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Schitt’s Creek – Staffel 1

Edel Motion  VÖ 16.04.21

Die millionenschwere vierköpfige Familie Rose ist Luxus und Reichtum gewöhnt! Was für ein Schock als das Finanzamt vor der Tür steht und man ihnen offenbart, dass sie durch nebulöse Buchführung nun zur Begleichung ihrer gewaltigen Steuerschulden, ihr großes Vermögen verlieren und ihnen nur ein Minimum an Besitz bleibt. Dieser Besitz ist eine – aus Spaß erworbene –  unscheinbare, trostlose Ortschaft namens „Schitt’s Creek„.
…. und genau dort landet Familie Rose mit Sack und Pack. Nach einigem Hin und Her und nur durch „die Güte“ des Bürgermeisters Roland Schitt kommen die Vier im örtlichen Motel unter. Besonders die verwöhnten, bereits erwachsenen Geschwister Alexis und David müssen sich ein Zimmer teilen, was zu einigen Reibereien führt….
Auch Moira und Johnny Rose versuchen irgendwie mit der Katastrophe umzugehen, wobei sie allerdings bei den Einwohnern und besonders anfangs beim Bürgermeister auf einige Barrieren stoßen. Besagter Bürgermeister ist sehr „sensibel“, wenn es um „seine“ Stadt geht, was die Roses dann spätestens merken, als ihnen die Eingangstüren zu ihren Zimmern fehlen…
Muss sich Familie Rose zuerst noch mit den recht dürftig ausgestatteten und nicht sonderlich gepflegten zwei kleinen Zimmern im Motel arrangieren –  wo auch schon mal „braune Brühe“ durch die Zimmerdecke tropft -,  verblüffen dann aber alle Vier mit kreativen Ideen um irgendwie an Geld zu kommen. Auch nähern sie sich vorsichtig den Einwohnern des Ortes an und knüpfen vorsichtige Kontakte, was im Verlauf ganz besonders Alexis Gefühlswelt durcheinanderbringt…..
Nach einiger Zeit haben sich die vier Roses erst einmal ihrem Schicksal ergeben, doch Vater Johnnys vorherrschender Gedanke ist es, Schitt’s Creek so schnell wie möglich wieder zu verkaufen…
Ob ihm das gelingt?
Die beiden männlichen Hauptdarsteller Eugene und Daniel Levy sind auch im wirklichen Leben Vater und Sohn. Regisseur und Schauspieler Daniel Levy hatte auch die Idee zu dieser mittlerweile mehrfach preisgekrönten kanadischen Comedy-Serie. Im Bonus-Material gibt es übrigens auch Interviews mit Cast und Crew.
Die Serie ist schauspielerisch toll besetzt und punktet durch Situationskomik, die von Anfang an gegeben ist und sich in den dreizehn kurzweiligen Episoden widerspiegelt. Besonders die unzähligen Perücken von Moira und die teils extravaganten Kleidungsstücke von Mutter und Sohn „peppen“ so manche Szene noch extra auf. Ohne besonders noch weiter auf den Inhalt einzugehen, kann ich nur sagen: Hier wird man humorvoll unterhalten!
So ganz unbekannt, ist mir der rote Faden dieser Serie allerdings nicht!  Gab es doch 2005/06 zwei Staffeln der deutsch-österreichischen Comedy-Serie „Arme Millionäre“ mit Andrea Sawatzki und Sky du Mont in den Hauptrollen, auf RTL zu sehen. Die dortige Familie musste ebenfalls von heute auf morgen von ihrem luxuriösem Domizil/Leben Abschied nehmen und dann in einer Plattenbauwohnung unterkommen. Aber dies nur am Rande…
Fazit: Tolles Schauspiel-Ensemble, das Situationskomik auf hohem Niveau präsentiert, so dass hier gute Unterhaltung garantiert ist!
 

 

 

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Kommissar Wallander – Staffel 3

Edel Motion VÖ 19.03.21

Lange brauchten die Fans der Reihe nicht auf eine Fortsetzung warten, denn nach „Staffel 1“ im November 2020 und „Staffel 2“ im Januar 2021 gibt es nun drei weitere Buchverfilmungen von Henning Mankell unter dem Titel „Kommissar Wallander – Staffel 3“:
Ein Mord im Herbst:
Zu Beginn der Handlung beziehen Kurt Wallander und seine Lebensgefährtin Vanja nebst dem kleinen Peter und dem Hund Jussi ein Häuschen mit Blick auf die Ostsee. Während die „Menschen“ drinnen arbeiten, erkundet Jussi den Vorgarten und es dauert nicht lange, da findet er menschliche Knochen…..
Wäre dies nicht schon genug Trubel und Aufregung während der Kommissar sein neues Haus bezieht, da muss er sich parallel auch noch mit neuen Fall befassen, denn am Strand bei Ystad wird ein angespülter abgetrennter weiblicher Arm gefunden. Durch ein Schmuckstück daran führen die Ermittlungen zu einer Ostseefähre, die zwischen Schweden und Polen hin- und herfährt…
Hunde von Riga:
Mittlerweile lebt Kurt Wallander wieder allein. Durch ein auf der Ostsee in Küstennähe treibendes Schlauchboot mit zwei auffällig tätowierten männlichen Leichen kommt ein Major Karlis Liepa – ein letterischer Kriminalkommissar – aus Riga nach Ystad. Er kann die toten Männer als einschlägig bekannte lettische Drogenkuriere identifizieren, weswegen er bald wieder abreist…
Kaum in Lettland angekommen, wird Major Liepa auf brutalste Weise ermordet. Für Wallander ist es selbstverständlich die offenen Ermittlungen in Riga fortzusetzen bzw. den Kollegen vor Ort „behilflich“ zu sein, weswegen er sich sofort auf den Weg macht. Doch die „Ermittlungen“ dort gestalten sich so ganz anders als erwartet und bald weiß Wallander nicht mehr, wem er noch trauen kann, nur Karlis Witwe Baiba ist ihm wohlgesonnen, denn auch sie will wissen, wer ihren Mann getötet hat….
Vor dem Frost
Dieser Fall setzt sich aus vielen verschiedenen Puzzleteilchen zusammen: Plötzlich taucht bei Wallander zuhause Anna, eine Jugendfreundin seiner Tochter Linda auf.  Sie wirkt gehetzt und verwirrt. Kaum dass Wallander sein Telefon in die Hand genommen hat, um Annas Mutter zu kontaktieren, ist die junge Frau wieder spurlos verschwunden. Und das bleibt sie auch….
Brennende Schwäne über einem Waldsee, eine vermisste Kartographin, ein entflohener Psychiatrie-Insasse und kurz hintereinander stattfindende bizarre Selbstmorde sind weitere Teile dieses Puzzles, das Wallander und sein Team Stück für Stück zusammensetzen müssen, um diesen komplexen Fall zu lösen…..
Was soll ich noch sagen, auch diese Staffel ist spannend und fesselnd gelungen und erneut nah an den „Vorlagen“, die der verstorbene schwedische Autor Henning Mankell geschrieben hat. Die raue Küstenlandschaft dient als Kulisse und man hat das Gefühl, der Autor hatte sie genau so vor Augen, als er seine Krimis schrieb.
Auch diesmal wird der zuletzt etwas melancholische Kurt Wallander wieder bravourös von Kenneth Brannagh verkörpert. Das ihn umgebene gut besetzte Schauspiel-Ensemble hat durch die gleichbleibende Rollenbesetzung einen guten Wiedererkennungswert, so dass man gleich wieder mitten im Geschehen ist und das Dargebotene genießen kann.
Hier gibt es schon mal einen kleine Vorgeschmack auf die 3. Staffel: Trailer
Fazit: Auch Staffel 3 der Wallander-Reihe hält das hohe Niveau an Schauspielkunst und punktet erneut mit passender Kulisse, gelungener Buchverfilmung  und spannender Unterhaltung! Bitte weiter so!
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Bodyguard – Staffel 1 –

Pandastorm VÖ 19.02.21

Von den Machern der erfolgreichen und sehr spannenden britischen Krimi-Reihe Line of Duty ist nun für das Heimkino die erste Staffel des Politthrillers „Bodyguard“ erschienen.
Im Mittelpunkt der Handlung steht der Kriegsveteran David Budd (Richard Madden), der durch den Einsatz in Afghanistan immer noch traumatisiert ist. Er versucht auf seine Weise mit den schlimmen Kriegserlebnissen klarzukommen und mittlerweile arbeitet er als Polizist bei der Londoner Metropolitan Police.
Während einer privaten Zugfahrt, die er mit seinem beiden kleinen Kindern unternimmt, kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall, in dessen Verlauf es David Budd gelingt, durch sein engagiertes und geschicktes Verhandeln ein Selbstmordattentat zu vereiteln…
Für diesen mutigen Einsatz erntet er viel Ruhm und seine Vorgesetzte setzt ihn fortan als Personenschützer für die Innenmisterin Julia Montague (Keeley Hawes) ein. Wenngleich dies einer Beförderung gleichkommt, ist es kein einfacher Job, der nun auf David Budd wartet, denn die Innenministerin ist politisch extrem ehrgeizig und verfolgt Ziele, die nicht immer auf Gegenliebe stoßen…
Recht schnell muss Budd zeigen, was er drauf hat, denn während einer Dienstfahrt im Beisein der Ministerin wird auf den Wagen geschossen und sie geraten in einen Hinterhalt….
Immer wieder ereignen sich brisante Situationen und David Budd hat alle Hände voll zu tun um für die Sicherheit von Julia Montague zu sorgen. Welche politischen Machtstrukturen hier miteinander, aber auch oft gegeneinander agieren und wer mit offenen Karten spielt oder sich in Verschwörungstheorien hineinziehen lässt, darauf möchte ich im Einzelnen gar nicht eingehen.
Man muss schon genau aufpassen, denn durch die eingewobenen Twists in der Handlung, kann man eigentlich keinem Mitwirkenden so richtig trauen, denn jeder ist sich hier selbst der Nähste und ob es sich nun um Machtproben zwischen den Politikern oder um ein Kompetenzgerangel zwischen Ordnungsmächten und Geheimdiensten handelt, erfährt man dann am Schluss…
Auch wenn diese Staffel hochgelobt und mehrfach ausgezeichnet wurde, muss ich sagen, dass ich einiges in der Handlung vorhersehen konnte, schon recht schnell erahnte, wo sich die gesuchte „undichte Stelle“ finden lässt, bzw. wer sich dahinter verbirgt. Zwar wird es zum Ende hin wieder nervenaufreibend und dramatisch, aber eine große Überraschung , wer hier „das Böse“ verkörpert, war es für mich nicht, da hatte ich etwas anderes erwartet.
Ich will der Serie nicht den Unterhaltungswert absprechen, der ist auf jeden Fall vorhanden und das Schauspiel-Ensemble macht einen guten Job. Allerdings reicht sie keinesfalls an die oben erwähnte Krimi-Reihe Line of Duty heran, die war den Machern auf jeden Fall wesentlich spannender und unvorhersehbarer gelungen. Da es sich bei Bodyguard ja um die 1. Staffel handelt, sollte man vielleicht die Fortsetzung abwarten, um zu sehen, ob die nächste Staffel dann höher punkten kann.
Fazit: Politthriller-Serie, die schauspielerisch toll besetzt ist, aber handlungsmäßig noch ausgefeilter hätte sein können
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Vergiftete Wahrheit

TOBIS  VÖ 12.02.21

 „Vergiftete Wahrheit“ beruht auf wahren Begebenheiten! Dieser Film hat mich nach dem Anschauen erst einmal sprachlos und erschüttert innehalten lassen!
Die Verfilmung wurde durch den Artikel von Nathaniel Rich im New York Time Magazine inspiriert. Darin wird über die juristische Auseinandersetzung zwischen dem Rechtsanwalt Robert Bilott und dem Chemieunternehmen DuPont berichtet, die fast 20 Jahre lang andauerte!
Dem Unternehmensanwalt Robert Bilott (Mark Ruffalo) ist es gerade gelungen als Partner bei der renommierten Kanzlei Taft Stettinius & Hollister in Cincinnati aufgenommen zu werden.
Ohne Termin, aber mit einem Karton voller Videokassetten treffen in der Kanzlei zwei Farmer aus Parkersburg in West Virginia ein. Der eine von ihnen ist Will Tennent und er möchte Robert Bilott engagieren, da niemand der örtlichen Anwälte in seiner Sache tätig werden will. Tennent glaubt, dass das  Chemie-Werk der Firma DuPont giftige Abfälle in der Umgebung seiner Farm ablädt und diese Gifte dann in die nahegelegenen Gewässer geraten, wovon sein Vieh trinkt und dadurch dann vergiftet wird. Seine eigenen Versuche mit der Firma in Kontakt zu kommen sind alle ergebnislos geblieben...
Anfangs lehnt auch Bilott diesen Auftrag ab, aber die Angelegenheit geht ihm nicht aus dem Kopf, denn er kennt die Gegend gut, wohnt doch seine Großmutter da und er selbst hat in seiner Kindheit dort viel Zeit verbracht…
Kurz entschlossen macht er sich auf den Weg nach Parkersburg um sich selbst vor Ort ein Bild zu machen. Als er dann zur Farm von Will Tennent kommt und der ihm nun nochmals genau erklärt und zeigt, worum es geht, ist Bilott sprachlos und total entsetzt! Außerdem berichtet ihm der Farmer davon, dass er einst über 100 Kühe besaß, wovon nur noch zwei leben, alle anderen sind elendig zu grunde gegangen…

Nun ist Robert Bilott bereit sich der Sache anzunehmen und was er dann in mühevoller Kleinarbeit und gegen alle Widrigkeiten schafft, erzählt eindrucksvoll dieser unbedingt sehenswerte Film!
Vor Robert Bilott kann man nur seien Hut ziehen und ihn für seinen Mut und sein Durchhalteversorgen bewundern!
Der Film ist schauspielerisch toll besetzt und neben Mark Ruffalo sieht man Anne Hathaway, Tim Robbins, Bill Camp, Bill Pullmann, Viktor Garber u.v.m.
Aber auch die Umsetzung  ist gelungen und die Thematik berührt einen nachhaltig, so dass ich hier meine Empfehlung ausspreche, sich diesen Film unbedingt anzusehen!
Fazit: Eindrucksvoll berührender, aber auch aufrüttelnder Film, der unbedingt sehenswert ist!
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Inspector Barnaby – Volume 31

Edel Motion VÖ 05.02.21

Nachdem im letzten Jahr mit „Volume 30“ ein Jubiläum der beliebten britischen Krimi-Reihe gefeiert wurde, ist Neil Dudgeon nun in „Volume 31“ erneut in die Rolle des Inspector John Barnaby geschlüpft und er zeigt sein kriminalistisches Können in vier spannenden, aber auch mit besonderem Humor angereicherten, neuen Folgen, wo ihn DS Jamie Winter (Nick Hendrix) tatkräftig unterstützt.
Hier gibt es einen kleinen Einblick in die Folgen:
Ein Mords-Zirkus: Ein Zirkus gastiert im Ort. John Barnaby nebst Frau und Tochter sitzen im Publikum. Während einer Clownerie kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall und kurze Zeit später, verwandelt sich die Manege in einen Tatort…
Immer diese teuflischen Details: Die Journalistin Rosa Corrigan wird in ihrer Wohnung ermordet aufgefunden. Zuletzt sah man sie als Zuschauerin bei einem örtlichen Tanzwettbewerb. Bis ihr Tod aufgeklärt ist, müssen Barnaby und Winter viele Steinchen umdrehen und hinter die Fassaden, der immer lächelnden Tänzerinnen und Tänzer schauen…
Puppenmorde: Puppenhäuser und Mord, wie passt das zusammen? Diese Frage müssen die Ermittler versuchen, zu beantworten. In einer besonderen Ausstellung sollen Puppenhäuser gezeigt werden. Der wohlhabende Sponsor – die Puppenhäuser gehörten einst seiner Großmutter – richtet gerade ein paar Worte an das Publikum, da wird er vor aller Augen erschossen….
Der Stachel des Todes: Bienen, Bienenzüchter, Bienenschwärme, Bienenstiche, Bienengift und bizarre Morde, dies sind nur einige Zutaten des nächsten Falls, den es zu knacken gilt..
Neben den Ermittlungen gibt es Einblick ins Privatleben von Familie Barnaby. John tut sich etwas schwer, als es um den Besuch im Zirkus geht, denn Clowns sind schon seit seiner Kindheit nicht so sein Ding. Im Verlauf der Serie kommt Johns Vater einige Tage auf Besuch, was allerdings nicht ganz ohne Reibereien zwischen Vater und Sohn verläuft…
Der besondere Charme der Serie ist auch nach so vielen Staffeln – trotz Hauptdarstellerwechsel – nicht verloren gegangen. Alle vier Folgen/Fälle sind auf den ersten Blick nicht zu durchschauen und meist müssen die Ermittler „tief graben“ um des Rätsels Lösung zu finden, so dass hier wie gewohnt spannende Unterhaltung garantiert ist.
Als Bonus gibt es diesmal ein Interview mit Mrs. Sarah Barnaby alias Fiona Dolman
Fazit: Der Charme der britischen Kriminal-Serie ist auch nach 31. Staffeln nicht gebrochen. Spannung mit einer feinen Prise Humor werden hier kombiniert, so dass gute Unterhaltung weiterhin garantiert ist! Bitte weiter so!
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Kommissar Wallander – Staffel 2

Edel Motion VÖ 22.01.21

Erneut schlüpft Kenneth Branagh in die Rolle des schwedischen Ermittlers Kurt Wallander, der mit seiner Darstellung bereits in „Staffel 1“ Schauspielkunst vom Feinsten zeigte.
Drei weitere „Fälle“ jeweils in Spielfilmlänge –  beruhend auf den Bestsellern von Henning Mankell –  beinhaltet „Kommissar Wallander – Staffel 2“ – :
 „Mörder ohne Gesicht: Ein älteres Ehepaar lebt allein auf einem abgelegenen, etwas marode wirkenden Bauernhof, wo es zu einem brutalen Überfall auf sie kommt. Während der Mann an seinen schweren Verletzungen stirbt, trifft Wallander gerade noch rechtzeitig vor Ort ein um die sterbende Frau zu fragen, wer sie überfallen hat. Ihre letzten Worte sind kaum verständlich……
Durch ein Leck in den eigenen Reihen der Polizei, bekommt die Presse einen Hinweis auf den/die möglichen Täter. Durch die mediale Berichterstattung wird eine Welle des Hasses ausgelöst, die die Ermittler kaum stoppen können…
Der Mann, der lächelte: Der Kommissar ist durch die letzten Ereignisse traumatisiert, wo er in Folge eines Schusswechsels jemanden tötete. Ein bißchen melancholisch angehaucht war er ja schon von Anfang an, doch dieses Ereignis wirft ihn regelrecht aus der Bahn und er nimmt eine Auszeit vom Dienst und zieht sich monatelang in eine abgelegene Unterkunft zurück, wo Alkohol und Tabletten seinen Alltag bestimmen und er grübelnd und „betäubt“ seinem Dasein fristet.
Irgendwann taucht dann sein alter Freund Sten auf, der ihn bittet einen Blick auf den als Unfall eingestuften Tod seines Vaters zu werfen, woran er große Zweifel hegt. Doch Wallander fühlt sich nicht arbeitsfähig und Sten fährt unverrichteter Dinge nach Haus. Einige Zeit später rafft sich Wallander dann doch auf und macht sich auf den Weg um Sten aufzusuchen, doch da ist es schon zu spät…
Die fünfte Frau: Wallander ist zurück im Polizeidienst. Das gesamte Ermittler-Team bekommt es mit einer Reihe von sehr brutalen Morden zu tun, wo anfangs in einer großen Grube, die auf spitzen Stäben aufgespießte Leiche eines alten Mannes gefunden wird. Kurze Zeit später ereignen sich weitere Morde, bei denen Wallander einen Zusammenhang vermutet, obwohl sie auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben, bis man ihr Privatleben näher durchleuchtet….
Die Dinge, die sich im Verlauf der drei Kriminalfälle ereignen, lassen Kommissar Kurt Wallander eine Achterbahn der Gefühle durchleben, die durch berufliche, aber auch ganz besonders gravierende private Ereignisse ausgelöst werden.
Kenneth Branaghs Gesichtsausdruck ist so wandelbar und wirkt so realitätsnah, dass man das Gefühl hat, die anfängliche Melancholie, die sich dann durch schwerwiegende Ereignisse in Depressivität mit Grübelneigung bishin zum psychischen Ausnahmezustand steigert, hat den Schauspieler selbst befallen, so ausdrucksstark ist seine Darstellung!
Die Verfilmung dieser drei Kriminalfälle ist wieder sehr nah an den Buchvorlagen gelungen. Kenneth Branaghs emotionale Darstellung des schwermütigen Kommissars lässt einen als Zuschauer nicht kalt und verleitet einen dazu, ein Taschentuch griffbereit zu haben…
Fazit: Die Achterbahn der Gefühle des schwermütigen Kommissars darzustellen, ist Kenneth Branagh meisterhaft gelungen. Die Verfilmungen sind wieder dicht an Buchvorlagen, spannend umgesetzt und unbedingt sehenswert! Bitte weiter so!
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Mary Higgins Clark: “Mysteriöse Verbrechen” –  Collection 1 und Collection 2 –

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Die bekannte und erfolgreiche amerikanische Schriftstellerin Mary Higgins Clark verstarb ja leider im Februar diesen Jahres. Ihre Bücher sind ist sicherlich vielen Krimifans ein Begriff. Jeweils vier ihrer Bestseller sind in der französischen Krimi-Reihe „Mysteriöse Verbrechen – Collection 1 und Collection 2“ verfilmt worden und jetzt fürs Heimkino erschienen:
Collection 1:
Denn vergeben wird dir nie„: Lisas Schwester Pauline wurde vor Jahren ermordet, nun kommt ihr Mörder vorzeitig aus dem Gefängnis frei und behauptet unschuldig zu sein, Lisa ist da aber ganz anderer Meinung….
„Weil deine Augen ihn nicht sehen„: Die kleinen Zwillingsmädchen Louise und Lea werden entführt. Nach einer komplizierten Lösegeldübergabe kommt nur eins der Mädchen wohlbehalten zu ihren Eltern zurück. Wenig später heißt es, die andere Kleine sei gestorben….
Warte bis du schläfst: Matthieus Mutter ist sich sicher, dass er lebt, obwohl er vor zehn Jahren spurlos verschwand. Sie klammert sich an die seit seinem Verschwinden stattfindenden jährlichen kurzen Telefonate mit ihm, die immer an einem ganz bestimmten Tag stattfinden und ohne Reaktion auf ihre gestellten Fragen enden…
„Das Haus auf den Klippen“: Nach einem schweren Schicksalsschlag zieht Emilie mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in ein altes Haus am Meer, wo sie sich erholen soll. Doch nach ihrem Einzug passieren merkwürdige Dinge, Emilie hört Kinderstimmen und noch eben vorhandene Dinge verschwinden….
Collection 2:
„Wo waren Sie, Dr. Highley?“: Nach einem Autounfall beobachtet Cathy aus ihrem Krankenhausfenster, dass jemand offenbar eine Leiche in den Kofferraum eines dunklen Wagens legt…
„Mein Auge ruht auf Dir“: Der Tod an einem Kunstexperten wirft Fragen auf. Seine an Demenz erkrankte Frau, war allein mit ihm zuhause, doch sie kann sich an nichts erinnern…
„Ein Gesicht, so schön und kalt“: Durch Zufall trifft eine Staatsanwältin im Wartezimmer eines Schönheitschirurgen auf eine Frau, die sie an das Gesicht eines Mordopfers erinnert. Den Mörder der Frau hatte sie damals für lange Zeit hinter Gitter gebracht, irritiert fängt sie an, sich den Fall noch einmal anzusehen…
„Hab Acht auf meine Schritte“: Der Umzug in ein neues Haus bringt längst „vergrabene“ Erinnerungen wieder an die Oberfläche, wo es um Mord eines kleinen Kindes an seiner Mutter geht. Ist es Realität oder Phantasie?
Ich habe keines der Bücher gelesen und kann hier keine Vergleiche ziehen. Die jeweils 90minütigen Verfilmungen sind in Frankreich angesiedelt. Die Verbrechen, die hier geschehen, sind auf den ersten Blick nicht zu durchschauen bzw. vorhersehbar und wer oder was „das Böse“ hier darstellt, erfährt man immer erst ganz am Schluss, was schon mal ein großer Pluspunkt ist. Allerdings würde ich die beiden DVD-Sammlungen eher in die Rubrik „seichte Krimi-/Thriller-Verfilmungen“ einreihen, denn alle acht „Fälle“ kommen ohne großes Blutvergießen oder grauenhafte Szenerien aus, so dass hier eher mit der Phantasie der Zuschauer gespielt wird. Wer gern mysteriöse Verbrechen auf diese Art präsentiert bekommen mag, ist hier genau richtig und wird gut unterhalten.
Hier gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack: Trailer
Fazit: Unvorhersehbare, mysteriöse Verbrechen basierend auf den Bestsellern von Mary Higgins Clark, auf die „seichte“ Art „serviert“ und unterhaltsam präsentiert!

 

 

 

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