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Kommissar Wisting

Release Company VÖ 13.11.20

Basierend auf den Kriminalromanen des norwegischen Autors Jorn Lier Horst, der selbst jahrelang bei der Kriminalpolizei gearbeitet hat, sind unter dem Titel „Kommissar Wisting“ vier Episoden in Spielfilmlänge für das Heimkino auf DVD erschienen.
Fall Nr. 1 „Eisige Schatten Teil 1 und 2“ führt nach Norwegen in den Küstenort Larvik. Kommissar Wisting und sein Team vom Morddezernat werden dort in der schneebedeckten Landschaft mit einer verwesten Leiche konfrontiert. Während man die Obduktionsergebnisse abwartet, trifft Wistings Tochter Line ein, die als Journalistin für eine Zeitung arbeitet. Sie will über ihren verstorbenen Nachbarn einen Artikel über „Einsamkeit“ schreiben, denn seinen Tod hatte lange Zeit niemand bemerkt. Während Line sich in ihre Recherchen vertieft, reift in ihr der Verdacht, dass irgendetwas an dem Tod des Nachbarn nicht stimmt. Im Verlauf glaubt sie immer mehr daran, es handele sich um Mord. Doch bei ihrem Vater trifft sie mit ihrem Verdacht nicht auf offene Ohren, was zu Unstimmigkeiten führt…
Die Obduktion und der DNA-Abgleich der verwesten Leiche birgt dann eine Sensation, denn der Tote entpuppt sich als ein seit langem gesuchter amerikanischer Serienmörder, den man für mehrere Frauenmorde verantwortlich macht. Offenbar lebte er seit geraumer Zeit untergetaucht in Norwegen.  Auch in Larvik und Umgebung gibt es ungeklärte Frauenmorde, die man jetzt unter diesen Gesichtspunkten neu betrachten muss. Aus den USA reisen zwei FBI-Agenten an, die ihre Unterstützung bei den Ermittlungen anbieten….
Fall Nr. 2 „Jagdhunde, Teil 1 und 2“:  Nachdem der Serienmörderfall abgeschlossen ist, wird Kommissar Wisting  (Sven Nordin) überall in den Medien für seinen Ermittlungserfolg hoch gelobt. Doch sein Ansehen bricht ganz schnell zusammen, als der Anwalt des wegen Frauenmordes verurteilten und seit vielen Jahren in Haft sitzenden Vidar Haglund öffentlich William Wisting der Beweismanipulation bezichtigt….
Tatsächlich ist Haglund „nur“ wegen Indizien verurteilt wurden, die nach erneuter Überprüfung tatsächlich Fragen aufwerfen und der Fall neu aufgerollt werden muss. Wisting wird vorerst vom Dienst suspendiert, da er im Haglund-Fall als leitende Ermittler zuständig war…
Während Wisting sich in sein Ferienhaus zurückzieht, bekommt der Rest des Teams reichlich Arbeit: Die Bloggerin Linea wandte sich vor einiger Zeit an die Polizei in Larvik, weil sie sich verfolgt fühlte. Da sie aber nur unzureichende Angaben über ihren Stalker machen konnte, wurde nicht ermittelt, was sich dann aktuell als fatal herausstellt, denn nun wird Linea von ihren Eltern als vermisst gemeldet…
Die beiden Fälle sind sehr spannend, aber nichts für schwache Nerven. Die winterliche Landschaftskulisse mit einsamen und abgelegenen Höfen passt genau zu der dargebotenen Handlung und ist teils beklemmend und düster.  Wer sich jeweils hinter dem „Bösen“ verbirgt, ist nicht vorhersehbar und wird auch immer erst ganz am Schluss aufgedeckt, so dass die Spannung bis zum Schluss gehalten wird. Wenn private Nebenschauplätze der Ermittler in kleinen „Dosen“ in einem Thriller/Krimi eingewoben sind, ist das in Ordnung, nur im zweiten Fall hier, fand ich es dann etwas zu viel des Guten und eher störend.
Doch nichtsdestotrotz habe ich die spannende und teils mit Gänsehaut-Effekt verbundene Handlung als gute Unterhaltung erlebt und könnte mir durchaus eine Fortsetzung der Reihe vorstellen!
Fazit: Nichts für schwache Nerven, aber spannende Unterhaltung ist hier garantiert
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Die purpurnen Flüsse – Staffel 2 –

Edel Motion VÖ 04.12.20

Zwei  Jahre sind vergangen seit die Romanvorlage Die purpurnen Flüsse des französischen Bestseller-Autors Jean-Christophe Grangé in „Serie“ gegangen ist. Nun ist „Die purpurnen Flüsse – Staffel 2 –“ auf DVD/Blu-ray erschienen.
Erneut schlüpft Olivier Marchal in die Rolle des Kommissar Pierre Niémans, der immer etwas mürrisch daherkommt, aber das Herz auf dem rechten Fleck hat und auch schon mal väterliche Gefühle nach außen kehrt, wenn es um seine junge und mit einigen privaten Problemen behafteten Kollegin Camille Delaunay geht, die erneut von Erika Sainte verkörpert wird. Die beiden bilden ein gut eingespieltes Duo, das man ruft wenn es irgendwo in Frankreich zu ungewöhnlichen bzw. unerklärlichen Morden kommt…
Auch in der zweiten Staffel bekommt der Zuschauer vier recht bizarre und düstere Fälle präsentiert, die das Ermittler-Team an recht abgelegene Orte führt, wo sie auch schon mal mit einem ganz besonderen Menschenschlag konfrontiert werden und wo man noch regionale Sitten und Gebräuche praktiziert und die Menschen eher wortkarg und abweisend Fremden gegenüber sind, was die Recherchen oft verkompliziert….
Auf die Fälle an sich möchte ich hier gar nicht genau eingehen, sondern wie bereits erwähnt, sind die „Geschichten“ nichts für schwache Nerven und führen zu Reliquien-Diebstählen im Zusammenhang mit Morden an Geistlichen oder erinnern an die Hexenverfolgungen aus dem Mittelalter. Auch eine von zwei Jungen in einer abgelegenen Industrie-Brache gelegenen Toten lässt die Vermutung an einen Ritual-Mord aufkommen. Um diesen Fall zu lösen geht Camille undercover einem Gerücht nach, denn in einem Flüchtlings-Camp sollen afrikanische Opferrituale praktiziert werden…
Auch der Sohn von Camille spielt diesmal eine wichtige Rolle,  was dann im Verlauf zu einem zurückliegenden alten Kriminalfall führt, der  ganz besonders unter die Haut geht…
Der letzte Fall führt die Ermittler auf eine Schönheitsfarm, die mit obskuren Behandlugngsmethoden  für Aufsehen sorgt. In die Rolle der Leiterin dieser Einrichtung ist die bekannte deutsche Schauspielerin Christiane Paul geschlüpft…
Einmal angefangen, ist es schwer sich von diesen beiden Ermittlern und ihren Fällen zu lösen.
Ich habe mir den Nervenkitzel an einem Wochenende gegönnt und mir ist dabei der eine oder andere Schauer über den Rücken laufen…
Auch wenn es auf den ersten Blick bei den Morden z.B. in den Bereich der Sagen und Mythen weist oder man an Rituale aus dem Mittelalter denkt, versteckt sich doch immer etwas Reales und Komplexes hinter den Beweggründen der Täter(innen), die auch schon mal tief in der Vergangenheit verankert sein können.
Fazit: Nervenkitzel auf hohem Niveau mit toller schauspielerischer Besetzung, die gern noch in einer dritten Staffeln münden darf!

 

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Brokenwood – Mord in Neuseeland – Staffel 3

Edel Motion VÖ 04.12.20

Vier neue Folgen gibt es jetzt fürs Heimkino in der 3. Staffel der Krimi-Serie „Brokenwood – Mord in Neuseeland“ zu sehen.
Detective Mike Shepherd (Neill Rea) und sein Team bekommen es in der ersten neuen Folge mit einer im wahrsten Sinne „eingesponnenen“ Toten zu tun, die man neben einer riesigen Plastik-Spinne auffindet. Die Tote war in der Tourismusbranche tätig. Der Konkurenzkampf in diesem Bereich ist groß und da sind anscheinend alle Mittel recht um an zahlende Kunden zu kommen. Offenbar scheut man sich auch nicht davor, durch irreführende Werbung für ganz spezielle Unternehmungen Touristen anzulocken, die man dann zu „spektakulären Filmschauplätzen“ führt….
Die nächste Folge ist etwas bizarr und was sich dort in den anfänglichen Szenen ereignet, sorgt schon mal für eine Gänsehaut….
Gerade ist man noch Zeuge einer Trauerfeier für den bekannten ortsansässigen Lyriker Declan O’Grady, der selbst noch per Video von seinen Freunden und Trauergästen Abschied nimmt (irgendwie unheimlich) und kurze Zeit später ist die Leiche des Verstorbenen verschwunden….
Fall Nr. 3 ist etwas für Oldtimer-Fans:
Zu Beginn wird ein toter Mann in einer Autowerkstatt aufgefunden, anscheinend hatte dieser versucht über das Dach einzubrechen und ist bei diesem Unterfangen abgestürzt…
Nun, was der Tote, Oldtimer und illegale Autorennen gemeinsam haben, ist eines der Ermittlungsansätze, die das Team bearbeiten muss…
Zu guter (hoffentlich nicht) letzt, ist man in Brokenwood in Weihnachtsstimmung.
Bei dem in Neuseeland vorherrschenden warmen und sonnigen Klima wünscht sich mancher Bewohner dort Schnee! Doch in Feierstimmung ist das Ermittler-Team erst einmal noch nicht, denn jemand hat einem  „Santa Claus“ die Kehle durchgeschnitten und ein weiterer steckt auf dem Dach tot in einem Schornstein….
Mit viel Charme und besonderem Humor lösen die neuseeländischen Ermittler auch diesmal wieder jeden noch so ungewöhnlichen Fall. Ob nun Spinnen, Haie, vertauschte Leichen, bizarre Spiele oder unheimliche Weihnachtsmänner, nichts ist ihnen fremd und der besondere Zusammenhalt im Team ist schon familär und die Spielfreude der Darsteller wird spürbar.
Genau wie in „Staffel 2“ ist auch Mike Shepherds Nachbar Jared wieder mit von der Partie und er hat den einen oder anderen Tipp parat, wenn mal wieder „Insiderwissen“ gefragt ist.
Fazit: Mittlerweile ist diese gelungene Krimi-Serie ein Highlight im Dickicht der vielen Serien in diesem Genre und es darf davon noch gern weitere Staffeln geben!

 

 

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Stephan Ludwig: ZORN  – Zahltag

Fischer Verlage

Der 10. Fall für Hauptkommissar Zorn und seinen Freund und Kollegen Schröder!
Vor einem Jahr ermittelten die beiden in „Tod um Tod“ und damals war es fraglich, ob der privat angeschlagene Schröder wieder auftaucht….
Nun, dieses Rätsel ist gelöst, denn sonst gebe es ja keinen neuen Fall in dem beide (!) Kommissare mitwirken und ermitteln.
Im Privatleben von Claudius Zorn hat sich etwas getan, denn er ist mit seiner Freundin der Oberstaatsanwältin Frieda Borck in eine gemeinsame Wohnung gezogen. Zwar sind noch nicht alle Kartons ausgepackt, aber das Zimmer für Edgar, den kleinen Sohn von Zorn, ist schon so gut wie fertig, nur die neue Lampe muss noch angebracht werden, was aber für den „handwerklich begabten“ Zorn keine große Sache ist, obwohl…..
Während Frieda Borck in einem schwierigen Fall vor Gericht steht und all ihr Können aufbringen muss um hier erfolgreich zu sein, bekommen der bekanntermaßen wenig engagierte Zorn und sein fleissiger Kollege Schröder reichlich zu tun. Ein Todesfall nach dem anderen landet bei ihnen, bis Schröder stutzig wird und an der natürlichen Todesursache – laut Obduktionsbericht – eines Opfers zweifelt. Tatsächlich finden sich beim zweiten „Hinsehen“ klitzekleine mörderische Spuren!
Bis sich die Zusammenhänge der Fälle den Ermittlern erschließen, ist man als Leser einen Schritt weiter. Denn wer hier sein Unwesen treibt, ist recht bald ersichtlich. Die Person, die sich dahinter verbirgt, wirkte auf mich irgendwie „unwirklich“ und etwas „bizarr“ und die Beweggründe, warum alles geschieht, waren mir nicht ganz klar gezeichnet, auch wenn die Erklärungen auf den ersten Blick stimmig sind, bleiben im Nachhinein doch viele Fragezeichen stehen.
Wie gewohnt gibt es reichlich Geplänkel zwischen Zorn und Schröder, was ja die Reihe ausmacht, obwohl es diesmal schon teils etwas grenzwertig war.
Alles in allem habe ich „Zorn – Zahltag“ den zehnten Fall der Reihe wieder gern gelesen, nur einen Punkt ziehe ich diesmal ab, denn wie oben ausgeführt, war die Kriminalhandlung nicht ganz „rund“ und die Wortwechsel zwischen den beiden Kommissaren teils etwas anstrengend und grenzwertig.
Fazit: Etwas schwächerer Fall der Reihe, aber lesenswert und unterhaltsam!
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