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Lisa Jackson: You will pay – Tödliche Botschaft

DroemerKnaur

Bisher kannte ich die Autorin nur durch ihre Gemeinschaftsprojekte zusammen mit Nancy Bush und Rosalind Noonan wie „Greed –Tödliche Gier“ oder zuletzt „Diabolic – Fatales Vergehen“, die mir gut gefallen haben.
You will pay“ wird in unterschiedlichen Zeitebenen und aus der Sicht vieler Mitwirkender erzählt. Ich fand mich in diesem Schreibstil gut zurecht, denn die Autorin hat immer passende Angaben zu Ort, Zeit und Person zu Beginn des Kapitels aufgeführt.
Handlungsmäßig geht es nach Amerika und man wird aus der Jetztzeit 20 Jahre zurück katapultiert, wo in Oregon im Camp Horseshoe unter der strengen Führung von Reverend Dalton und seiner Ehefrau Naomi ein Ferienlager stattfindet. Die jugendlichen Betreuer, zu denen auch Lucas der Sohn des Reverends gehört, sind zwischen 15 und 19 Jahre alt und wenn abends ihre Schützlinge in den Betten liegen, schleichen sie aus den Hütten und treffen sich etwas abseits um Party zu machen, wo Alkohol und Drogen die Stimmung auflockern und sich Pärchen bilden, wo eins zum anderen führt und sich daraus reichlich intriganter Gesprächsstoff entspinnt…..
 Das bunte Treiben der Betreuer geht einige Zeit gut, doch dann werden innerhalb von zwei Tagen drei Bewohner des Camps vermisst. Die umfangreichen polizeilichen Ermittlungen führen ins Nichts und bis heute hat sich daran nichts geändert….
In der Jetztzeit ist Lucas Dalton Detective bei der örtlichen Polizei und er wird auch gerufen, als jemand menschliche Überreste in einer nahegelegenen Höhle findet, die zum ehemaligen Gelände des Camps Horseshoe gehört. Sofort läuten bei ihm alle Alarmglocken, denn die Vermissten von damals kommen ihm sofort in den Sinn und auch seine Vorgesetzte will im Verlauf nichts anderes als die damaligen Untersuchungen wieder aufrollen….
Ich habe die Geschichte als  E-Book  gelesen. Ewas aufpassen muss man damit man die ganzen Mitwirkenden „unter einen Hut“ bekommt, denn alle haben irgendwie ein dunkles Geheimnis, das nicht gelüftet werden darf. Nachdem tatsächlich ein Zusammenhang zu den damaligen Vermissten-Fällen naheliegt,  tauchen immer mehr Fragen nach der Wahrheit von damals auf, weswegen alle Beteiligten sich erneut zu Befragungen bei der örtlichen Polizei einfinden müssen. Während die Betreuer und Betreiber des damaligen Camps sich nach so langer Zeit wiedersehen, kochen die Emotionen hoch, die Presse spekuliert wild und jemand schickt Rache-Drohungen und schreckliche Bilder an sie….
Spannung war durchweg vorhanden, nur die Auflösung des Falls hätte ich mir etwas ausgefeilter gewünscht, denn während man lange Zeit im Trüben nach dem „Bösen“ sucht, war mir die abrupte „Demaskierung“ dann doch zu einfach geraten, da ganz unterschiedliche kriminelle Energie das ganze Buch durchzieht. Nichtsdestotrotz vergebe ich hier vier von fünf möglichen Punkten für dieses Leseerlebnis.
Fazit: Spannend und lesenswert!
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Bo Svernström: Opfer

Rowohlt Verlag

Dies ist der Debütroman des Autors, der jahrelang als Journalist für eine der größten Zeitungen Schwedens gearbeitet hat.
Bevor ich einen Einblick ins Geschehen gebe, möchte ich nur vorausschicken, dass man starke Nerven braucht, denn hier werden sehr „anschaulich“ brutale Morde präsentiert, die es in sich haben und einem die Nackenhaare hochstehen lassen!
Der hier ermittelnde Kommissar der Reichmordkommission heißt Carl Edson, der mit seinem Team rund um Stockholm ermittelt. Ein Bauer hatte die Polizei gerufen, da er in seiner Scheune eine schreckliche Entdeckung gemacht hatte: Einen halben Meter über dem Scheunenboden „schwebt“ ein nackter, übel zugerichteter männlicher Leichnam. Als das Ermittler-Team eintrifft, stellen sie entsetzt fest, dass der Mann noch lebt…..
Während der Mann im Krankenhaus ums Überleben kämpft, stellt sich heraus, dass es sich um den polizeibekannten Kriminellen Marco Holst handelt, der ein langes Vorstrafenregister aufweist, u.a. wegen Drogen- und Waffenbesitzes verurteilt wurde. Während Carl Edson noch über das Motiv dieses brutalen Übergriffs nachdenkt – denn dieser Mann hatte sicherlich genügend Feinde, so dass persönliche Rache oder auch Streitigkeiten im Milieu denkbar sind –, berichtet zu seinem Leidwesen die Reporterin Alexandra Bengstsson ausführlich über den Fall in der Presse….
Bevor die Polizei Marco Holst noch zu dem Tathergang befragen kann, stirbt er..
Doch damit ist Edsons-Team nicht arbeitslos, denn weitere extrem brutale Morde geschehen. Auf den ersten Blick haben diese Fälle nichts miteinander zu tun,  doch bei genauerem Betrachten fällt auf, dass alle Opfer auch Täter sind, weswegen fieberhaft nach dem gemeinsamen Nenner gesucht wird…
Während man als Leser anfangs die Ermittlungen verfolgt, ändert sich dann die Perspektive und die Geschichte wird aus der „kriminellen Richtung“ weitererzählt. Schon allein dieser geschickte Twist ist dem Autor wirklich gut gelungen. Zwar hatte ich eine klitzekleine Idee, wer hier das „Böse“ verkörpert, doch wie sich das Blatt zum Ende nochmals ändert, war nicht vorherzusehen.
Ich habe „Opfer“ als E-Book genossen. Die Handlung liest sich flüssig, die Mitwirkenden sind gut gezeichnet und die Szenerien haben „Gruselcharakter“,  weswegen – wie bereits erwähnt – dies Buch nichts für schwache Nerven ist. Trotzdem konnte ich es nicht aus den Händen legen und die Seiten flogen nur so dahin, so dass ich von einem gelungenen Debüt in Form eines Page-Turner sprechen möchte! 
Fazit: Dieses Debüt ist sehr gut gelungen, spannender Nervenkitzel erwartet den Leser, der gern bald fortgesetzt werden darf!

 

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Catherine Shepherd: Todgeweiht

Kafel Verlag

Erneut und wie schon bei dem letzten sehr spannenden Zons-Thriller „Sündenkammer“ verheißt auch im aktuellen Buch  „Todgeweiht“ der Prolog nichts Gutes:
Jemand klingelt an der Tür und bringt eine nicht bestellte Mahlzeit zu einer jungen Frau, die gerade im Begriff ist, ihre vermeintlichen „überschüssigen Pfunde“ durch eine Runde Joggen zu reduzieren. Sie schaut in die ihr überreichte Tüte und wundert sich über den darin befindlichen  Zettel  mit der Aufschrift „Henkersmahlzeit“ ….
Die „Zons-Reihe“ der Autorin beinhaltet ja eigentlich immer gleich zwei spannende Stories, wovon die eine in der Jetzt-Zeit und die andere vor 500 Jahren spielt:
Die im Prolog beginnende Situation gehört zur Gegenwart und führt im Verlauf zu mehreren Frauenleichen, die allesamt in Gewässern gefunden werden. Das Team um Kommissar Bergmann hat alle Hände voll zu tun, denn sie müssen in Sachen Mord ermitteln, da keines der Opfer ertrunken ist, sondern sie sind verhungert und verdurstet…
Vor 500 Jahren: Den schwarzen Tod – wie auch die Pest früher bezeichnet wurde – aus Zons herauszuhalten, ist die wichtige Aufgabe, die Bastian Mühlenberg vom Erzbischof aufgetragen bekommen hat. Während die Soldaten an den Stadttoren jeden genauestens auf die markanten „Pestbeulen“ „beäugen“, wird der ortsansässige Wirt tot aufgefunden, seine Gliedmaßen sind merkwürdig verrenkt und unter dem ganzen Schmutz an seinem Körper, sieht man an seinem Hals eine auffällige Beule…
Ob die Pest tatsächlich in Zons Einzug genommen oder hier kriminelle Energie zu den merkwürdig verrenkten und mit „Beulen“ versehenen Leichen –  die sich bald häufen – geführt hat, wird hier nicht verraten, sondern diesen Thriller sollte jeder selbst genießen!
Der Autorin ist erneut ein Thriller gelungen, der am Puls der Zeit ist, was nicht nur für den Kriminalfall gilt, der in der Gegenwart spielt und in die Welt der Mode, des Internets und der Influenzer-Szene führt. Auch die Geschehnisse vor 500 Jahren, wo die Pest die Menschheit bedroht und es keine Medizin dagegen gab,  ist nicht weniger aktuell, denn beschaut man sich unsere jetzige weltweite  Bedrohungssituation durch den unsichtbaren Feind mit Namen Corona, kann man sich die angespannte Lage in Zons zur damaligen Zeit noch viel besser vorstellen, denn etwas Ähnliches erleben wir ja leider selbst gerade…
Ich bin immer wieder begeistert von den Büchern von Catherin Shepherd und outet mich gern hier als ihr Fan! Alles was ich bisher und jetzt erneut aus ihrer Feder gelesen habe, hat mich von der ersten Seite an gefesselt und die Zeit vergessen lassen und bedeutet für mich einfach nur Lesegenuss pur!
Fazit: Einfach nur klasse! Spannung und Lesegenuss pur bekommt hier an gleich im Doppelpack serviert! Bitte weiter so und mehr davon!

 

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Catherine Shepherd: Dunkle Botschaft

kafel verlag

Die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz mit dem Hang zum „Detektivspielen“ hat nach „Winterkalt“ nun in „Dunkle Botschaft“ ihren vierten Einsatz.
Hatte Catherine Shepherd im vorherigen Buch die Leser noch in die Gedankenwelt eines Opfers eintauchen lassen, erfährt man in der aktuellen Geschichte parallel und eingewoben warum „das Böse böse wurde“….
Wie gewohnt sind die Kriminalfälle nichts für schwache Nerven und der eine oder andere Schauer lief mir beim Lesen auch über den Rücken!
Julia Schwarz leitet seit kurzer Zeit das rechtsmedizinische Institut, was viel „Papierkram“ bedeutet und ihr Schweißperlen auf die Stirn zaubert. Sie ist froh, wenn sie an ihren eigentlichen Arbeitsbereich „fliehen“ kann, wo gerade ihre engagierte  und besonders clevere Assistentin Lenja den Leichnam einer jungen Frau zur Obduktion vorbereitet. Die Untersuchung soll klären ob der Stromschlag in der Badewanne tatsächlich ein Unfall war…. Doch diese These kann Julia ganz schnell entkräften, denn auf der Kopfhaut unter den Haaren versteckt, hat der Mörder eine Botschaft hinterlassen, die es schnell zu entschlüsseln gilt, denn sonst – das ist sicher – stirbt wieder jemand….
Doch diese rätselhafte Botschaft zu knacken ist sehr schwer, dann hat Julia eine Idee und tatsächlich ist sie dem Bösen ganz dicht auf den Fersen und es kommt zu einer Konfrontation, die allerdings so abrupt geschieht, dass Julia zu Boden geschleudert wird und sie keine Chance hat die flüchtende Person festzuhalten. Was sie dann allerdings entdeckt, lässt sie das Blut in den Adern gefrieren…..
Das bestialische Morden geht noch weiter und die Botschaften, die es zu entschlüsseln gibt, werden immer schwieriger. Julias Assistentin Lenja vertieft sich in diese Rätsel und gemeinsam gehen die beiden Frauen dann einer Spur nach, was allerdings keinen guten Ausgang nimmt…
Erneut hat Catherin Shepherd es geschafft, mich mit ihrem Erzählstil zu fesseln. Dem „Bösen“ eine Stimme zu geben ist ihr wunderbar gelungen. Verdächtige gibt es einige im Verlauf, doch bis zur Auflösung des Falls ist es ein nervenaufreibender „schwieriger Parcours“, den ich allerdings gern in Windeseile genommen habe, um die „Auflösung“ zu erfahren…
Mir wird Julia Schwarz immer sympathischer und durch ihre Beziehung zu Kriminalkommissar Florian Kessler „taut“ sie auch menschlich etwas auf. Gelungen fand ich auch, dass Lenja hier durch ihren Scharfsinn punkten konnte, obwohl sie dadurch dem Bösen lebensbedrohlich nah kam…
Fazit:  Ich gebe hier keine Rätsel auf: Volle Punktzahl für diesen nervenaufreibenden, meisterhaft präsentierten Thriller! Bitte mehr davon!
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Catherine Shepherd: Der Blütenjäger

Kafel Verlag

Letztes Jahr im Sommer jagte die LKA-Ermittlerin Laura Kern noch den „Flüstermann“, nun ist es „Der Blütenjäger„, der sein Unwesen treibt…
Wie schon bei den vorherigen Thrillern dieser Reihe wird man gleich von der ersten Seite an in eine Szenerie katapultiert, die man sich gut vorstellen kann, die auf den ersten Blick harmlos erscheint, das Opfer noch völlig unbedarft ist, aber man von jetzt auf gleich sich in einer alptraumhaften Situation befindet, die man selbst nicht erleben möchte….
Die Autorin nimmt den Leser handlungsmäßig mit ins Berliner Nachtleben, wo in den unzähligen Diskotheken „Partytime“ angesagt ist. Genau in diesem Umfeld schnappt sich jemand junge Frauen, betäubt sie und ohne dass jemand etwas davon mitbekommt, verschleppt er sie irgendwo hin. Offenbar bekommen die Opfer noch eine kurze Gnadenfrist bevor sie dann irgendwo im Wald ausgesetzt werden. Obwohl sie versuchen zu fliehen, gelingt dies den vier gefunden Opfern leider nicht, denn man findet sie erschossen auf.  Neben den toten Frauen liegen Blüten und Bilder, die Laura Kern und ihrem Team Rätsel aufgeben. Um zu verstehen, was für ein Mensch zu so einer Tat fähig ist, bekommt das Team Unterstützung von einer Psychologin, die die Ermittlungen mit ihrem Wissen begleitet…
Die Autorin ist sehr geschickt darin falsche Fährten auszulegen, denn an Verdächtigen mangelt es nicht. Auch einige zwielichtige Personen rücken in den Fokus des Geschehens, ohne dass das Morden aufhört, so dass Laura Kern unter Zeitdruck ermittelt, aber der wahre Täter hält sich gut versteckt, bis sie das letzte Puzzlesteinchen findet und sich ein klares Bild ergibt, wer hier sein Unwesen getrieben hat.
Gut nachvollziehbar und geschickt eingewoben in die Ermittlungen gibt es etwas Einblick in Lauras Privatleben und eine Parallelhandlung, die sich vor 20 Jahren ereignet hat, wo ein kleines Mädchen auf tragische Weise ums Leben kam…..
Mich hat die Handlung sofort in Beschlag genommen – ein „Sprung ins Geschehen“ gelang ganz schnell und ich heftete mich an die Fersen der Ermittlerin, bekam eine Gänsehaut bei der „Opferszenerie“, kostete jede falsche Fährte aus und genoss das nicht vorhersehbare Ende des Buches!
Fazit: Thriller von Catherine Sheperd machen süchtig! Fesselnde Spannung durchzieht das Buch, gut gezeichnete Charaktere beleben die bildhaften Szenerien und das Böse wird erst am Ende demaskiert! Bitte mehr davon und weiter so!
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Susanne Kliem: Lügenmeer

C.Bertelsmann

Zuletzt hatte ich im März 2017 von der Autorin den spannenden Psychothriller „Das Scherbenhaus“ vorgestellt .
Nun gibt es Nachschub in Sachen Spannung und man taucht gleich ganz schnell ein ins „Lügenmeer:“.
Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven bzw. von unterschiedlichen Personen erzählt, zeitlich springt man von der Jetztzeit 19 Jahre zurück, wo eine Jugendclique ausgelassen Svenjas Geburtstag in einem Hallenbad feiert, der dann jäh mit dem Tod von Milla, ihrer besten Freundin endet…
In der Jetztzeit kommt Magnus zurück in seinen Heimatort. Vor 19 Jahren war er mit Milla befreundet und ihn hatte man auch für ihren Tod verantwortlich gemacht.  Obwohl er seine Unschuld beteuerte und ihn ein Gericht freigesprochen hat, änderte das an der Einstellung der Einheimischen bis heute nichts….
Um endlich Licht ins Dunkel von damals zu bringen, will Magnus, der mittlerweile Anwalt ist, nun die Wahrheit herausfinden, was ein schwieriges Unterfangen ist….
Das Wiedersehen mit seinen damaligen Freunden ist zwiespältig, besonders mit  Svenja verband ihn einst eine ganz besondere Freundschaft, doch sie ist mittlerweile mit Enno verheiratet, der einen besonderen Part einnimmt, denn seine Aussage damals brachte Magnus vor Gericht…
Magnus muss einige Hürden nehmen um das Vergangene aufzuarbeiten, besonders schwierig wird es, als er merkt, dass seine ehemaligen Freunde sich hinter Fassaden verbergen, ihm Lügen unterbreiten oder sich nicht an die alles verändernde Feier erinnern wollen, weil die Wunden immer noch nicht verheilt sind….
Alle „Hauptfiguren“ haben schwierige Charaktere. Keiner von ihnen war mir richtig sympathisch, was sich auch im Verlauf nicht änderte, als man Näheres über ihre zu „tragenden Päckchen“ erfährt.  
Besonders durch die unterschiedlichen Sichtweisen kommt man Stück für Stück „der Wahrheit“ näher. Ich hatte eine Ahnung wie die aussieht und welche Folgen sie nach sich zieht. Ich lag richtig, was aber den Lesewert diese Buches nicht schmälert.
Der Roman liest sich gut und die fesselnde Spannung lässt einen schnell ins Geschehen eintauchen.
Fazit: Die Suche nach der Wahrheit ist spannend geschrieben, fesselnd erzählt und lesenswert!

 

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Freda Wolff: Nichts ist kälter als der Tod

aufbau Verlag

Vor kurzem  hatte ich hier ja das das zweite Buch aus der Reihe um die Psychologin Merette und ihren Mann Jan-Ole, der bei der norwegischen Polizei als Sonderermittler tätig ist, vorgestellt. Handlungsmäßig mussten sich die beiden ja anfänglichen noch einmal mit der Entführung ihrer Tochter Julia und deren Freundin befassen, da Axel, der dafür verurteilte Täter aus der forensischen Psychiatrie entweichen konnte und es zu Ereignissen kam, die den Verdacht aufkommen ließen, dass der Entflohene auf Rache an Merette und Co. aus sei.
Die Nachwirkungen aus dem recht turbulenten und aufregenden Handlungsverlauf sind in aktuellen Buch „Nichts ist kälter als der Tod“ noch zu spüren und besonders Merette ist gesundheitlich sehr angeschlagen. Sie ist rollstuhlpflichtig und befindet sich zurzeit in einer Reha-Klinik. Auch Jan-Ole ist krankgeschrieben und besonders psychisch angeschlagen und er dümpelt zuhause so vor sich hin.
In diese Situation hinein bekommt er einen Anruf von seiner früheren Kollegin Kristina, die ihm um Mithilfe bei einem schwierigen Fall bittet: 
Es ist Winter und alles schneebedeckt und viele Gewässer sind zugeforen. Ein Reisebus mit 14 Theaterleuten ist bei der Fahrt über einen See eingebrochen und alle Insassen sind dabei zu Tode gekommen. Alles deutete anfangs auf ein Unfallgeschehen hin. Beim Blick auf die Insassenliste stolpert Kristina dann über einen Namen, der maßgeglich an den Ereignissen aus dem letzten Fall, den sie mit Jan-Ole bearbeitet hatte, in Zusammenhang steht…
Jan-Ole wird bei dem Namen ebenfalls hellhörig und bei genaueren Untersuchungen an der Unfallstelle tauchen dann Hinweise auf, die auf Manipulation des Eises und somit auf Mord hindeuten. Es dauert nicht lange und Jan-Ole ist zusammen mit Kristina wieder im Einsatz…
Mehr möchte ich zum weiteren Geschehen gar nichts verraten, denn das Buch liest sich erneut sehr gut.
Den anfänglichen Handlungsteil bezüglich Reisebus und die damit verbundenen Ermittlungen, die dann zu einer besonderen Schlüsselfigur, die irgendwie nicht kleinzukriegen ist, führt, fand ich etwas zu ausführlich geschildert bzw. sie nimmt zuviel Raum in der Gesamthandlung ein.  Die vielen Wendungen, die immer neue Verdachtsmomente aufkommenließen, waren zwar interessant und gut erzählt, aber die „Spur“, die dann des Rätsels Lösung beinhaltet, war dann einfach zu knapp ausgearbeitet.  Ich muss sagen, diese besondere Spur hatte ich gleich zu Beginn der „Eisszenerie“ verdachtsweise im Hinterkopf behalten. Nichtsdestotrotz wird man hier gut unterhalten, was auch maßgeblich durch den wunderbaren Erzählstil gegeben ist.
Ich hatte den Eindruck, Band 3 schließt die Gesamthandlung aus „Schwesterlein muss sterben“, „Töte ihn, dann darf sie leben“ und den Ereignissen im aktuellen Buch jetzt endgültig ab und man darf gespannt sein, ob es weitere Bücher aus der Reihe gibt.
Fazit: Irgendwie liest sich Band 3 wie ein Schlussakkord der Reihe, punktet besonders wieder durch die gelungene  fesselnde Erzählweise, so dass Seite um Seite dahin fliegen und man darf gespannt sein, ob die Reihe fortgesetzt wird!

 

 

 

 

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