir auch nicht entschlüsselt. Anfangs plätschert die Handlung etwas dahin und durch die ständig wechselnden Sichtweisen bzw. Erzählebenen kristallisiert sich die Identität nicht heraus, ganz im Gegenteil, man muss schon genau zuhören um sich nicht in den vielen Namen, die hier auftauchen, zu verheddern.
Besonders der Teil, der die acht Jahre aufarbeitet in denen Julie entführt war,  kommt mir sehr emotionslos rüber, obwohl ihr einige schreckliche Dinge passiert sind.  Auch insgesamt finde ich die Geschichte nicht ganz schlüssig und als Thriller würde ich „Good as Gone“ auch nicht einstufen, dazu verliert sich doch die Spannung in der zu wendungsreichen Erzählung, so dass ich eher von einer traumatischen Familiengeschichte sprechen möchte.
Der Erzählstil der Autorin ist interessant und sehr bildhaft, so dass man Situationen gut vor Augen hat. Doch wie oben bereits erwähnt , muss man genau zuhören, was in den vielen Wendungen in der Erzählung so passiert. Zwar ist es den beiden Vorleserinnen gelungen, hier ein wenig Hilfestellung zu geben, aber so ganz „auffangen“ konnten sie die komplexe Handlung nicht.
Fazit: Trotz guter Vorleserinnen, geht die Spannung in der zu komplexen und wendungsreichen Handlung unter und ist daher nur noch als traumatische Familiengeschichte einzustufen.
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Krischan Koch: Backfischalarm

Ein neuer Fall für Polizeiobermeister Thies Detlefsen und seine Kollegin Nicole Stappenbek!
Telje und Tadje Detlefsen, die Zwillinge von Thies, dem „Dorfsheriff“ von Fredenbrüll werden von ihm zur Fähre nach Dagebüll gefahren, denn die ganze Klasse fährt zur Schulfreizeit nach Amrum. Thies sieht nun dem ruhigen Zuhause entgegen und auch sonst ist in Sachen Polizeiarbeit wenig zu tun, so dass dann auch noch etwas Zeit bleibt um bei Antje in der „Hidde Kist“ vorbeizuschauen.
Während der Überfahrt kommt es zu „Schlecht Wetter“ und Gewitter und Sturm begleiten die Fähre. Die Jugendlichen vertreiben sich die Zeit mit Handyvideo, SMS bzw. Erkunden auch bei Wind und Regen das Außendeck der Fähre, was zu einem regen Treiben an Bord führt….
Besonders der gutaussehende Lehrer Niddermeyer hat es den Schülerinnen angetan, was zu Aufregung und Gefühlschaos führt. Doch auch unter den Jugendlichen läuft so einiges, was allerdings auch kriminelle Aspekte hat und bald für reichlich Wirbel sorgt.
Aus der erträumten Ruhe von Thies wird mal wieder nichts, denn an Bord der Fähre auf der sich die Schulklasse befindet, entdeckt man eine Leiche…
Eine natürliche Ursache kann schnell ausgeschlossen werden und so eilen dann Thies und Nicole zum Tatort, wo dann starke Nerven gefragt sind, den Teenager zu befragen, ist kein Zuckerschlecken und wenn sich dann auch noch die Lehrer  im Piraten-Stil kleiden und einen auf   „Captain Sparrow“ machen, dann ist Aufregung vorprogrammiert…..
Auf Amrum erfolgen dann die Ermittlungen und des bleibt nicht bei dem einen Toten, der sich als Juniorchef einer Hamburger Reederei entpuppt. Im Verlauf tauchen brisante Handyaufnahmen und verkohlte Geldscheine am Strand auf. Es gibt reichlich Gefühlschaos auf Seiten der Teenager, was auch kriminelle Energien freisetzt, die in Erpressung münden….
Dies alles zusammen vermengt sich zu einem turbulenten Inselkrimi, wo Spannung und Humor genau aufeinander abgestimmt sind.
Krischan Koch hat es sich diesmal nicht nehmen lassen und die ungekürzte Lesung seines Buches „Backfischalarm“ selbst übernommen, was er wirklich gut hinbekommen hat. Allein der Erzählstil im Jargon der heutigen Jugend ist echt klasse. Die Figuren formt er durch unterschiedliche Stimmnuancen, so dass sie ein „Gesicht“ bekommen und man schnell im Geschehen verankert ist und sich nach sechs Stunden Hörgenuss fragt, wo die Zeit geblieben ist und man noch „Nachschlag“ haben möchte.
Fazit: Spannung und norddeutscher Humor vereinen sich durch die gekonnte Autorenlesung zum Hörgenuss, der unbedingt fortgesetzt werden sollte!

Auch hörenswert vom selben Autor: Rollmopskommando

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Tschick

Basierend auf dem preisgekrönten Jugendroman „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf gibt es jetzt für das Heimkino die von Faith Akin geschaffene Filmversion dazu.
Im Mittelpunkt der Handlung steht der vierzehnjährige Maik Klingenberg, der eher in seiner Schulklasse die Außenseiterposition einnimmt. Er kommt zwar aus einem wohlhabenden Elternhaus, aber die häusliche Situation mit einer alkoholkranken Mutter  und einem Vater, der beruflich viel unterwegs ist, ist  alles andere als einfach und deshalb gibt es auch keine Reisepläne für die bevorstehenden Ferien, sondern Dümpeln am hauseigenen Pool ist angesagt.
Doch für Maik ist das nebensächlich, träumt er doch von einer Einladung zur Geburtstagsfeier von Tatjana, seiner angebeteten Klassenkameradin, die für ihn das schönste Mädchen der Welt ist….
Eines Tages kommt ein neuer Schüler in die Klasse, der irgendwo aus den Weiten Russland stammt und durch seinen unaussprechlichen Namen, nennt er sich selbst nur „Tschick “. Auch er wird zum Außenseiter in der Klasse. Am letzten Schultag verteilt Tatjana die begehrten Einladungen zur Party, nur für Maik und Tschik ist keine dabei!
Dann passiert es, dass trotz Maiks anfänglicher Abwehr, genau dieser neue Klassenkamerad seine trübe aussehende Ferien völlig auf den Kopf stellt, denn er steht eines schönen Tages mit einem „ausgeliehenen“ Lada vor der Tür und lädt Maik zu einer gemeinsamen Fahrt ein, die dann zu einem irren Roadtripp wird, denn das Ziel ist die Walachei, wo das eigentlich genau ist – wissen die beiden nicht – aber dort leben einige Verwandte von Tschik und ab nun geht es los mit der abenteuerlichen Reise ins Ungewisse…..
Was den beiden dort dann alles passiert, wird hier natürlich nicht erzählt, nur so viel noch: Sie treffen dann u.a. auf Isa, die auf einer Müllhalde lebt, aber eigentlich zu ihrer Halbschwester nach Prag will, für einige Zeit schließt sie sich den beiden an….
Der Film hat mir gut gefallen, gab es doch reichlich zu lachen und ganz schnell sprang der Sympathiefunke für die beiden Hauptdarsteller rüber. Nur das Ende kam dann irgendwie viel zu schnell und ich hätte gerne noch mehr erfahren, wie es nach den Ferien mit Maik und Co so weitergegangen ist…..
Die beiden Hauptdarsteller Tristan Göbel (Maik) und Anand Batbileg (Tschick) machen ihre Sache ganz prima und dem ganzen Schauspielensemble merkt man die Spielfreude an.
Es gibt auf der Blu-ray reichlich Bonus-Material u.a. Interviews und eine Lesung mit dem Autor des Buches.
Fazit: Darstellerisch passend besetzter und filmisch gelungener humorvoller Road-Tripp zweier jugendlicher Außenseiter, die diese Ferien bestimmt so schnell nicht vergessen werden.

 

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Paul Finch: Schwarze Witwen

Letztes Jahr im November hatte ich hier vom Paul Finch den rundum gelungenen spannungsgeladen Thriller „Totenspieler“ aus der Mark-Heckenburg-Reihe vorgestellt und ihn als bisher bestes Buch aus der Reihe eingestuft.
Nun schickt der Autor die junge engagierte Streifenpolizisten Lucy Clayburn in „Schwarze Witwen“ auf die Straßen Englands. Ihr erklärtes Ziel ist es bei der Kriminalpolizei ihren Dienst zu leisten. Schon ihr erster Einsatz dort läuft völlig schief, was dazu führt, dass sie auch vier Jahre später nach dem Desaster immer noch Streifendienst verrichtet.
Durch eine brutale Mordserie an Männern, bekommt Lucy eine neue Chance in Sachen Kripo, allerdings ist ihr Einsatz undercover, denn offenbar ist eine Frau, die bald den Spitznamen „Jill the Ripper“ von der Presse bekommt,  für die brutalen Morde an den Männern verantwortlich. Um diese besagte Frau ausfindig zu machen, schlüpft Lucy mit einigen weiteren Polizistinnen in die Rolle einer Prostituierten. Lucys Einsatzort ist erst auf einem Rastplatz, wo sie dann zwar erst von den anderen „Damen“ angefeindet wird, aber nach und nach bekommt sie Kontakt zu einer von ihnen, die ihr dann wiederum einen neuen „Job“ als Garderobiere vermittelt, der dann in ein Edel-Bordell führt, wo  alle Unterwelt-Bosse ihr Stelldichein geben…
Erst einmal ist der deutsche Titel des Buches irreführend, obwohl der Originaltitel „Strangers“ auch nicht viel besser für mich klingt, haben doch beide nicht zwingend mit dem Inhalt des Thrillers zu tun.
Aber egal, das nur am Rande. Lucy Clayburn zeigt hier hohen „Körpereinsatz“, der durch ihre Alleingänge nicht besonders gut in den Reihen ihrer Vorgesetzter ankommt. Ohne Blessuren bleiben dann auch für sie die Ermittlungen nicht und ob ihr Traum vom Dienst bei der Kripo in Erfüllung geht, bleibt hier natürlich unerzählt.
Das Buch liest sich gut, auch wenn es handlungsmäßig erst langsam an Fahrt aufnimmt und es mich dann ganz besonders am Ende überrascht hat unter welchem Stein „Jill the Ripper“ nach den umfangreichen Ermittlungen plötzlich auftaucht.  Das Tatmotiv bzw. die Gründe für  diese brutalen Übergriffe füllen im Buch nur sehr wenige Sätze, was schade ist, bei der sonst so auführlich geschilderten Resthandlung.
Also der erste Einsatz von Lucy Clayburn hat noch einige „Wackler“ in der Story, ist aber trotz allem lesenswert. Durch die privaten Entwicklungen (diesmal alles ohne Lovestory!) in die Lucy hineinkatapultiert wird, gibt es noch einige offene Fragen, die vielleicht beim nächsten Einsatz geklärt werden können.
Fazit: Erster Einsatz für Lucy Clayburn, der noch einige Schwachstellen in der Handlung hat, aber durchaus lesenswert ist!
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Bridget Jones’ Baby

Renée Zellweger schlüpft zum dritten Mal in die Rolle der Bridget Jones!
Mittlerweile ist Bridget 43 Jahre alt und ihre biologische Uhr tickt, wie ihr ihre Mutter unverblümt immer wieder unter die Nase reibt, aber es ist kein „Mr. Right“ in Sicht...
Beruflich hat sie es zur Top-Nachrichten-Produzentin geschafft, aber privat ist sie nach reichlich Beziehungsstress im Vorfeld – die Liebe zu Mark Darcy (Colin Firth) zerbrach vor fünf Jahren – immer noch Single.
Auf einer Trauerfeier trifft sie unerwartet auf Mark nebst Gattin. Das anschließende Gespräch ist holprig und abgehackt….
Zu Bridgets Geburtstag entführt eine ihrer Freundinnen sie zu einem Musikfestival, wo man in großen Zelten übernachtet. Dort im Camp hat übrigens Ed Sheeran einen kleinen Gastauftritt.
Nach reichlich Feiern und Alkohol stolpert Bridget dann ins falsche Zelt und es kommt zu einem One-Night-Stand mit Jack Qwant (Patrick Dempsey). Mehr als den Namen weiß Bridget hinterher nicht von diesem Mann, denn sie verlässt das Zelt ohne Aufwiedersehen zu sagen und fährt mit ihrer Freundin wieder Richtung London nach Hause….
Ein paar Tage später trifft sie bei einer Feier dann erneut auf Mark Darcy, der ihr von seinen Scheidungsabsichten erzählt. Alte Gefühle kommen wieder hoch und die beiden verbringen die Nacht zusammen….
Wie im TitelBridget Jones‘ Baby“ schon verankert, ist sie dann überraschend schwanger und es kommen zwei Männer für die Vaterschaft in Frage…….
In üblicher Manier gibt es hier tollpatschige Szenen und Fettnäppfchen in die die chaotische Bridget Jones hineintappt. Doch so ganz will der Funke diesmal nicht rüberspringen, vielleicht ist die Zeitspanne zu lang gewesen (mehr als zehn Jahre!) um an den Charme der beiden anderen Teile anzuknüpfen.
Ich persönlich hätte mir einen anderen Part für Daniel Cleaver (Hugh Grant) gewünscht, durchzog doch sein eigenwilliger Charme die ersten beiden Teile. Nichtsdestotrotz kommt man als Bridget-Fan um Teil 3 nicht herum, denn wer Teil 1 und 2 kennt, der will natürlich wissen, wie die Geschichte weitergeht…
Wer noch gar keinen Kontakt zu Bridget hatte, dem kann geholfen werden, denn es gibt jetzt alle drei Teile als „Bridget Jones – Film- Collection“ zum Kennenlernen.
Extras: Alternativer Abspann, Making-of, diverse Featurettes, Deleted Scenes
Fazit: Teil 3 reicht nicht an die beiden Vorgänger heran, ist aber ein Muss für alle Bridget-Fans

 

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