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Romy Fölck: Bluthaus

Lübbe

Anfang d. J. hatte ich hier das erste Buch „Totenwegmit der jungen zielstrebigen Polizistin Frida Paulsen vorgestellt und gehofft, dass es bald „Nachschub“ in Sachen Spannung von der Autorin gibt.
Nun ist „Bluthaus“ erschienen und Frida Paulsen hat nach den vorherigen lebensbedrohlichen Ereignissen erst einmal ihre Karriere und überhaupt den Polizeidienst unterbrochen und sich eine Auszeit auf dem elterlichen Obsthof in der Elbmarsch genommen…
Während sie mit ihren Eltern versucht, den in Schieflage geratenen Obsthof wieder auf Vordermann zu bringen, was viel Arbeit bedeutet, taucht unverhofft Fridas Freundin Jo, die sie seit einiger Zeit nicht mehr gesehen hatte,  bei ihr auf dem Hof auf. Obwohl Frida merkt, dass Jo etwas auf dem Herzen hat, verschwindet diese wieder nach einem unverfänglichen Gespräch….
Durch die viele Arbeit auf dem Hof kommt Frida erst einmal nicht dazu über das unerwartete Auftauchen von Jo nachzudenken, doch dann bekommt sie in den frühen Morgenstunden einen verzweifelten Anruf von ihr, denn sie befindet sich auf dem Polizeirevier, wo man sie befragt, da sie in der vergangenen Nacht eine schwer verletzte Frau gefunden hat, die sie nicht mehr retten konnte. Nun ist Jo davon überzeugt, dass sie unter Mordverdacht steht…..
In Windeseile macht sich Frida auf den Weg um ihrer Freundin beizustehen, doch Jo lässt sich nicht davon abbringen, dass die Polizei sie nicht nur als Zeugin befragen will und sie verschwindet spurlos….
Auch Fridas Kollege aus dem ersten Fall Bjarne Haverkorn ist wieder mit von der Partie, denn er untersucht den Todesfall an der Frau, die Jo gefunden hat…..
Ab hier fängt Frida an ihre Freundin zu suchen, was ein schwieriges Unterfangen wird, denn offenbar ist Jo in etwas verstrickt, dass mit einem alten Mordfall von 1997 zusammenhängt…
Die Erzählung ist der Autorin wieder spannend gelungen, die Ereignisse aus 1997 werden bruchstückhaft ins Gesamtgeschehen eingefügt, so dass sich manches Fragezeichen in Luft auflöst. Leider hatte ich recht früh eine Ahnung, wer oder was am Ende zur Auflösung des Falls im Mittelpunkt steht. Obwohl ich diesen Verdacht hatte, der sich als richtig herausgestellt hat, habe ich das Buch gern gelesen und würde vier von fünf möglichen Punkten geben und ich kann mir eine Fortsetzung der Reihe durchaus vorstellen!
Fazit: Lesenswerte spannende Fortsetzung, so dass die Reihe gern fortgesetzt werden sollte!
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Sandrone Dazieri: Schwarzer Engel

Piper Verlag

Endlich ist die Fortsetzung des Debüt-Thrillers „In der Finsternis“ erschienen!  Damals trafen die italienische Polizistin Colomba Caselli, die durch brisante Einsätze so einige Blessuren und Traumata davongetragen hat und das Entführungsopfer Dante Torre, der durch jahrelange Isolation psychisch schwer angeschlagen ist, aufeinander. Durch die Isolation hat Dante eine besondere Gabe entwickelt, er kann „Menschen lesen“ bzw. spürt er durch seine Sensibilität, ob jemand lügt oder etwas verschweigt etc.. Im Verlauf der sehr spannenden Geschichte entwickelten sich Colomba und Dante zu einem erfolgreichen, aber dennoch ungewöhnlichen „Ermittler-Duo“.
Endete das erste Buch mit einem für Dante vielversprechenden Telefonat und hoffte ich, dass die Fortsetzung „Schwarzer Engel“ nun sich mit diesem Handlungsteil befasst, war dies erst einmal nicht der Fall, aber der Autor enttäuscht seinen Leser nicht, denn in der Geschichte blitz immer wieder ein Gedanke Dantes diesbezüglich auf und die Handlung nimmt dann auch Bezug in diese Richtung. Nur in welche Richtung, dass verrate ich hier nicht…
Der neue Thriller beginnt aufsehenerregend und versetzt die römische Bevölkerung in Angst und Panik. Colomba Caselli ist gerade wieder im aktiven Polizeidienst zurück und muss sich gleich mit einem mysteriösen Fall befassen, denn im Hauptbahnhof von Rom werden in einem First-Class-Abteil eines Zugs der aus Mailand kam alle Fahrgäste tot aufgefunden. Auf den ersten Blick ist nicht zu erkennen, woran sie gestorben sind, dann gibt es ein Bekennervideo und die Einsatzkräfte können einen Terroranschlag nicht ausschließen….
Der hinzugezogene, immer noch schwer psychisch angeschlagene Dante Torre glaubt nicht an einen Terrorakt….
Tatsächlich entwickelt sich die sehr komplexe Geschichte in eine ganz andere Richtung und in kleinen eingeschobenen Kapiteln entschlüsselt sich dann der Zusammenhang zum Buchtitel, was dem Autor gut gelungen ist. Insgesamt hat mich dies Buch sehr schnell ins Geschehen eintauchen lassen und nicht wieder losgelassen, so fesselnd und spannend ist es geschrieben. Obwohl es reichlich Mitwirkende an unterschiedlichen Orten und Schauplätzen gibt, wird es nie unübersichtlich oder verliert man gar den Faden. Im Nachhinein betrachtet, stehen mir immer noch die Nackenhaare hoch, über was ich hier gelesen habe und kann durchaus einen Bezug zur Realität finden.
Fazit: Sehr komplexe Thriller-Story, die sehr fesselnd und spannend abgefasst ist. Die Fortsetzung um das ungewöhnliche Ermittler-Duo Caselli/Torre ist gelungen und wird hoffentlich bald weiter fortgesetzt!

 

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John Grisham: Forderung

Der Titel „Forderung“ des neuen Romans von John Grisham fasst gleich zusammen, um was es hier geht, nämlich um die Rückzahlung der hohen Beträge der Studienkredite, die sich bei den Jurastudenten ansammeln und die nach bestandenem Examen fällig werden. Aber Examen bedeutet nicht gleich lukrativer Job, denn der Markt ist heiß umkämpft und wer gar keinen Job bekommt, der hat ganz große Schwierigkeiten, die Schulden zu begleichen….
Im Mittelpunkt der Handlung stehen vier Jurastudenten, die sich kurz vor ihrem Examen befinden. Gordy und Zola haben eine Beziehung und Todd und Mark sind mit ihnen befreundet. Doch diese Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt….
Gordy treibt ein Gedanke um, der sich um das das Thema Studiengebühren, Universitätsabschlüsse, Anwaltskanzleien und betrügerische Machenschaften dreht. Obwohl manches plausibel klingt, ist der Beweis für seine Gedankengänge in der Realität schwierig zu erbringen. Doch im Verlauf wird manches deutlicher, aber man fragt man sich auch, wer betrügt hier eigentlich wen…
Dann passiert etwas Gravierendes….
Nach einer kurzen Erholungspause schmieden die Freunde einen wagemutigen Plan, der auch anfangs mehr recht als schlecht aufgeht, weswegen aber trotzdem ihre krummen Geschäfte nicht verborgen bleiben. Im Verlauf wird es dann ganz eng und es bleibt ihnen nur eine Option…..
Mehr möchte ich von Inhalt nicht preisgeben, denn das Buch liest sich gut.
John Grisham hat einen angenehmen Erzählstil und mich hat die Geschichte schnell gepackt. Diesmal ist er auch nicht so ins Detail gegangen, wenn es sich um Paragraphen oder sonstige Gegebenheiten des amerikanischen Justizsystems handelt.
Obwohl ich mich an manchen Stellen gefragt habe, ob man tatsächlich so leicht auf „Jobfang“ gehen kann,  verbuche ich das mal unter „schriftstellerischer Freiheit“.
Doch etwas gestört hat mich die „Unbedarftheit“ und offensichtliche „Ahnungslosigkeit“ der drei befreundeten Jurastudenten wenn es um Strafen für dieses oder jenes Vergehen oder auch z.B. die „unterschiedliche Gesetzgebung der Bundesstaaten“ ging, da hätte ich mehr juristisches „Input“ erwartet….
Fazit: Nichtsdestotrotz ist das Buch gut schrieben, unterhaltsam und  mit langsam ansteigender Spannung erzählt, auch wenn die Handlung da und dort für mich ein paar „Hänger“ hat, möchte ich doch insgesamt vier von fünf möglichen Punkten geben

Auch lesenswert vom Autor: „Das Komplott“ oder auch „Die Erbin

 

 

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Romy Fölck: Totenweg

Die Hauptakteurin hier heißt Frida Paulsen und sie ist eine junge zielstrebige Polizistin, die im Moment an der Hamburger Polizeiakademie kurz vor ihrem Abschluss zur Kommissarin steht. In diese Szenerie hinein ereilt sie in der Nacht ein Anruf ihrer besorgten Mutter, die ihr mitteilt, dass man ihren Vater zusammengeschlagen habe. Sein Gesundheitszustand ist sehr kritisch und er liegt im Koma…
Auf dem Weg in ihre alte Heimat in den Elbmarschen, wo ihre Eltern einen großen Apfelhof bewirtschaften, lässt Frida ihre schwierige und traumatische Kindheit revuepassieren: Als 13-jährige hatte Frida ihre beste Freundin Marit ermordet in einer alten Scheune gefunden. Der Täter wurde nie gefasst….
Der damals zuständige Ermittler Bjarne Haverkorn hat es nie verwunden, dass er den Täter damals nicht hat fassen können. Er hatte immer das Gefühl, jemand verschweigt etwas, doch er wurde dem nie habhaft. Durch Zufall bekommt er den Überfall auf Fridtjof Paulsen zugeteilt und so macht er sich auf den Weg um zu ermitteln…
Als Frida Paulsen dann dem Ermittler von damals wieder gegenübersitzt hat sie ein mulmiges Gefühl, denn seit vielen Jahren hütet sie ein Geheimnis…
Während Fridtjof Paulsen um sein Leben ringt, versucht Frida den heruntergewirtschafteten Hof ihrer Eltern zu retten, zumal ein windiger Großbauer ringsum alle Ländereien aufkauft und ihm alle Mittel recht sind um an sein Ziel zu kommen….
Neben viel Einblick in das Privatleben von Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn, ist es der Autorin gelungen eine spannende Kriminalgeschichte zu erzählen. Die Figuren sind gut gezeichnet, so dass man sie schnell vor Augen hat. Zwar konnte ich manche Beweggründe Fridas nicht nachvollziehen, aber vielleicht entwickelt sich diese Figur ja noch weiter, denn wie man in der „Vorschau“ sehen kann, folgt ja bald eine Fortsetzung in dieser Richtung.
Der alte ungelöste Fall, die aktuellen Geschehnisse und der doch relativ kleine Kreis von Verdächtigen haben mich dann bald in die richtige Richtung „laufen“ lassen um den Täter einkreisen können. Was aber das Gesamturteil über diesen flüssig und fesselnd abgefasten und somit gut gelungen Krimi mit dem Titel „Totenweg“ nicht schmälern soll, denn ich möchte hier durchaus meine Leseempfehlung aussprechen.
Fazit: Lesenswerter, flüssig und fesselnd abgefasster, gelungener Kriminalroman! Bitte weiter so!

 

 

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Arnaldur Indridason: Der Reisende

Lübbe

Als ich die ersten Seiten dieses Buches gelesen hatte, kamen mir die beiden Ermittler –  Flóvent von der Reykjavíker Polizei und Thorson, dem kanadischen Militärangehörigen mit isländischen Wurzeln – irgendwie bekannt vor.
Tatsächlich entdeckte ich sie in „Schattenwege“, einen spannenden Thriller der bereits 2016 in Deutschland erschienen war und den ich hier auch vorgestellt hatte. Allerdings war der damalige Fall zeitlich später angesiedelt als „Der Reisende“ und die aktuelle Handlung somit der erste Einsatz der beiden Ermittler:
Mitten im 2. Weltkrieg sind viele britische und amerikanische Soldaten auf Island stationiert, weswegen Thorson von seinen Vorgesetzten den Auftrag erhält bei den Ermittlungen eines Mordfalls die isländische Kriminalpolizei zu unterstützen.
Flóvent bearbeitet den heimtückischen Mord an einem Handlungsreisenden. Durch einen Kopfschuss ist nicht mehr viel vom Gesicht über, die Polizei vermutet aber, dass es sich um den Mieter der Wohnung Felix Lunden handelt, da man den Toten im Eingangsbereich der Wohnung aufgefunden hat. Da der tödliche Schuss offenbar aus einer Militärwaffe abgefeuert wurde, soll Thorson am Fall mitarbeiten, aber auch als Verbindungsglied zwischen den Einheimischen und den Besatzermächten fungieren…
Bei der Durchsicht der Wohnung und der „Arbeitstaschen“ des Toten wird eine kleine gefüllte Kapsel gefunden, deren Inhalt sich als brisant herausstellt und die Frage aufwirft, ob das Mordopfer für Deutschland spioniert hat….
Während mühseliger Kleinarbeit im Umfeld des Getöteten, wendet sich dann das Blatt, was erneut die Ermittlungen in eine andere Richtung schwenken lässt und nun auch eine Beziehungstat aus Eifersucht in Frage kommt…
Der Autor schafft es durch seinen besonderen ruhigen Erzählstil, der auch diesmal wieder eine „kleine Geschichtsstunde über Island“ beinhaltet, den Leser von der ersten Seite an zu fesseln und durch einige Schwenks die Handlung immer wieder in eine andere Richtung laufen lässt, so dass der Spannungsbogen bis zum Schluss erhalten bleibt.
Besonders die akribische Art wie die beiden Ermittler nur durch Gespräche mit vielen Personen der Lösung des Falls Stück für Stück näher kommen, hat mir gut gefallen. Selbst dem kleinsten Hinweis gehen sie unbeirrbar nach, was nie langweilig/-atmig ist, sondern diesen spannenden, nicht vorhersehbaren Krimi ausmacht! Toll!
Fazit: Spannend konstruierter, nebst kleiner „Geschichtskunde“ fesselnd erzählter, gut gelungener Kriminalroman!

 

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Shari Lapena: The Couple Next Door

Lübbe

Durch die auf der Coverrückseite abgedrucktem lobenden Worte der Medien, „angelockt“ , habe ich den Debüt-Krimi “The Couple Next Door“ von Shari Lapena nun selbst gelesen.
Zum Inhalt:
Anne und Marco sind die glücklichen Eltern von Baby Cora. Ihre Nachbarn haben sie zu einer „kinderfreien“ Geburtstagsparty eingeladen, weswegen sie einen Babysitter engagiert haben. Doch der sagt kurzfristig ab. Um die Party nicht platzen zu lassen, überlegen sie hin und her und entscheiden nebst Babyfon nach drüben zu gehen und halbstündig nach der Kleinen zu schauen.
Anfangs geht auch alles gut, doch zu fortgeschrittener Stunde und dem einen oder anderen Glas Wein gehen Anne und Marco dann zurück nach Haus, wo sie die Haustür offenstehend vorfinden und das Bett der kleinen Cora ist leer!
Nach dem ersten Schock rufen sie die Polizei, die dann alles auf den Kopf stellt, einschließlich dem Leben des jungen Elternpaares, denn Cora wird nicht gefunden….
Wäre der Verlust der Kleinen und die Schuldgefühle der Eltern, dass sie ihr Kind allein gelassen haben um zu feiern, nicht schon schlimm genug, setzt die Polizei dann noch einen drauf, denn sie vermutet, dass zumindest ein Elternteil in die Entführung des Baby verstrickt ist…
Der Verlauf der Handlung ist wendungsreich, das eine oder andere Geheimnis wird zu tagegefördert, war aber durch die Personenbeschreibungen bzw. die Charakterisierung  mancher Mitwirkender teils vorhersehbar….
Besonders schwer tue ich mich immer, wenn in Krimis/Thrillern mit medizinischen Diagnosen/Erkrankungen „gearbeitet“ wird um z.B. das Gefühlsleben einer Person zu beschreiben, wie es hier auch der Fall ist. Auch das „Herumspekulieren“ in welche Richtung diese Erkrankung sich ausufern könnte, um damit bei den Lesern Ängste zu schüren oder um die Spannung aufzubauen, finde ich entbehrlich, denn da habe ich schon bessere Formulieren über Gemütszustände gelesen.
Doch da es sich um einen Debüt-Krimi handelt, würde ich hier 3 von 5 möglichen Punkten geben, da zumindest der gradlinige, zwar etwas kühl wirkende Schreibstil gut lesbar sowie der rote Faden immer erkennbar ist. Durch die eingebauten Wendungen ist der Verlauf insgesamt gut gelungen, auch wenn mich als „Vielleser“ das Ende nicht unbedingt „verblüfft“ hat.
Fazit: Hochgelobtes Krimi-Debüt, das für mich allerdings an einigen Stellen noch „Wackler“ hat und daher nur 3 von 5 Punkten erhält

 

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Camilla Läckberg: Die Eishexe

List Verlag

Das Ehepaar Erica Falck und Patrik Hedström „ermitteln“ in ihrem 10. Fall!
Waren die beiden zuletzt auf der Suche nach der „Schneelöwin“, bekommen sie es jetzt mit der „Die Eishexe“ zu tun:
Erica recherchiert für ein neues Buch über einen alten Kriminalfall: Vor 30 Jahren passierte in Fjällbacka ein aufsehenerregender Mordfall. Die kleine vierjährige Stella verschwand vom Hof ihrer Eltern und wurde dann einige Zeit später tot aufgefunden. Zwei 13-jährige Mädchen gestehen den Mord, widerrufen ihr Geständnis dann aber im Verlauf, doch so richtig nimmt ihnen das niemand ab. Erica erfährt, dass der damalige Ermittler  Selbstmord beging und kurze Zeit vorher Zweifel an der Schuld der beiden Mädchen hegte….
Ein aktueller Vermissten-Fall beschäftigt Hauptkommissar Patrik Hedström. Die kleine Linnea wird von ihren Eltern vermisst. Das Brisante an der Sache ist, dass Linnea mit ihren Eltern auf besagten Hof wohnt, wo einst die kleine Stella lebte und dort wo man sie tot auffand, findet man auch die tote Linnea…..
Während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, kommt es zu einem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Fjällbacka, wo es zu Verletzten kommt und im Verlauf auch ein Todesfall zu beklagen ist, so dass Patrick und sein Team einige schlaflose Nächte verbringen um die beiden eventuell zusammenhängende Morde an Stella und Linnea und auch den hinterhältigen Brandanschlag aufzuklären…
Natürlich wird hier nicht nur ermittelt, sondern auch im Privatleben Falck/Hedström gibt es wieder einigen Trubel, der bewältigt werden muss…
Wie in den vorherigen Büchern der Reihe, gibt es auch wieder einen großen Sprung in die Vergangenheit, diesmal ins Jahr 1671.  Allerdings fand ich diesen Handlungsstrang zwar unterhaltsam, aber nicht unbedingt wichtig/notwendig und daher auch entbehrlich im Bezug auf die Gesamthandlung.
Schon nach ein paar Seiten war ich wieder in Schweden und hatte Erika, Patrick und Co. direkt vor Augen, nahm an ihren Aktivitäten hinsichtlich Buchrecherche, Familienleben oder Mordermittlungen lebhaft teil, was den besonderen Reiz dieser Buchreihe ausmacht.
Zwar gab es diesmal viele Schauplätze nebst reichlich Mitwirkender, aber der besondere Erzählstil der Autorin hilft bei der Einordnung/Zuordnung, so dass man alles gut nachvollziehen kann.  Wenn langsam, aber sicher alle Puzzlesteinchen an ihren Platz gefallen sind und man glaubt nun ist der Täter umzingelt, gibt es immer noch einen „Nachschlag“ bzw. diesmal einen richtig brenzligen Einsatz und eine „Auflösung“, die man nicht vorhersehen konnte, was mir wieder sehr gut gefallen hat und ich hoffe auf eine spannende Fortsetzung der Reihe!
Fazit: Durch den gekonnten Erzählstil findet man gut durch die vielen Schauplätze hindurch, wird kurz vor Schluss noch in eine hochbrisante Szenerie versetzt und mit einem  unvorhersehbaren Schlussakkord überrascht! Krimi-Lektüre vom Feinsten!
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