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Shakespeare  &  Hathaway – Staffel 1

Polyband VÖ 06.05.19

Ein neues britisches Ermittler-Duo mit Namen „Shakespeare & Hathaway“ bildet, anfangs eher unfreiwillig, dann im Verlauf als gemeinsame Inhaber einer Privatdetektei, ein Team, das in Stratford-upon- Avon beheimatet ist.
In den zehn Folgen der ersten Staffel treffen Luella Shakepeare, die kurz vor der Vermählung steht, aber Zweifel an der Treue ihres zukünftigen Ehemannes Clive hegt und Frank Hathaway als Privatdetektiv und ehemaliger DI aufeinander. Luella beauftragt Frank ihrem Verdacht nachzugehen, der sich auf den ersten Blick nicht erhärten lässt. Doch dann wird Clive ermordet aufgefunden und Lu(ella) rückt in den Fokus der ermittelnden Beamten, so dass sie zusammen mit Frank versucht ihre Unschuld zu beweisen…
Wie bereits oben erwähnt bilden dann Lu und Frank ein etwas ungleiches Privatdetektiv-Duo, das von dem jungen sympathischen Sebastian Brudenell als Mitarbeiter im Büro und einer Art „Junge für alles“  bzw. für Undercover-Einsätze komplettiert wird.
Die Auftraggeber der Detektei kommen mit ganz unterschiedlichen Anliegen zu ihnen wie z.B. die Betreiber des Altenheim Shady Nook, die einen Sabotage-Akt vermuten, denn es werden von den Bewohnern unerklärliche Geräusche gehört und auch sonst passieren merkwürdige Dinge bis hin zu einem fragenaufwerfenden Todesfall, der Mord vermuten lässt. Sebastian wird als Pfleger vor Ort eingesetzt…
Während einer Zaubershow wird eine Zuschauerin um Mithilfe bei einem Trick auf die Bühne geholt. Leider misslingt der Trick und die Frau kommt dabei ums Leben..
Ein junger Mann bittet das Duo um Hilfe, da er Vorahnungen und Alpträume hat und er davon überzeugt ist, dass während des kommenden Wochenendseminars, an dem er mitarbeitet, etwas Schlimmes passiert….
Aber auch in der besseren Gesellschaft ermitteln die beiden Detektive, wo Mia, die Tochter der Hausherrin mit samt eines besonderen Schmuckstücks verschwunden ist. Lu und Frank haben nicht viel Zeit um die Aufgabe zu lösen, denn am Abend ist eine wichtige Benefizveranstaltung, da muss der Fall gelöst sein, doch dann taucht ein blutverschmiertes Kleidungsstück von Mia auf..
Durch die charmanten Einsätze von Sebastian und den „humorvollen Kabbeleien“ zwischen den beiden ungleichen Privatermittlern ist die Serie unterhaltsam, wobei die Kriminalfälle dann aber eher von der seichten Natur sind.
Fazit: Unterhaltsame britische Serie um ein ungleiches Ermittler-Duo, das eher seichte Kriminalfälle löst
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Die größten Flüsse der Erde

polyband VÖ 05.04.19

In der dreiteiligen BBC-Earth-DokumentationDie größten Flüsse der Erde“ werden der Amazonas, der Nil und der Mississippi in „Szene gesetzt“.
Die filmische Reise beginnt mit dem neun Länder Südamerikas bewässernden Amazonas, an dessen Ufern sich der größte Regenwald der Erde entlang zieht. Dieser riesige Fluss wird von 1100 Nebenflüssen gespeist. Ein Tropfen Schmelzwasser aus der Bergwelt der Anden, der talwärts tropft, wird im Verlauf dann zu einem Rinnsal, das sich immer weiter vergrößert und Stromschnellen oder imposante Wasserfälle entstehen lässt, bis er dann nach Tausenden von Kilometern ins Meer mündet.

Während aus dem Wassertropfen, dann ein großer gewaltiger Fluss geworden ist, nimmt die Kamera den Zuschauer mit und erkundet die Landschaft teils aus der Vogelperspektive, an Land die Tier- und Pflanzenwelt oder taucht unter die Wasseroberfläche ab. Im Wasser tummeln sich dann Riesenotter, Buntbarsche oder farbenfrohe Aras schmücken das Bild . Man sieht  unberührte Naturareale und blickt in die Welt der Flussdelphine, die auch Botos genannt werden.
Der Nil wird von zwei Quellflüssen, dem blauen und dem weißen Nil gespeist. Die Reportage beginnt in den Mondbergen Ugandas, wo rechts und links der Ufer des Nils die Landschaft vorbeizieht, die dann auf einen imposanten Wasserfall trifft, der auch Murchison Falls genannt wird und dessen Geräuschkulisse kilometerweit hörbar ist…

Ein  Schuhschnabel wandert durchs Bild oder Flusspferde tauchen auf. Der einstige große Landsitz von Diktator Idi Amin ist mittlerweile zum Teil verfallen und von Pflanzen überwuchert. Die Tier- und Pflanzenwelt hat dort neuen Lebensraum und Unterschlupf gefunden.
Der Mississippi und auch der gleichnamige Bundesstaat der USA weisen auf die Südstaaten des Kontinents hin. Die sehenswerte abwechslungsreiche Landschaft rings um den Mississippi haben viele Schriftsteller und Musiker zu ihren Werken inspiriert, die oftmals dann Herz und Seele berühren..

Der Mississippi schlängelt sich durch viele Landschaftsformationen und speist wie z.B in Luisiana die berühmten Sümpfe oder durchzieht die Rocky Mountains, was man hier aus der Vogelperspektiver sehen kann:

Ich genieße solche beeindruckenden Dokumentationen, die mich an Orte führen, die ich selbst nie bereisen werde. Die Filmcrew hat hier tolle Arbeit geleistet. Die Einblicke in die drei sehr unterschiedlichen, aber jeder für sich eindrucksvollen Flusslandschaften sind wunderbar gelungen. Farbenprächtige Vögel, versteckt lebende Tiere und Überlebenskünstler aus dem Reich der Pflanzenwelt erscheinen auf dem Bildschirm. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus, denn die Kamera hat auch Aufnahmen unberührter, kaum bekannter oder gerade entdeckter „Naturwunder“ eingefangen.
Was man hier über die drei Flüsse erfährt, sieht und entdeckt ist lehrreich und besonders die Pflanzen und Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu endecken, hat was für sich und lässt den Betrachter immer wieder über die Schönheit der Erde staunen!
Fazit: Sehenswerte, lehrreiche/informative und in wunderschönen Bildern eingefangene Dokumentation über die größten Flüsse dieser Erde! So macht Erdkunde-Unterricht richtig Spaß!

 

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Phoebe Locke: Rachemädchen

Fischer/SCHERZ

Rachemädchen“ ist das Erstlingswerk der Autorin, die durch einen Zeitungsartikel über einen wahren Kriminalfall zu diesem Psychothriller inspiriert wurde.
In verschiedenen Zeitebenen wird der Buchinhalt erzählt:
1990: Der Leser und auch vier junge Mädchen, zu denen auf Sadie gehört, erfahren etwas über den Mythos des „Großen Mannes“. Auf Sadies Frage an ihre Freundinnen, wer das denn sei, bekommt sie Folgendes erzählt: Der Große Mann lebt im Wald, er sieht alles. Er ist ein Mörder, er kommt in der Nacht und holt dich….
Aber der Große Mann kann auch jemanden zu etwas Besonderen machen, wenn man ihn darum bittet…
Dass so eine Geschichte furchteinflößend für junge Mädchen ist, daran besteht ja wohl kein Zweifel und der Untertitel auf dem Cover „Eine ist verschwunden, eine ist angeklagt, wer ist das Opfer?“ lässt nichts Gutes ahnen…
Im Verlauf der folgenden Jahre lernt Sadie Miles kennen, 2000 haben die beiden eine kleine Tochter mit Namen Amber, kurz nach der Geburt der Kleinen verschwindet Sadie spurlos….
2016 passiert dann etwas ganz Gravierendes und Amber muss sich vor Gericht verantworten…
2018 will ein Filmteam die Hintergründe aufdecken, warum Amber wegen Mordes angeklagt, aber freigesprochen wurde…
Lange Zeit bleibt der Leser im Ungewissen, was der Mythos um den Großen Mann mit Sadie, Miles und Amber zu tun hat. Auch was sich hinter dem Verschwinden von Sadie verbirgt, darüber kann man auch zuerst nur spekulieren, was letztendlich für eine Auflösung die Autorin hier parat hat, war in keiner Weise vorhersehbar, so dass es dafür schon mal einen Pluspunkt gibt.
Eine unheimliche Stimmung durchzieht das ganze Buch, allerdings kamen ein paar „Mitwirkende“ darin vor, die mir psychisch nicht „ganz in der Spur“ zu sein schienen, so dass man nie genau sagen konnte, es ist real oder doch eine „optische/akustische Sinnestäuschung“ die gerade passiert…
Bis auf ein paar kleine „Wackler“ in der Handlung hat mir das Buch gut gefallen, man liest sich ohne Mühe durch die Zeitebenen und kann auch die mitwirkenden Personen darin gut einordnen/wiedererkennen, so dass ich hier vier von fünf möglichen Punkten geben möchte.
Fazit:  In etwas ungewohnter Erzählweise abgefasster spannender Psychothriller, der besonders mit einem unvorhersehbaren Ende punktet!

 

 

 

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