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Brad Parks: Kein falscher Schritt

Fischer Verlage

Nach den beiden spannenden Thrillern „Nicht ein Wort“ und „Ich vernichte Dich“ ist nun „Kein falscher Schritt“ erschienen.
Bevor es hier handlungsmäßig fiktiv wird, gibt es noch eine Anmerkung des Autors, in der er an die realen Vorkommnissen eines großen US-Bankenskandals aus dem Jahren 2004 bis 2007 erinnert, wo es um mexikanische Wechselstufen, Drogenkartelle und Geldwäsche im großen Stil ging. Diese unglaublichen Machenschaften haben ihn zu diesem Buch inspiriert:
Tommy Jump war einst ein gefeierter Kinderstar am Broadway. Doch seine Schauspielkarriere ist längst vorbei und seine Auftritte und Engagements werden immer rollenmäßig kleiner und schlechter bezahlt, weswegen er beruflich umdenken sollte, zumal seine geliebte Amanda ihm gerade verkündet hat, dass sie schwanger ist…
Dann trifft er zufällig einen alten Jugendfreund wieder, der nun beim FBI arbeitet. Besagter Freund macht ihm ein ungewöhnliches, aber genau auf ihn zugeschnittenes Jobangebot, denn er soll für eine gewisse Zeit eine ganz besondere Rolle spielen –  und was kann ein Schauspieler am besten? –  Natürlich in die „Haut eines anderes schlüpfen“ und eine Rolle spielen…
Doch so ganz ohne Haken ist die Rolle nicht, denn Tommy soll vom FBI in ein Gefängnis eingeschleust werden, wo er mit einem Gefängnisinsassen in Kontakt kommen soll, sein Vertrauen erwirken und ihn um ganz bestimmte Informationen „anzapfen“ soll….
Anfangs ist sich Tommy nicht sicher, ob er diesen Job annehmen soll, aber der anstehende Familienzuwachs und das viele Geld, was man ihm für dieses Engagement bietet, kann er einfach nicht ablehnen und er lässt ich darauf ein….
Während anfangs alles recht gut verläuft, ändert sich das schlagartig, als Tommy Informationen von besagtem Insassen bekommt, die ein ganz anderes Licht auf das FBI, das gut bezahlte Engagement und den zeitlich begrenzten Gefängnisaufenthalt werfen…
Das erste Kapitel dieses Buches lässt eine spannende Handlung vermuten. Leider muss ich sagen, die beiden vorherigen Bücher von Brad Parks haben mir handlungs- und ganz besonders spannungsmäßig wesentlich besser gefallen, dieses konnte mich nicht besonders fesseln.  Schwierigkeiten hatte ich mit den ganzen Poker-Ausdrücken und Musical-Zitaten, die hier vorkommen und für mich entbehrlich gewesen wären.
Auch wenn hier ein realer Hintergrund als „Vorlage“ diente und ich die Machenschaften der Banken und ihren „Partnern“ mir kaum vorstellen kann, besonders mit welchen Geldsummen hier jongliert wurde, fehlte mir hier in der ganzen Szenerie das „gewisse Etwas“. Leider hatte ich von Anfang so meine Bedenken bei Tommys „Spezialauftrag“ und auch bezüglich der brisanten Dokumente um die es hier geht, lag ich richtig, weswegen für mich der Verlauf zu vorhersehbar war und ich daher nur drei von fünf möglichen Punkten vergebe.
Fazit: Schade, die anfängliche Spannung ebbt schnell ab und der Verlauf ist mir zu vorhersehbar, trotz vieler Wendungen

 

 

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