TOP

Arno Strobel: Offline

Fischer Verlage

Mal fünf Tage ohne Handy, ohne Internet, das ist die Herausforderung, der sich eine Gruppe von jungen Leuten stellt, um mal nicht ständig erreichbar zu sein!
An ihrem Startpunkt am Königssee werden alle Handys etc. vom Teamleiter eingesammelt und sicher verstaut. Nach einer idyllischen Fahrt über den See versammeln sich dann alle um eine leichte Bergtour auf den Watzmann zu beginnen. Doch das Wetter spielt ihnen schon gleich zu Beginn einen Streich, denn es fängt an zu schneien und der Aufstieg zu dem ehemaligen Bergsteigerhotel auf mehr als 2000 m Höhe ist mühsam.
Vor Ort angekommen, macht das einstige Hotel von außen zumindest keinen guten Eindruck, der sich allerdings im Inneren dann verflüchtigt. Zwar sind immer noch nicht alle Renovierungsarbeiten fertig, aber die Zimmer im ersten Stock sind einladend und auch das restliche Ambiente kann sich sehen lassen…
Die kleine Gesellschaft lässt den anstrengenden Aufstieg hinter sich und bei einem Essen den Tag ausklingen…
Am nächsten Morgen schneit es ununterbrochen und beim Frühstück ist das Wetter in aller Munde, so dass erst einmal nicht auffällt, dass einer am Tisch fehlt…..
Ab hier beginnt der Alptraum für die Gruppe: Neben dem unaufhörlichen Schneefall, der die Teilnehmer von der Außenwelt abschneidet, wird aus dem Vermissten ein Ermordeter und der Mörder ist unter ihnen und kann jederzeit wieder zuschlagen.
Hilfe kann nicht geholt werden, denn die einzige Verbindung nach draußen – ein Funkgerät – wurde zerstört….
Das Cover des Buches ist gelungen und suggeriert zusammen mit dem Titel „Offline“ schon mal in welche Richtung die Handlung geht.
Die Geschichte erinnerte mich schnell an einen Krimi von Agatha Christie. Das wäre noch nicht einmal so schlimm gewesen, aber die sich hier versammelten Charaktere, die alle aus beruflicher Sicht kluge Köpfe sind, haben leider auf menschlicher Seite wenig Sympathiepunkte erreichen können. Auch wie sie mit der sich zuspitzenden Situation umgegehen und sich immer mehr Risse in ihren Fassaden auftuen, fand ich einerseits erschreckend, bzw. hatte von „klugen Köpfen“ andere „Ideen“ erwartet…
Ich hatte recht schnell eine Ahnung, wer sich hinter der Maske des Bösen verbirgt. Allerdings war das „Warum“ mir hier zu wenig erklärt und auch das Ende fand ich etwas zu „kurz geraten“ im Vergleich zu den recht ausführlichen Diskussionen/Streitereien und umfangreichen Suchaktionen.
Gut gelungen dagegen ist die Schilderung der düsteren, unheimlichen Atmosphäre, die hier eine gute Kulisse bildet, so dass ich hier insgesamt drei von fünf möglichen Punkten vergebe!
Fazit: Anfängliche Spannung wird von Vorhersehbarkeit abgelöst, daher nur drei von fünf Punkten!

Leave a Reply

Your email is never published nor shared.

You may use these HTML tags and attributes:<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>