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Candice Fox: Crimson Lake

Handlungsmäßig geht es nach Down Under bzw. zum australischen „Crimson Lake“, wohin sich der ehemalige Detective des Drogendezernats Ted Confaffey nach seinem mehrmonatigen Haftaufenthalt „verzieht“. Anfangs dachte er noch an einen schlechten Scherz seiner Kollegen als er sich im Verhörraum wiederfindet und man ihm Vergewaltigung und versuchten Mord vorwirft….
In Rückblicken erfährt der Leser, wie es zu diesem Tatvorwurf kommt.  Besonders wegen des großen Medien-Interesses an diesem Fall ist Teds Gesicht auf allen Titelseiten vertreten und die Bevölkerung macht regelrecht Jagd auf ihn…
Ted verkriecht sich dann in einem abgelegenen Haus und er ist psychisch durch das Geschehen angeschlagen, sein Anwalt rät ihm zur Kontaktaufnahme mit einer gewissen Amanda Pharrell, die wie sich im Verlauf rausstellt eine verurteilte Mörderin ist. Amanda ist eine „Erscheinung“, überall tätowiert und seit frühester Jugend offenbar bereits eine Außenseiterin. Genau diese Frau hat ein Detektivbüro eröffnet und sie bietet Ted einen Job als Ermittler an, denn der bekannte, aber auch umstrittene Schriftsteller Jake Scully ist verschwunden und seine Frau will endlich Klarheit darüber, was mit ihm passiert ist…
Das Buch, das im Suhrkamp-Verlag erschienen ist, liest sich gut, doch die Handlung selbst finde ich etwas „kopflastig“ durch die vielen „Schauplätze“ bzw. die unterschiedlichen Ermittlungen, nichtsdestotrotz ein sehr spannendes Buch!
Bei der Figur „Ted“ hätte ich mir etwas mehr Kampfgeist gewünscht um seinen „Fall“ aufzuarbeiten, zumal er ja von jetzt auf gleich sein bisheriges Leben verloren hat. Das ungewöhnliche Ermittler-Duo findet dann aber gut zusammen und da für mich noch einige Fragen offen sind, könnte ich mir durchaus einen weiteren Einsatz der beiden vorstellen.
Die Umgebung in der dieser Thriller spielt, ist gut gezeichnet besonders die „Schlüsselszene“ im Regenwald nebst anwesenden Krokodilen etc. kann man sich gut vor Augen führen, so dass hier die Nackenhaare Arbeit bekommen.
Fazit: Australien, Krokodile und ein sehr ungewöhnliches Ermittler-Duo kommen hier zum Einsatz und bilden ein sehr spannendes Leseerlebnis, das durchaus fortgesetzt werden darf!

 

 

Candice Fox: Crimson Lake – Das Hörbuch

Wenn man das Cover des Hörbuchs aufschlägt, zuckt man erst einmal etwas zusammen, schaut man doch direkt ins Maul eines riesigen Krokodils. Das hat ja auch einen wichtigen Part in der spannenden Handlung übernommen, denn menschliche Überreste wurden im Magen eines solchen gefunden…….
Ein ehemaliger Polizist, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde und eine vorbestrafte Mörderin als Privatdetektivin – Was für eine Kombination um ein Ermittler-Duo zu bilden! Die beiden stellen sich aber dann im Verlauf der Gesamthandlung jedoch als effektiv und erfolgreich heraus und Candice Fox hat einen spannungsgeladenen Thriller mit ihnen als Hauptakteure geschrieben. Echt klasse!
Die passende ungekürzte Lesung des spannenden Thrillers „Crimson Lake“ ist bei DAV erschienen. Uve Teschner hat hier den Part des Vorlesers übernommen und ich muss sagen, das ist eine sehr gute Wahl!
Er moduliert seine Stimme für die jeweilige Person in der Handlung, die man sich dann bildlich gut vorstellen kann. Auch die angespannte Atmosphäre bringt er dem Zuhörer treffend näher und durch den etwas ungewöhnlichen Erzählstil ist man durch den tollen Vorleser dann ganz schnell im Geschehen gefangen und „hängt regelrecht an seinen Lippen“.
Die Gesamthandlung ist für mich noch nicht „auserzählt“, das eigenwillige Ermittler-Duo bekommt im Verlauf durchaus Sympathiepunkte und ich könnte mir einen neuen Fall mit ihnen durchaus vorstellen.
Fazit: Uve Teschner als Vorleser ist hier eine sehr gute Wahl um den spannungsgeladenen australischen Thriller lebendig werden zu lassen, den Candice Fox mit einem sehr ungewöhnlichen Ermitter-Duo ausgestattet hat, das dann im Verlauf aber voll punkten kann, so dass die beiden durchaus weiter ermitteln sollten!

 

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Unlocked

Man nehme namhafte Darsteller wie hier in „Unlocked “ die Hauptakteurin  Noomi Rapace, die die CIA-Agentin und Verhörspezialistin Alice Racine spielt. Alice arbeitet aber nach einem beruflichen Tiefschlag, weil sie nicht rechtzeitig ein Attentat verhindern konnte, auf eigenen Wunsch „undercover“ als Sachbearbeiterin in einer Behörde und führt in London ein eher unaufgeregtes Leben.
Diese Beschaulichkeit ändert sich schlagartig als ein verdächtiger Kurier festgenommen wird, der mutmaßlich Informationen zu einem geplanten Chemiewaffen-Anschlag auf die Londoner Bevölkerung  hat. Da man keine Zeit verlieren will,  aktiviert man Alice um den Verdächtigen „zu knacken“. Das gelingt ihr auch recht schnell, aber bevor sie alle Informationen an ihre Vorgesetzten weitergeben kann, bekommt sie einen Anruf von einem ehemaligen Kollegen, der sie aufhorchen lässt, denn offenbar ist auch sie nur Mittel zum Zweck und ehe sie sich versieht, steht sie selbst „auf der Abschussliste“….
Ab hier wird es undurchsichtig und Alice befindet sich auf der Flucht. Alle Vertrauten, die sie kontaktiert und um Unterschlupf bittet, wie z.B. ihren Mentor Eric Lasch (Michael Douglas) oder ihre Kollegin beim MI5 (Toni Collette) sind machtlos gegen den unsichtbaren Feind, der sie immer wieder aufspürt, denn offenbar wurde die CIA unterwandert bzw. es gibt einen Maulwurf….

Nichtsdestotrotz hat Alice ein wichtiges Ziel vor Augen, den terroristischen Anschlag zu verhindern und ein Wettlauf mit der Zeit beginnt…..
Weitere  Rollen haben John Malkovich und Orlando Bloom übernommen und bei diesem Staraufgebot lohnt es sich schon einen Blick in diesen actiongeladenen Spielfilm zu werfen.

Die Handlung an sich ist nicht neu, immer neue Wendungen bringen eher Verwirrung als Klarheit und wenn so ein Staraufgebot wie hier mitspielt, dann kann ich immer schon Eins und Eins zusammenzählen und den Bösewicht recht schnell erkennen, so dass man hier zwar reichlich Action, aber wenig tiefergehende Handlung geboten bekommt.
Hier gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack in Form des Trailers
Fazit: Trotz hohem Staraufgebot, allen voran Noomi Rapace, nur durchschnittliche, aber sehenswerte actionreiche Handlung!

 

 

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Susanne Mischke: Alte Sünden

Getreu dem Motto des letzten Krimis aus dem Jahr 2016 mit dem Titel „Warte nur ein Weilchen“, ist die Zeit jetzt rum und die Autorin hat mit „Alte Sünden“ einen neuen Kriminalfall für Kommissar Bodo Völxen und sein Team, das in und um Hannover ermittelt, veröffentlicht.
Im „Prolog“ geht es über zehn Jahre zurück und dem Leser offenbart sich – wie man dann im Verlauf des Buches erfährt – Einblick in den Mordfall der 15-jährigen Schülerin Kristina Brandt, deren Mörder nun in der Jetztzeit in der Haft verstorben ist. Das Brisante an der Sache ist, dass der Mörder nur aufgrund von Indizien und wegen seines auffälligen Verhaltens bzw. Stalking des Opfers verurteilt wurde…
Kurz vor seinem Ableben hatte der Verurteilte noch ein Gespräch mit einem Geistlichen und dort beteuert er, nicht der Mörder von Kristina zu sein und erzählt dann von einer Beobachtung, die er gemacht hat…
Wurde ein Unschuldiger verurteilt? Sollte der wahre Mörder tatsächlich noch dort draußen sein?
Kommissar Völxen und noch einigen älteren Kollegen ist der Fall noch präsent. Als er vom Geistlichen über die Beobachtung unterrichtet wird, setzt der Kommissar Jule Wedekin nochmals an die Akten des alten Falls, denn sie war damals noch nicht beim Team…..
Parallel zu dem „alten Fall“ ist bei Jule Wedekin privat einiges los, denn sie will ihren Fernando heiraten, was dann im Verlauf zu einigen Turbulenzen führt. Als dann endlich alle vor der Kirche eintreffen, wo die Trauung stattfinden soll, sind alle da, nur der Geistliche nicht, denn der liegt tot in seiner Wohnung….
Ich lese die Bücher um das Team von Kommissar Völxen immer gern, da der Erzählstil der Autorin einfach zum Lesen „auffordert“. Das Ermittlerteam ist mittlerweile bestens bekannt (ist ja schon der 7. Fall), die Handlung ist gut nachvollziehbar, auch wenn Zeitsprünge und einige Wendungen eingearbeitet sind.
Ob tatsächlich ein Unschuldiger in Haft saß, wird hier natürlich nicht verraten, nur so viel noch: Des Rätsels Lösung lugt ab und zu durch und berührt letztendlich auch etwas!
Fazit: Ein alter Fall sorgt für Aufregung, eine Hochzeit mit Turbulenzen lockert das Geschehen auf, so dass man gute Krimi-Unterhaltung präsentiert bekommt. Bitte mehr davon!

 

 

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Lutter – Die Gesamtedition –

Pandastorm Pictures bringt jetzt ein echtes Schmankerl für Krimi-Fans als Gesamtedition für das Heimkino heraus, nämlich alle sechs Fälle des Ruhrpott-Ermittlers „Lutter “, passend und treffend besetzt mit Joachim Król!
Die ersten beiden Folgen stammen aus dem Jahr 2007 und dort ermittelte neben dem fußballbegeisterten und auch mal zu unkonventionellen Methoden greifenden Hauptkommissar  Lutter,  der etwas schüchtern wirkende, aber Schlag bei den Frauen habende assistierende Kollege Bergmann, übrigens toll gespielt von Lucas Gregorowicz!
Beim ersten Fall der beiden wird ein städtischer Beamter ermordet, der für den Bau eines großen Einkaufzentrums federführend war. Allerdings ist dieses Großprojekt nicht jedermanns Sache, besonders die kleinen Händler sehen ihre Existenz bedroht. …
Privat knistert es zwischen Lutter und der zuständigen Staatsanwältin Deniz.  Die sieht beim Mord des Beamten einen Zusammenhang zwischen einem anstehenden Prozess, wo es um Bestechung und Steuerhinterziehung geht und wo der Angeklagte nur seinen Hals aus der Schlinge ziehen kann, wenn er aussagt…..

ZDF und Michael Boehme

Lutters beste Kumpel sind Sunny (Jochen Nickel) und Höcki (Timo Dierkes), dem die Kneipe „Höckenrath“ gehört, die unter Lutters Wohnung liegt, wo er sich dann abends zum gemütlichen Plausch mit ihnen auf ein Bier trifft.

ZDF und Michael Boehme

Ab der dritten Folge übernimmt die Assistentenrolle Mathias Koeberlein, ein toller Schauspieler, allerdings fand ich seine Rolle als junger werdender Vater etwas überzeichnet, an manchen Stellen zwar noch humorvoll, aber irgendwie dann auch etwas unpassend für einen Krimi.

ZDF und Michael Boehme

Auch im Verlauf sind dann die Staatsanwältin und der bisherige Pathologe aus der Reihe verschwunden, was ich immer schade finde, denn so ein „Kollegium“ macht doch gerade die ganze Serie aus.
Die Kriminalfälle sind nicht auf den ersten Blick durchschaubar, werden teils durch „Actionszenen“ verfeinert, mit prominenten Darstellern in den Nebenrollen abgerundet und Lutter gibt erst Ruhe, wenn er für sich den Fall abgeschlossen hat, oftmals zum Leidwesen einer Vorgesetzen…..
Joachim Król brilliert in seiner Rolle und ich fand es auch schade, dass die Reihe nach sechs Folgen eingestellt wurde! Neben Fussball, Bierchen, Ruhrpottkulisse und einer guten Portion Humor, kommen aber die vielschichtigen Kriminalfälle nie ins Hintertreffen und dass Lutter auch mal seine beiden besten Kumpels einspannt um „abseits“ der Polizei-Richtlinien hinter die Fassade der Menschen zu schauen, macht diese Serie aus!
Fazit: Joachim Król verkörpert diese Rolle, bzw. ist ihm auf dem Leib geschrieben und auch zehn Jahre nach der Erstausstrahlung ist das besondere Flair, das hier eingefangen wurde, nicht verblasst und bietet hier einen „Krimi-Klassiker“ vom Feinsten!

 

 

 

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Der junge Inspektor Morse

Als großer Fan der britischen Krimi-Reihe „Lewis“ war ich erst skeptisch ob ich mir den „Ableger“  (Inspektor Morse ist der spätere „Ausbilder“ von Inspektor Lewis“)  anschauen sollte. Doch schon nach dem Pilotfilm hatte mich „Der junge Inspektor Morse“ „eingefangen“ und ich kann nur sagen, die Briten verstehen was davon, Kriminalserien zu produzieren und da gibt es ja schon einige, die man allerdings auch nicht mehr missen möchte wie z.B. „Vera“ oder „Inspector Banks“ usw.
Schauplatz der Serie ist Oxford in den 1960ziger Jahren mit seiner schönen Kulisse, die auch handlungsmäßig gleich zu Beginn zur Universität der Stadt führt.
Jung, unerfahren, schlaksig, scheu bzw. und immer irgendwie verloren wirkend, das ist der erste Eindruck, den man vom jungen Endeavor Morse hat, der seinen Dienst bei der örtlichen Polizei antritt. Fred Thursday nimmt ihn unter seine Fittiche.

Photographer – Jonathan Ford

Der Vermisstenfall einer 15-Jährigen  beschäftigt die Ermittler und Morse achtet auf Feinheiten bzw. er stellt Verbindungen her, die im Kollegenkreis Aufsehen erregen, allerdings nicht unbedingt im positiven Sinne. Aber als er merkwürdig ausgefüllte Kreuzworträtsel in Zimmer der Vermissten genauer betrachtet und dahinter einen verschlüsselten Code entdeckt, der maßdienlich bei der Aufklärung des Falles dient, wird er bei den kommenden Fällen dann zumindest bei den Ermittlungen hinzugezogen und er verblüfft seine Kollegen immer wieder mit seinem „brillianten Gespür“ für die Dinge.

Der neue Polizeichef Bright ist allerdings nicht so angetan von den eigenwilligen und für ihn nicht immer ganz nachvollziehbaren, von der damaligen Norm abweichenden Ermittlungsmethoden von Morse, so dass Thursday ihn nur zur Probe an seine Seite bekommt und sollte Morse auch nur zu weit „vom Weg“ abkommen, sitzt er wieder am Schreibtisch…
Im Verlauf der Serie gibt es Einblick ins Privatleben von Morse, der ein leidenschaftlicher Hörer von klassischer Musik ist, was dann im „Mord nach Noten“ für die Ermittlungen ein ganz besonderer Pluspunkt ist. Auch als Zuschauer wird man mit tollen klassischen Musikeinlagen verwöhnt, die wunderbar in die Handlung hineinpassen.
Auch das zwiespältige Verhältnis zu seinem Vater ist ein Teil der Handlung, das neben den spannenden Fällen eingewoben ist. Die Rolle des jungen Morse wird sehr sympathisch von Shaun Evans und die seines kollegialen, väterlichen Fürsprechers Fred Thursday von Roger Allam dargestellt. Man merkt der ganzen Schauspielbesetzung die Spielfreude an und auch die Ausstattung und die gesamte Aufmachung dieser Serie ist wieder mal ein Highlight in der vielfältigen Serienlandschaft.
Den jungen Morse hat man schnell in sein Herz geschlossen und die Serie um ihn darf/soll unbedingt fortgesetzt werden, denn hier passt mal wieder alles zusammen, tolle Darsteller, schöne Rundumkulisse und spannende, nicht auf den ersten Blick durchschaubare/lösbare Kriminalfälle, so dass man hier sehr gut unterhalten wird.
Fazit: Diese Serie ist mal wieder ein Highlight in der Vielfalt der Kriminalserien und sollte unbedingt fortgesetzt werden!

 

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Thomas Enger: Tödlich

Ich weiß noch ganz genau, wie begeistert ich  2011 gewesen bin, als ich das erste Buch „Sterblich“ aus der Henning-Juul-Reihe gelesen hatte. Ich konnte die Veröffentlichungen der weiteren Bücher „Vergiftet“, „Verleumdet“ und „Gejagt“ kaum erwarten und es waren für mich alles unbedingt lesenswerte spannende Thriller, denn besonders der rote Faden bzw. die unermüdliche Suche nach den Hintergründen für den mysteriösen Wohnungsbrand sind auch über die Jahre bei mir im Gedächtnis geblieben….
Nun ist mit „Tödlich“ der fünfte und offenbar auch finale Teil der Reihe erschienen!
Vom ersten Buch an beschäftigt den Journalisten Henning Juul die Frage: Weshalb es in seiner Wohnung zu einem Brand kam, der dann seinem Sohn Jonas der Leben kostete. Auch Juul selbst ist nur knapp dem Flammentod damals entronnen und viele Brandnarben am Körper erinnern ihn täglich daran…
Nach seiner langsamen Genesung kehrt Juul dann an seinen alten Arbeitsplatz bei der Onlinezeitung „123nyheter“ zurück. Der Gedanke, dass es sich bei dem Brand in seiner Wohnung um Brandstiftung handeln könnte, lässt ihn nicht los und er fängt an Nachforschungen zu betreiben.
Einen wichtigen Hinweis darauf, dass er mit seiner Vermutung richtig liegt, bekommt Juul von einem in Haft sitzenden verurteilten Mörder und ehemaligen Geldeintreiber. Als Henning alle Informationen erhalten soll, ist seine Quelle für immer versiegt….
Besonders schockierend wird die Suche nach dem Warum und Wieso, als sich Henning Juul fragen muss, was eigentlich seine Schwester mit der Sache zu tun hat?
Henning bleibt über viele Hindernisse hinweg immer am Ball und oftmals steht er vor dem ersehnten Durchbruch, aber dann sterben seine Hinweisgeber oder er selbst gerät immer mal wieder in akute Lebensgefahr, wie man es gleich im „Prolog“ zum aktuellen Buch lesen kann.
Bevor aber sich alle Puzzle-Teile am richtigen Fleck befinden, vergeht noch einige Zeit. Ein alter Todesfall aus dem Jahre 1996 bringt dann endlich Licht ins Geschehen…
Tatsächlich lüftet Thomas Enger in diesem Thriller endlich das Geheimnis um den Brand in Henning Juuls Wohnung und auch was dahinter steckt. Wer aber keines der vier vorherigen Bücher der Reihe kennt, wird es schwer haben sich in der Gesamthandlung zurechtzufinden, denn die besonderen Feinheiten bzw. die weitreichenden Zusammenhänge werden nur ansatzweise reflektiert und selbst mir ist es beim Lesen anfänglich etwas schwer gefallen, die Personen und Fakten wieder zuzuorden.
Besonders einige Teile der Handlung gehen unter die Haut, da viele Menschen aus Juuls Umgebung bzw. mit denen er Kontakt hatte, sterben und meistens nicht eines natürlichen Todes…..
Ganz viel kriminelle Energie durchzieht das aktuelle Buch, es geht um Erpressung, Geldwäsche und Mord und bald weiß Henning Juul nicht mehr wem er überhaupt noch trauen kann
Das Buch ist genau wie seine Vorgänger sehr fesselnd geschrieben. Bis dann endlich Klarheit herrscht, passiert noch einiges, so dass man auch hier wie gewohnt spannende Unterhaltung geboten bekommt.
Fazit: Keine einfache Rätsellösung, da viele Verwicklungen erst einmal entwirrt und die vielen Puzzleteile in die richtige Position gebracht werden müssen. Nichtsdestotrotz spannender und wichtiger Abschluss der Reihe, den man nicht verpassen sollte!

 

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Dirty Dancing ’17

Anlässlich des 30. Geburtstags des „Kultfilms“ ist als Hommage an das Original nun die Neuverfilmung mit dem Titel „Dirty Dancing ’17 “ auf DVD erschienen. Die beiden Hauptrollen haben Agibail Breslin (Baby) und Colt Prattes (Johnny) übernommen.

 

DIRTY DANCING (ABC/Guy D’Alema)
ABIGAIL BRESLIN, COLT PRATTES

Die Filmhandlung hält sich sehr an das Original, ist aber 45 min länger, da noch einige Gesangs- und Tanzeinlagen hinzugefügt und auch inhaltlich die Story etwas gedehnt wurde.
Im „Vorspann“ des aktuellen Films geht Frances (Baby) Houseman zu einer Musical-Veranstaltung, wo sich ihre Gedanken verselbständigen und sie befindet sich in ihrer Vergangenheit im Jahr 1963, wo sie mit ihren Eltern nebst großen Schwester Lisa auf dem Weg in die Sommerferien ist, wo man die freie Zeit im angesagten Urlaubsressort „Kellermans“ verbringen will. Einst hatte Vater Houseman hier gearbeitet um sich Geld für sein Medizinstudium zu verdienen und wo er seine Frau kennengelernt hat.

 

DIRTY DANCING – (ABC/Eli Joshua Ade)
COLT PRATTES, ABIGAIL BRESLIN

Die Handlung nimmt wie im „Original“ seinen Lauf . Katey Segal (vielen sicherlich bekannt als Peggy Bundy aus der Serie Eine schrecklich nette Familie) hat hier eine Rolle  übernommen und sie zeigt auch ihre Tanz- und Gesangskünste in Form eines „dirty“ Auftritts mit dem Titel „Fever“
Besonders gut hat mir allerdings nur das Duet von Sarah Hyland (Lisa Houseman) and J. Quinton Johnson mit dem Titel „Don’t Think Twice It’s Alright“ gefallen. Auch der Schluss des Film ist anders und soll wohl „das offene Ende“ des Originals nun abschließen.

 

DIRTY DANCING (ABC/Guy D’Alema)
COLT PRATTES, ABIGAIL BRESLIN

 

Nachdem ich nun beide Filme hintereinander angeschaut habe, komme ich zu der Frage: Sollte man Kult-Filme neu verfilmen???
Ich kann an dieser Stelle nur sagen, die Neuverfilmung reicht in keiner Weise an das Original heran. Stimmte im Kultfilm von einst  von Anfang an das „Zusammenspiel“ der beiden Hauptdarsteller,  sprang in der neuen Version irgendwie der Funke nicht über. Den wichtigen/markanten Tanzszenen fehlte das „gewisse Etwas“, was auch die zusätzlichen „Tanzeinlagen“ mit bekannten Darstellern nicht auffangen konnte. Den von Patrick Swayze im Original gesungene Titel She’s Like the Wind erkennt man in der Neuinterpretation fast nicht wieder, was wirklich schade ist.
Fazit: Die Neuverfilmung reicht in keinster Weise an den Original Kult-Film „Dirty Dancing“ heran und das machen auch die zusätzlichen Tanz- und Gesangseinlagen mit bekannten Darstellern nicht wieder wett. Das Tanz-Traumpaar Swayze/Grey kann man einfach nicht ersetzen, es ist und bleibt Kult!

 

 

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