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Thomas Enger : Wer heute lügt, ist morgen tot

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Mit Begeisterung habe ich von Thomas Enger die spannende Thriller-Reihe um „Henning-Juul“ gelesen. Da diese Reihe leider abgeschlossen ist, bin ich eher zufällig über den gerade erschienenen ersten Jugendthriller von ihm gestolpert und war gespannt, was er sich für die jüngere Generation hat einfallen lassen.
Der Titel „Wer heute lügt, ist morgen tot“ ist im Nachhinein betrachtet, vielleicht nicht ganz treffend übersetzt/gewählt, aber das nur am Rande…
Das Buch beginnt damit, dass der 18 Jahre alte Even Tollefsen vor Gericht eine Aussage machen muss.
In Rückblicken erzählt Even über die Geschehnisse, die zu dieser Gerichtsverhandlung geführt haben:
Vor kurzem war Even noch glücklich und mit Mari zusammen, alles schien perfekt. Doch dann ist plötzlich alles vorbei, denn Mari und ein weiterer Junge werden kurz nach einer Veranstaltung in der Schule ermordet aufgefunden…..
Viele Menschen in dem kleinen norwegischen Ort Fredheim halten Even für den Mörder, denn er hatte an der Veranstaltung nicht teilgenommen. Aber eins weiß Even ganz sicher, er hat die beiden nicht ermordet. Allerdings brodelt die Gerüchteküche nicht nur im Ort, sondern auch die sozialen Netzwerke sind voll mit Anspielungen und Verdächtigungen gegen ihn und tatsächlich muss Even der Polizei Rede und Antwort stehen. Aber ob die ihm seine Unschuldsbeteuerungen abnehmen, da kann sich Even nicht sicher sein, weswegen er selbst anfängt Nachforschungen zu betreiben und was er dann letztendlich herausfindet, verändert total sein bisheriges Leben…..
Gelungen finde ich die Erzählweise hier im Buch. Es liest sich flüssig und ist spannend. Man findet sich auch nach einer kleinen Lesepause wieder sofort in der Handlung zurecht. Die Sprache ist auf das jugendliche Alter ausgerichtet, was gut passt, aber auch verständlich für Erwachsene ist.
Zwar war mir recht schnell klar, welche Geheimnisse hier in den Familien verborgen sind, was aber den Lesewert dieses Buches in keiner Weise schmälert. Wie ich es auch aus den anderen Büchern des Autors kenne, ist auch hier nach dem „Showdown“ immer noch Luft für einen mörderischen Nachschlag, der den Fall dann erst zum Abschluss bringt.
Ich hoffe, die erwachsenen Leser bekommen auch mal wieder etwas von Thomas Enger zu lesen, würde aber auch einen weiteren Jugendthriller aus seiner Feder wieder gerne lesen!
Fazit: Geschickt erzählter, spannender Jugendthriller, dem gern weitere folgen dürfen!

 

 

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Tschick

Basierend auf dem preisgekrönten Jugendroman „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf gibt es jetzt für das Heimkino die von Faith Akin geschaffene Filmversion dazu.
Im Mittelpunkt der Handlung steht der vierzehnjährige Maik Klingenberg, der eher in seiner Schulklasse die Außenseiterposition einnimmt. Er kommt zwar aus einem wohlhabenden Elternhaus, aber die häusliche Situation mit einer alkoholkranken Mutter  und einem Vater, der beruflich viel unterwegs ist, ist  alles andere als einfach und deshalb gibt es auch keine Reisepläne für die bevorstehenden Ferien, sondern Dümpeln am hauseigenen Pool ist angesagt.
Doch für Maik ist das nebensächlich, träumt er doch von einer Einladung zur Geburtstagsfeier von Tatjana, seiner angebeteten Klassenkameradin, die für ihn das schönste Mädchen der Welt ist….
Eines Tages kommt ein neuer Schüler in die Klasse, der irgendwo aus den Weiten Russland stammt und durch seinen unaussprechlichen Namen, nennt er sich selbst nur „Tschick “. Auch er wird zum Außenseiter in der Klasse. Am letzten Schultag verteilt Tatjana die begehrten Einladungen zur Party, nur für Maik und Tschik ist keine dabei!
Dann passiert es, dass trotz Maiks anfänglicher Abwehr, genau dieser neue Klassenkamerad seine trübe aussehende Ferien völlig auf den Kopf stellt, denn er steht eines schönen Tages mit einem „ausgeliehenen“ Lada vor der Tür und lädt Maik zu einer gemeinsamen Fahrt ein, die dann zu einem irren Roadtripp wird, denn das Ziel ist die Walachei, wo das eigentlich genau ist – wissen die beiden nicht – aber dort leben einige Verwandte von Tschik und ab nun geht es los mit der abenteuerlichen Reise ins Ungewisse…..
Was den beiden dort dann alles passiert, wird hier natürlich nicht erzählt, nur so viel noch: Sie treffen dann u.a. auf Isa, die auf einer Müllhalde lebt, aber eigentlich zu ihrer Halbschwester nach Prag will, für einige Zeit schließt sie sich den beiden an….
Der Film hat mir gut gefallen, gab es doch reichlich zu lachen und ganz schnell sprang der Sympathiefunke für die beiden Hauptdarsteller rüber. Nur das Ende kam dann irgendwie viel zu schnell und ich hätte gerne noch mehr erfahren, wie es nach den Ferien mit Maik und Co so weitergegangen ist…..
Die beiden Hauptdarsteller Tristan Göbel (Maik) und Anand Batbileg (Tschick) machen ihre Sache ganz prima und dem ganzen Schauspielensemble merkt man die Spielfreude an.
Es gibt auf der Blu-ray reichlich Bonus-Material u.a. Interviews und eine Lesung mit dem Autor des Buches.
Fazit: Darstellerisch passend besetzter und filmisch gelungener humorvoller Road-Tripp zweier jugendlicher Außenseiter, die diese Ferien bestimmt so schnell nicht vergessen werden.

 

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Battle for SkyArk

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Wir begeben uns hier in die Zukunft und erfahren, dass die Erde verseucht ist. Hier zu existieren ist lebensgefährlich und man hat „im Himmel“ eine neue Stadt entstehen lassen die sogenannte SkyArk oder zu Deutsch: eine Arche im Himmel.
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Dort herrschen raue Sitten, denn sie ist langsam überbevölkert. Eine Gruppe hat durch Reichtum und Stärke sich ein Bleiberecht erobert. Sie sind sehr mächtig und „entsorgen“ auf der Erde alle Armen und Schwachen, was besonders auf Waisenkinder zutrifft.

 

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Mittlerweile gibt es eine Reihe von Aufständigen, die dagegen rebelliert, Rags Vater ist ihr Anführer, doch der Gegner ist zu groß und er wird öffentlich erschossen und sein Sohn wird deswegen mit 13 Malen gebrandmarkt und auf der Erde „entsorgt“.

 

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Hier trifft Rag auf einer Art Schrottplatz – den sich die anderen Teenager als Lebensraum erobert haben – auf einige von ihnen. Sie erzählen ihm, dass ihre einzige Hoffnung um hier zu überleben ein Junge mit 13 Malen ist, der durch seine Kraft und Stärke bei der Bekämpfung der Monster, die sich überall auf der Erde verstecken, keine Angst zeigt….

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Im Verlauf landet dann ein anderer Junge, den Rag den Spitznahmen Skunk gibt, auf der Erde und soll dort nach dem Jungen mit den 13 Malen suchen. Fortan heftet er sich an Rags Fersen und die beiden begeben sich gemeinsam ins Abenteuer…..

 

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Da dies Sci-Fi-Abenteuer für Jugendliche gemacht ist, hat man es als Erwachsener natürlich schwer um hier die richtige Beurteilung abzugeben. Aber wenn ich „Battle for SkyArk“ mit anderen Filmen dieses Genre vergleiche, muss ich sagen, dass mich dieses SciFi-Abenteuer nicht sonderlich überzeugen konnte.
Allein schon was man hier als „Monster“ kreiert hat, erinnerte mich eher an Halloween-Verkleidungen oder bestenfalls an vampirartige Mutanten.
Auch die Dialoge waren mir zu naiv, denn Kids sollte man nicht unterschätzen. Besonders wenn ich so sehe in welcher elektronischen Welt heutzutage Kinder und Jugendliche leben, könnte ich mir vorstellen, dass dies Weltraumabenteuer nicht so besonders gut bei ihnen ankommt, der Kampf um die Arche hätte packender und futuristischer verfilmt werden sollen, denn wir befinden uns ja hier schon in ferner Zukunft und selbst wenn die Erde verseucht wäre, Handys und PC’s wären sicherlich nicht davon betroffen und fehlten mir hier eigentlich in der Ausstattung.
Fazit: Schade, mich konnte dieser Film nicht fesseln und ob man mit diesem Battle Kids überzeugen kann, muss jeder selbst austesten…

 

 

 

 

 

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Solarfighters

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Entstanden ist dieser Sci-Fi-Film bereits 1986! Es gibt ein Wiedersehen mit bekannten Stars wie z.B. Richard Jordan, Jami Gertz, Jason Patric, Lukas Haas, Peter DeLuise, Charles Durning oder James LeGros um nur einige zu nennen.
Wenn man bedenkt wie alt „Solarfighters“ bereits ist, dann muss ich sagen, die Spezialeffekte, die man hier geboten bekommt, sind echt klasse. Als die erste Szene mit den rollschuhfahrenden Teenagern beginnt, hätte es mich nicht gewundert, wenn plötzlich jemand angefangen hätte zu singen, denn irgendwie erinnerte mich das an das Musical „Starlight-Express. Die schauspielerische Besetzung der Teenager mit den damaligen Jungstars ist gelungen und hilft über die Schwächen der Handlung hinweg.
Irgendwie ist es auch kein reiner Sci-Fi-Film, sondern kombiniert man die zur damaligen Zeit üblichen Teenagerfilme mit einem Schuss Abenteuer und katapultiert das dann in ein Endzeitszenario, so kommt dann die Handlung des Films heraus:
Die Erde im eigentlichen Sinne existiert nicht mehr, sondern es gibt überall nur Wüste und Wasser ist sehr knapp und ist deswegen hart umkämpft.
Das „Waisenlager 43“ vom Protectorat wird vom System kontrolliert und die Kinder und Jugendlichen sind desillusioniert und müssen dem System dienen. Eine Zukunft haben sie nicht vor Augen. In einer Art Arena werden auf Rollschuhen Kämpfe ausgetragen, die von dem kleinen gehörlosen Daniel verfolgt werden. Er läuft mit speziellen Kopfhörern herum. Eines Tages findet er eine Lichtkugel, die ihn fasziniert und die anscheinend seine Worte versteht. Wie durch ein Wunder kann Daniel plötzlich ohne seine Kopfhörer hören und das scheint er durch die Zauberkugel, die er kurzerhand Bohdi nennt, möglich zu sein. Seinen fünf Freunden erzählt er davon und auch sie scheinen davon überzeugt zu sein, dass von der Kugel eine besondere Macht aus geht.
Und dann ist Daniel plötzlich verschwunden und mit ihm die Zauberkugel. Die Teenager machen sich auf ihren Rollschuhen auf die Suche nach ihm und sie finden einen Weg aus dem Lager  heraus und sie befinden sich dann plötzlich mitten in der Wüste und jetzt fängt das eigentliche Abenteuer erst an……
Wer das Sci-Fi-Genre mag, sollte durchaus mal einen Blick riskieren und besonders auf die Spezialeffekte achten, die man hier geboten bekommt.
Fazit: Etwas flache Handlung, aber tolle Spezialeffekte
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Dora Heldt: Siebenmeter für die Liebe

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Handballfans werden sicher mit den Begriff „Siebenmeter“ etwas anfangen können und die 12-jährige Paula, die mit ihren Eltern nach Hamburg gezogen ist, sowieso, denn sie hat Talent und spielte erfolgreich in einem Verein. Paula ist bockig, denn sie mußte ihre beste Freundin und ihren geliebten Sportverein zurücklassen.
In Hamburg ist alles neu und anders. Ihre Eltern haben ihr in den Herbstferien ein besonderes Handballtraining in Aussicht gestellt, wenn sie sich gut integriert.
Nach ersten Kontakten in ihrer neuen Schule findet sie in Johanna und Frieda Freundinnen, aber sie verschweigt ihre Handballkenntnisse. Als dann die erste Sportstunde bevorsteht, erfährt sie, dass ein neuer Sportlehrer die Klasse unterrichten wird und als der dann vor der Klasse steht, bleibt Paula fast die Luft weg, denn ihr neuer Sportlehrer ist niemand anderes als ihr Lieblingshandballer und Ex-Bundesligaspieler Florian Hoffmann!
Handball ist dann auch Thema für die nächste Zeit und Paula kann sich nicht lange vor ihrem Sportidol verstecken, denn er erkennt ihre Handballkenntnisse, die sie dann auch in der neuen Mannschaft einsetzen kann, da ein Wettkampf mit anderen Schulen geplant ist.
Neben ihrem Sportidol schleicht sich langsam aber stetig noch jemand an sie heran. Sein Name ist Julius und Paula findet ihn anfangs einfach nur doof. Doch nach einigen Monaten ändert sich das um 180 Grad, denn sie hat bei Julius Anwesenheit plötzlich Schmetterlinge im Bauch….
Das Hörbuch „Siebenmeter für die Liebe“ wird wunderbar von Josefine Preuß vorgetragen. Dass Dora Heldt sehr humorvoll schreiben kann, hat sie ja schon mit zahlreichen Büchern wie z.B. „Herzlichen Glückwunsch Sie haben gewonnen“ bewiesen. 
Dies Hörbuch ist ja für die jüngere Generation gedacht, der Schreibstil ist sehr locker und humorvoll im Tonfall von Teenagern verfaßt.
Als erwachsener Zuhörer fühlt man sich wieder herrlich in  seine Jugendzeit zurück versetzt. Auch das Handballspiel ist so bildlich aufgeschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst jubelnd auf den Zuschauerrängen zu sitzen.
Fazit: Handball und erste Liebe verschmelzen hier zu einem hörenswerten locker-flockigen Jugendroman
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