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S J Bennett: Das Windsor-Komplott

Audiobuch

Auf geht‘s nach Großbritannien und geradewegs nach Schloss Windsor, wo die königliche Familie Gäste empfängt. Ein junger, sehr talentierter russischer Pianist sorgt für die passende musikalische Untermalung. Im Verlauf wird getanzt und selbst die Queen wagt sich aufs Parkett und genießt im Kreise der Familie den schönen Abend.
Am nächsten Morgen ist die schöne Stimmung ganz rasch verflogen, denn der junge Pianist wird tot in seinem Zimmer aufgefunden…
Als man der Queen die Nachricht überbringt, will sie die genauen Umstände wissen, die zu seinem Tod geführt haben und da wird es pikant…
… aus einem anfänglich vermuteten „Unfall“ wird dann aber ein Mord, den es aufzuklären gilt.
Während die offiziellen Ermittlungen beginnen, macht sich die Queen so selbst ihre Gedanken, denn insgeheim löst sie gern Kriminalfälle….
Während von offizieller Seite der MI5 den Mord untersucht und der Inlandgeheimdienst ebenfalls involviert ist, machen bald Mutmaßungen in Richtung eines politischen Komplotts die Runde. Doch die Queen ist davon nicht überzeugt, aber selbst „ermitteln“ kommt natürlich keineswegs für sie in Frage. Aber da hat sie schon eine Idee, wer für sie diskret Recherchieren könnte und sie zieht ihre neue Privatsekretärin Rozie ins Vertrauen, die diesen ganz besonderen „Auftrag“ auch annimmt, wo sie allerdings nicht nur Fingerspitzengefühl braucht, sondern ihr auch ihre militärische Ausbildung zu Gute kommt….
Das Hörbuch „Das Windsor-Komplott“ wird von Sandra Voss gekonnt vorgetragen. Der besondere britische Humor kommt hier zum Tragen und man hat ganz schnell das Gefühl, man ist „Mäuschen“ auf Schloss Windsor und erlebt royales Leben, dazu hat man auch schnell die Mitwirkenden vor Augen.
Dieser Teil der Gesamthandlung hat mir auch gut gefallen!
Der Kriminalfall und was sich daraus entwickelt, konnte mich nicht besonders fesseln, was etwas schade ist, denn die Idee an sich, hat mir gefallen. Die Spannung verliert sich schon nach kurzer Zeit, der „pikante“ Mordfall entpuppt sich dann als eher unspektakulär.
Doch wer britischen Humor mag und/oder ein Faible für die Royals hat, sollte hier mal vorbeischauen, denn dieser Part ist amüsant und gelungen.
Fazit: Der „royale“ Teil der Handlung ist unterhaltsam und gelungen, die anfängliche Spannung im Kriminalfall dagegen, ebbt leider recht schnell ab

 

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Robert Galbraith: Böses Blut

Randomhouse Audio

Ein neuer Fall für Cormoran Strike und Robin Ellacott.
Die ungekürzte Lesung – über 32 Stunden ! –  von „Böses Blut“  hat wie auch schon bereits im letzten Fall „Weißer Tod“  Dietmar Wunder übernommen, der mit seiner Stimmenvielfalt hier erneut sein meisterhaftes Können zeigt:
Die Privatdetektei von Strike und Ellacott hat einige Mitarbeiter hinzubekommen, so dass man mit einer Vielzahl von Fällen, die gerade „in Arbeit“ sind, konfrontiert wird.
Den roten Faden liefert ein über 40 Jahre alter Vermisstenfall: Anna, die Tochter der 1974 spurlos verschwunden Ärztin Margot Bamborough bittet Strike darum, sich den Fall noch einmal anzusehen, denn die Polizei hatte den Verbleib ihrer Mutter nie aufklären können bzw.  vermutete,  dass sie ein weiteres Opfer des zur damaligen Zeit sein Unwesen treibenden Serienmörder Dennis Creed sei. Zwar sitzt dieser mittlerweile für einige seiner bizarren Morde gut verwahrt in einem  Hochsicherheitsgefängnis, doch den Mord an der Ärztin hat er nie zugegeben….
Neben der recht schwierigen Suche nach ehemaligen Zeugen, die teils ihre Namen durch Heirat geändert haben, verzogen oder auch schon verstorben sind und der umfangreichen Aufarbeitung des damaligen Geschehens,  geraten die Ermittler immer wieder an Menschen, die offenbar nicht mit offenen Karten spielen und auch nach so langer Zeit nicht mit der Wahrheit herausrücken wollen. Während die erneute „Zeugenbefragung“ ein Teil der Suche nach der verschwundenen Ärztin einnimmt, sichten die Detektive die alten Polizei-Akten und sie müssen sich mit Tarotkarten und Sternzeichendeutungen beschäftigen und geraten dabei in den Dunstkreis „des Bösen“, das im Verborgenen immer noch seine Strippen zieht……
Eingewoben in die Gesamthandlung sind auch Einblicke ins Privatleben von Strike, der zu Beginn der Handlung sich gerade in Cornwall zu Besuch bei seiner Familie aufhält, da seine Ziehmutter/Tante schwer erkrankt ist.
Auch in Robins Privatleben ist immer noch keine Ruhe eingetreten, sie befindet sich weiterhin in schwierigen Scheidungsverhandlungen mit Matthew……..
…….und trotz einiger hefiger Meinungsverschiedenheiten „knistert“ es weiterhin zwischen ihr und Strike
Ich habe die Lesung von Dietmar Wunder genossen. Durch seine Stimmenvielfalt gelingt es ihm, dass man als Zuhörer die vielen  Mitwirkenden richtig einordnen kann, die hier bei den oftmals parallel ablaufenden Ermittlungen der Detektei zu Wort kommen.
Dann und wann hatte ich eine Idee, was mit der verschwundenen Ärztin passiert sein könnte, doch am Ende gab es dann eine Auflösung, die nicht vorhersehbar war. Toll!
Nur eins hat mich bei diesem bis zum Schluss unterhaltsamen und spannend erzählten Buch etwas gestört, dass waren die „astrologischen Einordnungen“, die mich eher verwirrt haben und die Spannung für mich darunter etwas litt, weswegen ich hier einen Punkt abziehe.
Fazit: Gelungene Lesung von Dietmar Wunder, der die Einordnung der vielen Mitwirkenden hilfreich stimmlich nuanciert und man als Zuhörer dieses unterhaltsame und spannende Hörbüch genießen kann!

 

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Charles Dickens: Eine Weihnachtsgeschichte

Audiobuch

Dieses ereignisreiche Jahr geht langsam zu Ende und Weihnachten ist nicht mehr weit, weswegen ich hier heute bereits zur Einstimmung in die  (hoffentlich) besinnliche Jahreszeit diesen Klassiker vorstellen möchte, der ja bereits in vielen Varianten erzählt und mittlerweile vielfältig verfilmt worden ist.
Doch ganz ehrlich, die Original-Version von Charles Dickens, die übrigens 1843 erstmals veröffentlicht wurde,  war mir bis heute nicht bekannt.
Nun ist „Eine Weihnachtsgeschichte“ als Hörbuch-Version erschienen und David Nathan mit seiner unverwechselbaren Stimme (er synchroniesiert u.a. Johnny Depp) hat die dreistündige Lesung übernommen.
Mit seiner ganz besonderen Art Texte vorzutragen, dauerte es nicht lange und man ist in der Geschichte gefangen und ich hatte regelrecht den alten kauzigen Geizkragen Ebenezer Scrooge vor Augen, wie er sich mit seinem Angestellten Bob Cratchit in London in den Tagen vor Weihnachten in seinem kaum geheizten Haus aufhält. Von guter Entlohung seines Angestellten und ganz besonders von Weihnachten hält Srooge überhaupt nichts und Bedürftige zu unterstützen oder gar Weihnachtsgeschenke zu kaufen, kommt ihm gar nicht in den Sinn, er hält es für Geld- und Zeitverschwendung…
Doch in der Nacht zum 25. Dezember, da geschieht im Haus des alten Geizkragen etwas, denn der Geist seines vor sieben Jahren verstorbenen Geschäftspartners Jacob Marley erscheint ihm und dieser versucht ihn vor seinem schrecklichen Schicksal zu warnen, denn auch er war einst durch Geiz und Hartherzigkeit aufgefallen und nun trägt er schwer an der an ihn befestigten Eisenkette.
Um Scrooge vor diesem Schicksal zu bewahren, bietet er ihm einen Ausweg an….
Nun, welcher das sein könnte, werde ich hier nicht verraten, denn obwohl manche Wörter in dem alten Text mir unbekannt waren und ich sie erst einmal nachschlagen musste, hat mich die Lesung und die ganze Geschichte gefesselt und teils auch gegruselt, denn so ganz ohne sind die Schilderungen mancher Szenerien hier nicht.
David Nathan als Vorleser für diesen Weihnachtsklassiker ist eine gelungene Wahl, denn er schafft es schnell den Zuhörer „einzufangen“ und man hört gebannt zu!
Fazit: Dieser Weihnachtsklassiker vor David Nathan vorgetragen, ist immer noch aktuell und ein Hörgenuss für die Ohren!
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Hans Rosenfeldt: Wolfssommer – E-Book u. Hörbuch

Rowohlt

Mir ist der Autor schon seit langem bekannt, denn er hat bereits zusammen mit seinem Kollegen Michael Hjorth für sehr spannende Unterhaltung gesorgt,  als sie gemeinsam die bisher sechs erschienenen Bücher über den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman geschrieben haben, die ja mittlerweile auch schon mit Rolf Lassgard in der Hauptrolle, verfilmt wurden..
Nun hat er mit „Wolfssommer“ den Startschuss für sein Soloprojekt in der Kategorie „Thriller“ gegeben.
Es geht ins schwedische Haparanda, einem einst blühenden Ort, der in direkter Nachbarschaft zu Finnland liegt. In den umliegenden Wäldern werden von Wanderern eine Wölfin und eines ihrer Welpen tot aufgefunden. Als man genauere Untersuchungen anstellt, entdeckt man menschliche Überreste im Magen der Tiere…
Nun heißt es für die örtliche Polizei und damit für die leitende Ermittlerin Hannah Wester,  herauszubekommen, ob die Wölfe für den Tod des Menschen verantwortlich sind oder was sonst passiert sein könnte. Eine großangelegte Suche nach dem Rest der Leiche wird gestartet…
Im Verlauf der Handlung führen die Nachforschungen zu einem offenbar fehlgeschlagenen Drogendeal mit mehreren Toten,  nur eines an der vorgefundenen Szenerie fehlt, das sind Drogen und das dafür gezahlte Geld….
Nicht nur die Polizei macht sich auf die Suche nach Drogen und Geld, auch der „rechtmäßige“ Besitzer entsendet jemanden, der komme was da wolle sein Eigentum zurückbringen soll….
Die anfängliche Fragestellung bezüglich der toten Wölfe fand ich spannend, auch die Zusammenhänge Richtung Finnland waren ein guter Ansatz, aber dann verliert sich für mich die Spannung wegen der vielen privaten Nebenschauplätze und der recht zahlreichen Mitwirkenden, die mir alle nicht sonderlich sympathisch waren. Auch gute Nerven braucht man hier, denn die Szenerie ist teils schon recht brutal. An manchen Stellen fand ich die Geschichte auch etwas „unrund“ und sie driftet sehr in Richtung Sozialdrama, wo mir dann doch der „Thrill“ fehlte.  Nichtsdestotrotz würde ich gern eine Fortsetzung der Reihe lesen!
Fazit: Spannender Auftakt, der aber im Verlauf in Richtung Sozialdrama driftet, aber durch einem Cliffhanger auch Hoffnung auf eine Fortsetzung macht!

 

Hans Rosenfeldt: Wolfssommer – ungekürzte Hörbuchfassung

Audiobuch

Für die ungekürzte Lesung von „Wolfssommer“ sollte man sich schon etwas Zeit nehmen, aber die 14 Stunden kann man gut aushalten, denn bei der gekonnten Lesung von Vera Teltz verfliegen sie im Nu.
Auch die vielen Mitwirkenden, die sich im Verlauf in Haparanda tummeln, kann man gut durch die Stimmnuancen der Vorleserin auseinanderhalten und einordnen, was im aktuellen Fall auch gut ist, denn die teils dunklen Gestalten die hier auftauchen, haben meistens nichts Gutes im Sinn.
Auch wenn mir wie oben bereits erwähnt, die Handlung etwas zu viele Nebenschauplätze und stellenweise etwas „unrund“ vorkommt, sollte man nicht vergessen, dass Hans Rosenfeldt auch für die erfolgreiche schwedische Krimi-Serie „Die Brücke“ die Drehbücher geschrieben hat und er vielleicht bei seinem  Schreiben seines Solo-Debüts bereits die Verfilmung im Hinterkopf hatte?!
Da ja Hannah am Ende der Geschichte nach den privaten Schicksalsschlägen sich auf die Suche nach der „Akademie“ machen will, bin ich schon gespannt auf die hoffentlich bald erscheinende Fortsetzung.
Fazit: Die Vorleserin ist gut gewählt und schafft mit ihrer Lesung die passende Atmosphäre für diesen recht turbulenten Auftakt der Reihe!

 

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Stephan Ahnhem: Die Rückkehr des Würfelmörders

Hörbuch Hamburg

Der Würfelmörder“ taucht anfangs im gleichnamigen Thriller von Stephan Ahnhem auf, der den Leser ins schwedische Helsingborg führt und man das Jahr 2012 schreibt.
Kommissar Fabian Risk  und sein Ermittler-Team hatten zuletzt alle Hände voll zu tun, denn in kürzester Zeit passieren bizarre und brutale Verbrechen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben…
Obwohl Fabian Risk schwerwiegende familiäre Probleme zu meistern hat, kann er sich nicht von seinem beruflichen Tun distanzieren, dazu ist er zu leidenschaftlicher Kriminalermittler und so grübelt er über die eigenwilligen Fälle nach – immer auf der Suche nach einem gemeinsamen Nenner….
Während der Kommissar sich noch den Kopf zerbricht, ist man als Leser anfangs im Vorteil, denn man bekommt Einblick in die Gedankenwelt des Täters und erfährt auch, dass er „Aufträge“ abarbeitet, die für ihn Sinn ergeben, wenn er nach einem selbst verfassten System die Würfel rollen lässt und somit den Zufall darüber entscheiden lässt, wer als nächstes stirbt…
Neben der Aufklärung der vielen Morde, betreibt Risk aber auch geheime Nachforschungen, die ihn nach und nach die Nackenhaare hochstehen lassen, denn er muss offenbar in den eigenen Reihen nach dem perfiden Mörder suchen…
Nun ist „Die Rückkehr des Würfelmörders“ erschienen und diesmal habe ich mich für die Hörbuch-Version entschieden, denn David Nathan hat hier die ungekürzte Lesung übernommen. Er gehört zu meinen „Lieblingssprechern“ und durch seine markante Stimme schafft er schnell die passende Atmosphäre um den Leser „einzufangen“ und das spannende Kopfkino beginnt….
Der Gänsehaut-Faktor spielt hier wieder eine große Rolle und man braucht schon starke Nerven um die teils bizarren Morde „zu verdauen“..
Fabian Risk durchschaut, dass das „Nichtzusammenpassen“ der Morde der „gemeinsame Nenner“ ist und ab da laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Aber auch seine „geheimen Ermittlungen“ gehen voran und tatsächlich kommt er mit Hilfe einer weiteren Person der Zielperson ganz nah, was allerdings für ihn im Verlauf auch lebensbedrohlich wird, denn nicht nur der Würfelmörder ist mit allen Wassern gewaschen…
Ohne weiter auf den Inhalt dieses spannenden und fesselnden Thrillers einzugehen, kann ich nur sagen, Fabian Risk balanciert hier sehr dicht am Abrund und auch wenn er seine Fälle erfolgreich abschließen kann, kommt er nicht ohne schwerwiegende Blessuren davon und braucht sicherlich eine längere Erholungszeit. Doch danach hätte ich nichts gegen einen weiteren spannenden Einsatz von ihm und seinem Team, zumal noch einige Fragezeichen bezüglich Dänemark bestehen, die man als Leser gern noch beantwortet haben möchte…
David Nathan ist ein exzellenter „Vorleser“, der dem Zuhörer in kürzester Zeit ein nervenaufreibendes Kopfkino präsentiert, das Stephan Ahnhem in angenehmer Sprache und bildhafter Szenerie fesselnd abgefasst hat! Bitte mehr davon!
Fazit: Autor und Vorleser bekommen die volle Punktzahl für dieses gelungene Kopfkino!

 

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Dora Heldt: Mathilda oder Irgendwer stirbt immer

GoyaLit

Die Schauspielerin Katja Danowski hat den Part der Vorleserin des neuen Romans „Mathilda oder Irgendwer stirbt immer“ aus der Feder von Dora Heldt übernommen, was eine gelungene Besetzung ist.
Schon nach kurzer Zeit des Anhörens ist man mitten im Geschehen und die Mitwirkenden werden lebendig, da Frau Danowski für jeden eine eigene Stimmnuance findet, die oben an der norddeutschen Küste angesiedelt ist und somit gleich die passende Atmosphäre aufkommt…
Die Titelfigur Mathilda lebt zusammen mit ihrem Mann Gunnar, dem Hund George und ihrer streitsüchtigen und rechthaberischen Mutter Ilse in dem kleinen Küstenort Dettebüll. Ihre beiden erwachsenen Kinder Nele und Max leben außer Haus. Mathilda liebt ihre beiden Enkelkinder und hat ein Faible für das englische Königshaus.
Das Leben in Dettebüll ist dörflich beschaulich, die Bewohner des Ortes kennen einander und die Nachbarschaft funktioniert. Doch Mathildas Mutter Ilse sorgt immer wieder für „schlechte Schwingungen“ in der Familie und lässt kein gutes Haar an Gunnar – hatte sie doch einen ganz anderen Schwiegersohn im Sinn – und ihr Sohn Pit ist Luft für sie. Mathilda bemüht sich immer wieder um „gut Wetter“, obwohl ihre Mutter ihr einiges abverlangt.  Dann passiert es, dass durch Ilses unverschämtes Verhalten selbst Mathilda „böse Gedanken“ bekommt…
Wie überall funktioniert auch der Dorfklatsch in Dettebüll wunderbar, wo es z.B. um einfaches Weideland geht, was plötzlich jeder kaufen will und dubiose Gestalten im Ort auftauchen…
Die ländliche Idylle wird dann ganz abrupt gestört, als dann plötzlich Ilse tot auf der Terrasse liegt…
Dora Heldt hat ein besonderes Auge für Menschen, sie beschreibt ihre Figuren so, dass man das Gefühl hat „die/den kenn‘ ich doch aus meiner Nachbarschaft…..“. Das Dorfleben kann man sich lebhaft vorstellen und auch, dass in Dettebüll Geheimnisse nicht lange geheim bleiben….
Der Roman bietet nicht nur einen wunderbaren Blick in eine Dorfidylle, sondern beim genauen Hinschauen lugt der feine Humor an vielen Ecken hervor, der auch noch recht  schräge/schwarzhumorige Todesfälle zum Vorschein bringt, die wie „nebenbei“ passieren und als „normal“ abgetan werden. Was Dora Heldt zu Papier gebracht hat,  ist wieder gelungen und durch die besondere Vortragsweise von Katja Danowski  taucht ganz schnell die ländliche Szenerie vor Augen auf! Tolle Kombination!
Fazit: Hörenswert!  Katja Danowski findet für jede Figur eine an der norddeutschen Küste angesiedelte Stimmnuance, so dass die passende Atmosphäre aufkommt, das Dorfleben lebendig wird, der feine Humor auflebt und die „schrägen“ Todesfälle noch eins obendrauf setzen!
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Krischan Koch: Friedhof der Krustentiere

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Das Hörbuch „Friedhof der Krustentiere“ beginnt mit einem Zitat von Stephen King!
Die ungekürzte Lesung dieses Hörbuchs hat erfreulicherweise  Krischan Koch wieder selbst übernommen!
Die Fans der Küstenkrimis – wie ich – „hängen dem Autor gleich wieder gebannt an seinen Lippen“ wenn er durch seine Stimmnuancen die Mitwirkenden und Einwohner Fredenbülls  lebendig werden lässt.
In der aktuellen Geschichte hat der Autor Namen von markanten Figuren aus Horrorfilmen „adoptiert“ und wer sich in diesem Genre etwas auskennt, dem sagen sicherlich Cujo, Michi Meyer oder auch Freddy Krüger etwas. Wer sich hinter diesen Namen hier im Küstenkrimi versteckt, dass sollte man sich unbedingt selbst anhören!
Ich möchte den Hörern auch gar nicht zu viel verraten, nur diesen kleinen Einblick geben:
Dem „Schimmelreiter“ Hauke Schröder wird sein heißgeliebtes aufgemotztes Auto ein „Mustang“ gestohlen, dann verschwindet seine Tante Telse spurlos aus ihrem Haus. Außerdem sind nächtliche Einbrecher im Ort unterwegs, was die Bewohner in Atem hält und Gesprächsthema u.a. in der „Hidden Kist“ ist.  Als dann bei der örtlichen Polizeidienststelle  ein merkwürdiger Fund im Wattenmeer gemeldet wird, ruft das erst den „Dorfsherif“ Thies Detlefsen und dann die „Expertin in Sachen Mord“ Nicole Stappenbeck auf den Plan…
Außerdem passiert noch ganz viel mehr „draußen im Meer“ bzw. auf der Hallig Westeroog, wo Tatje gerade ein Praktikum im dortigen Hotel absolviert, wo merkwürdige Seminare über „Hellsehen und Hellhören“ angeboten werden…
Viel zu schnell war dieser humorvolle Gruselkrimi zu Ende! Das Cover ist wieder ein kleines Kunstwerk, das beim näheren Betrachten viel Einblick ins Geschehen gibt. In Innenteil kann man Rezepte nachlesen, denen man im Hörbuch ebenfalls begegnet.
Fazit: Herrlich schräg an manchen Stellen nebst kleinen Gruseleinlagen! Gelungener Genre-Mix und charmanter, hörenswerter Küstenkrimi, der durch die Lesung des Autors dann ganz schnell zum Kopfkino wird!

 

 

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