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Vera – Ein ganz spezieller Fall – Staffel 9

Edel Motion VÖ 14.02.20

Die letzte Staffel, die ich aus dieser Reihe gesehen habe ist die siebte, die wieder durch die spannenden Mordfälle, die ganz spezielle Ermittlerin Vera Stanhope, die immer empathischer und sympathischer rüberkommt und die schönen Landschaftskulissen punkten konnte.
Nun warten wieder vier ungewöhnliche, spannende und nicht vorhersehbare Kriminalfälle in „Vera – Staffel 9 – auf den Zuschauer.
Hier gibt es einen kleinen Einblick in die Folgen:
Eine junge Frau ist unterwegs und bleibt an einem Autofenster stehen und schaut hinein, kurz wird sie in einem Kofferraum liegend eingeblendet und in der nächsten Szene wird auf einer Müllkippe ein weiblicher Leichnam gefunden…..
Auf einem Werksgelände, wo Boote repariert werden findet man die Leiche eines Jugendlichen, der erstochen wurde. Ein Blick in die Vermisstenkartei gibt Hinweise auf die Identität des Toten, der offenbar aus einem Heim entwichen ist….
Ein Betriebsausflug auf einem Party-Boot will nicht enden, denn die meist weiblichen Gäste haben dem Alkohol sehr zugesprochen und wollen trotz Aufforderung des Kapitäns nach Beendigung der Bootstour nicht aussteigen. Die Veranstaltung endet dann doch abrupt, als man eine der Gäste tot aus dem Wasser zieht, doch sie ist nicht ertrunken….
Der vierte und hoffentlich nicht letzte Fall für dieses Ermittler-Team führt anfangs zurück ins Jahr 1995 wo das Seagull noch ein Nachtclub war. In der heutigen Zeit arbeitet ein Bauteam daran das Gebäude abzureißen. Als dann in einem im Untergrund befindlichen alten Wasserstollen menschliche Knochen gefunden werden, erinnert sich Vera Stanhope an einen alten Vermisstenfall aus der dem Jahr 1995…
Wie gewohnt ist es ein Genuss diesem Ermittlerteam bei seiner Arbeit zu folgen. Ganz besonders der vierte Fall hat es diesmal in sich, denn Vera muss befürchten, dass ihr verstorbener Vater in den damaligen Fall verwickelt war…
Die Serie steht und fällt mit der am Anfang der Reihe noch etwas eigenwilligen und im Zwischenmenschlichen etwas aneckenden Vera Stanhope, die Brenda Blethyn hier wunderbar „zum Leben erweckt“. Ich hoffe sehr, dass die Reihe fortgeführt wird, denn mittlerweile ist sie bestimmt nicht nur mir an Herz gewachsen!
Fazit: Auch Staffel 9 schafft wieder die volle Punktzahl durch unvorhersehbare spannende Fälle, einem gut eingepielten Ermittler-Team und einer Landschaftskulisse, die die passende Atmosphäre aufkommen lässt! Bitte weiter so!

 

 

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Jan Costin Wagner: Sommer bei Nacht

Galiani Berlin

Der fünfjährige Jannis verschwindet spurlos vom Gelände einer Grundschule, wo ein Flohmarkt stattfindet, dabei war er gerade noch an der Hand seiner Mutter…
Die Polizei wird eingeschaltet und ist schnell vor Ort, wo man mit der Suche nach dem Jungen beginnt….
Das Foto einer Überwachungskamera gibt erste Hinweise, dass Jannis von einem Mann mit einem großen Teddy auf dem Arm entführt wurde….
Doch eine richtige heiße Spur haben die Ermittler lange Zeit nicht…
Parallelen zu einem anderen Entführungsfall in Österreich werden deutlich, aber immer noch gibt es keinen Hinweis auf den Verbleib des Jungen….
Auf dem Cover von „Sommer bei Nacht“ steht Roman und diese Einordnung finde ich auch sinnvoll, denn von einem reinen Krimi möchte ich hier nicht sprechen.
Da ich bisher keine der vorherigen Bücher von Jan Costin Wagner gelesen habe, hatte ich anfänglich so meine Schwierigkeiten mit dem ungewohnten Erzählstil/Schreibstil. Zeitweise hatte ich das Gefühl, der Autor hat hier schon mal Regieanweisungen für eine geplante Verfilmung mit in die Handlung hineingeschrieben..
Zwar war Spannung von Anfang an gegeben, aber so mancher Einblick in die Gedankenwelt der Mitwirkenden war „unheimlich/erschreckend“. Große Schwierigkeiten und Bedenken hatte ich als ich gelesen habe, was so in den Köpfen der Ermittler vor sich geht….
Die Thematik der Handlung ist leider sehr aktuell und wer regelmäßig das Tagesgeschehen in den Medien verfolgt, kann im Buch Parallelen zu realen Kriminalfällen entdecken…
Fazit: Insgesamt vergebe ich hier drei von fünf Punkten, da ich für den ungewohnten Erzählstil und besonders für die „erschreckende“ Gedankenwelt der Ermittler hier zwei Punkte abziehe!

 

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Susanne Mischke: Hättest Du geschwiegen

Piper Verlag

Genau ein Jahr ist es her, dass ich hier „Zärtlich ist der Tod“ von Susanne Mischke vorgestellt habe und der damals 8. Fall für Kommissar Völxen und sein Team sich als spannender Page-Turner herausgestellt hatte.
Nun ist „Hättest Du geschwiegen“ erschienen und schon auf den ersten Seiten bekommt man eine Leiche „eiskalt serviert“, denn Kommissar Völxen höchstpersönlich wohnt der Obduktion von Hannes Piepenbrock  – einer bekannten Rotlichtgröße, dessen Name und Wirken weit über die Grenzen Hannovers Grenzen hinaus bekannt ist – bei, denn hier muss schnellstens geklärt werden, ob womöglich „Fremdverschulden“ vorliegt …
Das Ableben des im hannoverschen Rotlichtmilieu gut bekannten Mannes ruft den  Boulevard-Journalisten Boris Markstein auf den Plan, denn er plant einen großen Nachruf über Piepenbrock zu veröffentlichen…
Doch noch bevor der Artikel erscheint, findet man Boris Marksteins Leiche in einem von Unkraut überwucherten Gelände, dass in Dealer-Kreisen ein beliebter Umschlagplatz von illegalen Substanzen ist….
Ob die beiden Todesfälle zusammenhängen, bleibt hier unerzählt, denn erneut ist es Susanne Mischke gelungen ein sehr spannendes und unterhaltsames Buch zu schreiben. Neben den umfangreichen Ermittlungen an denen neben Kommissar Völxen auch Oda Kristensen, Elena Rifkin, Fernando Rodriguez nebst Gattin Jule und last but not least Erwin Raukel wieder mit von der Partie sind, hat die Autorin aktuelles Zeitgeschehen eingewoben, man erfährt gut portioniert Neues aus dem Privatleben der Ermittler und sie hat alles mit einer guten Portion Humor kombiniert, so dass beim Lesen die Zeit wie im Flug  vergeht und ich daher erneut von einem gelungenen fesselnden Page-Turner sprechen möchte.
Fazit: Fall Nr. 9 punktet mit Spannung, aktuellem Zeitgeschehen und einer guten Prise Humor, bitte weiter so und mehr davon!

 

 

 

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Paul Finch: Angstbringer

Piper Verlag

Etwas Zeit ist bereits vergangen, denn Ende 2017 hatte Detective Mark „Heck“ Heckenburg in „Feuerläufer“ seinen letzten Einsatz und der war nichts für schwache Nerven, aber spannend bis zuletzt!
Der Titel „Angstbringer“ für diesen aktuellen Thriller von Paul Finch ist gut gewählt, umschreibt er doch genau die Sparte von Verbrechern um die es diesmal geht:
In einer groß angelegten Sonderkommission sollen Großbritanniens „most wanted“ bzw. meistgesuchte Schwerverbrecher ausfindig und dingfest gemacht werden…
Wäre Mark Heckenburg auf sich gestellt – so wie er am liebsten arbeitet – wäre dieser Einsatz für ihn kein Problem, nur dass ihn diesmal seine Vorgesetzte Gemma Piper dazu verdonnert in einem Zweier-Team zu arbeiten und dann auch noch mit einer „neuen“ Kollegin, da äußert er dann doch seine Bedenken, was ihm aber nichts nutzt und als er dann DC Gail Honeyford gegenübersteht, bekommt er „Bauchschmerzen“…
Da es sich hier um die meist gesuchten britischen Schwerbrecher handelt, sind auch die Verbrechen, die sie begangen haben kaum in Worte zu fassen und man braucht gute Nerven um diesen Thriller zu lesen. Geiselnahme, Raub, Mord und Folter sind Umschreibungen, die viel zu „seicht“ sind um die Brutalität und Abartigkeit der Taten zu beschreiben, weswegen ich mir hier Details  erspare…
Doch wer sich auf dieses Buch einlässt, der erlebt „Heck“ in Höchstform;  ist der Hinweis auch nur so klein und auf den ersten Blick unbedeutend, wenn Hecks Nervenenden anfangen zu kribbeln, dann geht er seinem Gespür nach, komme was da wolle….
Die gewohnten intensiven Verfolgungen sei es zu Fuß oder motorisiert, lassen einem als Leser wieder hautnah dabei sein, so man sich z.B.  plötzlich in einem Kugelhagel befindet, der einen in Deckung gehen lässt oder Zuschauer von „echten“ Gladiatorenkämpfen wird, die einem die Nackenhaaren hochstehen lassen….
Nur eins ist neu in diesem Band: Der Schlussakkord ist brutal und emotional, überrascht aber mit offen Fragen,  die hoffentlich in einer baldigen Fortsetzung münden, die ich auf jeden Fall wieder gerne lesen würde!
Fazit: Das lange Warten hat sich gelohnt! Wer gute Nerven hat, der erlebt „Heck“ in Höchstform und auch der spannende Thriller selbst erzielt die volle Punktzahl! Bitte weiter so!

 

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Inspector Barnaby Vol 30

Edel Motion VÖ 31.01.20

Nachdem John Nettles alias Inspector Tom Barnaby in der 20. Staffel, der sehr beliebten und über Jahre erfolgreichen britischen gleichnamigen Serie in „Rente“ gegangen ist, habe ich den Fortgang mit Neil Dudgeon als DCI John Barnaby nicht regelmäßig weiterverfolgt. Den Grund dafür will ich auch gar nicht verschweigen, denn ehrlich gesagt, wird es für mich nur einen Inspector Barnaby geben und den verkörperte viele Jahre lang John Nettles!
Nun gibt es mit  „Inspector Barnaby Vol 30“ ein Jubiläum zu feiern und eine „Extra-DVD“ ist neben vier neuen Fällen Inhalt dieser Ausgabe.  Die Handlung führt wie gewohnt ins eigentlich beschauliche Midsomer, die Kriminalfälle aber haben es wieder in sich: 
Im  ersten Fall geht es um den Tod eines Schmetterlingssammlers, der präpariert und zur Schau gestellt wird, wie man es sonst von „aufgespießten Ausstellungsobjekten“ kennt…
Ein Comic-Festival begeistert nicht nur die Bewohner der ländlichen Idylle, sondern auch die „rechte Hand“ des Inspectors. DS Jamie Winter wartet auf die Präsentation der neuesten Aequitus-Ausgabe.  Doch bis es soweit ist, steht die Aufklärung des Mordes eines ehemaligen Models im Vordergrund…
Auch die beiden weiteren Fälle, wo ein Toter in einer Kältekammer gefunden wird und im vorerst letzten Fall eine Braut auf ihrer Hochzeitsfeier tot aufgefunden wird, beinhalten wieder feinen Humor, aber auch recht skurril anmutende Morde und die Verdächtigen stehen in dem in keinster Weise nach…
Hier gibt es schon mal einen kleinen Einblick: Trailer
Doch diese Juliäumsausgabe bietet dem Zuschauer auch reichlich Bonusmaterial, wo die z.B. Darsteller zu Wort kommen.
Auf der  Extra-DVD führt dann John Nettles persönlich durch den einstündigen Rückblick, der den Titel trägt „20 Dinge, die Sie in Midsomer tun sollten, bevor Sie sterben“. In diesem Special gibt es einen ganz besonderen Blick hinter die Kulissen der weiterhin sehr beliebten Serie, die einst aus den Büchern von Ann Cleeves entstand. Ich habe beim Anschauen so manchen „Ach-ja-Moment“ erlebt und blicke deswegen auch etwas wehmütig zurück, denn an die erste Folge der Serie kann ich mich tatsächlich noch gut erinnern…..
Fazit: Diese Jubiläumsausgabe bietet vier typische, teils recht skurrile Fälle, aber auch ein ganz besonderes Schmankerl mit John Nettles, der durch den einstündigen besonderen Blick hinter die Kulissen führt, weswegen sich allein schon das Anschauen hier lohnt!

 

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Julia Hofelich: Nebeljagd

Bastei Lübbe

Bereits der Debüt-Krimi „Totwasser“ von Julia Hofelich, den ich im Januar 2019 hier vorgestellt habe, war ein fesselnder Page-Turner!
Nun ist mit „Nebeljagd“ der zweite Fall für die Stuttgarter Anwältin Dr. Linn Geller erschienen:
Ihr Mandant Johann Haug steht im Verdacht seine Pflegemutter ermordet zu haben. Damit nicht genug, denn vor Jahren wurde seine Freundin Vanessa auf bestialische Weise getötet  und der Mörder nie gefasst. Doch die Bewohner des kleinen schwäbischen Dorfes, wo er einst wohnte, sind sich sicher, dass auch nur Johann diesen Mord begangen haben kann…
Dieser Fall konfrontiert Linn Geller mit einem Mandanten, der schon zu seiner Kindheit mit vielen Vorurteilen zu kämpfen hatte. Besonders das Verhältnis zu einer Pflegemutter war nicht sonderlich gut und ein liebevolles Elternhaus hat er nie richtig kennengelernt.
Auch bei den Recherchen zu den beiden Mordfällen, spürt die Anwältin am eigenen Leib mit welchen Anfeindungen und Vorurteilen Johann Haug in seinem Heimatort zu kämpfen hatte. Aber er ist auch kein einfacher Mensch, denn durch seine Art und sein Verhalten eckt er durchaus an. Zu den Anschuldigungen befragt,  ist er wortkarg, wirkt undurchsichtig und hat dem wenig entgegenzusetzen.  Linn Geller ist hin- und hergerissen, ob sie den Unschuldsbeteuerungen ihres Mandanten glauben kann, da es auf der anderen Seite einige Fakten gibt, die auf ihn als möglichen Täter hinweisen…..
Erneut ist es der Autorin gelungen, einen sehr spannenden, teils sehr düsteren und nervenaufreibenden Krimi zu schreiben. Von Anfang an nimmt einen die Handlung in Beschlag, man rätselt mit, ob Johann Haug nun zu Recht wegen Mordes vor Gericht steht, oder ob hier doch  – wie er selbst glaubt – eine Art Komplott gegen ihn seit seiner Kindheit geschmiedet wurde…
Von mir gibt es hier die volle Punktzahl für diesen erstklassig abgefassten Page-Turner, der nicht nur nervenaufreibende Spannung beinhaltet, sondern noch einen unvorhersehbaren Schlussakkord oben drauf setzt!
Fazit: Nervenaufreibender Page-Turner, der mit einem unvorhersehbaren Schlussakkord noch zusätzlich punkten kann!
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Jens Henrik Jensen: Oxen – Lupus

Der Audio-Verlag

Nachdem in “Oxen – Gefrorene Flammen“ der Danehof zerschlagen wurde, gibt es nun mit  „Oxen – Lupus“ Nachschub in Sachen Spannung. Wie auch zuvor hat Dietmar Wunder die Lesung hier übernommen, so dass man sich schon im Vorfeld auf ein ganz besonderes Hörerlebnis freuen konnte…
Der einstige hochdekorierte Elitesoldat Niels Oxen ist „arbeitslos“. Doch durch seine vielen Einsätze und traumatischen Erlebnisse während seiner aktiven Dienstzeit ist er psychisch angeschlagen und er hat immer noch mit seinen Dämonen zu kämpfen. Auf dem freien Arbeitsmarkt einen Job zu kriegen und sich psychisch zu erholen sind einige der neuen Herausforderungen, die auf ihn warten. Ganz besonders viel Zeit mit seinem Teenager-Sohn Magnus zu verbringen, gehört ebenfalls dazu,  denn durch die Scheidung müssen sich Vater und Sohn erst einmal wieder kennenlernen und annähern, was nicht ganz einfach ist, aber eines der vorrangigen Ziele, die sich Niels gesteckt hat.
In dieser Situation taucht plötzlich der ehemalige Geheimdienstchef Axel Mossman bei Oxen auf und bittet ihn nach Poul Hansen zu schauen, der seit geraumer Zeit nicht auffindbar ist….
Doch Niels hat andere Pläne und lehnt anfänglich den Auftrag Mossmans ab, denn er möchte mit seinem Sohn einen Ausflug machen und dabei nach Wölfen Ausschau halten, die seit geraumer Zeit in einem bestimmten Waldgebiet in Dänemark gesichtet wurden…
Tatsächlich machen sich Vater und Sohn gemeinsam auf den Weg. Wie es der Zufall will, wohnt genau in diesem Gebiet der gesuchte Poul Hansen und sehr bald findet man eine Leiche…..
Mehr brauche ich gar nicht zu schreiben, denn wer die Thriller um Niels Oxen kennt, der weiß, ab jetzt wird es turbulent…
Axel Mossman ist wieder in seinem gewohnten Element und zieht im Verborgenen Fäden. Auch Margarete Franck taucht in der Handlung auf und ihr einstiger Polizeieinsatz,  der ihr das rechte Bein kostete, wird durch bestimmte Vorkommnisse wieder aktuell…
Erneut müssen Oxen und Franck gegen einen unsichtbaren Gegner antreten, der ihnen wieder einiges abverlangt und den Zuhörer gleich von Beginn an in eine abwechslungsreiche, stellenweise recht düstere, nervenaufreibende Szenerie hineinzieht, die man bis zum Schluss gebannt verfolgt.
Jens Henrik Jensen hat erneut einen sehr fesselnden Thriller geschrieben, den Dietmar Wunder dann mit seiner Stimmenvielfalt zum Leben erweckt! Diese Kombination ist ganz nach meinem Geschmack,  weswegen ich hier die volle Punktzahl vergebe!
Fazit: Volle Punktzahl für dieses spannungsgeladene Hörerlebnis! Bitte mehr davon!
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