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The Bank Hacker

Polyband VÖ 28.05.21

Diese in Belgien produzierte und handlungsmäßig auch dort angelegte Serie, führt in die Welt der Cyberkriminalität.
Zu Beginn flackern „Breaking News“-Berichte aus aller Welt über den Bildschirm, wo es um einen spektakulären Banküberfall geht, den eine mehrköpfige Gruppe verübt habt, deren Mitglieder alle bereits aus den unterschiedlichsten Gründen den Polizeibehörden bekannt sind, nur einer soll daraus hervorstechen, ein 21 Jahre alter Belgier, dieser sei ein „unbeschriebenes Blatt“ in Sachen Vorstrafen…
Und genau dieser junge Mann meldet sich einen Tag nach dem Überfall bei der Staatsanwältin Erica DeBoek um ihr seine Mittäterschaft anzuzeigen und ihr seine Gründe für seine Tat zu erörtern:
Mein Name ist Jeremy Peeters, ich bin 21 Jahre alt und die Sache hat ungefähr vor drei Jahren begonnen…
Er erzählt, wie er von der schönen Ada auf sein exzellentes Computerwissen angesprochen wird und sie ihn im Verlauf „manipuliert“. Sie bringt ihn in Kontakt mit einer Gruppe von Männern, dessen Kopf ihr Vater Alidor Van Praet ist. Dieser versucht Jeremy „anzuwerben“ um im großen Stil an Geld heranzukommen…
Nach dem Tod des Vaters steckt Familie Peeters in großen finanziellen Schwierigkeiten, die Jeremys Mutter Anouk versucht in den Griff zu bekommen, weswegen sie sich an den besten Freund ihres Mannes wendet, der bei einer Bank arbeitet und der im Vorfeld ihren Mann zu einer riskanten Geldanlage geraten hatte, die fehlschlug. Doch der will/kann ihr nicht helfen….
Tatsächlich wird Jeremy dann Mitglied dieser „Gang“, aber um das Geld geht es ihm eigentlich nicht, er sieht „seine Arbeit“ eher als ein Mittel zum Zweck, um sich an den Machenschaften der Bank zu rächen, die seiner Ansicht nach den Tod seines Vaters mitzuverantworten hat… 
Doch so ganz freiwillig ist seine „Arbeit“ für die Gang nicht, denn je weiter er sich in die Machenschaften Alidors verwickeln lässt, um so lieber möchte er aus diesem Dunstkreis entfliehen, was er dann auch versucht, allerdings bedroht Alidor dann das Leben von Jeremys Familie, so dass der dann tatsächlich seine „Hackerfähigkeiten“ einsetzt….
Wie genau alles von statten geht und warum aus Jeremy dann doch noch ein weltweit Gesuchter wird, sollte sich jeder selbst anschauen, denn diese Serie ist gelungen und sehenswert!
Die Serie ist mit tollen Darstellern besetzt. Tijmen Govaerts, der den Part von Jeremy übernommen hat, schafft es – nicht nur die Staatsanwältin – von seiner Naivität zu überzeugen, auch als Zuschauer glaubt man ihm und dass er durch die prekären finanziellen Schwierigkeiten der Familie, zu schlechten Entscheidungen getrieben und deswegen unüberlegte Dinge getan hat….
Einmal angefangen, konnte ich mich von „The Bank Hacker“ nicht „lösen“ und so habe ich die acht Folgen in einem Rutsch angeschaut! Die Gesamthandlung ist spannend, besonders durch den Part von Alidor auch angsteinflößend, denn der kann sein wahres Gesicht gut verbergen. Durch die unvorhersehbaren Wendungen, aber auch durch den „Cliffhanger“ hoffe ich, dass die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist und es eine Fortsetzung gibt!
Fazit: „Erfrischender“, spannungsgeladener und wendungsreicher Blick in die (kriminelle) Cyberwelt, der gern in eine weitere Staffel münden darf!
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Mons Kallentoft: Verschollen in Palma

Tropen Verlag

Ich habe bisher nur ein sehr spannendes Buch von Mons Kallentoft mit dem Titel „Der Schrei des Engels“ gelesen, das in Schweden angesiedelt war.
Nun bin ich auf seinen im letzten Jahr erschienen Krimi „Verschollen in Palma“ aufmerksam geworden, wo die Handlung auf der beliebten Urlaubsinsel Mallorca spielt.
Dahin hat es den Schweden Tim Blanck getrieben, der sein früheres Leben als Polizist und Versicherungsdetektiv hinter sich gelassen hat und nun schon seit drei Jahren auf der verzweifelten Suche nach seiner Tochter Emme ist, die während eines Urlaubs auf der Insel spurlos verschwand. Sie war damals 16 Jahre alt und ihr größter Wunsch war es, gemeinsam mit ihren beiden Freundinnen dort eine schöne Zeit zu verbringen…
Während der letzten drei Jahre ist Tims Leben total aus den Fugen geraten, er kann und will nicht aufhören nach seiner Tochter zu suchen, weswegen er seine „Zelte“ in Schweden ganz abbrach, zumal auch seine Ehe durch das Verschwinden von Emme so sehr gelitten hatte, dass Rebecka und er mittlerweile geschieden sind. Nun lebt er in einer kleinen Wohnung auf der Insel und hält sich als Privatermittler mehr recht als schlecht über Wasser, damit er weiter nach seiner Tochter suchen kann. Die spanische Polizei hat sie nicht finden können, obwohl ihm immer wieder versichert wird, man suche weiter nach ihr. Doch Tim glaubt nicht mehr daran, weswegen er tagein, tagaus überall nach Emme Ausschau hält, Bilder von ihr verteilt und an den gängigen Örtlichkeiten immer mal wieder nachfragt und weitersucht, doch niemand hat sie gesehen…
Dann bekommt er von einem reichen Deutschen den Auftrag dessen treulose Ehefrau zu beschatten…
Durch diesen Auftrag gerät er in gefährliche Kreise, wo dunkle Machenschaften, Drogen, dubiose Geschäfte und zwielichtige Gestalten die Handlung bestimmen. Doch dann erfährt Tim gerade in diesem Dunstkreis etwas, dass seine Hoffnung Emme doch noch zu finden, wieder aufkeimen lässt….
Nachdem ich mich an den etwas ungewöhnlichen Erzählstil dieses Buches gewöhnt hatte, konnte ich gut der Handlung folgen. Von Beginn an schwebt eine düstere, nicht Gutes vermutende, unheilverkündende Atmosphäre über der ganzen Szenerie. In welcher Alptraumwelt Tim hier gefangen ist, kann man spüren und nachempfinden.
Allerdings fand ich die komplexe, aus unterschiedlichen Zeitebenen erzählte und aus verschiedenen Sichtweisen sich zusammenfügende Handlung an manchen Stellen etwas „unrund“ und möchte außerdem anmerken, dass ich im Verlauf dann geahnt habe (und richtig lag) in welche Richtung das Geschehen hier führt. Was aber den Unterhaltungwert nicht schmälert, denn Spannung ist durchgängig vorhanden. Nur das Ende ist dann etwas irritierend, da aber gerade eine Fortsetzung erscheint, bin ich gespannt, wie es weitergeht….
Fazit: Mal etwas anderer, aber durchaus spannender Erzählstil, der in eine unheilverkündende Szenerie eintauchen lässt, ungewöhnlich endet, aber auf eine Fortsetzung hoffen lässt!

 

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Jens Henrik Jensen: SØG – Dunkel liegt die See

DAV

Nachdem ich die „OXEN-Reihe“ in der Hörbuchversion, vorgetragen von Dietmar Wunder, genossen habe, war ich gespannt, was mich bei „SØG– Dunkel liegt die See“ – übrigens dem Anfang einer Trilogie – erwartet.
Nun, zuerst einmal Britta Steffenhagen als Vorleserin, was schon mal ein großer Pluspunkt ist, denn ich kenne bereits ihre Stimme und ihre Ausdruckskraft beim Vorlesen aus einigen anderen Hörbüchern!
Die ungekürzte Lesung kommt auf über 15 Stunden und die haben es in sich:
Die Ermittlerin Nina Portland bekommt hier ihren ersten Auftritt. Sie lebt in Esbjerg in Dänemark und ist alleinerziehende Mutter eines Sohnes.
Während sie sich dienstlich in Estland aufhält, wird sie durch ein Foto eines Mannes an ihren ersten Arbeitstag als Kriminalassistentin im Jahr 1993 erinnert, wo am sie wegen eines Vorfalls ins Hafengebiet beordert hatte, ohne dass sie vorher ahnen konnte, in was für einen spektakulären Kriminalfall sie Einblick bekommen sollte:
Man hatte den russischen Seemann Vitali Romaniuk aus der Nordsee gefischt. Er erzählt davon, dass er zwei seiner Kameraden auf dem immer noch in der Nordsee treibenden Schiff in Notwehr getötet habe, die wiederum im Vorfeld die gesamte Besatzung durch Axthiebe getötet hätten. Obwohl man den Seemann sofort verhaftete und ihm nach sehr umfangreichen Ermittlungen auf dem Schiff –  wo man keine Leichen fand, nur die Spuren eines blutigen Massakers  – dann den Prozess machte, konnte man seine Version des Vorgangs an Bord nicht widerlegen und er verließ als freier Mann den Gerichtssaal….
… und nun meint Kommissarin Nina Portland besagten Vitali Romaniuk auf einem Bild der estnischen Polizei wiederzuerkennen…
Schon 1993 hatte Nina das Gefühl, dass das wirkliche Geschehen auf dem Schiff nicht ans Tageslicht gekommen ist, weswegen sie noch in Estland anfängt nach Vitali und nach der Wahrheit, was damals geschehen ist, zu suchen…
Was sich dann für eine weitreichende, über mehrere Länder erstreckende Handlung hier entwickelt, ist sehr wendungsreich, spannungsgeladen und unvorhersehbar.
Die Geschichte um das „Axtschiff“ hat einen realen Hintergrund, den Jens Henrik Jensen hier als Inspiration aufgegriffen hat. Obwohl es ihm wieder gelungen ist eine komplexe Geschichte zu erzählen, kann ich mit der Figur Nina Portland (noch) nicht so ganz „warm werden“ bzw. ihr(e) Verhalten/Motivation diesen „Fall“ zu lösen, stellenweise nicht ganz nachvollziehen. An die OXEN-Reihe reicht zumindest meiner Ansicht nach der erste Teil dieser Trilogie nicht heran (mal sehen wie es weitergeht), weswegen ich hier nur vier von fünf möglichen Punkten vergebe.
Fazit: Durch die wunderbare, einfühlsame und wandelbare Stimme Britta Steffenhagens wird die Szenerie lebendig und es dauert nicht lange und man ist mitten drin im Geschehen, das spannungsgeladen, wendungsreich und unvorhersehbar ist!
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Traces – Gefährliche Spuren – Staffel 1

Polyband VÖ 30.04.21

Auf geht es nach Schottland in die Küstenstadt Dundee, wo die Handlung angesiedelt ist. Die Vorlage für diese Serie stammt von der bekannten Schriftstellerin Val McDermid und es ist das neue Machwerk der Produzenten von „Happy Valley“, einer spannenden Krimi-Reihe, an die ich mich noch gut erinnere.
Im Mittelpunkt des Geschehens von „Traces – Gefährliche Spuren – Staffel 1“steht die junge Laborantin Emma Hedges, die zurück in ihre Heimat Dundee kommt und ihren neuen Job am SIFA Institut (Schottisches Institut für Forensik und Anatomie) antritt. Zu ihrer Ausbildung gehören Online-Kurse, wo fiktive Fälle bearbeitet werden. Obwohl Emma noch zu klein war um sich an genaue Details zu erinnern, ist sie sich sicher, dass der aktuelle Fall, den Mord an ihrer Mutter Marie Monroe, die vor 20 Jahren verschwand und später ermordet aufgefunden wurde, behandelt.
Da ihre Ausbilderinnen ihr versichern, dass dies nicht möglich sein kann, da es sich definitiv nicht um reale Fälle handelt, gibt sich Emma anfangs damit zufrieden…
Im Verlauf trifft Emma ihre Freundin Skye wieder. Ihre Mütter waren einst beste Freundinnen. Mittlerweile liegt Skyes Mutter schwerkrank im Krankenhaus.  Bei einem Besuch dort, erfährt Emma schockierende Details über den Mord an ihrer Mutter…
Nachdem Emma sich mit diesen Infos an die Polizei gewandt hat und der Mordfall offiziell noch immer als ungelöst gilt, wird er neu aufgerollt…..
Interessant und gut „dosiert“ fand ich den Einblick in die „Welt der Forensik“.
Die Rollen sind passend und mit bekannten Gesichtern/Darstellern besetzt. Mir war Martin Compston noch gut aus der hervorragenden Krimi-Reihe „Line of Duty“ erinnerlich, der hier mal nicht als Ermittler eingesetzt ist, sondern eher auf der anderen Seite steht, was aber trotzdem gut passt.
Die Handlung an sich fand ich stellenweise „unrund“, den hier vorkommenden laxen Umgang mit Drogen eher fraglich und auch Emmas Verhalten konnte ich teilweise nicht ganz nachvollziehen.
Nichtsdestotrotz kann ich der Serie ein gewisses Spannungspotential nicht absprechen! Obwohl durch zahlreiche Wendungen im Plot, so manch Mitwirkend(e)r in den Fokus der Ermittler rückt, war mir recht schnell klar, wer hier „das Böse“ verkörpert.
Da es hier noch Verbesserungspotential gibt, würde ich mir eine Fortsetzung durchaus anschauen.
Fazit: Ich vergebe hier drei von fünf möglichen Punkten und bin mal gespannt, ob es noch eine Fortsetzung gibt.
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Kommissar Wallander – Staffel 4

Edel Motion VÖ 21.05.21

Dies ist die finale Staffel der Kommissar-Wallander-Reihe, wo genau wie in der 3. Staffel Kenneth Branagh den Part des schwedischen Ermittlers übernommen hat:
Die weiße Löwin:
Kommissar Wallander ist in Kapstadt/Südafrika um dort einen Vortrag zu halten. Inga Hedemann ist eine Schwedin, die mit ihrem Mann dort lebt. Seit ein paar Tagen wird sie vermisst. Kurt wird von den südafrikanischen Kollegen gebeten, sich mit dem Ehemann zu unterhalten, da dieser die Behörden unter Druck setzt und meint, die örtliche Polizei tue nicht genug um seine Frau zu finden. Kurt lässt sich nicht lange bitten und er führt ein Gespräch mit dem aufgebrachten Ehemann. Doch dabei bleibt es natürlich nicht, denn obwohl von der Obrigkeit nicht gern gesehen, dauert es nicht lange und Wallanders Spürsinn und Neugier sind nicht mehr zu zügeln und er „ermittelt“ im heißen Kapstadt, was nicht ganz ungefährlich für ihn wird…
Lektionen der Liebe:
Ein ortsansässiger Motorradclub treibt sein Unwesen und davon bleibt auch der Kommissar nicht verschont..
Als man eine erstochene Frau in einer Wasserlache findet, stellt sich sehr schnell heraus, dass durch eine Grundstücksvermietung die Tote mit dem Motorradclub aneinandergeraten ist und es immer wieder Streit gab, ist dieser eskaliert?
Parallel dazu bekommt Wallander Besuch von seiner Freundin Baiba Liepa, was ihn sehr freut. Allerdings kann er diesen Besuch nicht richtig genießen, denn er hat gerade bei einem Arztbesuch eine niederschmetternde Diagnose gestellt bekommen. Er muss erst einmal selbst mit dieser neuen Situation zurechtkommen, weswegen er gedanklich nicht ganz bei der Sache ist, als er ein Restaurant verlässt und ihm ein  folgenschweres „Mißgeschick“ passiert, weswegen er vom Dienst suspendiert wird…
Der Feind im Schatten:
Da Wallander noch vom Dienst suspendiert ist, kann er sich mehr um seine kleine Enkelin kümmern, was ihn große Freude bereitet. Während er immer noch die richtigen Worte sucht um seiner Tochter Linda von seiner Erkrankung zu erzählen, kommt diese spontan zu ihm nach Hause und bittet ihn, nach ihrem verschwundenen Schwiegervater Håkan zu suchen. Da Kurt ja gerade nicht viel zu tun hat, verspricht er Linda sich der Sache anzunehmen. Im Verlauf stochert er in der militärischen Vergangenheit Håkans, der einst U-Boot-Kommandeur gewesen ist, wo es einige Ungereimtheiten gibt.  Während Håkan verschwunden bleibt, gräbt Kurt immer tiefer und stößt dabei auf ein gut gehütetes Familiengeheimnis….
Mit Staffel 4 der Kommissar-Wallander-Reihe heißt es Abschied nehmen!
Noch einmal schlüpft Kenneth Branagh in diese Rolle und in drei 90minütigen Folgen zeigt er noch einmal seine wunderbare Schauspielkunst! Die besonders zum Tragen kommt, als er den von Symptomen einer schleichenden Krankheit angeschlagenen Kurt Wallander verkörpert, was ihm gut und glaubhaft gelungen ist. Einmal mehr kann ich nur hervorheben, was für eine gelungene, spannend umgesetzte Bücherverfilmung hier gezeigt wird, die dann auch noch darstellerisch exquisit besetzt ist.
Fazit: Einfach nur gelungenes, sehenswertes Serien-Highlight, das darstellerisch hervorragend  besetzt ist und das man nicht verpassen sollte!

 

 

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Viveca Sten: Das Grab in den Schären

GoyaLit

Fall Nr. 10 für Kommissar Thomas Andreasson!
Die Lesung des Hörbuchs hat diesmal die Schauspielerin Katja Danowski übernommen:
Kommissar Andreasson wird auf die Schäreninsel Telegrafholmen geschickt, wo gerade Bauarbeiten für ein großes Ferienhausprojekt stattfinden. Doch nun wurden erst einmal alle Arbeiten  gestoppt, denn man hat dort nach einer Sprengung auf der Baustelle menschliche Knochen im Erdreich entdeckt…..
Während die Knochen geborgen werden, laufen die polizeilichen Ermittlungen schon auf Hochtouren, denn die Liste der vermissten Personen ist lang, kann dann aber im Verlauf auf zwei Frauen und einen Mann reduziert werden…
Nora Linde, Kommissar Andreassons Freundin aus Kindheitstagen hat in dieser Geschichte  natürlich auch wieder ihren Auftritt.  Allerdings geht es ihr psychisch nicht sonderlich gut und sie ist bereits einige Zeit krankgeschrieben. Grund dafür sind die Ereignisse aus „Flucht in die Schären“, die ihr immer noch zu schaffen machen. Sie leidet sie unter wiederkehrenden Alpträumen und Angstzuständen. Um sich von ihren Ängsten abzulenken, ermittelt sie auf eigene Faust in Sachen „Knochenfund“, was allerdings gegen die Vorschriften ist und auch beim Kommissar nicht sonderlich gut ankommt…
War schon beim eben erwähnten letzten spannenden Buch der Reihe der Erzählstil der Autorin etwas anders als sonst, lässt Viveca Sten in „Das Grab in den Schären“ nun die „vermissten Personen“ zu Wort kommen und sie aus ihrer Sicht erzählen, was zu ihrem Verschwinden geführt hat, so dass aus verschiedenen Sichtweisen/Handlungssträngen sich langsam eine sehr spannende Gesamthandlung zusammenfügt, was mir gut gefallen hat.
Auch erst ganz am Schluss wird das Rätsel gelüftet, um wen es sich bei den sterblichen Überresten handelt, weswegen fesselnde Spannung von Anfang bis Ende gegeben ist und der Autorin ist erneut ein sehr spannender, unvorhersehbarer Krimi gelungen! Toll!
Nur etwas wehmütig bin ich, da man den bewährten Sprecher Stephan Schad „ausgetauscht“ hat, da ich mit seiner Stimme und seiner gekonnten Vortragsweise auch seit langem die Krimis von Vivica Sten verbinde. Aber das nur am Rande, denn nichtsdestotrotz bekommt dieser Kriminalfall von mir die volle Punktzahl und ich hoffe die Reihe wird fortgesetzt!
Fazit: Unvorhersehbar, spannend und fesselnd bis zum Schluss, weswegen man dieses Hörbuch nicht verpassen sollte!
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Ben Tomasson: Forsberg und das verschwundene Mädchen

Droemer Verlag

Dies ist Kommissar Frederik Forsbergs erster Auftritt, aber nicht das „Schreib-Debüt“ des Autors, denn Ben Tomasson hat bereits einige Krimis veröffentlicht, u.a. als Co-Autor der Sabine-Kaufmann-Reihe gemeinsam mit Daniel Holbe.
Die Geschichte „Forsberg und das verschwundene Mädchen“ spielt in Schweden in der Landschaftsidylle des Göteburger Schärengartens, genauer gesagt auf der kleinen Insel Kalvsund, wo die zwölfjährige Lisbet Larsson mit ihren Eltern lebt. Die Mittsommerfestivitäten sind in vollem Gange und überall herrscht vergnügtes Treiben, auch Familie Larsson ist darunter…
In der Skogome-Haftanstalt herrscht große Aufregung, denn Carl Kroon, ein verurteilter Sexualstraftäter ist von einem Freigang nicht mehr zurückgekehrt und nun auf der Flucht….
Frederik Forsberg wird mit der Suche nach ihm beauftragt. Er bekommt ein auf die Schnelle zusammengewürfeltes Team, dessen Mitglieder alle aus den unterschiedlichsten Gründen beruflich in Schieflage geraten sind, aber das interessiert Forsberg im Moment am wenigsten, da die Ergreifung Kroons im Vordergrund steht.
Rune Dahlberg lebt nach seiner Haftverbüßung wieder auf seiner Heimatinsel Kalvsund. Auch er wird als Sexualstraftäter in den Polizeiakten geführt und nicht nur dieser Umstand macht ihn für Kommissar Forsbergs Ermittlungen interessant, sondern das Hauptaugenmerk liegt auf dem zeitlichen Zusammenhang seiner Haftzeit in Skogome, wo er unter dem „Schutz“ von Carl Kroon seine Strafe verbüßte, weswegen die Vermutung naheliegt, dass Kroon nun seinerseits „Hilfe“ bei Rune Dahlberg einfordert und er nach Kalvsund geflüchtet ist….
Während die Ermittlungen im Fall Kroon auf Hochtouren laufen, verschwindet die kleine Lisbet spurlos. Als man dann noch im Haus von Dahlberg Spuren von Kroon findet und auf dem Grundstück ein Kleidungsstück von Lisbet, muss befürchtet werden, dass Kroon rückfällig geworden ist und Lisbet entführt hat….
Die Gesamthandlung ist vielschichtig. Durch den besonders fesselnden Erzählstil des Autors, fliegen die Seiten nur so dahin. Es liegt eine düstere Anspannung über der ganzen Szenerie. Während die fieberhafte Suche nach Kroon und Lisbeth die kleine Insel und das Team um Forsberg in Atem hält, werden die Familienmitglieder und der Freundes- und Bekanntenkreis durchleuchtet. Nicht nur die Ermittler haben alle ihr Päckchen zu tragen, sondern auch bei Familie Larsson liegt einiges im Argen, weswegen im Verlauf sogar Lisbets Vater in den Fokus der Ermittlungen rückt…
Ich habe diesen Krimi gern gelesen, der Autor spielt mit der Fantasie der Leser und man taucht in seelische Abgründe ein. Da eigentlich jeder im Verlauf hier etwas zu verbergen hat, tappt man bis zum Schluss im Dunkeln und erfährt erst nach einem nervenaufreibenden Showdown wer oder was hier „das Böse“ verkörpert! Genau das hat mir besonders sehr gut gefallen!  Die Szenierie wird bildhaft geschildert und die schöne Landschaftskulisse ist trügerisch und lässt viel Raum für Vermutungen, so dass alles in allem wendungsreich und unvorhersehbar bleibt, weswegen ich hier die volle Punktzahl für diesen rundum gelungenen sehr spannenden Krimi vergebe und hoffe, dass es bald eine Fortsetzung der Reihe gibt!
Fazit: So muss ein Krimi sein! Spannend, ungemein fesselnd, wendungsreich und unvorhersehbar! 

 

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