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Auerbach & Auerbach: Tödlicher Bienenstich

Ullstein Verlag

Ein neuer Fall für Pippa Bolle!
Zwar ist es mir nicht gelungen alle bisherigen sechs Fälle der meistens in Berlin lebenden Übersetzerin, Haussitterin und Hobbydetektivin Pippa Bolle zu lesen, aber an ihren ersten Einsatz mit dem Titel „Unter allen Beeten ist Ruh“ und „Tote trinken keinen Whisky“ kann ich mich noch gut erinnern.
Das aktuelle Einsatzgebiet von Pippa liegt diesmal im idyllischen Örtchen Lieblich im Rheingau, wo sie Kati Lehmann, der Verlobten ihres Auftragsgebers, dem Imker Thilo Schwange etwas Gesellschaft leisten, das Haus bzw. die Plappermühle hüten und einen Blick auf die Bienen haben soll.
Doch so idyllisch wie auf den ersten Blick ist es in Lieblich nicht, denn dem Ort geht es wirtschaftlich nicht so gut und nachdem immer weniger Kurgäste den Weg in den Ort finden, kommt die Anfrage einer etwas (zwielichtigen) Firma, die biotechnisch aufgearbeitete Rebstöcke auf einer größeren Fläche anpflanzen will, gerade recht. Doch die Bewohner des Ortes sind nicht alle für die Ansiedlung besagter Firma, sondern die Naturschützer des Ortes haben sich zusammengetan und wollen dies unbedingt verhindern, komme was da wolle, wie  z.B. ein „Tödlicher Bienenstich“….
In diese aufgeheizte Stimmung im Ort hinein, bezieht Pippa ihr Quartier in der schönen Plappermühle. Während sie nach und nach die Bewohner und die „Stammstischhocker“ des Ortes kennenlernt, kommt ihr auch einiges über den kürzlich verstorbenen Stammstischhocker Giesbert zu Ohren, dessen Tod dann im Verlauf doch noch einige Fragen aufwirft….
Obwohl es ein beschaulicher Ort ist, der hier beschrieben wird, kommen recht viele Mitwirkende in der Handlung vor. Am Anfang des Buches findet man eine hilfreiche Personenliste, die bei mir zum besseren Einordnen der Figuren des Öfteren zum Einsatz kam. Neben der beschriebenen Landschaft gibt es hier auch interessante Sachkunde zum Thema Weinanbau und Bienenzucht, was gut ins Geschehen eingewoben ist. Obwohl über der Handlung eine gewisse unheilvolle Anspannung schwebt, die sich aus den  Machenschaften einiger Bewohner und dem mysteriösen Todesfall entwickelt, ist es aber vorrangig die Figur Pippa Bolle, die durch ihren Charme und ihr detektivisches Gespür die Handlung am Laufen hält. Auch eine gute Prise Humor ist ingesamt eingearbeitet und einen großen Pluspunkt gibt es für die Unvorhersehbarkeit, wie das Buch endet,  was mir gut gefallen hat und ich hier meine Leseempfehlung aussprechen möchte!
Fazit:  Pippa Bolles Charme und detektivisches Gespür macht dieses Buch aus, das neben Spannung auch eine Portion Humor beinhaltet.   
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Paddington 2

Studiocanal VÖ 26.03.18

Das Warten hat ein Ende und nun gibt es mit „Paddington 2“ fürs Heimkino, die ersehnte Fortsetzung der Buchverfilmung „Paddington“ des britischen Kinderbuchautors Michael Bond.  Widmete sich der erste Film „Paddington“ noch den „Kinderjahren“ des kleinen Bären mit den guten Manieren und erzählte wie er nach London kam und bei der Familie Brown ein neues Zuhause bekommt, ist er nun bereits in der Wohngegend der Browns gut bekannt und er hat Kontakt zu vielen Menschen, die ihm während seines täglichen Lebens begegnen und seine liebenswerte Art mögen.
Bald feiert Paddingtons Tante Lucy ihren 100. Geburtstag und da will er ihr ein ganz besonderes Geschenk machen. Es dauert auch nicht lange und er findet im Gruber-Antiquitäten-Laden ein ganz schönes aufklappbares Bilderbuch über London, das er für seine Tante kaufen möchte. Aber das Buch ist sehr teuer und Paddington hat nicht so viel Geld, also muss er es verdienen und er scheut keine Arbeit, sei es nun als Aushilfe beim Friseur oder als fleißiger Fensterputzer. Es nähert sich der Tag an dem er das Geld für das Geschenk zusammen hat.  Auf seinem Nachhauseweg schaut er noch einmal durchs Schaufenster des Antiquitätenladen und wird Zeuge als ein Dieb genau besagtes Buch vor seinen Augen stiehlt, Paddington versucht den Mann noch zu verfolgen, was ihm aber nicht ganz gelingt, denn der Mann verwandelt sich vor seinen Augen in eine Rauchwolke…
Die herbeigerufene Polizei sieht in Paddington den Dieb und alles Beteuern, dass er das nicht sei hilft ihm nichts und er landet im Gefängnis…
Familie Brown versucht indes anhand einer Phantomskizze den richtigen Dieb zu finden…..
Der Film verzaubert den Zuschauer gleich wieder von Beginn an, denn diesen Bärenaugen kann man sich nicht entziehen. Wenn auch im neuen Film nicht so viele lustige Begebenheiten oder Tapsigkeiten von Paddington vorkommen wie man es aus Teil 1 kennt, ist die Handlung aber wieder genau auf die Charaktereigenschaften des sympathischen Bären zugeschnitten und zeigt z.B.  seinen besonderen Mut auf, wenn er sich dem gefürchteten Koch des Gefängnis gegenüberstellt und sich für besseres Essen einsetzt und auch noch seine Vorliebe für Orangenmarmelade zum Tragen kommt…
Besonders gut hat mit die filmische Umsetzung gefallen, wie die Macher Paddington nebst Tante Lucy durch das Pop-up-Buch laufen lässt. Bekannte Schauspieler wie Brendon Gleeson als Gefängniskoch und Hugh Grant in der Rolle eines Schauspielers (!) und natürlich Elyas M’Barek, der Paddington seine Stimme leiht, runden den Film ab und machen daraus einen sehenswerten Film, der sicherlich die ganze Familie wieder begeistern und gut unterhalten wird.
Außerdem gibt es noch reichlich Bonusmaterial mit Interviews und Making of.
Fazit: Gelungene Fortsetzung, die aus dem tapsigen Bärchen einen schlauen und liebenswerten Bären hat werden lassen, der weiterhin durch seinen Charme die Zuschauer ganz schnell in seinen Bann zieht! Bitte weiter so!
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Freda Wolff: Töte ihn, dann darf sie leben

aufbau-verlag

Vor ein paar Jahren habe ich das erste Buch „Schwesterlein muss sterben “ aus der Krimi-Reihe um die Psychologin Merete und Jan-Ole, dem Ermittler einer Spezialeinheit der norwegischen Polizei in der Hörbuchfassung“ gelesen von Dietmar Bär, genossen. Dieser spannende Thriller war mir in Erinnerung geblieben.
Nun habe ich die „Fortsetzung“ mit dem Titel „Töte ihn, dann darf sie leben“ selbst gelesen und habe mich gleich wieder gut ins damalige Geschehen mit der Entführung von Meretes Tochter Julia und deren Freundin Marie durch den psychisch auffälligen Aksel Karlsen, einem ehemaligen Patienten von Merete, hineinversetzten können. Das erste Buch endete mit der Festnahme von Aksel, der danach in die forensische Psychiatrie eingewiesen wurde….
Nach den damaligen Ereignissen ist einige Zeit vergangen und Julia und Marie versuchen mit Hilfe von Therapeuten die Entführung zu verarbeiten, weswegen sie jetzt den Versuch starten, allein in den Urlaub zu fahren. Auch Merete und Jan-Ole, die sich privat wieder etwas angenähert haben, wollen einen Urlaub in einer abgelegenen Berghütte verbringen um die damaligen Ereignisse besser zu verarbeiten…
Die ausgemachte „Funkstille“ zwischen den beiden jungen Frauen und ihren Familien wird dann jäh unterbrochen, denn Jan-Ole wird brutal niedergeschlagen und Merete findet ihn bewusstlos auf. Während sie im Krankenhaus darauf wartet, dass er wieder aufwacht und erzählen kann, was passiert ist, bekommt Merete einen besorgniserregenden Anruf: Aksel Karlsen ist die Flucht aus der Psychiatrie gelungen…..
Ein Anfangsverdacht keimt in Merete auf und bald vermutet sie, dass Aksel irgendwie ihren Aufenthaltsort herausbekommen hat und sie macht ihn verantwortlich für den Anschlag auf Jan-Ole. Tatsächlich entwickelt sich die Geschichte in diese Richtung und Merete erhält eine Nachricht von „unbekannt“ nebst Foto von Julia, worin steht: „Töte ihn, dann darf sie leben“…..
Wie es weitergeht, werde ich nicht verraten. Ich habe in Null-Komma-Nichts dieses spannende Buch gelesen. Die Lösung des ganzen Geschehens habe zwar ich irgendwie geahnt, aber nichtsdestotrotz hat mich dieses  gut lesbare/abgefasste Buch gut unterhalten.  Besonders durch die Twists in der Handlung und die unterschiedlichen Erzählstränge/Sichtweisen habe ich immer wieder meinen Verdacht überdenken müssen, was mir gut gefallen hat!
Fazit: Page-Turner, der gut und spannend unterhält und eine  lesenswerte fesselnde Fortsetzung des Vorgängerbuches ist!

 

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Der junge Inspektor Morse – Staffel 3

Edel:Motion VÖ 23.03.18
Nachdem die zweite Staffel für den jungen Inspektor Morse mit seiner Suspendierung endetet, hat sich an diesem Zustand auch am Anfang der dritten Staffel nichts geändert. Morse taucht ab und verbringt seine freie Zeit in einem etwas abgelegenen Ferienhaus, das der Familie eines ehemaligen Studienkollegen gehört. Neben Holzhacken verbringt er reichlich Zeit mit seinen ehemaligen Studienkollegen, die alle höheren Kreisen angehören und wo man versucht während ausschweifender Parties Morse mit einer Tennisspielerin zu verkuppeln….

Morse väterlicher Kollege Thursday ist nach seiner schweren Schussverletzung zwar wieder im Dienst, aber noch nicht richtig auf dem Posten. Als dann die Leiche einer jungen Frau in einem Wald gefunden wird, die mehrfach von einem Wagen überrollt wurde, nimmt Thursday die Ermittlungen auf, die er allerdings ohne seine „rechte Hand“ Morse nicht richtig durchschauen kann. Er macht sich auf die Suche nach Morse, spürt ihn auf und will ihn zur Rückkehr in den Dienst bewegen, doch er stößt auf Ablehnung und muss unverrichteter Dinge erst einmal ohne ihn auf Tätersuche gehen….

Im Verlauf der Staffel ändert sich das dann aber und Morse ist wieder mit dabei. Im Revier hat sich personell einiges geändert, denn PC Jim Strange ist vom Streifendienst aufgestiegen und ermittelt jetzt mit im Team. Seinen Job hat die junge Shirley Trewlove übernommen, sie hat eine gute Spürnase und ist dem Team oftmals sehr hilfreich.
Die weiteren Fälle dieser Staffel haben es wieder in sich und neben heimtückischen Mord, geht es diesmal um vergiftete Lebensmittel und Erpressung. In der dritten Episode wird des „tierisch“, denn es verschwinden Menschen und es werden nur Körperteile mit Bissspuren gefunden….
In der hoffentlich nur vorerst letzten Episode geraten Morse und Thursday aneinander, da Thursday auf Teufel komm raus und mit allen Mitteln eine seit langen agierende Gangerbande, deren oberster Boss gerade das Zeitliche gesegnet hat, dingfest machen will. Allerdings sind die groben Methoden, die er dabei anwenden will, so ganz gegen Morse Auffassung von polizeilicher Ermittlungsarbeit. Außerdem ist der Gesundheitszustand von Thursday besorgniserregend, denn seine Hustenanfälle werden immer schlimmer…..
Wieder einmal werden die Zuschauer auf die Folter gespannt, ob es weitere Folgen der beliebten britischen Serie gibt, zumal auch noch am Ende eine wichtige Figur, die Morse ans Herz gewachsen ist, aus seinem Leben verschwindet…..
Fazit: Die hohe Qualität der Serie „Der junge Inspektor Morse“ hält auch in der dritten Staffel an, die Fälle sind durchweg spannend und vielschichtig und nicht auf den ersten Blick zu durchschauen, da braucht es schon den scharfen Verstand des jungen Inspektors, der mittlerweile nicht mehr aus den Reihen der besonderen/sehenswerten Ermittler wegzudenken ist und man nur hoffen kann, dass die Serie weiter gedreht wird!
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Boy missing

Dieser Film führt den Zuschauer nach Spanien.
Gleich zu Beginn sieht man einen kleinen Jungen auf einem Waldweg herumirren. Seine Kleidung ist in Unordnung und sein Gesicht und das weiße Hemd sind blutverschmiert.
Er wird ins Krankenhaus gebracht, wo man versucht mit ihm zu kommunizieren, doch er spricht nicht…
Die eingeschaltete Polizei ermittelt die Mutter des Jungen. Es handelt sich um die alleinerziehende, erfolgreiche, aber auch mit allen Wassern gewaschene Anwältin Patricia de Lucas. Diese berichtet der Polizei, dass Viktor taubstumm ist, zwar sprechen kann, aber nur mit Hilfe eines Hörgeräts etwas von seiner Umwelt mitbekommt. Und genau dieses wichtige Teil fehlt und es muss erst Ersatz beschafft werden.

Dann berichtet Viktor im Beisein seiner Mutter, dass er vor der Schule von einem Mann, der wie einer der Schulgärtner angezogen war, „eingefangen“ und in einen Kofferraum gesperrt wurde. In einem Haus im Wald sei er wieder zu sich gekommen und ihm sei durch ein Fenster die Flucht gelungen und dann sei er herummgeirrt, wo man ihn dann gefunden hat. Viktors Angaben bei der Phantombilderstellung führen schnell zu einem Vorbestraften, der allerdings die Entführung leugnet. Da man ihn nichts nachweisen kann, setzt die Polizei ihn wieder auf freien Fuss….
Viktor ist seit dem Vorfall traumatisiert, ängstlich und er will auf keinen Fall wieder zur Schule, da er Angst hat, dass der Mann erneut zuschlägt…
Patricia de Lucas zieht im Verborgenen einige Fäden, damit der Entführer keinen Schaden mehr anrichten kann. Doch damit setzt sie eine Maschinerie in Gang, die fatale Folgen hat, denn bald stellt sich heraus, dass Viktors Angaben nicht ganz mit der Realität übereinstimmen…..
Boy Missing “ punktet durch gute Darsteller, besonders die Rolle des Viktor ist passend besetzt. Der Film überrascht mit einigen unvorhersehbaren Wendungen. Besonders Viktors Mutter ist eine toughe Frau, die keine Scheu hat sich mit der Unterwelt anzulegen und sie verlässt sich nicht auf die ermittelnden Beamten, sondern nimmt den Schutz ihre Sohnes selbst in die Hand….
Zu keiner Zeit ist der Handlungsverlauf vorhersehbar, es herrscht eine angespannte Ungewissheit vor, die immer wieder durch neue Wendungen überrascht, was ganz besonders auch für das Ende gilt. Ich habe mich hier gut unterhalten gefühlt und besonders durch die unvorhersehbaren Wendungen in der Handlung war die Spannung von Anfang bis Ende gegeben, was ein großer Pluspunkt ist.
Als Bonus enthält die Blu-ray ein Making of, Interviews mit Cast und Crews und Trailer.

Fazit: Sehenswerter, gelungener spanischer Thriller, der durch unvorhersehbare Wendungen in der Handlung Spannung von Anfang bis Ende garantiert.

 

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Jens Henrik Jensen: Oxen – Der dunkle Mann

der audio-verlag

Nachdem ich bereits im September letzten Jahres ganz begeistert von der Hörbuchlesung „Oxen – Das erste Opfer“ durch Dietmar Wunder gewesen bin, gibt es jetzt den zweiten Teil der Trilogie mit dem Titel „Oxen – Der dunkle Mann“, die Jens Henrik Jensen zu Papier gebracht hat. Die ungekürzte Lesung hat wiederum Dietmar Wunder übernommen, was immer ein gute Wahl ist!
Am Ende des ersten Teils trennten sich ja die Wege des hochdekorierten, aber psychisch angeschlagenen ehemaligen Elitesoldaten Niels Oxen und Margarethe Franck, der toughen Mitarbeiterin des dänischen Geheimdienstes,  ganz abrupt, da Oxen spontan in die Anonymität abgetaucht ist, obwohl Margarethe so etwas wie einen „gewissen Draht“ zu ihm aufbauen konnte, denn vertrauen tut Oxen eigentlich niemanden mehr…..
Zu Anfang des zweiten Teils erfährt der Zuhörer, dass Niels bei dem alten „Fisch“ untergekommen ist, wo er in einem heruntergekommenen Haus wohnt und unter falscher Identität für den alten gebrechlichen Fischzüchter arbeitet und sich vorerst in Sicherheit wiegt….
Doch diese Sicherheit trügt, Museumsdirektor Bulbjerg, dem Oxen vor einiger Zeit brisante Unterlagen über den geheimnisumwitterten und aus dem Verborgenen agierenden Geheimbund Danehof, hatte zukommen lassen, wurde ermordet….
Wie auch im ersten Teil dauert es nicht lange und man fahndet nach Niels Oxen, denn der übermächtige Feind hat geschickt wieder alle Hebel in Bewegung gesetzt um ihm den  Mord an Bulbjerg  in die Schuhe zu schieben…
Auch der Geheimdienstchef Axel Mossmann will Oxen unbedingt sprechen und hofft mit Margarethe Franck einen Ass im Ärmel zu haben. Doch ob Margarethe tatsächlich Kontakt zu Oxen aufbauen kann, bleibt hier natürlich wieder unerzählt, dafür ist der zweite Teil viel zu spannend um noch mehr vom Inhalt zu verraten…
Über 15 Stunden gibt es hier anhaltende Spannung, die durch den hervorragenden Lesestil Dietmar Wunders zu einem Hörerlebnis der besonderen Art wird. Die Charaktere werden stimmlich unterschiedlich „dargestellt“, so dass man sie sich bildlich vorstellen kann und schnell ins Geschehn abtauchen kann.
Besonders interessant/spannend finde ich auch das Zusammenspiel zwischen Niels Oxen und Margarthe Franck, das sich weiterentwickelt hat und man auf den dritten Teil gespannt sein darf, inwieweit sich die beiden noch annähern.
Fazit: Hatte Jens Henrik Jensen den ersten Teil schon sehr fesselnd geschrieben, gibt es hier noch einen Extra-Spannungspunkt dazu. Dietmar Wunder setzt dem Ganzen mit seinem exzellenten Vortrag dann noch die Krone auf, so dass die Hörbuchfassung besonders hörens- und empfehlenswert gelungen ist!

 

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Sven Koch: Kalte Sonne

Droemer Knaur

Diesmal schickt der Autor nicht Femke Folkmer und Tjark Wolf , das Ermittler-Duo , das zuletzt im „Dünenfluch“ an der deutschen Nordseeküste einen spannenden Fall gelöst hat, ins Rennen, sondern siedelt seinen Thriller „Kalte Sonne“ diesmal in Dänemark an, genauer gesagt auf Jütland, wo man im Herbst ein Naturschauspiel mit riesigen Vogelschwärmen beobachten kann, was eine düstere Stimmung erzeugt, denn diese vielen Tiere verdunkeln den Himmel….
Die Hauptakteurin heißt Maja und sie lebt seit dem Selbstmord ihres Mannes Erik mit ihrer kleinen Tochter Emma allein in einem Strandhaus. Obwohl schon einige Jahre vergangen sind, hat sich Maja mit dem plötzlichen Tod ihres Mannes immer noch nicht abgefunden. Sie ist psychisch immer noch traumatisiert und hat Schwierigkeiten mit diesem Verlust umzugehen, so dass sie dann und wann in „Tagträume“ abdriftet, nur ihre kleine Tochter Emma lässt sie an der Realität festhalten, so dass sie mittlerweile etwas positiver in die Zukunft blickt…
Doch dann passiert etwas, was Maja an ihrem Verstand zweifeln lässt, denn während eines Fernsehbeitrags läuft im Hintergrund ein Mann durch das Bild. Maja ist sich nach kurzer Zeit sicher, dass es sich um ihren verstorbenen Ehemann Erik handelt! Doch wie kann das sein?
Ich kann sagen, dass ich bisher alle Bücher von Sven Koch gelesen und genossen habe. Doch „Kalte Sonne“ konnte mich nicht recht begeistern, da die Geschichte viel zu langsam in Gang kommt, die Situationen/Szenen zu ausführlich geschildert werden, so dass mir hier die Spannung verloren gegangen ist.
Der gesamte Handlungsverlauf/Schreibstil nebst eingewobenen „brisanten Ereignissen“, deren Schilderung anfangs eher verwirrten, obwohl im Verlauf der Bezug dann deutlich wurde, ist so ganz anders, als ich es sonst von Sven Koch eigentlich gewohnt bin. Als dann die Hauptakteurin plötzlich aus ihrer „Schockstarre“ erwacht und dann selbst „ermittelt, hat mich der Ablauf/Ausgang des Buches letztendlich nicht überrascht, was echt schade ist, denn von diesem Autor bin ich andere und ganz besonders fesselnd geschriebene Bücher gewohnt.
Fazit: Schade, dieser ungewohnte, nicht besonders fesselnde Erzählstil des Autors konnte mich diesmal nicht begeistern

 

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