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Hakan Nesser: Der Choreograph

btb
Ich kann sagen, dass ich fast alle Bücher von Hakan Nesser gelesen oder als Hörbuchversion genossen habe. Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist mir „In Liebe Agnes“, „Kim Nowak badete nie im See von Genezareth“ und natürlich die Van-Veetreren– und Gunnar-Barbarotti-Reihe.
Nun feiert der Autor seinen 70. Geburtstag und aus diesem Anlass ist sein allererstes Werk „Der Choreograph“ nun auch auf Deutsch erschienen.
Im Gegensatz zu manch anderem aus seiner Feder ist dieses Werk nur knapp 200 Seiten stark. Durch das Vorwort von Eugen G. Brahms aufmerksam geworden, dass man als fleißiger Leser der späteren Bücher von Hakan Nesser hier durchaus den einen oder anderen Aha-Moment durchlebt, war ich gespannt, ob ich wie beschrieben manchen Ort bzw. Örtlichkeit oder Namen oder Person wiedererkenne…
Bevor ich dazu noch etwas schreibe, möchte ich kurz auf den Inhalt des aktuellen Romans eingehen:
Die Handlung wird aus der Ich-Perspektive erzählt. Dort treffen zufällig ein Mann und eine Frau aufeinander und diese Begegnung, die für beide besonders und tiefgreifend ist, führt unweigerlich zu einer Liebesbeziehung. Allerdings ist das Beisammensein der beiden nicht ohne Komplikationen, denn Maria, so heißt die Frau birgt irgendein Geheimnis und verschwindet dann und wann….
Der Erzähler begegnet weiteren Personen, die eine besondere Rolle im Geschehen einnehmen. Der rote Faden, der das Buch durchläuft, ist aber die Beziehung zu der geheimnisvollen Maria, deren Auf- und Abtauchen ein großes Gefühls-Chaos beim Erzähler hinterlässt, denn er kann ohne sie nicht sein und sein Nervenkostüm ist bald so angespannt, dass er nicht sicher ist ob er in einem Traum gefangen ist oder das Messer in seiner blutbefleckten Hand real ist….
Tatsächlich taucht eine geheimnissumwitterte Maria auch in einem späteren Roman, nämlich „Die Lebenden und Toten von Winsfortauf. Auch die Stadt K., die hier im aktuellen Buch den Rahmen bildet, findet sich in den nachfolgenden Büchern wieder. Soviel zu den Aha-Effekten, von denen es noch mehr gab…
Fazit: Wer Fan der Bücher und der Erzählkunst von Hakan Nesser ist, der kommt an diesem Jubiläumsband auf keinem Fall vorbei und lesenswert ist es sowieso!

 

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Jan Costin Wagner: Sommer bei Nacht

Galiani Berlin

Der fünfjährige Jannis verschwindet spurlos vom Gelände einer Grundschule, wo ein Flohmarkt stattfindet, dabei war er gerade noch an der Hand seiner Mutter…
Die Polizei wird eingeschaltet und ist schnell vor Ort, wo man mit der Suche nach dem Jungen beginnt….
Das Foto einer Überwachungskamera gibt erste Hinweise, dass Jannis von einem Mann mit einem großen Teddy auf dem Arm entführt wurde….
Doch eine richtige heiße Spur haben die Ermittler lange Zeit nicht…
Parallelen zu einem anderen Entführungsfall in Österreich werden deutlich, aber immer noch gibt es keinen Hinweis auf den Verbleib des Jungen….
Auf dem Cover von „Sommer bei Nacht“ steht Roman und diese Einordnung finde ich auch sinnvoll, denn von einem reinen Krimi möchte ich hier nicht sprechen.
Da ich bisher keine der vorherigen Bücher von Jan Costin Wagner gelesen habe, hatte ich anfänglich so meine Schwierigkeiten mit dem ungewohnten Erzählstil/Schreibstil. Zeitweise hatte ich das Gefühl, der Autor hat hier schon mal Regieanweisungen für eine geplante Verfilmung mit in die Handlung hineingeschrieben..
Zwar war Spannung von Anfang an gegeben, aber so mancher Einblick in die Gedankenwelt der Mitwirkenden war „unheimlich/erschreckend“. Große Schwierigkeiten und Bedenken hatte ich als ich gelesen habe, was so in den Köpfen der Ermittler vor sich geht….
Die Thematik der Handlung ist leider sehr aktuell und wer regelmäßig das Tagesgeschehen in den Medien verfolgt, kann im Buch Parallelen zu realen Kriminalfällen entdecken…
Fazit: Insgesamt vergebe ich hier drei von fünf Punkten, da ich für den ungewohnten Erzählstil und besonders für die „erschreckende“ Gedankenwelt der Ermittler hier zwei Punkte abziehe!

 

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Arnaldur Indriðason: Verborgen im Gletscher

Lübbe

Ich habe mich ja schon mehrfach als Fan des isländischen Autors Arnaldur Indriðason „geoutet“ und von ihm bereits viele spannende Bücher gelesen und hier vorgestellt. 2018 gab es mit „Graue Nächte“ und „Der Reisende“  ja gleich zwei Einsätze des Ermittler-Duos Flóvent  und Thorson.
In „Verborgen im Gletscher“ kommt nun der pensionierte Kommissar Konráð  zum Einsatz, der mir bereits durch einen Kurzauftritt in einem der vorherigen oben erwähnten Krimis bekannt ist.
Während einer Wanderung auf dem Langjökull-Gletscher findet eine Reisegruppe die im Eis eingefrorene Leiche eines seit 30 Jahren vermissten Mannes. Nach der Obduktion steht fest, dass man hier in Sachen Mord ermitteln muss…
Die aufwändige, aber frustrane Suche nach Sigurvin hatte damals Konráð geleitet. Zwar gab es einen Verdächtigen, der beteuerte aber stets seine Unschuld und stichfeste Beweise gegen ihn wurden nie gefunden….
Parallel zum  neu von der Polizei aufgerollten Gletscher-Mordfall, gibt es einen weiteren Handlungsstrang, in deren Verlauf dann der ehemalige Kommissar auf Wunsch einer Angehörigen Erkundigungen einzieht. Bald kreuzen sich die Fälle und verschmelzen zu einem großen weitreichenden Kriminalfall.
Eingewoben in die Gesamthandlung sind Einblicke in das Leben von Kommissar Konráð, aktuelle Themen wie der vorherrschende Klimawandel sowie Information zum Leben in Island nebst Kultur und Geschichte.
Auch wenn es hier um „unblutige“ Morde geht und deren Aufarbeitung eher ruhige Ermittler-Arbeit in Form von Befragungen und akribischem Nachfornschen ist, gefällt mir die Art und Weise wie dies Buch erzählt wird, denn es hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und kommt ohne „Actionszenen“ und detaillierte Tatortbeschreiben aus, weswegen es von mir die volle Punktzahl erhält.
Fazit: Ruhig erzählter, spannend abgefasster und unbedingt lesenswerter Krimi! Bitte mehr davon!

 

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Hakan Nesser: Der Verein der Linkshänder

btb
Wer kennt sie nicht, die beiden legendären Kommissare, denen Hakan Nesser mit seinen Kriminalromanen Leben eingehaucht hat: Kommissar Van Veeteren, „Sein letzter Fall“ erschien 2004 und/oder Kommissar Barbarotti ermittelte 2014 in „Am Abend des Mordes“ nach einem schweren privaten Schicksalsschlag und es schien auch sein letzter Fall zu sein.
Doch nun hat Hakan Nesser diese beiden Kommissare reaktiviert und in seinem neuen über 600 Seiten starken Kriminalroman „Der Verein der Linkshänder“ zeigen beide erneut ihr Können und jeder geht auf seine ganz spezielle Weise seinem kriminalistischen Spürsinn nach…
Ebenfalls mit von der Partie ist Kommissar Münster, der seinen alten Chef Van Veeteren kurz vor dessen 75. Geburtstag in seinen Antiquariat aufsucht und ihn mit einem alten Fall konfrontiert, den sie beide vor vielen Jahren bearbeitet und erfolgreich abgeschlossen hatten. Damals trafen sich in einer Pension fünf Personen, die alle dem Verein der Linkshänder angehörten. Dann brannte die Pension mitsamt den darin befindlichen Menschen nieder. Da man aber nur vier Leichen fand, nahm man an, dass das fünfte Mitglied der Mörder ist. Leider wurde er nie dingfestgemacht, denn von ihm fehlte bisher jede Spur…
….bis jetzt, denn ganz in der Nähe der abgebrannten Pension werden in einem kleinen Waldstück die sterblichen Überreste des damals als Täter eingestuften Mitglieds gefunden und offenbar wurde er zur gleichen Zeit ermordet wie die anderen vier….
…und somit wurde der Mörder nie gefasst und Kommissar Van Veeteren nebst Kollegen Münster haben damals schlichtweg versagt….
Während Van Veeteren noch diese Nachricht verdaut, wird auf der Veranda eines etwas abgelegenen Ferienhauses unter einer Plastikplane eine männliche Leiche entdeckt. Kommissar Barbarotti und seine langjährige Kollegin Eva Backman werden mit dem Fall betraut und schon auf den ersten Blick ist klar, der Mann ist keines natürlichen Todes gestorben….
Wie alles zusammenhängt, wie es kommt, dass diese beiden Kommissare hier in der Geschichte auftauchen und was es auf sich hat mit diesem ganz besonderen Verein, dass sollte jeder selbst lesen, denn es lohnt sich auf jeden Fall!
Hakan Nesser ist für mich ein Meister der Erzählkunst und es ist ihm wieder einmal gelungen, einen sehr spannenden und fesselnden Kriminalroman zu schreiben. Zwar schweifen die Gedanken beider Kommissare dann und wann etwas ab, doch den roten Faden verlieren sie nie. Auch bei den unterschiedlichen Zeitebenen verliert man nicht den Überblick und alles fügt sich wie kleine Puzzlesteine nach und nach zu einem Gesamtbild zusammen.
Fazit: Gelungenes „Wiedersehen“ zweier legendärer Kommissare, das man nicht verpassen sollte!

 

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Romy Fölck: Sterbekammer

Lübbe

Nach „Totenweg“ und „Bluthaus“ geht es erneut in die Elbmarsch, wo der Apfelhof Paulsen liegt. Die Tochter des Besitzer ist die junge engagierte Polizistin Frida, die zurück auf den elterlichen Hof gezogen ist, denn nach einer schweren Kopfverletzung schafft ihr Vater die Arbeit auf dem Hof kaum noch. Der Hof hat schon bessere Zeiten gesehen, weswegen die Überlegung im Raum steht, ihn zu verkaufen, was Frida aber unbedingt verhindern will….
Das ist nur ein Problem, das Frida irgendwie lösen möchte. Doch bevor sie sie sich damit beschäftigen kann, wird sie aus dem Schlaf geholt, als sie mitten in der Nacht ihren Vater leise mit einer Frau sprechen hört. Frida geht hinunter, wo die Nachbarin aufgeregt davon erzählt, dass der Hund des Deichmühlenbesitzer Josef Hader unaufhörlich kläfft, was ungewöhnlich ist, da er nachts immer im Haus ist…
Der Mühlenbesitzer ist in der Gegend nicht sonderlich beliebt, denn ist er ein aufbrausender Sonderling, der keinen Kontakt zu den Nachbarn pflegt…
Frida macht sich mit ihrem Vater auf den Weg zur Mühle um nachzusehen, was dort vor sich geht. Von Weiten hören sie schon den Hofhund unaufhörlich bellen….  und kurze Zeit später finden sie Josef Hader tot auf. Auf den ersten Blick sieht es nach einem unglücklichen Treppensturz aus…
Während die genauen Todesumstände noch geklärt werden müssen, untersucht Frida die Mühle und stößt dabei auf eine verborgene Bodenluke, die dann ins Kellergeschoß führt, wo sich hinter einer dicken Stahltür ein hermetisch abgeriegelter Raum befindet, der vermuten lässt, dass dort eine Frau gefangen gehalten wurde….
Bjarne Haverkorn ist nach einer Auszeit auch wieder dabei und er erinnert sich, dass vor vielen Jahren in der Gegend eine junge Mutter spurlos verschwand….
Romy Fölck hat mit „Sterbekammer“ erneut eine sehr spannende und auch unheimliche Kriminalgeschichte zu Papier gebracht. Ich mag ihren Schreib-/Erzählstil sehr gerne, denn sie fängt den Leser geschickt schon gleich zu Beginn ein, so dass man das Buch kaum aus den Händen legen mag. Wer die beiden vorherigen Bücher nicht kennt (was schade wäre!), bekommt die notwendigen Infos in kurzen eingewobenen Rückblenden, so dass es hier keine „Wissenlücke“ gibt.
Wer sich hinter der Maske des Bösen verbirgt, hatte ich bald erahnt, was aber kein Minuspunkt ist, denn das Buch liest sich einfach gut und  außerdem bekommt auch wieder  kleine Einblicke ins Privatleben der beiden „Hauptfiguren“ Frida und Bjarne, so dass man gespannt sein darf wie es weitergeht!
Fazit: Volle Punktzahl für diesen spannenden, unheimlichen und unbedingt lesenswerten dritten Fall für Frida und Bjarne!
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Yrsa Sigurdardóttir: R.I.P.

btb

Es geht handlungsmäßig in den Hohen Norden, nach Island,  wo Kommissar Huldar und die Psychologin Freyja in ihrem dritten gemeinsamen Fall ermitteln.
Nachdem Huldar in „DNA“ die Leitung der Ermittlungen übertragen bekam, war dies dann in „Sog“ schon nicht mehr der Fall, da er im Debut nicht so gut bei seinen Vorgesetzten punkten konnte.
Nun arbeitet er mit einem jüngeren, etwas scheuen, aber klugen Kollegen zusammen und Erla leitet das Team. Allerdings ist sie nicht sonderlich gut auf Huldar zu sprechen, weswegen sie ihn gern bei der Arbeit „übersieht“. Doch der brutale Mord an der 16-jährigen Stella erfordert alle Kapazitäten, die sie einsetzen kann und daher sind Huldar und sein junger Kollegen dann doch in die Ermittlungen involviert…
Der Mord an Stella wird von ihrem Mörder gefilmt und auf einer viel benutzten Internetplattform gepostet, so dass alle ihre „Freunde“ die Brutalität des Mordes und ihr Flehen um Entschuldigung sehen konnten…
Da alle Jugendlichen, die die Posts gesehen haben und alle „Freunde“ von Stella befragt werden müssen, wird die Psychologin Freyja zu den Befragungen dazu geholt.
Niemand kann den Ermittlern allerdings eine plausible Erklärung nennen, warum Stella ermordet wurde.
Freyja äußert dann ihre Vermutung, dass „Mobbing“ ein Ermittlungsansatz sein könnte….
Tatsächlich bleibt der Mord an Stella nicht der einzige, den das Ermittler-Team untersuchen muss und sich bald Zusammenhänge herauskristallisieren….
Die Autorin ist thematisch am Puls der Zeit. Man bekommt als Leser hier einen Einblick in die heutige Schulatmosphäre, die für so manchen Schüler kein Zuckerschlecken ist. Was als kleine Neckerei vielleicht anfangs gedacht war, artet in der aktuellen Handlung dann aber dermaßen aus, dass einem die Nackenhaare hochstehen, wenn man liest, was hier „Sache“ ist. Was dann hier mit Hilfe der sozialen Netzwerke noch so verbreitet wird, ist nur schwer zu verdauen und wer dieses Buch mit dem Titel „R.I.P“ liest, sollte schon gute Nerven haben, denn die Autorin beschönigt hier nichts.
Das Buch liest sich gut, obwohl es für mich an einigen Stellen etwas „zäh“ handlungsmäßig weiter ging. Den Ausgang der Geschichte konnte man zu keiner Zeit vorhersehen, was dann wieder ein Pluspunkt ist und wer hier „das Böse“ verkörpert, muss jeder für sich entscheiden, denn die Thematik regt durchaus zum Nachdenken an.
Fazit: Lesenswerte Spannung, aber nichts für schwache Nerven. Die Thematik ist am Puls der Zeit und regt außerdem zum Nachdenken an.
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Joël Dicker: Das Verschwinden der Stephanie Mailer

Piper

Der Autor begeisterte mich im Vorfeld bereits mit seinen Büchern „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ und „Die Geschichte der Baltimores“. Nun ist sein neuer Roman mit dem Titel „Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ erschienen.
Gleich nach den ersten Sätzen ist man mitten drin im Geschehen der Ereignisse, die am 30. Juli 1994 in Orphea, einer amerikanischen Kleinstadt, mit dem Mord an der dreiköpfigen Familie des örtlichen Bürgermeisters Joseph Gordon und der offenbar zufällig am Haus vorbei joggenden Meghan Paladin beginnen.
Den beiden vielversprechenden jungen Polizisten Jesse Rosenberg und Derek Scott wird die Aufklärung des Vierfachmordes übertragen. Die beiden gehen akribisch allen Hinweisen nach und tatsächlich gelingt es ihnen den Täter zu ermitteln und den aufsehenerregenden Fall damit zu Abschluss zu bringen.
Als Leser wird man ins Jahr 2014 katapultiert, wo man sich auf dem Empfang anlässlich des Ausscheidens Jesse Rosenbergs aus dem Polizeidienst befindet. Im Publikum ist die Journalistin Stephanie Mailer, die in einem kurzen Gespräch mit Jesse ihn darauf hinweist, dass der Vierfachmord von Orphea aus ihrer Sicht noch nicht geklärt ist und er wahre Täter sich immer noch auf freien Fuß befände, denn Jesse und sein Partner Derek Scott hätten etwas übersehen, dass eigentlich direkt vor „ihrer Nase lag“….
Vor den Augen des verblüfften Jesse steigt die Journalistin in ein wartendes Auto und verschwindet dann spurlos….
Durch die Worte von Stephanie Mailer aufgerüttelt und durch deren spurlosen Verschwindens irritiert, bildet sich bald ein Dreier-Ermittlerteam aus Jesse Rosenberg, seinem ehemaligen Kollegen Derek Scott und der engagierten Kollegin Anna Kanner um den alten Fall von 1994 neu aufzurollen und bald im Vermisstenfall Stephanie Mailer zu ermitteln….
Joel Dicker erzählt hier in zwei Zeitebenen und aus verschiedenen Perspektiven eine sich langsam entwickelnde vielschichtige  Geschichte, die wirklich spannend beginnt. Es gelingt dem Autor auch, dass man eine gewisse Zeit gebannt die Entwicklung der Ereignisse verfolgt, aber die doch recht eigenwilligen und auch recht anstrengenden Figuren rings um das ganz „besondere Theaterstück“, fand ich zu überzeichnet und besonders der krasse „Persönlichkeitswandel“ eines ehemaligen Polizisten war irgendwie fehl am Platz/merkwürdig und war dann bald auch nicht mehr „komisch“.
Joel Dicker lässt den Leser bis zum Schluss „mitraten“ wer hier für alles verantwortlich ist, doch der Weg dahin ist recht lang und durch die oben erwähnten Punkte hat der Spannungsbogen darunter etwas gelitten, so dass ich hier vier von fünf möglichen Punkten vergebe.
Fazit: Anfangs spannungsgeladen, im Verlauf recht umfang-/wendungsreich, durch eigenwillige Mitwirkende dann etwas anstrengend, aber insgesamt unterhaltsam und lesenswert!
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