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Gisa Pauly: Zugvögel

Piper Verlag

Ein Jahr ist vergangen und nach derSturmfluttaucht nun Mamma Carlotta inZugvögelwieder auf der Insel Sylt auf.
Schnell hat sie wie gewohnt die Küche der Familie Wolf übernommen. Am Ende des Buches verrät sie wieder einige Rezepte!
Mit ihrer Enkelin Carolin und ihrem Enkel Felix besucht sie zu ihrer großen Freude eine Vorstellung des „Fliegenden Varieté“ und während der artistischen Darbietungen geschieht es: Der Artist, der dort auftritt, da ist sich Mamma Carlotta sicher, das ist Renato aus Italien, der vor sehr vielen Jahren das Herz ihrer Cousine Violetta gebrochen hat….
Nun, diese Erkenntnis muss sie ihrer Cousine in Italien unbedingt mitteilen und ehe sich die Familie Wolf besieht, taucht besagte Violetta auf der Insel auf und mischt mit ihrem Temperament und ihrem immer noch schwelenden Liebeskummer ihre Umgebung auf und sie hat nur ein Ziel vor Augen: Sie will sich Renato, der ohne Abschiedswort verschwand,  „vorknöpfen“…
In dieser turbulenen Zeit  hat es Erik Wolf, der ja Kriminalkommissar auf der Insel ist, dann noch „fallmäßig“ mit einem ermordeten Filmproduzenten und einer toten Journalistin zu tun. Doch es gibt noch mehr kriminelle Energie zu stoppen und mittendrin,  wie üblich – ganz zufällig – Mamma Carlotta!
Diesmal hatte ich etwas Schwierigkeiten das Geschehen auf Sylt zu verfolgen. Violetta bringt nicht nur die mitwirkenden Protagonisten in dieser Geschichte nervlich an ihre Grenzen, auch ich hatte so meine Schwierigkeiten mit dieser „Figur“. Außerdem gab es textlich einfach zu viele Wiederholungen und zu ausführliche Schilderungen, die ganze Kriminalgeschichte rückte in den Hintergrund, so dass ich, wenn es dann bei den Ermittlungen weiterging,  erst einmal nachdenken musste, wie weit der letzte Stand dort war.
Wie von vielen Fans vielleicht erwartet, bewegt sich auch etwas im Privatleben des Kommissar, was daraus wird, bleibt abzuwarten…..
Diesmal vergebe ich nur drei von fünf möglichen Punkten, denn wie oben ausgeführt, fehlte mir leider einiges zu einem rundum gelungenen Lesevergnügen.
Fazit: Zu viel Trubel überdeckt die Kriminalhandlung, daher diesmal nur drei von fünf Punkten!

 

 

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Klaus-Peter Wolf: Rupert Undercover – Ostfriesische Mission –

Fischer Verlage

Endlich hat Rupert seinen ersten „eigenen Fall“!
Hier gibt es einen kleinen Einblick in die „Ostfriesische Mission„:
Rupert hat Geburtstag und den wird er sicherlich nicht so schnell vergessen. Der Tag beginnt schon mal nicht so nach seinen Wünschen, denn trotz eindeutiger Hinweise seinerseits auf einen Super-Laubsauger, bekommt er von seiner Frau Beate nur eine Gartenharke mit Schleifchen geschenkt.
Im Polizeirevier angekommen, wartet eine sehr attraktive Frau auf ihn, es ist die leitende Kriminaldirektorin Liane Brennecke vom BKA und sie will nur mit ihm sprechen.
Wer Rupert bereits etwas näher kennt, der weiß, dass es einst sein großer Wunsch war, beim BKA unterzukommen, doch bisher wollte man ihn dort nicht haben…
Rupert ist anfangs sehr angetan, dass die Direktorin ihn ausgesucht hat um einen ganz speziellen Undercover-Auftrag auszuführen, der keinen Aufschub duldet! Sie erzählt ihm, dass er Frederico, einem international agierenden, bekannten Drogenboss zum Verwechseln ähnlich sieht. Dieser sei gerade ins Land gekommen um hier einen großen Drogendeal abzuschließen und der Plan des BKA ist, Rupert gegen Frederico auszutauschen.
Bei näherem Betrachten glaubt Rupert dann doch an einen hinterlistigen Geburtstags-Gag seiner Kollegen…
Als niemand lacht und die Direktorin dann auch noch ein Foto des Drogenbosses präsentiert, glaubt Rupert er habe einen Doppelgänger, nur das der Maßanzüge und einen Oberlippenbart trägt….
Ehe sich Rupert versieht, befindet er sich in einer anderen Stadt, hat Freunde aus dem Milieu, einen persönlichen Bodyguard und eine Miet-Ehefrau, letzteres findet er bald gar nicht so unangenehm….. Doch der“Auftrag“ entpuppt sich dann als sehr gefährlich, ein Profikiller ist im Einsatz und bald fallen Schüsse
Was Rupert undercover alles so erlebt, bleibt hier unerzählt, dazu ist dies Buch einfach zu gelungen und ganz zum Schluss gibt es den kleinen Hoffnungsschimmer, dass dies hier vielleicht nicht Ruperts letzter „Alleingang“ ist!  Zum Einstimmen in die Handlung kann man in der Coverinnenseite schon mal Ruperts beste Sprüche lesen…
Hier treffen spannende Handlung und der ganz besondere Rupert-Charme aufeinander und bilden eine herrliche Symbiose, die dann von der eingewobenen bildhaft geschilderten Situationskomik lebt und durch die norddeutsche Kulisse abgerundet wird. Auch auf das restliche Team aus Klaasen, Weller und Büscher brauchen die Fans der Ostfriesenkrimis hier nicht zu verzichten, denn die bilden den „Rettungsanker“ in die reale Rupert-Welt….
Fazit: Einfach herrlich! Ruperts Geheim-Waffe ist sein ganz persönlicher Charme um diesen spannenden und gelungen Sonder-Einsatz zu bewältigen! Bitte mehr davon!

 

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Grantchester – Staffel 4 –

Edel Motion VÖ 15.05.20

Im Februar d. J. gab es ja in „Staffel 3“ der britischen Serie schon anklingende Veränderungen im Privatleben von Sidney Chambers (James Norton), die sich dann in der aktuellen „4. Staffel Grantchester“ auch tatsächlich darstellen, denn es ist einige Zeit vergangen und Sidney und Amanda sind kein Paar mehr. Sidney hadert mit sich und der Welt, zwar versucht er sich auf seine beruflichen Pflichten als „Mann Gottes“ der Gemeinde zu konzentrieren, doch glücklich wirkt er dabei nicht und immer wieder sucht er Trost im Alkohol, so dass sich seine Umgebung und Freunde große Sorgen um ihn machen…
Im weiteren Verlauf der sechs Folgen übernimmt dann Will Davenport (Tom Brittney) als neuer Pfarrer die Gemeinde…
Doch bis es soweit ist, gibt es rund ums Pfarrhaus und in der Gemeinde reichlich Trubel und auch kriminelle Energie, wo Schüsse fallen, Menschen sterben und der Mann für „Recht und Ordnung“ Geordie Keating reichlich Arbeit bekommt. Unterstützt wird er anfangs noch von Sidney, dann von Lenard, der vorübergehend die Amtsgeschäfte von Sidney in der Gemeinde übernimmt,  bis dann Will Davenport mit seinem Motorrad vor dem Pfarrhaus eintrifft und sich nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten gut mit allen Beteiligten versteht. Nur bei dem „Polizeikram“ will er Geordie nicht unterstützen, doch ehe er sich versieht schlittert er von einer Situation in die andere und bald braucht er dann Geordies kriminalistisches Gespür und fortan stimmt die Chemie auch in dieser Hinsicht zwischen den beiden….
Zeitlich spielt die Serie inzwischen Mitte/Ende der 1950ziger Jahre, was hier wieder in Kulisse und Ausstattung wunderbar zu erkennen ist. Besonders Geordie hat mit der „neuen Musik“ und der Emanzipation seiner Ehefrau, die jetzt als Verkäuferin in einem Bekleidungsgeschäft arbeitet, so seine Schwierigkeiten, aber durch die Kriminalfälle, die sich ereignen, kommt er kaum dazu, darüber nachzudenken.
Obwohl ich es mir kaum vorstellen konnte, dass man einen Ersatz für James Norton findet, muss ich sagen, den Filmemachern ist im Tom Brittney hier ein toller Clou gelungen und sein Charme und das Zusammenspiel mit den anderen Mitgliedern der Serie ist angenehm und sehenswert, so dass ich mir gut auch in dieser neuen Konstellation eine weitere Staffel wünsche würde!
Fazit: Trotz wehmütigem Abschied von James Norton, schafft es „der neue Pfarrer“ die entstandene Lücke mit Charme, Witz und Ausstrahlung zu füllen, so dass auch Staffel 4 wieder unbedingt sehenswert ist und auch gern die Serie noch weiter fortgesetzt werden darf!

 

 

 

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Knives Out – Mord ist Familiensache

LEONIE VÖ 08.05.20

Schon allein die hochkarätige Besetzung von „Knives out – Mord ist Familiensache“,  die sich hier eingefunden hat, lässt auf gute Unterhaltung hoffen:
In einem prachtvollen Anwesen lebt der bekannte, erfolgreiche und mittlerweile gut betuchte Krimiautor Harlan Thrombey ( Christopher Plummer) nebst Familie, Haushälterin und einer Pflegerin, denn er feierte gerade noch seinen 85. Geburtstag! Am nächsten Morgen findet ihn die Haushälterin blutüberströmt tot im Obergeschoss…
Die alarmierte Polizei erscheint in Form zweier Ermittler sowie mit einen anfangs sich im Hintergrund haltenden mysteriösen Begleiter, der sich später als Privat-Ermittler Benoit Blanc (Daniel Craig) vorstellt, der von einem Unbekannten engagiert wurde, um zu klären, ob Harlan Thrombey ermordet wurde…
Die nach außen hin präsentierte familiäre Harmonie, ist nicht wirklich vorhanden, weswegen dann die Testamentseröffnung auch ganz anders ausfällt als erwartet….
Wer sich nun an die Buch- und Filmklassiker von Agatha Christie erinnert fühlt, ist hier genau richtig.
Das Landhaus ist zwar im Innern im alten Stil eingerichtet, die Handlung aber spielt in der Gegenwart und ist – wie bereits anfänglich erwähnt – schauspielerisch toll besetzt wie z.B. mit Jamie Lee Curtis als Tochter, Don Johnson als ihr Ehemann oder Toni Collette als Schwiegertochter von Harlan Thrombey.
Einen wichtigen Part übernimmt in Verlauf Harlan’s Pflegerin Marta (Ana de Armas), die durch eine besondere Eigenschaft bald von Benoit Blanc bei seinen Ermittlungen „hinzugezogen“ wird, um besser hinter die Fassaden der Verdächtigen – und da schließt er erst einmal niemanden aus – blicken zu können….
Mir hat dieser Kriminalfilm gut gefallen. Ich hatte die Idee, dass das Geburtstagskind hier seine Finger im Spiel hat, da er sich ja als Krimiautor hervorgetan hat, aber ob ich da richtig lag, wird hier nicht verraten, denn dazu ist dieser Film zu unterhaltsam und sehenswert. Denn bis zum Schluss rätselt man mit, was es mit dem Tod des Krimi-Autors auf sich hat. Böser Humor und Spannung sind ebenfalls durchgehend vorhanden, was sehr positiv ist. Nur Daniel Craig fand ich in der Rolle des Privat-Ermittlers Benoit Blanc fehlbesetzt. Im Gegensatz zu allen anderen hochkarätigen Darstellern sprang bei seinem Agieren der Funke nicht rüber, was schade ist, denn sehenswert und unterhaltsam ist die Agatha-Christie-Anleihe, Hommage  – oder was immer sich der Regisseur dabei gedacht hat – auf jeden Fall!
Hier gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack: Trailer
Fazit: Hochkarätig besetzter, sehenswerter Kriminalfilm, der mit bösem/schwarzem Humor angereichert ist!
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Christiane Franke/Cornelia Kuhnert: Krabbenkuss mit Schuss

Rowohlt Verlag

Vor einem Jahr hatte das etwas ungleiche Ermittler-Trio, Rosa – eigentlich Lehrerin -, Henner – der Dorfpostbote von Neuharlingersiel und Rudi – der einzige, der von Beruf Polizist ist – in „Zum Teufel mit den fiesen Friesen“ den letzten Einsatz.
Nun gibt es mit „Krabbenkuss mit Schuss“ Nachschub in Sachen Krimi und Humor, der handlungsmäßig wie gewohnt in Ostfriesland angesiedelt ist:
Rosa ist unterwegs zur Alpaka-Farm des Ehepaars Ewenberg, denn sie möchte den Unterricht für einen Tag auslagern und mit ihren Schülern die Farm besuchen. Als sie dort ankommt ist die Eigentümerin gerade im Gehege beim Füttern. Nach einem kurzen Gespräch geht Frau Ewenberg ins Haus um Unterlagen für Rosa zu holen, die sich an den zotteligen Tieren kaum sattsehen kann…
…. dann zerreißt ein markerschütternder Schrei die Idylle und kurze Zeit später erfolgt der nächste…
Rosa läuft zum Haus um nachzusehen, was passiert ist: Herr Ewenberg liegt am Fuß einer Treppe mit verrenkten Armen und Beinen und unter seinem Kopf bildet sich eine große Blutlache….
Was auf den ersten Blick wie ein tödlicher Treppensturz aussieht, entpuppt sich bald als Mord….
Für die Kripo aus Wittmund steht die Ehefrau ganz oben auf der Verdächtigenliste, doch Rosa und auch bald Rudi kommen da so ihre Zweifel….
Neben dieser anfänglichen Mordermittlung, die dann noch auf weitere Opfer ausgedehnt wird, geht es inhaltlich noch um Diebstahl und Erpressung sowie die Online-Partnervermittlung „Krabbenkuss“, wo Rosa sich angemeldet hat und im Verlauf den einen oder anderen Herren „austestet“. Auch Rudi ist auf Freiersfüßen und durchläuft optisch eine Veränderung.
Dann gibt es noch ganz viel „Familiäres“, was aber diese humorvolle Krimi-Reihe ausmacht und unbedingt in die Rahmenhandlung hinein gehört, sonst fehlte hier einfach etwas!  Da ich bereits einige Bücher der Reihe gelesen habe, sind mir die gängigen Mitwirkenden bekannt. Und wer sich bei den vielen Namen, doch mal verheddert, der kann hinten im Buch nachschlagen, da gibt es eine „Who is who“- Liste und ganz zum Schluss auch Rezept-Anleitungen für Gerichte/Gebackenes, die man hier in der Handlung serviert bekommt.
Bis hier alle Puzzle-Teilchen am rechten Fleck liegen, passiert einiges und Spannung und Humor halten sich hier die Waage, so dass man gut unterhalten wird. Den Ausgang des Geschehens konnte man keineswegs voraussehen, was ein großer Pluspunkt ist. Insgesamt liest sich die Geschichte flüssig, fesselt von Anfang an und nach kurzer Zeit ist man mitten im Geschehen, was mir gut gefallen hat, wesgegen ich hier die volle Punktzahl vergebe! Bitte mehr davon und weiter so!
Fazit: Gelungen – vergnüglich – spannend = Volle Punktzahl für diesen Lesegenuss!
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Dora Heldt: Mathilda oder Irgendwer stirbt immer

GoyaLit

Die Schauspielerin Katja Danowski hat den Part der Vorleserin des neuen Romans „Mathilda oder Irgendwer stirbt immer“ aus der Feder von Dora Heldt übernommen, was eine gelungene Besetzung ist.
Schon nach kurzer Zeit des Anhörens ist man mitten im Geschehen und die Mitwirkenden werden lebendig, da Frau Danowski für jeden eine eigene Stimmnuance findet, die oben an der norddeutschen Küste angesiedelt ist und somit gleich die passende Atmosphäre aufkommt…
Die Titelfigur Mathilda lebt zusammen mit ihrem Mann Gunnar, dem Hund George und ihrer streitsüchtigen und rechthaberischen Mutter Ilse in dem kleinen Küstenort Dettebüll. Ihre beiden erwachsenen Kinder Nele und Max leben außer Haus. Mathilda liebt ihre beiden Enkelkinder und hat ein Faible für das englische Königshaus.
Das Leben in Dettebüll ist dörflich beschaulich, die Bewohner des Ortes kennen einander und die Nachbarschaft funktioniert. Doch Mathildas Mutter Ilse sorgt immer wieder für „schlechte Schwingungen“ in der Familie und lässt kein gutes Haar an Gunnar – hatte sie doch einen ganz anderen Schwiegersohn im Sinn – und ihr Sohn Pit ist Luft für sie. Mathilda bemüht sich immer wieder um „gut Wetter“, obwohl ihre Mutter ihr einiges abverlangt.  Dann passiert es, dass durch Ilses unverschämtes Verhalten selbst Mathilda „böse Gedanken“ bekommt…
Wie überall funktioniert auch der Dorfklatsch in Dettebüll wunderbar, wo es z.B. um einfaches Weideland geht, was plötzlich jeder kaufen will und dubiose Gestalten im Ort auftauchen…
Die ländliche Idylle wird dann ganz abrupt gestört, als dann plötzlich Ilse tot auf der Terrasse liegt…
Dora Heldt hat ein besonderes Auge für Menschen, sie beschreibt ihre Figuren so, dass man das Gefühl hat „die/den kenn‘ ich doch aus meiner Nachbarschaft…..“. Das Dorfleben kann man sich lebhaft vorstellen und auch, dass in Dettebüll Geheimnisse nicht lange geheim bleiben….
Der Roman bietet nicht nur einen wunderbaren Blick in eine Dorfidylle, sondern beim genauen Hinschauen lugt der feine Humor an vielen Ecken hervor, der auch noch recht  schräge/schwarzhumorige Todesfälle zum Vorschein bringt, die wie „nebenbei“ passieren und als „normal“ abgetan werden. Was Dora Heldt zu Papier gebracht hat,  ist wieder gelungen und durch die besondere Vortragsweise von Katja Danowski  taucht ganz schnell die ländliche Szenerie vor Augen auf! Tolle Kombination!
Fazit: Hörenswert!  Katja Danowski findet für jede Figur eine an der norddeutschen Küste angesiedelte Stimmnuance, so dass die passende Atmosphäre aufkommt, das Dorfleben lebendig wird, der feine Humor auflebt und die „schrägen“ Todesfälle noch eins obendrauf setzen!
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Krischan Koch: Friedhof der Krustentiere

der-audio-verlag

Das Hörbuch „Friedhof der Krustentiere“ beginnt mit einem Zitat von Stephen King!
Die ungekürzte Lesung dieses Hörbuchs hat erfreulicherweise  Krischan Koch wieder selbst übernommen!
Die Fans der Küstenkrimis – wie ich – „hängen dem Autor gleich wieder gebannt an seinen Lippen“ wenn er durch seine Stimmnuancen die Mitwirkenden und Einwohner Fredenbülls  lebendig werden lässt.
In der aktuellen Geschichte hat der Autor Namen von markanten Figuren aus Horrorfilmen „adoptiert“ und wer sich in diesem Genre etwas auskennt, dem sagen sicherlich Cujo, Michi Meyer oder auch Freddy Krüger etwas. Wer sich hinter diesen Namen hier im Küstenkrimi versteckt, dass sollte man sich unbedingt selbst anhören!
Ich möchte den Hörern auch gar nicht zu viel verraten, nur diesen kleinen Einblick geben:
Dem „Schimmelreiter“ Hauke Schröder wird sein heißgeliebtes aufgemotztes Auto ein „Mustang“ gestohlen, dann verschwindet seine Tante Telse spurlos aus ihrem Haus. Außerdem sind nächtliche Einbrecher im Ort unterwegs, was die Bewohner in Atem hält und Gesprächsthema u.a. in der „Hidden Kist“ ist.  Als dann bei der örtlichen Polizeidienststelle  ein merkwürdiger Fund im Wattenmeer gemeldet wird, ruft das erst den „Dorfsherif“ Thies Detlefsen und dann die „Expertin in Sachen Mord“ Nicole Stappenbeck auf den Plan…
Außerdem passiert noch ganz viel mehr „draußen im Meer“ bzw. auf der Hallig Westeroog, wo Tatje gerade ein Praktikum im dortigen Hotel absolviert, wo merkwürdige Seminare über „Hellsehen und Hellhören“ angeboten werden…
Viel zu schnell war dieser humorvolle Gruselkrimi zu Ende! Das Cover ist wieder ein kleines Kunstwerk, das beim näheren Betrachten viel Einblick ins Geschehen gibt. In Innenteil kann man Rezepte nachlesen, denen man im Hörbuch ebenfalls begegnet.
Fazit: Herrlich schräg an manchen Stellen nebst kleinen Gruseleinlagen! Gelungener Genre-Mix und charmanter, hörenswerter Küstenkrimi, der durch die Lesung des Autors dann ganz schnell zum Kopfkino wird!

 

 

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