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Point Break

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Wow! Was für ein Film! Da muss man erst einmal wieder auf den Boden ankommen, denn was ich hier für atemberaubende Bilder bzw. Stunts gesehen habe, das ist der absolute Hammer!
Durch die Actionszenen, die alle in die Welt der Extremsportarten wie Motorcross, Surfen von Riesenwellen, Snowboarding, Free-Climbing und Wingsuiting führen, ist die eigentliche Filmhandlung schon fast nebensächlich, denn man bekommt in „Point Break “ irre Kamerafahrten geboten, wo man den Eindruck hat, man ist direkt dabei…… Irre!
Zum besseren Verständnis kommt hier aber doch ein kleiner Einblick in die Story:
Johnny Utah hat eine schweren Schicksalsschlag verkraften müssen, denn bevor er seine Ausbildung beim FBI angefangen hat, liebte und praktizierte er Extremsportarten wie z.B. Motorcross, bei dem sein Freund allerdings vor seinen Augen einen tödlichen Unfall erleidet, woran sich Johnny die Schuld gibt…..
POINT BREAK
Sieben Jahre nach diesem Unfall bekommt Johnny die Chance sich beim FBI zu bewähren:
Es ereignen sich einige spektakuläre Raubüberfälle. Die Diebe stehlen Geld und Diamanten aber nicht um sich damit zu bereichern, sondern sie lassen z.B. in schönster Robin-Hood-Manier z.B. Geld vom Himmel regnen, worüber sich die arme Bevölkerung in Mexico sichtlich freut…..
Offenbar sind die Mitglieder dieser räuberischen Truppe allesamt Extremsportler, die nach einer gewissen Philosophie streben. Um ihrem räuberischen Treiben Einhalt zu bieten, kann Johnny seine Kenntnisse in diesem Metier und seine Vorliebe für Extremsport einbringen und es gelingt ihm sich undercover an die Gruppe heranzumachen. Bald ist er mitten drin und er es kommt der Tag wo er sich entscheiden muss, auf welcher Seite er eigentlich steht…..
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Wie bereits erwähnt bietet die Story nicht unbedingt Neues, aber die Actions-Stunts in luftiger Höhe mit Sprüngen von steilen Felsen oder aus dem Flugzeug hinein in unterirdische Höhlensysteme sind echt unbeschreiblich. Und denkt man als Zuschauer, extremer und waghalsiger kann es einfach nicht mehr werden, so wird man dann eines besseren belehrt und plötzlich springen vier in „Wingsuits“ steckende Personen in die Tiefe und sie rasen durch enge Felsspalten und Schluchten, dass einem der Atem stockt, denn die Kameraführung suggeriert einem, man ist mit dabei!
In den „Extras“ habe ich erfahren, dass dieser Film ein Remake von „Point Break – Gefährliche Brandung“ sein soll. Ich kann mich noch gut an den Film mit Keanu Reeves und Patrick Swayze erinnern. Er war damals ein riesen Erfolg, zumal die schauspielerische Besetzung ein Volltreffer war.
Nun, ich möchte diese beiden Filme gar nicht vergleichen, denn ich finde beide sind sehr sehenswert. Der aktuelle ist zwar mit ansehnlichen Schauspielern besetzt, die ich allerdings nicht mit Reeves und Swayze  in einen Topf werfen möchte, dazu bin ich zu sehr Fan. Aber wie bereits oben erwähnt, ist bei der aktuellen „Point-Break-Verfilmung“ auch die Handlung eigentlich nebensächlich. Den Film dominieren die spektakulären Actions-Stunts, die man hier zu sehen bekommt. Es ist faszinierend und beeindruckend, welch wagemutige Stuntmänner bzw. Extremsportler es doch gibt, aber der Film zeigt auch gleich in der Anfangsszene ganz deutlich wie schmal der Grat zwischen Leben und Tod ist, den diese Sportler beschreiten….
Hier kommt schon mal ein Vorgeschmack anhand des Trailers
Fazit: Die Film-Story ist hier eigentlich nebensächlich, denn Point Break punktet auf der ganzen Linie mit Szenen aus dem Extremsportbereich, wo man als Zuschauer den Atem anhält und das Gefühl hat, man ist hautnah dabei! Diesen Film sollte man sich deswegen auf keinen Fall entgehen lassen! Action pur!

 

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London Has Fallen

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Den „Vorgänger“ (Olympus Has Fallen) kenne ich nicht, aber ich glaube, das ist für  „London Has Fallen auch keine Voraussetzung.
Die Besetzung dieses Films ist gut gelungen, schon aus dem Grunde, da Gerard Butler hier einen Personenschützer spielt, der nicht als Actionheld rüberkommt, sondern wie jemand, der in seinem risikobehafteten Beruf seiner Aufgabe gekonnt und souverän nachkommt, nämlich den amerikanischen Präsidenten (gespielt von Aaron Eckhart) mit Leib und Leben zu beschützen:
In London ist der Premierminister verstorben und zu seiner Trauerfeier in St. Pauls kommen alle wichtigen Staatsoberhäupter der Welt und natürlich ist auch der amerikanische Präsident nebst seinem Leibwächter Mike Banning (Gerard Butler) auf dem Weg in die britische Hauptstadt. Eine enorme logistische Herausforderung für die Sicherheitsbehörden kommt hier zum Tragen, denn der bestmöglichste Schutz für die angereisten und inländischen Staatsoberhäupter hat oberste Priorität.

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Während nach und nach die Trauergäste eintreffen, kommt es zu einem Zwischenfall am Trafalgar Square, wo eine Bombe explodiert. Ganz schnell spitzt sich die Lage weiter zu, denn gerade als der amerikanische Präsident vor St. Pauls eintrifft, fallen Schüsse und ab jetzt versinkt London im Chaos, denn Terroristen sind am Werk…..
Zwar gelingt es Mike Banning sich mit dem Präsidenten in den Londoner Untergrund abzusetzen, aber sie können ihren zahlreichen Verfolgern nur kurzzeitig entkommen. Nachdem die Terroristen bereits fünf Staatsoberhäupter getötet haben, ist schnell klar, sie haben es auf den mächtigsten Mann der Welt abgesehen…..

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Mehr brauche ich eigentlich auch nicht zu erzählen, denn bei einem Actionkracher wie diesem braucht es keine tiefsinnige Story um zu unterhalten. Und das ist den Filmemachern hier auf jedem Fall gelungen, es kracht und zischt an allen Ecken und Kanten, wilde Verfolgungsjagden vom Feinsten und das eine oder andere Flugzeug mit wichtigen Menschen an Bord wird unter Beschuss genommen…..
Hier kommt schon mal ein kleiner Vorgeschmack : Trailer London has fallen
Fazit: Eine gute schauspielerische Besetzung punktet in einem Actionkracher vom Feinsten, wo „bombastische“ Unterhaltung garantiert ist!
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Teresa Pütz: Ausgezeichnete Morde

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Spannende Kurzgeschichten findet man in diesem Taschenbuch. Die unterschiedlichen Verfasser sind allesamt für ihr Können, nämlich Spannungsliteratur auf ganz unterschiedliche Weise zu kreieren, mit Preisen ausgezeichnet worden. Und ich muss sagen, ganz zu Recht, denn was man hier zu lesen bekommt, kann unterschiedlicher nicht sein, ist aber unterhaltsam, spannend und sehr gekonnt zusammengestellt:
Manche Autoren-Namen waren mir bereits bekannt, denn von ihnen habe ich bereits Bücher gelesen  wie z.B.  Val McDermid, Judith Merchant, Wolfram Fleischhauer und natürlich Sebastian Fitzek.
Friedrich Ani, Judith W. Taschler, Mechthild Borrmann, Tatjana Kruse, Nina George, Thomas Kastra und Harald Gilbers sollen aber hier nicht unerwähnt bleiben, denn ihre beigesteuerten Geschichten für „Ausgezeichnete Morde“ sind ebenfalls lesenswert und haben mein Blickfeld auf die Vielzahl von Krimi-Autoren erweitert, so dass ich ab und an mal nachschauen werde ob es etwas „Druckfrisches“ aus deren Federn gibt.
Bei Kurzkrimis darf man natürlich nicht zu viel vom Inhalt erzählen und deshalb will ich nur auf einige mir besonders gut gefallene hinweisen:
„In einer kleinen Straße“ hängen Plakate an Bäumen, die auf das Verschwinden eines Kindes hinweisen. Jemand entfernt diese Plakate seit einiger Zeit und macht sich so verdächtig….
Nach jeder Geschichte erfährt man etwas über den jeweiligen Autor, nämlich in diesem Falle Sebastian Fitzek, seine weiteren Werke und die erhaltenen Auszeichnungen für sein Können.
Die Queen of Crime Val McDermid ist mit „Der Schluck des Teufels“ vertreten und dieser Text hat es in sich, denn ein uraltes Fass Whisky birgt ein Geheimnis, das eigentlich nie gelüftet werden sollte….
Judith W. Taschler schreibt in „Bis das der Tod uns scheidet“ über Liebe und Eheschließung, die mit der Geburt eines Kindes gekrönt wird. Alles könnte so schön sein, doch langsam kristallisiert sich ein Problem heraus mit dem der Ehemann zu kämpfen hat: Der starke Glaube seiner Frau…..
Alle hier aufgeschriebenen Geschichten sind auf ihre Art und Weise spannend und lesenswert. Besonders gut hat mir übrigens auch „Annette schreibt eine Ballade“ von Judith Merchant gefallen, denn hier erzählt jemand seinem Tagebuch wie er mit Hilfe eines großen Dichters die Kunst des Schreibens bzw. Formulieren erlernt, was sich dann aber ganz anders entwickelt als gedacht…..
Mich haben die unterschiedlichen Kurz-Krimis gut unterhalten, sie sind nicht nur spannend, sondern abwechslungsreich und teils auch inhaltlich überraschend, da nicht vorhersehbar!
Fazit:  Von unterschiedlichen Autoren verfasste Kurzkrimis sind hier zusammengetragen. Die Verfasser haben eins gemeinsam, sie wissen mit ihren Geschichten den Leser mörderisch zu fesseln und sind deswegen zu Recht ausgezeichnet worden!

 

 

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Roger Smith: Staubige Hölle

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Vor einiger Zeit hatte ich hier ja den sehr spannenden Thriller von Roger Smith mit dem Titel „Leichtes Opfer“ vorgestellt.
Jetzt habe ich erneut einen atemberaubenden Thriller von ihm gelesen. Der Titel „Staubige Hölle“ bringt es genau auf den Punkt, denn der Autor entführt den Leser in die glühende Hitze Südafrikas, wo auch in der heutigen Zeit noch brutale Gewalt, Korruption und oftmals undurchsichtige politische Verhältnisse gepaart mit Stammesfehden zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen die Schlagzeilen füllt. Außerdem ist AIDS immer noch eine vorherrschende Krankheit, die die Bevölkerung des Landes schwächt.
Durch die schonungslose bildhafte Sprache bekommt man hier einen Einblick in dieses Land, wo alte Sitten und Gebräuche immer noch praktiziert werden und offenbar Gang und Gebe sind, obwohl man sich durchaus bewusst ist, in welcher Zeit man sich befindet und z.B. mit moderner Kommunikation wie Handys sich auskennt und diese Art der Technik durchaus nutzt. Krasse Gegensätze prallen hier aufeinander und werden in diesem spannenden Thriller in raschem Szenenwechsel bzw. unterschiedlichen Handlungssträngen erzählt, was aber keineswegs verwirrt, sondern eher noch die Spannung vorantreibt und dann letztendlich zu einem blutigen Showdown führt…..
Ich habe auch erst etwas überlegt, was ich hier vom Inhalt erzählen soll, denn eigentlich muss man diese Buch selber lesen um die fesselnde Athmosphäre zu spüren, die hier verankert ist. Allerdings darf man nicht zimperlich sein,  denn wie bereits erwähnt, blutige, rohe Gewalt ist hier an der Tagesordnung und ist auch so unverblümt und schonunglos niedergeschrieben….
Zum Inhalt:
Der zwielichtige reiche Geschäftsmann Ben Baker wird in seinem Hotelzimmer, wo er sich gerade mit seiner verheirateten Geliebten Rosie Dell vergnügt, überfallen und getötet. Rosie kann fliehen und wiegt sich erst einmal bei ihrer Familie in Sicherheit. Doch das bleibt nicht lange so, denn der Mörder hat ihre Fährte aufgenommen. Während die vierköpfige Familie einen Ausflug mit dem Wagen macht, drängt sie an einer abschüssigen Straße ein anderer Pkw von der Fahrbahn ab und es kommt zu einem folgenschweren Unfall. Wie ein Wunder überlebt eine Person, die sich dann aber im Verlauf auf der Flucht befindet…..
Dies ist nur ein Handlungsstrang des gesamten Thrillers, aber mehr darf man einfach nicht erzählen, damit die Spannung nicht genommen wird. Mir hat der Schreibstil gut gefallen. Das Buch liest sich flüssig und man hat die brutalen Szenen und die Hetzjagd, die sich im Verlauf der Handlung entwickelt, direkt vor Augen und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass – da Roger Smith auch ein bekannter Drehbuchautor ist – dieses Buch Vorlage für einen Film sein könnte.
Fazit: Nichts für Zartbesaitete, aber für Thriller-Fans ein Muss, knallharte, spannende Action, die filmreif ist, bekommt man hier geboten. Unbedingte Leseempfehlung!

 

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Klaus-Peter Wolf: Mord am Deich

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Kurzkrimis aus der Feder von Klaus-Peter Wolf, gesprochen von Julia Jäger, Katja Danowski, David Hofner, Julia Nachtmann, Aleksandar Radenkovic und Christian Rudolf. Über vier Stunden Spannung umfasst diese Krimi-Lesung:
Den Anfang macht Julia Jäger, die den gleichnamigen Kurzkrimi „Mord am Deich“  vorträgt. Dieser beginnt mit den Worten: „Rupert war zufrieden mit sich…“ und da wissen wir Fans gleich Bescheid, denn neben dem „Womanizer“ Rupert ermittelt hier natürlich Ann-Kathrin Klaasen nebst Gatten Frank Weller. Zuviel darf man vom Inhalt natürlich nicht preisgeben, aber nur so viel sei gesagt, Rupert tippt auf Selbstmord und Ann-Kathrin hat da so ihre Zweifel und sie fängt an zu ermitteln…
Julia Jäger als Vorleserin macht ihre Sache gut, aber wer wie ich es gewohnt ist, die „Ostfriesenkrimis“ sich vom Autor selbst vortragen zu lassen, was ja bei den Hörbuchfassungen bisher immer der Fall war, hat vielleicht auch so seine Schwierigkeiten mit einer weiblichen Stimme, die über das Team Ann-Kathrin, Frank, Rupert und Co. berichtet…..
Als nächstes folgt „Tom“, eine Geschichte über einen Jungen der neu in der Klasse ist und der sich auf der Geburtstagsfeier eines Mitschülers durch besondere Essgewohnheiten hervortut, die allerdings nicht so ganz menschlich sind….
Die junge Stimme von David Hofner passt besonders gut zu „Metallic“.  Ob es sich hier um die Erlebnisse bzw. Verkennungen im Fieberwahn oder ob doch ein Außerirdischer gelandet ist, sollte sich jeder selbst anhören….
„Der Wunsch“ und „Die Chance“ sind zwei Kurzgeschichten, die eher etwas von Sozialdrama haben, aber nicht minder spannend und durch gute Sprecher besetzt sind.
Zu guter Letzt übernimmt ebenfalls eine bekannte Figur aus den Ostfriesenkrimis hier einen führenden Part, denn die Kriminalpsychologin Elke Sommer, eine gute Freundin von Ann-Kathrin Klaasen muss herausfinden, ob „Das Geständnis“ von Tammo Janßen glaubhaft ist oder ob er nur mal wieder ein Verbrechen gesteht, was er gar nicht begangen hat. Doch diesmal ist etwas anders, denn der Festgenommene hat sogenanntes Täterwissen…..
Ob Alt oder Jung bei dieser Krimisammlung ist für jedes Alter etwas dabei und spricht für die Bandbreite an spannenden Geschichten, die Klaus-Peter Wolf immer wieder zu Papier bringt bzw.  die hier von tollen Stimmen interpretiert und vorgetragen werden, so dass gute Unterhaltung garantiert ist.
Fazit: Egal ob Krimi oder Sozialdrama, Klaus-Peter Wolf weiß genau wie er Spannung aufbauen und mit einer Prise Humor würzen kann, was er bei dieser Krimi-Sammlung mal wieder bewiesen hat, die in der Hörbuchfassung mit passenden Stimmen besetzt und vorgetragen wird. Gute Unterhaltung garantiert!

 

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Nancy Bush: Niemand kannst Du trauen

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Nach „Nirgends wirst Du sicher sein“ und „Niemals wirst Du ihn vergessen“ habe ich nun das dritte Buch aus der Reihe über Detective September Rafferty mit dem Titel „Niemand kannst du trauen“ verschlungen. Wie auch schon die beiden vorherigen Bücher kann man sich diesem Thriller nicht entziehen. Einmal angefangen zu lesen, fliegen die Seiten wieder nur so dahin, so dass Nancy Bush mit diesem Buch ein „Triple-Page-Turner“ gelungen ist.
Ein kleiner Einblick in die Handlung:
Nachdem September nach ihrer Schulterverletzung wieder einigermaßen genesen ist, will sie unbedingt wieder arbeiten, zumal nur wenige Kollegen einsatzbereit sind und das Verbrechen keine Pause einzulegen scheint: Ein toter Postbote wird nackt und nur mit einem Schild „bekleidet“, das um seinen Hals hängt, vor einem Postgebäude gefunden…
An Septembers ersten Arbeitstag wird erneut ein nackter Mann gefesselt  und wiederum mit einem Schild um den Hals vor einer Schule gefunden. Er selbst kann auf sich aufmerksam machen und so bringt man den unterkühlten Mann ins Krankenhaus, wo September ihn dann befragen will und sie muss feststellen, sie kennt diesen Mann, gehörte er doch einige Jahre lang zu ihrer Familie und nun bezeichnet sie ihn als ihren Ex-Stiefbruder. Der kann und will zu dem Täter keine Aussage machen und so können September und ihre Kollegen nur Vermutungen anstellen, die dann im Verlauf Gestalt annehmen, offensichtlich hängen beide Fälle zusammen, denn beide Männer scheinen ein dunkles Geheimnis zu haben…..
Während diese Ermittlungen schon viel Feingefühl verlangen und den Detectives so einiges abverlangen, wird die junge Jilly als vermisst gemeldet und in einem Park eine Frauenleiche gefunden….
Ein Teil der Handlung wird aus Tätersicht erzählt und die beiden oben erwähnten Männer sind nur zwei der Opfer, die für ihre Sünden „bestraft“ wurden, denn ein weiteres „Objekt“ ist schon auserkoren ……
Im Privatleben von September gibt es auch einige Veränderungen, was in die Fälle gekonnt eingewoben ist und deswegen auch nicht ablenkt oder gar stört.
Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und dadurch taucht man schnell ins Geschehen ein und kann sich schwer wieder davon lösen. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, so muss ein Thriller sein!
Ob es eine Fortsetzung der Reihe gibt, bleibt hier offen. Ich für meinen Teil würde mir auf jeden Fall wünschen, dass Nancy Bush ihr Können in Sachen Thriller fortsetzt und es bald wieder etwas Spannendes von ihr zu lesen gibt.
Fazit: Nancy Bush ist mit diesem Buch der „Triple-Page-Turner“ gelungen!  Unbedingt lesen!
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Wendy Walker: Dark Memories

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Die Lesung der Hörbuchfassung hat Sascha Rothermund übernommen. Er  hat eine angenehme einfühlsame Stimme, was sehr gut zur Handlung von  „Dark Memories“ passt, denn die Tortur, die die sechszehnjährige Jenny Kramer über sich ergehen lassen muss, wird hier sehr detailliert erzählt:
Sie schafft es mit letzter Kraft aus dem Wäldchen heraus, wo der maskierte Täter sie nach der brutalen Vergewaltigung hat liegen lassen, so dass Passanten auf sie aufmerksam werden und man sie ins Krankenhaus bringt. Dort kann man zwar alle inneren und äußeren Verletzungen behandeln und die Ärzte versichern ihr und ihren Eltern, dass sie wieder gesund wird, aber so ein Trauma psychisch zu verarbeiten, das ist eine ganz andere Hürde, die Jenny meistern muss.  Auf Wunsch ihrer Eltern hatte man ihr im Krankenhaus ein Medikament verabreicht, das jegliche Erinnerung an den brutalen Übergriff und somit auch an den Täter ausgelöscht hat.  Doch Jenny kommt damit nicht gut zurecht, denn sie hat körperlich so viel durchgemacht, dass sie die „Schwärze“ in ihrem Kopf nicht mehr ertragen kann….
Hier kommt dann der Psychiater Dr.  Alan Forrester ins Spiel und gemeinsam mit Jenny will er Licht ins Dunkeln bringen, damit der Täter endlich gefasst wird…
Der Psychiater hat in diesem Buch auch den Part des Erzählers übernommen. Doch dieser Erzählstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, denn ich finde seine Art etwas überheblich und im Verlauf  auch sein Handeln egoistisch und manipulativ. Außerdem dreht es sich nicht nur um die Aufarbeitung von Jennys Schicksal, sondern auch die Probleme ihrer Eltern kommen zur Darstellung und Dr. Forrester therapiert sie dann gleich noch mit. Außerdem öffnet er noch weitere Krankenakten wie z.B. die von Shaun, einem ehemaligen Soldaten, der nach einem Auslandeinsatz traumatisiert ist.  Einen seriösen Eindruck macht der liebe Doktor auf  mich nicht  und seine medizinischen „Erklärungen“ fand ich auch entbehrlich, denn man hatte schon als Zuhörer genug damit zu tun, die ganzen Lebensläufe nicht durcheinander zu bringen und besonders den Täter fand ich dann „wie aus dem Hut gezaubert“, denn so richtig nachvollziehen konnte ich nicht warum Jenny sein Opfer wurde….
Fazit: Sascha Rothermunds Lesung ist es zu verdanken, dass ich das Hörbuch überhaupt zu Ende gehört habe. Fesselnde Spannung kam durch den eigenwilligen Erzählstil, die teils sehr detaillierten Situationsbeschreibungen und die Öffnung zu vieler Patientenakten hier für mich nicht auf.

 

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