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Simon Beckett: Die ewigen Toten

Wunderlich

Der Meister der Spannung hat seine Leserschaft etwas warten lassen, denn den letzten Fall für den forensischen Anthropologen Dr. David Hunter mit dem Titel „Totenfang“ hatte ich hier im Oktober 2016 vorstellt.
Aber nun ist es soweit und der 6. Band mit dem Titel „Die ewigen Toten“ ist erschienen.
Für die Fans der Reihe brauche ich nicht zu erwähnen, dass man schon gute Nerven haben muss, da es nicht nur bei der Leichenschau ins Detail geht, sondern die Fälle an sich „nicht ganz ohne“ sind. Im aktuellen Geschehen ist nicht nur Dr. Hunters berufliches Wissen gefragt, sondern es gibt auch Einblicke in schwierige soziale Verhältnisse und menschliche Abgründe:
Seine vor einiger Zeit erlittene Stichverletzung zwickt den Doktor immer noch und die Person, die ihn damals niedergestochen hatte, ist untergetaucht, so dass immer noch eine gewisse Gefahrensituation besteht, weswegen er nun in einem gut gesicherten Apartmenthaus wohnt.
Von diesem modernen Apartmenthaus geht es dann handlungsmäßig an einen tristen und sehr baufälligen Gebäudekomplex, nämlich ins kurz vor dem Abriss stehende Krankenhaus St. Jude, wo man auf dem Dachboden eine mumifizierte Leiche gefunden hat, weswegen Dr. Hunter von der zuständigen Ermittlerin um Mitarbeit gebeten wird.  Während des Versuchs die sterblichen Überreste zu bergen, kommt es zu einem folgenschweren Deckeneinbruch. Während der Staub sich langsam verzieht, kann man dann in den darunter liegenden Raum blicken, wo sich mehrere Betten befinden und in denen irgendetwas liegt, was menschenähnliche Konturen aufweist…
Dieser Raum entpuppt sich als ein großes Rätsel für das Bergungsteam, denn es gibt dort keine Türen oder Fenster und außerdem  ist er in keinem Plan verzeichnet. ..
Was soll ich noch schreiben, Simon Beckett ist ein Meister seines Fachs! Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt. Das Gesamtbild der einzelnen Puzzle-Teilchen erschließt sich langsam, aber es wird nie langweilig, sondern die Atmophäre verdunkelt sich langsam und eine nicht greifbare unheilvolle Spannung durchzieht das gesamte Buch und erst ganz zum Schluss zeigt „das Böse“ sein wahres Gesicht. Echt klasse!
Fazit: Für Leser mit starken Nerven, Spannungsliteratur vom Feinsten, die von Anfang an fesselt und meisterhaft erzählt wird!

 

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Book Club – Das Beste kommt noch

EuroVideo VÖ 31.01.19

Hier gibt es ein Wiedersehen mit vielen bekannten Darstellern wie z.B. den vier Hauptdarstellerinnen von „Book Club – Das Beste kommt noch“ Jane Fonda, Diane Keaton, Candice Bergen und Mary Steenburgen.
An ihre Seite hat man ebenso tolle männliche Darsteller wie Don Johnson, Andy Garcia, Craig T. Nelson oder auch Richard Dreyfuss gestellt, was schon mal eine vielversprechende Kombination ist….
Handlungsmäßig möchte ich gar nicht so ins Detail gehen, denn dieser charmante Spielfilm ist gelungen! Und das Darstellerensemble ist schon mal der erste Pluspunkt, man merkt, dass die Chemie zwischen allen stimmt und es macht einfach Spaß der humorvollen und mit einem Augenzwinkern erzählten Handlung zu folgen:
Seit vielen Jahren treffen sich die vier Freundinnen Vivian (Jane Fonda), Diane (Diane Keaton), Carol (Mary Steenburgen) und Sharon (Candice Bergen) zu ihrem regelmäßig anberaumten Buch-Club, wo sie über alles Mögliche reden, aber auch jede mal dran ist um ein Buch ihrer Wahl vorzustellen und über deren Inhalt zu diskutieren. Alle vier Frauen haben 50+ an Lebensjahren und können bereits einen Blick zurückwerfen auf ein mehr oder weniger harmonisches Privatleben, eine erfolgreich verlaufene Karriere oder finanzielle Unabhängigkeit, so dass Männer kaum noch ein Gesprächsthema sind.
Doch das ändert sich schlagartig als Vivian das neue Buch vorstellt, das sie gerade liest und dessen Inhalt sie unbedingt mit ihren guten Freundinnen teilen möchte.  Dabei handelt es sich um den Erotik-Bestseller von E.L. James  „Fifty Shades of Grey“…. (wurde ja auch bereits verfilmt)
Was sich dann durch die pikante Lektüre im Leben aller vier Frauen ändert, sollte sich jeder selbst ansehen, hier gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack: Trailer
Die turbulente, humorvolle Handlung ist unterhaltsam, nimmt vielleicht auch ein wenig die Angst vorm Altern und durch die tollen Schauspieler ist dieser Film einmal mehr sehenswert!
Bonus-Material: Interviews mit den  Darstellern und Regisseur
Fazit: Charmante, humorvolle Handlung, dargeboten von einem tollen Schauspieler-Ensemble was diesen Spielfilm einmal mehr sehenswert macht!
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Susanne Mischke: Zärtlich ist der Tod

Piper Verlag

Zuletzt ermittelte das Team um Hauptkommissar Bodo Völxen in „Alte Sünden“ in und um Hannover herum. Dieses Mal wird es für einige Damen in der Handlung eher sündhaft teuer, denn in „Zärtlich ist der Tod“ hat es das Ermittler-Team mit dem Thema „Heiratsschwindel“ nebst Mord zu tun.
Im Team hat sich nach der Heirat von Jule Wedekin und Fernando Rodriguez etwas verändert, denn Jule ist jetzt beim LKA beschäftigt. Aber die geneigten Leser müssen auf diese Figur nicht verzichten, die Autorin hat sich hier in Sachen „Zusammenarbeit“ etwas einfallen lassen…
Neben dem Ermittler-Team gehört ja schon seit langem – zumindest am Rande –  immer auch Edeltraut Cebulla als engagierte Sekretärin von Bodo Völxen mit dazu.
In diesem Buch bekommt sie eine Art Hauptrolle, denn in ihrem Privatleben läuft plötzlich etwas schief. Hatte sie sich doch gerade noch auf ein schönes Wochenende an der Ostsee mit ihrem Freund Viktor Füssli gefreut, muss sie sich dann überwinden und sich an ihren Chef Hauptkommissar Völxen wenden, denn der erst kürzlich in ihr Leben getretenen Viktor scheint verschwunden zu sein und nicht nur er, sondern auch recht viel Geld, dass Edeltraut Cebulla ihm gutgläubig überlassen hatte…
Doch besagter Viktor scheint nicht nur Frau Cebulla schöne Augen gemacht zu haben, denn nach einigen Recherchen deutet einiges auf einen gewieften Heiratsschwindler hin…
Wäre diese Tatsache nicht schon schlimm genug für die Sekretärin, kommt es noch schlimmer, denn eine der anderen umgarnten Frauen wird ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden…
Mehr vom Inhalt dieses wirklich gut gelungenen, spannenden Krimis wird nicht verraten. Der Autorin ist hier ein Page-Turner gelungen, den man nur empfehlen kann, zumal auch erst ganz am Schluss Licht ins Dunkel der Ermittlungen kommt, was ich persönlich immer ganz besonders gut finde.
Neben der Kriminalgeschichte gibt es wieder Einblicke in die Welt der Schafe von dem Privatmann Bodo Völxen, aber auch reichlich Drumherum mit den anderen Team-Mitgliedern, was ja diese Krimi-Reihe auch ausmacht und einen gewissen Charme vermittelt.
Fazit: Daumen hoch, volle Punktzahl und bitte weiter so eine spannende Fortsetzung der Reihe!

 

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