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Gisa Klönne: Die Toten, die dich suchen

Die Autorin war mir bis dato unbekannt, so dass ich auch die vorherigen Bücher mit der hier im Mittelpunkt des Geschehens stehenden Ermittlerin Judith Krieger nicht gelesen habe. Aber da hier wohl einige Jahren zwischen der letzten Veröffentlichung und Judith Krieger nach einem Auslandsaufenthalt in Kolumbien nun wieder als Ermittlerin in Köln in der Vermisstenabteilung neu anfängt und nicht mehr bei der Abteilung Mord arbeitet, war ich gespannt, was mich hier für ein Lesestoff erwartet:
Ein seit Wochen vermisster Goldhändler aus Kolumbien, der aus seinem Hotel spurlos verschwunden war, wird in einem dunklen Keller eines leerstehenden Gebäudes tot aufgefunden. Er ist angekettet in vielerlei Hinsicht und wurde hier offenbar gefangen gehalten, so dass er am Ende wohl verdurstet ist…
Kein schöner Anblick für die Ermittler und besonders der jungen Kommissarin Dinah Makowski, die anfangs für die Suche nach Angelo Jaramillo zuständig war, schlägt nun der Anblick des Gesuchten, der zusammengeschnürt vor ihr liegt, auf den Magen…
Die Ermittlungen sind kompliziert, da Dinah sich krankmeldet und besonders weil der zuständige Ermittler in Kolumbien nur schwer erreichbar ist, damit man Kontakt mit der Ehefrau des Toten aufnehmen kann….
Parallel zu diesem Teil der Handlung berichtet eine Daniela über Tagebucheintragungen ihrer Freundin Inez, die spurlos verschwunden ist. Der Gang zur Polizei ist keine Option für sie, denn beide Frauen sind illegal in Deutschland und daher macht sich Daniela selbst auf die Suche nach ihrer Freundin….
So weit, so gut. Das Buch liest sich gut. Doch der geübte Leser kann sich bald vorstellen, wer hier der Entführer/Mörder ist.
Die Ermittler haben allesamt privat ihr Päckchen zu tragen und „erschweren“ die Gesamthandlung, was ich entbehrlich fand.
Wie es zu der Story-Line bzw. die Idee zu diesem Buch gekommen ist, erfährt man am Ende von „Die Toten, die dich suchen“ unter „Danke“. Zwar finde ich es immer interessant, wenn man über andere Länder und deren „Geflogenheiten“ etwas erfährt, aber hier im Buch fand ich es dann etwas zuviel des Guten, denn dass die Kommissarin nun gerade ihre Auszeit in Kolumbien verbracht hat und ihr erster Fall gleich mit einem toten Kolumbianer zu tun hat, okay das geht gerade noch, aber dann nimmt es überhand, ein undurchsichtiger Dolmetscher, die politischen und kriminellen Gegebenheiten und dann auch noch eine extra Lokalität mit Salsa-Klängen in Köln, puh so viele Zufälle/Ermittlungsansätze! Da wird die Handlung für mich bausteinhaft bzw. austauschbar.
Fazit: Schade, überfrachtete Handlung mit schwierigen Ermittlern, obwohl lesetechnisch das Buch gut gelungen ist.

 

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River – Staffel 1

Gleich mal vorweg, der Namensgeber dieser sechsteiligen Staffel John „River“ wird eindrucksvoll von Stellan Skarsgård dargestellt. Und dieser Schauspieler hat es durch seine tolle Performance  geschafft,  dass ich mir diese –  etwas anders geratene britische Krimi-Serie  – überhaupt ganz angesehen habe!
Zu Beginn der Handlung sieht man – wie sich später herausstellt – DI John River neben seiner Partnerin Jackie „Stevie“ Stevenson im Auto sitzen. Er sieht erschöpft aus und scheint irgendwie nicht bei der Sache bzw. an der Unterhaltung teilzunehmen. Ein Schnellrestaurant wird angesteuert, eingekauft und dann plötzlich kommt Fahrt auf, denn sie verfolgen einen Wagen…..

Bis dahin weiß der Zuschauer noch nicht, dass DI River vor zwei Wochen mit ansehen musste, wie seine Kollegin vor seinen Augen erschossen wurde und besagter verfolgter Wagen rückt dann auf einem Überwachungsvideo ins Visier der Ermittlungen. Besonders bizarr wird es dann als herauskommt, dass DI River Halluzinationen hat und ihm nicht nur seine Kollegin Stevie, sondern auch die Opfer seiner ungeklärten Fälle immer wieder „erscheinen“…..
Rivers Vorgesetzten verlangen ein psychologisches Gutachten, dass ihm seine geistige „Unversehrtheit“ bescheinigt. Zwar passt John River das gar nicht, aber ihm bleibt keine Wahl, denn er hat nur ein Ziel, den Mörder seiner Kollegin zu suchen….
Ihm zur Seite wird ein neuer Kollege gestellt, der einen schweren Job hat, denn John River bietet schon dann und wann eigenwillige Auftritte in der Öffentlichkeit, wenn er mal wieder mit nur für ihn sichtbaren Personen spricht. Doch trotz seiner psychischen Angeschlagenheit ist der Ermittlerspürsinn nicht beeinträchtigt und er kann tatsächlich im Verlauf dann wichtige Hinweise zum Mörder seiner Kollegin aufdecken…
Wie bereits oben erwähnt, ist die schauspielerische Leistung von Stellan Skarsgård hier hervorzuheben.  Man kann die seelischen Qualen nachvollziehen, die er durchleidet. Besonders eindrucksvoll ist ihm schauspielerisch die Umsetzung seiner „Selbstgespräche“ gelungen…
Die eigenwillige Ermittlung bzw. die Suche nach dem Mörder konnte mich nicht sonderlich begeistern, denn eigentlich wird hier ein Sozialdrama erzählt, wo am Ende die Erkenntnis steht, dass man seine Mitmenschen eigentlich nie ganz richtig kennt, zumal  man nicht hinter seine Fassade blicken kann….
Als „Extras“ gibt es noch reichlich Bonusmaterial mit geschnittenen Szenen, Trailer etc.
Fazit: Eigenwillige Mördersuche, die durch die hervorragende schauspielerische Darstellung Stellan Skarsgårds aber sehenswert ist
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Andrea Sawatzki: Ihr seid natürlich eingeladen

Bei Familie Bundschuh ist wieder Trubel angesagt: Nachdem der 19-jährige Rolf,  der älteste Spross der drei Kinder von Gundula und Gerald Bundschuh seine Mutter aus Amerika anruft und ihr ganz nebenbei mitteilt, dass sie demnächst Oma wird und man plane noch vor der Niederkunft seiner geliebten Candy in Deutschland zu heiraten, ist Gundula erst einmal baff, sprachlos und dann fließen bei ihr die Tränen, denn ohne ein weiteres Wort legt Rolfi auf….
Nun sind Gerald Bundschuhs angeblichen gute Englischkenntnisse gefragt um Näheres über die geplante Anreise und Hochzeit zu erfahren. Doch das Telefonat mit den Eltern der Braut ist dann alles andere als klärend und führt dann doch über den Teich hinweg zu einigen Mißverständnissen…
Nach der ersten Schockphase plant Gundula Bundschuh dann die Hochzeit ihres Sohnes. Besonders für die Unterbringung der über zehn anreisenden neuen Mitglieder der Familie muss gesorgt werden, da ja auch Gundulas Eltern, Bruder Hadi nebst Gattin Rose und ihre Schwiegermutter zu diesem Fest zu Besuch kommen. Um die Feier ganz familiär zu gestalten, plant man eine Gartenparty, wo dann Gerald ein Spanferkel grillen will, was sich noch als große Herausforderung entpuppen soll…
Nun wer die beiden vorherigen Bücher über Familie Bundschuh gelesen hat, der weiß ganz genau, bei „Ihr seid natürlich eingeladen“ sind mit Sicherheit Turbulenzen zu erwarten und Gundula malt sich ja bereits einige Holpersteine aus, aber dass was hier alles rund um die Hochzeit ihres Sohnes passiert, ist schon alptraumhaft und verlangt von ihr mal wieder stahlharte Nerven und da ist es gut, dass ihr Psychotherapeut gleich in der Nähe wohnt…
Wer die turbulenten  Geschichten über die Familie Bundschuh noch nicht kennt, da bietet sich handlungsmäßig  jetzt zur  Weihnachtszeit das erste Buch der Reihe mit dem Titel „Tief durchatmen, die Familie kommt“ an und auch Buch Nr. 2 „Von Erholung war nie die Rede“ sollte man ebenfalls nicht verpassen!
Ich fand es wunderbar, dass Andrea Sawatzki auch gleich bei der Verfilmung des ersten Buches die Hauptrolle der Gundula Bundschuh übernommen hat. Axel Milberg als Gerald Bundschuh finde ich auch treffend besetzt, genau wie Judy Winter als Gundulas weinselige Schwiegermutter Susanne. Durch die Verfilmung hatte ich beim Lesen des wieder wunderbar erzählten und mit ganz viel Humor angereicherten  „Hochzeits-Chaos“ genau die mitwirkenden  Personen vor Augen, was dann wie ein Kopfkino war und mir sehr gut gefallen hat.
Fazit: Hier bleibt kein Auge trocken, gelungene humorvolle Fortsetzung der „Bundschuh“-Reihe, die hoffentlich in dieser Form fortgesetzt wird.

 

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Norm, König der Arktis

Wow, hier steppt der Bär bzw. Norm, der Hauptdarsteller in „Norm – König der Arktis„,  ein junger Eisbär, der den „Artic Shake“ erfunden hat. Diesen akrobatischen Tanz führt er bei besonderen Gelegenheiten zu mitreißender Musik auf. Unterstützung erfährt er dabei von den ebenfalls hüpfenden, shakenden und ploppenden Lemmingen…..

Soviel schon mal zur Einstimmung zu diesem einfach rundum gelungenen Animationsfilm!

Dreh- und Angelpunkt ist die Arktis, wo der etwas tolpatische, aber gutmütige Eisbär Norm mit seiner Familie lebt. Die Schönheit und Ruhe dieser einzigartigen Landschaft genießen die dort lebenden Tiere.  Man sieht Karten spielende Elche und Robben, die sich nicht vor Norm fürchten müssen um auf seiner Speisekarte zu landen, denn Norm hat da so seine Schwierigkeiten, das Jagen ist nicht so sein Ding, man sieht ihn eher mit der einen oder anderen Robbe auf dem Arm knuddeln….
Doch diese Idylle wird immer mehr von den anlandenden Touristen gestört. Die können offenbar gar nicht genug von Norm und seinen tierischen Freunden bekommen und strömen zu Hauf in die eisige Kälte.
Im Verlauf der Handlung, sollen dann auch noch Häuser für die Touristen in diese wunderschöne Landschaft gebaut werden….
Ab da reicht es Norm und er macht sich mit einigen Weggefährten auf den Weg nach New York, wo der durchtriebene Immobilienmakler sein Büro hat. Nach einer aufregenden Schiffspassage kommen sie in Amerika an und erleben dann ein großes Abenteuer, dass hier allerdings nicht mehr erzählt wird….., aber hier gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack in Form des Trailers.
Was soll ich noch zu diesem putzigen, tolpatischen weißen bärigen Helden Norm schreiben, Jung und Alt werden ihn gleich in ihr Herz schließen, da bin ich mir sicher.
Eine kleine Botschaft ist im Film natürlich auch verankert, nämlich dass man die Arktis mit ihrer einzigartigen Natur- und Tierwelt nicht durch Massentourismus zerstören soll!
Fazit: Fetzige, mitreißende Musik, ein shakender, Po-wackelnder Bär nebst „ploppenden“ Lemmingen, das ist ein tierischer Filmspaß, der rundum begeistert und mir bestens gefallen hat.

 

 

 

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Stonemouth – Stadt ohne Gewissen

Dieser Zweiteiler führt den Zuschauer nach Schottland in Stewards Heimatstadt „Stonemouth“. Steward ist ein junger Mann, der vor geraumer Zeit sprichwörtlich um sein Leben gerannt ist und somit weit weg von Elli, in die er sich Hals über Kopf verliebt hatte. Elli erwidert seine Gefühle, allerdings ist sie die Tochter eines sehr einflussreichen Mannes, nämlich von niemand anderen als Don Murston, dem Mafiaboss, der mit seinen Söhnen in dubiose Machenschaften verwickelt ist und die ganze Gegend unter Kontrolle hat.

Nun ist Stewards bester Freund Cullum in Stonemouth gestorben. Tatsächlich gewährt der Murston-Clan Steward eine begrenzte Zeit um sich von seinem Freund zu verabschieden, so dass er dann auch an der Beerdigung teilzunehmen darf.
Mit einem etwas mulmigen Gefühl trifft er sich mit einigen Bekannten von früher, wo Steward dann erfährt, dass Cullum angeblich Selbstmord begangen haben soll. Steward ist skeptisch und als dann noch einige Ungereimtheiten im Bezug auf Cullums Tod auftauchen, lässt er nicht locker  und will den fragwürdigen Tod aufklären. Er stochert herum und macht sich mit seiner hartnäckigen Nachfrage keine Freunde und bald gerät auch er wie schon damals in Lebensgefahr……

Auch das Wiedersehen zwischen Steward und Elli bleibt dem Murston-Clan nicht verborgen und sorgt für brenzlige Situationen…
Ich hatte beim Ansehen dieses Zweiteilers den Eindruck, dass man versucht hat viel Handlung in die 100 Minuten hineinzupacken. Ich hatte immer das Gefühl, dass mir einige Informationen bzw.  die Hintergründe der Geschichte nicht richtig bekannt sind, so dass ich z.B. die „Sinneswandlungen“ einiger Personen dann auch nicht richtig nachvollziehen konnte, bzw.  sie wirkten nicht glaubhaft…
Besonders gut gelungen wiederum fand ich dann die musikalische Untermalung und die eindrucksvollen Landschaftbilder. Die schauspielerische Besetzung fand ich gelungen, zumal auch einige frische Gesichter im Film auftauchten, was mir gut gefallen hat.
Fazit: Aus der Story hätte man mehr herausholen können, zumal die schauspielerische Besetzung gelungen, die musikalische Untermalung sowie der Drehort gut gewählt sind

 

 

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Happy Valley 2 – In einer kleinen Stadt

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Vor einem Jahr hatte ich hier die erste Staffel dieser eindrucksvollen britischen Krimi-Serie vorgestellt.
Nun ist Catherine Cawood (Sarah Lancashire) wieder zurück im Dienst als Streifenpolizistin in Yorkshire. Sie war viele Monate außer Gefecht gesetzt, denn Tommy Lee Royce, der Vater ihres kleinen Enkelsohns hatte am Ende der ersten Staffel versucht sie zu töten. Der sitzt jetzt in der Nähe Londons lebenslänglich im Gefängnis…
Doch so ganz mit den schlimmen Ereignissen aus der Vergangenheit kann Catherine nicht abschließen, denn durch einschneidene Ereignisse kommt es dann im Verlauf wieder zu einer folgenschweren Begegnung mit ihrem Peiniger….
Doch wie es dazu kommt, wird hier nicht erzählt, denn die neuen Episoden haben es in sich und starke Nerven sind hier wieder gefragt….
Was sonst noch so passiert:
Wegen einiger Morde, dessen Opfer auffällige Verletzungen aufweisen, geht die einschaltete Mordkommission von einen brutalen Serienkiller aus, der es auf Prostituierte abgesehen hat. Catherine muss den Ermittlern Rede und Antwort stehen, denn sie hatte eines der Opfer entdeckt…
Ein Mordermittler, der auf dem gleichen Revier wie Catherine arbeitet, hat privat große Probleme, die dann bald zu Verwicklungen mit den aktuellen Ermittlungen führen und ihn im weiteren Verlauf  in einen psychischen Ausnahmezustand treiben…
Die sechs Folgen von „Happy Valley 2fügen sich nahtlos an die Geschehnisse aus der ersten Staffel an. Die düstere angespannte Stimmung durchzieht die ganze Serie und auf der Suche nach dem Serienkiller hat man bis zuletzt keinen offensichtlichen Täter vor Augen, so daß die Spannung sehr hoch angesetzt ist. Ebenfalls nicht vorhersehbar ist der Ausgang der Rahmenhandlung, die durch ein emotionales Sozialdrama geprägt ist, so dass bestimmt noch genug Potential für eine Fortsetzung der preisgekrönten Serie ist…
Besonders beeindruckend ist die gesamte schauspielerische Besetzung und deren intensive Darstellung,  so dass man als Zuschauer das ganze emotionale Auf und Ab direkt mitfühlen kann. Man bekommt hier düstere Spannung und ein emotional aufreibendes Sozialdrama auf hohem Niveau präsentiert, was mir sehr gut gefallen hat.
Fazit: Spannung auf hohem Niveau, die durch eine eindrucksvolle schauspielerische Besetzung in Szene gesetzt wird und durchaus noch weiter fortgesetzt werden sollte!

 

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Neues aus Büttenwarder Folge 1 – 67

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Also nach 67! Folgen „Büttenwarder“ und ganz viel Bonusmaterial habe ich das Gefühl ich lebe auch dort. Was ja leider nicht möglich ist, denn der Ort ist ja fiktiv und liegt irgendwo zwischen Flensburg und Hamburg…
Wer diese seit 2001 ausgestrahlte norddeutsche Kult-Serie nicht kennt, der hat etwas verpasst und sollte sich ganz schnell die Gesamtbox „Neues aus Büttenwarder – Folge 1 bis 67 “ zulegen. Wer Plattdeutsch spricht oder versteht, der kann sich die Kabbelleien zwischen den beiden Bauern Kurt Brakelmann (Jan Fedder) und Adsche Tönnsen (Peter Uwe Brix) dann auch in Mundart anhören, denn wie der Untertitel hier ankündigt, gibt es „Allns ook op Platt!“  Zwar kann ich es nicht fließend sprechen, aber verstehen allemal, denn mein Großvater sprach Platt mit mir und da ist viel von hängengeblieben…… Herrlich!

 

"Neues aus B¸ttenwarder" - Sommer 2012 - produziert von Polyphon Fiml-und Fernsehgesellschaft mbH f¸r den NDR im April/ Mai 2012 Regie: Guido Pieters Standfotos Bild-Nr. 25 Darsteller, v.l.n.r.: Adsche - Peter Heinrich Brix Brakelmann - Jan Fedder Scene: Adsche und Brakelmann sehen beim Dachbau zu...

Gleich zu Anfang der allerersten Folge „steppt der Bär“, denn Kurt und Adsche, die eigentlich hauptberuflich pleite sind und nur ihr Lütt und Lütt im Dorfkrug auf Deckel anschreiben lassen, „sinnieren“ darüber, wie man am besten seinen Geldbeutel aufbessern könnte. Brakelmann kommt durch den Hund des Bürgermeisters,  auf den er für kurze Zeit aufpasst bzw. ihn in Pflege nimmt, auf die Idee eine Tierpension aufzumachen. Voller Elan und im Hinblick auf den „Nennwert“ ist auch Adsche gleich Feuer und Flamme und dann nimmt die Handlung seinen Lauf.  Es dauert nicht lange und auf dem Hof und in der Scheune von Brakelmann herrscht reges Treiben und man vertraut ihm einige Pensionsgäste an, wozu dann plötzlich auch ein ausgewachsener Bär gehört, der dann im Verlauf aus seinem Käfig verschwunden ist….

Neues aus Büttenwarder NDR/Polyphon Herbst 2012

Neben den beiden Bauern Kurt Brakelmann und Adsche Tönnsen sind noch Shorty, der Wirt des Dorfkrugs, Bürgermeister Dr. Waldemar Schönbiehl und der „Killerkralle“ lesende Stallknecht Kuno Eggers die Hauptakteure dieser mich seit 2001 (der Wahnsinn 15 Jahre!) begeisternden Kultserie des NDR.
Besonders im Gedächtnis geblieben sind mir die Folgen „Ufos“  und „Die Glücksspielhölle“, aber auch alle anderen sind immer wieder erfrischend, bewegend und durch die wunderbare Freundschaft der beiden Bauern geprägt. Ihre seit der Kindheit bestehende herzergreifende Hassliebe überrascht den Zuschauer immer wieder aufs Neue und ist ein fester Bestandteil für den Erfolg dieser Serie!
Auch das umfangreiche Bonusmaterial hat es in sich, besonders der Talentewettbewerb, der ausgerufen wurde, zeigt wie gut sich die Zuschauer in diese Serie auskennen.  Die engere Wahl der Teilnehmer, die auf unterschiedliche Weise punkten konnten,  trifft dann am Drehort der Serie auf  Kurt und Kuno. Dort geht der Wettbewerb in die Endrunde und als Gewinn winkt ein Gastauftritt in der Serie…
Was soll ich noch zu dieser Kult-Serien-Box sagen, ich habe alle Folgen wie in einem Geschwindigkeitsrausch genossen, habe meine Koffer gepackt und wohne gefühlt jetzt auf dem Land und treffe beim täglichen Durchstreifen der ländlichen Idylle Brakelmann und Adsche auf ihrem Weg zum Dorfkrug….. (zumindest sinniere ich das ab und an…)
Fazit: „Büttenwarder“ ist und bleibt Kult und diese DVD-Box sollte in keinem Regal fehlen!
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