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Gisa Pauly: Venezianische Liebe

Die Autorin wandelt mal wieder auf „Abwegen“ und hat wie bereits schon mal zuvor bei  Der Mann ist das Problem“ nun erneut einen eigenständigen Roman mit dem Titel „Venezianische Liebe“ geschrieben, der zwar in Italien spielt, aber Mamma Carlotta kommt nicht darin vor.
Maria ist voll im „glückseligen Stress“ gefangen, denn ihre einzige Tochter Amelie will in Venedig heiraten! Während sie sich gedanklich mit Gästelisten, Tisch-Deko etc. beschäftigt, kommt sie in dem angemieteten Haus in Venedig an, so ist die ganze Familie unter einem Dach untergebracht, was einerseits praktisch gedacht ist, aber auch Maria etwas Bauchschmerzen bereitet, denn sie wird nach langer Zeit ihren Ex-Mann Adrian wiedersehen und auch ihr Bruder Cyrill, ein berühmter Modeschöpfer, der natürlich für das perfekte Brautkleid zuständig ist, plant sich hier mit seiner großen Liebe zu treffen, was heikel ist, darf doch niemand von dieser Liebe wissen. Außerdem soll auch noch Marias beste Freundin Judy mit in dem Haus wohnen, die als Patentante von Amelie natürlich bei den Hochzeitsvorbereitungen unbedingt dabei sein will….
Obwohl Maria durch das bevorstehende Zusammentreffen mit ihrem Ex-Mann ja schon etwas angespannt ist, passiert dann etwas, was sie völlig aus der Bahn wirft, denn während sie ihren Espresso auf einem der idyllischen Plätze Venedigs einnimmt, ertönt plötzlich eine ihr sehr bekannte Melodie, die von einem etwas ungepflegt wirkenden Mann auf einer Geige gespielt wird. Maria erstarrt, denn der Künstler, der vor vielen Jahren mit dem Lied „Venezianische Liebe“ berühmt wurde, ist tot! Doch irgendetwas an dem Mann, der da vor ihr steht, erinnert sie an den Künstler von einst, aber kann das sein???? Plötzlich verschwindet er aus Marias Sichtfeld und ist wie vom Erdboden verschluckt….
Maria unternimmt einiges um herauszufinden, wer der Mann ist. Sollte es wirklich der Künstler von einst sein, dann käme es zu reichlich Komplikationen bei der anstehenden Hochzeit, denn July, ihre beste Freundin war einst mit ihm verheiratet und ihr Bruder Cyrill bekäme sicherlich eine seiner „Krisen“, wenn er dem Totgeglaubten begegnen würde, hat er doch noch ein „Hühnchen mit ihm zu rupfen“…
Durch den Covertext wird man ja schon auf ein „Verwirrspiel“ hingewiesen und durch den mysteriösen Geigenspieler, der eine wichtige Rolle spielt, gibt es auch eine Ungewissheit im Handlungsablauf, die dann mit einigen humorvollen Einlagen vermengt wird. Aber mir waren es einfach zu viele Geheimnisse, die hier verdeckt/aufgedeckt wurden. Das Gefühlswirrwarr verkompliziert die Handlung und auch der Erzählstil ist irgendwie anders als sonst bzw. wie man ihn aus den „Sylt-Krimis“ kennt.
Fazit: Zwar kann man das italienische Flair spüren und sich auch durch die bildhafte Beschreibung der Örtlichkeiten gut in Venedig zurechtfinden, aber für mich war es einfach zu „emotional“, turbulent und durch die Geheimniskrämerei zu verwirrend um an das gewohnte Lesevergnügen anzuknüpfen, so dass ich nur 4 von 5 Sternchen vergebe.

 

 

 

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Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verwand

Einst hatte der schwedische Schriftsteller Jonas Jonasson mit seiner Romanvorlage „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ einen großen Erfolg gelandet, wo Allan Karlsson der Name der Titelfigur ist. Dieser Roman wurde dann mit Robert Gustafsson in der Hauptrolle ebenso erfolgreich verfilmt.
Und nun gibt es eine filmische Fortsetzung mit dem Titel „Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand“. Die schauspielerische Besetzung hat sich nicht geändert und wer den ersten Film nicht gesehen hat, (hat zwar etwas Sehenswertes verpasst) findet aber ganz schnell in die sehr gut gelungene, turbulente und humorvolle Handlung hinein.
Allan Karlsson ist nach seiner aufregenden Reise um die Welt mit einem Koffer voller Geld nebst einigen Freunden auf Bali gelandet. Nun ist bis auf einen ganz kleinen Teil das Geld aufgebraucht, was aber Allans Freunde nicht davon abhält auf seinen 101. Geburtstag anzustoßen. Benny und Miriam werden bald Eltern und deswegen möchte Miriam nicht mit Alkohol anstoßen. In Allans Besitz befindet sich noch eine Flasche Volksbrause, die Miriam dann kostet und sofort hellauf begeistert vom Geschmack ist und sogar eine Art Sucht danach entwickelt. Doch mehr als eine Flasche gibt es nicht mehr und auch die Produktion ist seit vielen Jahren eingestellt…
Allan wäre nicht Allan, wenn er nicht zu besagter Limonade eine spannende Geschichte auf Lager hätte, die zurück führt in die Zeit des Kalten Kriegs als er noch als Spion tätig war und die Mächtigen der Welt wie Breschnew und Nixon einen wichtigen Part in der Handlung übernommen haben…..
Die filmische Fortsetzung hat mir sogar noch etwas besser gefallen, als der erste Teil, denn diesmal gab es nicht ständige Schwenks und neue Geschichten aus dem turbulenten Lebens Allans, sondern man hat sich auf die Suche nach dem Rezept für die leckere Limonade beschränkt, was aber trotzdem mit viel Witz und Situationskomik in Szene gesetzt wurde und somit wiederum ein filmisches Vergnügen daraus geworden ist.
Hier gibt es einen kleinen Vorgeschmack: „Trailer
Fazit: Gelungene filmische Fortsetzung, die wieder mit turbulenter humorvoller Handlung und toller schauspielerischer Besetzung punkten kann!

 

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Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt

Der Autor selbst hat hier die Lesung übernommen, was schon mal ein großer Pluspunkt ist!
Die Ostfriesenkrimis haben nun mit „Totenstille im Watt“ einen Ableger bekommen.  In bekannter Landschaft bzw. Örtlichkeit haben  bekannte Figuren wie Ann Kathrin Klaasen oder auch Rupert aber nur einen kleinen Auftritt, denn dafür ist das Ego der Hauptfigur hier zu groß…….
Und dieses Ego hat sich per Mausklick im Internet eine neue Identität beschafft und arbeitet nun  erfolgreich als praktischer Arzt (tatsächlich hat er ein paar Semester Medizin studiert, aber mehr kann er nicht vorweisen) unter dem Namen Dr. Bernhard Sommerfeldt in Norddeich….
Das geht einige Zeit gut, doch nicht alle Mitmenschen sind ihm wohl gesonnen, wie z.B. der Porschefahrer, der meint, Dr. Sommerfeldt habe durch die Behandlung seiner Oma sich einen Platz in ihrem Testament erschlichen….
Ein prügelnder Ehemann, der sich nicht nur an seiner Ehefrau vergreift, sondern auch der kleine Sohn hat unter ihm zu leiden,  lernt eines schönen Tages Dr. Sommerfeldt kennen…..
Der falsche Mediziner erzählt aus seinem früheren Leben und wie es dazu gekommen ist, dass er sich einen neuen Namen zugelegt hat.  Dann dauert es einige Zeit und er lernt seine große Liebe Beate kennen und sie ziehen zusammen. Alles könnte so schön sein, aber Beates ehemaliger Freund tritt wieder in ihr Leben und er scheint sie mit irgendetwas zu erpressen. Auch hier macht Dr. Sommerfeldt einen seiner speziellen Hausbesuche um das Problem zu lösen….
Im Bezug auf Dr. Sommerfeldt fällt mir ein Zitat aus einem Western ein: „…. und Leichen pflastern seinen Weg“….. Mehr möchte ich dazu nicht preisgeben, denn Klaus-Peter Wolf hat es mal wieder geschafft die Balance zwischen spannendem Krimi und einer guten Prise Humor zu finden und herausgekommen ist (hoffentlich) der Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe um einen (falschen) Mediziner, dessen spezielle Hausbesuche es in sich haben……
Fazit: Diese Autorenlesung punktet auf der ganzen Linie mit Spannung und Humor und einem neuen Hauptdarsteller, von dem man sicherlich noch hören wird! Klasse! Unbedingt anhören!

 

 

 

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Dora Heldt: Wir sind die Guten

Nachdem im letzten Jahr die Autorin mit „Böse Leute“ ihr Krimi-Debüt veröffentlicht hatte, gibt es jetzt „Nachschlag“ in dieser Richtung, welches in Buchform bei dtv erschienen ist.  Erneut kombiniert Dora Heldt den bekannten Humor aus ihren bisher veröffentlichten Romanen mit einer spannenden Kriminalgeschichte, die wiederum auf der Insel Sylt angesiedelt ist.
Das bewährte private „Ermittlerteam“ um Karl Sönningsen, der früher ja mal Revierleiter der Polizei in Westerland war und nun eigentlich seinen Ruhestand genießen könnte, was aber ganz gegen sein Naturell ist, hat wieder alle Hände voll zu tun und diesmal kreuzen auch Walter und Heinz in der Geschichte auf und mischen dann bald in Sachen eigene Ermittlungen in der turbulenten, aber auch sehr spannenden Geschichte mit!
Zu Beginn ist für Charlotte und Inge aus obigem Ermittlerteam noch alles märchenhaft, gönnen sie sich doch heimlich eine Putzfee, namens Sabine, während ihre Männer Heinz und Walter saunieren.  Doch die beiden dürfen davon nichts mitbekommen, handelt es sich hier doch um „Schwarzarbeit“…
Im Verlauf wird dann genau diese Putzfee Sabine durch ihre Vermieterin bei Karls Team als vermisst gemeldet. Aus anfänglichem zaghaften Vortasten, wo die Vermisste sein könnte, entpuppt sich die Suche, dann als weitreichender Kriminalfall, dessen Lösung in die Vergangenheit und aufs Festland führt, wo dann auch wieder der eine oder andere Eierlikör bei der Ermittlung hilft……
Die Sylter Polizistin Maren Thiele ist auch wieder mit von der Partie. Sie beschäftigt sich damit den rätselhaften Tod eines Mannes aufklären, den man erst nach einigen Tagen unterhalb der roten Klippen aufgefunden hatte. Die Identifizierung ist schwierig und als man dann endlich die Angehörigen benachrichtigen kann, weiß niemand warum er sich auf der Insel aufgehalten hat…..
Es ist Dora Heldt erneut mit „Wir sind die Guten“ ein wunderbares Buch gelungen.  Es liest sich flüssig und einmal angefangen, kann man sich schwer wieder davon lösen. Die Charaktere sind so gut beschrieben, dass man das Gefühl hat, diese Leute kennt man persönlich und auch die privaten und polizeilichen Ermittlungen – die sich zum Ende hin dann noch dramatisch zuspitzen – sind anschaulich und wieder mit dem bekannten Augenzwinkern versehen.
Fazit: Volle Punktzahl für diesen spannenden und humorvollen Krimi, der noch einen Extrapunkt für die wunderbare Besetzung der privaten wie auch polizeilichen Ermittler von mir bekommt! Unbedingt lesen!

 

Dora Heldt: Wir sind die Guten – Hörbuch

Bei GoyaLit ist das gleichnamige Hörbuch erschienen. Hatte ich das Krimi-Debüt „Böse Leute“ als Hörbuch, vorgetragen von der Autorin selbst, genossen, hat bei „Wir sind die Guten“ nun die Schauspielerin Anneke Kim Sarnau diesen Part übernommen, womit ich mich nicht so ganz anfreunden konnte. Was nicht heißen soll, dass Frau Sarnau ihre Sache schlecht macht, eher ungewohnt, verbinde ich die Romane und Bücher von Dora Heldt doch bisher auch immer mit ihrer eigenen Stimme, der ich persönlich auch schon mal bei einer Lesung lauschen durfte!
Von der ungewohnten Vorleserin mal abgesehen, ändert das aber an der spannenden und fesselnden Kriminalgeschichte überhaupt nichts, die nun auch noch durch zwei weitere „Spürnasen“ mit Namen Walter und Heinz verkomplettiert wird. 
Fans der Bücher von Dora Heldt braucht man die beiden Herren nicht extra vorstellen,  haben sie sich doch durch ihren ganz besonderen Charme, schon ihn die Herzen der Leser geschlichen.  Kennt man doch ihr Engagement und ihre Hilfsbereitschaft schon z.B. aus  „Urlaub mit Papa“ oder „Tante Inge haut ab“. Hier kommen nun ihre ganz besonderen Talente wie „durchdachtes Handeln“ mit ganz „spontanen Eingebungen“ in Sachen Ermittlungen zum Einsatz und bilden somit den humorvollen Part der Kriminalgeschichte. Außerdem wandeln sie sich von charmanten Romanhelden zu kriminalistischen Spürnasen und ich könnte mir gut vorstellen, dass sie beim nächsten „Einsatz“ ins private „Ermittlerteam“ um Karl Sönnigsen integriert werden….
Fazit: Trotz ungewohnter Lesestimme – diesmal von Anneke Kim Sarnau  und nicht wie gewohnt von der Autorin selbst vorgetragen – vereint dies Hörbuch Spannung und Humor und somit ist gute Unterhaltung garantiert. Bitte weiter so und mehr davon!  
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Bernd Mannhardt: Herr Schreiber blockiert

Wie der Titel des Hörbuchs schon suggeriert, geht es hier um die Schreibblockade eines Schriftstellers.
Da ich gefühlt rund um die Uhr lese, staune ich immer wieder darüber, wie es Autoren/innen gelingt spannende, humorvolle und vor allen Dingen, flüssig lesbare Texte zu verfassen. Wenn ich mich da an meine Schulzeit zurück erinnere und an die Aufsätze denke, die man dort abfassen sollte, die einen thematisch überhaupt nicht lagen, so dass man sich regelrecht einen Text „abgestottert „ hat, da kann ich gut nachempfinden, dass „Herr Schreiber blockiert“…..
Obwohl, wenn man dem Vorleser (Matthias Ernst Holzmann) hier so zuhört, dann ist der Herr Schreiber gar nicht so blockiert, nein er sinniert eher herum, erzählt dies und das, mal dringt er tiefer in ein Thema ein, mal verzweifelt er fast oder es lugt plötzlich böser Humor hervor…..
Um überhaupt etwas zu Papier zu bringen, begibt Herr Schreiber sich z.B. in den Tierpark um am Pavian-Gehege zu verweilen, was ihn allerdings dann auch nicht sonderlich inspiriert, obwohl er anscheinend schon des Öfteren hier auf eine zündende Idee gehofft hat, denn er kennt die Tiere schon beim Vornamen….
Er lässt seine Gedanken schweifen und er findet sich dann irgendwann in seiner Lieblingskneipe wieder um sich einen „Schluck“ zu genehmigen….
Man erfährt, dass das Schreiben für ihn nicht sonderlich einträglich und er mit den Mietzahlungen schon seit Monaten im Rückstand ist. Er wäre schon obdachlos, wäre da nicht seine Exfrau auf die er immer wieder zurückgreifen kann und die ihn „über Wasser hält“….
Wie bereits erwähnt hat erneut Matthias Ernst Holzmann – wie auch schon bei „Mordsalibi“ – mit seiner sonoren Stimme die Lesung übernommen. Der Text ist bereits vor einiger Zeit  im Sammelband „Spielverderber“ erschienen und wurde schon als Bühnenstück aufgeführt.
Die unterschiedlichen „Gedankengänge“ werden durch schmissige Musik kurz unterbrochen, was gut passt – verleitet es doch zum einen oder anderen Tanzschritt – .  Das unterhaltsame „Possen-Stück“ ist mit feinem Humor durchzogen und gibt anschaulich Einblick in die „Gedankenwelt“ eines engagierten, aber oftmals strauchelnden Schriftstellers, der übrigens die Ablehnungsschreiben seiner Werke zu einem wertvollen Leder-Ordner hat zusammenbinden lassen….
Fazit:  Wer feinen wortgewandten Humor liebt, ist hier genau richtig, wenn sich der Poet in seiner eigenen Gedankenwelt verliert…….
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The Coroner – Staffel 2 –

Lange brauchten die Fans dieser britischen Krimi-Serie nicht auf die zweite Staffel zu warten, was sehr positiv ist!

 

The Coroner – Staffel 2“ punktet genau wie „Staffel 1“ wieder mit zehn abwechslungsreichen Kriminalfällen, die von Jane Kennedy als Coroner und ihrem Freund Detective Sergeant Davey Higgins bearbeitet werden. Obwohl die beiden mal in früheren Jahren ein Paar waren und man das Gefühl hat, ab und zu knistert es noch zwischen ihnen, kommen sie arbeitstechnisch und auch privat bestens miteinander aus.

Auch die  „Nebenschauplätze“ wie z.B. der Pub, den Janes Mutter mit ihrem Lebensgefährten führt und Ereignisse rund um Janes Teenagertochter sind wieder in die Gesamthandlung einbezogen. Alles wird mit viel Humor verfeinert, was neben den wunderbaren Landschaftbildern, die der Südwesten Englands bietet,  ein wichtiger Bestandteil dieser Serie ist.

 

Hier gibt es einen kleinen Einblick in die zehn neuen Folgen:
Gleich zu Anfang geht es hoch hinaus zu einer Gruppe Fallschirmspringern, allerdings endet für einen von ihnen der angesetzte Übungsflug tödlich. Was anfänglich nach einem Unfall aussieht, ändert sich bei genauerem Hinschauen dann in Richtung Mord….
Als nächstes wird in einem Abbruchhaus in den Überresten eines Kamins ein Babyskelett gefunden. Jane und Co finden heraus, dass in dem alten Haus früher einmal ein Kinderheim war. Durch ein altes Foto aus der damaligen Zeit versuchen sie die Mutter ausfindig zu machen, eine knifflige Aufgabe und deren Auflösung dann ganz anders ist, als erwartet…
Es folgen Ermittlungen weil aufgrund eines Fehlalarms ein Rettungsboot selbst in Seenot geriet, denn ein schlimmer Sturm führte dazu, dass zwei Personen über Bord gingen, wovon einer nur noch tot geborgen werden konnte….
Meine Lieblingsfolge aber ist die, in der es um die Bestie aus dem Moor geht. Hier ist ganz Lighthaven in Aufruhr, denn ein Raubtier soll sein Unwesen treiben. Ein Reporter, der die Bewohner aufrütteln will und einiges zu dem Tier recherchiert hat, wird kurze Zeit später im Moor mit aufgerissener Kehle aufgefunden……. Jane und Davey gehen der Sache nach, obwohl keiner so recht an eine Bestie glauben kann…
Erneut müssen Jane und Davey oftmals tief graben um die Kriminalfälle zu lösen und genau das gefällt mir an dieser Serie, die leider wieder viel zu schnell vorbei ist!
Fazit: Erfrischendes Ermittlerduo, abwechslungsreiche Kriminalfälle, deren Lösung nur oberflächlich einfach erscheint und wunderschöne Drehorte machen diese Serie aus, die hoffentlich bald fortgeführt wird!

 

 

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Ariane Grundies: Die Toten am Sund

Dieser Ostsee-Krimi führt nach Stralsund und zu Gisela Klawitter und Rosi Hafenmeister. Die beiden Frauen kennen sich von früher, haben sich aber viele Jahre nicht gesehen und dann zufällig wieder getroffen. Während der Freude über das Wiedersehen kommt ihnen ein Gedanke, wie man aus der Arbeitslosigkeit herauskommen könnte: Die beiden tun sich zusammen und werden Gästeführerinnen in Stralsund, denn da kennen sie jeden Winkel und bald stehen sie in ihren „I-love-Touris-Shirts“ vorm Rathaus um mal wieder zu einer Stadtführung der besonderen Art zu starten…
Aktuell fehlt noch ein angemeldeter Herr, der bereits im Vorfeld bezahlt hatte. Auf mehrmalige telefonische Kontaktaufnahme durch Gisela meldet er sich nicht… Merkwürdig!
Nachdem Gisela wieder zuhause ist und ihrem Mann vom Besuch mit der Touristengruppe auf „Fietes Kutter“ erzählt, wo man seinen Fisch selbst räuchern konnte und sie den mitgebrachten Aal auspackt, fällt ihr Blick auf die auf dem Tisch liegende Tageszeitung, wo über einem Foto steht: „Wer hat Christine Lohmeier gesehen?“
Erschrocken greift Gisela zur Zeitung und sagt: „Ich! Ich habe Christine Lohmeier gesehen!“ Sie gehörte zu einer Gruppe von Touristen, die vor ein paar Tagen an ihrer ersten Führung durch Stralsund teilgenommen hatte…
Der Titel des Krimis „Die Toten am Sund“ verheißt ja schon mal nichts Gutes und im Verlauf kommt es auch dazu, das mehrere Leute nicht auffindbar sind, die alle irgendwie mit Giselas und Rosis besonderen Stadführungen zu tun haben….
Da ich Stralsund auch schon mehrmals bereist habe und durch das Cover und den Klappentext neugierig geworden bin, war ich auf die Stadtführung gespannt, die man hier geboten bekommt…
Die Autorin hat einiges an Mundart einfließen lassen, was für den einen oder anderen Leser vielleicht zu einigen Verständnisschwierigkeiten führen könnte. Auch der Erzählstil ist nicht ganz einfach und wenn man nicht aufpasst, kann es passieren, dass man den Faden verliert, denn an Nebenschauplätzen ereignet sich einfach zu viel bzw. es wird in Rückblicken erzählt. Eine gewisse humorvolle Note ist zu erkennen, ändert aber nichts daran, dass der Handlungsverlauf etwas holprig ist, so dass ich hier drei von fünf Punkten geben würde.
Fazit: Durch den nicht ganz einfachen Erzählstil wirkt die Handlung etwas holprig, was auch die humorvolle Note nicht ganz auffangen kann
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