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Jörg-Michael Günther: Der Fall Max und Moritz

Eichborn VÖ 29.03.19

Wer kennt nicht den Kinderbuch-Klassiker von Wilhelm Busch „Max und Moritz“, der 1865 erstmals erschien?!
Jörg-Michael Günther hat Rechtswissenschaften studiert und hat in seinem Buch „Der Fall Max & Moritz“ nun mal die sieben Streiche der beiden Buben juristisch nach dem aktuell geltenden Strafrecht betrachtet/begutachtet.  Konnte man zu Beginn ihr „Treiben“ vielleicht noch als Streich abtun, zeigt sich aber doch im Verlauf und in der Gesamtschau eher die kriminelle Entwicklung zweier Jugendlicher, die ohne über die möglichen Konsequenzen ihres Tuns nachzudenken, hier ein ganzes Dort in Atem hält…
Mit was für unzähligen Paragraphen, Gesetzen und Gesetzbüchern man es hier zu tun bekommt, wird anhand der von Max und Moritz verübten Straftaten analysiert und von allen Seiten betrachtet. Es wird erklärt wie die Gesetzestexe sondiert, die richtigen Paragraphen zugeordet und welches  Straßmass anzuwenden ist.
Was etwas kompliziert klingt, wird aber durch den besonders guten Erklärstil des Autors auch für den Laien nachvollziehbar und tatsächlich betrachte ich nun dieses, mir gut bekannte Kinderbuch mit anderen Augen…
Was ich sehr interessant fand ist, dass es offenbar real existierende Personen gab, die Wilhelm Busch zu diesem Buch inspirierten, denn es wird hier von den Taufdokumenten der beiden erzählt, was mir bis dato nicht bekannt war.
Hier wird im Buch auch zur Frage Stellung genommen, ob das Kinderbuch auf den Index gehört bzw. ob die existierende Verfilmung nicht jugendgefährdend ist.
Nicht nur die Straftaten von Max und Moritz werden hier juristisch eingeordnet, nein auch die Reaktionen/Taten der Opfer der beiden Spitzbuben kommen hier juristisch auf den Tisch. Und die einstigen Opfer werden ja bekanntermaßen auch zu Tätern und  die Einordnung der Strafmaße sind auch hier im Bereich von Körperverletzung, Totschlag und Mord angesiedelt.
So betrachtet habe ich dies Buch aus Kindertagen noch nie. So mancher Wortlaut ist mir noch bekannt, doch wer nicht mehr alles nachvollziehen kann, dem sei gesagt, alle Streiche sind hier im Buch aufgeführt nebst den bunten Zeichnungen dazu.
Ich fand es spannend die „Lausbubenstreiche“  mal aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten und interessant, welche juristischen Konsequenzen sie zur heutigen Zeit zu befürchten hätten.
Fazit: Auch für Laien geeigneter, gelungener Einblick in die „Juristerei“!
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Elisabeth Herrmann: Schatten der Toten – Hörbuch

Der Hörverlag

Wie zuvor bei „Zeugin der Toten“ und „Stimme der Toten“ hat auch diesmal bei „Schatten der Toten“  Nina Petri den Part der Vorleserin  übernommen, was mittlerweile Wiedererkennungswert hat und auch stimmlich gut passt. Die ungekürzte Lesung umfasst mehr als 20 Stunden spannenden Hörgenuss, so dass man sich schon etwas Zeit nehmen sollte für den abschließenden Teil der Trilogie über die Tatortreinigerin Judith Kepler und ihr aufregendes Leben. Doch ich kann schon im Vorfeld sagen, jede Minute lohnt sich hier anzuhören!
Die Figur der Judith Kepler ist einen nach der langen Zeit mittlerweile schon ans Herz gewachsen, ihre Lebensgeschichte – wenn auch fiktiv – , berührt einen nachhaltig. Die actionreiche/turbulente, teils aber auch recht angsterfüllende Aufarbeitung dieser Geschichte, ist so anschaulich beschrieben, dass man mitfiebert, ob Judith Kepler – die immer viel Mut beweist – aus den teils brenzlichen, aber auch recht lebensbedrohlichen Situationen wieder herauskommt….
Unerwartet ist Judith ja anfangs in ein Geheimdienst-Wirrwarr hineingeschlittert, das auch diesmal nicht zu kurz kommt.
Durch Tod einer einst in die Romeo-Falle getappte Frau, die auf dem Totenbett noch etwas „beichtet“, kommt es erneut zu Turbulenzen in Judiths Lebens und sie muss sich erneut ihrer Vergangenheit stellen. 
So muss ein Thriller sein: Als Zuhörer hängt man gebannt an den Lippen von Nina Petri, die in die Rolle von Judith Kepler schlüpft und einen mitnimmt in die von Anfang an unheilverkündene Athmoshäre, die über dem Handlungsverlauf schwebt und die bis zum Schluss spürbar ist!
Fazit: Nina Petri ist die perfekte Besetzung um dieses spannungsgeladene Hörbuch vorzutragen! Elisabeth Herrmann hat sich mit diesem sehr fesselnden, gut gelungenen Abschluss der Thriller-Trilogie nachhaltig in die erste Reihe der Spannungsliteratur beschrieben! Einfach nur Klasse!

 

 

Elisabeth Herrmann: Schatten der Toten – Paperback

Goldmann Verlag

Nachdem ich im August 2017  „Stimme der Toten“ genossen hatte, konnte ich mir damals durchaus eine Fortsetzung vorstellen. Und tatsächlich gibt es nun mit „Schatten der Toten“ einen sehr spannenden und fesselnden Nachschlag, aber auch leider Abschluss der Reihe (erfährt man in der Danksagung der Autorin am Ende des Buches), der es wirklich in sich hat!
Kurze Zusammenfassung der Trilogie: Judith Kepler ist als Kind in einem Heim in der ehemaligen DDR aufgewachsen. Man hatte ihr Dinge über ihre Eltern erzählt, die sich im Verlauf der Handlung als unwahr herausstellen und sie kommt bei ihrer Arbeit als Tatortreinigerin durch Zufall an ihre Heim-Akte, die sie dann mit Menschen und Dingen konfrontieren, die sie sich nicht hatte träumen lassen. Sie gerät in einen Strudel von Geschehnissen und Ereignissen, wo sich die Geheimdienste die Klinke in die Hand geben.
Im Verlauf  kommt es zu einem Zusammentreffen mit ihren leiblichen Vater, der so ganz anders ist, als erhofft, denn er war ein sogenannter Romeo, der während der DDR-Zeit auf junge Frauen angesetzt wurde, um so an geheime Informationen zu kommen. Mittlerweile lebt er unter anderem Namen und ist untergetaucht. Allerdings ist er immer noch in zwielichtige Geschäfte verwickelt und in ein solches hatte er die ahnungslose Judith hineingezogen.
Aktuell ist Judith immer noch als Cleanerin tätig, nur ihr väterlicher Chef macht ihr große Sorgen, denn er liegt im Krankenhaus und mit seiner Gesundheit steht es nicht zum Besten, weswegen er auch Judith die Leitung seiner Firma übertragen hat – eine große Herausforderung für sie.
Der Tod einer Frau, die zu DDR-Zeit in die Romeo-Falle getappt war, nimmt in diesem Buch einen wichtigen Part ein, weswegen sich Judith erneut mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen muss und auch ihr mittlerweile in Odessa abgetauchter Vater kommt noch einmal zum Einsatz…
Seit dem ersten Thriller dieser Reihe war mir die Figur Judith Kepler sympathisch. Ihre Lebensgeschichte wirkt real und ist nachvollziehbar. Der Autorin ist eine spannende Thriller-Trilogie mit zeitgeschichtlichem Inhalt gelungen, die nachhaltig bewegt und für meinen Teil auch gerne noch eine Fortsetzung hätte vertragen können.
Fazit: Recht actionreicher, aber sehr gut gelungener Abschluss einer fiktiven Lebensgeschichte, die so real wirkt und bewegt, dass man eigentlich noch mehr davon erfahren möchte! Unbedingte Leseempfehlung!

 

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Susanne Mischke: Zärtlich ist der Tod

Piper Verlag

Zuletzt ermittelte das Team um Hauptkommissar Bodo Völxen in „Alte Sünden“ in und um Hannover herum. Dieses Mal wird es für einige Damen in der Handlung eher sündhaft teuer, denn in „Zärtlich ist der Tod“ hat es das Ermittler-Team mit dem Thema „Heiratsschwindel“ nebst Mord zu tun.
Im Team hat sich nach der Heirat von Jule Wedekin und Fernando Rodriguez etwas verändert, denn Jule ist jetzt beim LKA beschäftigt. Aber die geneigten Leser müssen auf diese Figur nicht verzichten, die Autorin hat sich hier in Sachen „Zusammenarbeit“ etwas einfallen lassen…
Neben dem Ermittler-Team gehört ja schon seit langem – zumindest am Rande –  immer auch Edeltraut Cebulla als engagierte Sekretärin von Bodo Völxen mit dazu.
In diesem Buch bekommt sie eine Art Hauptrolle, denn in ihrem Privatleben läuft plötzlich etwas schief. Hatte sie sich doch gerade noch auf ein schönes Wochenende an der Ostsee mit ihrem Freund Viktor Füssli gefreut, muss sie sich dann überwinden und sich an ihren Chef Hauptkommissar Völxen wenden, denn der erst kürzlich in ihr Leben getretenen Viktor scheint verschwunden zu sein und nicht nur er, sondern auch recht viel Geld, dass Edeltraut Cebulla ihm gutgläubig überlassen hatte…
Doch besagter Viktor scheint nicht nur Frau Cebulla schöne Augen gemacht zu haben, denn nach einigen Recherchen deutet einiges auf einen gewieften Heiratsschwindler hin…
Wäre diese Tatsache nicht schon schlimm genug für die Sekretärin, kommt es noch schlimmer, denn eine der anderen umgarnten Frauen wird ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden…
Mehr vom Inhalt dieses wirklich gut gelungenen, spannenden Krimis wird nicht verraten. Der Autorin ist hier ein Page-Turner gelungen, den man nur empfehlen kann, zumal auch erst ganz am Schluss Licht ins Dunkel der Ermittlungen kommt, was ich persönlich immer ganz besonders gut finde.
Neben der Kriminalgeschichte gibt es wieder Einblicke in die Welt der Schafe von dem Privatmann Bodo Völxen, aber auch reichlich Drumherum mit den anderen Team-Mitgliedern, was ja diese Krimi-Reihe auch ausmacht und einen gewissen Charme vermittelt.
Fazit: Daumen hoch, volle Punktzahl und bitte weiter so eine spannende Fortsetzung der Reihe!

 

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Tony Parsons: Die Essenz des Bösen

Lübbe

Seit dem ersten Buch Dein finsteres Herz“ begleite ich die spannenden Einsätze von DC Max Wolfe, der in London als Ermittler tätig ist.
Dies ist mittlerweise sein fünfter Einsatz und die Handlung von „Die Essenz des Bösen“ katapultiert nicht nur Max Wolfe während er nach einem neuen Rucksack für seine siebenjährige Tochter Scout  in einem großen Einkaufzentrum sucht in eine Katastrophe, nein, als Leser ist man auch hautnah dabei und befindet sich von jetzt auf gleich zwischen herumirrenden verletzten Menschen und einem ebenfalls von einem herumfliegenden Teil verletzten Max, der auf der Suche nach Hilfe ist….
Im Verlauf erfährt man von einem terroristischen Anschlag, der zu einem Hubschrauberabsturz direkt auf das große Einkaufzentrum führte, wo es viele Tote und Verletzte gab….
Während man schnell ein Brüderpaar als Drahtzieher für den Anschlag ermittelt, gerät allerdings die geplante Verhaftung der beiden völlig aus dem Ruder und es kommt auf beiden Seiten zu Toten..
Während die zuständigen Behörden noch die Hintergründe erforschen um den Fall ad acta zu legen, formieren sich immer mehr Menschen, die auch die restliche Familie der Terrorverdächtigen zur Rechenschaft ziehen wollen und Gerechtigkeit für die vielen Toten und Verletzten des Anschlags fordern…
Wie gewohnt wird die Geschichte aus Sicht von Max Wolfe fesselnd erzählt und es fällt einem schwer sich vom Geschehen zu lösen…
Obwohl die Handlung mit einem „Knall“ beginnt und im Verlauf auch Schüsse fallen, kommen diesmal auch viele Emotionen zum Tragen. Besonders gelungen finde ich, wie der Autor das Geschehen von allen Seiten beleuchtet und dies durch das besonnene und unbeirrbare Verhalten seiner Hauptfigur hier den Lesern aufzeigt.
Doch so ganz leicht fällt es Max nicht immer auf besonnen Pfaden zu wandeln, denn diesmal hat er nicht nur beruflich, sondern gerade auch privat einige große Hürden zu nehmen..
Dieser Fall ist ganz am Puls der Zeit, obwohl fiktiv, hat man teils das Gefühl, hier ist ein realer Hintergrund dabei. Die Geschichte ist spannend abgefasst und wird so fesselnd erzählt, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Obwohl das Böse hier im Vordergrund steht, wird die Rahmenhandlung mit Max als alleinerziehenden Vater der siebenjährigen Scout und dem Familienhund Stan weiter erzählt, was ja diese Reihe auch mit ausmacht und sie noch gern so spannend weitergeführt werden darf.
Fazit:  Page-Turner! Spannung und Emotionen ergeben fesselnde Unterhaltung bis zum Schluss!
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Brad Parks: Ich vernichte Dich

Fischer Verlage

Am Anfang des Jahres hatte ich hier „Nicht ein Wort“ von Brad Parks vorgestellt und auf weitere spannende Bücher von ihm gehofft.
Nun ist mit„Ich vernichte dich“ sein neues Buch erschienen und ich muss sagen, es hat mir wieder gut gefallen und nur wenig  Zeit in Anspruch genommen es ganz durchzulesen, denn man ist sofort in der Handlung gefangen und legt das Buch nur ungern aus der Hand….
Nach einer kurzen „Einleitung“ beginnt der sprichwörtliche Alptraum für die berufstätige Mutter Melanie Barrick, denn während sie sich unverschuldet zeitlich verzögert auf den Weg macht um ihren kleinen Sohn Alex von der Tagesmutter abzuholen, bleibt dort erst einmal die Tür verschlossen. Doch dann nachdem Melanies hartnäckiges Klopfen an der Haustür endlich mit Erfolg gekrönt ist, bekommt sie nur von der Tagesmutter die Worte entgegen geschleudert: Alex ist nicht hier, jemand vom Sozialamt hat ihn vor Stunden abgeholt…..
Beim Versuch auf dem Sozialamt über den Verbleib ihres Kindes etwas zu erfahren, wird sie auf den nächsten Tag vertröstet…
Doch der Alptraum geht weiter, denn als sie bei ihrem Zuhause ankommt, ist die Polizei vor Ort und hat alles was ihr Mann Ben und sie besitzen durchsucht und damit nicht genug, Melanie muss sich bald vor Gericht wegen Besitz von Drogen und dem Vorwurf, sie habe ihr Kind im Internet zum Verkauf angeboten, rechtfertigen bzw. ihre Unschuld beweisen….
Aber ob ihr das gelingt bzw. ob sie gegen die unsichtbare Macht ankämpfen kann, die sie offensichtlich vernichten will, bleibt hier unerzählt…
Im Verlauf ermittelt die zuständige Staatsanwältin noch parallel zu Melanies Alptraum in einem alten unaufgeklärten Fall, der sich dann mit den aktuellen Ereignissen verknüpft, denn Melanies Alptraum hat eigentlich bereits viel früher begonnen….
Zwar ist die Gesamthandlung an manchen Stellen für mich etwas wackelig und auch wird für mein Gefühl zu viel auf Eigeninitiative selbst ermittelt, aber ein wenig schriftstellerische Freiheit muss man auch akzeptieren.
Der sehr angenehme Schreibstil des Autors gefällt mir gut, schnell ist man im Geschehen verankert, fiebert mit und man kann es kaum erwarten, wie alles ausgeht, was dieses Buch für mich zu einem spannenden Page-Turner macht.
Fazit: Lesenswerter spannender Page-Turner, von dem es gern weitere geben darf!

 

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Tony Parsons: In eisiger Nacht

Lübbe
Hatte ich bei „Dein finsteres Herz“ gehofft, dass Detective Max Wolfe nach so einem Debut noch weitere Einsätze in London hat, setzte Tony Parsons mit „Mit Zorn sie zu strafen“  dann spannungsmäßig noch einen drauf. Historische Ereignisse und immer noch existierende geschichtsträchtige Orte in London kombiniert mit einer sehr spannenden Kriminalhandlung gab es dann in „Wer Furcht sät“. Nun ist der vierte Teil mit dem Titel „In eisiger Nacht“ erschienen, den ich nun selbst gelesen habe, denn zuvor hatte ich mir die Hörbuch-Versionen mit Dietmar Wunder als Vorleser gegönnt.
Es ist Winter in London und Detective Wolfe nebst seiner Kollegin Edie warten in sicherer Entfernung in einen „ausgestorben“ wirkenden Teil Chinatowns, dass sich das Gerücht einer Bombe in dem halb auf dem Gehweg abgestellten Kühllaster nicht bewahrheitet. Tatsächlich gibt es bald Entwarnung und nun kann der Lkw geöffnet werden…
Es ist ein schrecklicher Anblick, der sich den Ermittlern dann bietet, denn im Laderaum des Lasters befinden sich zwölf erfrorene Frauen unterschiedlichster Nationalität. Offensichtlich hatten sie noch versucht aus ihrem eisigen Gefängnis zu entkommen,  was ihnen nicht gelang.
Bei der Durchsuchung des Führerhauses werden dreizehn Pässe von Frauen gefunden, doch im Lkw befinden sich nur zwölf davon, ist es tatsächlich einer von ihnen gelungen, zu fliehen?
Ab hier beginnt eine großangelegte Suche nach dem spurlos verschwundenen Fahrer des Lkw’s,  der fehlenden Frau, den Schleusern, den Hintermännern und das vorrangige Ziel ist es, den großen Unbekannten zu entlarven, der für den weit verzweigten Menschenhandel  zur Verantwortung gezogen werden kann. Besonders die Frage warum die Frauen sterben mussten und wie sie illegal ins Land geschmuggelt wurden, beschäftigt die Ermittler sehr und sie geraten bei den Ermittlungen in sehr brenzlige lebensbedrohliche Situationen……
Wie man es aus den vorherigen Büchern der Reihe kennt, gibt es immer auch einen ganz kleinen, nicht von der Rahmenhandlung ablenkenden Einblick ins Privatleben des alleinerziehenden Max Wolfe, der sich hingebungsvoll um seine sechsjährige Tochter Scout und den Familienhund Stan kümmert.
Dem Autor ist es erneut gelungen mich mit seinem neuen spannenden Buch von der ersten Seite an, fesselnd zu unterhalten, so dass ich es nur empfehlen kann und auf eine Fortsetzung der Reihe hoffe!
Fazit: Volle Punktzahl für Fall Nr. 4!  Von der ersten Seite an fesselnd, thematisch am Puls der Zeit, spannend und erschreckend anschaulich präsentiert!

 

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Andreas Gruber: Rachewinter

Ich muss gestehen, dies ist mein erster Thriller aus der Feder von Andreas Gruber. Als ich das seitenstarke Buch „Rachewinter“ in Händen hielt, war mein erster Gedanke „Was für ein Wälzer“ und war gespannt, was mich auf den über 550 Seiten handlungsmäßig erwartet….
Schon gleich im Prolog wird man ins Geschehen katapultiert und man kann gar nicht anders als Seite um Seite weiter zu „verschlingen“!
Die Gesamthandlung spielt in zwei Städten, nämlich Leipzig, wo Kommissar Walter Pulaski im Kriminaldauerdienst ermittelt und eher unfreiwillig von seiner detektivisch veranlagten Tochter Jasmin und deren Freundin Nina im Verlauf „unterstützt“ wird.
Als Kommissar Pulaski in ein Motel gerufen wird, wo es zu einem merkwürdigen Unfall mit Todesfolge gekommen war, lässt  ihn der Name des Toten aufhorchen und beim näheren Betrachten der Leiche ist er sicher, dass es sich um Ninas Vater handelt..
Die andere Stadt ist Wien, wo die Anwältin Evelyn Meyers und ihr Assistent Florian Zock durch einen neuen Mandanten, der im Verdacht steht einen Mord begangen zu haben, mit einem undurchsichtigen Geflecht an Halbwahrheiten und Lügen konfrontiert werden, dass noch durch einen mächtigen Familien-Clan und deren Machenschaften verkompliziert wird.
Dies sind nur zwei von mehreren  brutalen Todesfällen, die sich im Verlauf ereignen. Doch das es tatsächlich raffinierte Morde sind, in deren Zusammenhang eine schöne Frau eine Rolle zu spielen scheint, das dauert etwas bis die zuständigen Ermittler das erkennen. Nur Kommissar Pulaski wittert einen Zusammenhang und auch die Wiener Rechtsanwältin glaubt nicht an Zufälle und Unfälle und sie fängt an tiefer zu graben, als sie es eigentlich sollte und stößt dann auf eine Spur, die nach Deutschland führt und daher kontaktiert sie ihren alten Bekannten Kommissar Pulaski. Wie sich herausstellt, hängen die Todesfälle in Leipzig und Wien tatsächlich zusammen, so dass der Kommissar und die Rechtsanwältin nebst Assistenten fortan zusammenarbeiten. Bald befinden sie sich in einer lebensbedrohlichen  Konfrontation mit einem sehr mächtigen und einflussreichen Gegner, der alles daran setzt seine tadellose Fassade aufrecht zu halten und da ist ihm jedes Mittel recht…
Die teils recht pikanten Szenen, die hier das Gesamtgeschehen durchziehen sind wohldosiert und die damit zusammenhängende Thematik wird gut erklärt und in den spannenden Thriller eingefügt. Trotz umfangreicher Szenen- und auch Identitätswechsel verliert man nie den roten Faden, was ein großer Pluspunkt für den gelungenen Erzählstil des Autors ist.
Ich kann nur sagen, mich hat dies Buch von Anfang an gefesselt und die vielen Seiten sind nur so dahingeflogen und die Spannung wird bis zuletzt gehalten, so dass ich hier nur die volle Punktzahl geben kann! Echt klasse!
Fazit: Wow, was für ein Thriller! Seitenstark, spannungsgeladen und unbedingt lesenswert! Bitte mehr davon!
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