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Susanne Mischke: Alte Sünden

Getreu dem Motto des letzten Krimis aus dem Jahr 2016 mit dem Titel „Warte nur ein Weilchen“, ist die Zeit jetzt rum und die Autorin hat mit „Alte Sünden“ einen neuen Kriminalfall für Kommissar Bodo Völxen und sein Team, das in und um Hannover ermittelt, veröffentlicht.
Im „Prolog“ geht es über zehn Jahre zurück und dem Leser offenbart sich – wie man dann im Verlauf des Buches erfährt – Einblick in den Mordfall der 15-jährigen Schülerin Kristina Brandt, deren Mörder nun in der Jetztzeit in der Haft verstorben ist. Das Brisante an der Sache ist, dass der Mörder nur aufgrund von Indizien und wegen seines auffälligen Verhaltens bzw. Stalking des Opfers verurteilt wurde…
Kurz vor seinem Ableben hatte der Verurteilte noch ein Gespräch mit einem Geistlichen und dort beteuert er, nicht der Mörder von Kristina zu sein und erzählt dann von einer Beobachtung, die er gemacht hat…
Wurde ein Unschuldiger verurteilt? Sollte der wahre Mörder tatsächlich noch dort draußen sein?
Kommissar Völxen und noch einigen älteren Kollegen ist der Fall noch präsent. Als er vom Geistlichen über die Beobachtung unterrichtet wird, setzt der Kommissar Jule Wedekin nochmals an die Akten des alten Falls, denn sie war damals noch nicht beim Team…..
Parallel zu dem „alten Fall“ ist bei Jule Wedekin privat einiges los, denn sie will ihren Fernando heiraten, was dann im Verlauf zu einigen Turbulenzen führt. Als dann endlich alle vor der Kirche eintreffen, wo die Trauung stattfinden soll, sind alle da, nur der Geistliche nicht, denn der liegt tot in seiner Wohnung….
Ich lese die Bücher um das Team von Kommissar Völxen immer gern, da der Erzählstil der Autorin einfach zum Lesen „auffordert“. Das Ermittlerteam ist mittlerweile bestens bekannt (ist ja schon der 7. Fall), die Handlung ist gut nachvollziehbar, auch wenn Zeitsprünge und einige Wendungen eingearbeitet sind.
Ob tatsächlich ein Unschuldiger in Haft saß, wird hier natürlich nicht verraten, nur so viel noch: Des Rätsels Lösung lugt ab und zu durch und berührt letztendlich auch etwas!
Fazit: Ein alter Fall sorgt für Aufregung, eine Hochzeit mit Turbulenzen lockert das Geschehen auf, so dass man gute Krimi-Unterhaltung präsentiert bekommt. Bitte mehr davon!

 

 

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Der junge Inspektor Morse

Als großer Fan der britischen Krimi-Reihe „Lewis“ war ich erst skeptisch ob ich mir den „Ableger“  (Inspektor Morse ist der spätere „Ausbilder“ von Inspektor Lewis“)  anschauen sollte. Doch schon nach dem Pilotfilm hatte mich „Der junge Inspektor Morse“ „eingefangen“ und ich kann nur sagen, die Briten verstehen was davon, Kriminalserien zu produzieren und da gibt es ja schon einige, die man allerdings auch nicht mehr missen möchte wie z.B. „Vera“ oder „Inspector Banks“ usw.
Schauplatz der Serie ist Oxford in den 1960ziger Jahren mit seiner schönen Kulisse, die auch handlungsmäßig gleich zu Beginn zur Universität der Stadt führt.
Jung, unerfahren, schlaksig, scheu bzw. und immer irgendwie verloren wirkend, das ist der erste Eindruck, den man vom jungen Endeavor Morse hat, der seinen Dienst bei der örtlichen Polizei antritt. Fred Thursday nimmt ihn unter seine Fittiche.

Photographer – Jonathan Ford

Der Vermisstenfall einer 15-Jährigen  beschäftigt die Ermittler und Morse achtet auf Feinheiten bzw. er stellt Verbindungen her, die im Kollegenkreis Aufsehen erregen, allerdings nicht unbedingt im positiven Sinne. Aber als er merkwürdig ausgefüllte Kreuzworträtsel in Zimmer der Vermissten genauer betrachtet und dahinter einen verschlüsselten Code entdeckt, der maßdienlich bei der Aufklärung des Falles dient, wird er bei den kommenden Fällen dann zumindest bei den Ermittlungen hinzugezogen und er verblüfft seine Kollegen immer wieder mit seinem „brillianten Gespür“ für die Dinge.

Der neue Polizeichef Bright ist allerdings nicht so angetan von den eigenwilligen und für ihn nicht immer ganz nachvollziehbaren, von der damaligen Norm abweichenden Ermittlungsmethoden von Morse, so dass Thursday ihn nur zur Probe an seine Seite bekommt und sollte Morse auch nur zu weit „vom Weg“ abkommen, sitzt er wieder am Schreibtisch…
Im Verlauf der Serie gibt es Einblick ins Privatleben von Morse, der ein leidenschaftlicher Hörer von klassischer Musik ist, was dann im „Mord nach Noten“ für die Ermittlungen ein ganz besonderer Pluspunkt ist. Auch als Zuschauer wird man mit tollen klassischen Musikeinlagen verwöhnt, die wunderbar in die Handlung hineinpassen.
Auch das zwiespältige Verhältnis zu seinem Vater ist ein Teil der Handlung, das neben den spannenden Fällen eingewoben ist. Die Rolle des jungen Morse wird sehr sympathisch von Shaun Evans und die seines kollegialen, väterlichen Fürsprechers Fred Thursday von Roger Allam dargestellt. Man merkt der ganzen Schauspielbesetzung die Spielfreude an und auch die Ausstattung und die gesamte Aufmachung dieser Serie ist wieder mal ein Highlight in der vielfältigen Serienlandschaft.
Den jungen Morse hat man schnell in sein Herz geschlossen und die Serie um ihn darf/soll unbedingt fortgesetzt werden, denn hier passt mal wieder alles zusammen, tolle Darsteller, schöne Rundumkulisse und spannende, nicht auf den ersten Blick durchschaubare/lösbare Kriminalfälle, so dass man hier sehr gut unterhalten wird.
Fazit: Diese Serie ist mal wieder ein Highlight in der Vielfalt der Kriminalserien und sollte unbedingt fortgesetzt werden!

 

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Thomas Enger: Tödlich

Ich weiß noch ganz genau, wie begeistert ich  2011 gewesen bin, als ich das erste Buch „Sterblich“ aus der Henning-Juul-Reihe gelesen hatte. Ich konnte die Veröffentlichungen der weiteren Bücher „Vergiftet“, „Verleumdet“ und „Gejagt“ kaum erwarten und es waren für mich alles unbedingt lesenswerte spannende Thriller, denn besonders der rote Faden bzw. die unermüdliche Suche nach den Hintergründen für den mysteriösen Wohnungsbrand sind auch über die Jahre bei mir im Gedächtnis geblieben….
Nun ist mit „Tödlich“ der fünfte und offenbar auch finale Teil der Reihe erschienen!
Vom ersten Buch an beschäftigt den Journalisten Henning Juul die Frage: Weshalb es in seiner Wohnung zu einem Brand kam, der dann seinem Sohn Jonas der Leben kostete. Auch Juul selbst ist nur knapp dem Flammentod damals entronnen und viele Brandnarben am Körper erinnern ihn täglich daran…
Nach seiner langsamen Genesung kehrt Juul dann an seinen alten Arbeitsplatz bei der Onlinezeitung „123nyheter“ zurück. Der Gedanke, dass es sich bei dem Brand in seiner Wohnung um Brandstiftung handeln könnte, lässt ihn nicht los und er fängt an Nachforschungen zu betreiben.
Einen wichtigen Hinweis darauf, dass er mit seiner Vermutung richtig liegt, bekommt Juul von einem in Haft sitzenden verurteilten Mörder und ehemaligen Geldeintreiber. Als Henning alle Informationen erhalten soll, ist seine Quelle für immer versiegt….
Besonders schockierend wird die Suche nach dem Warum und Wieso, als sich Henning Juul fragen muss, was eigentlich seine Schwester mit der Sache zu tun hat?
Henning bleibt über viele Hindernisse hinweg immer am Ball und oftmals steht er vor dem ersehnten Durchbruch, aber dann sterben seine Hinweisgeber oder er selbst gerät immer mal wieder in akute Lebensgefahr, wie man es gleich im „Prolog“ zum aktuellen Buch lesen kann.
Bevor aber sich alle Puzzle-Teile am richtigen Fleck befinden, vergeht noch einige Zeit. Ein alter Todesfall aus dem Jahre 1996 bringt dann endlich Licht ins Geschehen…
Tatsächlich lüftet Thomas Enger in diesem Thriller endlich das Geheimnis um den Brand in Henning Juuls Wohnung und auch was dahinter steckt. Wer aber keines der vier vorherigen Bücher der Reihe kennt, wird es schwer haben sich in der Gesamthandlung zurechtzufinden, denn die besonderen Feinheiten bzw. die weitreichenden Zusammenhänge werden nur ansatzweise reflektiert und selbst mir ist es beim Lesen anfänglich etwas schwer gefallen, die Personen und Fakten wieder zuzuorden.
Besonders einige Teile der Handlung gehen unter die Haut, da viele Menschen aus Juuls Umgebung bzw. mit denen er Kontakt hatte, sterben und meistens nicht eines natürlichen Todes…..
Ganz viel kriminelle Energie durchzieht das aktuelle Buch, es geht um Erpressung, Geldwäsche und Mord und bald weiß Henning Juul nicht mehr wem er überhaupt noch trauen kann
Das Buch ist genau wie seine Vorgänger sehr fesselnd geschrieben. Bis dann endlich Klarheit herrscht, passiert noch einiges, so dass man auch hier wie gewohnt spannende Unterhaltung geboten bekommt.
Fazit: Keine einfache Rätsellösung, da viele Verwicklungen erst einmal entwirrt und die vielen Puzzleteile in die richtige Position gebracht werden müssen. Nichtsdestotrotz spannender und wichtiger Abschluss der Reihe, den man nicht verpassen sollte!

 

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Dirty Dancing ’17

Anlässlich des 30. Geburtstags des „Kultfilms“ ist als Hommage an das Original nun die Neuverfilmung mit dem Titel „Dirty Dancing ’17 “ auf DVD erschienen. Die beiden Hauptrollen haben Agibail Breslin (Baby) und Colt Prattes (Johnny) übernommen.

 

DIRTY DANCING (ABC/Guy D’Alema)
ABIGAIL BRESLIN, COLT PRATTES

Die Filmhandlung hält sich sehr an das Original, ist aber 45 min länger, da noch einige Gesangs- und Tanzeinlagen hinzugefügt und auch inhaltlich die Story etwas gedehnt wurde.
Im „Vorspann“ des aktuellen Films geht Frances (Baby) Houseman zu einer Musical-Veranstaltung, wo sich ihre Gedanken verselbständigen und sie befindet sich in ihrer Vergangenheit im Jahr 1963, wo sie mit ihren Eltern nebst großen Schwester Lisa auf dem Weg in die Sommerferien ist, wo man die freie Zeit im angesagten Urlaubsressort „Kellermans“ verbringen will. Einst hatte Vater Houseman hier gearbeitet um sich Geld für sein Medizinstudium zu verdienen und wo er seine Frau kennengelernt hat.

 

DIRTY DANCING – (ABC/Eli Joshua Ade)
COLT PRATTES, ABIGAIL BRESLIN

Die Handlung nimmt wie im „Original“ seinen Lauf . Katey Segal (vielen sicherlich bekannt als Peggy Bundy aus der Serie Eine schrecklich nette Familie) hat hier eine Rolle  übernommen und sie zeigt auch ihre Tanz- und Gesangskünste in Form eines „dirty“ Auftritts mit dem Titel „Fever“
Besonders gut hat mir allerdings nur das Duet von Sarah Hyland (Lisa Houseman) and J. Quinton Johnson mit dem Titel „Don’t Think Twice It’s Alright“ gefallen. Auch der Schluss des Film ist anders und soll wohl „das offene Ende“ des Originals nun abschließen.

 

DIRTY DANCING (ABC/Guy D’Alema)
COLT PRATTES, ABIGAIL BRESLIN

 

Nachdem ich nun beide Filme hintereinander angeschaut habe, komme ich zu der Frage: Sollte man Kult-Filme neu verfilmen???
Ich kann an dieser Stelle nur sagen, die Neuverfilmung reicht in keiner Weise an das Original heran. Stimmte im Kultfilm von einst  von Anfang an das „Zusammenspiel“ der beiden Hauptdarsteller,  sprang in der neuen Version irgendwie der Funke nicht über. Den wichtigen/markanten Tanzszenen fehlte das „gewisse Etwas“, was auch die zusätzlichen „Tanzeinlagen“ mit bekannten Darstellern nicht auffangen konnte. Den von Patrick Swayze im Original gesungene Titel She’s Like the Wind erkennt man in der Neuinterpretation fast nicht wieder, was wirklich schade ist.
Fazit: Die Neuverfilmung reicht in keinster Weise an den Original Kult-Film „Dirty Dancing“ heran und das machen auch die zusätzlichen Tanz- und Gesangseinlagen mit bekannten Darstellern nicht wieder wett. Das Tanz-Traumpaar Swayze/Grey kann man einfach nicht ersetzen, es ist und bleibt Kult!

 

 

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Dirty Dancing – 30 th Anniversary Edition –

Wie doch die Zeit vergeht! 30 Jahre ist es her, dass dieser Kultfilm in die Kinos kam und ich ihn das erste Mal gesehen habe. Wie oft insgesamt kann ich nicht mehr sagen, unzählige Male,  denn manche Filme begleiten einen ein Leben lang…..
Zum 30. Jahrestag des Films ist jetzt die „Dirty Dancing – 30th Anniversary Editon –“ erschienen. Neben dem Spielfilm selbst gibt es reichlich Bonus-Material auf der DVD,  wo u.a. die Drehbuchautorin Eleanor Bergstein und natürlich die beiden Hauptdarsteller Patrick Swayze  und Jennifer Grey zu Wort kommen.

Schon wenn die ersten Takte von (I’ve Had) The Time of My Life von Jennifer Warnes und Bill Medley oder Hungry Eyes von Eric Carmen erklingen, summt man unweigerlich mit und ich erinnere mich sofort an diesen Tanzfilm.  Und da ich gerade die bekannten Songs des Film erwähne, darf natürlich auch She’s like the Wind gesungen von Patrick Swayze nicht fehlen.
Zum Inhalt:
Man schreibt das Jahr 1963 und Mr. und Mrs. Houseman nebst ihren beiden fast erwachsenen Töchtern Lisa und Frances (Jennifer Grey), genannt „Baby“  sind auf den Weg ins Feriendomizil. Dort herrscht reges Treiben u.a. wird getanzt. Um die Gäste zu animieren auch zu tanzen bzw. Tanzen zu lernen zeigen die beiden Tanzlehrer Johnny (Patrick Swayze) und Penny was sie so drauf haben.

Abends streift Baby durch Resort und landet auf einer Party der Angestellten, wo es heiß her geht,  denn dort wird richtig dirty getanzt. Johnny und Baby lernen sich kennen und kommen sich bei einem Tanz näher…

Durch widrige Umstände fällt Penny für einen wichtigen Tanzauftritt mit Johnny aus. Nun muss schnellstmöglich eine neue Partnerin für ihn her. Baby springt kurzer Hand ein, ohne ihre Eltern darüber zu informieren.  Ab jetzt heißt es für sie Üben, Üben, Üben, denn um so zu Tanzen wie Johnny und Penny, ist harte Arbeit!
Während Johnny und Baby viel Zeit miteinander verbringen, verlieben sie sich ineinander, was allerdings für Johnny dann weitreichende Konsequenzen hat und ganz besonders Babys Vater ist nicht sonderlich erbaut vom Umgang seiner Tochter und verbietet ihr den Kontakt mit ihm…..

Leider verstarb Patrick Swayze ja bereits 2009, aber sein Charme und seine Tanzbegeisterung ist mit diesem Film ein für alle Mal in die Annalen der Filmgeschichte eingegangen. Auch brachte ihm dieser Film reichlich Ruhm ein, Jennifer Grey hatte kurze Zeit nach dem Film eine Gesichts-Op mit negativen Folgen und sie verschwandt aus dem Filmgeschäft……
Auch nach 30 Jahren verzaubert und begeistert einen dieser Film immer noch, Textpassagen wie „Ich habe eine Wassermelone getragen“ oder auch „Mein Baby gehört zu mir“ fallen mir sofort bei der Erwähnung des Filmtitels ein. Durch Tanzeinlagen, die tolle Musik und seine charmanten Darsteller ist er ist zum Kultfilm avanciert und ich habe ihn bestimmt nicht das letzte Mal angeschaut!
Fazit: Dieses Film-Traumpaar hat sich in die Annalen der Filmgeschichte getanzt und Dirty Dancing zum Kultfilm werden lassen, der auch nach 30 Jahren seinen Charme nicht verloren hat. Kult bleibt eben Kult, komme was da wolle!

 

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Nancy Bush: Dafür musst Du sterben

Wow, Nancy Bush hat es mal wieder geschafft, dass ich rings um mich alles vergessen habe und in jeder freien Minute „Dafür musst du sterben“ gelesen habe!
Es ist das fünfte Buch aus der spannenden Thriller-Reihe um die Detectives September (Nine) und August (Auggie) Rafferty. Allerdings ermittelt diesmal nur der weibliche Teil des Geschwister-Paares mit ihrer Kollegin Gretchen vom Laurelton PD in einem kniffligen Fall, wo im Keller eines Wohnhauses  menschliche Überreste von mehreren Personen gefunden wurden. Nur ein Teil der Knochenfunde kann zugeordnet werden, weswegen im Verlauf Nine und Gretchen die Anwohner der Straße in der Nähe des beschaulichen Lake Schultz befragen. Sie wollen herausfinden, um wen es sich handeln könnte.  Allerdings scheint niemand die Bewohner besagten Hauses gekannt zu haben, bzw.  man ging ihnen lieber aus dem Weg…..
Im Prolog des Buches kommt ein „Spieler“ zu Wort. Als Leser erfährt man, dass jedwede Art von Spielen von ihm gemocht wird, das Non-plus-Ultra bzw. sein Lieblingsspiel heißt Mord!
Und die Morde haben es in sich: Der Unbekannte macht sich an Frauen heran, einmal in seine Fänge geraten, schmachten sie nach ihm, denn er ist sehr einfühlsam im Bett. Allerdings geht das nur kurze Zeit gut, dann zeigt er ihnen sein wahres Gesicht, doch dann ist es auch schon zu spät……
Ein weiterer Handlungsstrang führt zu Andrea Wren, deren Mann Greg kürzlich bei einem Autounfall starb. Nun hat Andrea die Anteile ihres Mannes an der großen Baufirma Wren Development geerbt. Ein neues Bauvorhaben in Form einer großen Hotelanlage direkt am Wasser des idyllischen Schultz Lake steht an. Andrea ist im Begriff in ein altes Cottage an diesem See zu ziehen. Hatte am Umzugstag ein Arztbesuch sie schon in Aufregung versetzt, irritiert sie dann ein weißer Briefumschlag, den sie in ihrem neuen Schlafzimmer vorfindet. Als sie ihn öffnet und die furchteinflößende Nachricht liest, bekommt sie ein ganz mulmiges Gefühl…..
Andrea engagiert den Privatdetektiv Luke Denton, denn rund um den Lake Schultz sterben junge Frauen, auf den ersten Blick sind es tragische Unfälle….
Wie anfangs im Prolog angekündigt, bekommt es das Laurelton PD hier mit einem „spielsüchtigen“ machtbesessenen Mörder zu tun, der für sein eigentliches Ziel über unzählige Leichen geht und der sich so gut zu tarnen weiß, dass er erst ganz zum Schluss sichtbar wird. In keinster Weise war der Täter vorhersehbar und ganz besonders wie die Autorin den Leser teilhaben lässt, wenn dieser seine völlig unbedarften Opfer „einfängt, mit ihnen spielt und sie dann beseitigt“ lässt einen die Nackenhaare hochstehen. Puh!
Bisher waren alle Bücher der Reihe unheimlich spannende Page-Turner, nur im vierten Buch „Dafür wirst Du leiden“ gab es von mir  handlungsmäßig einen kleinen Punktabzug. Doch dieser aktuelle Thriller bekommt von mir wieder die volle Punktzahl, denn hier gibt es Nervenkitzel von Anfang bis Ende, der einen sofort in den Bann zieht, man in die Handlung abtaucht und die Zeit vergißt, so fesselnd geschrieben ist er. Ich für meinen Teil würde mich freuen, wenn es noch weitere Bücher aus dieser Reihe gibt!
Fazit: Volle Punktzahl für diesen Page-Turner, der einen dann und wann die Nackenhaare hochstehen lässt!

 

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The Missing – Staffel 2

Im April d.J. hatte ich hier „The Missing – Staffel 1″ vorgestellt und von einem Serien-Highlight der Extra-Klasse gesprochen. Nun ist „The Missing – Staffel 2“ erschienen und obwohl die erste Staffel mit einem gewissen „open end“ aufhörte, ist dies keine Fortsetzung der damaligen Handlung.
Es ist ein völlig anderer Vermisstenfall und hat nur ein einziges Verbindungsglied, nämlich Julien Baptiste (Tchéky Karyo), den mittlerweile im Ruhestand befindlichen damaligen Ermittler.

Kurzer Einblick in die aktuelle Staffel:

Eckhausen, Deutschland: Auf dem Militärgelände der britischen Armee sieht man einen kleinen Jungen mit seiner älteren Schwester sprechen, die gerade ihr Tattoo am Handgelenk anschaut, kurze Zeit später verschwindet sie im Wald, dann sieht man sie neben einer Landstraße gehen,  ein gelber Bully hält an und das Mädchen verschwindet aus dem Bild…
Es handelt sich um die 13-jährige Alice Webster, die damals spurlos verschwand…
Filmschnitt: Elf Jahre sind seitdem vergangen und plötzlich taucht eine junge Frau völlig entkräftet auf dem Weihnachtsmarkt in Eckhausen auf und bricht dort zusammen. Im Rettungswagen murmelt sie den Namen Sophie Giroux. Nachdem sie im Krankenhaus wieder zu sich kommt, nennt die junge Frau ihren Namen: Alice Webster.

Nach einem Wiedersehen mit ihrer Familie zieht die offensichtlich nicht nur psychisch traumatisierte Alice bei den Webster ein. Allerdings gestaltet sich das Zusammenleben schwierig, denn Alice verlangt von ihrem Bruder, da sie nicht schlafen kann, dass er sie im Schuppen einschließt, was im Verlauf dann noch dramatische Folgen hat…

Die Ermittlungen erfolgen in Zusammenarbeit von Seiten der britischen Armee und der deutschen Polizei. Durch die Nennung des Namens Sophie Giroux wird dann der pensionierte Julien Baptiste hinzugezogen, denn er war in Frankreich der zuständige  Ermittler als vor einigen Jahren dort Sophie spurlos verschwand…..
Sind beide Mädchen von ein und demselben Täter verschleppt worden? Gibt es noch Hoffnung, dass Sophie lebt?  Das sind nur einige der Fragen, die im Verlauf dieser überaus spannenden zweiten Staffel beantwortet werden. Julien Baptiste geht auf der Suche nach Antworten bis an seine körperlichen Grenzen und darüber hinaus, aber nur durch seine Hartnäckigkeit und sein besonderes Gespür gelingt es hinter des Rätsels Lösung zu kommen!
Das Ausmaß der Geschichte ist in keinster Weise vorhersehbar, es kommt immer wieder zu überraschenden Wendungen und der Zuschauer sollte schon starke Nerven haben, denn die Story ist schon „hard stuff“ und wirkt auch noch lange nach…
Ich hätte nicht gedacht, dass man Staffel 1 noch toppen könnte, aber Staffel 2 hat dies geschafft und punktet auf der ganzen Linie mit tollen Darstellern, spannender unvorhersehbarer Storyline und durch die besondere Erzähl/Schnitt-Technik herrscht von Anfang an eine ungewisse Spannung, die einen an den Bildschirm fesselt (ich habe in einem Rutsch alle acht Teile genossen!!!!) und auch noch nachhaltig bewegt.
Fazit: Hammermäßiges Serienhighlight, dass sogar noch Staffel 1 an Spannung und Nervenkitzel auf höchstem Niveau übertrumpft!

 

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