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T.Enger/J. Lier Horst: Blutnebel

blanvalet

Nachdem im letzten November die neue Thriller-Reihe der beiden norwegischen Autoren mit „Blutzahl“ sehr spannend und vielversprechend gestartet war, geht es nun mit „Blutnebel“ weiter.
Auch diesmal beginnt die Handlung mit einem Knall. Was anfangs nicht so ganz verwunderlich ist, denn es ist Silvester und aus diesem Grunde haben sich am Rathauskai im Osloer Hafengebiet viele Menschen versammelt – genau wie die Journalistin Emma Ramm – um das neue Jahr zu begrüßen. Allerdings welche Szenerie sich kurz nach dem Knall dort bietet, damit hatten die dort Versammelten sicherlich nicht gerechnet:
Eine gewaltige Explosion und Druckwelle erschüttert das umliegende Gebiet. Um Emma Ramm herum herrscht Panik und Chaos. Als  sie sich selbst einigermaßen wieder gefangen hat, taumelt sie durch die Menge und entdeckt dabei einen Toten, den sie sehr gut kennt und der eigentlich gar nicht hier kein konnte….
Kommissar Blix und seine Kollegin Kovic sind schnell am Unglücksort und verschaffen sich ein erstes Bild vom Geschehen, wobei Blix einen im Wasser treibenden leblosen Menschen entdeckt. Ohne lange nachzudenken, springt er ins eiskalte Hafenbecken. Unter großen Mühen und nur mit Hilfe seiner Kollegin kann er den Körper einer Frau ans Ufer ziehen. Die nahenden Sanitäter bringen die Frau, deren Gesicht durch die Explosion schwer in Mitleidenschaft genommen wurde, ins Krankenhaus, wo sie auch am nächsten Tag noch im Koma liegt…
Im Verlauf wird die Frau als Ruth-Kristine Smeplass  identifiziert. Beim diesem Namen fangen beim Kommissar alle „Erinnerungsglocken“ an zu klingen, denn Ruth-Kristine ist die Mutter von Patricia, dem kleinen Mädchen, das man vor vielen Jahren entführt hatte und bis heute als vermisst gilt und zu einem ungelösten Kriminalfall gehört, der Blix über die ganze Zeit hinweg,  nicht losgelassen hat…
Warum und wieso Kommissar Blix und Emma Ramm diesen „alten Fall“ nun erneut durchleuchten, erzähle ich hier sicherlich nicht, denn dieser Thriller ist so wendungsreich und setzt sich aus vielen unterschiedlichen Hinweisen und mitwirkenden Figuren zusammen, dass ich nur jedem empfehlen kann, diesen fesselnden Page-Turner selbst zu genießen!
Das Privatleben der beiden Hauptfiguren Ramm und Blix bekommt auch etwas Raum in der Handlung bzw. tangiert den roten Faden, was nicht stört und gut ins Geschehen eingewoben ist. Ich bin schon gespannt wie es im nächsten Buch (soll laut Klappentext im Oktober 21 erscheinen) weitergeht!
Fazit: Unbedingt lesen! Sehr spannender, wendungsreicher Page-Turner! Bitte weiter so!

 

 

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Bernhard Aichner: Dunkelkammer

der Hörverlag

-Ein Bronski Krimi-

Der Autor war mir bis dato nicht bekannt.“Dunkelkammer“ ist der Beginn der neuen Krimi-Reihe um den Pressefotografen David Bronski und eine gute Gelegenheit den Erzählstil von Bernhard Aichner kennenzulernen.
Bei der ungekürzten Hörbuch-Fassung wirken dreizehn(!) verschiedene Sprecher/innen mit. Besonders der Schauspieler Boris Aljinovic war mir dabei ein Begriff und mit seiner markanten Stimme haucht er der Hauptfigur David Bronki Leben ein. Aber auch alle anderen Sprecherstimmen sind gut gewählt, so dass man sie im Verlauf den Figuren gut zuordnen kann.
Die Geschichte setzt sich aus Puzzle-Teilchen zusammen, sie entwickelt sich langsam aus unterschiedlichen Perspektiven und wird spannend von den verschiedenen „Figuren“ teils allein, aber auch als Dialog wiedergegeben. Über der ganzen Handlung schwebt eine düstere Atmosphäre, die bis zum Schluss anhält. Der Erzähl-Stil des Autors hat mir gut gefallen, durch seine bildhafte Sprache verschafft er einen ganz besonderen Einblick ins Geschehen:
Innsbruck: Kurt, ein einstiger Kollege Bronski ist mittlerweile obdachlos und während er auf der Suche nach einem Nachtlager ist, bricht er in eine abgelegen liegende, seit langem unbewohnte Wohnung ein. Dort findet er eine entstellte Leiche, darüber informiert er David Bronski. Wie sich später herausstellt, lag die Tote dort mindestens 20 Jahre unentdeckt…
David Bronski wird mit seiner Kollegin Svenja auf den Fall angesetzt, sie sollen vor Ort Fotos machen, recherchieren und berichten.
Parallel zu dem 20 Jahre alten „Fall“ wird das Leben von David Bronski beleuchtet, der mehrere Schicksalsschläge verkraften musste.
Durch die sehr geschickte Erzählweise des Autors erfährt man dann als Zuhörer, in welchem Bezug Bronskis Schicksalsschläge und die seit 20 Jahren unentdeckte Leiche stehen…
Um was es hier genau geht, möchte ich gar nicht weiter erzählen, dazu ist die Gesamthandlung zu komplex, verschachtelt und wendungsreich. Durch die tolle Sprecherbesetzung entsteht ganz schnell ein fesselndes Kopfkino und die mehr als sieben Stunden dauernde Lesung vergeht wie im Flug!
Das Hörbuch ist sehr unterhaltsam und spannend, was durch den für mich ungewöhnlichen Erzählstil des Autors noch untermauert wurde.
Beim Inhalt der Geschichte möchte ich aber anmerken, dass mir der Realitätsbezug schwerfällt, bzw. kann ich mir kaum vorstellen, dass über 20 Jahre hinweg so eine „Manipulation“ funktioniert. Dies nur am Rande, denn an der schriftstellerischen Freiheit möchte ich nicht rütteln. Nichtsdestotrotz habe ich das Hörbuch genossen und eine Fortsetzung der Reihe würde ich mir durchaus wieder anhören.
Fazit: Gelungener Auftakt der Bronski-Krimi-Reihe, was durch das tolle Sprecher-Ensemble schnell zum Kopfkino wird!
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Andrea Sawatzki: Woanders ist es auch nicht ruhiger

Hörbuch Hamburg/Osterwold VÖ 01.03.21

Hatte sich Gundula Bundschuh in Andere machen das beruflich eher unfreiwillig von jetzt auf gleich in die Rolle einer Aushilfslehrerin „katapultiert“, wo sie mit den eher unmotivierten Schülern der Theater AG Shakespeares „Sommernachtstraum“ auf die Bühne bringen sollte, was ihre Nerven schon recht strapazierte, kommt es inWoanders ist es auch nicht ruhiger“ für die gesamte Familie Bundschuh ganz „dicke“:
Der Berliner Flughafen ist nun endlich eröffnet und das Haus der Bundschuhs liegt mitten in der Einflugschneise! Der Lärmpegel ist nicht auszuhaulten, so dass ein Weiterleben im Rotkehlchenweg nicht mehr möglich ist. Also muss eine neue „Behausung“ her, was allerdings nicht ganz einfach ist, denn Gundulas und Geralds Mütter können/wollen nicht alleingelassen werden und auch Gundulas Bruder HaDi nebst Ehefrau Rose und dem kleinen Eddi-Barrak brauchen ja ständig Unterstützung und sind ja eh die meiste Zeit bei Gundula und Gerald zu Gast. Die Bundschuhs sind zu einer Großfamilie mutiert, so dass Geralds Gehalt – er ist ja der einzige, der Geld ins Haus bringt – nicht mehr ausreicht, das Geld ist knapp und eine neue Wohnung in Berlin kommt da nicht in Frage. Kurzerhand ersteigert Gerald einen Dreiseitenhof auf dem Land….
Nachdem der Umzug endlich gelungen ist und jeder in dem von außen recht ansehnlichen Hof eine Unterkunft gefunden hat, können alle erst einmal durchatmen und sie genießen die ländliche Ruhe, was aber nicht von langer Dauer ist, denn schon in den ersten Nächten rumort es im Gebälk, was die Bundschuhs allerdings erst einmal ignorieren, bis es dann kracht….
Nun was für „Abenteuer“ die Bundschuhs mit ihrer neuen Immobilie erleben, ist ein Teil der humorvollen Handlung. Dann werden plötzlich Hühner angeliefert, die nicht zurückgegeben werden können, was  Gundula vor neue Herausforderungen stellt. Und weil das Geld ja bekanntlich knapp ist, verfolgt jedes Familienmitglied einen geheimen Plan, wie sie etwas dazuverdienen könnnen. Ob das gut geht?
Andrea Sawatzki liest ihr Buch selbst und gibt jeder Figur eine eigene Stimme, so dass man sie gut unterscheiden kann. Diesmal hat sie aktuelle Themen, wie die Eröffnung des Berliner Flughafens und die vorherrschende Pandemie mit in die turbulente Handlung mit eingewoben, was mir gut gefallen hat. Auch sind die über acht Stunden Lesung wie im Flug vergangen, denn erneut ist es der Autorin gelungen, „ihre Familie Bundschuh“ in chaotische Alltagssituationen zu schicken, die sie dann sehr kreativ und jede Figur auf ihre ganz besondere Art und Weise, doch immer irgendwie meistern. Herrlich!
Fazit: Auch diesmal meistert Familie Bundschuh alle Widrigkeiten des Alltag auf ihre ganz besondere Art und Weise, was bei den Zuhörern bestimmt zu einigen Lachsalven führt. Durch die Autorenlesung werden die Figuren lebendig, was recht schnell in humorvolles Kopfkino übergeht. Bitte weiter so!
 
 

 

 

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Andreas Winkelmann mit Markus Knüfken: Wilder wird’s nicht

rororo VÖ 23.03.21

Seit vielen Jahren bin ich Fan der spannungsgeladenen Thriller von Andreas Winkelmann. Im letzten Jahr, direkt vor dem Lockdown, hatte ich noch die Gelegenheit bei einer Lesung anlässlich seines Thrillers „Der Fahrer“ ihn live zu erleben.  Im Verlauf des Abends erzählte er auch von seinen anderen Projekten wie z.B. über eine abenteuerliche Reise mit seinem Freund dem Schauspieler Markus Knüfken. Nun ist das passende Buch „Wilder wird’s nicht“ dazu erschienen, denn „wer eine Reise tut, der kann was erzählen“…
Der Frage „Gibt es in Europa noch echte Wildnis?“ sind die beiden Outdoor-Fans hier nachgegangen. Der oder die Orte, die die beiden entdecken wollten, sollte ohne Flugzeug erreichbar sein und die Natur noch ursprünglich sein. Wohin es sie auf der Suche nach ihrem Sehnsuchtsort – wo man relaxen, runterkommen, am besten keinen Handyempfang hat und sich frei fühlen kann – überall hingeführt hat sind z.B. die Alpen, der Brocken, aber auch Schwedisch-Lappland am Polarkreis, wo sie dann eine dreizehntägige Tour durch den Sarek-Nationalpark „gemeistert“ haben…
Das gesamte Buch ist reichlich bebildert, so dass man als Leser schon mal einen Einblick bekommt, in welche Landschaftskulissen es die beiden Abenteurer verschlagen hat. Jeder ausgerüstet mit Rucksack und Zelt und Abenteuerlust im Herzen machen sie sich gemeinsam auf den Weg. Welche Strapazen sie auf sich genommen haben um Gipfel zu besteigen oder unberührte Natur zu erleben, erfährt man in diesem Reisebericht. 
Ab und zu „bricht“ bei Andreas Winkelmann erzähltechnisch der Thriller-Autor durch, weil ihn die eine oder andere Situation oder Örtlichkeit dann als Inspiration für einen seiner nächsten Bücher dienen könnte oder um seinem Begleiter mit einem Augenzwinkern „einen Bären aufzubinden“…
Zwar wandere ich auch gern kilometerweit im Urlaub und auch Regen macht mir dabei nichts  aus, aber was die beiden Freunde hier für Touren unternommen haben und welchen Naturgewalten sie sich dort ausgesetzt haben, die ihnen einiges abverlangt haben, ist sicherlich zum Nachmachen nur für eingefleischte Outdoorfans geeignet. Ich für meinen Teil gehe es da lieber etwas ruhiger an.
Das Buch liest sich gut, ist unterhaltsam und durch die Vielzahl an Fotos bekommt man einen guten Einblick in welcher Landschaftskulisse die beiden Abenteuerlustigen unterwegs waren.
Fazit: Unterhaltsamer, reich bebilderter Reisebericht, der für Outdoor-Fans sicherlich spannend und inspirierend ist!

 

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Klaus-Peter Wolf: Ostfriesenzorn – Hörbuch

GoyaLit

Fall Nr. 15 für Ann Kathrin Klaasen und ihr Team
Die ungekürzte Lesung des Buches hat Klaus-Peter Wolf wieder selbst übernommen, was gut passt und in der jetzigen Pandemie-Zeit ein guter „Ersatz“ ist, da ja Live-Events nicht stattfinden können. Durch seine markante Stimme – die ich sofort mit den Ostfriesenkrimis verbinde – kann man die Figuren gut unterscheiden, was durch die angelaufenen Verfilmungen der Reihe noch unterstützt wird, denn jetzt hat man direkt ein passendes „Gesicht“ vor Augen, so dass das Kopfkino schnell startet:
Auf der Nordseeinsel Langeoog geht ein Frauenmörder um, sein erstes Opfer wird in den Dünen gefunden. Im Verlauf stellt sich heraus, dass dieser Mörder sich mit dem Serienkiller Dr. Bernhard Sommerfeldt messen möchte bzw. ihn herausfordern will, denn Sommerfeldt „kann“ ja bekanntermaßen keine Frauen töten!
Allerdings hat der Langeoog-Mörder offenbar eins nicht bedacht, denn Dr. Sommerfeldt sitzt nach seiner Verhaftung durch Kommissarin Ann Kathrin Klaasen gut bewacht für lange Jahre in Lingen im Gefängnis…
Während das Morden auf Langeoog weitergeht, bekommt Dr. Sommerfeldt einen merkwürdigen Brief ins Gefängnis, der diesem hartgesottenen Mann eine Gänsehaut beschert….
Ann Kathrin Klaasen nebst ihrem Team übernimmt die Ermittlungen. Bei diesem Fall ringt sie mit ihrem Gewissen und sie muss schwierige Entscheidungen treffen, die zu unvorhergesehenen Ereignissen führen, so dass ihr Handeln in Frage gestellt wird….
Neben dem „Wettkampf“ der beiden Serienmörder fehlt natürlich der Humor in der Gesamthandlung nicht, da ja Kommissar Rupert wieder mit von der Partie ist und nebst Kollegin Jessie zur Hochform aufläuft, besonders als in seinen Augen „Gefahr in Verzug ist“….
Über den Einsatz von Rupert habe ich mich wieder köstlich amüsiert, der Kriminalfall konnte mich leider diesmal nicht so begeistern und auch hätte es  etwas weniger „Werbung“ sein dürfen.
Fazit: Diesmal punktet der Humor vor der Spannung, nichtsdestotrotz möchte ich die Autorenlesung von „Ostfriesenzorn“ nicht missen, denn allein durch Klaus-Peter Wolfs markante Stimme ist man schnell im Geschehen, die Figuren nehmen Gestalt an und das Kopfkino beginnt! 

 

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Romy Fölck: Mordsand

LÜBBE

Schon seit dem ersten Buch hat mir der Erzählstil der Autorin gut gefallen und ich habe immer nach einer Fortsetzung der spannenden Krimi-Reihe geschaut. Die „Figuren“ kommen sympathisch rüber und sind gut gezeichnet. Mittlerweile fühlt man sich gleich nach den ersten Textpassagen wieder auf dem Paulsenhof „heimisch“, weswegen ich auch gespannt war, welche Ereignisse in „Mordsand“ auf die beiden Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn, die für die Kriminalpolizei in Itzehoe arbeiten, wieder zukommen.
Nachdem nun einige Zeit vergangen ist und Frida Paulsen wieder auf dem Apfelhof ihrer Eltern in der Elbmarsch wohnt, hat sich durch ihr Engagement nun auch der recht in die Jahre gekommene Hof neu herausgeputzt, was ja im letzten Buch „Sterbekammer“ schon seinen Anfang nahm. Im Verlauf der neuen Handlung passiert noch einiges und es kommt „neuer Schwung und neues Leben“ auf das Hofgelände, worüber  gut eingewoben in den Kriminalfall berichtet wird.
Seit geraumer Zeit sind Frida und der Rechtsmediziner Dr. Torben Kielmann ein Paar, was aber bisher nur ihr Kollege Bjarne Haverkorn auf dem Revier „mitbekommen“ hat, weswegen er auch nicht erstaunt ist, dass er beim morgendlichen „Besuch“ auf dem Apfelhof, die beiden gemeinsam mit dem Rest der Hofbewohner am Frühstückstisch sitzen sieht. Eigentlich passt ihm das genau in den Kram, denn ihr neuer Fall verlangt auch nach einem Rechtsmediziner, denn auf einer der Elbinseln wurde ein Kochenfund gemeldet
Und dieser Knochenfund hat es in sich: Aus dem anfangs entdeckten Schädel, der am Ufersaum aus dem Sand ragt, entpuppt sich dann bei genauerer Untersuchung ein ganzes männliches Skelett, das einige „Besonderheiten“ aufweist…
Während die Ermittlungen im „Knochenfund“ laufen, wird kurze Zeit später auf einer anderen Elbinsel der Leichnam eines Mannes entdeckt, der nur mit dem Oberkörper aus dem Schlick ragt…..
Es gibt reichlich zu tun für das gesamte Team und was sie dann letztendlich zu Tage fördern, führt sie „rüber“ in das Gebiet der ehemaligen DDR und in die Vergangenheit zu einer Institution wo „Umerziehung“ praktiziert wurde…..
Ich kann nur sagen, Romy Fölck ist eine ganz tolle „Geschichtenerzählerin“. Durch die bildhaft geschilderte Szenerie ist man gleich mitten im Geschehen bzw. „live“ dabei als das junge Paar die menschlichen Überreste findet…..grrrh!
Parallel zur aktuellen Handlung gibt es einen Blick in die Vergangenheit und einen Einblick in die „Umerziehung“, die damals praktiziert wurde. Was man hier dann darüber erfährt, lässt einen erschauern und entsetzt innehalten….
Trotz dieser nachdenklich machenden Geschichte, habe dieses Buch gern gelesen und mich spannend unterhalten gefühlt. Auch freue mich schon auf die in „Mein Dank“ angekündigte Fortsetzung der Reihe. Besonders gut hat mir auch gefallen, dass erst ganz am Schluss des Rätsels Lösung sichtbar wurde und nicht vorhersehbar war.Toll!
Fazit: Spannender, unvorhersehbarer, aber auch nachdenklich machender, lesenswerter Page-Turner!
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Kommissar Wallander – Staffel 3

Edel Motion VÖ 19.03.21

Lange brauchten die Fans der Reihe nicht auf eine Fortsetzung warten, denn nach „Staffel 1“ im November 2020 und „Staffel 2“ im Januar 2021 gibt es nun drei weitere Buchverfilmungen von Henning Mankell unter dem Titel „Kommissar Wallander – Staffel 3“:
Ein Mord im Herbst:
Zu Beginn der Handlung beziehen Kurt Wallander und seine Lebensgefährtin Vanja nebst dem kleinen Peter und dem Hund Jussi ein Häuschen mit Blick auf die Ostsee. Während die „Menschen“ drinnen arbeiten, erkundet Jussi den Vorgarten und es dauert nicht lange, da findet er menschliche Knochen…..
Wäre dies nicht schon genug Trubel und Aufregung während der Kommissar sein neues Haus bezieht, da muss er sich parallel auch noch mit neuen Fall befassen, denn am Strand bei Ystad wird ein angespülter abgetrennter weiblicher Arm gefunden. Durch ein Schmuckstück daran führen die Ermittlungen zu einer Ostseefähre, die zwischen Schweden und Polen hin- und herfährt…
Hunde von Riga:
Mittlerweile lebt Kurt Wallander wieder allein. Durch ein auf der Ostsee in Küstennähe treibendes Schlauchboot mit zwei auffällig tätowierten männlichen Leichen kommt ein Major Karlis Liepa – ein letterischer Kriminalkommissar – aus Riga nach Ystad. Er kann die toten Männer als einschlägig bekannte lettische Drogenkuriere identifizieren, weswegen er bald wieder abreist…
Kaum in Lettland angekommen, wird Major Liepa auf brutalste Weise ermordet. Für Wallander ist es selbstverständlich die offenen Ermittlungen in Riga fortzusetzen bzw. den Kollegen vor Ort „behilflich“ zu sein, weswegen er sich sofort auf den Weg macht. Doch die „Ermittlungen“ dort gestalten sich so ganz anders als erwartet und bald weiß Wallander nicht mehr, wem er noch trauen kann, nur Karlis Witwe Baiba ist ihm wohlgesonnen, denn auch sie will wissen, wer ihren Mann getötet hat….
Vor dem Frost
Dieser Fall setzt sich aus vielen verschiedenen Puzzleteilchen zusammen: Plötzlich taucht bei Wallander zuhause Anna, eine Jugendfreundin seiner Tochter Linda auf.  Sie wirkt gehetzt und verwirrt. Kaum dass Wallander sein Telefon in die Hand genommen hat, um Annas Mutter zu kontaktieren, ist die junge Frau wieder spurlos verschwunden. Und das bleibt sie auch….
Brennende Schwäne über einem Waldsee, eine vermisste Kartographin, ein entflohener Psychiatrie-Insasse und kurz hintereinander stattfindende bizarre Selbstmorde sind weitere Teile dieses Puzzles, das Wallander und sein Team Stück für Stück zusammensetzen müssen, um diesen komplexen Fall zu lösen…..
Was soll ich noch sagen, auch diese Staffel ist spannend und fesselnd gelungen und erneut nah an den „Vorlagen“, die der verstorbene schwedische Autor Henning Mankell geschrieben hat. Die raue Küstenlandschaft dient als Kulisse und man hat das Gefühl, der Autor hatte sie genau so vor Augen, als er seine Krimis schrieb.
Auch diesmal wird der zuletzt etwas melancholische Kurt Wallander wieder bravourös von Kenneth Brannagh verkörpert. Das ihn umgebene gut besetzte Schauspiel-Ensemble hat durch die gleichbleibende Rollenbesetzung einen guten Wiedererkennungswert, so dass man gleich wieder mitten im Geschehen ist und das Dargebotene genießen kann.
Hier gibt es schon mal einen kleine Vorgeschmack auf die 3. Staffel: Trailer
Fazit: Auch Staffel 3 der Wallander-Reihe hält das hohe Niveau an Schauspielkunst und punktet erneut mit passender Kulisse, gelungener Buchverfilmung  und spannender Unterhaltung! Bitte weiter so!
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