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Art Wolfe: Eden

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Ich muss gestehen, der Name Art Wolfe sagte mir bis zu diesem beeindruckenden Bildband, der bei jetzt National Geographic erschienen ist, nichts.
Aber gleich auf den ersten Seiten dieses Buches, habe ich ein Foto wiedererkannt, dass ich einmal als Kalenderblatt schon beeindruckend fand und es deswegen ausgeschnitten, gerahmt und lange Zeit als Blickfang an der Wand hängen hatte: Es zeigt die offenbar größte Thermalquelle der USA den „Grand Prismatic Spring“ im Yellowstone Nationalpark von oben gesehen. Die Farbenpracht dieser Aufnahme – dunkelbau in allen Schattierungen in der Mitte, über türkis, gelb, orange bis rotbraun an den Rändern – ist beeindruckend und hat etwas, dass die Blicke magisch anzieht! Da hatte ich ein Foto von Art Wolfe an meiner Wand hängen und wusste es bis dato nicht!
Art Wolfe ist in Fachkreisen eine Legende und dieser großformatige und seitenstarke Bildband ist sozusagen ein Querschnitt seines Schaffens, den er über 50 Jahre als leidenschaftlicher Naturfotograf mit seiner Kamera festgehalten hat. Die Fotos – Landschaften, Tiere und über alle Kontinente hinweg abgelichtete „alte Kulturen“ und Volksstämme – erzählen ohne Worte Geschichten und lassen den Betrachter in die Aufnahmen regelrecht eintauchen…
Ich selbst fotografiere ganz bescheiden gerne Blumen und Tiere, besonders das Stelldichein an unserem Vogelhäuschen hat es mir angetan und tatsächlich ist mir schon das eine oder andere schöne Foto gelungen. Wenn ich mir dann aber die Tieraufnahmen z.B. auf Seite 46 anschaue, wo vor einem Baumstamm, farblich getarnt, ein Waldkauz abgelichtet ist, hat das etwas von einem Kunstwerk für mich und ist kein Vergleich mit meinen Schnappschüssen!
Auf Seite 102, wo sich alles um Eis und Schnee dreht, kommt Art Wolfe, der 1951 in Seattle geboren ist und nach seinem Kunststudium schon mit Ende zwanzig im Auftrag von National Geographic unterwegs war, selbst zu Wort. Er erzählt, wie seine Karriere in den späten 1970ziger Jahren begann sowie von seinen Reisen in die Antarktis und was er dort alles erlebte und vor die Kamera bekam, sieht man dann eindrucksvoll auf den folgenden Seiten…
Tiere in Zoos abzulichten, dass kann mittlerweile heute jeder, der ein Handy hat, aber Tiere in der freien Natur in ihrem natürlichen Lebensraum wie z.B. auf Seite 113 die puscheligen Polarfüchse, da muss man schon etwas mehr auf sich nehmen um solche Aufnahmen zu bekommen!
Es braucht schon etwas Zeit und Muße um den Bildband „Eden“ zu genießen! Denn es hat etwas Magisches an sich, wenn man nach und nach die Fotos betrachtet, die an vielen unterschiedlichen Orten überall auf der Erde entstanden sind. Die Textbeiträge ergänzen die Bilder, so dass man noch mehr Einblick in die vielen Reisen rund um den Globus bekommt, die zu diesen teils atemberaubenden Bildern geführt haben!
Menschen, Tiere und Landschaften in ausdrucksstarken Farben und Perspektiven sind es, die Art Wolfe über viele Jahre vor die Linse bekommen hat und sie auf ganz besondere Art und Weise dann in seinen Fotografien festgehalten hat, so dass die Bilder ohne Worte Geschichten erzählen, wenn man sie betrachtet. Für mich ist das hohe Kunst, die man hier in diesem Bildband betrachten darf, spricht es doch auch für sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen um solche Bilder entstehen zu lassen!
Fazit: Rund um den Erdball entstandene farbenprächtige Fotografien bekommt man hier geboten, die ohne Worte Geschichten erzählen und in diesem seitenstarken, großformatigen Bildband den Betrachter in den Bann ziehen und nachhaltig beeindrucken! Einfach wundervoll!

 

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