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Catherine Shepherd: Der Böse Mann

Kafel Verlag

Die Autorin schickt in diesem Thriller bereits zum sechsten Mal die Berliner Spezialermittlerin Laura Kern nebst ihrem Kollegen Max Hartung auf Verbrecherjagd. Hatten die beiden es zuletzt mit dem „Behüter“ zu tun, kommt jetzt „Der böse Mann“ zum Zuge. Man kann den aktuellen Thriller ohne Vorkenntnisse der anderen lesen, doch empfehlen kann diese spannende Reihe vom ersten Buch an!
Diesmal bekommen Laura und Max es mit einem perfiden Mörder zu tun, der sich auf einen Frauentyp eingeschworen hat und schwer zu fassen ist, denn er hinterlässt keine Spuren:
Die erste Leiche wird an einem See gefunden. Die junge Frau ist an Armen, Beinen und um den Hals mit rostigem Stacheldraht umwickelt. Auf einer der Schultern trägt sie eine auffällige Tätowierung und in einer ihrer Hosentaschen eine Botschaft, die „Ich bin die Zweite“ lautet und die Ermittler aufhorchen lässt, denn es gibt offenbar ein erstes Opfer, aber wo soll man danach suchen?
Der Mörder sonnt sich darin, dass die Ermittler im Dunkeln tappen und offenbar will er sie mit seinen „Rätseln“ in die Irre führen. Weitere Frauenleichen, ebenfalls mit Stacheldraht fixiert und mit Tätowierungen werden an unterschiedlichen Orten entdeckt. Im Verlauf rücken dann drei Männer, die alle irgendwie in Kontakt mit den jungen Frauen standen, in den Fokus der Ermittlungen. Doch wer die Thriller von Catherine Shepherd kennt, der weiß so einfach ist des Rätsels Lösung nicht!
Je mehr ähnlich aussehende Frauenleichen auftauchen, um so dreister wird das Gebaren des Mörders, er scheint immer irgendwo in der Nähe zu lauern, dabei gut verborgen den Ermittlern auf die Finger zu schauen oder aber sein nächstes Opfer auszuspähen…
 …bis Laura sein perfides Spiel durchschaut und erkennt, auf wen der Täter es eigentlich abgesehen hat…..
Neben dem spannenden Teil dieses Thrillers, kommt auch das Zwischenmenschliche nicht zu kurz; aber Laura schwebt mit ihrem Freund Taylor nicht nur auf Wolke Sieben, es gibt auch Gewitterwolken, die sich erst ganz langsam wieder verziehen….
Mir hat dieser Thriller wieder gut gefallen, der Spannungsbogen wird von Beginn an aufgebaut und mündet dann in einen heftigen Schlussakkord, der nicht vorhersehbar ist. Nur wer – wie ich – die Reihe um Laura Kern von Anfang an gelesen hat, erkennt vielleicht auch die „Zeichen“ und wird nicht so ganz erstaunt sein, wer sich hinter „dem bösen Mann“ versteckt, der in der Handlung aber erst ganz zum Schluss demaskiert wird, was immer ein großer Pluspunkt ist, aber auch ein ganz spezielles „Kennzeichen“ der Thriller von Catherine Shepherd ist, wo sich erst ganz am Schluss der Nebel lichtet und man dann erst „das Böse“ erkennt. Toll!
Fazit: Auch Fall Nr. 6 der Reihe zeichnet sich wie gewohnt durch Spannung auf hohem Niveau aus!
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Catherine Ryan Howard: The Nothing Man

rororo

The Nothing Man“ ist das erste Buch von Catherine Ryan Howard, das ich bisher von ihr gelesen habe, aber eins ist schon mal klar, es ist bestimmt nicht das letzte!
Die Autorin ist Irin und stammt aus Cork, wo auch die Handlung dieses Thrillers angesiedelt ist.
Ich musste erst ein wenig überlegen, was ich über den Inhalt dieses außergewöhnlichen Thrillers überhaupt verraten darf, der den Untertitel trägt „Zwei Geschichten. Ein Mörder. Keine Gnade.“, denn schon nach den ersten Seiten ist es der Autorin gelungen, durch ihren ganz besonderen Erzählstil,  dass man das Buch nicht aus den Händen legen mag.
Es gibt zwei Hauptfiguren in der Handlung, zuerst einmal Eva Black, deren Familie vor knapp 20 Jahren vom „Nothing Man“ nachts in ihrem Haus heimgesucht wurde, nur sie – damals zwölf Jahre alt – hat diesen Übergriff überlebt. Nun hat sie allen Mut zusammengenommen und ein Buch über dieses schreckliche Ereignis geschrieben, denn ihre Familie war nicht die einzige, die dieser wie aus dem Nichts aufgetauchte Mann, nachts überfallen, geschändet, mißhandelt und getötet hat. Hinweise darauf, wer sich hinter diesem Killer verbirgt, gab es keine, denn er hinterließ keine Spuren, weswegen er immer noch irgendwo da draußen ist und Eva Black nun den „Spieß umdrehen“ will und sich auf die Suche nach ihm macht, um ihn zu fassen….
Den anderen Part übernimmt Jim Doyle, der als Wachmann in einem Supermarkt arbeitet und durch Zufall an das Buch über den Serienkiller kommt, es anfängt zu lesen und das was er dort liest, gefällt ihm ganz und gar nicht, denn Eva Black erzählt nicht alles, was damals passiert ist, da ist er sich sicher, denn er ist der „Nothing-Man!“…
Wie bereits erwähnt, ist dies ein ungemein spannender und sehr fesselnder Page-Turner, der einen nicht so schnell loslässt. Der besondere Erzähl-Stil, die bildhaft geschilderte Szenerie – die einen die Nackenhaare hochstehen lässt – und die Twists, die dann im Verlauf noch alles wieder in ein anderes Licht rücken, machen dies Buch so besonders. Ich gebe hier die Höchstnote, meine Leseempfehlung und hoffe es gibt noch weitere Bücher aus der Feder dieser tollen Autorin!
Fazit: Wow! Die Höchstnote für diesen ungemein spannenden, nervenaufreibenden und ganz besonders fesselnden Thriller!
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Michael Thode: Schuld!Seid!Ihr!

Lübbe

Michael Thodes ersten sehr spannenden Thriller „Das stumme Kind“  habe ich vor einigen Jahren gelesen und hier vorgestellt. Die Mitarbeiter der Polizeiinspektion Nordheide in Buchholz waren damals für die Ermittlungen zuständig und Hauptkommissar Rolf Degenhardt und Kommissarin Jana Liebisch hatten ihren ersten gemeinsamen „Auftritt“.
Im aktuellen Buch „Schuld!Seid!Ihr!“ ist die Szenerie wieder in der Lüneburger Heide und der Umgebung angesiedelt. Das oben erwähnte Ermittler-Duo/Team Degenhardt/Liebisch kommt wieder zum Einsatz und es mit einer Vielzahl von Todesfällen zu tun.
Erzählt wird die Gesamthandlung aus unterschiedlichen Sichtweisen und Zeitebenen, die jeweils durch Überschriften mit Orts- und Zeitangeben markiert sind, so dass man sich gut im Geschehen zurechtfindet.
Ein Mann, der sich selbst „Der Gehängte“ nennt, nimmt einen führenden Part in diesem Thriller ein.
Hauptkommissar Degenhardt und seine junge Kollegin bekommen es innerhalb kürzester Zeit mit zwei Todesfällen zu tun, die auf den ersten Blick nach Selbstmord aussehen. Doch nachdem feststeht, dass beide Männer offenbar eine extrem hohe Dosis Gift zu sich genommen haben, die zu einem qualvollen schmerzhaften Tod geführt hat, werden die Ermittler hellhörig und sie suchen nach einer Verbindung zwischen dem obdachlosen Mann und dem pensionierten Polizisten. Während die Ermittlungen dann bald in Richtung Mord laufen, kommt es zu weiteren Todesfällen, die Ähnlichkeiten zu den beiden ersten aufweisen und man bei allen Toten eine einzelne Tarotkarte entdeckt…
Warum es zu diesen Todesfällen kommt, erzählt der Autor hier sehr geschickt und fesselnd, weswegen ich mich auf obigen Einblick beschränken möchte, damit das spannende Lesevergnügen erhalten bleibt.
Obwohl man als Leser in die Gedankenwelt des „Bösen“ eintaucht, bleiben der Verlauf und der Schlussakkord nicht vorhersehbar, was aus meiner Sicht immer ein großer Pluspunkt ist!
Der Thriller hatte für mich etwas Sogartiges und es fiel mir schwer das Buch aus den Händen zu legen, denn der Spannungsbogen wird von Anfang bis Ende gehalten, weswegen ich hier die volle Punktzahl vergebe und auf eine baldige Fortsetzung der Reihe hoffe!
Fazit: Fesselnder Thriller mit Sogcharakter, den man nicht verpassen sollte!
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Eiskalte Thriller Box

Audiobuch

Die „Eiskalte Thriller Box“ besteht aus zwei MP3-CD’s. Sechs namhafte Autor(inn)en haben hier jeweils einen (Kurz)Thriller beigesteuert:
Michael Tsokos: Kaltes Land : Die Rechtsmedizinerin Sabine Yao recherchiert in einem sehr persönlichen Fall, denn der plötzliche Tod ihrer Tante wirft Fragen auf…
Daniel Holbe: Der Fleischer:  Ein Profiler, ein umtriebiger Serienmörder, der seit vielen Jahren aktiv sein soll,  eine Vielzahl verschwundener Personen und immer wieder auftauchende Leichenteile, lassen nichts Gutes erahnen…
Ursula Poznanski: Blutkristalle: Wolfram ist ein von Ella besessener Stalker, der sie sogar während eines Urlaubs mit ihrem neuen Freund nicht aus den Augen lässt…
Veit Etzold: Winter des Wahnsinns: Ein benutzter Reiseführer, an dessen Rand merkwürde Notizen „gekritzelt“ sind, HP Lovecraft, Geistergeschichten und ein mysteriöser Berg in Schottland sind nur einige Stichpunkte dieses Thrillers.
Lisa Jackson: Revenge – Die bist niemals sicher: Ein schreckliches Ereignis in ihrer Kindheit, ein Mordversuch und ein entlassener Strafgefangener, der offenbar auf Rache aus ist, versetzt eine junge Mutter in Angst und Panik
S.K. Tremayne: Augen ohne Licht: Eine Frau meint anfangs in ihrem Bett zu liegen, die vollkommene Dunkelheit ist gewollt und gewohnt, da sie sonst nicht schlafen kann. Aber als sie die immer an genau derselben Stelle liegenden Gegenstände nicht ertasten kann, gehen ihr viele Dinge durch den Kopf, während sie erkennt, dass sie an einem ihr völlig unbekannten Ort verbracht wurde..
Auch die Sprecher(innen)-/Vorleser(innen)-Riege kann sich (sehen)/hören lassen:
Vera Teltz, Tim Gössler, Johannes Steck, Erich Wittenberg, Lisa Boos u. Martina Treger, die allesamt mit ihren teils sehr markanten Stimmen sehr gut ausgesucht und passend besetzt sind. Auch ist es allen wunderbar gelungen, die Handlung fesselnd, anschaulich und gekonnt vorzutragen, so dass man hier ein ganz besonderes Hörerlebnis geboten bekommt.
Diese Thriller-Box hat es in sich! Spannung und Nervenkitzel geben sich hier die Hand. Da ich viel und regelmäßig in die spannende Bücherwelt ein- bzw. abtauche, weiß ich, dass Thriller nicht gleich Thriller ist. Und diese sechs hier können unterschiedlicher nicht sein. Obwohl von Kurzkrimis gesprochen wird, bekommt man die ungekürzte Buchfassung präsentiert und über 15 Stunden spannender und fesselnder Hörgenuss ist hier garantiert. Obwohl ich bereits einige dieser Autoren(innen) kenne und die Thriller hier alle hörenswert und spannend sind, war mir S. K. Tremayne noch völlig unbekannt und sein Beitrag zu dieser Sammlung hat mir ganz besonders gut gefallen, denn selbst wenn man miträtselt, in alle Richtung überlegt, was geschehen ist/sein könnte, ich wäre niemals auf diese Lösung gekommen!
Fazit: Hörenswerte Thriller-Box vom Feinsten, wo sich Spannung und Nervenkitzel die Hand geben und man ein ganz besonderes Hörerlebnis präsentiert bekommt!
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Simon Beckett: Die Verlorenen

Wunderlich

Simon Beckett schickt einen neuen Protagonisten in den „Ring“:
Jonah Colley gehört einer Spezialeinheit der Londoner Polizei an und durch einen telefonischen Hilferuf seines einstigen besten Freundes Gavin – den er seit zehn Jahren nicht mehr gesehen und gesprochen hat – gerät sein gerade wieder in einigermaßen normalen Bahnen verlaufendes Leben, total in Schieflage!
Gavin hatte verzweifelt geklungen und Jonah um ein Treffen in einer abgelegenen, alten Lagerhalle gebeten. Erst wollte dieser den Anruf ignorieren, aber dann hatte er sich doch auf den Weg gemacht und nachdem er im Dunkeln endlich die besagte Lagerhalle betritt, macht er eine schreckliche Entdeckung:
Neben Gavins Leiche findet er noch drei weitere in Plastikplane gewickelte Personen, wovon eine junge Frau gerade noch so am Leben ist, weswegen Jonah so schnell wie möglich Hilfe rufen will, doch dazu kommt er nicht mehr, denn er wird brutal angegriffen und bewusstlos geschlagen….
Dies ist ein Handlungsstrang der Geschichte, ein anderer spielt in „Rückblenden“ vor zehn Jahren, als der vierjährige Sohn von Jonah und Chrissie spurlos verschwand. Was genau passiert ist, wurde nie richtig geklärt…
Beide Handlungsstränge verweben sich im Verlauf. Jonah überlebt zwar den Angriff im Lagerhaus, aber was er den Ermittlern erzählt, klingt für die nicht plausibel und ganz besonders der Umstand, dass Gavins Leiche nicht gefunden wird, ist Grund genug, dass Jonah selbst als Tatverdächtiger gilt.
Bei dem Kampf im Lagerhaus hat Jonah schwere körperliche Blessuren davongetragen – u.a. ist eines seiner Knie nicht richtig belastbar und er kann sich nur noch unter Schmerzen an Krücken vorwärtsbewegen –,  trotzdem gerät er immer wieder in brenzlige/unüberlegte Situationen, die ihn ganz besonders körperlich fordern, wo ich mich gefragt habe, wie er diese Aneinanderreihung von „Kampfeinsätzen“ überhaupt auf Krücken meistern konnte. Auch dass er als Polizist bzw. Mitglied einer Spezialeinheit so unüberlegt, irgendwie schon „blauäugig“ handelt und dann immer wieder in gefährliche/unübersichtliche Situationen gerät, konnte ich nicht nachvollziehen.
Wer hier auf eine Handlung á la David Hunter – wie zuletzt „Die ewigen Toten“ hofft, der wird sicherlich enttäuscht sein, denn den gewohnten „Gruselfaktor“ bzw. der Blick in die forensische Anthropologie gibt es hier definitiv nicht!
Das Buch „Die Verlorenen“ liest sich gut, Spannung ist vorhanden, aber die oben erwähnten „Unebenheiten“ schmälern etwas den Lesegenuss. Da dies das „Debüt“ einer neuen „Figur“ ist, möchte ich aber erst noch abwarten wie sich die Fortsetzung der Reihe gestaltet, denn Potential ist durchaus vorhanden.
Fazit: Eher durchschnittliches Protagonisten-Debüt, dessen Potential aber noch nicht ausgeschöpft ist, so dass man erst noch die Fortsetzung der Reihe abwarten sollte!
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Tom Voss: Hundstage für Beck – Taschenbuch

Fischer Verlage

Der Autorenname Tom Voss ein Pseudonym,  dahinter verbirgt sich ein bekannter deutscher Schriftsteller, der auch schon unter dem „Namen“ Pierre Lagrange spannende Kriminalgeschichten veröffentlicht hat, die in Frankreich angesiedelt sind, wie z.B.Schatten der Provonce„.
Aber nun zum Krimi-Debüt „Hundstage für Beck“ und dem Start des neuen Ermittler-Duos, das sich aus dem einstigen Mordermittler des BKA Nick Beck und Cleo Torner, einer Ermittlerin des LKA Hamburg zusammensetzt.
Nick Beck war durch die Ermittlungen und der Jagd nach dem „Elbripper“ in den Medien bekannt geworden. Allerdings ist bei der „Jagd“ etwas total daneben gegangen und es im Verlauf zu einem folgenschweren Zwischenfall gekommen. Und genau dafür fühlt sich Beck verantwortlich, weswegen er auf eigenen Wunsch den Dienst beim BKA quittiert und um Versetzung in die Provinz gebeten hatte.  Als  „Dorfpolizist“ leistet er jetzt  im beschaulichen Örtchen Nordbek in der Nähe von Hamburg seinen Dienst.
Becks Leben ist nach/durch den „Zwischenfall“ irgendwie aus den Fugen geraten und er haust jetzt in einem heruntergekommenen Zimmer auf dem Gelände einer Autowerkstatt und sein bester Freund heißt Alkohol. Und genau dieser „Freund“ bringt in in eine prekäre Lage, denn auf dem Nachhauseweg von einem Kneipenbesuch überfährt er betrunken eine nur wenig bekleidete junge Frau. In seiner Panik weiß er nichts Besseres als die Leiche verschwinden zu lassen….
… doch mit klarem Kopf, kommen ihm Zweifel ob er für den Tod der jungen Frau wirklich verantworlich ist….
Nun kommt Cleo Torner ins Spiel. Sie wird  aus privaten Gründen in eine neue Abteilung versetzt, wo sie den Auftrag erhält, sich mit etwas Fingerspitzengefühl um die Vermisstenanzeige einer jungen Frau zu kümmern. Die Nichte eines Großindustriellen hatte noch im Haus ihres Onkels eine ausschweifende Party gefeiert, während dieser auf Geschäftsreise war. Bei seiner Rückkehr hatte er nur die Überbleisel der Party vorgefunden, doch von seiner Nichte fehlt seitdem jede Spur…
Die zuständige Dienststelle für diesen Fall ist in Nordbek, wo dann Nick Beck und Cleo Torner ein Team bilden, um sich vor Ort ein Bild von der Vermisstenmeldung zu machen..
Schnell wird Beck klar, in was für einer misslichen Lage er sich jetzt befindet….
Gemeinsam mit Cleo Torner, aber eigentlich für sich und auf seine ganz eigene Art „versucht“ Beck den wahren Mörder zu finden, der für den Tod der jungen Frau verantwortlich ist.  Je tiefer er im Umfeld der Toten „gräbt“, um so mehr kriminelle Machenschaften und menschliche Abgründe treten zu Tage…
Das Buch liest sich gut, die Szenerie wird bildhaft beschrieben, so dass man sich schnell mitten im Geschehen befindet. Durch die knifflige Situation, in die Nick Beck sich manövriert hat und seine Bemühungen irgendwie aus dem Dilemma herauszukommen, ist Spannung von Anfang an gegeben.
Obwohl Nick wie auf einem Drahtseil balanciert und zwischen Gut und Böse hin- und herwankt, ist die „Figur“ nicht unsympathisch, auch wenn er sein gutes Herz verbirgt, kann man es erkennen. Ob er bei “seiner“ Mördersuche nicht in einer Grauzone agiert, kann ich nicht beurteilen bzw. nehme es als dichterische Freiheit hin.
Cleo Torner hat ja auch privat ihr Päckchen zu tragen und ich bin gespannt, wie sie in der Fortsetzung der Reihe alles alles unter einen Hut bekommt. Mit Beck bildet sie zwar ein etwas ungleiches, aber durchaus recht erfolgreiches Team, dem ich gern bei den Ermittlungen über die Schulter geschaut habe, weswegen ich diesen Kriminalroman nur empfeheln kann und bin gespannt wie es weitergeht.
Fazit: Spannend gelungenes Krimi-Debüt und toller erster Einsatz des Ermittler-Duos Nick Beck und Cleo Torner! 
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Tom Voss: Hundstage für Beck

argon Verlag

Hinter dem Pseudonym Tom Voss, verbirgt sich ein bekannter deutscher Krimi-Autor, von dem ich hier auch schon einige Bücher vorgestellt habe.
Der Autor startet hier eine neue Krimi-Reihe, die vor den Toren Hamburgs angesiedelt ist und dorthin hat sich der einstige Mordermittler Nick Beck „verkrochen“, wo er jetzt als „Dorfpolizist“ in Nordbek seinen Dienst tut. Bei der Jagd nach dem „Elbripper“ kam es zu einem folgenschweren Zwischenfall, für den sich Beck selbst die Schuld gibt, weswegen er um Versetzung in die Provinz bat. Wo er jetzt in einem Zimmer „haust“ und  sein bester Freund Alkohol heißt. Dessen übermäßiger Genuss bringt ihn dann auch in eine prekäre Lage, denn er überfährt nach einem abendlichen Kneipenbesuch auf dem Nachhauseweg eine nur spärlich bekleidete junge Frau. In seiner Panik weiß er nichts Besseres als die Leiche verschwinden zu lassen…. …
….doch als er dann nüchtern die Situation betrachtet, kommen ihm Zweifel daran, dass er für den Tod der Frau verantwortlich ist….
Cleo Torner arbeitet beim LKA in Hamburg. Aus privaten Gründen wird sie in eine neue Abteilung versetzt, wo ihr dann die Bearbeitung einer Vermisstenmeldung aufgetragen wird, die etwas Fingerspitzengefühl  erfordert, denn die Nichte eines wohlhabenden und einflussreichen Industriellen aus Nordbek ist spurlos verschwunden. Zuletzt hatte diese noch eine ausschweifende Party im Haus ihres Onkels gefeiert…
Auf der Dienststelle in Norbek wendet sich Cleo Torner dann an Nick Beck, der sie als „Uniformträger“ durch seine Ortskenntnisse und bei der Klärung des Falls unterstützen soll….
—- schnell wird Beck klar, in welcher Bredouille er jetzt steckt…
Gemeinsam mit Cleo Torner, aber eigentlich für sich und auf seine ganz eigene Art „versucht“ Beck den wahren Mörder zu finden, der für den Tod der jungen Frau verantwortlich ist.  Je tiefer er im Umfeld der Toten „gräbt“, um so mehr kriminelle Machenschaften und menschliche Abgründe treten zu Tage…
Der Schauspieler und Synchronsprecher Wolfgang Wagner liest das Hörbuch „Hundstage für Beck“ sehr gekonnt und mit angenehmer Stimme vor. Auch schafft er es, mit seinem Vortrag die passende Atmosphäre aufkommen lassen, so dass man die Szenerie gut vor Augen hat, schnell ins Geschehen eintauchen und der spannenden Handlung folgen kann.
Tom Voss  hat mit Nick Beck eine Figur erdacht, die wie auf einem Drahtseil zwischen Gut und Böse balanciert, der aber – auch wenn er es gut versteckt – sein Herz auf dem rechten Fleck hat, was ihm auch durchaus Sympathiepunkte einbringt.  In welcher rechtlichen Grauzone Beck sich bei seinem Handeln bewegt, um den Mörder zu finden, kann ich nicht beurteilen, aber dass mir das Buch gut gefallen hat, allemal, weswegen ich hier auch meine Hörempfehlung ausspreche.
Fazit: Der Auftakt der neuen Krimi-Reihe ist gelungen, spannend und hörenswert!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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