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Wiener Dog

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Allein schon der Titel „Wiener Dog“ lässt mich nicht unbedingt an die Hunderasse Dackel denken, die hier allerdings im Mittelpunkt steht bzw. ein Exemplar davon. Wer denkt hier gibt es einen Film á la „Ein Hund namens Beethoven“, der irrt.  Ganz ehrlich, es fällt mir schwer den oben genannten Film irgendwie in eine Kategorie einzuordnen. Es soll laut Beschreibung eine bitterböse Komödie sein. Durch den gut zusammengeschnittenen Trailer, der ein Wiedersehen mit Danny de Vito versprach, war ich gespannt was mich hier erwartet….
Nun, einen zusammenhängenden Handlungsablauf gibt es nicht, sondern vier ganz unterschiedliche Episoden, die als Darsteller eben einen hübschen kleinen Dackel haben.

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In der ersten Episode bekommt ein kleiner Junge von seinem Vater einen Dackel geschenkt. Die Mutter ist nicht sonderlich erfreut über den Familienzuwachs, aber der Junge ist hellauf begeistert. Die ganze Atmosphäre im Haus und in der Familie wirkt kalt und steril. Als eines Tages Kind und Hund alleine sind, machen sie einen „Drauf“ und tollen herum. Als dann beide Hunger haben, teilt der Junge seinen Müsli-Riegel mit seinem Hundefreund, was allerdings nicht so gut ausgeht…

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Als nächstes treffen zwei „einsame Seelen“ aufeinander in Form einer jungen Frau und einem drogenabhängigen jungen Mann, die sich offensichtlich von früher kennen. Beide fahren nebst Dackel nach Ohio...

 

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Danny de Vito hat seinen Auftritt als Dozent an einer Filmhochschule. Der Dackel, der ihn auf seinen Spaziergängen begleitet, wird am Ende dieser Episode eine „tragende Rolle“ spielen….

 

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Zu guter Letzt lebt der Dackel bei einer alten Dame. Diese bekommt Besuch von ihrer Enkelin, die immer nur auftaucht, wenn sie knapp bei Kasse ist und dessen etwas eigenwilligen Freund….
Was der Filmemacher hier für eine Botschaft rüberbringen wollte, ist mir leider verborgen geblieben. Bedenklich fand ich besonders den sehr kleinen Käfig in der ersten Episode in dem der Dackel gehalten wurde,  denn ein Hunde-Körbchen wäre sicherlich komfortabler gewesen….
Wie bereits erwähnt, fand ich den ganzen Film nicht sonderlich lustig und auch unter bitterbösem bzw. schwarzem Humor verstehe ich etwas anderes. Die darstellerische Besetzung war zwar vielversprechend, konnte aber auch nicht wirklich zum Unterhaltungswert des Films beitragen.
Fazit: Episoden-Film, der trotz namhafter schauspielerischer Besetzung nicht bei mir punkten konnte,  da halfen auch die hübschen Dackelaugen nichts!

 

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Børning – The Fast & The Funniest

Angelockt  wurde ich u.a. vom Cover-Text: „Die erste Actionkomödie über illegale Straßenrennen aus dem hohen Norden – ganz nach Art von „Auf dem Highway ist die Hölle los“ und „Ein ausgekochtes Schlitzohr“ mit einem Hauch „The Fast and the Furious“ und „Taxi“. Technisch sehr hochwertig produziert vereint der Film packende Rennszenen, extreme Stunts und eine ordentliche Ladung Humor mit einer emotionalen Vater-Tochter-Beziehung“
Von „The Fast and the Furious“ gibt es ja bereits einige Filme, die ich nicht alle gesehen habe, aber die beiden anderen erwähnten Filme mit Burt Reynold in der Hauptrolle sind mir noch gut bekannt und da gab es auch reichlich zu lachen, was mir bei „Børning The Fast & The Funniest“ aber nicht so oft gelungen ist. Zwar ging es thematisch auch um (illegale) Autorennen und das „Schrauben“ an allen möglichen Fabrikaten, aber so richtig rübergesprungen ist der Funke bei diesem Film nicht.
Hatte ich noch darauf gehofft, dass man als Zuschauer landschaftlich etwas geboten bekommt, denn das gewagte Rennen führt ans Nordkap, doch so richtig viel zu sehen gab es da nicht bzw. war eher nur kurz eingestreut.
Die eine oder andere Stunt-Szene hat mir hier gefallen, aber die gibt es in anderen Filmen auch….
Auch die Vater-Tochter-Beziehung wurde hier nicht neu definiert, sondern war – wie so oft  – anfänglich problematisch, dann lernt man sich besser kennen und am Ende glätten sich dann auch die Wogen….
Also auf der  2200 km langen und mit  26 Fahrern ausgestatteten Ralley hat sich für mich nicht so Spektakuläres ereignet, dass ich diesen Film unbedingt noch einmal sehen muss. Aber vielleicht ist dies auch eher ein Spielfilm für Insider bzw. Fans von Autorennen, da kann ich natürlich nicht mitreden und es gilt wieder die Devise: Selbst Anschauen und sich eine Meinung bilden…
Fazit: Schade, mich konnte dieser Rennfilm nicht sonderlich begeistern, ich hatte mir hier mehr versprochen

 

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Hape Kerkeling: Der Junge muss mal an die frische Luft

Das Hape Kerkeling geschickt mit Worten umgehen kann, ist vielen Lesern bestimmt hinlänglich bekannt, denn  sein Erstlingswerk „Ich bin dann mal weg“ wurde ja ein Bestseller. Hatte ich mir das Buch damals noch von ihm selbst in der Hörbuchvariante vortragen lassen, habe ich nun „Der Junge muss an die frische Luft“ selbst gelesen.
Wie der Untertitel bereits verrät, gibt es hier Einblicke in die Kindheit des beliebten Künstlers. Nun, da es eine Autobiographie ist, möchte ich hier eigentlich keine Details verraten, dass kann Hape Kerkeling viel besser, nur soviel vorweg: Es ist ihm wieder ein bewegendes lesenswertes Buch gelungen: 
Es beginnt mit einem persönlichen Vorwort und handlungsmäßig in der Jetztzeit, wo er über die Dreharbeiten zu der ZDF-Dokumentation „Unterwegs in der Weltgeschichte“ berichtet. Ein heiliger Ort bzw. Garten, den er betreten durfte, hat ihn nachhaltig beeindruckt…
In unterschiedlichen „Aufmachungen“ kennt man ihn ja schon seit seinen TV-Anfängen (ich persönlich denke da an Hannilein), die wohl aufsehenserregende war bestimmt die als „Beatrix“ und einen besonderen Stellenwert hat natürlich auch  die Figur des „Horst Schlämmer“,  die Hape Kerkeling erfunden hat. Er erzählt hier humorvoll und in seiner typischen Art und Weise wie so eine Verwandlung von Statten geht …
Und dass so eine Verwandlung sehr echt wirkt, davon konnte ich mich persönlich bereits einmal überzeugen. Ich hatte schon das Glück eine seiner Bühnenauftritte live zu erleben, wo er damals als Hausmeister im Saal erschien und niemand ihn anfangs erkannt hat …
Doch zurück zum Buch: Die eigentliche Rückerinnerung an seine Kindheit beginnt in einem Hotelzimmer, in dem er sich noch ein wenig ausruht, denn die Premiere des Musicals „Kein Pardon“ steht an. Doch diesmal wird er nicht selbst auf der Bühne agieren wie einige Jahre zuvor im gleichnamigen Spielfilm, sondern er wird die Show im Publikum verfolgen …
Und dass er einmal bekannt und auf einer Bühne stehen wird, dass weiß der kleine „Steppke“ Hans-Peter Kerkeling schon sehr früh und das es so gekommen ist, dass ist offenbar der liebevollen Fürsorge einiger enger Familienmitglieder zu verdanken …
Mich hat das Buch sehr berührt und es hat mir in einer schweren Zeit aber auch Kraft gegeben. Wie auch schon bei seinem Erstlingswerk ist es Hape Kerkeling gelungen, ein wunderbares Buch zu schreiben. Durch seine anschaulichen Einblicke in seine Kindheit, die bestimmt nicht immer einfach war, schafft er es aber trotz allem aus diesen angespannten Situationen einen Bogen zu spannen und den Leser mit humorvollen Einlagen zu erheitern, so dass man dies Buch nicht aus der Hand legen mag, so fesselnd geschrieben ist es.
Fazit: Bewegende Kindheitserinnerungen, die anrührend, aber auch humorvoll verfasst sind, so dass daraus ein wunderbares lesenswertes und besonders auch kraftgebendes Buch geworden ist!
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Die Krone von Arkus

Was gehört für mich zu einem Märchenfilm?
Nun, ich versuche es mal in Worte zu fassen: Eine geheimnisvolle bzw. magische Umgebung/Welt, eine spannende, fesselnde Geschichte, die auch ein ganz bißchen gruselig sein darf wenn man z.B. einen Schatz sucht. Die Schaupieler/innen sollten den Figuren Leben einhauchen, eine wohlklingende musikalische Untermalung wäre schön und dies alles in guter Qualität zusammengeschnitten bzw. verfilmt, wäre wünschenswert für einen Film aus dieser Kategorie! Kurzum, der Zuschauer sollte für einige Zeit einfach nur „verzaubert“ werden….
Die Krone von Arkus“ ist ein deutscher Märchenfilm, der mich gleich am Anfang etwas irritiert hat, denn zwei etwas eigenwillige Wesen lesen aus einem großen Buch vor:
Das Märchen beginnt mit einer Figur, die mich optisch an die „Schneekönigin“ erinnert. Dies ist die nicht sonderlich beliebte Königin Schiija, die in einer Höhle vor einer Schar Kinder Hof hält. Sie schaut durch ihren Spiegel und ist auf der Suche nach dem „reinsten Wesen“…

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Überall im Land wird nach Kindern gesucht und bald wird von den Bediensteten der Königin kaum noch eins gefunden, denn keines erfüllte ihre Ansprüche..
Jedes Jahr aufs neue verbreitet die Königin Angst und Schrecken in Arkus, denn bald steht die jährliche Schenkung an und dort erwartet sie von ihren Untertanen wohlwollende Geschenke. Wer ihr allerdings nicht ihre Gunst erweist wird von ihr versteinert wie z.B.  der Legende nach Morius, der einst als Dieb entlarvt wurde und nun als Statue auf dem Markplatz steht…
Das Mädchen Saraja lebt in ärmlichen Verhältnissen auf der Straße. Sie findet eine auf einem Zettel geschriebene Botschaft: Heute um Mitternacht auf dem Marktplatz…

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Ab hier beginnt nun die eigentliche Geschichte….
Mich konnte allerdings dieser Film nicht sonderlich „verzaubern“, was zum einen mit den vielen Anleihen aus anderen Märchen zu tun hatte, aber auch mit den Figuren bzw. der Ausstattung, die mich z.B. an die Verfilmung von  Oliver Twist  erinnerten. Die in die Handlung immer mal wieder eingefügten Tanz- und Gesangseinlagen konnten mich nicht wirklich begeistern und machten aus dem Film auch kein märchenhaftes Musical. 
Auch wenn man mal davon absieht, was man heute im Bereich „Spezialeffekte“ alles so in Filmen zu sehen bekommt, muss ich das nicht unbedingt in einem handwerklich gut gemachten Märchenfilm haben, da reicht mir schon eine gute Geschichte, die von einem, in einer schönen Kostümierung steckenden Schauspielensemble, dargestellt wird, so wie ich es aus meiner Kindheit z.B. aus den russischen Märchenfilmen kenne bzw. die ich mir immer noch gerne anschaue. ..
Aber, dies ist da ja nur mein Eindruck und da heißt es dann, am besten selber ansehen und sich eine eigene Meinung bilden….
Fazit: Schade, mich konnte dieser Märchenfilm nicht verzaubern

 

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Savva – Ein Held rettet die Welt

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Savva, der Titelheld dieses Animationsfilmes ist ein kleiner Junge, der mit seiner Mutter in einem Dorf lebt. Die Mutter erzählt ihm von weißen Wölfen, die das Dorf beschützen…

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Eines Tages sind die Dorfbewohner allesamt in Aufruhr, denn der kleine Ort wird von merkwürdigen bunten drachenähnlichen Wesen, den Hyänen, angegriffen und wer sich nicht schnell in Sicherheit bringen kann, der wird eingefangen und versklavt. Wo sind die weißen Beschützer hin?
Savvas Mutter erkennt die Gefahr und beordert ihren Sohn in den Keller, wo er sich verstecken soll. Sie selbst wird gefangengenommen und mit anderen Dorfbewohnern in einen Käfig gesperrt.
Als Savva versucht seine Mutter zu befreien, wird er von den Hyänen entdeckt und verfolgt….
Während er um sein Leben läuft, entfernt er sich immer weiter vom Dorf und irgendwann kommt er in eine sehr brenzlige Situation, aus der ihm ein weißer Wolf hilft…
Erschöpft sinkt Savva auf einer Lichtung in tiefen Schlaf. Als er wieder erwacht, glaubt er an einen abenteuerlichen Traum, wo ihn der weiße Wolf zur Hilfe kam…
Doch es war kein Traum und der weiße Wolf existiert und er stellt sich als Angee vor. Er erzählt Savva von einem mächtigen Magier, der oben auf dem Berg wohnt und der sicherlich dem Dorf helfen kann…
Savva will sich sofort auf den Weg dorthin machen, doch der Wolf erzählt von einem großen Hindernis, denn der Berg wird von einer dreiköpfigen Affenkönigen und ihren Heerscharen bewacht und deshalb ist es eine gefährliche Mission, die dem jungen Helden bevorsteht. Doch Savva lässt sich nicht davon abbringen seine Mutter und die anderen Dorfbewohner zu retten, gemeinsam mit dem weißen Wolf und mit weiteren Weggefährten, die im Verlauf dazukommen, macht er sich auf ins Abenteuer…..
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Die Handlung vonSavva – Ein Held rettet die Welterinnerte mich ein bißchen ans „Dschungelbuch“ und die optisch gut gelungen Figuren auch teilweise an „Final Fantasy“ o.ä.. Aber das ist nicht besonders wichtig, sondern der Mix der daraus entstanden ist, hat Unterhaltungswert, denn es ist daraus ein mit teils drolligen Figuren besetztes, charmantes, manchmal auch etwas gruseliges, aber spannendes Abenteuer für Jung und Alt entstanden.
Ach ja, besonders gut hat mir die in der Geschichte vorkommende Hexe gefallen, denn die  überrascht und ist so ganz anders als man sich sonst so ein Wesen vorstellt, da hatten die Filmemacher hier mal eine tolle Idee!
Fazit: Handlungsmäßig nicht unbedingt neu bzw. ein Puzzle aus vielen bereits erzählten Geschichten, was aber dem Unterhaltungswert nicht schmälert, besonders auch, da die Figuren hier optisch schön gelungenen sind, was sicherlich den jungen Zuschauern  gut gefallen wird.

 

 

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Schrotten!

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Am Anfang des Films „Schrotten!“ erfährt man etwas über den Stammbaum der Familie Thalhammer, die allesamt Schrotthändler generationsübergreifend waren und sind. Nun hat Fiete das Familienoberhaupt das Zeitliche gesegnet und sein Erbe ist der nicht sonderlich viel Profit abwerfende Schrottplatz, den er seinen Söhnen Mirko und Letscho hinterlässt…
Mirko ahnt nichts vom Tod seines Vater, denn er hat schon vor 15 Jahren dem Familienunternehmen den Rücken gekehrt. Er arbeitet in Hamburg für eine Versicherung, doch die Geschäfte laufen nicht so wie erhofft und in dieser angespannten Situation tauchen plötzlich bei ihm  im Büro zwei Typen aus seiner Vergangenheit auf, die er schnellst möglichst nach draußen schiebt und ihnen klarmacht, dass er nicht an die alten Zeiten erinnert werden möchte. Doch die beiden machen kurzen Prozess, Mirko bekommt eine „Kopfnuss“ und ehe er sich versieht ist er wieder auf dem Familienschrottplatz gelandet….
Dort erfährt er vom Tod seines Vaters und seinem Erbe. Das Wiedersehen mit seinem Bruder ist nicht sonderlich herzlich und die beiden haben unterschiedliche Vorstellungen was mit dem Schrottplatz passieren soll. Mirko hätte nichts dagegen den Platz an die Konkurrenz zu verkaufen und trifft Vorkehrungen in diese Richtung, was allerdings nicht gut bei Letscho und dem Rest des „Völkchen“, das sich auf und um den Schrottplatz herum bewegt, ankommt und dann muss er auch noch erfahren, dass sein verstorbener Vater einen Wahnsinns-Plan ausgetüftelt hatte: Nämlich einen Zug-Waggon mit Rohstoffen zu rauben……
Nun, ob es tatsächlich dazu kommt????
Diese toll besetzte anrührende deutsche Komödie über einen Bruder- bzw. Familienzwist ist gut gelungen und sehenswert. Man merkt den Schauspielern ihre Spielfreude an und man fühlt das „Herzblut“ dass hier für den Erhalt des Schrottplatzes fließt, komme was das wolle.
Der Einblick in die Welt der „Schrottis“ ist nachvollziehbar und sie scheint fast eine aussterbende Kultur zu sein, denn immer mehr riesige Recyclingunternehmen verdrängen die kleinen Händler. Wie man in den Extras  erfährt, gibt sogar einen „singenden Schrotti“, der so ein Unternehmen leitet. Beim genauen Hinsehen in einigen Szenen kam mir der Drehort des Films bzw. die Stadtkulisse sehr bekannt vor und tatsächlich liegt die Stadt ganz in der Nähe und ich bin schon oft dort gewesen…….
Fazit: Charmante, treffend besetzte und emotionsreiche Komödie um zwei Brüder, die sich zusammenraufen müssen um ihrem Erbe gerecht zu werden. Gute Unterhaltung ist hier garaniert!

 

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Paul Finch: Totenspieler

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Im Februar des Jahres hatte ich hier „Schattenschläfer“ vorgestellt und angemerkt, dass Paul Finch einen sehr detaillierten Schreibstil hat, der den Einsatzort im nebelverhüllten Dartmoor damals so beschrieb, dass man einen gewissen Gruselfaktor zu spüren bekam, aber  leider verfing sich der Autor auch in Nebensächlichkeiten, was ich etwas störend fand. Trotzdem  hatte ich auf eine Fortsetzung der Reihe um den charmanten, scharfsinnigen, aber auch immer etwas draufgängerischen Ermittler Detective Mark Heckenburg oder kurz „Heck“ genannt, gehofft, wenn er sich von den Strapazen des letzten Falles etwas erholt hat….
Nun,  ist „Heck“ genesen und seine Vorgesetzte im Dezernat für Serienverbrechen Gemma Piper bittet ihn „der alten Zeiten wegen“ um einen Gefallen:
Im Süden Englands, genauer gesagt in Surrey ist ein Golfklub-Mitglied und Bekannter von Gemmas Mutter bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Auch wenn es offiziell ein Unfall war, ist manches bei genauerem Betrachten nicht ganz stimmig und läßt Raum für Spekulationen, doch Beweise gibt es nicht, dass hier manipuliert wurde. Heck soll sich vor Ort selbst einen Eindruck verschaffen…
Als der Detective dann an der Unfallstelle ein wenig herumstochert, findet er etwas,  was sein „Bauchgefühl“ aufhorchen lässt und dann dauert es nicht lange und weitere merkwürdige Unfälle passieren. Niemand außer Heck vermutet einen Zusammenhang, nur Gail, seine Kollegin in Surrey hat ebenfalls bei einem Fall ein merkwürdiges „Ziehen“ und sie vermutet hinter dem Unfall einen Mord, doch beweisen kann sie das nicht. Als Heck und Gail dann zusammenarbeiten sollen, müssen sie sich erst einmal zusammenraufen und sie ermitteln beide auf ihre Weise und in unterschiedlichen Richtungen…
Bei seinen Nachforschungen auf einem abgelegenen Hof, wo sich kürzlich ebenfalls ein Unfall ereignet hatte, gerät Heck dann  in Lebensgefahr…..
Also, was sich Paul Finch hier für ein Szenario ausgedacht hat, ist echt Spannung pur und ich finde „Totenspieler“ ist bis jetzt das beste Buch aus dieser Reihe!
Diesmal stimmt alles, ausgefeilte Spannung, die einem den Atem anhalten lässt, Unfälle, bei deren „Betrachtung“ man schon starke Nerven braucht und die Ermittler vor eine schwierige Aufgabe stellt, denn ihr Bauchgefühl sagt „Mord“,  aber wo sind die Beweise?
Dieser wohldosierte Spannungsbogen hat mir gut gefallen und ich hoffe der Autor hat noch weitere so fesselnde Geschichten um Heck und Co. zu erzählen…..
Fazit: Rundum gelungener, spannungsgeladener Thriller, der allerdings nichts für schwache Nerven ist! Weiter so und bitte mehr davon!
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