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Voll verkatert

Im Film ist alles möglich und seit „Big“ mit Tom Hanks kennt man auch, dass unrealistische Wünsche in Erfüllung gehen können, nämlich z.B. dass der Sohn plötzlich morgens im Körper seines Vaters erwacht, bzw. die beiden die Körper getauscht haben.
Auch in „Voll verkatert“ geht so ein Wunsch in Erfüllung. Ohne in der Handlung vorzugreifen zu wollen, nur so viel:
Tom Brand (Kevin Spacey) ist steinreich und seine Gedanken kreisen nur um sein aktuelles Projekt, nämlich den höchsten Wolkenkratzer der Welt zu eröffnen. Seine Familie vergisst er zuweilen darüber. Zwar kommt er gelegentlich nach Hause, schlüpft von dem einen Anzug in den anderen und hüft von einer zur anderen gesellschaftlichen Verpflichtung.  Seine Frau Lara (Jennifer Garner) sowie die kleine  Rebecca sind angenehmes „Beiwerk“ an seiner Seite.

Besonders private Termine „entfallen“ ihm dann und wann und nun steht direkt der elfte Geburtstag seiner Tochter bevor, deren größter Wunsch eine Katze ist!
Brand mag überhaupt keine Katzen und „vergisst“ einfach diesen Wunsch. Doch diesmal hilft ihm seine Frau nicht aus der Patsche und so bleibt ihm nichts anderes übrig als tatsächlich auf dem letzten Drücker noch in eine Tierhandlung zu gehen und eine Katze zu kaufen.
Ein ganz besonderes Exemplar mit Namen Mr. Kuschelpuschel ist dann der Neuzugang bei Familie Brand und erobert in Windeseile das Herz von Rebecca.
Allerdings ist Mr. Kuschelpuschel ein ganz besonderer Kater, denn Tom Brand findet sich plötzlich im Körper des Tieres wieder und ab hier beginnt der Teil, wo nun die Lachmuskeln zum Einsatz kommen und da will ich auf gar keinem Fall vorgreifen…

Da Mr. Kuschelpuschel (ein ganz entzückender Vertreter der Gattung Mietzekatze) und Tom Brand die Körper tauschen, übernimmt stimmlich kein anderer als Oliver Kalkofe nun die „Übersetzung“, was ihm bei der Katze gut gelungen ist. Auch kenne ich Oliver Kalkofes stimmlichen Einsatz bei Katzen schon aus den Hörbüchern über den auf detektivischen Pfoten ermittelnden Kater Winston, der in den Büchern von Frauke Scheunemann seiner „Arbeit“ nachgeht.
Oliver Kalkofe leiht hier im Film auch Kevin Spacey seine Stimme und damit hatte ich dann doch so meine Schwierigkeiten, denn sonst übernimmt ja meistens Till Hagen die deutsche Synchronisation, was auch schon für mich einen Wiedererkennungsfaktor hat.  Aber zum besseren Verständnis und da ja hier der Kater im Mittelpunkt des Films steht, bzw. um den Rollentausch verständlich zu machen, war es dann ganz okay, dass Oliver Kalkofe dann beide „Figuren“  stimmlich verfeinert hat. Dies soll auch nur eine kleine Randbemerkung meinerseits sein.
In einer weiteren wichtigen Rolle taucht dann noch Christopher Walken auf, der hier nicht unerwähnt bleiben soll.
Charmante Darsteller in menschlicher und tierischer Gestalt sind hier anzutreffen, die dann dafür sorgen, dass der Zuschauer seine Lachmuskeln anstrengt, weswegen dieser Film auf jeden Fall für die ganze Familie geeignet und sehenswert ist.
Bonusmaterial: Making Of, Featurettes, Outtakes
Fazit: Hier gibt es Arbeit für die Lachmuskeln in einem Film, der sicherlich Jung und Alt begeistern wird!

 

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Bernd Mannhardt: Mordsalibi

Diesen Krimi habe ich vor geraumer Zeit bereits gelesen, denn er stammt aus den „Mordfidelen Geschichten für quietschvergnügte Leser“ bzw. aus dem Taschenbuch mit TitelDu kommst mir gerade richtig!, das ich hier damals  auch vorgestellt hatte. 
Nun ist das passende Hörbuch mit dem Titel “Mordsalibi“ gelesen von Ernst Mathias Holzmann erschienen:
Inhaltsmäßig gibt es hier einen kleinen Einblick:
Während hochsommerlicher Temperaturen wird Berlin von einer Mordserie an jungen Frauen erschüttert. Kommissar Freisal und seine junge Assistentin Yasmin Gutzeit haben alle Hände voll zu tun um den Täter zu überführen.
Als die Ermittler dann endlich nach umfangreichen Recherchen u.a. im Internet jemanden zum Verhör einladen,  hat dieser dann allerdings ein Alibi….
Die ca. halbstündige Lesung ist teils mit Musik untermalt, die gut gewählt ist, da sie die Spannung noch steigert und mich an die „Straßenfeger-Krimis“ von früher erinnert hat, die auch tontechnisch verfeinert waren.
Die sonore Stimme des Vorlesers passt wunderbar zu dem beleibten Kommissar Freisal, der hier die Ermittlungen leitet und in der Sommerhitze den Mörder überführen muss.
Besonders wie der Mörder hier überführt wird und wie er völlig unbedarft in die Falle tappt, hat mir auch in der „Vertonung“ gut  gefallen, so daß ich mir durchaus weitere Fälle in diesem Stil gut vorstellen kann…
Fazit: Gelungene Krimi-Lesung,  die passend musikalisch untermalt und etwas schwarzhumorig angehaucht ist!

 

Weitere lesenswerte Bücher des Autors: „Spielverderber„,“Servus, Krimi!„,“Mordskohl

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Arnaldur Indridason: Tage der Schuld

Der junge Kommissar Erlendur ermittelt mit seinem Kollegen Marian Briem.
Wer bereits die Bücher und Verfilmungen über den isländischen grüblerischen Kommissar Erlendur kennt, der wird sich freuen ihn nun verjüngt in den Anfängen seiner beruflichen Laufbahn als Ermittler zu erleben. Sein langjähriger Freund und Kollege Marian Briem ist ebenfalls mit von der Partie.
Zeitlich ist die Handlung 1978 angesiedelt und dem Autor ist es gelungen hier mit dem Leser eine Zeitreise zu unternehmen, die man direkt vor Augen hat. Besonders interessant ist auch die geschichtliche „Untermalung“, so dass man Einblick in die  isländischen „Vorbehalte“ gegen den amerikanischen Stützpunkt und das Leben dort auf dem Militärgelände bekommt.
Zur Handlung: Um für ihre Gesundheit etwas Gutes zu tun, schwimmt eine Frau in einem etwas schwer zugänglichen Warmwassersee, der als Geheimtipp gilt und mitten in  einer bizarren Lavalandschaft  liegt. Im Wasser entdeckt sie die Leiche eines Mannes treiben…..
Erlendur und Marian übernehmen die Ermittlungen. Nachdem dann endlich die Identität des Toten feststeht, führt die berufliche Tätigkeit des Mannes auf die nahegelegene US-Militärbasis, wo aber die isländischen Ermittler nicht gern gesehen sind und sie viele Hürden nehmen müssen um überhaupt ermitteln zu können, was den ganzen Fall noch zusätzlich verkompliziert, denn im See ist der Mann nicht gestorben……
Neben dem aktuellen Fall geht Erlendur wieder seinem Hobby nach und beschäftigt sich mit alten Vermisstenfällen, die ihm keine Ruhe lassen. Auch diesmal durch den aktuellen Fall und den Ermittlungen auf der US-Militärbasis erinnert er sich an die Suche nach einem jungen Mädchen, die in den 50ziger Jahren spurlos verschwand und bald gibt es keinen mehr der sich an einen so alten Fall erinnert, deswegen wendet sich Erlendur an die einzige noch lebende Verwandte der Vermissten, die ihn dann beauftragt noch ein letztes Mal auf Spurensuche zu gehen…….
Beide Fälle entfalten von Anfang an eine Spannung, die so fesselnd ist, dass man „Tage der Schuld“ nicht aus der Hand legen mag. Besonders die Hartnäckigkeit  und Akribie die Erlendur hier wieder an den Tag legt und auf seine besonnene Art und Weise den Vermisstenfall erneut aufrollt, macht einfach nur Spaß zu Lesen und ich bedanke mich bei dem Autor, das er die Zeit zurückgedreht hat, so dass der grüblerische, aber ganz besondere Denker und Spurensucher Kommissar Erlendur wieder präsent ist und nun auch mit seinem Freund Marian im Einsatz ist, so dass der geneigte Leser vielleicht noch auf weitere Kriminalfälle aus der Jugend Erlendurs hoffen kann.
Fazit: Klasse! Kommissar Erlendur ist verjüngt zurück und er zeigt erneut,  dass man selbst verzwickte Kriminalfälle auch nur durch Denkarbeit lösen kann! Bitte mehr davon!

 

 

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Wentworth

Diese zehnteilige australische Serie gibt Einblick in den brutalen Alltag des Frauengefängnis „Wentworth“.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Bea Smith (Danielle Cormack), die dort ihre Haftstrafte antritt. Weswegen sie dort landet erfährt der Zuschauer in Rückblenden. Ihre große Sorge gilt ihrer Teenagertochter Debby, die jetzt „allein“ draußen zurechtkommen muss.
Zeitgleich mit Bea kommt auch Jacs, eine ältere Strafgefangene wieder zu den restlichen Strafgefangenen. Dies ist eine Aktion der Anstaltsdirektorin, die durch die Präsenz  von Jacs die „Anführerin“ Franky in ihre Schranken weisen will.
Schnell muss Bea sich in der Gefängniswelt einleben und zurechtfinden, damit sie nicht zwischen die Fronten bzw. die Rivalitäten zwischen Franky und Jacs gerät. Außerdem muss sie mit den besonderen Regeln, Sitten und Gebräuchen unter den weiblichen Strafgefangenen zurechtzukommen.
Die Machtkämpfe zwischen Franky und Jacs spitzen sich dann plötzlich zu und es kommt zu Unruhen unter den Inhaftierten. Als dann Bea durch die Situation aufgeschreckt durch die Gänge läuft, findet sie die Gefängnisdirektorin blutüberströmt auf dem Boden liegen. Offensichtlich wurde sie niedergestochen. Bei dem Versuch sich um die Verletzte zu kümmern ist sie allein und das Wachpersonal findet sie dann blutverschmiert über der toten Direktorin kniend…
Kann Bea ihre Unschuld beweisen?
Das ist ein Teil der Handlung die jetzt folgt und im Verlauf übernimmt dann eine neue Frau den Posten der Anstaltsleiterin und sie hat mit einigen Unwegsamkeiten zu kämpfen, zumal Franky sich für sie interessiert…..
Ich hatte mir unter der wie auf dem Cover angepriesenen „packenden atmosphärischen Geschichte“ doch etwas anderes vorgestellt.
Der Funke sprang bei mir irgendwie nicht rüber, Beas Geschichte und Beweggründe warum sie im Gefängnis landet sind etwas irritierend, zumal sie sich um ihre Tochter sorgt. Die Wärter/innen sind freundlich und haben immer ein offenes Ohr für die Gefangenen. Diese„Nettigkeit“ passt nicht so richtig in das offenbar „berüchtigte“ Frauengefängnis. Außerdem war die Handlung zu vorhersehbar um richtige Spannung aufkommen zu lassen. Ich habe schon andere Gefängnisfilme/-serien gesehen, wo die „brutale“ Handlung spürbar und beängstigend war, hier kommt mir alles nur sehr „seicht“ vor. Aber Geschmäcker sind ja verschieden und wer Serien wie „Hinter Gittern“ mag, der findet sicherlich auch an „Wentworth“ Gefallen.
Als Bonus gibt es noch einen Blick hinter die Kulissen und Interviews mit den Darstellern
Fazit: Eher seichte zehnteilige Gefängnisserie aus Australien

 

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Susanne Kliem: Das Scherbenhaus

Im November 2015 hatte ich hier das Hörbuch „Trügerische Nähe“ von Susanne Kliem vorgestellt und ich war begeistert von ihrem spannenden Erzähl-Stil.
Nun gibt es von ihr mit „Das Scherbenhaus“ Nachschub in Sachen Spannung.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Carla Brendel, die in Stade beheimatet ist und als Köchin im Restaurant ihres Schwagers Hauke mitarbeitet. Diese Arbeit ist alles was Carla noch an Außenaktivitäten wahrnimmt, denn sie hat seit einigen Monaten einen Stalker, der sie mit Briefen und beängstigenden Mitteilungen und Bildern in Angst und Schrecken versetzt. Die hinzugezogene Polizei kann wenig machen und als dann nach einer kleinen „Verschnaufpause“ wieder ein Brief bei ihr eintrudelt, flüchtet Carla nach Berlin zu ihrer Halbschwester Ellen, die sich nach einer langen „Funkstille“ plötzlich an sie wendet und dringend um Hilfe bittet…
Ellen ist eine ausgezeichnete Architektin, die in Berlin ein ganz besonderes Wohnhaus besitzt, das sie selbst entworfen hat und wo sie auch selbst ein Appartement bewohnt.  Das „Save Haven“  ist mit dem neuesten Hightech-Sicherheitssystem ausgestattet  und ist schon von außen betrachtet sehr luxuriös.  Ellen erwartet Carla bereits im Foyer und sie „entführt“ sie gleich zum Essen in ein Restaurant, wo sie merkwürdige Andeutungen macht und Ängste äußert, es könne ihr etwas passieren. Doch ehe sie Carla mehr erzählen kann, klingelt Ellens Handy und sie verlässt das Lokal auf Nimmerwiedersehen….
Carla wendet sich an die Polizei und ein paar Tage später informiert man sie über Ellens Unfalltod…..
Carla bleibt vorerst in der Wohnung von Ellen und kann das Geschehene noch nicht richtig fassen, denn eigentlich kannte sie Ellen auch gar nicht richtig. So versucht sie durch die anderen Bewohner des Hauses mehr über sie zu erfahren….
Obwohl Carla etwas Kontakt zu den Bewohnern knüpfen kann und sie einiges über Ellen erfährt, schwebt eine angespannte merkwürdige Atmosphäre über der Wohnanlage.  Trotz allem Luxus und neuester Sicherheitstechnik im Haus kann Carla sich nicht richtig einleben und entspannen. Als es dann auch noch zu einem tragischen Zwischenfall im Schwimmbad des Hauses kommt, will Carla nur noch raus aus diesem Haus……
Das Buch liest sich flüssig und die Autorin entwickelt im Verlauf der Handlung eine spannungsgeladene Szenerie, die durch geschickte Wendungen den Leser immer wieder von einer aufgenommenen Fährte in eine andere Richtung laufen lässt, was hat mir gut gefallen.
Allerdings hatte ich bald den Verdacht, wer hinter dem ganzen „Terror“ steckt, was sich dann auch am Ende bewahrheitet hat, obwohl immer wieder Richtungswechsel kleine Zweifel aufkommen ließen. Trotz allem ich diese Ahnung hatte, habe ich das Buch gern gelesen, denn der ganze Schreibstil ist fesselnd und die anhaltende flirrende Athmosphäre, die über der ganzen Geschichte schwebt war direkt spürbar, so dass spannende Unterhaltung hier gegeben ist. 
Zwar gab es für mich auch kleinere „Wackler“ bei dem Konstrukt aus Gut und Böse bzw. wie der Unfalltod Ellens in Berlin und der Stalker aus Stade erklärt werden, aber das sind nur Kleinigkeiten und schränken den Lesewert diese Buches nicht ein.
Fazit: Lesenswerter Psychothriller, der immer wieder mit neuen Wendungen in der Handlung überrascht

 

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Trapped – Gefangen in Island

Auf geht’s ins schneebedeckte Island, genauer gesagt in ein kleines idyllisches Örtchen in der Nähe Reykjaviks. Allerdings wird diese vermeintliche Beschaulichkeit durch den Fund von menschlichen Überresten in Form eines Torso, der im Wasser des Fjords treibt, jäh gestört. Da zeitgleich in den Fjord eine dänische Fähre einlief, vermutet die Polizei, dass es jemand von der dort sein könnte. Die herbeigerufene Kriminalpolizei aus Reykjavik wird durch einen aufziehenden Schneesturm gestoppt und so muss die örtliche Polizei bzw. Kommissar Andri mit einer Kollegin und einem Kollegen schon mal mit den Ermittlungen beginnen…
Da die Passagiere die Fähre nicht verlassen dürfen, kommt schnell Missmut unter ihnen auf. Das Verhalten des Fährkapitäns ist  undurchsichtig und es kommt der Verdacht auf, dass er etwas zu verbergen hat….
Während die umfangreichen Ermittlungen die drei Polizisten sehr fordern, verschwindet der sichergestellte Torso, was die Ermittler noch mehr unter Druck setzt…..
Neben der spannenden Mördersuche, gibt es noch zwei weitere Kriminalfälle zu lösen. Zum einen werden zwei junge farbige Mädchen aus den Fängen ihres Peinigers befreit und werden von der örtlichen Polizei in Sicherheit gebracht. Menschenhandel auf der Fähre?
Desweiteren ist einer der Fährpassagiere ein junger Mann, der nach einem Gefängnisaufenthalt wieder zurück in den Ort kommt. Er wird von den Einheimischen vorsichtig beäugt, denn er soll vor einigen Jahren für einen Brand verantwortlich gewesen sein, wo es dann eine Tote gab….
Einige Bewohner scheinen in irgendwelche undurchsichtige Machenschaften verwickelt zu sein, was dann teils auch noch die Ermittlungen verkompliziert…
Als Andri und Co. dann langsam Licht in das Dunkel bringen, tauchen dann doch noch die Kripobeamten aus Reykjavik auf und sorgen für reichlich Unruhe…..
Mir hat „Trapped – Gefangen in Island – “ sehr gut gefallen. Die Rollen sind toll besetzt bzw. mit „frischen“ Gesichtern versehen, die man nicht schon aus anderen Nordic-Crime-Serien kennt. Die Schneelandschaft ist beeindruckend und man kann die „Abgeschnittenheit“ vom Rest der Welt gut nachvollziehen.
Was sich hier in der kargen Winterlandschaft für dunkle Machenschaften auftun, entwickelt sich für den Zuschauer langsam, fesselnd und im Verlauf auch gut nachvollziehbar. Die bedrückende unheilverkündende Anspannung hält die ganze Zeit an und eine Fortsetzung wäre für mich durchaus denkbar, gibt es doch noch am Ende einige offene Fragen.
Als Bonus gibt es auf der Blu-ray noch ein Making of
Fazit: Spannung eiskalt serviert bekommt man hier, die unbedingt fortgesetzt werden sollte!
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Krischan Koch: Backfischalarm

Ein neuer Fall für Polizeiobermeister Thies Detlefsen und seine Kollegin Nicole Stappenbek!
Telje und Tadje Detlefsen, die Zwillinge von Thies, dem „Dorfsheriff“ von Fredenbrüll werden von ihm zur Fähre nach Dagebüll gefahren, denn die ganze Klasse fährt zur Schulfreizeit nach Amrum. Thies sieht nun dem ruhigen Zuhause entgegen und auch sonst ist in Sachen Polizeiarbeit wenig zu tun, so dass dann auch noch etwas Zeit bleibt um bei Antje in der „Hidde Kist“ vorbeizuschauen.
Während der Überfahrt kommt es zu „Schlecht Wetter“ und Gewitter und Sturm begleiten die Fähre. Die Jugendlichen vertreiben sich die Zeit mit Handyvideo, SMS bzw. Erkunden auch bei Wind und Regen das Außendeck der Fähre, was zu einem regen Treiben an Bord führt….
Besonders der gutaussehende Lehrer Niddermeyer hat es den Schülerinnen angetan, was zu Aufregung und Gefühlschaos führt. Doch auch unter den Jugendlichen läuft so einiges, was allerdings auch kriminelle Aspekte hat und bald für reichlich Wirbel sorgt.
Aus der erträumten Ruhe von Thies wird mal wieder nichts, denn an Bord der Fähre auf der sich die Schulklasse befindet, entdeckt man eine Leiche…
Eine natürliche Ursache kann schnell ausgeschlossen werden und so eilen dann Thies und Nicole zum Tatort, wo dann starke Nerven gefragt sind, den Teenager zu befragen, ist kein Zuckerschlecken und wenn sich dann auch noch die Lehrer  im Piraten-Stil kleiden und einen auf   „Captain Sparrow“ machen, dann ist Aufregung vorprogrammiert…..
Auf Amrum erfolgen dann die Ermittlungen und des bleibt nicht bei dem einen Toten, der sich als Juniorchef einer Hamburger Reederei entpuppt. Im Verlauf tauchen brisante Handyaufnahmen und verkohlte Geldscheine am Strand auf. Es gibt reichlich Gefühlschaos auf Seiten der Teenager, was auch kriminelle Energien freisetzt, die in Erpressung münden….
Dies alles zusammen vermengt sich zu einem turbulenten Inselkrimi, wo Spannung und Humor genau aufeinander abgestimmt sind.
Krischan Koch hat es sich diesmal nicht nehmen lassen und die ungekürzte Lesung seines Buches „Backfischalarm“ selbst übernommen, was er wirklich gut hinbekommen hat. Allein der Erzählstil im Jargon der heutigen Jugend ist echt klasse. Die Figuren formt er durch unterschiedliche Stimmnuancen, so dass sie ein „Gesicht“ bekommen und man schnell im Geschehen verankert ist und sich nach sechs Stunden Hörgenuss fragt, wo die Zeit geblieben ist und man noch „Nachschlag“ haben möchte.
Fazit: Spannung und norddeutscher Humor vereinen sich durch die gekonnte Autorenlesung zum Hörgenuss, der unbedingt fortgesetzt werden sollte!

Auch hörenswert vom selben Autor: Rollmopskommando

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