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Freda Wolff: Nichts ist kälter als der Tod

aufbau Verlag

Vor kurzem  hatte ich hier ja das das zweite Buch aus der Reihe um die Psychologin Merette und ihren Mann Jan-Ole, der bei der norwegischen Polizei als Sonderermittler tätig ist, vorgestellt. Handlungsmäßig mussten sich die beiden ja anfänglichen noch einmal mit der Entführung ihrer Tochter Julia und deren Freundin befassen, da Axel, der dafür verurteilte Täter aus der forensischen Psychiatrie entweichen konnte und es zu Ereignissen kam, die den Verdacht aufkommen ließen, dass der Entflohene auf Rache an Merette und Co. aus sei.
Die Nachwirkungen aus dem recht turbulenten und aufregenden Handlungsverlauf sind in aktuellen Buch „Nichts ist kälter als der Tod“ noch zu spüren und besonders Merette ist gesundheitlich sehr angeschlagen. Sie ist rollstuhlpflichtig und befindet sich zurzeit in einer Reha-Klinik. Auch Jan-Ole ist krankgeschrieben und besonders psychisch angeschlagen und er dümpelt zuhause so vor sich hin.
In diese Situation hinein bekommt er einen Anruf von seiner früheren Kollegin Kristina, die ihm um Mithilfe bei einem schwierigen Fall bittet: 
Es ist Winter und alles schneebedeckt und viele Gewässer sind zugeforen. Ein Reisebus mit 14 Theaterleuten ist bei der Fahrt über einen See eingebrochen und alle Insassen sind dabei zu Tode gekommen. Alles deutete anfangs auf ein Unfallgeschehen hin. Beim Blick auf die Insassenliste stolpert Kristina dann über einen Namen, der maßgeglich an den Ereignissen aus dem letzten Fall, den sie mit Jan-Ole bearbeitet hatte, in Zusammenhang steht…
Jan-Ole wird bei dem Namen ebenfalls hellhörig und bei genaueren Untersuchungen an der Unfallstelle tauchen dann Hinweise auf, die auf Manipulation des Eises und somit auf Mord hindeuten. Es dauert nicht lange und Jan-Ole ist zusammen mit Kristina wieder im Einsatz…
Mehr möchte ich zum weiteren Geschehen gar nichts verraten, denn das Buch liest sich erneut sehr gut.
Den anfänglichen Handlungsteil bezüglich Reisebus und die damit verbundenen Ermittlungen, die dann zu einer besonderen Schlüsselfigur, die irgendwie nicht kleinzukriegen ist, führt, fand ich etwas zu ausführlich geschildert bzw. sie nimmt zuviel Raum in der Gesamthandlung ein.  Die vielen Wendungen, die immer neue Verdachtsmomente aufkommenließen, waren zwar interessant und gut erzählt, aber die „Spur“, die dann des Rätsels Lösung beinhaltet, war dann einfach zu knapp ausgearbeitet.  Ich muss sagen, diese besondere Spur hatte ich gleich zu Beginn der „Eisszenerie“ verdachtsweise im Hinterkopf behalten. Nichtsdestotrotz wird man hier gut unterhalten, was auch maßgeblich durch den wunderbaren Erzählstil gegeben ist.
Ich hatte den Eindruck, Band 3 schließt die Gesamthandlung aus „Schwesterlein muss sterben“, „Töte ihn, dann darf sie leben“ und den Ereignissen im aktuellen Buch jetzt endgültig ab und man darf gespannt sein, ob es weitere Bücher aus der Reihe gibt.
Fazit: Irgendwie liest sich Band 3 wie ein Schlussakkord der Reihe, punktet besonders wieder durch die gelungene  fesselnde Erzählweise, so dass Seite um Seite dahin fliegen und man darf gespannt sein, ob die Reihe fortgesetzt wird!

 

 

 

 

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Freda Wolff: Töte ihn, dann darf sie leben

aufbau-verlag

Vor ein paar Jahren habe ich das erste Buch „Schwesterlein muss sterben “ aus der Krimi-Reihe um die Psychologin Merete und Jan-Ole, dem Ermittler einer Spezialeinheit der norwegischen Polizei in der Hörbuchfassung“ gelesen von Dietmar Bär, genossen. Dieser spannende Thriller war mir in Erinnerung geblieben.
Nun habe ich die „Fortsetzung“ mit dem Titel „Töte ihn, dann darf sie leben“ selbst gelesen und habe mich gleich wieder gut ins damalige Geschehen mit der Entführung von Meretes Tochter Julia und deren Freundin Marie durch den psychisch auffälligen Aksel Karlsen, einem ehemaligen Patienten von Merete, hineinversetzten können. Das erste Buch endete mit der Festnahme von Aksel, der danach in die forensische Psychiatrie eingewiesen wurde….
Nach den damaligen Ereignissen ist einige Zeit vergangen und Julia und Marie versuchen mit Hilfe von Therapeuten die Entführung zu verarbeiten, weswegen sie jetzt den Versuch starten, allein in den Urlaub zu fahren. Auch Merete und Jan-Ole, die sich privat wieder etwas angenähert haben, wollen einen Urlaub in einer abgelegenen Berghütte verbringen um die damaligen Ereignisse besser zu verarbeiten…
Die ausgemachte „Funkstille“ zwischen den beiden jungen Frauen und ihren Familien wird dann jäh unterbrochen, denn Jan-Ole wird brutal niedergeschlagen und Merete findet ihn bewusstlos auf. Während sie im Krankenhaus darauf wartet, dass er wieder aufwacht und erzählen kann, was passiert ist, bekommt Merete einen besorgniserregenden Anruf: Aksel Karlsen ist die Flucht aus der Psychiatrie gelungen…..
Ein Anfangsverdacht keimt in Merete auf und bald vermutet sie, dass Aksel irgendwie ihren Aufenthaltsort herausbekommen hat und sie macht ihn verantwortlich für den Anschlag auf Jan-Ole. Tatsächlich entwickelt sich die Geschichte in diese Richtung und Merete erhält eine Nachricht von „unbekannt“ nebst Foto von Julia, worin steht: „Töte ihn, dann darf sie leben“…..
Wie es weitergeht, werde ich nicht verraten. Ich habe in Null-Komma-Nichts dieses spannende Buch gelesen. Die Lösung des ganzen Geschehens habe zwar ich irgendwie geahnt, aber nichtsdestotrotz hat mich dieses  gut lesbare/abgefasste Buch gut unterhalten.  Besonders durch die Twists in der Handlung und die unterschiedlichen Erzählstränge/Sichtweisen habe ich immer wieder meinen Verdacht überdenken müssen, was mir gut gefallen hat!
Fazit: Page-Turner, der gut und spannend unterhält und eine  lesenswerte fesselnde Fortsetzung des Vorgängerbuches ist!

 

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JD Sanders: Die Brücke – Liebe kennt kein Zurück

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20 Jahre ist es her, dass Carol Judge Farncombe Richtung London verlassen hat. Nach dem Studium arbeitet sie jetzt dort als Anwältin.  Nun sucht sie Zuflucht bei ihren Eltern um Abstand zu ihrem Freund Charles zu bekommen…..
Gleich nach ihrer Ankunft im Ort ihrer Kindheit und Jugend zieht es sie an einen besonderen Platz, wo sie sich früher gern aufhielt.  Als es heftig zu regnen beginnt, ist sie in Nähe der alten Hängebrücke, als sie auf der anderen Seite eine Person ausmacht, dessen Umrisse sie jäh an ihre hier zurückgelassene Jugendliebe John erinnert, in dessen Schuld sie immer noch steht. Aber die Person hastet vorwärts und dreht sich auch auf ihr Rufen nicht um….
Helen ist Carols beste Freundin, die immer noch vor Ort lebt. Über die Jahre ist der Kontakt spärlich gewesen und deshalb freut sich Carol darauf sich abends mit ihr im Pub zu treffen.
Doch Helen erscheint nicht zur Verabredung. Am nächsten Tag wird ihre Leiche aus dem Wasser geborgen. Spekuliert wird über Selbstmord oder Unfall, aber im Verlauf der Handlung passiert dann noch einiges, was noch in eine ganz andere Richtung denken lässt….
Leider endet das Buch „Die Brücke“ viel zu schnell und ich kann kaum erwarten, wie es weiter geht…
Neben der Kriminalhandlung gibt es auch einige romantische Textpassagen, die gut ins Geschehen passen. Der Erzählstil ist von Anfang an flüssig, bildhaft und sehr fesselnd, so dass man ganz schnell in die Handlung abtaucht und sich an der englischen Küste wiederfindet.
Ich kann nur sagen, das Debut ist gelungen! Die hoffentlich bald erscheinende Fortsetzung  kann dann durchaus seitenstärker sein!
Fazit: Spannende Krimi-Erzählung, die mit einem guten Schuss Romantik gewürzt ist und hoffentlich bald fortgesetzt wird! Sehr lesenswert!

 

 

 

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Paul Finch: Die Spinne

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Wer die beiden spannenden Bücher „Mädchenjäger“ und „Rattenfänger“ von Paul Finch mit Detective Mark „Heck“ Heckenburg, der im Dezernat für Serienverbrechen bei New Scotland Yard arbeitet, kennt und auf seinen nächsten großen Einsatz (im Juni 2015!) wartet, dem wird mit dem kostenlosen E-Book „Die Spinne“ die Wartezeit verkürzt und es gibt zusätzlich eine Leseprobe des neuen Falles »Spurensammler«!
Dies ist Hecks erster Fall und er arbeit noch als  Streifenpolizist in Manchester.  Man schreibt das Jahr 1997, als er in den frühen Morgenstunden in seinem Dienstwagen sitzt und zu einem Einbruch gerufen wird.
Der Einbruch entpuppt sich als eine viel schwerwiegendere Straftat, denn der seit langem gesuchte Sex-Straftäter „Die Spinne“ hat wieder zugeschlagen und Heck gelingt es den durch seine akrobatischen Fähigkeiten berühmten Fassadenkletterer, der nachts in die Schlafzimmer seiner Opfer einbricht, zu entdecken und zu verfolgen…..
Was der Autor besonders gut kann, ist Situationen oder Szenen bis ins kleinste Detail aufzuschreiben, so das man als alles direkt vor Augen hat. In dieser Kurzgeschichte ist es dann eine atemberaubende Kletterpartie in deren Mittelpunkt Heck und die Spinne stehen und keiner ohne Blessuren davon kommt..
Fazit: Hier steht die Verfolgung im Mittelpunkt, die restliche Handlung kommt etwas zu kurz, doch um die Wartezeit auf den nächsten Fall zu überbrücken, sicherlich lesenswert!

 

 

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Ina Jung/Christoph Lemmer: Der Fall Peggy

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Durch die erneute Medienberichterstattung bin ich auf den „Fall Peggy“ aufmerksam geworden. Zwar nimmt man wahr, dass ein Kind vermisst wird, aber genau beschäftigen tut man sich dann meistens nicht damit, weil man ja selbst nicht betroffen ist. Mir war noch im Gedächtnis, das jemand dafür ins Gefängnis gekommen ist, aber was genau passierte, daran konnte ich mich nicht mehr erinnern. Hellhörig geworden bin ich, als Zweifel an der Täterschaft des damals verurteilten Ulvi Kulac aufgekommen sind. Aus diesem Grunde wollte ich mehr über das Verschwinden der kleinen Peggy erfahren und habe erst einmal das Buch „Der Fall Peggy“ gelesen.
Dieses Buch hat mir mal wieder gezeigt, dass Recht haben und Recht bekommen anscheinend wie ein Roulettespiel ist! Was mir doch zu denken gibt, denn eigentlich erwartet man doch etwas anderes als Manipulation und Zurechtbiegen von Fakten nur damit ein Fall schnell abgeschlossen wird.
Und das scheint in diesem Fall hier doch geschehen zu sein. Die beiden Autoren des Buches sind immer am Ball geblieben und haben auch dazu beigetragen, dass dieser Fall neu aufgerollt wird und das die Ermittlungen wieder aufgenommen wurden!
Vor diesem Engagement kann man nur den Hut ziehen, was ich hiermit tue und ich kann nur jedem empfehlen dieses Buch zu lesen!
Hier wird anhand von Fakten aufgezeigt, was alles seit dem 07.05.2001, dem Tag als die kleine neunjährige Peggy Knobloch in Lichtenberg/Oberfalz spurlos verschwand, geschehen ist.  Bis heute gibt es kein Lebenszeichen von ihr, aber es wurde auch keine Leiche gefunden, was man sich immer wieder vor Augen führen sollte. Ulvi Kulac, der geistig behindert ist, hatte zwar vor seiner Verurteilung wegen Mordes ein Geständnis abgelegt, es aber dann bald widerrufen. Trotzdem wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt! Dieses Buch zeigt auf, wie es dazu kommen konnte.
Da nun bereits Bewegung in den Fall gekommen ist, gibt es von den beiden Autoren mittlerweile eine Fortsetzung als Kindle-Fassung mit dem Titel „Der Fall Peggy – Die Wiederaufnahme: (Kindle Single)“.
Hier wird weitergeführt und geschildert, was seit Erscheinen des ersten Buches geschehen ist. Besonders interessant und beachtenswert ist, dass durch das akribische Recherchieren der beiden Autoren jetzt auf einmal Spuren verfolgt werden, die auf Personen hindeuten, die wie man so schön sagt, aus dem näheren Umfeld von Peggy kommen.
Fazit: Spannende und engagierte Spurensuche nach der immer noch vermissten Peggy Knobloch!
Besonders beachtenswert ist auch, dass das Wiederaufnahmeverfahren heute mit dem Freispruch von Ulvi Kulac endete!
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Gerlind Schmidt: Die Frauen des Journalisten

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Auf einem Jazzkonzert in Berlin macht der Journalist Michael Worthmann die folgenschwere Bekanntschaft mit Claudia Metzler. Die beiden treffen sich nach dem Konzert wieder und beginnen eine Affäre. Doch von Anfang an macht Michael Claudia klar, dass es für ihn keine Liebesbeziehung ist und er trifft sich auch nie mit ihr bei sich zuhause. Claudia scheint dies schwer akzeptieren zu können und es gibt des Öfteren darüber Diskussionen, doch Michael bleibt bei seiner Einstellung, was er bald schon bereuen wird….
Zwei Jahre später wird er in seinem Haus verhaftet und sitzt seit dem in Untersuchungshaft, denn die Anklage lautet: Misshandlung und Vergewaltigung von Claudia Metzler….
Michaels Freund aus Studententagen, der Rechtsanwalt Wolfgang Röder versucht mit Hilfe des Privatdetektivs Paul Lienhardt die Unschuld von Michael  zu beweisen. Dies erweist sich als besonders schwierig,  denn Claudia Metzler ist wie vom Erdboden verschwunden als man sie genauer zu den Vorwürfen befragen will…
In der Gefängniszelle hat Michael Worthmann viel Zeit und er denkt über sich und die Frauen nach, die in seinem Leben bisher eine Bedeutung gehabt haben.

 

Die Geschichte „Die Frauen des Journalisten“ wird in unterschiedlichen Zeitebenen erzählt, was zum Teil zwar nachvollziehbar ist, aber teils auch verwirrt. Die Storyline selbst fand ich gar nicht schlecht, allerdings geht die Autorin in manchen Passagen sehr ins Detail, was von der eigentlichen Handlung ablenkt. Zu den Beweggründen weshalb und wie es zu der Anschuldigung und der Verhaftung des Journalisten kommt, bleibt einiges im Dunkeln und wird nicht genug erklärt,  was eigentlich schade ist, denn das hätte die Leser sicherlich interessiert.
Fazit: Guter Handlungsansatz, der aber in wichtigen Passagen noch Fragen aufwirft
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