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Lisa Jackson: Showdown – Ich bin dein Tod

Knaur

Nachdem ich hier zuletzt die spannenden Thriller „You will pay“ und „Revenge“ von der Autorin vorgestellt habe, möchte ich heute Einblick in den bereits als E-Book erhältlichen neuesten Thriller von Lisa Jackson geben.
Handlungsmäßig geht in die USA, genauer gesagt nach Portland, Oregon und weiter nach L.A ans Set von Dead Heat, einem Hollywood-Blockbuster, wo nach mehrmaligen Umschreiben des Drehbuchs nun endlich der Schluss-Akkord gedreht wird. Da die Hauptdarstellerin, die berühmte Allie Kramer nicht am Drehort erschienen ist, muss ihr Body-Double Luicinda Rinaldi ran, alles läuft gut, dann kommt ein Schuss und Lucinda sinkt wie geplant zu Boden…
….bis endlich jemand merkt, das Lucinda sich nicht regt und irgendwas nicht in Ordnung ist, dauert es etwas, doch dann bricht Panik aus, denn das Body Double wurde von echten Kugeln getroffen…
Während Allie Kramer verschwunden bleibt und die Polizei nach einiger Zeit vom Schlimmsten ausgeht und die Worte Entführung und Mord in diesem Zusammenhang fallen, rückt die etwas im Schatten ihrer erfolgreichen Schwester stehende, ebenfalls im Film mitwirkende Cassie Kramer immer mehr in den Fokus der Ermittler, zumal diese Allie als letzte gesehen hatte und das Zusammentreffen nicht besonders harmonisch endetet…
Cassie ist durch die Ereignisse psychisch angeschlagen, aber da ihre Schwester auch nach längerer Zeit immer noch nicht wieder auftaucht ist und die Ermittler immer noch im Dunkeln tappen, macht sie sich selbst auf die Suche nach ihr. Cassie kontaktiert einige Bekannte und Freunde um sich nach Allie zu erkundigen, aber niemand hat sie gesehen oder hat eine Idee, wo sie sein könnte. Je mehr Zeit vergeht umso öfter hat Cassie das Gefühl, dass jemand sie beobachtet oder es kommt zu angespannten Situationen, wo sie sich verfolgt fühlt und dann bekommt sie es mit der Angst zu tun, denn eine Mitarbeiterin der Filmcrew, mit der sie sich erst kürzlich getroffen hatte, wird ermordet aufgefunden….
Schon nach den ersten Seiten von  „Showdown – Ich bin dein Tod“ ist man mitten drin im typischen Hollywood-Flair. Schöne Menschen geben sich hier ihr Stelldichein, es wird getratscht, getuschelt, Eifersucht und Zwietracht stehen ganz oben auf der „Besetzungsliste“ und passend dazu hat Lisa Jackson auch „Drehbuchszenen“ in die Handlung eingewoben.
Alle Mitwirkenden waren mir nicht sonderlich sympathisch und ob hier alle mit offenen Karten spielen, bleibt mal dahingestellt. Was mit Allie Kramer letztendlich passiert ist, erfährt man als Leser erst ganz zum Schluss, was schon mal ein Pluspunkt ist. Allerdings hatte ich recht bald eine Idee, was der Auslöser für die kriminelle Energie hier sein könnte – und lag richtig. Nichtsdestotrotz liest sich das Buch gut und passend zum Milieu, in dem die Handlung angesiedelt ist, bekommt man hier viel „Lug und Trug“ serviert und erst wenn man hinter die schöne Fassade blickt, wird die Tragweite des ganzen Dilemmas sichtbar.
Wer sich gern mal mitten im Dschungel von Hollywood nebst schönem Schein, Eifersüchteleien, Intrigen und einem umtriebigen Mörder befinden möchte, ist hier genau richtig, denn das alles bekommt man hier in diesem lesenswerten Thriller präsentiert.
Fazit: Gelungener Thriller in bester Hollywood-Manier!
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Catherine Shepherd: Der Böse Mann

Kafel Verlag

Die Autorin schickt in diesem Thriller bereits zum sechsten Mal die Berliner Spezialermittlerin Laura Kern nebst ihrem Kollegen Max Hartung auf Verbrecherjagd. Hatten die beiden es zuletzt mit dem „Behüter“ zu tun, kommt jetzt „Der böse Mann“ zum Zuge. Man kann den aktuellen Thriller ohne Vorkenntnisse der anderen lesen, doch empfehlen kann diese spannende Reihe vom ersten Buch an!
Diesmal bekommen Laura und Max es mit einem perfiden Mörder zu tun, der sich auf einen Frauentyp eingeschworen hat und schwer zu fassen ist, denn er hinterlässt keine Spuren:
Die erste Leiche wird an einem See gefunden. Die junge Frau ist an Armen, Beinen und um den Hals mit rostigem Stacheldraht umwickelt. Auf einer der Schultern trägt sie eine auffällige Tätowierung und in einer ihrer Hosentaschen eine Botschaft, die „Ich bin die Zweite“ lautet und die Ermittler aufhorchen lässt, denn es gibt offenbar ein erstes Opfer, aber wo soll man danach suchen?
Der Mörder sonnt sich darin, dass die Ermittler im Dunkeln tappen und offenbar will er sie mit seinen „Rätseln“ in die Irre führen. Weitere Frauenleichen, ebenfalls mit Stacheldraht fixiert und mit Tätowierungen werden an unterschiedlichen Orten entdeckt. Im Verlauf rücken dann drei Männer, die alle irgendwie in Kontakt mit den jungen Frauen standen, in den Fokus der Ermittlungen. Doch wer die Thriller von Catherine Shepherd kennt, der weiß so einfach ist des Rätsels Lösung nicht!
Je mehr ähnlich aussehende Frauenleichen auftauchen, um so dreister wird das Gebaren des Mörders, er scheint immer irgendwo in der Nähe zu lauern, dabei gut verborgen den Ermittlern auf die Finger zu schauen oder aber sein nächstes Opfer auszuspähen…
 …bis Laura sein perfides Spiel durchschaut und erkennt, auf wen der Täter es eigentlich abgesehen hat…..
Neben dem spannenden Teil dieses Thrillers, kommt auch das Zwischenmenschliche nicht zu kurz; aber Laura schwebt mit ihrem Freund Taylor nicht nur auf Wolke Sieben, es gibt auch Gewitterwolken, die sich erst ganz langsam wieder verziehen….
Mir hat dieser Thriller wieder gut gefallen, der Spannungsbogen wird von Beginn an aufgebaut und mündet dann in einen heftigen Schlussakkord, der nicht vorhersehbar ist. Nur wer – wie ich – die Reihe um Laura Kern von Anfang an gelesen hat, erkennt vielleicht auch die „Zeichen“ und wird nicht so ganz erstaunt sein, wer sich hinter „dem bösen Mann“ versteckt, der in der Handlung aber erst ganz zum Schluss demaskiert wird, was immer ein großer Pluspunkt ist, aber auch ein ganz spezielles „Kennzeichen“ der Thriller von Catherine Shepherd ist, wo sich erst ganz am Schluss der Nebel lichtet und man dann erst „das Böse“ erkennt. Toll!
Fazit: Auch Fall Nr. 6 der Reihe zeichnet sich wie gewohnt durch Spannung auf hohem Niveau aus!
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Catherine Ryan Howard: The Nothing Man

rororo

The Nothing Man“ ist das erste Buch von Catherine Ryan Howard, das ich bisher von ihr gelesen habe, aber eins ist schon mal klar, es ist bestimmt nicht das letzte!
Die Autorin ist Irin und stammt aus Cork, wo auch die Handlung dieses Thrillers angesiedelt ist.
Ich musste erst ein wenig überlegen, was ich über den Inhalt dieses außergewöhnlichen Thrillers überhaupt verraten darf, der den Untertitel trägt „Zwei Geschichten. Ein Mörder. Keine Gnade.“, denn schon nach den ersten Seiten ist es der Autorin gelungen, durch ihren ganz besonderen Erzählstil,  dass man das Buch nicht aus den Händen legen mag.
Es gibt zwei Hauptfiguren in der Handlung, zuerst einmal Eva Black, deren Familie vor knapp 20 Jahren vom „Nothing Man“ nachts in ihrem Haus heimgesucht wurde, nur sie – damals zwölf Jahre alt – hat diesen Übergriff überlebt. Nun hat sie allen Mut zusammengenommen und ein Buch über dieses schreckliche Ereignis geschrieben, denn ihre Familie war nicht die einzige, die dieser wie aus dem Nichts aufgetauchte Mann, nachts überfallen, geschändet, mißhandelt und getötet hat. Hinweise darauf, wer sich hinter diesem Killer verbirgt, gab es keine, denn er hinterließ keine Spuren, weswegen er immer noch irgendwo da draußen ist und Eva Black nun den „Spieß umdrehen“ will und sich auf die Suche nach ihm macht, um ihn zu fassen….
Den anderen Part übernimmt Jim Doyle, der als Wachmann in einem Supermarkt arbeitet und durch Zufall an das Buch über den Serienkiller kommt, es anfängt zu lesen und das was er dort liest, gefällt ihm ganz und gar nicht, denn Eva Black erzählt nicht alles, was damals passiert ist, da ist er sich sicher, denn er ist der „Nothing-Man!“…
Wie bereits erwähnt, ist dies ein ungemein spannender und sehr fesselnder Page-Turner, der einen nicht so schnell loslässt. Der besondere Erzähl-Stil, die bildhaft geschilderte Szenerie – die einen die Nackenhaare hochstehen lässt – und die Twists, die dann im Verlauf noch alles wieder in ein anderes Licht rücken, machen dies Buch so besonders. Ich gebe hier die Höchstnote, meine Leseempfehlung und hoffe es gibt noch weitere Bücher aus der Feder dieser tollen Autorin!
Fazit: Wow! Die Höchstnote für diesen ungemein spannenden, nervenaufreibenden und ganz besonders fesselnden Thriller!
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Mons Kallentoft: Das dunkle Herz von Palma

Klett-Cotta VÖ 22.05.21

Nachdem ich vor ein paar Tagen „Verschollen in Palma“ durchgelesen und hier vorgestellt hatte, war passender Weise gerade die Fortsetzung mit dem Titel „Das dunkle Herz von Palma“ des schwedischen Autors Mons Kallentoft erschienen. Da die unermüdliche Suche nach Emme Blanck, die auf Mallorca vor zwei Jahren nach einem Urlaubstrip mit ihren zwei Freundinnen spurlos verschwand, ein bitteres Ende nahm, geht es im aktuellen Buch handlungsmäßig genau da weiter, wo das andere endete. Da mir die „Vorgeschichte“ natürlich noch präsent war, hatte ich keine Schwierigkeiten gleich wieder ins Geschehen einzutauchen.
Und so geht es weiter:
Der ehemalige Polizist und Privatdetektiv Tim Blanck ist nach der zermürbenden zwei Jahre andauernden Suche auf Mallorca nach seiner Tochter zurück in Stockholm bei seiner Frau Rebecka und seiner kleinen Tochter Maia und er versucht sich nach den Strapazen der letzten Zeit etwas zu erholen. Da erreicht ihn ein Anruf der spanischen Polizei. Juan Pedro Salgado, der Ermittler, der Tim immer wieder versicherte, dass die spanischen Behörden nicht aufgehören nach seiner Tochter zu suchen, teilt höchstpersönlich mit, dass die sterblichen menschlichen Überreste, die in einem Waldgebiet gefunden wurden, nicht mit der DNA seiner Tochter Emme übereinstimmen – sie ist es nicht!!!
Auf so eine Nachricht war Familie Blanck nicht vorbereitet! Obwohl nun doch wieder ein Hoffnungsschimmer am Horizont aufblitzt und die Möglichkeit nicht auszuschließen ist, dass Emme immer noch lebt, heißt das aber auch für Tim, dass er Rebecka und Maia wieder verlassen muss, denn er kann gar nicht anders, er muss unbedingt zurück auf die Insel und die Suche fortzusetzen….
Während er anfangs nach seiner Rückkehr auf Mallorca gar nicht genau weiß, wo er noch suchen soll, gerät er dann im Verlauf immer tiefer in Unterweltkreise und in kriminelle Machenschaften, wo Menschenhandel, Korruption und Drogen an der Tagesordnung sind und vertrauen kann er in diesem Milieu niemanden, was er dann auch bald zu spüren bekommt, denn man trachtet ihm nicht nur einmal nach dem Leben…
Wie dieser sehr spannende und von der ersten Seite an fesselnde „Mallorca-Krimi“ ausgeht, bleibt hier natürlich unerzählt. Nur so viel sei noch gesagt, Emme scheint nicht das einzige Mädchen zu sein, das in den letzten Jahren spurlos in der Gegend um Palma verschwand….
Das Buch hat etwa „Sogartiges“, einmal angefangen, kann man nicht aufhören es zu lesen. Die Szenerie und Handlung ist nichts für schwache Nerven und setzt spannungsmäßig zur „Vorgeschichte“ noch  einen „drauf“. Trotz der schönen Landschaftskulisse schwebt über der Handlung eine düstere, beängstigende und unheilvolle Atmosphäre, die man als Leser regelrecht spürt und durch die gut platzierten Wendungen, kann man nicht ahnen wie alles ausgeht, was ein ganz besonderer Pluspunkt ist! Toll!
Fazit:  Rundum gelungener, nervenaufreibender und besonders fesselnd erzählter Page-Turner !

 

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Mons Kallentoft: Verschollen in Palma

Tropen Verlag

Ich habe bisher nur ein sehr spannendes Buch von Mons Kallentoft mit dem Titel „Der Schrei des Engels“ gelesen, das in Schweden angesiedelt war.
Nun bin ich auf seinen im letzten Jahr erschienen Krimi „Verschollen in Palma“ aufmerksam geworden, wo die Handlung auf der beliebten Urlaubsinsel Mallorca spielt.
Dahin hat es den Schweden Tim Blanck getrieben, der sein früheres Leben als Polizist und Versicherungsdetektiv hinter sich gelassen hat und nun schon seit drei Jahren auf der verzweifelten Suche nach seiner Tochter Emme ist, die während eines Urlaubs auf der Insel spurlos verschwand. Sie war damals 16 Jahre alt und ihr größter Wunsch war es, gemeinsam mit ihren beiden Freundinnen dort eine schöne Zeit zu verbringen…
Während der letzten drei Jahre ist Tims Leben total aus den Fugen geraten, er kann und will nicht aufhören nach seiner Tochter zu suchen, weswegen er seine „Zelte“ in Schweden ganz abbrach, zumal auch seine Ehe durch das Verschwinden von Emme so sehr gelitten hatte, dass Rebecka und er mittlerweile geschieden sind. Nun lebt er in einer kleinen Wohnung auf der Insel und hält sich als Privatermittler mehr recht als schlecht über Wasser, damit er weiter nach seiner Tochter suchen kann. Die spanische Polizei hat sie nicht finden können, obwohl ihm immer wieder versichert wird, man suche weiter nach ihr. Doch Tim glaubt nicht mehr daran, weswegen er tagein, tagaus überall nach Emme Ausschau hält, Bilder von ihr verteilt und an den gängigen Örtlichkeiten immer mal wieder nachfragt und weitersucht, doch niemand hat sie gesehen…
Dann bekommt er von einem reichen Deutschen den Auftrag dessen treulose Ehefrau zu beschatten…
Durch diesen Auftrag gerät er in gefährliche Kreise, wo dunkle Machenschaften, Drogen, dubiose Geschäfte und zwielichtige Gestalten die Handlung bestimmen. Doch dann erfährt Tim gerade in diesem Dunstkreis etwas, dass seine Hoffnung Emme doch noch zu finden, wieder aufkeimen lässt….
Nachdem ich mich an den etwas ungewöhnlichen Erzählstil dieses Buches gewöhnt hatte, konnte ich gut der Handlung folgen. Von Beginn an schwebt eine düstere, nicht Gutes vermutende, unheilverkündende Atmosphäre über der ganzen Szenerie. In welcher Alptraumwelt Tim hier gefangen ist, kann man spüren und nachempfinden.
Allerdings fand ich die komplexe, aus unterschiedlichen Zeitebenen erzählte und aus verschiedenen Sichtweisen sich zusammenfügende Handlung an manchen Stellen etwas „unrund“ und möchte außerdem anmerken, dass ich im Verlauf dann geahnt habe (und richtig lag) in welche Richtung das Geschehen hier führt. Was aber den Unterhaltungwert nicht schmälert, denn Spannung ist durchgängig vorhanden. Nur das Ende ist dann etwas irritierend, da aber gerade eine Fortsetzung erscheint, bin ich gespannt, wie es weitergeht….
Fazit: Mal etwas anderer, aber durchaus spannender Erzählstil, der in eine unheilverkündende Szenerie eintauchen lässt, ungewöhnlich endet, aber auf eine Fortsetzung hoffen lässt!

 

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Joy Ellis: Das Gewissen  der Toten

Osterwold/Hörbuch Hamburg

Die britische Autorin hatte mich mit ihrem Debüt „Der Sohn der Mörderin“ ganz schnell begeistert und auch Krimi Nr 2 „Die verschwundenen Töchter“  ist ein spannender Page-Turner mit Gänsehautgarantie.
Die beiden Ermittler DI Rowan Jackman und DS Marie Evans ermitteln in beiden Büchern, die in den „Fens“, einer Moor- und Marschlandschaft im Osten Englands angesiedelt ist.
Nun bin ich auf das Hörbuch „Das Gewissen der Toten“ gestoßen und es ist der dritte Fall für das obige Ermittler-Team. Die Lesung hat Uve Teschner übernommen, was schon mal ein großer Pluspunkt ist, denn mit seiner Stimme und seiner Vortragsart schafft er schnell die passende Atmosphäre und das „Kopfkino“ beginnt:
Im Prolog wird man Zeuge wie Carter McLean, ein Polizist und Kollege von Jackman und Evans mit seinen vier Freunden in einen Flugzeug sitzt, bis es abstürzt und nur Carter als einziger überlebt….
Die Zeit vergeht und Carter hat sich körperlich von dem Absturz wieder erholt, nur psychisch ist er immer noch nicht fit. Doch er will unbedingt wieder arbeiten, weshalb er nach außen hin eine Fassade aufbaut, die diesen „Zustand“ seiner Ansicht nach gut verbirgt. Tatsächlich ist man in den Reihen der Obrigkeit noch nicht ganz davon überzeugt, dass er wieder arbeitsfähig ist. Was allerdings auch mit der Tatsache zusammenhängt, dass er vor dem Unfall zwar ein sehr guter Ermittler war, aber seine Methoden, die dann den Fall zum Abschluss brachten, eher grenzwertig waren…
Nur Marie Evans, die Carter sehr gut kennt, weiß von seinen Schuldgefühlen, die soweit gehen, dass er seine vier toten Freunde „sieht“ und „mit ihnen spricht“. Um mit seinem Gewissen ins Reine zu kommen, beschließt Carter jedem von ihnen einen letzten „Wunsch“ zu erfüllen, aber ob das mit der täglichen Polizeiarbeit kompatibel ist, bleibt abzuwarten….
Das Ermittler-Team um DI Jackman bearbeitet u.a. den Vermissten-Fall Susan Holland, die vor 1,5 Jahren spurlos verschwand. Nur ein großer Blutfleck in ihrem Zuhause deutet auf etwas Schlimmes hin, aber eine Leiche wurde bisher nicht gefunden, bis dann plötzlich ein Anrufer wichtige Informationen hat…
Ganz besonders heikel wird es dann, als Carter McLean auf den Fall Holland aufmerksam wird, denn Susan ist die Ehefrau von seinem Freund Tom, der ebenfalls bei dem Flugzeugabsturz ums Leben kam….
Joy Ellis hat hier erneut einen sehr spannenden, unvorhersehbaren und wendungsreichen Kriminalroman geschrieben. Besonders wie sie den „gruseligen“ Part bezüglich Carter McLean und seiner „Zwiesprache“ mit seinen verstorbenen Freunden in die Geschichte eingewoben hat, ist ihr glaubhaft und durchaus nachvollziehbar gelungen, was mir gut gefallen hat. Alles in allem vergebe ich hier die volle Punktzahl, denn einmal angefangen, ist man ganz schnell im Geschehen gefangen und durch die Lesung  von Uve Teschner  wird daraus ein fesselndes Hörerlebnis, das man nicht verpassen sollte!
Fazit: Spannender, fesselnder und unvorhersehbarer Kriminalroman , der durch Uve Teschner’s Lesung schnell zum Kopfkino wird! Klasse! Bitte mehr davon!
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Catherine Shepherd: Stummes Opfer

Kafel Verlag

Der mittlerweile 11.(!) Zons-Krimi „Stummes Opfer“, der als E-Book oder auch als Taschenbuch erhältlich ist, lässt einen schon gleich zu Beginn die Nackenhaare hochstehen, denn man wird „Zeuge“ während „das Böse“ sein Unwesen treibt….
Wie bei der „Zons-Reihe“ typisch, gibt es gleich zweimal fesselnde Spannung, denn die Kriminalfälle spielen zum einen in der Gegenwart, wo Kommissar Oliver Bergmann die Ermittlungen leitet und zum anderen befindet man sich nach einem Zeitsprung im Mittelalter bzw. im Jahr 1502, wo dann Bastian Mühlenberg von der Zonser Stadtwache für Recht und Ordnung sorgt.
Zum Inhalt:
Gegenwart: Während der Neubau des „Neuen Archivs“ in Zons eingeweiht wird und eine Delegation das Gebäude besichtigt, entdeckt jemand im Eingangsbereich einen Riss in einer der dortigen Säulen. Nach näherem Betrachten/Untersuchen sind die Feierlichkeiten von jetzt auf gleich beendet, denn in der Säule wird ein eingemauerter männlicher Leichnam entdeckt, der in seiner Hand ein dunkelgrünes Teilstück eines alten Wachs-Siegel hält…
Es bleibt nicht bei dem einen gruseligen Fund, es werden weitere Mordopfer entdeckt.  Alle findet man an markanten Plätzen bzw. Gebäuden und man findet Wachsstücke bei ihnen….
1502: Durch Zons dröhnt ein ständiges Hämmern und die Luft ist sehr staubig, denn durch Hochwasser ist ein Teil der Kirchenmauer eingestürzt. Eine Vielzahl an großen Steinen müssen bearbeitet und unter großen Mühen bewegt werden um die Mauer zu reparieren, doch es ist wie „verhext“, kaum fertig, stürzt sie immer wieder ein….
Bastian Mühlenberg muss sich mit dem Verschwinden von mehreren Bettelweibern befassen, die sonst zum Stadtbild gehören. Dann wird eine der Frauen tot und nur notdürftig verscharrt im Wald gefunden. Unter dem Leichnam liegt ein dunkelgrünes Stück Siegelwachs ….
Neben dem Wachsstück als „Verbindung“ zwischen Gegenwart und Vergangenheit, ist natürlich auch wieder „das Knistern“ zwischen Anna und Bastian in die Gesamthandlung eingewoben, was keinesfalls fehlen darf und diese Thriller-Reihe auch „besonders“ macht.
Die Thematik, die hier den roten Faden in der Handlung bildet, ist gut gewählt, bildet sie doch das „passende Ambiente“ für einen Thriller.  Gut gefallen hat mir, wie die Autorin in beiden Zeitzonen dann daraus eine fesselnde und sehr spannende Geschichte gemacht hat. Im „Nachwort“ erzählt sie übrigens, was und wodurch sie für dieses Buch inspiriert wurde und welche Realität sich dahinter verbirgt.
Wie gewohnt, ist es ihr gelungen, durch geschicktes Fährtenlegen, den einen oder anderen Verdächtigen aufzuzeigen, aber „das Böse“ selbst bleibt bis zum Schluss verborgen und somit der Spannungsbogen lange hochgehalten! Klasse!
Fazit: Die Thematik des spannenden Thrillers ist gut gewählt, die wendungsreiche Handlung punktet ganz besonders durch Unvorhersehbarkeit, so dass der Spannungsbogen bis zu Schluss gehalten wird! Bitte weiter so!
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