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Catherine Shepherd: Knochenschrei

Kafel Verlag

In die Zons-Krimi-Reihe der Autorin bin ich ja erst bei „Tränentod“ eingestiegen, war aber sofort von dem hohen Niveau der spannenden Erzählkunst begeistert. Nun gibt es mit „Knochenschrei“ wieder unheimliche Spannung, im wahrsten Sinne des Wortes.
Der Prolog lässt schon erahnen, dass man gute Nerven braucht um diesen Lesestoff zu bewältigen. Mir ist das mal wieder in kürzester Zeit gelungen, da man gar nicht anders kann als lesen, lesen und immer weiter lesen, denn dies bekommt man handlungsmäßig hier geboten:
In der Gegenwart will die freischaffende Künstlerin Yasmin Büttner im neu erworbenen, aber bereits viele Jahre alten Haus im Keller eine Wand einreißen um mehr Platz zu schaffen.  Doch der freigelegte Raum ist nicht sehr groß, ein merkwürdiger Geruch steigt ihr in die Nase, irgendetwas huscht über den Boden und dann sieht sie etwas, das durch ein Tuch verhüllt wird. Sie nimmt allen ihren Mut zusammen, entfernt es und erstarrt, denn vor ihr liegt ein menschliches Skelett…
Der zuständige Ermittler ist Oliver Bergmann und ihm fällt während er den Skelettfund betrachtet der Geruch von frischem Mörtel auf.  Er schaut sich um, greift zum Hammer und haut in die andere Kellerwand  ein Loch. Sein Instinkt hat ihn nicht getrübt, dort findet er eine Tote, die man offenbar lebendig eingemauert hat und der Mörder hat eine Botschaft hinterlassen…..
Im Jahr 1497 spielt der andere Teil der Handlung, der sich aber wieder geschickt mit dem in der Gegenwart zusammenfügt, denn das anfänglich gefundene Skelett gehört offenbar zu einer Nonne, die im Mittelalter im Franziskaner Kloster in Zons gelebt hat, wo sich dann folgende Geschichte abspielt:  Die junge Brunhilde lebt seit einiger Zeit im Kloster und sie hat sich entschieden Nonne zu werden. Eines Abends wendet sich eine aufgeregte Nonne hilfesuchend an Bastian Mühlenberg und bittet ihn nach Brunhilde zu suchen, denn im Kloster ist sie nicht auffindbar. Hoffte Bastian noch anfangs die junge Nonne hätte dem Kloster den Rücken gekehrt, ereilt ihn die Nachricht von einem Leichenfund…..
Wie man es schon ahnt, bleibt es nicht bei den ersten Toten, sondern in der Gegenwart und in der Vergangenheit treibt ein Mörder sein Unwesen, der eine Vielzahl seiner Opfer lebendig einmauert….
Der Gruselfaktor ist hier von Anfang an gegeben, besonders die Szenerie vor 500 Jahren mit dem Glauben an den Teufel, lässt den Leser immer wieder neue Vermutungen anstellen, doch am Ende bei der Auflösung des Falls wartet in der Gegenwart wie in der Vergangenheit eine böse Überraschung, die nicht vorhersehbar war…
Ich habe diese spannende Lektüre einfach nur genossen, der Gruselfaktor ließ meine Nackenhaare des Öfteren hochstehen, aber die Autorin dosiert alles sehr gekonnt, so dass man gar nicht anders kann wie oben schon erwähnt: Lesen, lesen und weiterlesen….
Fazit: In Zons agiert das Böse in der Vergangenheit wie in der Gegenwart, lässt den Leser erschauern, bei der Suche nach dem Unwesen mitfiebern und letztendlich zum Schluss erstaunt aufblicken, wenn man alle Fäden in der Hand hält, denn das Ende ist nicht vorhersehbar! Einfach nur klasse! Spannung pur!

 

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Jens Henrik Jensen: Oxen – Der dunkle Mann

der audio-verlag

Nachdem ich bereits im September letzten Jahres ganz begeistert von der Hörbuchlesung „Oxen – Das erste Opfer“ durch Dietmar Wunder gewesen bin, gibt es jetzt den zweiten Teil der Trilogie mit dem Titel „Oxen – Der dunkle Mann“, die Jens Henrik Jensen zu Papier gebracht hat. Die ungekürzte Lesung hat wiederum Dietmar Wunder übernommen, was immer ein gute Wahl ist!
Am Ende des ersten Teils trennten sich ja die Wege des hochdekorierten, aber psychisch angeschlagenen ehemaligen Elitesoldaten Niels Oxen und Margarethe Franck, der toughen Mitarbeiterin des dänischen Geheimdienstes,  ganz abrupt, da Oxen spontan in die Anonymität abgetaucht ist, obwohl Margarethe so etwas wie einen „gewissen Draht“ zu ihm aufbauen konnte, denn vertrauen tut Oxen eigentlich niemanden mehr…..
Zu Anfang des zweiten Teils erfährt der Zuhörer, dass Niels bei dem alten „Fisch“ untergekommen ist, wo er in einem heruntergekommenen Haus wohnt und unter falscher Identität für den alten gebrechlichen Fischzüchter arbeitet und sich vorerst in Sicherheit wiegt….
Doch diese Sicherheit trügt, Museumsdirektor Bulbjerg, dem Oxen vor einiger Zeit brisante Unterlagen über den geheimnisumwitterten und aus dem Verborgenen agierenden Geheimbund Danehof, hatte zukommen lassen, wurde ermordet….
Wie auch im ersten Teil dauert es nicht lange und man fahndet nach Niels Oxen, denn der übermächtige Feind hat geschickt wieder alle Hebel in Bewegung gesetzt um ihm den  Mord an Bulbjerg  in die Schuhe zu schieben…
Auch der Geheimdienstchef Axel Mossmann will Oxen unbedingt sprechen und hofft mit Margarethe Franck einen Ass im Ärmel zu haben. Doch ob Margarethe tatsächlich Kontakt zu Oxen aufbauen kann, bleibt hier natürlich wieder unerzählt, dafür ist der zweite Teil viel zu spannend um noch mehr vom Inhalt zu verraten…
Über 15 Stunden gibt es hier anhaltende Spannung, die durch den hervorragenden Lesestil Dietmar Wunders zu einem Hörerlebnis der besonderen Art wird. Die Charaktere werden stimmlich unterschiedlich „dargestellt“, so dass man sie sich bildlich vorstellen kann und schnell ins Geschehn abtauchen kann.
Besonders interessant/spannend finde ich auch das Zusammenspiel zwischen Niels Oxen und Margarthe Franck, das sich weiterentwickelt hat und man auf den dritten Teil gespannt sein darf, inwieweit sich die beiden noch annähern.
Fazit: Hatte Jens Henrik Jensen den ersten Teil schon sehr fesselnd geschrieben, gibt es hier noch einen Extra-Spannungspunkt dazu. Dietmar Wunder setzt dem Ganzen mit seinem exzellenten Vortrag dann noch die Krone auf, so dass die Hörbuchfassung besonders hörens- und empfehlenswert gelungen ist!

 

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Luca D’Andrea: Das Böse es bleibt

Dieser spannende Thriller ist im winterlichen Südtirol angesiedelt. Die hohen scheebedeckten Berge und die Einsamkeit eines abgelegenen Erbhofs bilden das Panorama zu dieser sich ganz langsam entwickelnden und immer bedrohlicher werdenden Szenerie.
Um nicht schon allzu viel zu verraten, gibt es wie gewohnt nur eine kleine Zusammenfassung des Inhalts:
Marlene Wegener hat einen folgenschweren Entschluss getroffen, denn sie flieht nebst einem Beutel voller Edelsteine und einem ganz besonderen Buch aus ihrer Kindheit aus den „Klauen“ ihres Mannes, der in dubiose Machenschaften verwickelt ist und skrupellos mit seinen Mitmenschen umgeht. Alles hat sie genau durchdacht, denn „Herr Wegener“ durfte keinesfalls die Möglichkeit haben seine Schergen hinter ihr und besonders den fehlenden Edelsteinen, herzuschicken. Nachdem sie ihren eigenen Wagen gegen einen anderen eingetauscht hat um ihre Spur zu verwischen, kommt es im Verlauf zu einem schweren Autounfall, bei dem Marlenes Wagen in einen Abgrund stürzt….
Als Herr Wegener das Verschwinden seiner Frau und das Fehlen der Edelsteine bemerkt, setzt er alle Hebel in Bewegung um herauszufinden wo Marlene hin ist. Doch der Diebstahl der Edelsteine wiegt für ihn viel schwerer, denn sie gehören dem Konsortium und die verstehen gar keinen Spaß, wenn es um ihr Eigentum geht und so sieht Herr Wegener keinen anderen Ausweg und er schickt den Mann des Vertrauens, einen unerbittlichen Killer, los um Marlene aufzuspüren….
Tatsächlich wird Marlene von einem Mann der Berge, dem Einsiedler Simon Keller noch rechtzeitig gefunden. Er trägt die Bewußtlose hinauf auf seinen abgelegen Erbhof und pflegt sie gesund. Wer nun denkt, Marlene wäre in Sicherheit, dem sei gesagt: Anfangs sieht alles vielversprechend aus, doch dann dreht sich die Handlung und ab jetzt braucht man starke Nerven……
Das Böse, es bleibt“ ist ein treffender Titel für diesen spannenden, sich ganz langsam entwickelnden, aus unterschiedlichen Perspektiven erzählten Thriller, der einen die Nackenhaaren hochstehen lässt. Alle Figuren sind gut gezeichnet, auch die Lebensläufe, die man hier geschildert bekommt, fügen sich gut in den Handlungsverlauf ein. Der Schreib- und Erzählstil ist flüssig, ruhig, beängstigend, bildhaft und so fesselnd, dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte und ich hier von einem Pageturner sprechen möchte!
Fazit: Langsam sich entwickelndes, nervenaufreibendes Szenario, dass der Autor so fesselnd in seinem Buch heraufbeschwört, dass man es nicht aus den Händen legen kann. Klasse! Empfehlenswerter Page-Turner mit Gänsehauteffekt!

 

 

Luca D’Andrea: Das Böse, es bleibt – Hörbuch

der Hörverlag

Über sieben Stunden dauert die gekürzte Hörbuchfassung von „Das Böse, es bleibt“.  Der bekannte Schauspieler Matthias Koeberlin hat die Sprecherrolle übernommen, was eine gute Wahl ist. Seine etwas raue Stimme passt ganz besonders gut, wenn er den Part des Einsiedlers Simon Keller liest.  Und auf dem Erbhof passiert ja eigentlich auch die Haupthandlung des ganzen Buches. Auch die langsame Wandlung von wortkargen, anfangs noch fast sympathisch rüberkommenden Simon Keller zum Mann mit dem schwarzen Umfang und seinem gut gehüteten Geheimnis nebst Lissy, bringt Matthias Koeberlin stimmlich hier gut rüber.
Die Lebensgeschichten der Hauptfiguren sind bewegend und von viel Leid geprägt, so dass man gut nachvollziehen kann, wie sich im Verlauf der Lebensweg unabdingbar in die eine oder andere Richtung entwickelt. Der Autor fügt diese gekonnt ins Geschehen ein und rundet damit die Gesamthandlung ab. Auch spielt er gekonnt mit den Ängsten der Zuhörer (Leser), denn von Anfang an, lauert man direkt darauf, dass gleich etwas Schlimmes passieren könnte, was ja dann auch tatsächlich wie eine Lawine ins Rollen kommt…..
Besonders gut hat mir in der Geschichte gefallen, dass sich Marlene trotz vieler Hindernisse immer wieder aufrappelt, sich nicht ihrem Schicksal ergibt, sondern verbissen kämpft, obwohl sie es gleich mit mehreren Gegnern aufnehmen muss. Keinem dieser Gegner möchte ich je begegnen und das Klingeln von kleinen Glöckchen wird mir wahrscheinlich noch einige Zeit leichte Gänsehaut bereiten, wenn ich daran denke, was es doch hier im Thriller für eine wichtige Bedeutung hat…
Fazit: Düste Spannung auf hohem Niveau geschrieben von Luca D’Andrea und gekonnt vorgetragen von Matthias Koeberlin, der die Figuren durch seine Stimme zum Leben erweckt! Gänsehautgarantie!
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Tom Hanks: Schräge Typen

Piper Verlag

Der bekannte und beliebte Schauspieler Tom Hanks ist jetzt unter die Schriftsteller gegangen. Und genau wie seine unterschiedlichen Rollen, sind auch die Geschichten, die er in „Schräge Typen“ erzählt ganz unterschiedlich und spielen mal in der Jetztzeit, sind in die Vergangenheit verlagert, aber auch „Zukunftsvisionen“ spielen eine Rolle.
Und mit dem Wort „Rolle“ möchte ich noch gleich erwähnen, dass es mir beim Lesen der  Geschichten immer wieder passiert ist, dass ich Tom Hanks vor meinem geistigen Auge habe in die eine oder andere Figur hineinschlüpfen sehen, so als wenn ich ein Drehbuch für seinen nächsten Film lesen würde…
Über den Inhalt der einzelnen Erzählungen möchte ich eigentlich gar nicht so viel verraten, deshalb gibt es hier nur einen kleinen Einblick:
In „Drei erschöpfende Wochen“ testet ein Pärchen aus, dass sich seit der Highschool kennt, aber nur freundschaftlich miteinander verbandelt war, ob sie „füreinander geschaffen“ sind…
„Heiligabend 1953“ erzählt von zwei Männern, die miteinander Seite an Seite im Krieg gedient haben..
Gut gefallen, hat mir „Willkommen auf dem Mars“, doch den Inhalt erzähle ich nicht – nur so viel, der Hauptakteuer heißt Kirk…..
Um gleich noch im Weltraum zu bleiben, gibt es auch noch eine Erzählung, die sich um eine alte Raumkapsel dreht, in der einige Freunde einen Weltraum-Abenteuer erleben wollen..
Und ganz besonders gut ist meiner Meinung nach „Die Vergangenheit ist uns wichtig“ gelungen, hier ist Zeitreisen ein Thema, dass ich aber auch nicht weiter ausführen möchte.
Eine kleine Besonderheit durchzieht das ganze Buch: Unterschiedliche Schreibmaschinen sind hier abgelichtet und trennen die Geschichten voneinander, aber auch in jeder davon hat sich eine darin verborgen, sei es nun als wichtiger Bestandteil oder als Teil einer  Wohnungseinrichtung, was sicher auf das Hobby des Autors zurückzuführen ist.
Alles in allem ist das Buch unterhaltsam, sehr gut zu lesen und wie oben bereits erwähnt, mit so gut gezeichneten Figuren besetzt, so dass Tom Hanks gleich mal in die eine oder andere Rolle hineinschlüpfen könnte…
Fazit: Tom Hanks kann nicht nur sehr gut schauspielern, sondern hat auch das Talent tolle Geschichten aufzuschreiben, die lesenswert und unterhaltsam sind!

 

 

 

 

 

 

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Marissa Stapley: Das Glück an Regentagen

Audiobuch
Angezogen vom schön gestalteten Cover des Hörbuchs, war ich gespannt was die mir bis dato unbekannte  Autorin hier zu erzählen hat…
Die Schauspielerin Svenja Pages hat den Part der Vorleserin von „Das Glück an Regentagen“ übernommen, dessen Inhalt ich hier ein wenig zusammenfasse:
Es wird hier in ständig wechselnden Zeitrastern die Lebensgeschichte der Familie Summers erzählt, die seit Generationen im beschaulichen Alexandria Bay am St. Lorenz-Strom leben.
Mae Summers Leben in New York hat einen Riss bekommen, da sich ihr Verlobter Peter von ihr trennt bzw. untertaucht, da er offenbar in kriminelle Machenschaften verwickelt ist…
Als sie sich mit gemischten Gefühlen wieder in Richtung Alexandria Bay aufmacht, da dort immer noch ihre Großeltern Lilly und George leben, erinnert sie sich schmerzlich an ihre erste große Liebe Gabriel Broadbent, den sie seit frühester Jugend kennt und mit dem sie sich durch gemeinsame schicksalshafte Ereignisse für immer verbunden fühlte. Doch eines Tages war er verschwunden und Mae weiß nicht warum….
In der Gegenwart spielt Maes weiterer Lebensweg, der dann immer wieder durch Erinnerungen an Maes auf tragische Weise verstorbene Eltern, ihr Aufwachsen bei den Großeltern und ihr Weggang nach New York durchschnitten wird.
Hier muss man schon genau zuhören um die vielen Mitwirkenden bzw. Familienmitglieder genau einzuordnen!
Etwas klarer wird es dann als Mae aus New York zurück ist,  doch die zehn Jahre, die sie nicht am gleichen Ort wie ihre Großeltern verbracht hat, haben nicht nur bei Mae Spuren hinterlassen, besonders die kürzlich erfolgte Trennung ihrer Großeltern gibt Mae Rätsel auf. Doch um hier Licht ins Dunkel zu bringen, braucht es etwas Feingefühl und ist ein weiterer Handlungsstrang, der hier eingewoben ist….
Welches Geheimnis die Familie Summers verbirgt, bleibt hier natürlich unerzählt.
Eigentlich können generationsübergreifende Familiengeschichten, die dann als „Bonbon“ auch noch ein „Geheimnis“ verbergen genauso spannend sein wie ein Krimi. Das hätte bei diesem Roman auch der Fall sein können, doch ich habe mich etwas schwer getan mit dem ständigen Wechsel an zeitlichen, örtlichen und menschlichten Zusammenhängen und die Vorleserin schafft es auch nicht wirklich hier einen besseren Durchblick zu verschaffen. Was eigentlich schade ist, denn in der Gesamtschau hätte diese teils auch anrührende und schicksalshafte Familiengeschichte durchaus besser „verpackt“ bzw. „rübergebracht“ werden können. Auch bleiben für mich noch einige Fragen offen, besonders was genau in New York vorgefallen ist, bleibt irgendwie nebulös im Gegensatz zum Rest des Romans.
Fazit: Schade, trotz schicksalsträchtiger und anrührende Familiengeschichte,  fehlt hier die spannende Erzählweise um den Zuhörer richtig zu fesseln, was auch die Vorleserin nicht auffangen kann
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Harlan Coben`s The Five

.Studiocanal VÖ 08.02.2018

Ich liebe die spannenden Bücher des amerikanischen Schriftstellers Harlan Coben, von denen ich hier bereits einige vorgestellt habe, wie z.B. zuletzt „In ewiger Schuld“.
Nun hat er erstmals eine zehnteilige Fernseh-Serie mit dem Titel „The Five“ verfasst. In den „Extras“  erzählt der Autor selbst wie es dazu gekommen ist. Auch die sehr passend besetzten Hauptdarsteller der Serie kommen hier zu Wort und erzählen, dass sie zum Teil vorher nicht wussten wie es in der Story überhaupt weitergeht und sie haben selbst zusammen gesessen und überlegt, welchen Ausgang die Geschichte der Freunde Danny, Slade, Pru und Mark überhaupt nehmen wird…
Zum Inhalt: Vor 20 Jahren geht der fünfjährige Jessie Wells mit seinem einige Jahre älteren Bruder Mark und dessen Freunden Slade, Danny und Pru im Wald spielen, dann verliert sich seine  Spur…..

An den vier Freunden und natürlich an den Eltern hat dieser Verlust einige Spuren hinterlassen…

Beruflich sind alle im Leben angekommen, so ist Slade Leiter eines Wohnheims für gestrandete Jugendliche, Mark ist Anwalt, Pru ist Ärztin und Danny ist Polizist geworden. Und Danny ist es auch der durch einen Mordfall eine brisante Entdeckung macht:
Die DNA des spurlos verschwunden und mittlerweile totgeglaubten Jessie wird am Tatort gefunden.  Auch eine Überprüfung kommt zum gleichen Ergebnis. Danny ist hin- und hergerissen ob er seinen Freund Mark über diese Erkenntnis informieren soll, was er dann letztendlich auch tut.
So groß die Freunde/Hoffnung darüber ist, dass Jessie vielleicht doch noch lebt, steht aber auch die Frage im Raum, kommt er als Täter für den Mordfall in Frage?
Mehr verrate ich von dieser gelungenen Krimi-Serie nicht, denn hier kann ich nur Selberansehen wärmstens empfehlen!
Wie auch in den Büchern des Autors gibt es in der Serienhandlung viele Wendungen oder es ereignet sich etwas, dass neue Fragen aufwirft und somit manches in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. Selbst die vier besten Freunde scheinen Geheimnisse voreinander zu haben, was zu Irrungen und Wirrungen führt und ihre Freundschaft teils auf eine harte Probe stellt. Aber bei aller Spannung gibt es auch ab und an gut eingewobenen Humor, was mir gut gefallen hat.
Wenngleich die Serie selbst sehr gut gelungen ist, möcht ich doch noch am Rande auf etwas hinweisen:
In spannenden Szenen ertönt teils ein extremer Pfeifton, der einen ganz schnell zur Fernbedienung greifen lässt um die Lautstärke abzusenken. Und um Lautstärke geht es auch am Ende der ersten vier Episoden, wenn die Schlussmusik erklingt, denn die ist so laut eingestellt, als wenn die Macher der Serie die Zuschauer „wachrütteln“ wollen, was bei dieser spannungsgeladenen Serie nun wirklich nicht nötig ist!
Tatsächlich habe ich mir alle zehn Episoden hintereinander angesehen, denn man kann einfach nicht anders, denn man wird sogartig ins Geschehen gezogen, dass man es kaum erwarten kann wie es weitergeht.  Ganz besonders das Finale ist keinesfalls vorhersehbar, was ein ganz großer Pluspunkt ist, denn der Spannungsbogen wird die ganze Staffel hindurch gehalten und endet noch mit einem „Wow-Erlebnis“, so dass man hier von einem Serien-Highlight der besonderen Art sprechen kann.
Fazit: Trommelwirbel an: Hier kommt das spannende Serien-Highlight, dass man nicht verpassen sollte! Bitte mehr davon! 
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Michael Robotham: Dein Wille geschehe

Audiobuch

Es ist bereits das vierte Buch, das der Autor über/mit dem Verhaltenspsychologen Joe O’Loughlin als Hauptakteur geschrieben hat. Für mich ist dies der erste Kontakt zu den Büchern von Michael Robotham, weshalb ich mich auch für die Hörbuchausgabe entschieden habe, die übrigens von Frank Arnold  vorgetragen wird.
Joe O’Loughlin gerät eher etwas unfreiwillig in einen Kriminalfall. Die Polizei benötigt seinen Sachverstand und sein Einfühlungsvermögen, denn auf einer hohen Brücke steht regungslos eine unbekleidete Frau; sie starrt auf das sich unter ihr befindliche Wasser. Als Joe sich dann vorsichtig nähert, versucht er durch mehrmaliges Zurufen mit der Frau in Kontakt zu treten, doch sie reagiert nicht – dann erkennt er, dass die Frau offenbar telefoniert – auch auf weitere vorsichtige Kontaktaufnahme reagiert sie nicht und springt dann unvermittelt, wie ferngesteuert in den Tod……..
Niemand weiß anfangs wer die Frau ist. Erst ein paar Tage später meldet sich die 16-jährige Darcy Wheeler bei der Polizei, da sie ihre Mutter Christine vermisst. Tatsächlich handelt es sich bei der Selbstmörderin – denn so wird dieser Todesfall von der Polizei eingestuft – um Christine Wheeler…
Im Verlauf kommt es dann zu einem weiteren merkwürdigen Todesfall, der dann den „Brückenselbstmord“ in ein ganz anderes Licht rückt, so dass die Polizei die Ermittlungen aufnimmt und  dann auf  einen Psychopathen stößt, dem es irgendwie gelingt seine Opfer gefügig zu machen, so dass sie nur noch willenlose Marionetten sind….
Besonders brenzlig wird es dann, als das Böse vor Joes Familie nicht halt macht und er um das Leben seiner Frau und Tochter bangen muss……
Die Lesung von Frank Arnold hat mir gut gefallen, durch seine gelungene Stimmenmodulation konnte man die Personen gut unterscheiden und ins Geschehen abtauchen.
Handlungsmäßig wird hier ein Alptraum-Szenario beschrieben, was niemand erleben möchte. Ohne hier mehr von der Handlung zu verraten, muss ich allerdings anmerken, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass die „normale Polizei“ so spezielle Armeeangehörige, wie sie in einen Kriminalfall involviert sind, einfach so befragen/vorladen kann, wie es hier der Fall ist.
Nichtsdestotrotz war die Handlung von „Dein Wille geschehe “ nicht vorhersehbar, spannend und fesselt erzählt, so dass die über sieben Stunden umfassende Lesung hier wie im Flug vergangen ist und mich gut unterhalten hat.
Fazit: Hörenswertes Alptraum-Szenario spannend aufgeschrieben von Michael Robotham und stimmlich gekonnt wiedergegeben von Frank Arnold!
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