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The Florida Project

PROKINO VÖ 02.08.18

Auf geht’s nach Amerika, genauer gesagt nach Orlando in Florida, vor die Tore von Disneyworld.
Allerdings hat die pinkfarbene Wohnanlage des „Magic Castle Motels“ so gar nichts von der Märchenwelt, die man in Disneyworld vermutet. Das farbenfrohe Motel hat schon bessere Zeiten gesehen, genau wie seine Bewohner. In einem dieser Zimmer lebt die sechsjährige quirlige Moonee mit ihrer recht jungen Mutter Halley, die arbeitslos ist und daher mehr recht als schlecht für sich und ihre Tochter sorgen kann. So verbringt sie die meiste Zeit auf dem Zimmer vorm Fernseher mit einem Joint im Mund. Jeder Tag ist für sie eine Herausforderung, da sie kaum auf legale Weise Geld verdienen kann…

Die gute Seele der Motelanlage ist Hausmeister/Hotelmanager Bobby (Willem Dafoe), der  hat auf alles ein wachsames, aber auch immer wohlwollendes Auge.
Die kleine aufgeweckte Moonee ( (Brooklynn Prince) verbringt derweil ihre Zeit mit ihren kleinen Freund Scooty und anderen Kindern aus der Umgebung. Sie hecken Streiche aus, schnorren sich Geld bei den Touristen für ein Eis und sehen ihre kleine Welt als Abenteuerspielplatz an. So unbeschwert die Zeit für die Kinder auch zu sein scheint, so hart ist als Leben für die Erwachsenen, denn ohne Aussicht auf Arbeit ist es schwer für sie die Miete aufzutreiben, was Moonees Mutter dann zu Tätigkeiten an der Grenze der Legalität führen.  Zwar geht das einige Zeit gut, da Hausmeister Bobby sich immer wieder für sie engagiert und ihr aus dem einen oder anderen kleinen Dilemma heraushilft oder ein gutes Wort einlegt, aber die Lage spitzt sich dann dramatisch zu als das Jugendamt vor der Tür steht….
Dieser wunderbar gespielte und toll besetzte Spielfilm geht an Herz. Ganz besonders das Zusammenspiel zwischen Halley (Bria Vinaite) und ihrer kleinen Tochter ist wunderbar, denn trotz der ganzen sozialen Probleme kämpft sie wie eine Löwin für Moonee als es hart auf hart kommt!
Ein ganz besonderer Lichtblick in dieser Welt am Rande des Existenzminimums ist Hausmeister Bobby, für dessen Rolle Willem Dafoe zu Recht für den Oscar nominiert wurde!
Den Filmschaffenden ist hier der Spagat gelungen, der einerseits die harte und schonungslose Welt der Erwachsenen mit ihren sozialen Problemen aufzeigt. Auf der anderen Seite sieht man die Welt aus Sicht der Kinder, die sich in den leerstehenden Häusern in der nähren Umgebung und auf dem Areal des Motels einen Abenteuerspielplatz geschaffen haben, wo sie sich wohlfühlen und Freundschaften geschlossen haben.
Der Film „The Florida Project“ gibt einen ungeschönten Einblick in die Welt am Existenzminium, in deren Dunstkreis sich die Kinder ihre Wohlfühlwelt geschaffen haben, der sie für kurze Zeit vor der Härte des Lebens beschützt, was hier anrührend wie eine Seifenblase durch die Handlung schwebt, bis sie platzt!
Fazit: Ein sehenswerter Spielfilm, der berührt, aufrüttelt und besonders durch die charmanten kleinen Darsteller ans Herz geht und mit einem ganz besonderen Hausmeister/Hotelmanager punkten kann!

 

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Wildes Neuseeland – Inseln am Ende der Welt

Polyband VÖ 27.07.18

Die BBC-Earth-Dokumentation führt den Zuschauer diesmal in den südlichen Pazifik. Dort liegt isoliert vom Rest der Welt die Inselgruppe Neuseeland, die aus einer Nord- und Südinsel sowie aus einer Vielzahl kleinerer Inseln besteht. Durch ihre abgeschiedene Lage leben dort keine großen Säugetiere. Die dort angesiedelte Tier- und Pflanzenwelt musste sich den teils extremen Witterungs- und Lebensumständen anpassen, denn Vulkane oder Geysire sind nur einige der Naturgewalten, die man hier antrifft…
Hier gibt es einen kleinen Einblick in die drei Episoden von „Wildes Neuseeland
  • Inseln am Ende der Welt
  • Im Reich der Extreme
  • Kampf ums Paradies
Unzählige Pinguine laufen durchs Bild. Ihre Kolonie lebt versteckt. Auf dem Weg zu ihrer Familie muss Mutter Pinguin durch Farne und Wurzelgebilde hindurch und sich in eine lange Reihe von Weggefährten einreihen, denn wenn sie erst einmal die Klippen vom Meer kommend, erklommen hat, führt ihr Weg durch ein Labyrinth aus versteckten Pfaden, das aber nicht nur in einer Richtung von ihren Artgenossen benutzt wird, sondern es ist ein ganz besonderer Pendelverkehr, der hier letztendlich Mutter Pinguin aber an ihr ersehntes Ziel führt: In einer großen Kolonie wartet dann Papa Pinguin auf sie nebst dem hungrigen plüschiges Baby….
Dann schwirrt der kleinste Vogel Neuseelands durch Bild, es ist der Fächerschwanz..
Man begegnet im Film Pottwalen, Tintenfischen und dann fängt die Wasseroberfläche an zu leben, denn unzählige schwarze Delphine zeigen ihre Kunststücke, die wie die Wissenschaftler mittlerweise vermuten, eine Art ihrer Kommunikation ist.
Auf der Südinsel befinden sich die Neuseeländischen Alpen mit ihren unzähligen Gletschern. Dort leben Merinoschafe, die sich den Witterungsbedingungen gut angepasst haben und man sieht wie sie von den Wiesen im Gebirge zu ihren Winterweiden am See getrieben werden.
Außerdem gibt es noch zu sehen:
Verwunschene Wälder mit traumhaften Wasserfällen
Ein Streifen-Kiwi erblickt die Welt
Bizarre Höhlenwelten, wo Wurzeln von der Decke hängen und geheimnisvolle durchsichtige Perlenschnüre aufgereiht sind…
Unzählige Vögel laben sich an den roten Blüten des Neuseeländischen „Weihnachtsbaums“

Mehr brauche ich wohl nicht zu erzählen, denn diese Reise ans Ende der Welt ist sehr bildgewaltig, geheimnisvoll und zeigt teils sehr farbenprächtige Lebenwesen. Besonders die unterschiedlichen Landschaften mit ihren teils extremen Witterungsverhältnissen haben nicht nur mich beeindruckt, sondern viele Filmschaffende haben hier die richtige Kulisse für so manchen großen Kinofilm gefunden.
Die Naturfilmer haben hier sehr eindrucksvolle Bilder eingefangen, so dass man nur Danke sagen kann für diese Aufnahmen, die einen als Zuschauer einen Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt Neuseelands erlauben, den man so sicherlich mit dem „bloßen Auge“ nicht bekommen hätte!
Wer sich für die Tier- und Pflanzenwelt unserer Erde interessiert, sollte sich diese schönen Aufnahmen nicht entgehen lassen!
Fazit: Eindrucksvolle, sehenwerte virtuelle Reise an Ende der Welt!

 

Auch sehenswert aus der Reihe "Wildes Thailand", "Wildes Patagonien"
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Alles Geld der Welt

Universum Film VÖ 13.07.18

Dieser Film von Ridley Scott ist inspiriert von einer wahren Begebenheit und basiert auf dem Buch von John Pearsons „Painfully Rich….“ Der Film „Alles Geld der Welt“ ist –  wie es ja oftmals bei Aufarbeitungen von realen Ereignissen geschieht – nur eine „Sichtweise“ eines der wohl spektakulärsten Fälle der Kriminalgeschichte:
Darum geht es im Film:
Man schreibt das Jahr 1973 und damals galt John Paul Getty (Christopher Plummer) als reichster Mann der Welt. Er hatte sein vieles Geld durch erfolgreiche Ölgeschäfte gemacht und schließlich die Getty Oil Company gegründet. Sein größtes Hobby war bis zu seinem Tode das Sammeln von Kunstschätzen.

© Tobis Film GmbH

Familienleben fand irgendwie nicht so richtig statt, was durch mehrfache Scheidung und Neuheirat noch verkompliziert wurde. Die Beziehung zu einem seiner Kinder, seinem Sohn John Paul Getty Junior nebst Frau Gail und deren Kindern, wovon eins John Paul Getty III. ist, kam im Erwachsenenalter erst wieder zustande. Im Film sieht man den reichsten Mann der Welt mit seinem Enkel John Paul Getty III Zeit verbringen und man hat den Eindruck, die beiden verstehen sich ganz gut..
Dann wird am 10.07.1973 in Rom, der damals 16-jährige John Paul Getty III (Charlie Plummer) , genannt Paul, auf offener Straße entführt. Seine Entführer fordern ein Lösegeld von 17 Millionen Dollar. Da Pauls Eltern zu der Zeit bereits geschieden sind und auch nicht über so eine große Summe an Geld verfügen, bleibt nur der Großvater als Geldgeber. Doch der vermutet eine selbstinszenierte Entführung seines Enkels und weigert sich vehement das Geld zu zahlen, denn er hat ja noch 13 weitere Enkel und er fürchtet Nachahmer….

© Tobis Film GmbH

Einzig Pauls verzweifelte Mutter kämpft mit allen Mitteln um die Freilassung ihres Sohnes. Immer wieder versucht sie ihren Ex-Schwiegervater umzustimmen, harrt viele Stunden in seinem Haus aus um zu ihm vorgelassen zu werden, doch ein Einlenken seinerseits ist nicht zu erkennen.

© Tobis Film GmbH

Getty Sicherheitsberater Fletcher Chace (Mark Wahlberg) spielt dann im Verlauf eine wichtige Rolle und zusammen mit Gail (Michelle Williams) versucht er den Entführern auf die Spur zu kommen, denn mit denen ist nicht zu spaßen….

© Tobis Film GmbH

Der Film erzählt den verzweifelten Kampf einer Mutter, die befürchten muss, dass sie ihr Kind nicht lebendig wiedersieht. Dieser Part wird übrigens sehr intensiv und darstellerisch sehr gut von Michelle Williams verkörpert.
Ich kann mich noch etwas an die Schlagzeilen von damals erinnern und durch Internet-Recherche habe ich den weiteren Fortgang der realen Geschichte etwas rekonstruiert. Das sollten auch alle Interessierten machen, denn wie erwähnt ist dieser durchaus sehenswerte Film nur eine Sichtweise auf die Geschehnisse von damals..
Bonusmaterial: Featurettes; Making Of; Trailer; Interviewa mit Cast und Crew; B-Rolls; Deleted Scenes; Bildergalerie
Fazit: Sehenswerter und darstellerisch sehr gut besetzter filmischer Blick auf einen der spektakulärsten Fälle der Kriminalgeschichte

 

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Knight Moves – Ein mörderisches Spiel

Koch Media VÖ 12.07.18

Dieser ganz besonders spannende und darstellerisch toll besetzte Film-Klassiker kommt jetzt digital überarbeitet  in den Handel.
In „Knight Moves – Ein mörderisches Spiel “ spielt Christopher Lambert den herausragenden Schachspieler Peter Sandersen.
Nachdem er privat einige Blessuren davongetragen hat und ein Jahr zuvor ein Schachturnier unterbrechen musste, ist er jetzt wieder in Begleitung seiner kleinen Tochter Erica und seinem väterlichen Freund und Trainer in  Amerika bei einem großen Wettbewerb dabei. Während es am Turniertisch gut für ihn  läuft, passiert ein brutaler Mord an einer jungen Frau. Das Fatale daran ist, dass Peter Sandersen die Nacht mit dieser Frau verbracht hat…
Schnell fällt der Verdacht der Ermittler (Tom Skeritt und Daniel Baldwin) auf Sandersen, doch der beteuert seine Unschuld. Allerdings werden die Ermittler aus seinem undurchsichtigen Verhalten nicht ganz schlau und sie holen sich „fachmännischen“ Rat und Hilfe von der jungen Psychologin Kathy (Diane Lane), die dann auch weiterhin die Ermittlungen begleitet, was aber nicht ohne Komplikationen verläuft…..
Dann bekommt Peter Sandersen einen mysteriösen Anruf, wobei sich jemand mit verzerrter Stimme als Killer „outet“ und er will nur eins vom Großmeister des Schachs: Eine ganz mörderische Partie Schach…..
Doch der denkt gar nicht daran sich diesem Spiel zu stellen, er informiert die Polizei über den Anruf und wendet sich wieder seinem „richtigen“ Wettkampf zu, was schlimme Folgen hat, denn nun reichen dem Killer nicht nur Telefonanrufe, sondern es passieren weitere brutale Morde mit ganz persönlichen Botschaften für Sanders…..
Mehr darf man von diesem Film-Klassiker nicht verraten, denn auch nach so vielen Jahren hat mich „Knight Moves“ wieder fesselnd und gut unterhalten, obwohl ich ihn in der Vergangenheit bereits gesehen habe. Beim jetzigen Ansehen erinnerten mich die „Tatorte-Fotos“ etwas an die Verfilmung „Manhunter – Roter Drache “, wo ja Hannibal Lector einst sein Unwesen trieb, aber dies nur am Rande, denn spannende Unterhaltung ist hier auf jeden Fall garantiert.
Als Bonus sind noch enthalten: Making of, Interviews mit den Darstellern etc. und Trailer
Fazit: Diese mörderische Partie Schach ist auch nach so vielen Jahren immer noch spannend und sehenswert!
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Der junge Inspektor Morse – Staffel 4 –

Edel:Motion VÖ 15.06.18

Die vierte Staffel „Der junge Inspektor Morse“ geht an den Start und vier Folgen zeigen eine ereignisreiche Fortsetzung der Serie:
Nachdem zuletzt in „Staffel 3“ Joan Thursday bei Nacht und Nebel ohne sich von jemanden zu verabschieden aus Oxford verschwand, lies sie nicht nur ihre Eltern mit gebrochenem Herzen zurück, sondern besonders Morse erkennt, was er für Gefühle für sie hegt….
Hofft Morse noch anfangs auf seine anstehende Beförderung, kommt diese durch widrige Umstände nicht zustande…

Aber Trübsal blasen ist nichts für den brillanten Denker und so widmet er sich den folgenden Kriminalfällen:
Man schreibt das Jahr 1967. Die Leiche eines seit geraumer Zeit vermissten Professor wird gefunden. Dieser befasste sich zu Lebzeiten mit der Entwicklung eines Schachcomputers. Als dann noch weitere Leichen auftauchen, kombiniert Morse, dass Schach hier den  Zusammenhang der Mordfälle bildet……
Dann wird es bunt in Oxford, denn Flower-Power und psychodelische Substanzen bilden den Rahmen der nächsten Folge. Gegen das ausschweifende Leben der jungen Generation wettert die Sittenwächterin Joy Pettybon, was dazu führt, dass sie Morddrohungen erhält und Morse wird von „ganz oben“ als ihr persönlicher Bewacher abkommandiert….

In der dritten Folge bricht Chief Superintendent Bright plötzlich in seinem Büro zusammen. Er wird ins Cowley Krankenhaus eingeliefert. Allerdings steht sein Aufenthalt unter keinem guten Stern, denn in letzter Zeit kam es dort gehäuft zu merkwürdigen Todesfällen…….
Zuletzt rollen die Ermittler einen fünf Jahre alten Vermisstenfall wieder auf. Hier prallen dann Mythen und Riten der Vergangenheit auf die Neuzeit und besonders ein nahegelegenes Atomkraftwerk wirft Fragen auf….
Auch diesmal sind wieder alle Kriminalfälle vielschichtig und unvorhersehbar. Die Kulisse ist im Stil 1960ziger Jahre, aber auch die Gesamtausstattung der Serie ist immer am „Puls der Zeit“!
Das Privatleben von Morse und seinem väterlichen Kollegen Thursday spielt diesmal eine größere Rolle, ist in die Kriminalfälle gut hineingearbeitet und lenkt nicht von den Ermittlungen ab, sondern ist eine interessante Weiterentwicklung der mitwirkenden Figuren….

Für meinen Teil kann es so noch viele Episoden lang so weitergehen, denn den Machern der Serie ist bis jetzt immer wieder etwas Neues eingefallen. Besonders gut gefällt mir auch, das der sich wandelnde Fortschritt bei den Ermittlungsmethoden, der Spurensicherung oder auch im medizinischen Bereich etc. in jeder Staffel berücksichtigt wird und zum jeweiligen Zeitgeschehen passt.
Fazit: So kann es noch viele Episoden/Staffeln weitergehen, denn Langeweile kommt hier nie auf, ganz im Gegenteil die Macher der Serie überraschen immer wieder mit interessanten vielschichtigen Kriminalfällen, so dass auch diesmal spannende Unterhaltung garantiert ist!
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Midnight Sun – Staffel 1 –

Studiocanal VÖ 12.06.18

Wie der Titel „Midnight Sun“ der acht Episoden umfassenden ersten Staffel schon erahnen lässt, geht es landschaftlich hinauf nach Schweden und die Handlung spielt zur Zeit der „Mitternachtssonne“, wo es im Hohen Norden bekanntlich ja nicht richtig dunkel wird….

Zum Inhalt:

Die ersten Bilder lassen den Zuschauer schon mal den Atem anhalten, denn es beginnt gleich „mordsmäßig“: In der Nähe der nördlichsten schwedischen Stadt Kiruna wird die Leiche eines Mannes gefunden, der auf die Rotorblätter eines Hubschraubers gebunden wurde….
Der schwedische Ermittler Burlin übernimmt tatkräftig den Fall und als die Identität des Toten endlich geklärt ist, wird klar, es handelt sich um einen französischen Staatsbürger, weswegen die Polizistin Kahina Zadi (Leïla Bekhti) von ihrem Vorgesetzten von Paris nach Kirurna geschickt wird um mit den schwedischen Ermittlern den Mord aufzuklären…

Der nächste mysteriöse Todesfall lässt nicht lange auf sich warten,  denn der Pilot des besagten Hubschraubers wird gefesselt und von Wölfen zerfleischt, aufgefunden…
Mitten in den Ermittlungen stirbt Chefermittler Burlin (Peter Stormare) plötzlich an einem Herzinfarkt!?

 

Der etwas unsicher wirkende Staatsanwalt Anders Harnesk  (Gustaf Hammarsten) übernimmt dann zusammen mit Zadi die Ermittlungen.

Es bleibt nicht bei diesen beiden Morden, sondern es folgen noch einige und an allen Tatorten gibt es Hinweise auf die Sitten und Gebräuche, der in der Gegend ansässigen ethnischen Minderheit der Sami. Der Staatsanwalt ist selbst zur Hälfte Sami und kennt sich deshalb sehr gut mit diesem Thema aus, weswegen er sich nicht beirren lässt und auch anderen Hinweisen nachgeht, wo es z.B. um ein lange zurückliegendes Geheimnis geht, dass offenbar von einer Gruppe von Menschen gehütet wurde, die jetzt einer nach dem anderen von dem umtriebigen Mörder aufgespürt und umgebracht werden…

Ganz besonders gut hat mir die landschaftliche Kulisse nebst Erzbergbau gefallen, vor der diese Serie gedreht wurde. Die mystisch anmutenden Riten und Gebräuche der Sami, die hier in die Krimi-Handlung eingewoben sind, halten die Spannung aufrecht.
Wenn die Macher der Serie sich nur auf die „Ermittlungen“, der doch recht brutalen Morde konzentriert hätten, wäre es für mich eine gelungene Krimi-Serie gewesen, doch jetzt kommt ein ganz großen ABER:
Eine Ermittlerin, die psychisch dermaßen angeschlagen ist, dass sie selbst ihr Leben kaum auf die Reihe bekommt und einem Ermittler, bei dem es privat auch nicht „rund“ läuft, hier als „kompetentes“ Duo  zu präsentieren, ist schon gewagt. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die beiden bei so brutalen Morden und den doch komplizierten Zusammenhängen überhaupt „durchblicken“, denn man hat das Gefühl bei den vielen gefühlsmäßigen „Irrungen und Wirrungen“ haben sie ganz andere Dinge im Kopf.
Besonders die Rückblenden ins Privatleben lenken von der schönen Kulisse und dem eigentlichen Thema „Mordermittlung“ ab und sind für mich hier einfach fehl am Platz bzw. entbehrlich.
Fazit: Schade, man hätte daraus eine spannende Serie machen können, zumal die Naturkulisse richtig gut zur Handlung passt, aber dieses psychisch sehr angeschlagene Ermittler-Duo kann ich mir im realen Leben einfach nicht als kompetente Ermittler vorstellen, weswegen ich hier nur drei von fünf möglichen Punkten vergebe

 

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Kommissar Beck – Staffel 6 – Episoden 1 – 4 –

Edel Motion VÖ 25.05.18

Im November 2016 hieß es ja Abschied nehmen von der Filmfigur Gunvald Larsson, die die Serie „Kommissar Beck“ mitgeprägt hat und der ich immer noch ein wenig nachtrauere….
Nun ist einige Zeit vergangen und Kommissar Beck hatte sich ja  inStaffel 5“ in den Ruhestand verabschiedet, den er auch in der ersten Folge „Kommissar Beck Staffel 6“  u.a. zusammen mit seiner Tochter Inger zwar geniest, aber er ist auch nachdenklicher geworden und man hat das Gefühl, der „Mittelpunkt des Lebens“ war seine Arbeit als Kriminalist, die ihm nun doch irgendwie fehlt. 
Als ihn dann jemand vom Nachrichtendienst kontaktiert und ihn um Hilfe in einem brisanten Fall bittet, da er bereits früher beruflich Kontakt zu einer Familie mit Migrationshintergrund hatte und nun der älteste Sohn wegen Terrorverdacht gesucht wird, braucht es nicht viel und Martin Beck schlüpft wieder in die Ermittlerrolle…
Durch den Fall um eine vermisste Studentin, der von Becks altem Team bearbeitet wird, welches vorerst von Steinar Hovland geleitet wird, kreuzen sich immer wieder ihre Wege, denn offenbar war die Vermisste mit dem jüngeren Bruder des Terrorverdächtigen befreundet…..
Wie es dazu kommt, dass Martin Beck doch wieder auf der Polizeidienststelle anzutreffen ist, verrate ich nicht, denn die vier Fälle sind wie gewohnt thematisch interessant/brisant, verlangen viel Ermittlungsarbeit vom Team und halten auch weiterhin den „Charakter“ der Serie aufrecht.
Besonders spannend und sehr gut gespielt fand ich die dritte Episode auf dieser DVD, wo es um den (Unfall)Tod einer Frau geht, die nebst ihrer Tochter unter falscher Identität gelebt hat um ihrem brutalen Ex-Mann zu entkommen. Das ging einige Zeit gut, da er eine Haftstrafe absaß, nun ist er frei. Hat er herausgefunden, wo die beiden leben?
Wie bereits oben erwähnt, trauere ich immer noch etwas um die Serienfigur Gunvald Larsson und da hilft auch der „nette Nachbar“ von Martin Beck mit seinen ganz besonderen „Balkon-Gesprächen“ nicht so ganz darüber hinweg. Die Serie lebte für mich vom „Zusammenspiel“ zwischen Beck und Larsson, was meiner Ansicht nach  von keiner neuen Figur in der aktuellen Staffel der Serie aufgefangen werden kann. Nichtsdestotrotz ist auch die sechste Staffel spannend, unterhaltsam und sehenswert.
Fazit: Der reaktivierte „Beck“ kommt gut an und die neue Staffel ist wieder spannend, unterhaltsam und sehenswert.

 

 

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