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Harlan Coben – No second chance – Keine zweite Chance

Polyband VÖ 29.03.19

Die sechsteilige Serie basiert auf dem Bestseller-Roman “Keine zweite Chance“ des amerikanischen Schrifstellers Harlan Coben, der übrigens auch eine kleine Rolle in dieser Verfilmung übernommen hat.
Das Buch habe ich nicht gelesen, so dass ich hier keine Vergleiche ziehen kann.
Die Handlung spielt in Frankreich und besonders Paris ist einer der Schauplätze.
Zu Beginn wird der Geburtstag der kleinen Tara gefeiert. Nachdem die Gäste gegangen sind, räumt ihre Mutter, Dr. Alice Lambert den Geschirspüler ein, während Tara in ihrem Laufstall sitzt und auf das Fläschchen wartet, das sie gleich bekommen soll.
Doch dazu kommt es nicht mehr, denn plötzlich fällt ein Schuss und als Zuschauer sieht man wie die lebensgefährlich verletzte Alice Lambert ins Krankenhaus gebracht wird….
Dr. Lambert erwacht nach einigen Tagen im Krankenhaus, in dem sie selbst als Ärztin arbeitet. Dort erfährt sie, dass auf sie geschossen, ihr Mann ermordet und die kleine Tara spurlos verschwunden ist….
Für das ganze Geschehen hat Alice Lambert keine schlüssige Erklärung.  Sie geht von einem Überfall mit Entführung ihrer kleinen Tochter aus, doch die zuständigen Ermittler der Polizei sind skeptisch, glauben eher Dr. Lambert ist selbst in den Vorfall verwickelt, denn am Tatort gibt es zu viele Ungereimtheiten und eine Lösegeldforderung ist auch nicht aufgetaucht.
Als Dr. Lambert aus dem Krankenhaus entlassen wird, hat sie nur einen Gedanken, sie will unbedingt ihre kleine Tochter finden und als dann tatsächlich eine hohe Lösegeldforderung eintrifft, schöpft sie Hoffnung, dass sie Tara bald wieder in den Armen halten kann……

Doch ob die kleine Tara überhaupt wieder auftaucht, bleibt hier unerzählt, denn diese Mini-Serie ist gut gelungen, ist spannend, unvorhersehbar und schauspielerisch gut besetzt. Als Zuschauer bangt man mit der Mutter, die hier auch emotional hin- und hergeworfen wird, denn von einem Hoffnungsschimmer ermutigt, nimmt sie viele Hürden, aber steht immer wieder vor dem „Nichts“ ….
Diese Verfilmung passt zu den Geschichten/Büchern des Autors, von denen ich mittlerweile einige gelesen habe. Harlan Coben ist ein meisterhafter Erzähler und durch die geschickten Twist in der Handlung kann man keinesfalls den Ausgang vorhersehen. Echt klasse!
Die sechsteilige Mini-Serie „Harlan Coben – No Second Chance – Keine zweite Chance“ ist schauspielerisch gut besetzt und zieht durch fesselnde Spannung den Zuschauer in seinen Bann.
Fazit: Volle Punktzahl für diese spannende, sehenswerte Buchverfilmung!

 

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Kommissar W.

Nach Belgien, genauer gesagt nach Flandern führt die dreiteilige Krimi-Serie „Kommissar W.
Von dem Hinweis auf dem Cover angelockt, dass diese Mini-Serie von den Produzenten der „Salamander„-Reihe ist, war ich gespannt was mich hier erwartet.
Auf dem Cover kann man das etwas eigenwillig aussehende Haus erkennen, das ganz einsam irgendwo zwischen Kornfeldern steht. Dort wohnt Maggie, die Schwester des pensionierten Kommissar Witse, dem Namengeber dieser Serie. Sie steht eines Tages unangemeldet vor seiner Tür. Offenbar haben sich die Geschwister sehr lange Zeit nicht gesehen und sie scheinen sich nicht sonderlich nahe zu stehen, denn Witse will sie eigentlich nicht reinlassen…
Doch als Maggie ihren Bruder dann um Hilfe anbettelt, weil ihre Tochter ermordet wurde, öffnet er die Tür. Maggie erzählt, dass die örtliche Polizei kaum etwas tut um den Fall aufzuklären und Witse soll doch mal sehen, ob er nicht mehr herausbekommt…
Das was Witse dann bei der Polizei erfährt ist sehr unschön, handelt es sich doch um einen Sexualdelikt und Maggies Tochter ist nicht das einzige Opfer….
Da er seiner Schwester versprochen hat, dass er den Mörder ihrer Tochter findet, recheriert er teils mit der zuständigen Polizei, aber auch auf eigene Faust….
Bis hierhin konnte ich der Handlung noch folgen, doch dann wird es schwierig:
Man muss wohl etwas Einblick in die Geschichte Flandern haben um diesen Krimi richtig zu verstehen, denn gleich zu Beginn der Folgen steht ein Junge mit anderen Kindern auf einem Friedhof und sprich ein Gedicht auf Englisch. Dieser Friedhof spielt dann noch eine besondere Rolle in der Serie. Ich hatte so meine Schwierigkeiten der Handlung zu folgen, sie wirkte irgendwie hölzern bzw. effekthaschend z.B. bei der Mördersuche im Internet. Wenn ich diese Mini-Serie mit der hochspannenden „Salamander“-Reihe vergleiche, kann ich nur sagen: Ein himmelweiter Unterschied, denn Kommissar W.’s eigenwillige Mördersuche konnte mich nicht überzeugen! Auch die Rückblenden in die Jugend des Kommissars waren eher verwirrend, als dass sie bei der Aufklärung der Mordserie hilfreich waren.
Fazit: Schade, sehr eigenwillige Mördersuche, die mich nicht fesseln konnte
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