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Klaus-Peter Wolf: Totenstille im Watt

Der Autor selbst hat hier die Lesung übernommen, was schon mal ein großer Pluspunkt ist!
Die Ostfriesenkrimis haben nun mit „Totenstille im Watt“ einen Ableger bekommen.  In bekannter Landschaft bzw. Örtlichkeit haben  bekannte Figuren wie Ann Kathrin Klaasen oder auch Rupert aber nur einen kleinen Auftritt, denn dafür ist das Ego der Hauptfigur hier zu groß…….
Und dieses Ego hat sich per Mausklick im Internet eine neue Identität beschafft und arbeitet nun  erfolgreich als praktischer Arzt (tatsächlich hat er ein paar Semester Medizin studiert, aber mehr kann er nicht vorweisen) unter dem Namen Dr. Bernhard Sommerfeldt in Norddeich….
Das geht einige Zeit gut, doch nicht alle Mitmenschen sind ihm wohl gesonnen, wie z.B. der Porschefahrer, der meint, Dr. Sommerfeldt habe durch die Behandlung seiner Oma sich einen Platz in ihrem Testament erschlichen….
Ein prügelnder Ehemann, der sich nicht nur an seiner Ehefrau vergreift, sondern auch der kleine Sohn hat unter ihm zu leiden,  lernt eines schönen Tages Dr. Sommerfeldt kennen…..
Der falsche Mediziner erzählt aus seinem früheren Leben und wie es dazu gekommen ist, dass er sich einen neuen Namen zugelegt hat.  Dann dauert es einige Zeit und er lernt seine große Liebe Beate kennen und sie ziehen zusammen. Alles könnte so schön sein, aber Beates ehemaliger Freund tritt wieder in ihr Leben und er scheint sie mit irgendetwas zu erpressen. Auch hier macht Dr. Sommerfeldt einen seiner speziellen Hausbesuche um das Problem zu lösen….
Im Bezug auf Dr. Sommerfeldt fällt mir ein Zitat aus einem Western ein: „…. und Leichen pflastern seinen Weg“….. Mehr möchte ich dazu nicht preisgeben, denn Klaus-Peter Wolf hat es mal wieder geschafft die Balance zwischen spannendem Krimi und einer guten Prise Humor zu finden und herausgekommen ist (hoffentlich) der Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe um einen (falschen) Mediziner, dessen spezielle Hausbesuche es in sich haben……
Fazit: Diese Autorenlesung punktet auf der ganzen Linie mit Spannung und Humor und einem neuen Hauptdarsteller, von dem man sicherlich noch hören wird! Klasse! Unbedingt anhören!

 

 

 

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Dora Heldt: Wir sind die Guten

Nachdem im letzten Jahr die Autorin mit „Böse Leute“ ihr Krimi-Debüt veröffentlicht hatte, gibt es jetzt „Nachschlag“ in dieser Richtung, welches in Buchform bei dtv erschienen ist.  Erneut kombiniert Dora Heldt den bekannten Humor aus ihren bisher veröffentlichten Romanen mit einer spannenden Kriminalgeschichte, die wiederum auf der Insel Sylt angesiedelt ist.
Das bewährte private „Ermittlerteam“ um Karl Sönningsen, der früher ja mal Revierleiter der Polizei in Westerland war und nun eigentlich seinen Ruhestand genießen könnte, was aber ganz gegen sein Naturell ist, hat wieder alle Hände voll zu tun und diesmal kreuzen auch Walter und Heinz in der Geschichte auf und mischen dann bald in Sachen eigene Ermittlungen in der turbulenten, aber auch sehr spannenden Geschichte mit!
Zu Beginn ist für Charlotte und Inge aus obigem Ermittlerteam noch alles märchenhaft, gönnen sie sich doch heimlich eine Putzfee, namens Sabine, während ihre Männer Heinz und Walter saunieren.  Doch die beiden dürfen davon nichts mitbekommen, handelt es sich hier doch um „Schwarzarbeit“…
Im Verlauf wird dann genau diese Putzfee Sabine durch ihre Vermieterin bei Karls Team als vermisst gemeldet. Aus anfänglichem zaghaften Vortasten, wo die Vermisste sein könnte, entpuppt sich die Suche, dann als weitreichender Kriminalfall, dessen Lösung in die Vergangenheit und aufs Festland führt, wo dann auch wieder der eine oder andere Eierlikör bei der Ermittlung hilft……
Die Sylter Polizistin Maren Thiele ist auch wieder mit von der Partie. Sie beschäftigt sich damit den rätselhaften Tod eines Mannes aufklären, den man erst nach einigen Tagen unterhalb der roten Klippen aufgefunden hatte. Die Identifizierung ist schwierig und als man dann endlich die Angehörigen benachrichtigen kann, weiß niemand warum er sich auf der Insel aufgehalten hat…..
Es ist Dora Heldt erneut mit „Wir sind die Guten“ ein wunderbares Buch gelungen.  Es liest sich flüssig und einmal angefangen, kann man sich schwer wieder davon lösen. Die Charaktere sind so gut beschrieben, dass man das Gefühl hat, diese Leute kennt man persönlich und auch die privaten und polizeilichen Ermittlungen – die sich zum Ende hin dann noch dramatisch zuspitzen – sind anschaulich und wieder mit dem bekannten Augenzwinkern versehen.
Fazit: Volle Punktzahl für diesen spannenden und humorvollen Krimi, der noch einen Extrapunkt für die wunderbare Besetzung der privaten wie auch polizeilichen Ermittler von mir bekommt! Unbedingt lesen!

 

Dora Heldt: Wir sind die Guten – Hörbuch

Bei GoyaLit ist das gleichnamige Hörbuch erschienen. Hatte ich das Krimi-Debüt „Böse Leute“ als Hörbuch, vorgetragen von der Autorin selbst, genossen, hat bei „Wir sind die Guten“ nun die Schauspielerin Anneke Kim Sarnau diesen Part übernommen, womit ich mich nicht so ganz anfreunden konnte. Was nicht heißen soll, dass Frau Sarnau ihre Sache schlecht macht, eher ungewohnt, verbinde ich die Romane und Bücher von Dora Heldt doch bisher auch immer mit ihrer eigenen Stimme, der ich persönlich auch schon mal bei einer Lesung lauschen durfte!
Von der ungewohnten Vorleserin mal abgesehen, ändert das aber an der spannenden und fesselnden Kriminalgeschichte überhaupt nichts, die nun auch noch durch zwei weitere „Spürnasen“ mit Namen Walter und Heinz verkomplettiert wird. 
Fans der Bücher von Dora Heldt braucht man die beiden Herren nicht extra vorstellen,  haben sie sich doch durch ihren ganz besonderen Charme, schon ihn die Herzen der Leser geschlichen.  Kennt man doch ihr Engagement und ihre Hilfsbereitschaft schon z.B. aus  „Urlaub mit Papa“ oder „Tante Inge haut ab“. Hier kommen nun ihre ganz besonderen Talente wie „durchdachtes Handeln“ mit ganz „spontanen Eingebungen“ in Sachen Ermittlungen zum Einsatz und bilden somit den humorvollen Part der Kriminalgeschichte. Außerdem wandeln sie sich von charmanten Romanhelden zu kriminalistischen Spürnasen und ich könnte mir gut vorstellen, dass sie beim nächsten „Einsatz“ ins private „Ermittlerteam“ um Karl Sönnigsen integriert werden….
Fazit: Trotz ungewohnter Lesestimme – diesmal von Anneke Kim Sarnau  und nicht wie gewohnt von der Autorin selbst vorgetragen – vereint dies Hörbuch Spannung und Humor und somit ist gute Unterhaltung garantiert. Bitte weiter so und mehr davon!  
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Bernd Mannhardt: Herr Schreiber blockiert

Wie der Titel des Hörbuchs schon suggeriert, geht es hier um die Schreibblockade eines Schriftstellers.
Da ich gefühlt rund um die Uhr lese, staune ich immer wieder darüber, wie es Autoren/innen gelingt spannende, humorvolle und vor allen Dingen, flüssig lesbare Texte zu verfassen. Wenn ich mich da an meine Schulzeit zurück erinnere und an die Aufsätze denke, die man dort abfassen sollte, die einen thematisch überhaupt nicht lagen, so dass man sich regelrecht einen Text „abgestottert „ hat, da kann ich gut nachempfinden, dass „Herr Schreiber blockiert“…..
Obwohl, wenn man dem Vorleser (Matthias Ernst Holzmann) hier so zuhört, dann ist der Herr Schreiber gar nicht so blockiert, nein er sinniert eher herum, erzählt dies und das, mal dringt er tiefer in ein Thema ein, mal verzweifelt er fast oder es lugt plötzlich böser Humor hervor…..
Um überhaupt etwas zu Papier zu bringen, begibt Herr Schreiber sich z.B. in den Tierpark um am Pavian-Gehege zu verweilen, was ihn allerdings dann auch nicht sonderlich inspiriert, obwohl er anscheinend schon des Öfteren hier auf eine zündende Idee gehofft hat, denn er kennt die Tiere schon beim Vornamen….
Er lässt seine Gedanken schweifen und er findet sich dann irgendwann in seiner Lieblingskneipe wieder um sich einen „Schluck“ zu genehmigen….
Man erfährt, dass das Schreiben für ihn nicht sonderlich einträglich und er mit den Mietzahlungen schon seit Monaten im Rückstand ist. Er wäre schon obdachlos, wäre da nicht seine Exfrau auf die er immer wieder zurückgreifen kann und die ihn „über Wasser hält“….
Wie bereits erwähnt hat erneut Matthias Ernst Holzmann – wie auch schon bei „Mordsalibi“ – mit seiner sonoren Stimme die Lesung übernommen. Der Text ist bereits vor einiger Zeit  im Sammelband „Spielverderber“ erschienen und wurde schon als Bühnenstück aufgeführt.
Die unterschiedlichen „Gedankengänge“ werden durch schmissige Musik kurz unterbrochen, was gut passt – verleitet es doch zum einen oder anderen Tanzschritt – .  Das unterhaltsame „Possen-Stück“ ist mit feinem Humor durchzogen und gibt anschaulich Einblick in die „Gedankenwelt“ eines engagierten, aber oftmals strauchelnden Schriftstellers, der übrigens die Ablehnungsschreiben seiner Werke zu einem wertvollen Leder-Ordner hat zusammenbinden lassen….
Fazit:  Wer feinen wortgewandten Humor liebt, ist hier genau richtig, wenn sich der Poet in seiner eigenen Gedankenwelt verliert…….
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The Coroner – Staffel 2 –

Lange brauchten die Fans dieser britischen Krimi-Serie nicht auf die zweite Staffel zu warten, was sehr positiv ist!

 

The Coroner – Staffel 2“ punktet genau wie „Staffel 1“ wieder mit zehn abwechslungsreichen Kriminalfällen, die von Jane Kennedy als Coroner und ihrem Freund Detective Sergeant Davey Higgins bearbeitet werden. Obwohl die beiden mal in früheren Jahren ein Paar waren und man das Gefühl hat, ab und zu knistert es noch zwischen ihnen, kommen sie arbeitstechnisch und auch privat bestens miteinander aus.

Auch die  „Nebenschauplätze“ wie z.B. der Pub, den Janes Mutter mit ihrem Lebensgefährten führt und Ereignisse rund um Janes Teenagertochter sind wieder in die Gesamthandlung einbezogen. Alles wird mit viel Humor verfeinert, was neben den wunderbaren Landschaftbildern, die der Südwesten Englands bietet,  ein wichtiger Bestandteil dieser Serie ist.

 

Hier gibt es einen kleinen Einblick in die zehn neuen Folgen:
Gleich zu Anfang geht es hoch hinaus zu einer Gruppe Fallschirmspringern, allerdings endet für einen von ihnen der angesetzte Übungsflug tödlich. Was anfänglich nach einem Unfall aussieht, ändert sich bei genauerem Hinschauen dann in Richtung Mord….
Als nächstes wird in einem Abbruchhaus in den Überresten eines Kamins ein Babyskelett gefunden. Jane und Co finden heraus, dass in dem alten Haus früher einmal ein Kinderheim war. Durch ein altes Foto aus der damaligen Zeit versuchen sie die Mutter ausfindig zu machen, eine knifflige Aufgabe und deren Auflösung dann ganz anders ist, als erwartet…
Es folgen Ermittlungen weil aufgrund eines Fehlalarms ein Rettungsboot selbst in Seenot geriet, denn ein schlimmer Sturm führte dazu, dass zwei Personen über Bord gingen, wovon einer nur noch tot geborgen werden konnte….
Meine Lieblingsfolge aber ist die, in der es um die Bestie aus dem Moor geht. Hier ist ganz Lighthaven in Aufruhr, denn ein Raubtier soll sein Unwesen treiben. Ein Reporter, der die Bewohner aufrütteln will und einiges zu dem Tier recherchiert hat, wird kurze Zeit später im Moor mit aufgerissener Kehle aufgefunden……. Jane und Davey gehen der Sache nach, obwohl keiner so recht an eine Bestie glauben kann…
Erneut müssen Jane und Davey oftmals tief graben um die Kriminalfälle zu lösen und genau das gefällt mir an dieser Serie, die leider wieder viel zu schnell vorbei ist!
Fazit: Erfrischendes Ermittlerduo, abwechslungsreiche Kriminalfälle, deren Lösung nur oberflächlich einfach erscheint und wunderschöne Drehorte machen diese Serie aus, die hoffentlich bald fortgeführt wird!

 

 

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Ariane Grundies: Die Toten am Sund

Dieser Ostsee-Krimi führt nach Stralsund und zu Gisela Klawitter und Rosi Hafenmeister. Die beiden Frauen kennen sich von früher, haben sich aber viele Jahre nicht gesehen und dann zufällig wieder getroffen. Während der Freude über das Wiedersehen kommt ihnen ein Gedanke, wie man aus der Arbeitslosigkeit herauskommen könnte: Die beiden tun sich zusammen und werden Gästeführerinnen in Stralsund, denn da kennen sie jeden Winkel und bald stehen sie in ihren „I-love-Touris-Shirts“ vorm Rathaus um mal wieder zu einer Stadtführung der besonderen Art zu starten…
Aktuell fehlt noch ein angemeldeter Herr, der bereits im Vorfeld bezahlt hatte. Auf mehrmalige telefonische Kontaktaufnahme durch Gisela meldet er sich nicht… Merkwürdig!
Nachdem Gisela wieder zuhause ist und ihrem Mann vom Besuch mit der Touristengruppe auf „Fietes Kutter“ erzählt, wo man seinen Fisch selbst räuchern konnte und sie den mitgebrachten Aal auspackt, fällt ihr Blick auf die auf dem Tisch liegende Tageszeitung, wo über einem Foto steht: „Wer hat Christine Lohmeier gesehen?“
Erschrocken greift Gisela zur Zeitung und sagt: „Ich! Ich habe Christine Lohmeier gesehen!“ Sie gehörte zu einer Gruppe von Touristen, die vor ein paar Tagen an ihrer ersten Führung durch Stralsund teilgenommen hatte…
Der Titel des Krimis „Die Toten am Sund“ verheißt ja schon mal nichts Gutes und im Verlauf kommt es auch dazu, das mehrere Leute nicht auffindbar sind, die alle irgendwie mit Giselas und Rosis besonderen Stadführungen zu tun haben….
Da ich Stralsund auch schon mehrmals bereist habe und durch das Cover und den Klappentext neugierig geworden bin, war ich auf die Stadtführung gespannt, die man hier geboten bekommt…
Die Autorin hat einiges an Mundart einfließen lassen, was für den einen oder anderen Leser vielleicht zu einigen Verständnisschwierigkeiten führen könnte. Auch der Erzählstil ist nicht ganz einfach und wenn man nicht aufpasst, kann es passieren, dass man den Faden verliert, denn an Nebenschauplätzen ereignet sich einfach zu viel bzw. es wird in Rückblicken erzählt. Eine gewisse humorvolle Note ist zu erkennen, ändert aber nichts daran, dass der Handlungsverlauf etwas holprig ist, so dass ich hier drei von fünf Punkten geben würde.
Fazit: Durch den nicht ganz einfachen Erzählstil wirkt die Handlung etwas holprig, was auch die humorvolle Note nicht ganz auffangen kann
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Kai Magnus Sting: Tod unter Gurken

„Ein mörderischer Krimi-Spaß“ heißt es im Untertitel des über zwei Stunden dauernden Hörbuchs, das eine Sammlung unterschiedlichster Kriminal-Kurzgeschichten beinhaltet und vom stimmlichen Können der hier sehr gut ausgewählten Sprecher „lebt“.  Direkt auf dem Cover erkenne ich  zwei von ihnen, nämlich Anette Frier und Bastian Pastewska, die ja bestimmt auch viele aus dem Fernsehen kennen….
Doch noch eins vorweg: Man muss so eine Art schwarzen/bösen Humor schon mögen, der hier vertont wurde, denn geht es recht „unverblümt“ zur Sache…
Gleich bei den ersten Tönen wurde ich an die früheren Radiosendungen erinnert, zu denen man sich zu einer ganz bestimmten Uhrzeit vor den Apparat versammelte, wo man dann eine Stunde lang dem gesendeten Kriminalhörspiel gebannt lauschte.  Wegen der großen Bebliebtheit sprach man von „Straßenfegern“, denn diese Hörspiele wollte niemand verpassen. Mir fallen da spontan z.B. Melissa oder auch Das Halstuch ein…
Zwei CD’s umfasst „Tod unter Gurken“ und beginnt auf CD 1 mit „Vorspiel in der Küche“, es folgt „Fein Geschnetzeltes“  was zu „Anderthalb alte Leichen“ führt und mit „Nachspiel in der Küche“ endet.
Man darf sich beim Zuhören nicht ablenken lassen, denn es passiert handlungs-, aber auch geräuschmäßig recht viel und da muss man schauen, dass man nicht „auf der Strecke bleibt“.
CD 2 beginnt  mit einem Vorspiel vorm Krankenhaus, führt zunächst hinein zu einem Zwischenspiel  und zu Leichen im Keller. Während noch über Entsorgung auf dem Kompost sinniert wird, gibt es auch eine Art Liebesgeschichte mit einem Finale vorm Krankenhaus. Allerdings sollte man nach dem Nachspiel nicht gleich die CD aus dem Player nehmen, denn trotz Abspann gibt es dann hier noch einen Nachschlag mit dem Titel „Die Vermissung des roten Drachen“.
Zum Inhalt der Krimi-Kurzgeschichten selbst möchte ich hier nichts berichten, denn wer so teils skurrile und makabere Geschichten mag, der sollte sich diese zwei CD`s, deren Hauptakteur ein älterer Herr namens Alfons Friedrichsberg ist, der seine Zeit gern als Hobbydetektiv verbringt,  nicht entgehen lassen, denn hier ist „schwarzer Humor“ Trumpf!
Fazit: Freunde des deftigen schwarzen Humors kommen bei diesen stimmlich gut besetzten Krimihörspielen bestimmt auf ihre Kosten!

 

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Krischan Koch: Flucht übers Watt

Letzten Monat habe ich hier aus der „Thies-Detlefsen-Krimi-Reihe“ von Krischan Koch das neueste Hörbuch mit dem Titel „Backfisch-Alarm“ vorgestellt, welches er auch selbst vorgelesen hat.
Nun ist ein weiteres Hörbuch von Krischan Koch nach einer Buchvorlage aus dem Jahr 2009 mit dem Titel „Flucht übers Watt“ erschienen, das diesmal von Jürgen Holdorf  gekonnt vorgetragen wird.
Anders als die Geschichten um den „Dorfsheriff“ Thies Detlefsen dreht sich in dieser Geschichte alles um den Kunststudenten Harry Oldenburg, der seiner amerikanischen Ehefrau Zoe seine Heimat zeigen möchte, die er vor 18 Jahren Hals über Kopf verlassen hatte. Warum er das getan hat, erfährt der Zuhörer in zeitlichen Schwenks von damals zu heute und zurück.
Der Vorleser Jürgen Holdorf kann hier viel mit wunderbar vorgetragener Mundart zum besseren Verständnis des ganzen Geschehens beitragen, so dass man schnell die Personen und die Gegebenheiten vor Augen hat und es beim zeitlichen Einordnen keine Schwierigkeiten gibt.
Die Geschichte an sich kommt erst langsam in Fahrt, aber dann macht es richtig Spass den einstigen Kunststudenten und bis in die Jetztzeit hinein als Kunstdieb tätigen Harry Oldenburg auf seinen Streifzügen zu begleiten.
Welche Hürden Harry nehmen muss um die vor 18 Jahren gestohlenen Bilder aus dem Seebüller Museum vor den neugierigen Einheimischen zu verbergen, schildert der Autor hier sehr anschaulich und mit bösem Humor, denn wo Harry Oldenburg aufkreuzt, da dauert es nicht lange und es gibt Tote zu beklagen. Dies Phänomen hat sich dann auch bei seiner Wiederkehr in seine Heimat nicht verändert, denn Harry musste damals bei seiner übereilten Flucht etwas zurücklassen, was er jetzt unbedingt holen will, was sich allerdings als nicht ganz einfach herausstellt……
Die ungekürzte Lesung dauert acht Stunden, die recht schnell vergehen, denn Jürgen Holdorf macht seine Sache wirklich gut, würzt er seinen Vortrag doch wie bereits erwähnt durch den Einsatz von unterschiedlichen Dialekten, was den ganzen Vortrag noch abrundet.
Fazit: Wo dieser Kunstdieb auftaucht, gibt es unvorhergesehene Todesfälle. Die ganze Geschicht ist mit bösem Humor von Krischan Koch zu Papier gebracht worden und durch die gekonnte Lesung von Jürgen Holdorf noch durch Einsatz von Dialekt/Mundart verfeinert worden. Unterhaltsam und hörenswert!

 

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