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Kelley Armstrong: Dunkles Omen – Ein Cainsville-Thriller

Während Olivia Taylor-Jones mit ihrem Freund James ein Wohltätigkeits-Dinner besucht, ist ihre Welt noch in Ordnung, denn es fehlt ihr an nichts und demnächst sollen auch die Hochzeitsglocken für die Zwei läuten. Doch bis dahin läutet erst einmal Olivias Handy und ihre Mutter bittet sie um ein Gespräch…
Kaum bei ihrer Mutter angekommen, klingelt es an der Haustür und als Olivia öffnet, blitzen Kameras auf und Mikrofone werden auf sie gerichtet und dann platzt die große Seifenblase in der Olivias bisheriges Lebens sich befand und nichts ist mehr wie es einmal war…..
Was Olivia dann erfährt, ist ein Schock: Sie wurde adoptiert und ihre leiblichen Eltern heißen Pamela und Todd Larsen und sie sitzen beide im Gefängnis, denn sie sind verurteilte Serienmörder…
Aufgrund des großen Medien-Interesses und infolge eines Streits mit James taucht Olivia ab und kehrt ihrem bisherigen Lebensstandart den Rücken. Während sie auf Arbeits- und Wohnungssuche in Chicago auf aussichtslosem Posten zu sein scheint, bekommt sie durch Zufall eine Adresse in Cainsville, wo dann die Geschichte erst richtig in Fahrt kommt……
Was bin ich froh, dass ich keine Sekunde gezögert habe, als man mir „Dunkles Omen “ zum Rezensieren angeboten hat, denn es ist ein außergewöhnliches, spannendes und besonders fesselndes Buch, das mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Durch die besondere Erzählweise der Autorin und die Vorkommnisse in der Handlung stellen sich doch dann und wann beim Lesen die Nackenhaare hoch, denn seien wir doch mal ehrlich, so ein bisschen Aberglauben kennen wir doch alle….
Neben der spannenden Kriminalgeschichte, die einen hier erwartet, kommen Elemente wie Aberglauben oder auch Omen zum Einsatz. Auch die Kleinstadt Cainsville verströmt einen mysteriösen Charme und die Einwohner dort scheinen irgendein Geheimnis zu hüten.
Ich muss gestehen, Mysterie-Thriller gehörten bisher nicht zu meinem Leserepertoire. Kelley Armstrong hat mich da eines besseren belehrt und ich kann kaum erwarten wie es weiter geht…..
Fazit: Fesselnde Spannung und mysteriöse Ereignisse verbinden sich zu einem Page-Turner, dessen Fortsetzung hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lässt!

 

 

 

 

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Ein Sommernachtstraum


William Shakespeare scheint dieses Jahr viele Filmemacher inspiriert zu haben. Kürzlich hatte ich hier erst den sehenswerten Spielfilm „Shakespeare für Anfänger“ vorgestellt, der aber nur im weitesten Sinne mit den Werken des vielseitigen englischen Dramatikers William Shakespeare zu tun hat…
Das ist bei „Ein Sommernachtstraum“ aber nun ganz anders, denn die weltberühmte Komödie hat es schon auf die großen Bühnen überall auf der Welt geschafft. Diese Neuverfilmung mit bekannten Schauspielern wie Maxime Peake (Silk), John Hannah (Die Mumie ) oder auch Matts Lucas (Little Britain) ist besonders auch für die Zuschauer geeignet, die zwar den Namen William Shakespeare schon mal gehört haben, aber den Inhalt seiner berühmten Werke gar nicht richtig kennen…
Nun nach diesem turbulenten Spielfilm sieht man klarer, obwohl man schon genau aufpassen und hinhören muss, denn wer da in wen verliebt ist und dann plötzlich nicht mehr, hat schon etwas von einem Verwirrspiel…..
Hier gibt es einen kurzen Einblick ins Geschehen:
Das Hauptthema ist die Liebe mit allen ihren Irrungen und Wirrungen, die anfangs nach Athen führt, wo der Machhaber Theseus seine Auserwählte Hippolita heiraten will…
Dann gibt es da noch Hermia, deren Vater die Hand seiner Tochter Demitrios versprochen hat. Doch Hermia liebt Lysander, mit dem sie dann fliehen will, droht ihr doch die Todesstrafe, wenn sie nicht dem Wunsch ihres Vaters entspricht…
Die schöne Helena liebt Demitrios, doch der hat nur Augen für Hermia…
Last but not least führt diese Komödie in den angrenzenden Wald bzw. in das Reich der Feen und Waldgeister, wo Elfenkönig Oberon erzürnt ist, da seine geliebte Gattin Titania sich mit ihm im Streit befindet und da sie sich seinen Worten nicht fügen will, heckt einen bösen Streich aus…
Das sind die vier Hauptstränge, wo es um Liebesglück und –leid geht.
Den fünften Strang der Handlung übernimmt eine Laienspielgruppe die zu Ehren der Herrscherhochzeit ein Stück aufführen will und sich nun in den Wald begibt um dort zu proben.
Im Verlauf kommt es dann bei den Liebespaaren zu „Bäumchen wechsel dich“ und wer dann zum Schluss tatsächlich ein Paar bildet, wird hier nicht erzählt.
Mir hat dieser Film gut gefallen, zumal er schauspielerisch gut besetzt ist und man durch diesen  auch humorvollen „Liebesreigen“ gut unterhalten wird.
Fazit: Schauspielerisch gut besetzter „Liebesreigen“, der die berühmte Komödie in der Neuverfilmung durchaus sehenswert macht

 

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John Wick 2

Keanu Reeves schlüpft erneut in die Rolle des berühmt berüchtigten Profi-Killers „John Wick“, der eigentlich nur seinen Ruhestand genießen will und den Tod seiner geliebten Frau betrauern, doch er kann seiner Vergangenheit nicht entkommen.
Eigentlich hat man das Gefühl, „John Wick 2“ fügt sich direkt an den ersten Film an, denn gleich zu Beginn blitzt Chrom auf.  Nach einer irren Verfolgungsjagd zwischen Wolkenkratzern hindurch taucht John dann in einem Lagerhaus auf, wo sein heißgeliebter Wagen steht. Doch wie in einem Actionfilm üblich, kommt es erst einmal zu einer wilden Rauferei ……..
Das war aber nur ein ganz kleiner Vorgeschmack auf das,  was hier an Kampfszenen (auf deren Entwicklung und Ursprung im reichhaltigen Bonusmaterial noch ausführlicher eingegangen wird) noch so geboten wird.
Aus dem heiß ersehnten Ruhestand wird mal wieder nichts, denn plötzlich steht sein alter Bekannter Santino D’Antonio vor der Tür und fordert eine Schuld ein. John lehnt ab, was für ihn weitreichende Folgen hat, denn plötzlich brennt sein Haus lichterloh und auch in Gangsterkreisen gibt es so etwas wie ein ungeschriebenes Gesetz, das besagt, dass John komme was da wolle, diesen Auftrag ausführen muss, der ihn dann nach Rom führt…
Ab jetzt geht es temporeich und sehr blutig weiter,  in zahlreichen Kämpfen (die ich für meinen Teil manchmal zu lang fand),  beweist John Wick, dass er seinem Ruf erneut alle Ehre macht und er es im Verlauf dann mit seines Gleichen aus aller Herren Länder aufnehmen muss, denn auf seinen Namen wurde ein Kopfgeld ausgesetzt…….
War Teil 1 noch mit FSK 16 ausgekommen, prangt auf Teil 2 – wie ich finde zu Recht  – das FSK 18 Emblem.  Action- und Kampftechniken vom Feinsten dominieren hier den Film, was für gute Unterhaltung sorgt, doch leider etwas auf Kosten der eigentlichen Handlung  geht – obwohl die wieder mit tollen Schauspielern angereichert ist wie z.B. Peter Stormare oder Laurence Fishburne – , wo es an manchen Stellen hapert. Nichtsdestotrotz hat mich der zweite Einsatz von John Wick gut unterhalten, zumal Keanu Reeves auch diesmal wieder der Spagat zwischen dem trauernden und sympathisch rüberkommenden Privatmann John und dem berüchtigten Profi-Killer gelingt, so dass man gespannt sein darf ob es auch noch einen Teil 3 aus dieser Reihe gibt. Ich hätte nichts dagegen.
Wie bereits erwähnt gibt es reichlich Bonusmaterial wie entfallene Szenen oder auch einen Einblick in die Kampftechnik bzw.  John Wick im Training. Ein ganz besonderes Schmankerl im Bonus ist „Wicks Hund“, das man nicht verpassen sollte!
Hier gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf den Film: Trailer
Fazit: Keanu Reeves glänzt erneut in der gelungen Fortsetzung des knallharten Actionkrachers, der durchaus noch einen weiteren Teil vertragen kann!

 

Trailer

 

 

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Christine Cazon: Endstation Côte d’Azur

Die gekürzte Lesung des vier CD’s umfassenden Hörbuchs wird von Gert Heidenreich übernommen, was eine gute Wahl ist, denn seine angenehme Stimme, die er außerdem sehr abwandeln kann –  z.B. um Personen besser erkennbar zu machen – nimmt den Zuhörer sofort mit Richtung Frankreich….
Commissaire Léon Duval ermittelt hier in seinem vierten Fall, für mich war dies Hörbuch Premiere, da ich eher die Verfilmungen französischer Krimis bevorzuge, als dass ich sie lese/höre.
Auf der Rückseite des Covers wird „Flair, Romantik, Charme und mit fünf Sternen versehen „Spannung“ versprochen, was schon mal gute Voraussetzungen für eine Kriminalgeschichte sind…..
Während Duval eigentlich frei hat, wird die traute Zweisamkeit mit seiner Freundin Annie durch einen Toten am Strand jäh unterbrochen, denn seine Vorgesetzten setzen auf seinen Instinkt und Einfühlungsvermögen…
Und der tote Mann liegt nicht irgendwo am Strand, nein er liegt am Bijou Place,  einem der angesagtesten Strände von Cannes, wo man  durchaus den einen oder andern Prominenten erblicken könnte…….
Damit nicht genug, denn augenscheinlich handelt es sich um einen Afrikaner, dessen Identität herauszufinden etwas schwierig ist. Schnell kommt der Verdacht auf, es könnte sich um einen Flüchtling handeln, denn an der Grenze zu Italien harren immer noch Hunderte aus bzw. versuchen übers Meer nach Frankreich zu gelangen…
Die Ermittlungen führen dann aber auch in eine andere Richtung, denn fliegende Händler bevölkern mit ihren Ständen die Stadt und bieten ihre Waren feil. Der Tote scheint einer von ihnen gewesen zu sein. Duvals Recherchen führen an den Stadtrand in eine heruntergekommene Wohnung, wo auf engstem Raum mehrere dieser Händler leben. Der älteste von ihnen erzählt Duval einiges über sein bewegtes Leben und mit welchen Familienstrukturen dieses Händlerdasein verwoben ist. Doch mittlerweile gibt es starke Konkurrenz. Hat die zum Tod des Mannes vom Strand in Cannes geführt? Während Duval noch ermittelt, gibt es einen weiteren Toten……
So in der Zusammenfassung klingt der Fall ganz interessant. Allerdings konnte ich „fesselnde Spannung“, die sich durch die Gesamthandlung zieht und die ich persönlich dann auch mit fünf Sternen markieren würde, nicht erkennen. Alles plätschert irgendwie dahin. Der Einblick in die Handelsstrukturen fliegender Händler und die Einbindung der aktuellen Flüchtlingssituation nebst multikultureller Schwierigkeiten in Sachen Beziehung überdecken die ganze Kriminalgeschichte und machen so aus „Endstation Côte d’Azur“  eher einen Roman, der als Nebenschauplatz auch ungeklärte Todesfälle beinhaltet.
Wie oben schon erwähnt, macht der Vorleser Gert Heidenreich seine Sache sehr gut, was auch der Grund für mich war um dies Hörbuch bis zum Schluss anzuhören.
Fazit: Eher Roman als Krimi. Das Hörbuch punktet durch den guten Vortrag von Gert Heidenreich
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Dora Heldt: Wir sind die Guten

Nachdem im letzten Jahr die Autorin mit „Böse Leute“ ihr Krimi-Debüt veröffentlicht hatte, gibt es jetzt „Nachschlag“ in dieser Richtung, welches in Buchform bei dtv erschienen ist.  Erneut kombiniert Dora Heldt den bekannten Humor aus ihren bisher veröffentlichten Romanen mit einer spannenden Kriminalgeschichte, die wiederum auf der Insel Sylt angesiedelt ist.
Das bewährte private „Ermittlerteam“ um Karl Sönningsen, der früher ja mal Revierleiter der Polizei in Westerland war und nun eigentlich seinen Ruhestand genießen könnte, was aber ganz gegen sein Naturell ist, hat wieder alle Hände voll zu tun und diesmal kreuzen auch Walter und Heinz in der Geschichte auf und mischen dann bald in Sachen eigene Ermittlungen in der turbulenten, aber auch sehr spannenden Geschichte mit!
Zu Beginn ist für Charlotte und Inge aus obigem Ermittlerteam noch alles märchenhaft, gönnen sie sich doch heimlich eine Putzfee, namens Sabine, während ihre Männer Heinz und Walter saunieren.  Doch die beiden dürfen davon nichts mitbekommen, handelt es sich hier doch um „Schwarzarbeit“…
Im Verlauf wird dann genau diese Putzfee Sabine durch ihre Vermieterin bei Karls Team als vermisst gemeldet. Aus anfänglichem zaghaften Vortasten, wo die Vermisste sein könnte, entpuppt sich die Suche, dann als weitreichender Kriminalfall, dessen Lösung in die Vergangenheit und aufs Festland führt, wo dann auch wieder der eine oder andere Eierlikör bei der Ermittlung hilft……
Die Sylter Polizistin Maren Thiele ist auch wieder mit von der Partie. Sie beschäftigt sich damit den rätselhaften Tod eines Mannes aufklären, den man erst nach einigen Tagen unterhalb der roten Klippen aufgefunden hatte. Die Identifizierung ist schwierig und als man dann endlich die Angehörigen benachrichtigen kann, weiß niemand warum er sich auf der Insel aufgehalten hat…..
Es ist Dora Heldt erneut mit „Wir sind die Guten“ ein wunderbares Buch gelungen.  Es liest sich flüssig und einmal angefangen, kann man sich schwer wieder davon lösen. Die Charaktere sind so gut beschrieben, dass man das Gefühl hat, diese Leute kennt man persönlich und auch die privaten und polizeilichen Ermittlungen – die sich zum Ende hin dann noch dramatisch zuspitzen – sind anschaulich und wieder mit dem bekannten Augenzwinkern versehen.
Fazit: Volle Punktzahl für diesen spannenden und humorvollen Krimi, der noch einen Extrapunkt für die wunderbare Besetzung der privaten wie auch polizeilichen Ermittler von mir bekommt! Unbedingt lesen!

 

Dora Heldt: Wir sind die Guten – Hörbuch

Bei GoyaLit ist das gleichnamige Hörbuch erschienen. Hatte ich das Krimi-Debüt „Böse Leute“ als Hörbuch, vorgetragen von der Autorin selbst, genossen, hat bei „Wir sind die Guten“ nun die Schauspielerin Anneke Kim Sarnau diesen Part übernommen, womit ich mich nicht so ganz anfreunden konnte. Was nicht heißen soll, dass Frau Sarnau ihre Sache schlecht macht, eher ungewohnt, verbinde ich die Romane und Bücher von Dora Heldt doch bisher auch immer mit ihrer eigenen Stimme, der ich persönlich auch schon mal bei einer Lesung lauschen durfte!
Von der ungewohnten Vorleserin mal abgesehen, ändert das aber an der spannenden und fesselnden Kriminalgeschichte überhaupt nichts, die nun auch noch durch zwei weitere „Spürnasen“ mit Namen Walter und Heinz verkomplettiert wird. 
Fans der Bücher von Dora Heldt braucht man die beiden Herren nicht extra vorstellen,  haben sie sich doch durch ihren ganz besonderen Charme, schon ihn die Herzen der Leser geschlichen.  Kennt man doch ihr Engagement und ihre Hilfsbereitschaft schon z.B. aus  „Urlaub mit Papa“ oder „Tante Inge haut ab“. Hier kommen nun ihre ganz besonderen Talente wie „durchdachtes Handeln“ mit ganz „spontanen Eingebungen“ in Sachen Ermittlungen zum Einsatz und bilden somit den humorvollen Part der Kriminalgeschichte. Außerdem wandeln sie sich von charmanten Romanhelden zu kriminalistischen Spürnasen und ich könnte mir gut vorstellen, dass sie beim nächsten „Einsatz“ ins private „Ermittlerteam“ um Karl Sönnigsen integriert werden….
Fazit: Trotz ungewohnter Lesestimme – diesmal von Anneke Kim Sarnau  und nicht wie gewohnt von der Autorin selbst vorgetragen – vereint dies Hörbuch Spannung und Humor und somit ist gute Unterhaltung garantiert. Bitte weiter so und mehr davon!  
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J.M. Peace: Die Hatz

Die gekürzte Lesung des Hörbuchs übernimmt hier Stephanie Kellner, deren angenehme Stimme den Zuhörer durch die Handlung begleitet:
Der Titel „Die Hatz“ und auf der Coverrückseite „Lauf, Sammie, lauf! lässt schon erahnen, dass hier jemand bzw. Sammie vor etwas oder jemanden weglaufen soll…
Doch von Anfang an: Sammie Willis hat mal wieder einen ihrer Streits mit ihrem Lebensgefährten, weswegen sie sich mit einer Freundin trifft um dann in einer Bar etwas zu trinken. Während der Abend voranschreitet und Sammies Freundin ausgiebig flirtet, verabschiedet sich Sammie bald und nach dem Verlassen der Bar ruft sie sich ein Taxi….
……“soll ich Dich mitnehmen? Taxis kommen hier nicht so schnell“….., ein Wagen hält neben Sammie und der Mann, der am Steuer sitzt, hatte eben noch in der Bar gearbeitet…
Ja, was soll ich sagen, tatsächlich steigt Sammie ein und ab da passiert genau das, was man schon vermuten kann, der Mann ist nicht der nette Wohltäter, der Sammie nach Hause bringt, sondern er setzt sie unter Drogen und verschleppt sie in den australischen Busch, wo er dann nebst einen großen Hund Jagd auf sie macht……..
Was der Entführer geraume Zeit nicht weiss, ist, dass Sammie von Beruf Polizistin ist und im Verlauf nur noch eines will: Ü b e r l e b e n !
Gleich wie ich erfahren habe, dass Sammie Polizistin ist, habe ich mich gefragt, wie sie so naiv sein und in diese Falle tappen konnte. Dass der Entführer dies nicht zum ersten Mal gemacht hat, erstaunt auch nicht sonderlich, was im Verlauf der Handlung deutlich wird.
Die Autorin schreibt sehr bildhaft bzw. anschaulich, so dass man sich durchaus die mörderische Jagd durch den australischen Busch gut vorstellen kann. Vom Titel ausgehend, hatte ich mir allerdings dann eine spannendere Geschichte erhofft, hier  plätschert die Handlung eher seicht dahin, als dass man knisternde Spannung erlebt, was etwas schade ist. Da der Täter von vorn herein sichtbar ist, kommt auch bei der Fahndung nach ihm wenig Tempo auf, was sich dann in der polizeilichen Vernehmung auch nicht steigert…
Fazit: Schade, eher nur durchschnittliche Krimi-Handlung, die zu vorhersehbar ist und nur wenig Spannung beinhaltet

 

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Gisa Pauly: Vogelkoje

Es gibt einen guten Grund für Mamma Carlotta mal wieder einen Besuch auf Sylt zu machen, wo die Familie ihrer verstorbenen Tochter lebt. Ihre Enkelin Carolin wird 18 Jahre alt, das ist doch ein Grund zum Feiern.
Doch wer die Geschichten um Mamma Carlotta kennt, der weiß genau, dass meistens Turbulenzen entstehen, wenn sie mit ihrem Temperament über die Insel „peest“ und dabei so einiges aufschnappt, was eigentlich im Verborgenen bleiben soll und sie  dann auch noch ganz nebenbei für ihre Lieben  italienische Leckereien auf den Tisch zaubert….
Im Hause ihres Schwiegersohns Erik Wolf, der auf der Insel ja als Kriminalhauptkommissar arbeitet, wird in einigen Räumen renoviert, was Eriks neue Freundin Swea vorangetrieben hat, nur in der Küche, wo Mamma Carlotta sofort wieder mit Begeisterung den Kochlöffel schwingt, ist alles beim Alten geblieben.
Ronnie, ein junger Mann, der unter Swea Fittichen steht, ist für die Malerarbeiten engagiert worden, was besonders gut bei Caroline ankommt…
Doch dieser junge Mann rückt schnell in den Focus von Mamma Carlotta,  denn sie entdeckt ihn bei einem ihrer Besuche in ihrer Lieblingskneipe „Käptan’s Kajüte“ und dort scheint er in undurchsichtige Machenschaften verwickelt zu sein….
Diesmal stehen die Aufregungen und Ereignisse rund um die Familie Wolf doch ziemlich im Mittelpunkt, obwohl Kommissar Wolf und sein Kollege Sören doch beruflich sehr eingespannt sind, denn auf Sylt finden gehäuft illegale Autorennen statt. Bei ihren Recherchen in dieser Sache werden die beiden dann Augenzeugen eines makaberen Zwischenfalls, denn während eines dieser Rennen verunglückt ein bestückter Leichenwagen, dessen Inhalt dann auf der Straße landet…..
Wie gewohnt liest sich das Buch flüssig und ist mit viel Humor angereichert. Im Verlauf treten sehr viele Personen auf und da werden auch mal falsche Angaben zur Identität gemacht,  was dann zu einigen Verwirrungen führt, so dass man schon genau aufpassen muss, wer hier alles im Geschehen auftaucht.  Nichtsdestotrotz ist auch „Vogelkoje“ (übrigens ein Naturschutzgebiet, wo man in der Handlung eine Leiche entdeckt) wieder heiter-spannender Lesestoff, der sich gut als Ferienlektüre eignet.
Übrigens hat Mamma Carlotta erneut einige ihrer Rezepte verraten, die am Ende des Buches abgedruckt sind und zum Nachkochen anregen.
Fazit: Durch falsche Identitätsangaben wird es im Mittelteil etwas wuselig, so dass man aufpassen muss, dass man sich nicht den Überblick verliert. Nichtsdestotrotz unterhält Mamma Carlotta wieder durch ihr Temperament und ihre Spürnase, so dass man hier von einem heiteren humorvollen, aber auch spannenden Buch sprechen kann!

 

Gisa Pauly: Vogelkoje – Hörbuch

Wer nicht so gerne selber liest, dem kann ich nur das Hörbuch des Sylt-Krimis empfehlen, dass bei audio media erschienen ist.
Schon das Cover ist wieder ansprechend gestaltet und man kann erahnen, wohin es handlungsmäßig (I love Sylt) geht und das hohe Geschwindigkeit (Autorennen) sicherlich einen Part übernimmt.
Erneut hat mit ihrer markanten Stimme Christiane Blumhoff den Part der Vorleserin übernommen. Besonders gut und mit Wiedererkennungsfaktor verkörpert sie die Figur der Mamma Carlotta, deren italienischer Akzent hier besonders gut zur Geltung kommt. Aber auch andere Mundart kommt ihr sehr gut über die Lippen, was man dann bei einigen anderen Personen in der Handlung heraushören kann.
Obwohl die ungekürzte Lesung 16 Stunden dauert, war es nie langweilig und durch die gekonnte Vortragsart von Frau Blumhoff, waren die im Buch erscheinenden Figuren gut zu unterscheiden und besonders, die Situationen in denen es zu „ungewolltem Körperkontakt“ auf Seiten Mamma Carlottas kommt, hatte man direkt vor Augen, so dass man auch mal herzhaft lachen kann…
Fazit: Durch Christiane Blumhoffs Stimme wird Mamma Carlotta lebendig, so dass man hier von einem heiter-vergnüglichen, aber auch spannenden Hörerlebnis sprechen kann! Davon kann man durchaus noch mehr vertragen!
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