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Jens Henrik Jensen: Oxen – Das erste Opfer

In Dänemark landete Jens Henrik Jensen mit „Oxen: Das erste Opfer“ auf Nr. 1 der Bestseller-Liste. Nun ist der erste Band der Thriller-Trilogie in Deutschland erschienen.
Ich habe mich für die ungekürzte Lesung mit Dietmar Wunder entschieden, was mal wieder spannende Unterhaltung der Spitzenklasse war, was natürlich zum Einen durch die fesselnd geschriebene Buchvorlage von Herrn Jensen kam, aber dann durch den meisterhaften Vortrag von Herrn Wunder zum Ohrenschmaus wurde.
Zum Inhalt:
Im Mittelpunkt des Geschehens steht der ehemalige Elitesoldat Niels Oxen, der sich zwar mit vielen Tapferkeitsauszeichnungen schmücken kann, aber psychisch durch Einsätze in vielen Krisen/Kriegsgebieten schwer gezeichnet ist, weshalb er sich mit seinem Hund Mr. White in die Einsamkeit der dänischen Wälder zurückgezogen hat, wo er mit seinen inneren Dämonen reichlich zu kämpfen hat.
Während er mal wieder durch die Wälder streift, ist es bereits dunkel geworden und Oxen erreicht das Gelände um das gut gesicherte Schloss Nørlund. Um nicht vom Wachpersonal oder den Videokameras erfasst zu werden, zieht er sich ins Unterholz zurück, wo er dann plötzlich auf einen erhängten Hund stößt….
Leider ist das nicht die einzige Leiche in diesem Gebiet, denn auch der Schlossbesitzer, ein ehemaliger Botschafter wird ermordet…
Im Verlauf gerät Niels Oxen dann in den Fokus der polizeilichen Ermittlungen, die auch noch den PET, den dänischen Geheimdienst, auf den Plan rufen und er gilt bald als Mordverdächtiger Nr. 1….
Um aus diesem Schlamassel heil rauszukommen, lässt er sich auf einen Deal mit dem Geheimdienst ein und ermittelt dann nebst der sehr engagierten Geheimdienstmitarbeiterin Margarethe Frank auf eigene Faust um seine Unschuld zu beweisen…
Doch bald müssen die beiden feststellen, dass der Botschafter nicht der einzige Todesfall ist, den sie genauer untersuchen müssen, sondern je weiter bei ihren Recherchen kommen, je größer wird das Ausmaß und die Brisanz und sie bekommen es mit einem mächtigen Gegner zu tun, was dann in der Handlung zu reichlich Actionszenen führt, die Dietmar Wunder so bildhaft vorträgt, dass man mit den beiden „Ermittlern“ regelrecht mitfiebert und hofft, dass sie heil aus der ganzen Sache herauskommen….
Ob sie es schaffen, dem übermächtigen Gegner Paroli zu bieten, bleibt hier mal wieder unerzählt, sollte man sich aber auf gar keinem Fall entgehen lassen und ganz besonders die Hörbuchfassung kann ich da empfehlen, denn das Kopfkino springt hier ganz schnell an und auch nach 13 Stunden Hörgenuss, hätte es für mich noch weitergehen können….
Da es ja eine Trilogie ist, hoffe ich dass das nächste Buch bald veröffentlicht wird!
Hier gehts lang zur Hörprobe auf der DAVVerlags-Seite
Fazit: Der hochspannende erste Einsatz des sympathischen dänischen Ermittler-Duos aus der Feder von Jens Henrik Jensen wird durch die Lesung von Dietmar Wunder zum Kopfkino und somit zu einem besonderen Hörerlebnis! Unbedingt anhören!

 

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Harlan Coben: In ewiger Schuld

Es gibt neuen spannenden Lesestoff von Harlan Coben!
Der amerikanische Autor hat es bei mir persönlich in die erste Reihe von herausragenden Autoren geschafft,  da seine spannenden Thriller – wie z.B. „Ich schweige für Dich“  – mich immer wieder begeistern konnten. Er hat einen sehr fesselnden, aber auch bildhaften Schreibstil, so dass man von Beginn an sofort ins Geschehen „gezogen“ wird.  Auch bei  „In ewiger Schuld“ ist ihm das wieder wunderbar gelungen, die spannende Handlung fesselt, verblüfft und berührt, was eine tolle Kombination ist.
Die ehemalige Militärangehörige Maya Burkett muss ihren Ehemann Joe beerdigen. Er kam bei einem versuchten Raubüberfall ums Leben. Während die Polizei ermittelt, versucht Maya ihren Alltag mit ihrer kleinen zweijährigen Tochter Lily zu meistern. Da Joe aus gutem Hause stammte und es dort so üblich ist, war von Anfang an klar, dass eine Nanny für Lily engagiert wird…
Maya’s beste Freundin schenkt ihr einen digitalen Bilderrahmen mit eingebauter Kamera, damit sie „ein Auge“ auf die Nanny hat, wenn sie mit Lily spielt. Maya kann sich anfangs nicht für die Idee begeistern, jemanden heimlich zu beobachten, doch das ändert sich schlagartig:
Als sie dann einige Zeit später tatsächlich einen Blick auf die Aufnahmen wirft, erstarrt sie, denn dort spielt ihr vor einigen Tagen beerdigter Ehemann Joe liebevoll mit seiner kleinen Tochter, wie kann das sein???
Ab hier erzähle ich nicht weiter, denn sonst nehme ich allen anderen das Lesevergnügen.
Was sich hinter der Ermordung von Joe Burkett für eine Geschichte verbirgt, hätte ich niemals erahnt! im Verlauf der Handlung gibt es immer wieder Wendungen bzw. entwirren sich so manche Knoten, die dann zu einem Art „Showdown“ führen, der wirklich überrascht!
Erneut hat Harlan Coben einen Thriller der besonderen Art geschrieben, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat, so dass ich das Buch innerhalb eines Wochenendes „verschlungen“ habe und ich erneut mit Begeistung eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen möchte!
Fazit: Spannung auf hohem Niveau bekommt man bei diesem Thriller geboten, der mit unvorhersehbaren Wendungen noch zusätzlich punktet! Unbedingt lesen!

 

Harlan Coben: In ewiger Schuld – Das Hörbuch

Das passende Hörbuch, beziehungsweise die Lesung von „In ewiger Schuld“ wird von Detlef Bierstedt, den bestimmt viele auch als Synchronstimme von George Clooney kennen und Thomas Petruo, der ebenfalls als Synchronsprecher z.B. von Gary Oldman tätig ist, übernommen, was schon allein ein großer Pluspunkt ist, denn hier sind zwei Sprecher, die etwas von ihrem Metier verstehen, so dass aus der spannenden Buchvorlage  ein Hörgenuss vom Feinsten wird!
Ich habe mir das Hörbuch angehört, nachdem ich das Buch  gelesen habe und aus der Perspektive der „Wissenden“,  wie die Geschichte ausgeht, erkennt man die besonderen Feinheiten dieser komplexen Geschichte noch viel besser. 
In vielen Büchern des Autors wird gleich zu Anfang  jemand vermisst und als Leser begibt man sich dann auf die  spannende Suche nach dieser Person. Im aktuellen Thriller ist das Handlungsgeschehen etwas anders angelegt, denn hier geht es gleich auf Mördersuche:
Genau betrachtet sind hier viele „kleine“ Geschichten/Geschehnisse in der Handlung vereint worden, wie z.B. Mayas militärischer Auslandseinsatz, die Liebesgeschichte von Joe und Maya, das Leben von Maya und ihrer Tochter nach dem Tod von Joe und dann noch die undurchsichtigen Geschäfte und Machenschaften der reichen Familie Burkett, die lange im Verborgenen bleiben, dann aber einen ganz besonderen Part in der Story übernehmen….
Egal ob man sich für die Buchfassung oder die Lesung entscheidet, die gesamte Handlung ist in keinster Weise vorhersehbar und auch so einen „Showdown“ hätte ich nicht erwartet und durch den „Epilog“ der viele Jahre später spielt, hat dieser Thriller auch letztendlich noch etwas Anrührendes.
Harlan Coben ist einer meiner Lieblingsautoren und egal welches Buch ich bisher von ihm gehört oder gelesen habe, die Geschichten, die er erzählt sind von Anfang an fesselnd und nie vorhersehbar, was mich immer wieder fasziniert und ich mich auch diesmal wieder frage, gibt es wohl einen realen Hintergrund zu diesen „wie aus dem Leben“ gegriffenen Geschichten?!
Fazit: Die Hörbuchfassung wird von zwei bekannten markanten „Stimmen“ vorgetragen, die aus der spannenden Vorlage dann ein besonderes Hörerlebnis machen. Empfehlenswert!

 

 

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Elisabeth Herrmann: Stimme der Toten

Goldmann Verlag

Die Autorin hat sechs Jahre nach der Veröffentlichung des spannenden Thrillers „Zeugin der Toten“ nun die Fortsetzung geschrieben.
Wie es dazu gekommen ist und wer sie inspiriert bzw. motiviert hat, erzählt Elisabeth Herrmann selbst am Ende des Buches in „Danke!“.
Zwar war mir der „rote Faden“ des ersten Buches noch im Gedächtnis geblieben und zu Beginn von „Stimme der Toten“ gibt es auch eine kleine „Einführung“ was im Vorfeld passiert ist, aber zum richtigen „Einstimmen“ habe ich mir dann erst noch einmal die gelungene Verfilmung von Zeugin der Toten mit Anna Loos in der Hauptrolle angeschaut, was sehr hilfreich war.
Darum geht es im aktuellen Buch:
Berlin, 2016: Judith Kepler arbeitet immer noch als Cleanerin (Tatortreinigerin), also wenn die Polizei und Spurensicherung ihre Arbeit an einem Tatort beendet haben, dann ist ihr Einsatz gefragt um die Spuren des Todes zu beseitigen:
Sie wird von ihrem Chef Dombrowski zu dem großen CHL-Bank-Gebäude geschickt, wo ein Mann sich durch Sturz in die Tiefe suizidiert habe. Doch als Judith vor Ort ist und sich die vorhandenen Blutspuren und das „Drumherum“ genauer anschaut und dann auch noch etwas findet, was die Spurensicherung offensichtlich noch nicht in Augenschein genommen hat, ist sie skeptisch ob es sich hier tatsächlich um Selbstmord handelt….
Vorschriftsmäßig präsentiert sie ihre Entdeckung dem zuständigen Ermittler und ist völlig unbedarft nach dem Gespräch und sie ahnt nicht was für eine Flut von Ereignissen sie damit lostritt….
Es dauert nicht lange und sie befindet sich erneut mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und plötzlich taucht ein alter Bekannter, nämlich Quirin Kaiserley, auf und sagt ihr, dass er mal wieder ihr Schutzengel sein muss…. 
Das Buch ist wie gewohnt fesselnd und spannend geschrieben. Obwohl ich mich immer etwas schwer tue mit dem ganzen Tun und Wirken der unterschiedlichsten Geheimdienste, ist mir natürlich durchaus bewusst, dass es sie gibt und so manches, was hier in der Geschichte passiert, einen realen Hintergrund haben könnte.
Die Handlung des Buches ist neben der Aufarbeitung von Judith Keplers Lebensgeschichte, aber auch am Puls der Zeit und die Autorin hat geschickt aktuell/brisante/politische Themen eingearbeitet.
Vielleicht sollte Frau Herrmann wieder etwas Zeit verstreichen lassen und noch ein drittes Buch über das weitere Leben von Judith Kepler schreiben, denn das Ende der Geschichte ist ja eigentlich offen und ich hätte nichts gegen eine erneute spannende Fortsetzung……
Fazit: Trotz erneutem Geheimdienst-Wirrwarr, ist die Fortsetzung spannend gelungen und hat durchaus noch Potential für einen Nachschlag!

 

Elisabeth Herrmann: Stimme der Toten – Hörbuch

der Hörverlag

Ich habe „Zeugin der Toten“ vor sechs Jahren als Hörbuch genossen, was von Nina Petri vorgetragen wurde. Auch bei der Fortsetzung „Stimme der Toten“ hat sie erneut die Lesung übernommen, so dass man ganz schnell durch ihre bekannte sympathische Stimme wieder in der Handlung gefangen ist.
Neben der Vergangenheitsbewältigung und dem aktuellen „Fall“ gibt es diesmal noch eine kleine Parallelhandlung, die Judith Kepler selbst zu einer Art „Beschützerin“ eines kleinen Mädchens namens Tabea werden lässt, das in einem Haus gegenüber ihrer Wohnung lebt.
Mehrfach war sie Judith aufgefallen und sie wirkte auf sie irgendwie „hilflos/verloren“. Als sich dann eines Abends die Situation zuspitzt, ist Judith genau zum richtigen Zeitpunkt zur Stelle und kann der Kleinen in einer traumatischen Situation beistehen, was zu dem teils wieder sehr turbulenten „Wirrwarr“ der Geheimdienste ein schöner Ausgleich ist.
Allerdings ist auch in der „Nebenhandlung“ nicht alles nur eitel Sonnenschein, denn nachdem Tabea Berlin verlassen musste, lebt sie bei mit ihrem Vater in einem kleinen Ort, wo Judith als Besucherin auftaucht. Ihr Erscheinen wird von den Bewohnern aufmerksam beäugt und es herrscht eine merkwürdige Stimmung vor.  Als Judith Tabea schweren Herzens, aber diese merkwürdige Gemeinschaft nur zu gern verlassen will, werden plötzlich Hunde auf sie gehetzt und sie muss um ihr Leben fürchten…..
Fazit: Spannende Fortsetzung des Thrillers, der durch Nina Petri gekonnt vorgetragen wird.

 

 

 

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Donato Carrisi: Der Nebelmann

Die ungekürzte Lesung dieses sehr spannenden, fesselnden, aber auch düsteren Thrillers hat Uve Teschner übernommen, was eine sehr gute Wahl ist, denn sein lebendiger Vortrag schafft die passende Atmosphäre und seine Stimme variiert er bei den unterschiedlichen Mitwirkenden so gekonnt, dass sie „ein Gesicht“ bekommen.
Der Autor hat einen ganz besonderen Erzählstil, der immer wieder von einem Datum zum anderen hin- und herschwenkt, was aber so gut gelungen ist, dass man überhaupt kein Problem hat sich in den unterschiedlichen Zeiten zurechtzufinden und auch die Gesamthandlung wird nie undeutlich, sondern ist zwar zum Ende überraschend, aber immer gut nachvollziehbar.
Ein kleines abgeschiedenes Alpendorf mit seiner teils sehr religiösen und andererseits durch Landverkauf zu Geld gekommenen Bevölkerung bildet die Kulisse.
Die Handlung beginnt im Februar wo man den Sonderermittler Kommissar Vogel blutverschmiert und verwirrt wirkend nach einem Unfall zur Befragung ins Polizeirevier des Ortes gebracht hat. Die Staatsanwältin hatte im Vorfeld einen Fall mit dem Kommissar bearbeitet und ist zum einen erstaunt, warum er überhaupt noch vor Ort ist und andererseits kommt ihr das Verhalten des Ermittlers merkwürdig vor, so dass man den ortsansässigen Psychiater zur Befragung hinzuzieht.
Bei dem Gespräch zwischen Psychiater und Sonderermittler wird in Rückblenden der Fall rekonstruiert, weswegen der Kommissar im Ort zuvor ermittelt hatte: Um Weihnachten herum ist  die junge Anna Lou verschwunden. Ihre sehr gläubigen Eltern sind sich sicher, dass Anna Lou nicht aus eigenen Stücken verschwunden ist.
Sonderermittler Vogel fällt vielleich durch seinen eleganten Kleidungsstil auf, aber sonst ist er kein sonderlich sympathisch daherkommender Mann. Er hat seine ganz genauen Vorstellungen wie die Ermittlungen zu verlaufen haben, denn er will sich schnell vor der Presse mit Ergebnissen präsentieren. Allerdings hat sein Image Schaden erlitten, denn ein vorheriger Fall lief etwas aus dem Ruder. Aber im Fall von Anna Lou soll das nicht mehr passieren und im Verlauf rückt dann ein Verdächtiger in sein Blickfeld, was fatale Folgen für die Person hat, denn die Presse macht plötzlich Jagd auf ihn…..
Lange Zeit ist nicht klar, was eigentlich mit dem verschwundenen Mädchen passiert ist, denn durch die geschickte Erzählweise dreht sich der Handlungsverlauf ständig und selbst wenn man eine Vermutung hat, was passiert sein könnte, wird die wieder durch neue Informationen entkräftet, so dass besonders der Schluss des Hörbuchs, dann noch mit einer Überraschung aufwartet, die man nicht vorhersehen konnte!
Fazit: „Der Nebelmann“  ist ein von Anfang an ein fesselnd/spannender und sehr geschickt erzählter Thriller, der durch Uve Teschners Vortrag dann noch an Atmosphäre gewinnt. Für den unvorhersehbaren „Schluss-Akkord“ gibt es von mir noch einen Extrapunkt für dieses ganz besondere Hörerlebnis!

 

 

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Max Bentow: Das Porzellanmädchen

Diesmal schickt der Autor nicht seinen Berliner Kommissar Nils Trojan auf Mördersuche, sondern er hat einen ganz eigenständigen Thriller mit Gänsehautfaktor geschaffen. Axel Milberg hat die Lesung übernommen, was echt klasse ist, denn hier zeigt er mal wieder wie wandelbar doch seine Stimme ist und besonders die krächzenden, unheimlichen Puppenstimmen bzw. die Stimme des Insekts machen das Hörbuch „Das Porzellanmädchen“  zu einem Hörerlebnis mit Gruselfaktor!
Die Handlung dreht sich immer wieder, bzw. wird aus einem anderen Blickwinkel erzählt, was ungewöhnlich, aber ganz besonders spannend gelungen ist, so dass die über neun Stunden lange Lesung wie im Pflug vergeht!
Zum Inhalt:
Im Juni 2003 gerät ein 16-jähriges Mädchen in die Fänge eines Mannes, der sich ihr nur mit einer ganz besonderen Maske präsentiert und dadurch einem Insekt ähnelt. Was das Mädchen erleiden muss ist bizarr und nur eine Porzellanpuppe mit unterschiedlichen Augen hilft ihr ihre Ängste zu unterdrücken…
Es erfolgt ein Szenenwechsel und man lernt die erfolgreiche Schriftstellerin Luna Moor kennen, die besonders einfühlsam über menschliche Abgründe schreibt. Was niemand ahnt, ist,  dass sie in ihrer Jugend entführt und für einige Zeit festgehalten wurde bis sie fliehen kann….
Das Haus, in dem sie gefangen gehalten wurde, steht zum Verkauf und deswegen wagt sie den Schritt und will sich ihren schlimmen Ängsten und Erinnerungen an damals stellen.  Sie mietet sich für einige Zeit in dem Haus ein, was im Nachhinein kein so guter Gedanke war, denn es fangen an merkwürdige Dinge zu passieren….
Mehr möchte ich von diesem spannenden und ganz besonders fesselnden, aber auch Gänsehaut erzeugenden Hörbuch nicht verraten. Nur so viel möchte ich noch sagen: Axel Milberg als Vorleser ist die perfekte Besetzung für diesen Thriller und Max Bentow zeigt sich hier von einer ganz anderen schriftstellerischen Seite, obwohl mir seine Bücher wie z.B. Das Hexenmädchen auch gut gefallen haben.
Fazit: Nervenkitzel vom Feinsten hat Max Bentow niedergeschrieben und Axel Milberg macht daraus ein Hörerlebnis der besonderen Art! Unbedingt anhören!

 

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Heine Bakkeid: … und morgen werde ich dich vermissen

Die gekürzte Lesung dieses Hörbuchs hat Frank Stieren übernommen, der seine Stimme sehr gut abwandeln kann, so dass man die verschiedenen Mitwirkenden hier gut unterscheiden kann.
Hier gibt es Einblick in das Krimi-Debüt des norwegischen Autors:
Nach seinem Gefängnisaufenthalt ist der ehemalige interne Ermittler der Polizei Thorkild Aske nun arbeitssuchend, da er in seinem Beruf nicht mehr tätig sein darf. Sein Gefühlsleben scheint völlig aus dem Ruder gelaufen zu sein und ein immer wiederkehrender Hinweis auf die notwendige Einnahme von Psychopharmaka und starken Schmerzmitteln lässt nichts Gutes erahnen, zumal auch immer wieder der  Kontakt zu seinem Psychiater  inhaltlich thematisiert wird.
Um Thorkild aus seinem seelischen Tief zu holen, ist sich sein Psychiater sicher, dass Arbeit die beste Medizin ist, weswegen er ihn mit einem befreundeten Ehepaar bekannt macht, deren erwachsener Sohn Rasmus vermisst wird. Rasmus war dabei auf einer abgelegenen Leuchtturminsel in Eigenregie ein Erlebnishotel aufzubauen. Die ortsansässige Polizei vermutet einen Tauchunfall, doch sein Leichnam wurde bisher nicht gefunden. Torkild soll sich im Auftrag der Eltern vor Ort selbst ein Bild machen…..
Als Thorkild sich dann während sehr schlechter Witterungsverhältnisse auf der Insel umschaut, macht er eine gruselige Entdeckung:  Durch die unruhige See wird ein schon sehr in Mitleidenschaft genommener Leichnam angespült….
Rückblickend hätte die Suche nach Rasmus durchaus eine spannende Sache sein können, was sie aber leider nicht ist, denn der eigenwillige Erzählstil des Autors, der sich einerseits zu ausführlich mit der psychischen Verfassung des Ermittlers beschäftigt und man andererseits „zwischen der Ermittlung“ bruchstückhaft „Erinnerungsfetzen Thorkilds an eine Frau“ präsentiert bekommt oder dann plötzlich wieder Gespräche mit der örtlichen Polizei einfließen, ist  gewöhnungbedürftig, aber keineswegs spannungsfördernd.
Zusammengefasst, kann ich nur sagen, der Vorleser hat gute Arbeit geleistet, denn durch seine Stimmnuancen waren die Figuren gut zu unterscheiden. Die Gesamthandlung von „…und morgen werde ich dich vermissen“  hat mich nicht richtig fesseln können und besonders mit dem psychisch angeschlagenen Ermittler konnte ich mich nicht anfreunden. Der Erzählstil des Autors ist eigenwillig, bruchstückhaft und schwammig/undurchsichtig, so dass hier Spannung zwar punktuell aufgeflackert ist, aber mehr auch nicht.
Fazit: Guter Vorleser, aber durch den eigenwilligen Erzählstil des Autors  flackert nur stellenweise Spannung auf, was schade ist!

 

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Ingar Johnsrud: Der Hirte

Bei Thriller-Debüts greife ich gern auf die Hörbuchfassung zurück und da Dietmar Wunder die gekürzte Lesung von „Der Hirte“  übernommen hat, war das für mich schon mal ein wichtiger Aspekt, denn alles war ich bisher von diesem Vorleser gehört habe, war mit Hörgenuss verbunden……
Der Osloer Hauptkommissar Frederik Beier ist körperlich und seelisch angeschlagen, weswegen einige Vorgesetzte ihn nur unter Vorbehalt einsetzen wollen. Als dann Anette, die erwachsene Tochter der Politikerin Lise Wetre vermisst wird, ist Beiers Einsatz gefragt. Kaum das er nebst seinem Kollegen  die Eltern der Vermissten befragt und von ihnen erfahren hat, dass Anette mit ihrem kleinen Sohn der Glaubensgemeinschaft „Gottes Licht“ angehört, werden die beiden Ermittler zu einem abgelegenen Hof abgebordert.  Auf diesem Hof haben sich die Mitglieder  von „Gottes Licht“ angesiedelt und nun wurden dort mehrere Personen auf brutalste Weise ermordet, aufgefunden. Bei der näheren Untersuchung des Geländes stoßen Beier und Co auf einen Keller, der extrem gesichert ist und ein furchteinflößendes Labor beinhaltet….
Obwohl das ganze Gelände untersucht wird, fehlt von weiteren Mitgliedern der Glaubensgemeinschaft jede Spur. Auch die dort lebende Anette mit ihrem kleinen Sohn ist nirgend aufzufinden, wurden sie entführt oder was war auf dem Gelände geschehen???
Leider begnügt sich der Autor nicht mit der Suche nach den Vermissten, sondern er packt so viel „Input“ in die Handlung, dass einem schwindlig werden kann. Nicht nur das die unterschiedlichsten Örtlichkeiten eine Rolle spielen – wie z.B. im Prolog Afghanistan – sondern auch Zeitsprünge in die 1940ziger Jahre werden handlungsmäßig mit vielen „Mitwirkenden“ eingebaut. Dann geht es themenmäßig nicht nur um Mord und Entführung, sondern um verabscheuungswürdige Experimente an Menschen, Terror, unterschiedliche Religionen, Bruderschaften, Sekten und Identitätswechsel, was mir ehrlich gesagt ein bisschen zu viel „des Guten“ ist.
Der Schreib- bzw. Erzählstil ist eigentlich ganz angenehm und anschaulich und wenn es bei einem Thema geblieben wäre, hätte es durchaus spannend/fesselnd werden können aber durch das ständige „Switchen“ und die vielen Personen/Namen/Orte/Themen wird es dann trotz des sehr guten Vorlesers undurchsichtig und man muss sehr aufpassen, dass man nicht den Faden verliert….
Fazit: Schade, trotz exzellentem Vorleser gibt es hier zu viel Handlungswirrwarr, so dass man aufpassen muss, das man nicht den Faden verliert. Oftmals ist weniger mehr!

 

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