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Jens Henrik Jensen: Oxen – Lupus

Der Audio-Verlag

Nachdem in “Oxen – Gefrorene Flammen“ der Danehof zerschlagen wurde, gibt es nun mit  „Oxen – Lupus“ Nachschub in Sachen Spannung. Wie auch zuvor hat Dietmar Wunder die Lesung hier übernommen, so dass man sich schon im Vorfeld auf ein ganz besonderes Hörerlebnis freuen konnte…
Der einstige hochdekorierte Elitesoldat Niels Oxen ist „arbeitslos“. Doch durch seine vielen Einsätze und traumatischen Erlebnisse während seiner aktiven Dienstzeit ist er psychisch angeschlagen und er hat immer noch mit seinen Dämonen zu kämpfen. Auf dem freien Arbeitsmarkt einen Job zu kriegen und sich psychisch zu erholen sind einige der neuen Herausforderungen, die auf ihn warten. Ganz besonders viel Zeit mit seinem Teenager-Sohn Magnus zu verbringen, gehört ebenfalls dazu,  denn durch die Scheidung müssen sich Vater und Sohn erst einmal wieder kennenlernen und annähern, was nicht ganz einfach ist, aber eines der vorrangigen Ziele, die sich Niels gesteckt hat.
In dieser Situation taucht plötzlich der ehemalige Geheimdienstchef Axel Mossman bei Oxen auf und bittet ihn nach Poul Hansen zu schauen, der seit geraumer Zeit nicht auffindbar ist….
Doch Niels hat andere Pläne und lehnt anfänglich den Auftrag Mossmans ab, denn er möchte mit seinem Sohn einen Ausflug machen und dabei nach Wölfen Ausschau halten, die seit geraumer Zeit in einem bestimmten Waldgebiet in Dänemark gesichtet wurden…
Tatsächlich machen sich Vater und Sohn gemeinsam auf den Weg. Wie es der Zufall will, wohnt genau in diesem Gebiet der gesuchte Poul Hansen und sehr bald findet man eine Leiche…..
Mehr brauche ich gar nicht zu schreiben, denn wer die Thriller um Niels Oxen kennt, der weiß, ab jetzt wird es turbulent…
Axel Mossman ist wieder in seinem gewohnten Element und zieht im Verborgenen Fäden. Auch Margarete Franck taucht in der Handlung auf und ihr einstiger Polizeieinsatz,  der ihr das rechte Bein kostete, wird durch bestimmte Vorkommnisse wieder aktuell…
Erneut müssen Oxen und Franck gegen einen unsichtbaren Gegner antreten, der ihnen wieder einiges abverlangt und den Zuhörer gleich von Beginn an in eine abwechslungsreiche, stellenweise recht düstere, nervenaufreibende Szenerie hineinzieht, die man bis zum Schluss gebannt verfolgt.
Jens Henrik Jensen hat erneut einen sehr fesselnden Thriller geschrieben, den Dietmar Wunder dann mit seiner Stimmenvielfalt zum Leben erweckt! Diese Kombination ist ganz nach meinem Geschmack,  weswegen ich hier die volle Punktzahl vergebe!
Fazit: Volle Punktzahl für dieses spannungsgeladene Hörerlebnis! Bitte mehr davon!
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Andreas Gruber: Die Todes-Box

der Hörverlag

Nachdem ich die „Rache“-Krimis des Autors entdeckt und mittlerweile alle drei mit Begeisterung gelesen habe, bin ich auf die „Todes-Box“ mit den ersten vier Fällen von „Nemez und Sneijder“ gestoßen. Mittlerweile ist ja bereits aus dieser Reihe der fünfte Fall erschienen und um nicht „rückwärts“ zu lesen, kam mir diese Hörbuch-Edition gerade recht.
Fall Nr. 1: Todesfrist:
Sabine Nemez arbeitet anfangs noch beim Kriminaldauerdienst. Ihr großer Traum ist ein Job beim BKA. Durch die Ermordung ihrer Mutter gerät sie in einen Strudel von Ereignissen, die sie dann im Verlauf an den eigenwilligen niederländischen BKA-Profiler Maarten S. Sneijder geraten lässt, der dann bald mit Sabine an der Seite die Spur eines Serienkillers verfolgt….
Fall Nr. 2 Todesurteil:
An der Polizeiakademie in Wiesbaden studiert Sabine Nemez mittlerweile, wo Martin S. Sneijder sie nebst ein paar weiteren hochbegabten Kandidaten unterrichtet. Sie bekommen von ihm ein paar alte noch ungelöste Fälle präsentiert. Durch einen privaten „Tiefschlag“ verbeißt sich Sabine in die alten Fälle und findet einen Zusammenhang, der dann bald zu einem aktuellen Fall in Wien führt…
Fall Nr. 3 Todesmärchen:
Sneijder bekommt Nemez offiziell als Partnerin bei den Ermittlungen zur Seite gestellt. Dieser Fall geht Sneijder regelrecht an die Nieren, denn mehrere bizarre Morde tragen die Handschrift eines in Sicherheitsverwahrung einsitzenden Mörder. Es wird Sneijders persönlichster Fall und am Ende fällt ein Schuss, der nichts Gutes vermuten lässt…
Fall Nr. 4 Todesreigen:
Nach den Ereignissen aus dem letzten Fall ist Sneijder erst einmal vom Dienst suspendiert. Sabine Nemez unterrichtet vertretungsweise für eine Kollegin an der Polizei-Akademie.
Im Verlauf begehen mehrere Kollegen vom BKA Selbstmord. Doch bei näherem Betrachten dieser Todesfälle kommt Nemez  daran etwas verdächtig vor und sie findet Zusammenhänge, die allerdings schon viele Jahre zurückliegen und sie fängt an zu recherchieren und bittet auch Sneijder um Informationen. Doch der gibt ihr nur den gut gemeinten Rat, die Finger von diesem Fall zu lassen. Doch das kann und will sie nicht und sie forscht weiter und dann ist sie plötzlich spurlos verschwunden….
Ich bin noch ganz hin und weg von dieser wahnsinnig spannenden Hörbuch-Box.
Die Lesung der Fälle hat der bekannte Schauspieler Achim Buch übernommen. Besonders den Dialekt von Sneijder hat er gut drauf und nuanciert auch seine Stimme bei den anderen Mitwirkenden gekonnt. Dabei gelingt ihm auch die recht düstere Atmosphäre der vier Bücher gut einzufangen, denn man braucht schon gute Nerven beim Zuhören.  Die gut formulierten Texte von Andreas Gruber – die auch dann und wann kleine humorvolle Passagen beinhalten –  sind aber dermaßen spannend und fesselnd, dass man gar nicht anders kann als ins Geschehen einzutauchen, so dass die Stunden nur so dahinfliegen.
Obwohl Maarten S. Sneijder nicht sonderlich sympathisch rüberkommt und oft mit seiner Art aneckt, mag ich die Figur sehr gern und auch Sabine Nemez ist mir sympathisch.  „Todesfrist“ ist ja schon verfilmt worden (mit zwei tollen Schauspielern in den Hauptrollen) und lief kürzlich im TV. So hatte ich beim Hören der drei anderen Fälle von beiden „Figuren“ nun auch ein „Gesicht“ vor Augen, was das Hörerlebnis noch abgerundet hat.
Fazit: Volle Punktlandung! Hier gibt es eine geballte Ladung mit nervenaufreibender Spannung und Hörgenuss vom Feinsten. Meisterhaft aufgeschrieben von Andreas Gruber und gekonnt vorgetragen von Achim Buch. Sollte in keiner Hörbuchsammlung fehlen!
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Max Bentow: Rotkäppchens Traum

Goldmann Verlag

Die meisten der spannenden Bücher von Max Bentow kenne ich als Hörbuchfassung, da Axel Milberg zumeist die Lesung übernommen hatte wie zuletzt in „Der Schmetterlingsjunge“, was immer ein besonderes Hörvergnügen ist.
Rotkäppchens Traum“ habe ich nun in der Printversion genossen und kann gleich im Voraus sagen, verwunschen und märchenhaft ist der Inhalt keineswegs, sondern geschickt erzählt, dass einem dann und wann auch mal die Nackenhaare hochstehen:
Ich habe lange nachgedacht, was ich von dem spannenden und fesselnden Inhalt hier überhaupt preisgeben darf, denn lesenswert ist dieser Thriller alles Mal!
Mitten im Wald kommt Annie Friedmann wieder zu sich. Eine alte Frau und ihr wolfsähnlicher Hund werden auf sie aufmerksam als sie verängstigt im Gebüsch hockt. Sie fragt Annie ob sie überfallen wurde, warum sie keine Schuhe trägt, ob sie schwer verletzt ist, da ihr roter Kapuzenmantel völlig mit Blutflecken bedeckt ist – doch Annie weiß keine Antwort, nur ihren Namen und ihr Alter kann sie nennen…
Sie fasst Vertrauen zu der Frau und geht mit ihr nach Hause. Die Umgebung ist ihr völlig fremd und auf ihre Frage, wo sie sich befindet, bekommt sie einen Ortsnamen genannt, der ihr nichts sagt, der aber in der Nähe von Ulm liegen soll…
Irgendwas im in Inneren sagt Annie, dass sie sich in Gefahr befindet und sie bei der alten Frau nicht bleiben kann.
Im Verlauf der Geschichte kommt die Erinnerung bruchstückhaft zurück, aber was Annie herausfindet und welche Odyssee ihr bei der Wahrheitsfindung bevorsteht, ist beängstigend und nimmt den Leser mit auf eine wendungsreiche Reise, die sich teils auch nur im Kopf von Annie abspielt und aus ihrer Perspektive erzählt wird….
Ich mag den flüssigen Erzählstil und hatte auch keine Schwierigkeiten bei den vielen Wendungen im Geschehen, die mich eher dazu verleiteten, das Buch nicht aus der Hand zu legen..
Auch wenn ich an manchen Stellen ein paar kleine“Wackler“ gefunden habe, schmäleren die nicht das geschickt erzählte, spannende, Lesevergnügen, das Max Bentow hier aufgeschrieben hat.
Fazit: Die kleinen „Wackler“ schmälern nicht das spannende Lesevergnügen!

 

der Hörverlag

Zu meiner Freude hat auch bei der gekürzten Hörbuch-Version – immerhin immer noch über acht Stunden! – von „Rotkäppchens Traum“ wieder Axel Milberg die Lesung übernommen, so dass der „Thrill“ dieser spannenden Geschichte wieder genau auf den Punkt gebracht wird.
Schon zu Beginn, wenn der „Beobachter“ seine Gedankenwelt öffnet, gehen bei dem Timbre der Stimme, die Axel Milberg für diese Textpassage wählt,  dem Zuhörer die Nackenhaare hoch…
Die verschiedenen Mitwirkenden kann man durch die unterschiedlichen Stimmnuancen gut unterscheiden und auch bei den vielen Wendungen in der Geschichte sind diese Nuancen eine gute Hilfestellung um der spannenden Handlung zu folgen.
Fazit: Max Bentows spannende, teils nervenaufreibenden Geschichten und Axel Milberg lebendige Vortragsart vereinen sich auch bei diesem Hörbuch zu einem Hörvergnügen der besonderen Art!

 

 

 

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