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Hans Rosenfeldt: Wolfssommer – E-Book u. Hörbuch

Rowohlt

Mir ist der Autor schon seit langem bekannt, denn er hat bereits zusammen mit seinem Kollegen Michael Hjorth für sehr spannende Unterhaltung gesorgt,  als sie gemeinsam die bisher sechs erschienenen Bücher über den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman geschrieben haben, die ja mittlerweile auch schon mit Rolf Lassgard in der Hauptrolle, verfilmt wurden..
Nun hat er mit „Wolfssommer“ den Startschuss für sein Soloprojekt in der Kategorie „Thriller“ gegeben.
Es geht ins schwedische Haparanda, einem einst blühenden Ort, der in direkter Nachbarschaft zu Finnland liegt. In den umliegenden Wäldern werden von Wanderern eine Wölfin und eines ihrer Welpen tot aufgefunden. Als man genauere Untersuchungen anstellt, entdeckt man menschliche Überreste im Magen der Tiere…
Nun heißt es für die örtliche Polizei und damit für die leitende Ermittlerin Hannah Wester,  herauszubekommen, ob die Wölfe für den Tod des Menschen verantwortlich sind oder was sonst passiert sein könnte. Eine großangelegte Suche nach dem Rest der Leiche wird gestartet…
Im Verlauf der Handlung führen die Nachforschungen zu einem offenbar fehlgeschlagenen Drogendeal mit mehreren Toten,  nur eines an der vorgefundenen Szenerie fehlt, das sind Drogen und das dafür gezahlte Geld….
Nicht nur die Polizei macht sich auf die Suche nach Drogen und Geld, auch der „rechtmäßige“ Besitzer entsendet jemanden, der komme was da wolle sein Eigentum zurückbringen soll….
Die anfängliche Fragestellung bezüglich der toten Wölfe fand ich spannend, auch die Zusammenhänge Richtung Finnland waren ein guter Ansatz, aber dann verliert sich für mich die Spannung wegen der vielen privaten Nebenschauplätze und der recht zahlreichen Mitwirkenden, die mir alle nicht sonderlich sympathisch waren. Auch gute Nerven braucht man hier, denn die Szenerie ist teils schon recht brutal. An manchen Stellen fand ich die Geschichte auch etwas „unrund“ und sie driftet sehr in Richtung Sozialdrama, wo mir dann doch der „Thrill“ fehlte.  Nichtsdestotrotz würde ich gern eine Fortsetzung der Reihe lesen!
Fazit: Spannender Auftakt, der aber im Verlauf in Richtung Sozialdrama driftet, aber durch einem Cliffhanger auch Hoffnung auf eine Fortsetzung macht!

 

Hans Rosenfeldt: Wolfssommer – ungekürzte Hörbuchfassung

Audiobuch

Für die ungekürzte Lesung von „Wolfssommer“ sollte man sich schon etwas Zeit nehmen, aber die 14 Stunden kann man gut aushalten, denn bei der gekonnten Lesung von Vera Teltz verfliegen sie im Nu.
Auch die vielen Mitwirkenden, die sich im Verlauf in Haparanda tummeln, kann man gut durch die Stimmnuancen der Vorleserin auseinanderhalten und einordnen, was im aktuellen Fall auch gut ist, denn die teils dunklen Gestalten die hier auftauchen, haben meistens nichts Gutes im Sinn.
Auch wenn mir wie oben bereits erwähnt, die Handlung etwas zu viele Nebenschauplätze und stellenweise etwas „unrund“ vorkommt, sollte man nicht vergessen, dass Hans Rosenfeldt auch für die erfolgreiche schwedische Krimi-Serie „Die Brücke“ die Drehbücher geschrieben hat und er vielleicht bei seinem  Schreiben seines Solo-Debüts bereits die Verfilmung im Hinterkopf hatte?!
Da ja Hannah am Ende der Geschichte nach den privaten Schicksalsschlägen sich auf die Suche nach der „Akademie“ machen will, bin ich schon gespannt auf die hoffentlich bald erscheinende Fortsetzung.
Fazit: Die Vorleserin ist gut gewählt und schafft mit ihrer Lesung die passende Atmosphäre für diesen recht turbulenten Auftakt der Reihe!

 

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Bo Svernström: Spiele

Rowohlt

Im April d. J. hatte ich hier „Opfer“, den spannenden Debüt-Krimi des schwedischen Autors vorgestellt. Da hatte das Team der Stockholmer Polizei unter Leitung von Carl Edson, seinen ersten Auftritt, welches nun in „Spiele“ wieder reichlich Arbeit bekommt:
Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und auch aus unterschiedlichen Zeitebenen, was aber gut verständlich aufgeschrieben ist und sich im Verlauf auch zu einer Gesamthandlung zusammenfügt.
In der Jetztzeit wird die Schülerin Olinda vermisst und später tot aufgefunden…
Parallel lernt man Robert Lindström kennen, der einsam und allein seinen 39. Geburtstag feiert. Die Einsamkeit hat er sich nicht ausgesucht, aber sie hat sich so ergeben durch die schlimmen Ereignisse, die 28 Jahre zurückliegen und immer noch auf ihm lasten: Als elfjähriger Junge tötete er seinen besten Freund. Zumindest hat man ihm es damals so erzählt, eine Erinnerung daran hat er selbst nicht, denn er lag bewusstlos neben seinem toten Freund, als man die beiden fand…
Die Reporterin Lexa Andersson kontaktiert Robert, da sie ein Buch über den damaligen Fall schreiben will und das mit seiner Hilfe, außerdem ist sie nicht ganz davon überzeugt, dass Robert der wahre Täter ist…
Während das Team um Carl Edson den Tod von Olinda aufklären will, geschehen weitere Todesfälle und bald rückt der 28 Jahre zurückliegende Fall nebst Robert Lindström erneut in den Fokus der Ermittler….
Das Zusammenfügen der unterschiedlichen Sicht- und Zeitebenen ist gelungen, die Gesamthandlung ist gut nachvollziehbar und flüssig lesbar. Die Beweggründe allerdings, weswegen die Todesfälle sich ereignen, sind eher tragischer Natur und für meinen Geschmack etwas „unausgefeilt“ für einen Kriminalroman.
Dies Buch hat mich nicht ganz so überzeugt,  wie das Debüt. Wer ganz genau aufpasst, der erkennt das Böse recht schnell. Auch in Sachen Spannung fehlte mir noch etwas, wahrscheinlich auch, da es sich meiner Meinung nach eher um ein Sozialdrama handelt, das mehrere Generationen durchläuft.
Hier würde ich 3 von 5 möglichen Punkten vergeben, hoffe aber, dass der Autor weiterschreibt und es noch weitere Einsätze mit dem Team um Carl Edson zu lesen gibt.
Fazit: Eher Sozialdrama als Kriminalroman, nichtsdestotrotz lesenswert und gern „to be continued“
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Catherine Shepherd: Der Behüter

Kafel Verlag

Ein neuer Fall für Laura Kern, der Spezialermittlerin des LKA! Zuletzt ermittelte sie vor einem Jahr mit ihrem Kollegen Max Hartung in dem nervenaufreibenden Thriller „Der Blütenjäger“.
Berlin: Es ist fünf Uhr früh am Morgen als Laura sich mit Max auf den Weg macht um zu einem örtlichen Krankenhaus zu fahren. Dort war der diensthabenden Oberärztin während einer Verschnaufpause draußen vor den Mülltonnen ein in schwarzer Folie verpackter Gegenstand aufgefallen, der sich bei näherem Betrachten als tote Frau herausstellt…
Die Ärztin berichtet den Ermittlern, dass sie die Frau kenne, da sie ihre Wunden versorgt habe, die offenbar durch häusliche Gewalt entstanden waren. Doch die Frau sei dann plötzlich verschwunden gewesen. Und dies sei nicht die erste Frau, die nach der Versorgung ihrer Blessuren plötzlich weg war. Auch noch gerade vor dem Leichenfund hatte sie eine junge Frau in der Notaufnahme versorgt, die dann in einem unbeobachteten Moment das Behandlungszimmer spurlos verlassen habe…
Die Bilder der Krankenhaus-Überwachung zeigen dann die eben noch in der Notaufnahme verarztete junge Frau in Begleitung eines unbekannten Mannes das Gebäude einträchtig und offenbar freiwillig verlassen….
Es bleibt nicht bei der einen toten Frau und was die Opfer während ihrer Gefangenschaft durchleben, das erfährt der Leser in einem parallel verlaufenden Handlungsstrang, wo sich dann auch der Titel „Der Behüter“ erklärt und nachvollziehbar wird.
Da die Autorin geschickt falsche Fährten auslegt und auch den einen oder anderen Verdächtigen präsentiert, kann man selbst versuchen den Täter ausfindig zu machen. Tatsächlich hatte ich  – warum auch immer – eine Figur im Hinterkopf behalten, die sich dann am Ende auch als der Gesuchte herauskristallisierte, was aber das Lesevergnügen keinesfalls geschmälert hat, denn spannend, fesselnd und unterhaltsam aufgeschrieben ist dieser Thriller auf jeden Fall!
Auch eine wohldosiert Prise Privatleben der Hauptcharaktere ist ebenfalls wieder in die Handlung eingewoben, was aber nie vom roten Faden ablenkt, sondern eher als vom Leser gewünschte Information anzusehen ist, wenn man die Buchreihe – wie ich – seit Beginn an genießt.  Somit ist dies erneut ein rundum gelungener, unbedingt lesenswerter Thriller der Laura-Kern-Reihe, die gern fortgesetzt werden sollte.
Fazit: Fesselnd und unterhaltsam, denn erst ganz zum Schluss bröckelt hier die freundliche Fassade des Bösen in diesem spannenden unbedingt lesenwerten Thriller! Bitte mehr davon!

 

 

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Lisa Jackson: You will pay – Tödliche Botschaft

DroemerKnaur

Bisher kannte ich die Autorin nur durch ihre Gemeinschaftsprojekte zusammen mit Nancy Bush und Rosalind Noonan wie „Greed –Tödliche Gier“ oder zuletzt „Diabolic – Fatales Vergehen“, die mir gut gefallen haben.
You will pay“ wird in unterschiedlichen Zeitebenen und aus der Sicht vieler Mitwirkender erzählt. Ich fand mich in diesem Schreibstil gut zurecht, denn die Autorin hat immer passende Angaben zu Ort, Zeit und Person zu Beginn des Kapitels aufgeführt.
Handlungsmäßig geht es nach Amerika und man wird aus der Jetztzeit 20 Jahre zurück katapultiert, wo in Oregon im Camp Horseshoe unter der strengen Führung von Reverend Dalton und seiner Ehefrau Naomi ein Ferienlager stattfindet. Die jugendlichen Betreuer, zu denen auch Lucas der Sohn des Reverends gehört, sind zwischen 15 und 19 Jahre alt und wenn abends ihre Schützlinge in den Betten liegen, schleichen sie aus den Hütten und treffen sich etwas abseits um Party zu machen, wo Alkohol und Drogen die Stimmung auflockern und sich Pärchen bilden, wo eins zum anderen führt und sich daraus reichlich intriganter Gesprächsstoff entspinnt…..
 Das bunte Treiben der Betreuer geht einige Zeit gut, doch dann werden innerhalb von zwei Tagen drei Bewohner des Camps vermisst. Die umfangreichen polizeilichen Ermittlungen führen ins Nichts und bis heute hat sich daran nichts geändert….
In der Jetztzeit ist Lucas Dalton Detective bei der örtlichen Polizei und er wird auch gerufen, als jemand menschliche Überreste in einer nahegelegenen Höhle findet, die zum ehemaligen Gelände des Camps Horseshoe gehört. Sofort läuten bei ihm alle Alarmglocken, denn die Vermissten von damals kommen ihm sofort in den Sinn und auch seine Vorgesetzte will im Verlauf nichts anderes als die damaligen Untersuchungen wieder aufrollen….
Ich habe die Geschichte als  E-Book  gelesen. Ewas aufpassen muss man damit man die ganzen Mitwirkenden „unter einen Hut“ bekommt, denn alle haben irgendwie ein dunkles Geheimnis, das nicht gelüftet werden darf. Nachdem tatsächlich ein Zusammenhang zu den damaligen Vermissten-Fällen naheliegt,  tauchen immer mehr Fragen nach der Wahrheit von damals auf, weswegen alle Beteiligten sich erneut zu Befragungen bei der örtlichen Polizei einfinden müssen. Während die Betreuer und Betreiber des damaligen Camps sich nach so langer Zeit wiedersehen, kochen die Emotionen hoch, die Presse spekuliert wild und jemand schickt Rache-Drohungen und schreckliche Bilder an sie….
Spannung war durchweg vorhanden, nur die Auflösung des Falls hätte ich mir etwas ausgefeilter gewünscht, denn während man lange Zeit im Trüben nach dem „Bösen“ sucht, war mir die abrupte „Demaskierung“ dann doch zu einfach geraten, da ganz unterschiedliche kriminelle Energie das ganze Buch durchzieht. Nichtsdestotrotz vergebe ich hier vier von fünf möglichen Punkten für dieses Leseerlebnis.
Fazit: Spannend und lesenswert!
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Bo Svernström: Opfer

Rowohlt Verlag

Dies ist der Debütroman des Autors, der jahrelang als Journalist für eine der größten Zeitungen Schwedens gearbeitet hat.
Bevor ich einen Einblick ins Geschehen gebe, möchte ich nur vorausschicken, dass man starke Nerven braucht, denn hier werden sehr „anschaulich“ brutale Morde präsentiert, die es in sich haben und einem die Nackenhaare hochstehen lassen!
Der hier ermittelnde Kommissar der Reichmordkommission heißt Carl Edson, der mit seinem Team rund um Stockholm ermittelt. Ein Bauer hatte die Polizei gerufen, da er in seiner Scheune eine schreckliche Entdeckung gemacht hatte: Einen halben Meter über dem Scheunenboden „schwebt“ ein nackter, übel zugerichteter männlicher Leichnam. Als das Ermittler-Team eintrifft, stellen sie entsetzt fest, dass der Mann noch lebt…..
Während der Mann im Krankenhaus ums Überleben kämpft, stellt sich heraus, dass es sich um den polizeibekannten Kriminellen Marco Holst handelt, der ein langes Vorstrafenregister aufweist, u.a. wegen Drogen- und Waffenbesitzes verurteilt wurde. Während Carl Edson noch über das Motiv dieses brutalen Übergriffs nachdenkt – denn dieser Mann hatte sicherlich genügend Feinde, so dass persönliche Rache oder auch Streitigkeiten im Milieu denkbar sind –, berichtet zu seinem Leidwesen die Reporterin Alexandra Bengstsson ausführlich über den Fall in der Presse….
Bevor die Polizei Marco Holst noch zu dem Tathergang befragen kann, stirbt er..
Doch damit ist Edsons-Team nicht arbeitslos, denn weitere extrem brutale Morde geschehen. Auf den ersten Blick haben diese Fälle nichts miteinander zu tun,  doch bei genauerem Betrachten fällt auf, dass alle Opfer auch Täter sind, weswegen fieberhaft nach dem gemeinsamen Nenner gesucht wird…
Während man als Leser anfangs die Ermittlungen verfolgt, ändert sich dann die Perspektive und die Geschichte wird aus der „kriminellen Richtung“ weitererzählt. Schon allein dieser geschickte Twist ist dem Autor wirklich gut gelungen. Zwar hatte ich eine klitzekleine Idee, wer hier das „Böse“ verkörpert, doch wie sich das Blatt zum Ende nochmals ändert, war nicht vorherzusehen.
Ich habe „Opfer“ als E-Book genossen. Die Handlung liest sich flüssig, die Mitwirkenden sind gut gezeichnet und die Szenerien haben „Gruselcharakter“,  weswegen – wie bereits erwähnt – dies Buch nichts für schwache Nerven ist. Trotzdem konnte ich es nicht aus den Händen legen und die Seiten flogen nur so dahin, so dass ich von einem gelungenen Debüt in Form eines Page-Turner sprechen möchte! 
Fazit: Dieses Debüt ist sehr gut gelungen, spannender Nervenkitzel erwartet den Leser, der gern bald fortgesetzt werden darf!

 

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Catherine Shepherd: Todgeweiht

Kafel Verlag

Erneut und wie schon bei dem letzten sehr spannenden Zons-Thriller „Sündenkammer“ verheißt auch im aktuellen Buch  „Todgeweiht“ der Prolog nichts Gutes:
Jemand klingelt an der Tür und bringt eine nicht bestellte Mahlzeit zu einer jungen Frau, die gerade im Begriff ist, ihre vermeintlichen „überschüssigen Pfunde“ durch eine Runde Joggen zu reduzieren. Sie schaut in die ihr überreichte Tüte und wundert sich über den darin befindlichen  Zettel  mit der Aufschrift „Henkersmahlzeit“ ….
Die „Zons-Reihe“ der Autorin beinhaltet ja eigentlich immer gleich zwei spannende Stories, wovon die eine in der Jetzt-Zeit und die andere vor 500 Jahren spielt:
Die im Prolog beginnende Situation gehört zur Gegenwart und führt im Verlauf zu mehreren Frauenleichen, die allesamt in Gewässern gefunden werden. Das Team um Kommissar Bergmann hat alle Hände voll zu tun, denn sie müssen in Sachen Mord ermitteln, da keines der Opfer ertrunken ist, sondern sie sind verhungert und verdurstet…
Vor 500 Jahren: Den schwarzen Tod – wie auch die Pest früher bezeichnet wurde – aus Zons herauszuhalten, ist die wichtige Aufgabe, die Bastian Mühlenberg vom Erzbischof aufgetragen bekommen hat. Während die Soldaten an den Stadttoren jeden genauestens auf die markanten „Pestbeulen“ „beäugen“, wird der ortsansässige Wirt tot aufgefunden, seine Gliedmaßen sind merkwürdig verrenkt und unter dem ganzen Schmutz an seinem Körper, sieht man an seinem Hals eine auffällige Beule…
Ob die Pest tatsächlich in Zons Einzug genommen oder hier kriminelle Energie zu den merkwürdig verrenkten und mit „Beulen“ versehenen Leichen –  die sich bald häufen – geführt hat, wird hier nicht verraten, sondern diesen Thriller sollte jeder selbst genießen!
Der Autorin ist erneut ein Thriller gelungen, der am Puls der Zeit ist, was nicht nur für den Kriminalfall gilt, der in der Gegenwart spielt und in die Welt der Mode, des Internets und der Influenzer-Szene führt. Auch die Geschehnisse vor 500 Jahren, wo die Pest die Menschheit bedroht und es keine Medizin dagegen gab,  ist nicht weniger aktuell, denn beschaut man sich unsere jetzige weltweite  Bedrohungssituation durch den unsichtbaren Feind mit Namen Corona, kann man sich die angespannte Lage in Zons zur damaligen Zeit noch viel besser vorstellen, denn etwas Ähnliches erleben wir ja leider selbst gerade…
Ich bin immer wieder begeistert von den Büchern von Catherin Shepherd und outet mich gern hier als ihr Fan! Alles was ich bisher und jetzt erneut aus ihrer Feder gelesen habe, hat mich von der ersten Seite an gefesselt und die Zeit vergessen lassen und bedeutet für mich einfach nur Lesegenuss pur!
Fazit: Einfach nur klasse! Spannung und Lesegenuss pur bekommt hier an gleich im Doppelpack serviert! Bitte weiter so und mehr davon!

 

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Catherine Shepherd: Dunkle Botschaft

kafel verlag

Die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz mit dem Hang zum „Detektivspielen“ hat nach „Winterkalt“ nun in „Dunkle Botschaft“ ihren vierten Einsatz.
Hatte Catherine Shepherd im vorherigen Buch die Leser noch in die Gedankenwelt eines Opfers eintauchen lassen, erfährt man in der aktuellen Geschichte parallel und eingewoben warum „das Böse böse wurde“….
Wie gewohnt sind die Kriminalfälle nichts für schwache Nerven und der eine oder andere Schauer lief mir beim Lesen auch über den Rücken!
Julia Schwarz leitet seit kurzer Zeit das rechtsmedizinische Institut, was viel „Papierkram“ bedeutet und ihr Schweißperlen auf die Stirn zaubert. Sie ist froh, wenn sie an ihren eigentlichen Arbeitsbereich „fliehen“ kann, wo gerade ihre engagierte  und besonders clevere Assistentin Lenja den Leichnam einer jungen Frau zur Obduktion vorbereitet. Die Untersuchung soll klären ob der Stromschlag in der Badewanne tatsächlich ein Unfall war…. Doch diese These kann Julia ganz schnell entkräften, denn auf der Kopfhaut unter den Haaren versteckt, hat der Mörder eine Botschaft hinterlassen, die es schnell zu entschlüsseln gilt, denn sonst – das ist sicher – stirbt wieder jemand….
Doch diese rätselhafte Botschaft zu knacken ist sehr schwer, dann hat Julia eine Idee und tatsächlich ist sie dem Bösen ganz dicht auf den Fersen und es kommt zu einer Konfrontation, die allerdings so abrupt geschieht, dass Julia zu Boden geschleudert wird und sie keine Chance hat die flüchtende Person festzuhalten. Was sie dann allerdings entdeckt, lässt sie das Blut in den Adern gefrieren…..
Das bestialische Morden geht noch weiter und die Botschaften, die es zu entschlüsseln gibt, werden immer schwieriger. Julias Assistentin Lenja vertieft sich in diese Rätsel und gemeinsam gehen die beiden Frauen dann einer Spur nach, was allerdings keinen guten Ausgang nimmt…
Erneut hat Catherin Shepherd es geschafft, mich mit ihrem Erzählstil zu fesseln. Dem „Bösen“ eine Stimme zu geben ist ihr wunderbar gelungen. Verdächtige gibt es einige im Verlauf, doch bis zur Auflösung des Falls ist es ein nervenaufreibender „schwieriger Parcours“, den ich allerdings gern in Windeseile genommen habe, um die „Auflösung“ zu erfahren…
Mir wird Julia Schwarz immer sympathischer und durch ihre Beziehung zu Kriminalkommissar Florian Kessler „taut“ sie auch menschlich etwas auf. Gelungen fand ich auch, dass Lenja hier durch ihren Scharfsinn punkten konnte, obwohl sie dadurch dem Bösen lebensbedrohlich nah kam…
Fazit:  Ich gebe hier keine Rätsel auf: Volle Punktzahl für diesen nervenaufreibenden, meisterhaft präsentierten Thriller! Bitte mehr davon!
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