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Private Eyes – Staffel 1

Edel:Motion  VÖ 17.08.18

Vielen weiblichen Zuschauern wird Jason Priestley, der männliche Hauptdarsteller von „Private Eyes“ noch gut bekannt sein, denn er verkörperte seit 1990 zehn Jahre lang Brandon Walsh aus der Serie „Beverly Hills 90210“ und avancierte damals zum Teenie-Schwarm…
In dieser zehnteiligen kanadischen Krimi-Serie spielt er einen Ex-Eishockey-Profi mit Namen Matt Shade, der obwohl seine aktive Zeit schon etwas her ist, immer noch überall erkannt und bewundert wird.
Beruflich ist er als Talent-Scout in Sachen Nachwuchs im Eishockey unterwegs, was ein heißumkämpftes Business ist, wo es wie im Haifischbecken zugeht.  Während eines Auswahlspiels für die Profi-Liga bricht Shades Schützling Cory plötzlich auf dem Spielfeld zusammen. Als bei dem Jugendlichen ein Herzinfarkt diagnostiziert und in seinem Blut Aufputschmittel festgestellt werden, ist Shade anfangs ratlos und entsetzt, denn er ist fest davon überzeugt, Cory würde keinesfalls dopen. Während er versucht Coreys Unschuld zu beweisen, trifft er eher unfreiwillig auf die quirlige Privatdetektivin Angie Everett (Cindy Sampson) und die beiden tun sich trotz gegenseitiger Bedenken zusammen um hinter die Zusammenhänge des gravierenden Zwischenfalls zu kommen…

Als sich dann alles aufgeklärt hat, ist sich Shade nicht mehr 100%ig sicher, ob er weiterhin in der Eishockey-Branche arbeiten möchte. Durch einen Hilferuf einer alten Freundin von ihm, die in argen Schwierigkeiten steckt, da sie von der Polizei des Mordes verdächtigt wird, werden Shade und Everett wieder gemeinsam aktiv um hier entlastende Beweise zu finden….
Shade gefällt mittlerweile die Detektivarbeit und da zieht er alle Register um Everett davon zu überzeugen, ihn als Partner zu engagieren. Doch die beiden haben noch einige Wortgefechte auszutauschen, bevor Everett es tatsächlich in Erwägung zieht, ihn mit an Bord zu nehmen…

Ohne weiter auf die einzelnen Fälle des ungleichen Ermittler-Duo einzugehen, kann ich nur sagen, Jason Priestley hat seinen Charme nicht verloren und er bildet mit seiner charmanten und quirligen Kollegin Cindy Sampson ein tolles Team, dem man trotz ihrer ständigen Kabbeleien und unterschiedlichen Herangehensweisen bei den Ermittlungen gern bei der Arbeit zusieht. Da diese Serie in Kanada und Amerika so gut angekommen ist, habe ich läuten hören, dass es eine weitere Staffel gibt, die man dann hoffentlich auch bald in Deutschland sehen kann.
Fazit: Tolles ungleiches Ermittler-Duo, dem man gern während ihrer turbulenten Detektivarbeit über die Schulter schaut und man durchaus noch weitere Fälle davon vertragen kann!
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Die kleine Hexe

Studiocanal VÖ 16.08.18

Zu meiner Schulzeit war das Buch „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler auch im Deutschunterricht angesagt. Wir sympathisierten mit der Romanfigur und bei den Karnevalfeiern waren Hexenkostüme sehr angesagt. Aber lang, lang ist es hier, aber der rote Faden des Buches mir immer noch präsent.
Nun ist das Buch mit Karoline Herfurth in der Hauptrolle verfilmt worden. Ihr zur Seite „sitzt“ ihr Haustier, der sprechende Rabe Abraxas, dem Axel Prahl seine Stimme leiht, was wirklich gut passt.
Den Inhalt des Film möchte ich nur kurz zusammenfassen:
Die kleine Hexe wohnt in einem windschiefen Haus, verborgen im Wald. Sie ist mit ihren 127 Jahren noch eine sehr junge Hexe, die aber davon träumt mit den anderen erfahrenen Hexen in der Walpurgisnacht auf dem Blocksberg zu tanzen. Auch wenn ihr Abraxas strikt davon abrät, auch ohne Einladung dem Tanz beizuwohnen, macht sich die kleine Hexe auf ihrem fliegenden Besen auf den Weg zu der jährlich wiederkehrenden Veranstaltung. Anfangs geht es auch gut und man bemerkt sie nicht in der Menge. Doch ihr freudiges Tanzen wird jäh unterbrochen, als die Hexe Rumpumpel sie entdeckt. Die anderen Hexen sind empört und  der einberufene Hexenrat belegt sie mit einer Strafe:
Die kleine Hexe“ muss ihren Besen abgeben und zu Fuß nach Hause gehen, was eine beschwerliche Angelegenheit ist, denn sie muss ein schweres Hexenbuch tragen, die darin enthaltenen Zauberformeln muss sie auswendig lernen….
Ob ihr das gelingt und ob sie im nächsten Jahr eine Einladung zu Tanz bekommt, bleibt hier unerzählt…
Ich persönlich habe gleich das windschiefe Haus der kleinen Hexe aus dem Kinderbuch erkannt, dessen „Nachbau“ den Filmemachern wirklich gut gelungen ist. Auch die Innenausstattung ist mit liebevollen Details ausgeschmückt und auch Abraxas ist eine „Augen- und Ohrenweide“. Karoline Herfurth ist eine tolle Besetzung für die Hauptrolle und es macht Spaß ihr beim Hexen zuzuschauen, besonders wenn mal wieder anstatt Regentropfen Tannenzapfen oder Besteckteile vom Himmel fallen…
Ich habe mich durch die Verfilmung in meine Kindheit zurück versetzt gefühlt und finde die filmische Umsetzung gelungen !Dieser schöne Film wird sicherlich Jung und Alt begeistern!
Außerdem gibt es reichlich Bonusmaterial auf der Blu-ray wie z.B. Deleted Scenes, Interviews, Making-Of, Trailer uvm.
Fazit: Gelungene Kinder-Buchverfilmung, die nicht nur optisch gut gelungen ist, sondern auch darstellerisch und „tierisch“ punkten kann!

 

 

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Gilly Macmillan: Bad Friends

Knaur

„Was habt ihr getan?“ Diese Frage stellen sich die Familien der beiden Jungen, die hier im Mittelpunkt des Geschehens stehen.
Bad Friends“ ist ein spannendes Buch, das aus unterschiedlichen Sichtweisen bzw. von mehreren Personen erzählt wird. Auch setzt sich die Gesamthandlung aus mehreren Ereignissen zusammen, die teils aktuell in Bristol stattfinden, aber auch in Somalia einige Zeit zuvor.
Die beiden 15 Jahre alten besten Freunde Noah Sadler, mit dessen Gesundheit es nicht zum Besten steht und Abdi Mahal, der mit seiner Familie aus Somalia geflohen ist, gehen zusammen in eine Schulklasse, verbringen viel Zeit miteinander und sind eigentlich unzertrennlich, bis es zu einer Katastrophe kommt:
Offenbar haben die beiden Freunde sich heimlich nachts zusammen weggeschlichen um etwas zu erleben. Doch dieses Abenteuer endet in einem Desaster, denn Noah wird bewusstlos aus einem Kanal geborgen und Abdi spricht seitdem kein Wort mehr…..
Was genau am Kanal passiert ist, dieses Rätsel gilt es für die herbeigerufene Polizei zu lösen. Was ein sehr schwieriges Unterfangen ist, denn durch die angespannte Lage hinsichtlich der vielen Flüchtlinge und die schwerwiegende Erkrankung Noahs müssen die Ermittler mit viel Fingerspitzengefühl vorgehen.
Das Buch liest sich eigentlich gut und die Erzähltechnik der Autorin, wie sie die einzelnen Handlungsstränge zusammenfügt, ist interessant, aber eine bessere Abgrenzung/Markierung aus welcher Sicht hier gerade erzählt wird, wäre doch ganz hilfreich gewesen.
So ganz einfacher „Stoff“ ist dieses Buch wirklich nicht, es geht ganz schön unter die Haut, was man hier zu lesen bekommt. Die „Auflösung“, was am Kanal letztendlich passiert ist, klärt sich erst ganz am Schluss, so dass lange Zeit eine düstere Anspannung/Ungewissheit vorherrscht. Allerdings hatte ich bald  eine Ahnung, die sich dann als richtig erwiesen hat. Auch bezüglich der traumatischen Ereignisse, die die Mitglieder der Familie Mahal hinter sich haben, lag ich richtig und ich konnte mich mit dem Ausgang dieses Handlungsstrangs auch nicht so ganz anfreunden. Das aber nur am Rande, denn letztendlich dreht sich dieses spannend abgefasste Buch um eine ganz besondere Freundschaft, die auf eine harte Probe gestellt wird und die Aufarbeitung der Frage wie es zu der Katastrophe gekommen ist, ist der Autorin gut gelungen.
Fazit: Trotz kleiner „Wackler“ in der Handlung, ist das Buch über eine Freundschaft, die auf eine harte Probe gestellt wird, spannend abgefasst und lesenswert!

 

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Klaus-Peter Wolf: Ostfriesenmelodie

JumboVerlag
Was für eine Freude! Hier hat Kommissar Rupert seinen ganz speziellen Fall zu lösen!  Klaus-Peter Wolf liest die Hörbuchfassung selbst und erweckt durch seine ganz besondere und passende Vortragsart  die ganze Szenerie zum Leben.
Als Zuhörer ist man schnell im Geschehen verankert, kämpft anfangs noch mit dem „Lachmuskeln“, bis man nicht mehr kann. Es sind die ganz speziellen Situationen, in denen Ruperts kriminalistisches Gespür gefordert wird  und die vom Autor so wunderbar bildhaft beschrieben und stimmlich wiedergegeben werden. Am Ende habe ich Tränen vom vielen Lachen in den Augen und der arme Rupert hat es am Rücken…..
Aber von Anfang an:
Rupert und seine Frau Beate haben sich ein neues Eigenheim zugelegt. Rupert hoffte inständig, dass sich die räumliche Distanz zu seiner Schwiegermutter Gertrud positiv auswirken würde, denn früher konnte sie einfach mal kurz vorbeischauen um dann kein gutes Haar an ihm zu lassen. Aber die Freude über das neue Haus ist nur kurz, denn zum Leidwesen Ruperts Ohren wohnt seit kurzem in unmittelbarer Nachbarschaft ein Musiklehrer, der sein Eigenheim offenbar mit privatem Musikunterricht finanziert. Misstöne dringen in letzter Zeit ständig aus der immer offen stehenden Balkontür seines Nachbarn und verderben Rupert seine Freizeit.
Aber auch vor seiner Schwiegermutter ist er nicht in Sicherheit, denn nun muss er sie für Kaffee und Kuchen auch noch wegen der Entfernung mit dem Wagen abholen und ihre nervige Art während der Fahrt ertragen. Genauso eine Fahrt hat er gerade hinter sich und ist so genervt von ihr, dass er einfach aus dem Wagen aussteigt ohne sich weiter um sie zu kümmern und bereits gedanklich bei Kaffee und Erdbeerkuchen auf seiner Terrasse angekommen ist. Jäh wird sein Gedankengang unterbrochen als es plötzlich einen Knall gibt und etwas auf Ruperts Windschutzscheibe knallt. Rot-matschig erläuft etwas auf dem Glas, das offenbar einer Möwe aus dem Schnabel gefallen ist. Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich die Hinterlassenschaft dann als menschlicher Finger….
Ab hier geht es jetzt erst richtig los und ich möchte „Ostfriesenmelodie“ allen Rupert-Fans ans Herz legen, denn wie man es von ihm erwartet, tappt er von einem Fettnäpfchen ins andere und kann es seiner Schwiegermutter überhaupt nicht rechtmachen, aber trotz Einsatz und Hilfe von Kommissarin Ann-Kathrin Klaasen nebst Team steht Rupert hier im Rampenlicht und das ist auch gut so!
Fazit: Hat der Fall auch so seine Tücken, Kommissar Rupert am Ende es am Rücken, so ist eins doch sonnenklar, er ist hier der Star! Und das ist wunderbar! Herrlich, was für ein gelungenes Hörbuch!

 

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Death Wish

Universum Film VÖ 10.08.18

Im FilmDeath Wish ( übrigens ein Remake von 1974, wo Charles Bronson den Hauptpart übernommen hatte) spielt Bruce Willis den Chirurgen Paul Kersey, der in einem Krankenhaus in Chicago arbeitet. Dort geht es hektisch zu, denn auf den Straßen der Stadt ist brutale Gewalt an der Tagesordnung und die Opfer landen dann in der Notaufnahme, wo Paul und seine Arztkollegen regelmäßig  um das Leben der zumeist Schwerverletzten kämpfen.
Aus Anlass Pauls Geburtstags ist ein außerhäusiges Essen mit seiner Frau Lucy (Elisabeth Shue) und seiner Tochter Jordan (Camila Morrone) geplant. Aber daraus wird nichts, denn im Krankenhaus muss er für seinen erkrankten Kollegen einspringen. So bleiben Mutter und Tochter zuhause, wo sie dann kurze Zeit später von mehreren vermummten Personen überfallen werden…

Pauls Frau stirbt bei dem brutalen Überfall und das Leben seiner Tochter hängt an einem seidenen Faden…
Da die Polizei kaum bei den Ermittlungen vorankommt, zumal in Chicago die Verbrechensrate sehr hoch ist und man Paul mitteilt, dass der Überfall offenbar zu einer Serie von Einbrüchen in seiner Wohngegend gehört und man den Tätern kaum habhaft wird,  beschließt er auf eigene Faust die Verbrecher zur Strecke zu bringen….

Ab hier wird es heftig und das FSK-18-Logo auf dem Cover finde ich gerechtfertigt!
Hatte ich mich noch gefreut, Vincent D’Onofrio ebenfalls in diesem Film mitspielen zu sehen, war seine Rolle als Paul Kerseys Bruder zwar zuzuordnen, aber letztendlich handlungsmäßig eher nur untergeordnet und entbehrlich. Auch tauchen in den Nebenrollen noch weitere  „bekannte Gesichter“ auf, aber tolle Schauspieler allein machen noch keinen guten Film aus.
Die Rolle des engagierten Unfallchirurgen passt irgendwie nicht zu Bruce Willis und auch der krasse Wechsel zum Selbstjustiz ausübenden „Racheengel“ wirkt  emotionslos und dieser Teil des Film ist eigentlich  nur eine aneinander gefügte Reihe von Gewaltszenen,  die nicht dafür sorgen, dass man diesen Film spannungsgeladen und actionreich bezeichnen kann.
Doch Bruce Willis Fans sollten sich vielleicht selbst ein Bild machen und hier gibt es schon mal einen kleinen Einblick :  Trailer
Im Bonusmaterial gibt u.a. noch ein Making of und Deleted Scenes
Fazit: Schade mich konnte dieser Film nicht sonderlich begeistern, tolle Schauspieler allein machen noch keinen guten und sehenswerten Film und ob das Remake gelungen ist, sollte jeder selbst entscheiden!
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Catherine Shepherd: Der Flüstermann – Hörbuch

Audiobuch

Die Thriller von Catherine Shepherd haben mich von Anfang an begeistert und ich habe das Buch „Der Flüstermann“ bereits im Vorfeld „verschlungen“ und hier vorgestellt. Nun liegt die „Hörbuch-Version“ vor und da war es naheliegend, dass ich mir diesen spannenden Thriller nochmals habe vorlesen lassen.
Beate Rysopp hat hier den Part der Vorleserin übernommen, was eine gute Wahl ist, sie schafft es mit ihrer Stimme von Anfang an die richtige Atmosphäre aufzubauen, so dass man schnell im Geschehen gefangen ist.
Spezialermittlerin Laura Kern und die anderen Mitwirkenden werden nun auch stimmlich zum Leben erweckt, so dass durch die bildhafte Sprache der Autorin und die guten Stimmnuancen der Vorleserin daraus dann eine Art „Ohrkino“ wird, dem man gebannt zuhört.
Der maskierte Täter, der gleich zu Beginn des Buches auftaucht, mordet sich durch die Handlung. Er hinterlässt den Ermittlern in Berlin verstörende Videos im Internet von seinen Taten, die allerdings nie nach dem gleichen Muster verlaufen, denn offenbar hat er für jedes seiner Opfer eine spezielle Todesart vorgesehen…
Mühevolle Kleinarbeit kommt auf die Ermittler zu, denn erst nachdem die Echtheit der Videos bestätigt ist, steht die Suche nach den Tatorten und  den Opfern an, was in einer Großstadt wie Berlin, wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen ist.
Während die Ermittler noch den gemeinsamen Nenner für die Morde suchen, hat man es da als Zuhörer besser, denn die Autorin erzählt in kurzen „Einschüben“ und in einer anderen Zeitebene über eine Reise in ein fernes Land, wo sich dramatische Dinge ereigneten und die offenbar wegweisend bei der Verbrechensaufklärung in Berlin sind…
Die Wahl der Vorleserin für die spannende Hörbuch-Version von „Der Flüstermann “ ist mit Beate Rysopp gelungen und sie macht aus der Buchvorlage ein fesselndes Hörerlebnis, dem man gebannt zuhört.
Fazit: Aus der spannenden Buchvorlage wird mit Hilfe der passenden Vorleserin ein fesselndes Hörerlebnis!

 

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Thomas Chatwin: Post für den Mörder

rowohlt POLARIS

Das Cover von „Post für den Mörder“ stimmt einen schon auf den idyllischen Handlungsort Fowey ein, der an der Südküste Cornwalls lieg. Dort lebt Daphne Penrose mit ihrem Mann Francis.  Durch ihren Job als Postbotin kennt sie eigentlich jeden im Ort und bei ihrer Postverteilung per Rad fällt ihr schon mal auf, wenn sich bei der täglichen Routine etwas  ändert bzw. wenn offenstehende Türen Einblick ins Häuserinnere geben und am nächsten Tag die ihrerseits abgelegte Post immer noch unberührt da liegt.  Und genau das macht Daphne bei dem Haus von Sandra McKallan stutzig.  Auch auf mehrmaliges Rufen und beim Rundgang ums Haus kann Daphne sie nicht entdecken, weswegen sie vorsichtig einen Blick durch die offenstehende Haustür wirft, dort liegt auf dem Boden ein Zettel, der mit „Dein Ed“ unterschrieben ist, aber von der Bewohnerin des Hauses fehlt jede Spur..
Während Daphne noch über diesen merkwürdigen Vorfall nachdenkt, hat ihr Mann, der als Flussmeister tätig ist, keinen schönen Anblick zu verdauen, denn er muss die Leiche des ortsansässigen Reeders Edward Hammett bergen, der offenbar ermordet wurde….
DCI James Vincent ist zurück in seinem Heimatort Fowey und der zuständige Ermittler, was Daphne erst ein wenig aus dem Konzept wirft, zum einen weil sie in jungen Jahren ein kurzes Intermezzo mit ihm hatte, aber ganz besonders weil sie ihn für ungeeignet hält im Mordfall des Reeders zu ermitteln, zumal er die Menschen hier gar nicht mehr richtig kennt, denn dazu war er zu lange fort. 
Während Daphne einen Zusammenhang zwischen dem spurlosen Verschwinden von Sandra McKallan und dem Mordfall Ed Hammett sieht, ist der DCI gedanklich mit ganz anderen Dingen beschäftigt, was Daphne dann dazu verleitet, eigene Recherchen anzustellen und sie ihren Mann dazu motiviert „undercover“ zu arbeiten.  Allerdings hat das fatale Folgen, denn Daphne stolpert über zwei weitere Leichen….
Dass der Autor hier viel Herzblut in den Krimi hat einfließen lassen, merkt man gleich. Man fühlt sich wohl im Geschehen, auch wenn es hier um mehrere Morde geht, die nur durch das kriminalistische Gespür von Daphne und Francis Einsatz in die richtigen Bahnen gelenkt und letztendlich aufgeklärt werden können.
Die Figuren sind charmant und die ganze Szenerie gut vorstellbar präsentiert, so dass man sich schnell in die Gegend und den Fall eingelesen hat. Da der Mörder erst ganz zum Schluss entlarvt und in keiner Weise vorher erkennbar war, ist die Spannung bis zum Schluss gegeben und ich könnte mir durchaus einen weiteren Einsatz von Daphne und Co vorstellen.
Fazit: Gelungener „Wohlfühlkrimi“, der mit einer sympathischen Hobby-Ermittlerin punktet, aber durchaus spannungsgeladen ist, denn der Täter ist nicht erkennbar und tritt er ganz am Ende aus seinem Versteck! Toll, bitte weiter so!
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