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Stockholm Requiem

Edel Motion VÖ 24.05.19

Die fünfteilige Reihe basiert auf den Kriminalromanen der schwedischen Schriftstellerin Kristina Ohlsson, wovon ich nur die Hörbuchfassung „Aschenputtel“ kenne, die ich vor langer Zeit angehört, aber als recht spannend erinnere.
Die Kriminalfälle, die in „Stockholm Requiem“ verfilmt wurden, sind alle recht speziell, düster und mörderisch, weswegen auch ein besonderes Ermittlerteam, das für schwere Straftaten in Stockholm zuständig ist, darauf angesetzt wird.
Fredrika Bergman kommt neu in das Team um Alex Recht und Peder Rydh. Das Besondere an ihr ist, dass sie keine Polizistin ist, sondern Juristin und Kriminologin, die nach einem schweren Unfall nun das Team mit „frischem Blick und anderer Herangehensweise“ unterstützen soll, was kein leichtes Unterfangen ist, doch tatsächlich gelingt es ihr im Verlauf der Serie im Team anerkannt zu werden.

Im ersten Fall geht es um das Verschwinden der kleinen Lilian, die aus der Obhut ihrer Mutter auf dem Hauptbahnhof in Stockholm in einem unbeobachteten Moment „abhanden kommt“. Während die Suche auf Hochtouren läuft und eine vermutete Lösegelderpressung ausbleibt, wird eine weitere Kindesentführung gemeldet….
Der nächste Fall bereitet dem Team großes Kopfzerbrechen, denn der anfänglich als gemeinsamer Selbstmord eingeordnete Tod eines älteren Ehepaares, entpuppt sich als Mord und ein Motiv ist nicht erkennbar…
Fall Nr. 3 dreht sich um zwei Jungen, die man später ermordet und mit einer Papiertüte über den Kopf im Schnee liegend, auffindet, ein altes jüdisches Märchen rückt in den Fokus der polizeilichen Lösungsansätze..
Als nächstes muss ein alter Vermisstenfall neu aufgerollt werden, denn die Leiche einer vor drei Jahren verschwundenen Studentin wird auf einer Baustelle gefunden.  Eine mörderische Kinderliederkomponistin und alte VHS-Kassetten mit Snuff-Inhalt sind nur einige Anhaltspunkte dieser Ermittlung.
Den Abschluss bildet die Folge „Auge um Auge“, wo mehrere Morde passieren. Der Täter muss über Insiderwissen verfügen, denn die Opfer sind ehemalige Verdächtige in Kriminalfällen, denen man eine Täterschaft aber nicht nachweisen konnte. Tatsächlich hat das Team jemanden aus den eigenen Reihen im Verdacht, doch der kann nicht erhärtet werden, aber die Morde hören nicht auf….
Die Rollen sind schauspielerisch gut besetzt.

Die Kriminalfälle sind spannend und nicht vorhersehbar. Aber leider rücken die ganzen Ermittlungen fast in den Hintergrund, da alle Ermittler psychisch angeschlagen sind, kein intaktes Familienleben haben, so dass private Probleme sich mit den Fällen vermischen. Was dann wiederum die Frage aufwirft,  ob sie überhaupt fit genug sind um diese schweren Fälle richtig zu bearbeiten, denn viele Reaktionen/Aktionen sind merkwürdig und passen nicht zu einem Kriminalermittlungsteam, das für „ganz besondere und schwere Fälle“ zuständig ist.
Warum müssen in vielen Kriminal-Serien die Ermittler wie psychische Wracks rüberkommen, denn wie oben bereits erwähnt, lenkt das von den spannenden Fällen ab. Besonders im vierten Fall muss man sich fragen, wie Fedrika Bergman überhaupt noch Teil des Teams sein kann….
Fazit: Hier wäre es besser gewesen, den Fokus auf die Kriminalfälle und nicht auf die Befindlichkeiten der Ermittler zu richten. Da es wesentlich bessere Krimi-Serien aus dem hohen Norden gibt, ist dies leider nur durchschnittliche düstere Krimi-Kost
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Harlan Coben – No second chance – Keine zweite Chance

Polyband VÖ 29.03.19

Die sechsteilige Serie basiert auf dem Bestseller-Roman “Keine zweite Chance“ des amerikanischen Schrifstellers Harlan Coben, der übrigens auch eine kleine Rolle in dieser Verfilmung übernommen hat.
Das Buch habe ich nicht gelesen, so dass ich hier keine Vergleiche ziehen kann.
Die Handlung spielt in Frankreich und besonders Paris ist einer der Schauplätze.
Zu Beginn wird der Geburtstag der kleinen Tara gefeiert. Nachdem die Gäste gegangen sind, räumt ihre Mutter, Dr. Alice Lambert den Geschirspüler ein, während Tara in ihrem Laufstall sitzt und auf das Fläschchen wartet, das sie gleich bekommen soll.
Doch dazu kommt es nicht mehr, denn plötzlich fällt ein Schuss und als Zuschauer sieht man wie die lebensgefährlich verletzte Alice Lambert ins Krankenhaus gebracht wird….
Dr. Lambert erwacht nach einigen Tagen im Krankenhaus, in dem sie selbst als Ärztin arbeitet. Dort erfährt sie, dass auf sie geschossen, ihr Mann ermordet und die kleine Tara spurlos verschwunden ist….
Für das ganze Geschehen hat Alice Lambert keine schlüssige Erklärung.  Sie geht von einem Überfall mit Entführung ihrer kleinen Tochter aus, doch die zuständigen Ermittler der Polizei sind skeptisch, glauben eher Dr. Lambert ist selbst in den Vorfall verwickelt, denn am Tatort gibt es zu viele Ungereimtheiten und eine Lösegeldforderung ist auch nicht aufgetaucht.
Als Dr. Lambert aus dem Krankenhaus entlassen wird, hat sie nur einen Gedanken, sie will unbedingt ihre kleine Tochter finden und als dann tatsächlich eine hohe Lösegeldforderung eintrifft, schöpft sie Hoffnung, dass sie Tara bald wieder in den Armen halten kann……

Doch ob die kleine Tara überhaupt wieder auftaucht, bleibt hier unerzählt, denn diese Mini-Serie ist gut gelungen, ist spannend, unvorhersehbar und schauspielerisch gut besetzt. Als Zuschauer bangt man mit der Mutter, die hier auch emotional hin- und hergeworfen wird, denn von einem Hoffnungsschimmer ermutigt, nimmt sie viele Hürden, aber steht immer wieder vor dem „Nichts“ ….
Diese Verfilmung passt zu den Geschichten/Büchern des Autors, von denen ich mittlerweile einige gelesen habe. Harlan Coben ist ein meisterhafter Erzähler und durch die geschickten Twist in der Handlung kann man keinesfalls den Ausgang vorhersehen. Echt klasse!
Die sechsteilige Mini-Serie „Harlan Coben – No Second Chance – Keine zweite Chance“ ist schauspielerisch gut besetzt und zieht durch fesselnde Spannung den Zuschauer in seinen Bann.
Fazit: Volle Punktzahl für diese spannende, sehenswerte Buchverfilmung!

 

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Just one look

Polyband VÖ 25.01.19

Diese sechsteilige Serie basiert auf dem Roman „Kein böser Traum“ von Harlan Coben, der übrigens auch eine kleine Rolle in der Verfilmung übernommen hat.
Den Roman habe ich nicht gelesen, so dass ich hier keine Vergleiche ziehen kann.
Die Handlung ist in Frankreich angesiedelt. Anfangs gibt es einen kleinen Einblick in das Leben der Familie von Eva und Bastien Beaufils, die mit ihren zwei Kindern ein glückliches Leben führen. Doch diese Idylle trügt bzw. ändert sich als Eva zwischen neuen Familienfotos eine Aufnahme findet, worauf sich mehrere ihr unbekannte Personen befinden, nur einen erkennt sie, ihren Bastien in jungen Jahren. Doch als sie ihm das Foto zeigt, erkennt er sich nicht und hält es für eine Verwechslung. Eva gibt sich anfangs damit zufrieden, aber dann verschwindet Bastien spurlos. Sie macht sich auf die Suche nach ihm, findet aber immer mehr Hinweise darauf, dass sie Bastien, mit dem sie seit vielen Jahren verheiratet ist, offensichtlich nicht richtig kennt, bzw. scheint es in seiner Vergangenheit so manches Geheimnis zu geben…
Während Bastien unauffindbar ist, passieren auch noch einige andere merkwürdige Dinge und es melden sich Personen bei Eva, die sie lange Zeit aus ihrem Leben verdrängt hatte und sie nun ebenfalls mit ihrer Vergangenheit konfrontieren, wo es ein einschneidendes Erlebnis gab…..
Die Figur der Eva fand ich etwas zu abgeklärt  während ihr Mann spurlos verschwindet. Da die Polizei ihr erst zeitversetzt Hilfe bei der Suche nach Bastien anbietet, sucht sie ja auf eigene Faust nach ihm. Es sind etwas undurchsichtige „Figuren“ die ihr dabei zur Seite stehen und auch in der Handlung selbst gibt einige Twists und Geschehnisse, die kaum „Licht ins Dunkel“ bringen und eher verwirren, als hilfreich bei der Auflösung sind.
So aufgeschrieben klingt der Inhalt vonJust One Look ganz interessant. In der Gesamtschau finde ich die Mini-Serie aber nicht besonders spannend gelungen. 
Gute Unterhaltung dagegen bietet die Mini-SerieThe Five“ von Harlan Coben, weswegen mich vielleicht auch die aktuelle Verfilmung etwas enttäuscht hat.
Fazit:  Schade, die Serie konnte mich nicht fesseln, besonders da durch die vielen Twists Spannung nicht wirklich aufkommt
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Der Nebelmann – Der Film

Koch Media Film VÖ 27.09.18

Bei Buchverfilmungen bin ich immer etwas skeptisch, denn meistens weichen die gelesenen Versionen von der filmischen Umsetzung ab. Doch die Verfilmung von „Der Nebelmann“ ist genauso wie ich sie mir vorgestellt habe. Selbst gelesen habe ich das Buch nicht, sondern ich hatte mir die ungekürzte Hörbuchversion von Uve Teschner vorlesen lassen, der mit seinem lebendigen Vortrag schon mal die passende Atmosphäre hatte aufkommen lassen:
Zum Inhalt:
Schauplatz der Handlung ist ein abgeschiedenes kleines Alpendorf.
Sonderermittler Kommissar Vogel wird blutverschmiert und verwirrt wirkend von der Polizei aufgegriffen und zur Befragung auf Polizeirevier gebracht, weswegen man den ortsansässigen Psychiater Flores hinzuzieht.
Bei dem Gespräch zwischen Psychiater und Kommissar wird in Rückblenden die Suche nach der Jugendlichen Anna-Lou rekonstruiert, sie ist in der Weihnachtszeit auf dem kurzen Weg zu ihrer Kirchengemeinde spurlos verschwunden…
Sonderermittler Vogel ist zwar elegant gekleidet, aber sonst kein besonders sympathischer Mensch. Auch seine Handhabung mit den Ermittlungen ist zwielichtig und selbst in den eigenen Reihen ist er nicht sonderlich beliebt. Trotz allem hat er genaue Vorstellungen wie die Ermittlungen zu laufen haben und bald werden die Medien auf das kleine Alpendorf und das Verschwinden von Anna-Lou aufmerksam. Es dauert nicht lange und bald ist der „Fall Anna-Lou“ und das kleine Alpendorf in aller Munde und es wimmelt dort nur so von Medienvertretern, denen es nach Informationen dürstet…
Es wird in alle Richtungen ermittelt und dann gibt es einen Verdächtigen, dem es kaum gelingt Stellung zu den Anschuldigungen zu nehmen bzw. seine Unschuld zu beteuern, denn die Presse hat ihn im Visier und macht Jagd auf ihn..
Lange Zeit bleibt das Verschwinden Anna-Lous spekulativ, wage und nebulös, was durch die düstere Szenerie noch „angeheizt“ wird. Schauspielerisch ist der Film mit Jean Reno  und Toni Servillo toll besetzt, was ebenfalls ein Pluspunkt ist.
Dass der Autor, Donato Carrisi (der kommt übrigens im „Bonus“ selbst zu Wort) eigentlich Drehbücher schreibt, merkte man dem düsteren Thriller bereits in der Hörbuchversion an, denn die Szenarien waren bildhaft beschrieben und die „Twists“ in der Handlung sind in der Verfilmung ebenfalls gut erkennbar „markiert“, so dass man dem Geschehen gut folgen kann und auch das überraschende und unvorhersehbare Ende ist gelungen. Nun hat er auch die Regie bei diesem Film übernommen und das Ergebnis ist meines Erachtens nach wirklich spannend und sehenswert gelungen.
Fazit: Die Verfilmung der spannenden Thriller ist schauspielerisch toll besetzt, wird fesselnd erzählt und ist sehenswert gelungen!

 

 

 

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