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Catherine Shepherd: Der Behüter

Kafel Verlag

Ein neuer Fall für Laura Kern, der Spezialermittlerin des LKA! Zuletzt ermittelte sie vor einem Jahr mit ihrem Kollegen Max Hartung in dem nervenaufreibenden Thriller „Der Blütenjäger“.
Berlin: Es ist fünf Uhr früh am Morgen als Laura sich mit Max auf den Weg macht um zu einem örtlichen Krankenhaus zu fahren. Dort war der diensthabenden Oberärztin während einer Verschnaufpause draußen vor den Mülltonnen ein in schwarzer Folie verpackter Gegenstand aufgefallen, der sich bei näherem Betrachten als tote Frau herausstellt…
Die Ärztin berichtet den Ermittlern, dass sie die Frau kenne, da sie ihre Wunden versorgt habe, die offenbar durch häusliche Gewalt entstanden waren. Doch die Frau sei dann plötzlich verschwunden gewesen. Und dies sei nicht die erste Frau, die nach der Versorgung ihrer Blessuren plötzlich weg war. Auch noch gerade vor dem Leichenfund hatte sie eine junge Frau in der Notaufnahme versorgt, die dann in einem unbeobachteten Moment das Behandlungszimmer spurlos verlassen habe…
Die Bilder der Krankenhaus-Überwachung zeigen dann die eben noch in der Notaufnahme verarztete junge Frau in Begleitung eines unbekannten Mannes das Gebäude einträchtig und offenbar freiwillig verlassen….
Es bleibt nicht bei der einen toten Frau und was die Opfer während ihrer Gefangenschaft durchleben, das erfährt der Leser in einem parallel verlaufenden Handlungsstrang, wo sich dann auch der Titel „Der Behüter“ erklärt und nachvollziehbar wird.
Da die Autorin geschickt falsche Fährten auslegt und auch den einen oder anderen Verdächtigen präsentiert, kann man selbst versuchen den Täter ausfindig zu machen. Tatsächlich hatte ich  – warum auch immer – eine Figur im Hinterkopf behalten, die sich dann am Ende auch als der Gesuchte herauskristallisierte, was aber das Lesevergnügen keinesfalls geschmälert hat, denn spannend, fesselnd und unterhaltsam aufgeschrieben ist dieser Thriller auf jeden Fall!
Auch eine wohldosiert Prise Privatleben der Hauptcharaktere ist ebenfalls wieder in die Handlung eingewoben, was aber nie vom roten Faden ablenkt, sondern eher als vom Leser gewünschte Information anzusehen ist, wenn man die Buchreihe – wie ich – seit Beginn an genießt.  Somit ist dies erneut ein rundum gelungener, unbedingt lesenswerter Thriller der Laura-Kern-Reihe, die gern fortgesetzt werden sollte.
Fazit: Fesselnd und unterhaltsam, denn erst ganz zum Schluss bröckelt hier die freundliche Fassade des Bösen in diesem spannenden unbedingt lesenwerten Thriller! Bitte mehr davon!

 

 

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Gisa Pauly: Zugvögel

Piper Verlag

Ein Jahr ist vergangen und nach derSturmfluttaucht nun Mamma Carlotta inZugvögelwieder auf der Insel Sylt auf.
Schnell hat sie wie gewohnt die Küche der Familie Wolf übernommen. Am Ende des Buches verrät sie wieder einige Rezepte!
Mit ihrer Enkelin Carolin und ihrem Enkel Felix besucht sie zu ihrer großen Freude eine Vorstellung des „Fliegenden Varieté“ und während der artistischen Darbietungen geschieht es: Der Artist, der dort auftritt, da ist sich Mamma Carlotta sicher, das ist Renato aus Italien, der vor sehr vielen Jahren das Herz ihrer Cousine Violetta gebrochen hat….
Nun, diese Erkenntnis muss sie ihrer Cousine in Italien unbedingt mitteilen und ehe sich die Familie Wolf besieht, taucht besagte Violetta auf der Insel auf und mischt mit ihrem Temperament und ihrem immer noch schwelenden Liebeskummer ihre Umgebung auf und sie hat nur ein Ziel vor Augen: Sie will sich Renato, der ohne Abschiedswort verschwand,  „vorknöpfen“…
In dieser turbulenen Zeit  hat es Erik Wolf, der ja Kriminalkommissar auf der Insel ist, dann noch „fallmäßig“ mit einem ermordeten Filmproduzenten und einer toten Journalistin zu tun. Doch es gibt noch mehr kriminelle Energie zu stoppen und mittendrin,  wie üblich – ganz zufällig – Mamma Carlotta!
Diesmal hatte ich etwas Schwierigkeiten das Geschehen auf Sylt zu verfolgen. Violetta bringt nicht nur die mitwirkenden Protagonisten in dieser Geschichte nervlich an ihre Grenzen, auch ich hatte so meine Schwierigkeiten mit dieser „Figur“. Außerdem gab es textlich einfach zu viele Wiederholungen und zu ausführliche Schilderungen, die ganze Kriminalgeschichte rückte in den Hintergrund, so dass ich, wenn es dann bei den Ermittlungen weiterging,  erst einmal nachdenken musste, wie weit der letzte Stand dort war.
Wie von vielen Fans vielleicht erwartet, bewegt sich auch etwas im Privatleben des Kommissar, was daraus wird, bleibt abzuwarten…..
Diesmal vergebe ich nur drei von fünf möglichen Punkten, denn wie oben ausgeführt, fehlte mir leider einiges zu einem rundum gelungenen Lesevergnügen.
Fazit: Zu viel Trubel überdeckt die Kriminalhandlung, daher diesmal nur drei von fünf Punkten!

 

 

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Walhalla – Die Legende von Thor

kochmedia-Film VÖ 30.04.20

Der Film beginnt düster und gibt Einblick in das ärmliche Leben einer vierköpfigen Bauernfamilie. Der Sohn fängt für den täglichen Bedarf Fische, die er geschickt ausnimmt, was er seiner kleineren Schwester zeigt, die allerdings nicht sonderlich angetan ist, ihm dies nachzutun. Sie träumt sich an einen anderen Ort, wo sie ein besseres Leben hat…
Während eines Unwetters wandelt der nordische Gott Thor nebst seinem listigen bzw. hinterlistigen Begleiter Loki mit einem von zwei großen Ziegen gezogenen Karren auf Erden. Sie suchen Unterschlupf bei der Bauernfamilie.
Während des kurzen Aufenthaltes verführt Loki den Sohn der Familie zu einer verbotenen Sache, weswegen dieser dann „zur Strafe“ die beiden nach Walhalla begleiten muss, denn die nordischen Götter sind in Aufruhr:  Der in Sicherheit gewähnte Fenrir-Wolf und die Riesen sind aneinander geraten. Sollte es den Riesen gelingen den Wolf zu bezwingen und ihn dann für ihre Zwecke einsetzen. wäre das für die Götter gleichbedeutend mit Ragnarök, der nordischen Apokalypse!
Während sich der Bauernsohn von seiner Familie schweren Herzen verabschiedet, schleicht sich seine Schwester ungesehen auf den Karren und landet somit ebenfalls in Walhalla, wo es aber nicht „himmlisch“ zugeht, sondern nachdem man sie entdeckt hat, wirft man die Geschwister gemeinsam in ein ärmliches Lager. Ihre Aufgabe besteht fortan darin, den untereinander zerstrittenen Göttern zu dienen. Die Bedrohung nimmt zu und die Götter versuchen den Wolf wieder einzufangen um Ragnarök abzuwenden, was ein schwieriges Unterfangen ist.
Einen besonderen und unvorhersehbaren Part übernimmt dabei dann die Bauerstochter, die bald Seite an Seite mit den Gottheiten in die Schlacht zieht….
Diese Film-Adaption basiert auf dem dänischen Kult-Comic Walhalla, den ich allerdings nicht kenne und daher keine Vergleiche ziehen kann.
Als besonderes Fantasy-Abenteuer-Spektakel angekündigt und durch den Trailer aufmerksam geworden, war ich dann aber doch enttäuscht, was man hier als Film geboten bekommt. So farbenprächtig wie das Cover von „Walhalla- Die Legende von Thor“ einen entgegen strahlt,  so düster und handlungsmäßig kaum nachvollziehbar, ist dann der Inhalt.
Schon wer sich mit der Sagen- und Mythenwelt der nordischen Götter etwas beschäftigt und auskennt, wird von dem dargestellten Ruheort/Ruhmesort gefallener heroischer Kämpfer –  was ja eigentlich Walhalla symbolisiert – enttäuscht sein. Nicht nur die Ruhmeshalle oder auch der „runde Tisch“ an dem die Götter sich beraten, ist hier dargestellt wie ein Kellerverlies und nicht prachtvoll, gülden und strahlend wie man sich so einen besonderen Ort sicherlich vorstellt.
Bonusmaterial: Trailer und Making of
Fazit: Schade, hat mit der überlieferten Mythologie um Walhalla kaum was zu tun, ist ein recht durchschnittlicher, düster geratener Spielfilm, der leider keineswegs wie angekündigt, einem Fantasy-Spektakel entspricht!

 

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Arne Dahl: Vier durch Vier

Piper Verlag

Das schwedische Ermittler-Duo Molly Bloom und Sam Berger sind zurück und nach „Sieben minus Eins„, „Sechs mal Zwei“ und „Fünf plus Drei“ gibt es für den geneigten Leser mit „Vier durch Vier“ neuen spannenden Lesestoff:
Doch bevor die beiden wieder gemeinsam  ermitteln dauert es etwas, denn Molly ist untergetaucht. Sam Berger lebt und arbeitet im Bootshaus  und hält sich als Privatermittler bzw. Sicherheitsberater mehr recht als schlecht über Wasser…
Dann taucht irgendwann in dem abgelegenen, im Umbau befindlichen Bootshaus  seine ehemalige Kollegin und beste Vertraute Desiré Rosenkvist auf. Sam Berger ist psychisch in einem desolaten Zustand, weswegen ihn Desiré den Kontakt zur Psychotherapeutin Rita Ohlén ans Herz legt…
Tatsächlich kontaktiert Sam Berger diese Therapeutin und nach ein paar Sitzungen geht es ihm tatsächlich etwas besser. Dann tritt Rita Ohlén an ihn heran und engagiert ihn um eine ihr ans Herz gewachsene Patientin mit Namen Nadja zu finden, die spurlos verschwunden ist… Durch einen Erpresserbrief mit Lösegeldforderung wird klar, dass die Polizei nicht kontaktiert werden darf , denn sollte das der Fall sein, stirbt Nadja durch Enthauptung….. Die Uhr tickt, denn viel Zeit bleibt Sam Berger nicht um Nadja zu finden…..
Molly Bloom taucht dann wieder auf, allerdings nicht allein, denn ihr „Verschwinden“ hatte einen guten Grund und der heißt Myrina und ist Sams und Molly neugeborene Tochter…..
Es dauert nicht lange und Molly und Sam arbeiten gemeinsam an der Suche nach Nadja, die offenbar in die Hände der russischen Mafia geraten ist….
So zusammengefasst, kann man den roten Faden gut erkennen, der sich im Verlauf der Handlung herauskristallisiert, doch der Weg dahin ist vom Autor gut verschleiert und durch teils in die Irre führende „Abzweigungen“ vernebelt, besonders welchen besonderen Part Mollys Vergangenheit hier übernimmt und ob Sam überhaupt noch jemanden wirklich vertrauen kann, bleibt lange im Verborgenen, aber Dranbleiben lohnt sich!
Da am Ende ein recht gruseliger „Cliffhanger“ das Buch beendet, kann ich mir durchaus einen weiteren spannenden Einsatz von Berger und Bloom vorstellen.
Fazit: Der Meister im Verschleiern heißt hier Arne Dahl, was zwar spannend ist, aber auch zu mancher Verwirrung führt, wenn man nicht genau aufpasst! Dies Verwirrspiel verlangt aber auch unbedingt nach einer Forsetzung!
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Willkommen 2020!

Frohes Neues Jahr!

 

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Candice Fox: Missing Boy

Der-Audio-Verlag
Ende letzten Jahres kam mit „Redemption Point der zweite Einsatz des ungleichen australischen Ermittler-Duos Amanda Pharrell und Ted Conkaffey auf den Markt. Die gekonnte und hörenswerte Lesung hatte Uve Teschner übernommen, genau wie im aktuellen Hörbuch „Missing Boy“ und somit Fall Nr. 3 für Amanda und Ted, was schon mal eine gute Voraussetzung war um wieder nach Down Under abzutauchen…
War der zweite Einsatz der beiden Privatdetektive für meinen Geschmack etwas zu ausführlich bezüglich der Vorgeschichte geraten, hat Candice Fox diesmal genau an den richtigen Stellen Informationen eingestreut, die man hinsichtlich der schwierigen Vergangenheit der beiden Hauptakteure wissen muss, um der aktuellen  Handlung gut folgen zu können.
Immer noch sind in den Köpfen der Menschen und besonders der Polizei die haltlosen Anschuldigen gegen Ted Conkaffey nicht ausgemerzt und auch Amanda Pharrell ist ganz besonders in Polizeikreisen nicht sonderlich beliebt. Doch eins muss man ihr zugutehalten, sie hat gemeinsam mit Ted zwei aufsehenerregende Kriminalfälle gelöst und hinter ihrer schrillen Fassade versteckt sich ein ganz schlaues Köpfchen….
Im aktuellen Fall verschwindet der achtjährige Richie aus einem Hotelzimmer. Seine Mutter will, dass zusätzlich zu den polizeilichen Ermittlungen Ted den Fall untersucht.  Ted und Amanda machen sich auf ihre Art und Weise auf die Suche nach Richie, doch welch weitreichende und lebensgefährliche Ausmaße dieser Fall nimmt, hatte keiner ahnen und ganz besonders nicht voraussehen können….
Mehr möchte ich zum Inhalt des sehr spannenden Falls nicht preisgeben, denn durch den Vorleser wird  dieser Fall zum Hörgenuss!
Zwar hatte ich gleich eine Person im Visier, die sich dann am Schluss auch als „das Böse“ herausgestellt hat, doch das spielt bei diesem sehr spannend, humorvoll und bildhaft erzählten Thriller keine Rolle, denn durch die Stimmenvielfalt von Uve Teschner, der diesmal nicht nur die schrille Amanda „verkörpert“ sondern auch von tiefen, brummigen Männerstimmen dann schwungvoll in Kinderstimmen umschwenkt und deren Vokabular toll rüberbringt, ist man mitten im Geschehen und sucht nach Ritchie…
Ich hatte mir ja vor einem Jahr eine Fortsetzung gewünscht und die ist der Autorin diesmal wirklich gut gelungen, so dass ich schon Ausschau halte, wann Amanda und Ted einen neuen Fall bearbeiten dürfen….
Fazit: Rundum gelungener dritter Einsatz in Down Under, der stimmlich wunderbar von Uve Teschner dargeboten wird und somit gern die Reihe in dieser Kombination fortgesetzt werden darf!

 

 

 

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Frohe Weihnachten!

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