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Poznanski/Strobel: Invisible

Wunderlich
Dies ist der zweite Einsatz des Ermittlerduos Nina Salomon und Daniel Buchholz, die in Hamburg ihren Dienst tun.
Das Buch beginnt mit einem bizarren Mordfall, wo während einer Herz-Op plötzlich ein angesehener Chirurg des Krankenhauses im Op-Saal auftaucht, den eigentlichen Operateur wegschiebt und vor aller Augen den Patienten mit einem Skalpell ersticht…..
Dies ist nicht der einzige bizarre Mord der im Verlauf der Handlung passiert. Nina und Daniel haben alle Hände voll zu tun um in den Fällen zu ermitteln. Alle Täter sprechen im Verhör davon „irgendwie fremdgesteuert/manipuliert“ gewesen zu sein  und was die Ermittlungen noch weiter erschwert ist, dass Opfer und Täter sich meist nicht bzw. nur oberflächlich kannten….
Da es viel Arbeit gibt, bekommt das Ermittlerteam mit Phillip einen neuen Kollegen hinzu. Daniel hat so seine Schwierigkeiten mit dem Neuen, ganz im Gegenteil zu Nina, was im Verlauf dann noch zu einigen Turbulenzen führt. Aber nicht nur der neue Kollege bereitet Daniel Kopfzerbrechen, auch die Beziehung zu Isabell strapaziert seine Nerven, was bei diesen komplizierten Mordermittlungen so gar nicht in sein Konzept passt….
Dachte ich bei dem Titel „Invisibleirgendwie an eine „chemische/toxische“ Manipulation, die die Menschen zu diesen weitreichenden Handlungen bringt, so war ich da schon mal auf dem Holzweg! Genau wie der erste Fall der beiden Ermittler mit dem Titel „Anonym“, der ja auf eine Internetplattform führte, geht es im aktuellen Fall auch in Richtung Internet, führt zu riesigen Datensammlungen, die dann für manipulative Zwecke genutzt wurden….
Wie das alles zusammenfängt, werde ich hier nicht verraten. Das Buch liest sich gut, wird immer abwechselnd aus Ninas oder Daniels Sicht erzählt, was mir gut gefallen hat. Lange Zeit hatte ich keine Ahnung in welcher Richtung „der Täter“ zu suchen ist, was die Spannung hochgehalten hat. Doch dann gibt es nach ca. Zweidrittel der Handlung einen  unschönen „Break“:  Eine Person verschwindet plötzlich aus der Handlung,  die sich daraus ergebene Situation ist kaum nachvollziehbar und letztendlich die Auflösung der Mordfälle war dann doch überraschend.  Zwar war das Motiv nach der „Vernehmung“ dann erkennbar, aber doch irgendwie anders als ich es erwartet hatte, was ja auf der einen Seite positiv ist, da die Spannung lange gehalten wird, aber so ganz schlüssig nachvollziehen konnte ich es nicht, weswegen ich hier auch nur vier von fünf möglichen Punkten vergebe.
Fazit: Spektakuläre Mordfälle halten den Leser und die Ermittler lange in Atem, bis es dann zu einem unschönen „Break“ kommt, weswegen ich hier dem anfänglichen Page-Turner einen Punktabzug gebe, so dass es nur noch 4 von 5 am Ende sind! Nichtsdestotrotz sollte die Reihe aber fortgesetzt werden!

 

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Chevy Stevens: Ich beobachte Dich

Fischer Scherz

Das Buchcover zeigt ein idyllisches Landschaftsbild, so wie man es durchaus an der kanadischen Westküste oder auf einen der vorgelagerten Inseln vorfinden kann, wo auch die Handlung des Buches, nämlich in Vancouver und auf Vancouver Island angesiedelt ist.
Doch wer die Bücher von Chevy Stevens kennt, der weiß, hinter der schönen Fassade liegt meistens etwas im Argen und auch in „Ich beobachte dich“ zerplatzt ganz schnell die schöne Seifenblase in der Lindsey lebt, die recht jung ihren Andrew geheiratet und mit dem sie eine Tochter namens Sophie hat. Aus der geplanten Familienidylle wird ein Alptraum, denn Andrew tyrannisiert sie, besonders unter Alkoholeinfluss wird er ihr gegenüber gewalttätig, aber noch viel schlimmer ist sein immer unberechenbarer werdender Gemütszustand, so dass Lindsey ständig auf der Hut ist. Die Jahre vergehen und die Situation wird immer unerträglicher bis es schließlich lebensbedrohlich für sie wird. Da endlich bringt sie den Mut auf, sich ihre kleine Tochter schnappt und ihn in einer „Nacht- und Nebenaktion“ verlässt.
Doch Andrew lässt sie nicht so leicht entkommen und er setzt sich in alkoholisiertem Zustand in seinen Wagen und auf der Suche nach den beiden verursacht er einen schweren Autounfall bei dem eine Frau ums Leben kommt und Andrews im Verlauf zu einer zehnjährigen Gefängnisstrafe verurteilt wird…..
In diesen zehn Jahren baut sich Lindsey mit ihrer Tochter ein neues Leben auf, doch dann hat Andrew seine Strafe abgesessen und er kommt frei.
Bald fühlt sich Lindsey unwohl und hat das Gefühl sie wird beobachtet. Dieses ungute Gefühl hatte sie schon lange nicht mehr gespürt und nur immer als Warnung ihres Körpers aufgefasst, wenn Andrew mal wieder psychisch sehr angespannt und kurz vor der „Explosion“ stand.
Aber er weiß ja nicht wo sie jetzt leben, bis sie ihm eines Tages unvermittelt in der Stadt gegenübersteht…..
Es passieren weitere merkwürdige Dinge, u.a. wird ihr Hund vergiftet und Lindseys mulmiges Gefühl ist wieder ständig da und sie fürchtet um ihr Leben. Sie wendet sich an die Polizei und erwirkt ein Kontaktverbot, doch die Lage spitzt sich weiter zu …….
In unterschiedlichen Zeitabschnitten erzählen Lindsey und Sophie  aus ihrer  Sicht die spannende Geschichte, die einen von der ersten Seite an fesselt. Meisterhaft versteht es die Autorin die Anspannung, die sich durch das ganze Buch zieht, in Worte zu kleiden, so dass man die Gemütsregungen der Beteiligten sehr gut nachempfinden kann. Besonders das Gefühls-Chaos, dass Sophie durchläuft als sie sich das erste Mal verliebt oder auch die Schilderung der Landschaftsidylle, die dann aber zum Ende hin Kulisse eines weiteren Alp-Traum-Szenarios wird, hat man direkt vor Augen.
Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt, die Erzählweise ist bildhaft, die Figuren gut gezeichnet und besonders die unheilvolle Anspannung ist von Anfang an gegeben.  Zwar hatte ich immer im Hinterkopf eine vage Vermutung, wie es sich dann am Ende auch herauskristallisierte, aber so einen Showdown hatte ich dann doch nicht erwartet. Die Handlung ist so mitreißend geschrieben, dass ich das Buch nicht aus den Händen legen mochte und ich es als lesenswerten, spannungsgeladenen Page-Turner bezeichnen möchte, welcher sich in die Reihe der besonders empfehlenswerten vorherigen Bücher der Autorin wie z.B. „Those Girls“ oder „That Night“ einordnet.
Fazit: Page-Turner mit Spannung von der ersten bis zur letzten Seite!
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Luca D’Andrea: Das Böse es bleibt

Dieser spannende Thriller ist im winterlichen Südtirol angesiedelt. Die hohen scheebedeckten Berge und die Einsamkeit eines abgelegenen Erbhofs bilden das Panorama zu dieser sich ganz langsam entwickelnden und immer bedrohlicher werdenden Szenerie.
Um nicht schon allzu viel zu verraten, gibt es wie gewohnt nur eine kleine Zusammenfassung des Inhalts:
Marlene Wegener hat einen folgenschweren Entschluss getroffen, denn sie flieht nebst einem Beutel voller Edelsteine und einem ganz besonderen Buch aus ihrer Kindheit aus den „Klauen“ ihres Mannes, der in dubiose Machenschaften verwickelt ist und skrupellos mit seinen Mitmenschen umgeht. Alles hat sie genau durchdacht, denn „Herr Wegener“ durfte keinesfalls die Möglichkeit haben seine Schergen hinter ihr und besonders den fehlenden Edelsteinen, herzuschicken. Nachdem sie ihren eigenen Wagen gegen einen anderen eingetauscht hat um ihre Spur zu verwischen, kommt es im Verlauf zu einem schweren Autounfall, bei dem Marlenes Wagen in einen Abgrund stürzt….
Als Herr Wegener das Verschwinden seiner Frau und das Fehlen der Edelsteine bemerkt, setzt er alle Hebel in Bewegung um herauszufinden wo Marlene hin ist. Doch der Diebstahl der Edelsteine wiegt für ihn viel schwerer, denn sie gehören dem Konsortium und die verstehen gar keinen Spaß, wenn es um ihr Eigentum geht und so sieht Herr Wegener keinen anderen Ausweg und er schickt den Mann des Vertrauens, einen unerbittlichen Killer, los um Marlene aufzuspüren….
Tatsächlich wird Marlene von einem Mann der Berge, dem Einsiedler Simon Keller noch rechtzeitig gefunden. Er trägt die Bewußtlose hinauf auf seinen abgelegen Erbhof und pflegt sie gesund. Wer nun denkt, Marlene wäre in Sicherheit, dem sei gesagt: Anfangs sieht alles vielversprechend aus, doch dann dreht sich die Handlung und ab jetzt braucht man starke Nerven……
Das Böse, es bleibt“ ist ein treffender Titel für diesen spannenden, sich ganz langsam entwickelnden, aus unterschiedlichen Perspektiven erzählten Thriller, der einen die Nackenhaaren hochstehen lässt. Alle Figuren sind gut gezeichnet, auch die Lebensläufe, die man hier geschildert bekommt, fügen sich gut in den Handlungsverlauf ein. Der Schreib- und Erzählstil ist flüssig, ruhig, beängstigend, bildhaft und so fesselnd, dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte und ich hier von einem Pageturner sprechen möchte!
Fazit: Langsam sich entwickelndes, nervenaufreibendes Szenario, dass der Autor so fesselnd in seinem Buch heraufbeschwört, dass man es nicht aus den Händen legen kann. Klasse! Empfehlenswerter Page-Turner mit Gänsehauteffekt!

 

 

Luca D’Andrea: Das Böse, es bleibt – Hörbuch

der Hörverlag

Über sieben Stunden dauert die gekürzte Hörbuchfassung von „Das Böse, es bleibt“.  Der bekannte Schauspieler Matthias Koeberlin hat die Sprecherrolle übernommen, was eine gute Wahl ist. Seine etwas raue Stimme passt ganz besonders gut, wenn er den Part des Einsiedlers Simon Keller liest.  Und auf dem Erbhof passiert ja eigentlich auch die Haupthandlung des ganzen Buches. Auch die langsame Wandlung von wortkargen, anfangs noch fast sympathisch rüberkommenden Simon Keller zum Mann mit dem schwarzen Umfang und seinem gut gehüteten Geheimnis nebst Lissy, bringt Matthias Koeberlin stimmlich hier gut rüber.
Die Lebensgeschichten der Hauptfiguren sind bewegend und von viel Leid geprägt, so dass man gut nachvollziehen kann, wie sich im Verlauf der Lebensweg unabdingbar in die eine oder andere Richtung entwickelt. Der Autor fügt diese gekonnt ins Geschehen ein und rundet damit die Gesamthandlung ab. Auch spielt er gekonnt mit den Ängsten der Zuhörer (Leser), denn von Anfang an, lauert man direkt darauf, dass gleich etwas Schlimmes passieren könnte, was ja dann auch tatsächlich wie eine Lawine ins Rollen kommt…..
Besonders gut hat mir in der Geschichte gefallen, dass sich Marlene trotz vieler Hindernisse immer wieder aufrappelt, sich nicht ihrem Schicksal ergibt, sondern verbissen kämpft, obwohl sie es gleich mit mehreren Gegnern aufnehmen muss. Keinem dieser Gegner möchte ich je begegnen und das Klingeln von kleinen Glöckchen wird mir wahrscheinlich noch einige Zeit leichte Gänsehaut bereiten, wenn ich daran denke, was es doch hier im Thriller für eine wichtige Bedeutung hat…
Fazit: Düste Spannung auf hohem Niveau geschrieben von Luca D’Andrea und gekonnt vorgetragen von Matthias Koeberlin, der die Figuren durch seine Stimme zum Leben erweckt! Gänsehautgarantie!
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Brad Parks: Nicht ein Wort

Fischer Verlage

Scott Sampson ist Bundesrichter in Virginia. Er lebt mit seiner Frau Alison und den sechsjährigen Zwillingen Emma und Sam auf einer abgelegenen Farm.
Familie Sampson führt ein angenehmes Leben, bis eine SMS diese Idylle schlagartig zerstört:
Eine Textnachricht von Alison veranlasst Scott nicht wie geplant seine Kinder von der Schule abzuholen. Da seine Frau die Kinder wegen eines Arztbesuches selbst abholen will, fährt er nach Hause.  Alison kommt nach Hause, allerdings ohne die Kinder!
Kurze Zeit später klingelt das Telefon und der Anrufer der unbekannten Nummer gibt klipp und klar zu verstehen, dass Richter Scott Sampson seine Kinder erst wiedersehen wird, wenn er bei einem bestimmten Prozeß/Fall zu den Bedingungen urteilen wird, die man ihm telefonisch noch mitteilen wird……
Besonders die warnenden Worte des Anrufers klingen noch lange nach: „Das Leben und Wohlergehen ihrer Kinder hängt einzig davon ab, dass Sie so weitermachen wie bisher und sich nichts anmerken lassen. Sie werden nichts unternehmen und nichts sagen. Kein Sterbenswort!“
So ein Szenario als Ausgangspunkt in einem Krimi/Thriller ist ja nicht neu, aber ich muss sagen, wie Brad Parks das Thema hier in „Nicht ein Wort“ aufgegriffen und seitenstark abgefasst hat, hat mir gut gefallen. Zwar hätte es etwas weniger Einblick in die amerikanische Rechtsprechung sein dürfen, aber er hat es wahrscheinlich  gut gemeint um den Lesern diese schwierigen Zusammenhänge zu verdeutlichen.
Ich hatte keine Idee wer hinter der Entführung stecken könnte und auch als sich der Nebel lichtete, war es eine Überraschung. Toll!
Da in Amerika ja der Umgang mit Waffen bzw. der Besitz anders geregelt ist als bei uns in Deutschland, muss ich das hier Gelesene so hinnehmen und den „Showdown“ der spannenden Handlung so akzeptieren…
Besonders gut fand ich die Schilderung des Balanceaktes zwischen Machtlosigkeit und der psychischen Anspannung die Kinder wohlbehalten aus den Fängen des Entführers zu befreien, oder die Beschreibung des seelischen Zustands des Richters, der mittlerweile so angeschlagen ist, dass er kaum noch weiß, wem er überhaupt glauben kann, ist gut gelungen und daher kann ich diesen packenden Thriller nur empfehlen und hoffen, dass man noch mehr von diesem Autor zu lesen bekommt.
Fazit: Packender, empfehlenswerter Thriller, dem gern noch weitere folgen dürfen!

 

 

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Angela Marsons: Lost girls

piper verlag

Lost Girls“ ist der dritte Einsatz von DI Kim Stone im britischen Black Country, deren Einsätze mir zuvor in „Silent Scream“ und wie zuletzt in „Evil Games“ spannendes und fesselndes Lesevergnügen bereitet hatten.
Der Untertitel des neuen Buches „Was kostet ein Leben?“ lässt einen schon aufhorchen und nichts Gutes ahnen, was sich dann auch im Verlauf der Geschichte bewahrheitet:
DI Kim Stone kämpft immer noch mit ihrer schmerzlichen Kindheit und nur ihr Kollege Bryant ist mittlerweile so etwas wie ein Freund geworden, der mit ihr dann auch mal „Tacheles“ reden kann, wenn sie mal wieder mit dem „Zwischenmenschlichen“ zu kämpfen hat.
Es gibt einen kurzen Prolog, aber die eigentliche Handlung beginnt im März 2015, wo DI Stone ein dringender Telefonanruf ereilt, der sie ins Präsidium beordert. Dort erfährt sie von ihrem Vorgesetzten, dass zwei junge Mädchen – Charlie und Amy, die beste Freundinnen sind – entführt worden, was durch eine SMS der Entführer an die Eltern der beiden bestätigt wurde.
Da im Vorfeld bereits eine ähnliche Entführung damit endete, dass nur ein Mädchen nach Hause kam, wird eine absolute Nachrichtensperre verhängt…
Kim und ihr Team übernehmen den Fall und ihr oberstes Ziel ist, b e i d e  Mädchen nach Haus zu holen.  Die Entführer spielen ein perfides Spiel mit den Eltern, die wie ihre beiden Kinder befreundet sind. Doch diese Freundschaft wird auf eine große Zerreißprobe gestellt, denn die Entführer sind offenbar zu allem bereit, was sich dann in einer erneuten SMS widerspiegelt, denn sie fordern die Eltern zu einem Wettstreit auf: „Wie sehr lieben Sie Ihre Tochter? Die Eltern, die die höhere Geldsumme bieten, werden ihr Kind wiedersehen…!“
Angela Marsons lässt den Leser hautnah an den Ermittlungen teilhaben, so dass man bei der Spurensuche usw. selbst Schlussfolgerungen treffen kann. Aber auch die nervenaufreibende Situation der Eltern kommt hier zur Darstellung. Auch Täter- und Opfersicht finden hier Raum, so dass man als Leser fast atemlos eine Seite nach der anderen umschlägt und nur eins will – weiterlesen!
Besonders wie die Autorin die Gesamthandlung bzw. das brisante Thema Kindesentführung aufgebaut hat, finde sich gelungen. Auch die Figur der Kim Stone ist gut weiterentwickelt worden, zwar hapert es bei ihr immer noch an manchen Ecken, wenn es um Emotionen im Umgang mit anderen Menschen geht, aber ihr geschätzter Kollege Bryant findet immer einen Weg hier ausgleichend zu agieren.
Zusammengefasst kann ich nur sagen, Band Nr. 3 um DI Kim Stone ist thematisch gut aufgebaut, die Hauptakteurin hat sich menschlich weiterentwickelt und erzählt wird die Krimi-Handlung von der ersten Seite bis zur letzten Seite an fesselnd, man wird in die Handlung hineingezogen und hält oftmals den Atem an, wenn ein wichtiger Punkt erreicht ist und so fliegen die Seiten dahin, dass ich hier von einem gelungenen Page-Turner sprechen möchte und auf weitere Bücher aus dieser Reihe hoffe!
Fazit: Packender Page-Turner, der ein brisantes Thema von allen Seiten beleuchtet und man nur auf weitere Bücher aus der Reihe hoffen kann!

 

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Susanne Mischke: Alte Sünden

Getreu dem Motto des letzten Krimis aus dem Jahr 2016 mit dem Titel „Warte nur ein Weilchen“, ist die Zeit jetzt rum und die Autorin hat mit „Alte Sünden“ einen neuen Kriminalfall für Kommissar Bodo Völxen und sein Team, das in und um Hannover ermittelt, veröffentlicht.
Im „Prolog“ geht es über zehn Jahre zurück und dem Leser offenbart sich – wie man dann im Verlauf des Buches erfährt – Einblick in den Mordfall der 15-jährigen Schülerin Kristina Brandt, deren Mörder nun in der Jetztzeit in der Haft verstorben ist. Das Brisante an der Sache ist, dass der Mörder nur aufgrund von Indizien und wegen seines auffälligen Verhaltens bzw. Stalking des Opfers verurteilt wurde…
Kurz vor seinem Ableben hatte der Verurteilte noch ein Gespräch mit einem Geistlichen und dort beteuert er, nicht der Mörder von Kristina zu sein und erzählt dann von einer Beobachtung, die er gemacht hat…
Wurde ein Unschuldiger verurteilt? Sollte der wahre Mörder tatsächlich noch dort draußen sein?
Kommissar Völxen und noch einigen älteren Kollegen ist der Fall noch präsent. Als er vom Geistlichen über die Beobachtung unterrichtet wird, setzt der Kommissar Jule Wedekin nochmals an die Akten des alten Falls, denn sie war damals noch nicht beim Team…..
Parallel zu dem „alten Fall“ ist bei Jule Wedekin privat einiges los, denn sie will ihren Fernando heiraten, was dann im Verlauf zu einigen Turbulenzen führt. Als dann endlich alle vor der Kirche eintreffen, wo die Trauung stattfinden soll, sind alle da, nur der Geistliche nicht, denn der liegt tot in seiner Wohnung….
Ich lese die Bücher um das Team von Kommissar Völxen immer gern, da der Erzählstil der Autorin einfach zum Lesen „auffordert“. Das Ermittlerteam ist mittlerweile bestens bekannt (ist ja schon der 7. Fall), die Handlung ist gut nachvollziehbar, auch wenn Zeitsprünge und einige Wendungen eingearbeitet sind.
Ob tatsächlich ein Unschuldiger in Haft saß, wird hier natürlich nicht verraten, nur so viel noch: Des Rätsels Lösung lugt ab und zu durch und berührt letztendlich auch etwas!
Fazit: Ein alter Fall sorgt für Aufregung, eine Hochzeit mit Turbulenzen lockert das Geschehen auf, so dass man gute Krimi-Unterhaltung präsentiert bekommt. Bitte mehr davon!

 

 

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Harlan Coben: In ewiger Schuld

Es gibt neuen spannenden Lesestoff von Harlan Coben!
Der amerikanische Autor hat es bei mir persönlich in die erste Reihe von herausragenden Autoren geschafft,  da seine spannenden Thriller – wie z.B. „Ich schweige für Dich“  – mich immer wieder begeistern konnten. Er hat einen sehr fesselnden, aber auch bildhaften Schreibstil, so dass man von Beginn an sofort ins Geschehen „gezogen“ wird.  Auch bei  „In ewiger Schuld“ ist ihm das wieder wunderbar gelungen, die spannende Handlung fesselt, verblüfft und berührt, was eine tolle Kombination ist.
Die ehemalige Militärangehörige Maya Burkett muss ihren Ehemann Joe beerdigen. Er kam bei einem versuchten Raubüberfall ums Leben. Während die Polizei ermittelt, versucht Maya ihren Alltag mit ihrer kleinen zweijährigen Tochter Lily zu meistern. Da Joe aus gutem Hause stammte und es dort so üblich ist, war von Anfang an klar, dass eine Nanny für Lily engagiert wird…
Maya’s beste Freundin schenkt ihr einen digitalen Bilderrahmen mit eingebauter Kamera, damit sie „ein Auge“ auf die Nanny hat, wenn sie mit Lily spielt. Maya kann sich anfangs nicht für die Idee begeistern, jemanden heimlich zu beobachten, doch das ändert sich schlagartig:
Als sie dann einige Zeit später tatsächlich einen Blick auf die Aufnahmen wirft, erstarrt sie, denn dort spielt ihr vor einigen Tagen beerdigter Ehemann Joe liebevoll mit seiner kleinen Tochter, wie kann das sein???
Ab hier erzähle ich nicht weiter, denn sonst nehme ich allen anderen das Lesevergnügen.
Was sich hinter der Ermordung von Joe Burkett für eine Geschichte verbirgt, hätte ich niemals erahnt! im Verlauf der Handlung gibt es immer wieder Wendungen bzw. entwirren sich so manche Knoten, die dann zu einem Art „Showdown“ führen, der wirklich überrascht!
Erneut hat Harlan Coben einen Thriller der besonderen Art geschrieben, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat, so dass ich das Buch innerhalb eines Wochenendes „verschlungen“ habe und ich erneut mit Begeistung eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen möchte!
Fazit: Spannung auf hohem Niveau bekommt man bei diesem Thriller geboten, der mit unvorhersehbaren Wendungen noch zusätzlich punktet! Unbedingt lesen!

 

Harlan Coben: In ewiger Schuld – Das Hörbuch

Das passende Hörbuch, beziehungsweise die Lesung von „In ewiger Schuld“ wird von Detlef Bierstedt, den bestimmt viele auch als Synchronstimme von George Clooney kennen und Thomas Petruo, der ebenfalls als Synchronsprecher z.B. von Gary Oldman tätig ist, übernommen, was schon allein ein großer Pluspunkt ist, denn hier sind zwei Sprecher, die etwas von ihrem Metier verstehen, so dass aus der spannenden Buchvorlage  ein Hörgenuss vom Feinsten wird!
Ich habe mir das Hörbuch angehört, nachdem ich das Buch  gelesen habe und aus der Perspektive der „Wissenden“,  wie die Geschichte ausgeht, erkennt man die besonderen Feinheiten dieser komplexen Geschichte noch viel besser. 
In vielen Büchern des Autors wird gleich zu Anfang  jemand vermisst und als Leser begibt man sich dann auf die  spannende Suche nach dieser Person. Im aktuellen Thriller ist das Handlungsgeschehen etwas anders angelegt, denn hier geht es gleich auf Mördersuche:
Genau betrachtet sind hier viele „kleine“ Geschichten/Geschehnisse in der Handlung vereint worden, wie z.B. Mayas militärischer Auslandseinsatz, die Liebesgeschichte von Joe und Maya, das Leben von Maya und ihrer Tochter nach dem Tod von Joe und dann noch die undurchsichtigen Geschäfte und Machenschaften der reichen Familie Burkett, die lange im Verborgenen bleiben, dann aber einen ganz besonderen Part in der Story übernehmen….
Egal ob man sich für die Buchfassung oder die Lesung entscheidet, die gesamte Handlung ist in keinster Weise vorhersehbar und auch so einen „Showdown“ hätte ich nicht erwartet und durch den „Epilog“ der viele Jahre später spielt, hat dieser Thriller auch letztendlich noch etwas Anrührendes.
Harlan Coben ist einer meiner Lieblingsautoren und egal welches Buch ich bisher von ihm gehört oder gelesen habe, die Geschichten, die er erzählt sind von Anfang an fesselnd und nie vorhersehbar, was mich immer wieder fasziniert und ich mich auch diesmal wieder frage, gibt es wohl einen realen Hintergrund zu diesen „wie aus dem Leben“ gegriffenen Geschichten?!
Fazit: Die Hörbuchfassung wird von zwei bekannten markanten „Stimmen“ vorgetragen, die aus der spannenden Vorlage dann ein besonderes Hörerlebnis machen. Empfehlenswert!

 

 

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