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Romy Fölck: Sterbekammer

Lübbe

Nach „Totenweg“ und „Bluthaus“ geht es erneut in die Elbmarsch, wo der Apfelhof Paulsen liegt. Die Tochter des Besitzer ist die junge engagierte Polizistin Frida, die zurück auf den elterlichen Hof gezogen ist, denn nach einer schweren Kopfverletzung schafft ihr Vater die Arbeit auf dem Hof kaum noch. Der Hof hat schon bessere Zeiten gesehen, weswegen die Überlegung im Raum steht, ihn zu verkaufen, was Frida aber unbedingt verhindern will….
Das ist nur ein Problem, das Frida irgendwie lösen möchte. Doch bevor sie sie sich damit beschäftigen kann, wird sie aus dem Schlaf geholt, als sie mitten in der Nacht ihren Vater leise mit einer Frau sprechen hört. Frida geht hinunter, wo die Nachbarin aufgeregt davon erzählt, dass der Hund des Deichmühlenbesitzer Josef Hader unaufhörlich kläfft, was ungewöhnlich ist, da er nachts immer im Haus ist…
Der Mühlenbesitzer ist in der Gegend nicht sonderlich beliebt, denn ist er ein aufbrausender Sonderling, der keinen Kontakt zu den Nachbarn pflegt…
Frida macht sich mit ihrem Vater auf den Weg zur Mühle um nachzusehen, was dort vor sich geht. Von Weiten hören sie schon den Hofhund unaufhörlich bellen….  und kurze Zeit später finden sie Josef Hader tot auf. Auf den ersten Blick sieht es nach einem unglücklichen Treppensturz aus…
Während die genauen Todesumstände noch geklärt werden müssen, untersucht Frida die Mühle und stößt dabei auf eine verborgene Bodenluke, die dann ins Kellergeschoß führt, wo sich hinter einer dicken Stahltür ein hermetisch abgeriegelter Raum befindet, der vermuten lässt, dass dort eine Frau gefangen gehalten wurde….
Bjarne Haverkorn ist nach einer Auszeit auch wieder dabei und er erinnert sich, dass vor vielen Jahren in der Gegend eine junge Mutter spurlos verschwand….
Romy Fölck hat mit „Sterbekammer“ erneut eine sehr spannende und auch unheimliche Kriminalgeschichte zu Papier gebracht. Ich mag ihren Schreib-/Erzählstil sehr gerne, denn sie fängt den Leser geschickt schon gleich zu Beginn ein, so dass man das Buch kaum aus den Händen legen mag. Wer die beiden vorherigen Bücher nicht kennt (was schade wäre!), bekommt die notwendigen Infos in kurzen eingewobenen Rückblenden, so dass es hier keine „Wissenlücke“ gibt.
Wer sich hinter der Maske des Bösen verbirgt, hatte ich bald erahnt, was aber kein Minuspunkt ist, denn das Buch liest sich einfach gut und  außerdem bekommt auch wieder  kleine Einblicke ins Privatleben der beiden „Hauptfiguren“ Frida und Bjarne, so dass man gespannt sein darf wie es weitergeht!
Fazit: Volle Punktzahl für diesen spannenden, unheimlichen und unbedingt lesenswerten dritten Fall für Frida und Bjarne!
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Britt-Marie war hier

Prokino VÖ 24.10.19

Britt-Marie  (Pernilla August) ist seit 40 Jahren verheiratet und ihr Leben ist voll durchorganisiert. Einkaufen, Sauermachen, Kochen und ihrem hart arbeitenden Ehemann abends das Essen zu servieren sind für sie die wichtigen Dinge in ihrem Leben und für sie ist alles so wie es sein soll…..
 … doch das ändert sich schlagartig, als sie durch einen Telefonanruf aus dem Krankenhaus aufgeschreckt wird, wohin ihr Mann eingewiesen wurde. Doch als sie besorgt ans Krankenbett eilt, sitzt dort bereits eine andere, wesentlich jüngere Frau…..
Ohne lange nachzudenken, eilt Britt-Marie nach Hause und packt ihre Sachen, legt ihren Ehering ab und verschwindet in ein neues Leben…
Da sie bereits 63 Jahre alt ist, bietet der Arbeitsmarkt nicht gerade viel, aber in einem etwas abgelegenen kleinen schwedischen Ort mit dem Namen Borg beginnt sie dann als Jugendbetreuerin…
Der heruntergekommene Jugendtreff, die Kids, die unbedingt ein Fussball-Turnier gewinnen wollen und die ganze neue Situation, wo sie als Trainerin glänzen soll – obwohl sie doch überhaupt von diesem Sport keine Ahnung hat – sind eine große Herausforderung für Britt-Marie, aber sie lässt sich nicht unterkriegen….
Mit großem Elan macht sie im herunter gekommenen Jugendtreff erst einmal „Klar Schiff“ und mit Putzen und Wäschewaschen kennt sie sich ja bestens aus…
Auch die anfänglich skeptischen und ihr wenig zutrauenden Kids fangen langsam an sich in die Situation einzufügen und sich auf das bevorstehende Fussball-Turnier zu konzentrieren….
Da ich großer Krimi-Fan bin und besonders schwedische Krimi-Serien liebe, habe ich natürlich in Britt-Maries treulosen Ehemann Kent gleich Peter Haber (den Darsteller des Kommissar Beck) wiedererkannt und mich über seine Wandlungsfähigkeit gefreut.
Der Film „Britt-Marie war hier„, dreht sich eher um die kleinen Dinge des Lebens und beleuchtet die Menschen, die nicht verzweifeln, wenn sie aus ihrer gewohnten „heilen Welt“ herauskatapultiert werden. Sie arrangieren sich mit der neuen Situation und packen ihr Leben neu an. Die Rolle der Britt-Marie ist soll besetzt und Pernilla August verkörpert sie wunderbar und bringt viel Charme in den Film durch ihre Darstellung, der sicherlich als Unterhaltung für die ganze Familie geeignet ist.
Hier gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack:  Trailer 
Fazit: Der ganze Film hat Charme und ist mit ganz feinem Humor angereichert. Er macht sicherlich auch Mut und zeigt auf, dass ein „Neubeginn“ durchaus positiv sein kann und bietet Unterhaltung für die gesamte Familie. Sehenswert!

 

 

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Andreas Gruber: Racheherbst

Goldmann

Ich konnte einfach nicht widerstehen und habe nach dem sehr spannenden und gelungenen Thriller „Rachesommer“  von Andreas Gruber nun auch gleich im Anschluss noch „Racheherbst“ verschlungen, denn zum einen war ich noch mit dem „Ermittlern“ vertraut und außerdem gefällt mir der Erzähl/Schreibstil des Autors sehr gut, denn einmal angefangen zu lesen, ist man ganz schnell im Geschehen gefangen und kommt einfach nicht davon wieder los….
Der Prolog ist unheilverkündend und lässt einen unguten Ausgang erahnen…
Ein Jahr später fängt die Gesamthandlung an, wo Kommissar Pulaski – immer noch in Leipzig im Kriminaldauerdienst tätig – zu einem Leichenfund unter einer Brücke gerufen wird. Die Identität der jungen Frau ist schnell ermittelt, doch der vermutete Selbstmord entpuppt sich als brutaler Mord. Nachdem die Mutter der Toten, sie als ihre Tochter Natalie identifiziert hat, wechselt sie noch einige Worte mit dem Kommissar. Dabei erfährt er, dass Natalie noch eine Schwester mit Namen Dana hat und dass die beiden seit einem Jahr zusammengelebt haben. Doch wo ist Dana? Befindet sie sich ebenfalls in den Fängen des Mörders?
Im Verlauf macht sich Kommissar Pulaski unfreiwillig gemeinsam mit Danas Mutter Mikaela auf die Suche nach ihr…..
Die Wiener Rechtsanwältin Evelyn Meyers hat mittlerweile ihre eigene Kanzlei und sie übernimmt trotz Warnungen aus allen Richtungen einen Fall als Strafverteidigerin, wo es um einen brutalen Frauenmord geht. Sie gerät bald in einen Strudel aus Ereignissen, die undurchsichtig, manipuliert und für Evelyn selbst lebensgefährlich werden….
Die Fäden aus Leipzig und Wien drehen sich irgendwann zusammen und Andreas Gruber hat hier erneut einen dermaßen spannenden, nervenaufreibenden Thriller geschrieben, den man nicht verpassen sollte!
Die Mitwirkenden sind gut gezeichnet und haben sich weiterentwickelt, was neben der mörderischen Handlung ins Geschehen eingewoben wird. Der Kommissar hat so seine „Last“ mit der unberechenbaren, aber mit einem unheimlichen Mutterinstinkt ausgestatten Mikaela, die er immer wieder aus brenzlichen Situationen „retten“ muss und Evelyn Meyers gerät nicht nur selbst in Lebensgefahr, sondern muss auch einige „Tiefschläge“ erleiden, so dass kaum einer der Hauptakteure hier ohne Blessuren aus dem Geschehen herauskommt….
Nervenstarke Leser werden diesen Thriller genauso wie ich lieben und da ich ja als erstes das zuletzt erschienene Buch „Rachewinter“ schon gelesen und hier vorgestellt habe, hoffe ich auf die nächste spannende „Jahreszeit“ in dieser Reihe!
Fazit: Meisterhaft abgefasste Spannung auf hohem Niveau für nervenstarke Leser !

 

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Bernd Mannhardt: Der Hamlet und die Schokolinse

 

Schardt-Verlag

Ich finde es immer wieder spannend und unterhaltsam in das Leben anderer Menschen Einblick zu erhalten.
Bernd Mannhardt, dessen Bücher ich hier bereits mehrfach vorgestellt habe, wie z.B.  den Kriminalroman „Giftzwerg“ und den ich für seinen schwarzen Humor schätze, ist nun hinabgetaucht in seine Kindheit und lässt sie für den geneigten Leser in „Der Hamlet und die Schokolinse“ Revue passieren:
Man erfährt, dass er als „Dreikäsehoch“ regelmäßig bei seinen Großeltern „geparkt“ wurde, was auch Ausgangspunkt für alle sechs hier enthaltenen Kapitel ist.
Ob nun die Großmutter ihren Kochkünsten frönte und Eintöpfe in vielerlei Variationen kochte oder die Spaziergänge mit dem Großvater zum Ku’Damm oder zum Frisör –  wo der sonst eher wortkarge „Steppke“ erstmals seinen Willen kundtut und gegen den Vorschlag des Großvaters rebelliert, als er das Wort „Fassonschnitt“ hört – , es sind die kleinen Dinge des Lebens, die hier Beachtung finden und humorvoll aufgeschrieben wurden.
Der Leser lernt Hamlet kennen, taucht ein in die Anfänge der Fernsehausstrahlungen und erinnert sich vielleicht auch selbst daran als der kauzige Festus in den „Rauchenden Colts“ Einzug ins Wohnzimmer nahm.
Der Autor sinniert und rekapituliert seine Erinnerungen an die Lausbubenstreiche in der Schule,  wandelt auf den Straßen der ehemaligen Wohnbezirke in Berlin, wo er manches noch am „alten Fleck“ vorfindet, aber auch im Laufe der Jahre viele Veränderungen stattgefunden haben…
Man liest von den ersten Gehversuchen als Musiker und Sänger in der Schule, dann als Duo, als Texter von Liedern und Autor von Hörspielen bis er dann zum Krimi-Autor avancierte…
Ich bin gern abgetaucht in die beschriebene Zeit, konnte Parallelen entdecken, oftmals schmunzeln, lachen und auch schwarzen Humor entdecken und es gab auch den einen oder anderen „Ach-Ja-Effekt“, wenn ich daran denke wie schnell die Zeit der Kindheit verflogen ist!
Fazit:  Autobiographische Zeitreise – gekonnt humorvoll in Szene gesetzt!
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Brokenwood – Mord in Neuseeland – Staffel 1

Edel:Motion VÖ 16.08.19

Bislang kannte ich Neuseeland eher aus Natur-Dokumentationen, die ich hier vor einiger Zeit vorgestellt hatte. Die isoliert vom Rest der Welt im südlichen Pazifik liegende Inselgruppe war mir sonst nur noch als Drehort der Fantasy-Reihe „Herr der Ringe“ bekannt. Nun zeigt sich Neuseeland von einer anderen Seite und wird zum  Krimi-Serien-Schauplatz mit dem Titel „Brokenwood – Mord in Neuseeland“.
Die Reihe beginnt mit dem Tod von Nate Dunn, den Angler tot aus dem Wasser fischen. Auf den ersten Blick geht die Polizei von Selbstmord aus, doch Detective Mike Shepherd, dem man nach Brokenwood geschickt hat um dem örtlichen Polizei-Team unter die Arme zu greifen und mit der Untersuchung des Todesfalls beauftragt hat, ermittelt anfangs in alle Richtungen.
Brokenwood ist ein kleiner Ort in der Provinz, wo jeder jeden kennt. Traurig sind wenige über den Tod des verwitweten Farmers, denn viele Bewohner des Ortes meinen, dass Nate Dunn für den Tod seiner Frau verantwortlich war, was aber nie bewiesen wurde….
Im Verlauf der Serie kristallisiert sich Kristin Sims als engagierte und fähige Mitarbeiterin heraus, die mit Mike Shepherd dann ein Team bildet.
Wie auch der erste Fall sind die folgenden drei Fälle nicht auf den ersten Blick zu durchschauen:
Während die Winzer noch auf die Bekanntgabe des „besten Jahresweins“ warten, kommt ein Weinkritiker zu Tode. Seine Leiche wird in einem riesigen Behälter gefüllt mit erlesenem Wein gefunden, der auf dem Weingut der Vorjahressiegerin Amanda James steht. Sie verhält sich merkwürdig und die Ermittler haben sie schnell auf der Verdächtigenliste…
Ein Golfclub ist als nächstes Schauplatz eines Verbrechens: Erst wird mehrfach ins Vereinsheim eingebrochen und einiges gestohlen, aber zuletzt findet mitten auf dem Green die entstellte Leiche einer Frau, der man offenbar eine ätzende Substanz ins Gesicht gesprüht hatte…
Den Abschluss bildet ein Junggesellenabschied, den der Bräutigam nicht überlebt. Seine beiden besten Freunde müssen sich die Frage stellen, ob sie ihn getötet haben….
Sprach Mike Shepherd in den beiden ersten Folgen noch mit den Toten, verliert sich dieses eigenwillige Ritual dann aber im Verlauf und man lernt einen engagierten, klugen und sehr umgänglichen Ermittler kennen. Eine mysteriöse Frau taucht immer mal wieder in Shepherds Nähe auf, was Fragen aufwirft,  doch der hält sich bedeckt. Jeder Mitfahrer in seinem „Oldtimer“ staunt über das Kassettenfach, das der Detective gern mit Country-Musik bestückt, was allerdings nichts für jedermanns Ohren ist…..
Das etwas ungleiche Ermittler-Duo fügt sich im Verlauf gut zusammen. Die Fälle sind auf den ersten Blick nicht zu durchschauen, was dem Unterhaltswert zu Gute kommt und man durchaus noch weitere Fälle vertragen kann.
Fazit: Neuseelands Ermittler-Duo kann durchaus punkten, was durch die kniffligen Fälle noch unterstrichen wird. So darf es gern weitergehen!
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Harlan Coben: Honeymoon

Goldmann Verlag

Harlan Coben ist einer meiner Lieblingsautoren und ich habe auch schon mehrfach hier Thriller aus seiner Feder vorgestellt, wie zuletzt „Suche mich nicht“ in der Hörbuch- und Printversion.
Nun ist sein Erstlingswerk aus dem Jahr 1990 mit dem Titel „Honeymoon“ hier in Deutschland erschienen. Harlan Coben hat hier ein kurzes Statement zu diesem Buch vor der eigentlichen Handlung für seine Leser einfügt, wo der Erstlesern seiner Thriller vom Lesen dieses Buches abrät….
Nun, da ich viele seiner spannenden Bücher kenne, konnte mich dieser Hinweis nicht abschrecken und ich war auf den Inhalt gespannt:
Laura, ein wunderschönes Ex-Model und David, ein Basketballstar schweben auf Wolke Sieben und sie fliegen heimlich nach Australien um dort zu heiraten. Doch ihr Glück hält nicht lange an, denn während Laura für kurze Zeit das Hotel verlässt, geht David zum Schwimmen und verschwindet dann spurlos….
Später spricht man von einem Unfall und von gefährlichen Strömungen im Wasser, doch Laura kann und will nicht an einen Unfalltod glauben und sie stellt auf eigene Faust Nachforschungen an und was sie dabei herausfindet, ist erschreckend, einer Verschwörung gleich und betrifft die Vergangenheit ihrer gesamten Familie….
Nun, dass in den Thrillern des Autors oftmals Sportler eine Hauptrolle spielen, ist mir bekannt, hier taucht man in dieses Metier sehr ausgiebig ein, da hätte man etwas den Rotstift ansetzten können.
Die Liebesgeschichte, die hier verankert ist, erinnert mich an die schöne heile Welt von „Seifenopern“, die weiblichen Personen, die hier im Buch vorkommen, sind von strahlender Schönheit, so dass die Männer von ihrem Anblick verzaubert werden, auch hier wäre weniger mehr gewesen…
Wenn ich die aktuelle Handlung mit den später erschienenen Büchern von Harlan Coben vergleiche, kann ich nur sagen, dass er sich auf jeden Fall weiterentwickelt hat, denn diesmal ist einiges  vorhersehbar und auch wer hier das Böse verkörpert, war für mich schnell erkennbar, obwohl gute Ansätze da sind, es zu verschleiern. Aber wie viel negative Energie das „Böse“ dann tatsächlich freisetzt, war dann doch noch eine Überraschung.
Wie gesagt, es gibt die eine oder andere Länge, manches hätte mehr versteckt werden können, aber trotz allem habe ich dieses Buch gern gelesen. Spannung ist vorhanden und bedenkt man, dass es sich um das Erstlingswerk eines im Verlauf sehr erfolgreichen Thriller-Autors handelt, kann man nur sagen, er hat sich weiterentwickelt und solche „Patzer“ passieren ihm nun nicht mehr.
Fazit: Lesenswerte, erste Gehversuche eines mittlerweile sehr erfolgreichen Thriller-Autors

 

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Kate Penrose: Nachts schweigt das Meer

Fischer Verlage

Der Untertitel von „Nachts schweigt das Meer“ informiert über einen Krimi auf den Scilly Inseln, die übrigens zu Cornwall gehören und vor der Südwestspitze Englands liegen.
DI Ben(esek) Kitto kehrt auf seine Heimatinsel nach Bryher zurück um eine Auszeit vom Polizeidienst in London zu nehmen. Ein Onkel und eine Patentante leben noch im Ort. Sein ehemaliges Elternhaus ist zwar etwas marode, aber für seine Zwecke reicht es aus, um hier zur Ruhe zu kommen.
Es leben nur wenige Menschen auf der Insel und wenn die Urlaubssaison vorbei ist und die Urlauber verschwunden sind, kann es an diesem Ort recht einsam und wettertechnisch auch sehr rau werden.
DI Kittos Onkel Ray erzählt, dass seit kurzem die 16-jährige Laura Trescothick vermisst wird. Ben kennt seit der Schulzeit ihre Eltern. Eine großangelegte Suche nach dem Mädchen wird organisiert, die aber anfangs ergebnislos bleibt. Danny, Lauras Freund sucht bei Wind und Regen nach ihr, bis er sie dann tot am Strand vor den hohen Klippen findet. Scheint anfangs ein Sturz von den Klippen noch wahrscheinlich, ändert sich das beim näheren Betrachten, weswegen bald in Sachen Mord ermittelt wird…
Ben meint die Menschen auf der Insel gut zu kennen, besonders eben auch die Eltern der Toten, weswegen er anbietet die Ermittlungen zu übernehmen, die man ihm dann auch offiziell überträgt. Doch Bens Einschätzung die Gegebenheiten vor Ort und die dort lebenden Menschen gut zu kennen, muss er recht schnell revidieren, denn es wimmelt bald nur so vor Verdächtigen und selbst Menschen, die Ben niemals mit dem Mord an Laura in Verbindung gebracht hätte, lehren ihn eines Besseren und bald kommt fast jeder als Mörder in Betracht….
Doch es bleibt nicht bei der Suche nach Lauras Mörder, denn im Verlauf werden noch weitere Personen vermisst….
So zusammengefasst, klingt alles recht spannend, doch die Handlung plätschert eher so dahin, als dass hier fesselnde Spannung aufkommt. Obwohl es nicht an Verdächtigen mangelt, sind die Aufarbeitung, Suche und Aufklärung eher behäbig und manches auch nicht „rund“ und nachvollziehbar. Auch was hier als „Auflösung“ des Falls präsentiert wird, ist eher ein tragisches Sozialdrama als ein spannender Kriminalroman. Da dies das Debüt der Autorin ist und es heißt, dass es der Anfang einer Krimi-Reihe ist, würde ich gern das nächste Buch abwarten und sehen, ob eine Entwicklung stattgefunden hat, die dann doch eher in Richtung Kriminalroman geht.
Fazit: Dieser Anfang der Krimi-Reihe ist eher ein Sozialdrama als ein spannender Kriminalroman. Der weitere Verlauf der Reihe sollte aber abgewartet werden, in welche Richtung es weiter geht

 

 

 

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