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Kallentoft & Lutteman: Der Schrei des Engels

Klett-Cotta/Tropen VÖ 20.04.19

Dies ist mein erstes Buch aus der Reihe um den Ermittler Zack Herry und seine Kollegin Deniz, die beide zu einer schwedischen  Sonderermittlungseinheit gehören.
Schon gleich nach den ersten Seiten von „Der Schrei des Engels“ stehen einem die Nackenhaare hoch und man braucht schon starke Nerven um den Inhalt des Buches zu verdauen.
Die Handlung führt nach Stallhagen einem Vorort von Stockholm, wo die engagierte junge Sozialarbeiterin Helene Svensson ihr Büro hat, das sich in einem sozialen Brennpunkt befindet, wo es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen multikulturellen Gruppierungen kommt.  Sie genießt bei den dort lebenden Menschen ein gewisses Ansehen und wird auch „Heroine“, die Heldin oder wie in einem Zeitungsartikel „Engel des Vororts“ genannt, da sie für jene kämpft, die von der Gesellschaft im Stich gelassen wurden…
Und jener „Engel des Vororts“ wird entführt, vergewaltigt und gezwungen in eine Handy-Kamera zu schauen und zu lächeln, wie man später überall im Netz ansehen kann, wo sich das Video rasend schnell verbreitet…
Zack Herry nebst seiner Kollegin Deniz werden beauftragt sich vor Ort ein Bild zu machen und die hoffentlich noch lebende Helene Svensson zu finden und zum anderen ihre Peiniger dingfest zu machen…
Eine schwierige, gefährliche und im Verlauf auch explosive Aufgabe für die beiden Ermittler….
Mehr möchte ich von diesem atemberaubenden, nervenaufreibenden und von der ersten Seite an fesselnden Thriller hier gar nicht preisgeben, nur dass ich das Lesen des Buch nur ungern unterbrochen habe, es daher in die Kategorie „Page-Turner“ einordne,  die volle Punktzahl vergebe und meine Leseempfehlung aussprechen möchte!
Fazit: Nichts für schwache Nerven, aber Spannung pur aus der Kategorie „Page-Turner“, dem gerne noch weitere Bücher aus der Reihe folgen dürfen.

 

 

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Pierre Lagrange: Schatten der Provence

Fischer/Scherz

Anfang des Jahres hatte ich hier den ersten Fall von Albin Leclerc vorgestellt, dem pensionierten Commissaire, der im französischen Carpentras lebt, der in „Tod in der Provence“ charmant rüberkam und einen spannenden Fall löste.
Mittlerweile hat er bereits in zwei weiteren Fällen sein Können bewiesen, die ich aber leider verpasst habe, dies ist nun Fall Nr. 4!
Obwohl Albins „Kollegen“ Caterine Castel und Alain Theroux zwar hartnäckig seine „Mitarbeit“ und seine Spürnase nicht an Tatorten wünschen, schafft er es aber immer wieder – ob sie es wollen oder nicht – mit hilfreichen Tipps, allerdings auch mit seinen „berühmten“ Alleingängen immer wieder  bei den Ermittlungen dazwischen zu funken…
Aktuell kümmert er sich liebevoll um seine kleine Enkelin Clara, die er gern vom Kindergarten abholt. Auch ist er bemüht, nicht mehr täglich auf dem Revier nach Neuigkeiten nachzufragen und auch nicht mehr „rumzuschnüffeln.
Offenbar hatte ihn der gerade gelesene Zeitungsartikel über den aufsehenerregenden schwerbewaffneten Raubüberfall auf einen Transporter einer Sicherheitsfirma, der sehr wertvolle Bilder  von Paul  Czésanne in ein naheliegendes Museum transportieren sollte, so ergriffen, dass er  gedankenverloren nichtt den Weg zum Kindergarten einzuschlägt um Clara abzuholen,  sondern zum nahegelegenen Tatort des Überfalls fährt….
Die zu dem Überfall hinzugezogenen zwei Streifenwagen konnten nach einem Schusswechsel, der Verwundete und Tote zur Folge hatte, die Kunstschätze sicherstellen. Aber als man das Depot der Diebesbande in Augenschein nimmt, finden sich dort weitere wertvolle Bilder, die allerdings noch ihren Besitzer suchen, man vermutetet, dass es sich um Nazi-Raubkunst handeln könnte. So eine brisante Nachricht spricht sich schnell herum und es dauert nicht lange bis Ermittler von Inter- und Europol auftauchen, die den Fall an sich reißen wollen….
Während noch die interne Rangelei um Zuständigkeiten läuft, wird ein wichtiger Zeuge im Kunstraubfall ermordet und wie es kommt, dass Albin Leclerc dann im Wohnzimmer des Toten auf dem Sofa liegt, wird hier nicht erzählt…
Ich habe mich wieder gut unterhalten bei diesem spannenden, aber auch mit humorvollen Szenen besetzten Kriminalfall. Der Autor hat geschickt geschichtliche und landschaftliche Informationen eingewoben und den charmanten Leclerc diesmal auch in eine recht lebensgefährliche Situation hineingeschrieben…
Wer „Schatten der Provence“ von Anfang an genau geliest, der kann sich „ausmalen“, wer hier für alles verantwortlich ist, was aber dem Unterhaltungswert des Buches, in keiner Weise schmälert, da man das Finale auf gar keinem Fall vorhersehen kann.
Fazit:  Meine Leseempfehlung, denn Spannung, Humor, französisches Flair und ein charmanter Ermittler punkten hier!

 

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Phoebe Locke: Rachemädchen

Fischer/SCHERZ

Rachemädchen“ ist das Erstlingswerk der Autorin, die durch einen Zeitungsartikel über einen wahren Kriminalfall zu diesem Psychothriller inspiriert wurde.
In verschiedenen Zeitebenen wird der Buchinhalt erzählt:
1990: Der Leser und auch vier junge Mädchen, zu denen auf Sadie gehört, erfahren etwas über den Mythos des „Großen Mannes“. Auf Sadies Frage an ihre Freundinnen, wer das denn sei, bekommt sie Folgendes erzählt: Der Große Mann lebt im Wald, er sieht alles. Er ist ein Mörder, er kommt in der Nacht und holt dich….
Aber der Große Mann kann auch jemanden zu etwas Besonderen machen, wenn man ihn darum bittet…
Dass so eine Geschichte furchteinflößend für junge Mädchen ist, daran besteht ja wohl kein Zweifel und der Untertitel auf dem Cover „Eine ist verschwunden, eine ist angeklagt, wer ist das Opfer?“ lässt nichts Gutes ahnen…
Im Verlauf der folgenden Jahre lernt Sadie Miles kennen, 2000 haben die beiden eine kleine Tochter mit Namen Amber, kurz nach der Geburt der Kleinen verschwindet Sadie spurlos….
2016 passiert dann etwas ganz Gravierendes und Amber muss sich vor Gericht verantworten…
2018 will ein Filmteam die Hintergründe aufdecken, warum Amber wegen Mordes angeklagt, aber freigesprochen wurde…
Lange Zeit bleibt der Leser im Ungewissen, was der Mythos um den Großen Mann mit Sadie, Miles und Amber zu tun hat. Auch was sich hinter dem Verschwinden von Sadie verbirgt, darüber kann man auch zuerst nur spekulieren, was letztendlich für eine Auflösung die Autorin hier parat hat, war in keiner Weise vorhersehbar, so dass es dafür schon mal einen Pluspunkt gibt.
Eine unheimliche Stimmung durchzieht das ganze Buch, allerdings kamen ein paar „Mitwirkende“ darin vor, die mir psychisch nicht „ganz in der Spur“ zu sein schienen, so dass man nie genau sagen konnte, es ist real oder doch eine „optische/akustische Sinnestäuschung“ die gerade passiert…
Bis auf ein paar kleine „Wackler“ in der Handlung hat mir das Buch gut gefallen, man liest sich ohne Mühe durch die Zeitebenen und kann auch die mitwirkenden Personen darin gut einordnen/wiedererkennen, so dass ich hier vier von fünf möglichen Punkten geben möchte.
Fazit:  In etwas ungewohnter Erzählweise abgefasster spannender Psychothriller, der besonders mit einem unvorhersehbaren Ende punktet!

 

 

 

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Jörg-Michael Günther: Der Fall Max und Moritz

Eichborn VÖ 29.03.19

Wer kennt nicht den Kinderbuch-Klassiker von Wilhelm Busch „Max und Moritz“, der 1865 erstmals erschien?!
Jörg-Michael Günther hat Rechtswissenschaften studiert und hat in seinem Buch „Der Fall Max & Moritz“ nun mal die sieben Streiche der beiden Buben juristisch nach dem aktuell geltenden Strafrecht betrachtet/begutachtet.  Konnte man zu Beginn ihr „Treiben“ vielleicht noch als Streich abtun, zeigt sich aber doch im Verlauf und in der Gesamtschau eher die kriminelle Entwicklung zweier Jugendlicher, die ohne über die möglichen Konsequenzen ihres Tuns nachzudenken, hier ein ganzes Dort in Atem hält…
Mit was für unzähligen Paragraphen, Gesetzen und Gesetzbüchern man es hier zu tun bekommt, wird anhand der von Max und Moritz verübten Straftaten analysiert und von allen Seiten betrachtet. Es wird erklärt wie die Gesetzestexe sondiert, die richtigen Paragraphen zugeordet und welches  Straßmass anzuwenden ist.
Was etwas kompliziert klingt, wird aber durch den besonders guten Erklärstil des Autors auch für den Laien nachvollziehbar und tatsächlich betrachte ich nun dieses, mir gut bekannte Kinderbuch mit anderen Augen…
Was ich sehr interessant fand ist, dass es offenbar real existierende Personen gab, die Wilhelm Busch zu diesem Buch inspirierten, denn es wird hier von den Taufdokumenten der beiden erzählt, was mir bis dato nicht bekannt war.
Hier wird im Buch auch zur Frage Stellung genommen, ob das Kinderbuch auf den Index gehört bzw. ob die existierende Verfilmung nicht jugendgefährdend ist.
Nicht nur die Straftaten von Max und Moritz werden hier juristisch eingeordnet, nein auch die Reaktionen/Taten der Opfer der beiden Spitzbuben kommen hier juristisch auf den Tisch. Und die einstigen Opfer werden ja bekanntermaßen auch zu Tätern und  die Einordnung der Strafmaße sind auch hier im Bereich von Körperverletzung, Totschlag und Mord angesiedelt.
So betrachtet habe ich dies Buch aus Kindertagen noch nie. So mancher Wortlaut ist mir noch bekannt, doch wer nicht mehr alles nachvollziehen kann, dem sei gesagt, alle Streiche sind hier im Buch aufgeführt nebst den bunten Zeichnungen dazu.
Ich fand es spannend die „Lausbubenstreiche“  mal aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten und interessant, welche juristischen Konsequenzen sie zur heutigen Zeit zu befürchten hätten.
Fazit: Auch für Laien geeigneter, gelungener Einblick in die „Juristerei“!
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Elisabeth Herrmann: Schatten der Toten – Hörbuch

Der Hörverlag

Wie zuvor bei „Zeugin der Toten“ und „Stimme der Toten“ hat auch diesmal bei „Schatten der Toten“  Nina Petri den Part der Vorleserin  übernommen, was mittlerweile Wiedererkennungswert hat und auch stimmlich gut passt. Die ungekürzte Lesung umfasst mehr als 20 Stunden spannenden Hörgenuss, so dass man sich schon etwas Zeit nehmen sollte für den abschließenden Teil der Trilogie über die Tatortreinigerin Judith Kepler und ihr aufregendes Leben. Doch ich kann schon im Vorfeld sagen, jede Minute lohnt sich hier anzuhören!
Die Figur der Judith Kepler ist einen nach der langen Zeit mittlerweile schon ans Herz gewachsen, ihre Lebensgeschichte – wenn auch fiktiv – , berührt einen nachhaltig. Die actionreiche/turbulente, teils aber auch recht angsterfüllende Aufarbeitung dieser Geschichte, ist so anschaulich beschrieben, dass man mitfiebert, ob Judith Kepler – die immer viel Mut beweist – aus den teils brenzlichen, aber auch recht lebensbedrohlichen Situationen wieder herauskommt….
Unerwartet ist Judith ja anfangs in ein Geheimdienst-Wirrwarr hineingeschlittert, das auch diesmal nicht zu kurz kommt.
Durch Tod einer einst in die Romeo-Falle getappte Frau, die auf dem Totenbett noch etwas „beichtet“, kommt es erneut zu Turbulenzen in Judiths Lebens und sie muss sich erneut ihrer Vergangenheit stellen. 
So muss ein Thriller sein: Als Zuhörer hängt man gebannt an den Lippen von Nina Petri, die in die Rolle von Judith Kepler schlüpft und einen mitnimmt in die von Anfang an unheilverkündene Athmoshäre, die über dem Handlungsverlauf schwebt und die bis zum Schluss spürbar ist!
Fazit: Nina Petri ist die perfekte Besetzung um dieses spannungsgeladene Hörbuch vorzutragen! Elisabeth Herrmann hat sich mit diesem sehr fesselnden, gut gelungenen Abschluss der Thriller-Trilogie nachhaltig in die erste Reihe der Spannungsliteratur beschrieben! Einfach nur Klasse!

 

 

Elisabeth Herrmann: Schatten der Toten – Paperback

Goldmann Verlag

Nachdem ich im August 2017  „Stimme der Toten“ genossen hatte, konnte ich mir damals durchaus eine Fortsetzung vorstellen. Und tatsächlich gibt es nun mit „Schatten der Toten“ einen sehr spannenden und fesselnden Nachschlag, aber auch leider Abschluss der Reihe (erfährt man in der Danksagung der Autorin am Ende des Buches), der es wirklich in sich hat!
Kurze Zusammenfassung der Trilogie: Judith Kepler ist als Kind in einem Heim in der ehemaligen DDR aufgewachsen. Man hatte ihr Dinge über ihre Eltern erzählt, die sich im Verlauf der Handlung als unwahr herausstellen und sie kommt bei ihrer Arbeit als Tatortreinigerin durch Zufall an ihre Heim-Akte, die sie dann mit Menschen und Dingen konfrontieren, die sie sich nicht hatte träumen lassen. Sie gerät in einen Strudel von Geschehnissen und Ereignissen, wo sich die Geheimdienste die Klinke in die Hand geben.
Im Verlauf  kommt es zu einem Zusammentreffen mit ihren leiblichen Vater, der so ganz anders ist, als erhofft, denn er war ein sogenannter Romeo, der während der DDR-Zeit auf junge Frauen angesetzt wurde, um so an geheime Informationen zu kommen. Mittlerweile lebt er unter anderem Namen und ist untergetaucht. Allerdings ist er immer noch in zwielichtige Geschäfte verwickelt und in ein solches hatte er die ahnungslose Judith hineingezogen.
Aktuell ist Judith immer noch als Cleanerin tätig, nur ihr väterlicher Chef macht ihr große Sorgen, denn er liegt im Krankenhaus und mit seiner Gesundheit steht es nicht zum Besten, weswegen er auch Judith die Leitung seiner Firma übertragen hat – eine große Herausforderung für sie.
Der Tod einer Frau, die zu DDR-Zeit in die Romeo-Falle getappt war, nimmt in diesem Buch einen wichtigen Part ein, weswegen sich Judith erneut mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen muss und auch ihr mittlerweile in Odessa abgetauchter Vater kommt noch einmal zum Einsatz…
Seit dem ersten Thriller dieser Reihe war mir die Figur Judith Kepler sympathisch. Ihre Lebensgeschichte wirkt real und ist nachvollziehbar. Der Autorin ist eine spannende Thriller-Trilogie mit zeitgeschichtlichem Inhalt gelungen, die nachhaltig bewegt und für meinen Teil auch gerne noch eine Fortsetzung hätte vertragen können.
Fazit: Recht actionreicher, aber sehr gut gelungener Abschluss einer fiktiven Lebensgeschichte, die so real wirkt und bewegt, dass man eigentlich noch mehr davon erfahren möchte! Unbedingte Leseempfehlung!

 

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Susanne Mischke: Zärtlich ist der Tod

Piper Verlag

Zuletzt ermittelte das Team um Hauptkommissar Bodo Völxen in „Alte Sünden“ in und um Hannover herum. Dieses Mal wird es für einige Damen in der Handlung eher sündhaft teuer, denn in „Zärtlich ist der Tod“ hat es das Ermittler-Team mit dem Thema „Heiratsschwindel“ nebst Mord zu tun.
Im Team hat sich nach der Heirat von Jule Wedekin und Fernando Rodriguez etwas verändert, denn Jule ist jetzt beim LKA beschäftigt. Aber die geneigten Leser müssen auf diese Figur nicht verzichten, die Autorin hat sich hier in Sachen „Zusammenarbeit“ etwas einfallen lassen…
Neben dem Ermittler-Team gehört ja schon seit langem – zumindest am Rande –  immer auch Edeltraut Cebulla als engagierte Sekretärin von Bodo Völxen mit dazu.
In diesem Buch bekommt sie eine Art Hauptrolle, denn in ihrem Privatleben läuft plötzlich etwas schief. Hatte sie sich doch gerade noch auf ein schönes Wochenende an der Ostsee mit ihrem Freund Viktor Füssli gefreut, muss sie sich dann überwinden und sich an ihren Chef Hauptkommissar Völxen wenden, denn der erst kürzlich in ihr Leben getretenen Viktor scheint verschwunden zu sein und nicht nur er, sondern auch recht viel Geld, dass Edeltraut Cebulla ihm gutgläubig überlassen hatte…
Doch besagter Viktor scheint nicht nur Frau Cebulla schöne Augen gemacht zu haben, denn nach einigen Recherchen deutet einiges auf einen gewieften Heiratsschwindler hin…
Wäre diese Tatsache nicht schon schlimm genug für die Sekretärin, kommt es noch schlimmer, denn eine der anderen umgarnten Frauen wird ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden…
Mehr vom Inhalt dieses wirklich gut gelungenen, spannenden Krimis wird nicht verraten. Der Autorin ist hier ein Page-Turner gelungen, den man nur empfehlen kann, zumal auch erst ganz am Schluss Licht ins Dunkel der Ermittlungen kommt, was ich persönlich immer ganz besonders gut finde.
Neben der Kriminalgeschichte gibt es wieder Einblicke in die Welt der Schafe von dem Privatmann Bodo Völxen, aber auch reichlich Drumherum mit den anderen Team-Mitgliedern, was ja diese Krimi-Reihe auch ausmacht und einen gewissen Charme vermittelt.
Fazit: Daumen hoch, volle Punktzahl und bitte weiter so eine spannende Fortsetzung der Reihe!

 

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Tony Parsons: Die Essenz des Bösen

Lübbe

Seit dem ersten Buch Dein finsteres Herz“ begleite ich die spannenden Einsätze von DC Max Wolfe, der in London als Ermittler tätig ist.
Dies ist mittlerweise sein fünfter Einsatz und die Handlung von „Die Essenz des Bösen“ katapultiert nicht nur Max Wolfe während er nach einem neuen Rucksack für seine siebenjährige Tochter Scout  in einem großen Einkaufzentrum sucht in eine Katastrophe, nein, als Leser ist man auch hautnah dabei und befindet sich von jetzt auf gleich zwischen herumirrenden verletzten Menschen und einem ebenfalls von einem herumfliegenden Teil verletzten Max, der auf der Suche nach Hilfe ist….
Im Verlauf erfährt man von einem terroristischen Anschlag, der zu einem Hubschrauberabsturz direkt auf das große Einkaufzentrum führte, wo es viele Tote und Verletzte gab….
Während man schnell ein Brüderpaar als Drahtzieher für den Anschlag ermittelt, gerät allerdings die geplante Verhaftung der beiden völlig aus dem Ruder und es kommt auf beiden Seiten zu Toten..
Während die zuständigen Behörden noch die Hintergründe erforschen um den Fall ad acta zu legen, formieren sich immer mehr Menschen, die auch die restliche Familie der Terrorverdächtigen zur Rechenschaft ziehen wollen und Gerechtigkeit für die vielen Toten und Verletzten des Anschlags fordern…
Wie gewohnt wird die Geschichte aus Sicht von Max Wolfe fesselnd erzählt und es fällt einem schwer sich vom Geschehen zu lösen…
Obwohl die Handlung mit einem „Knall“ beginnt und im Verlauf auch Schüsse fallen, kommen diesmal auch viele Emotionen zum Tragen. Besonders gelungen finde ich, wie der Autor das Geschehen von allen Seiten beleuchtet und dies durch das besonnene und unbeirrbare Verhalten seiner Hauptfigur hier den Lesern aufzeigt.
Doch so ganz leicht fällt es Max nicht immer auf besonnen Pfaden zu wandeln, denn diesmal hat er nicht nur beruflich, sondern gerade auch privat einige große Hürden zu nehmen..
Dieser Fall ist ganz am Puls der Zeit, obwohl fiktiv, hat man teils das Gefühl, hier ist ein realer Hintergrund dabei. Die Geschichte ist spannend abgefasst und wird so fesselnd erzählt, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Obwohl das Böse hier im Vordergrund steht, wird die Rahmenhandlung mit Max als alleinerziehenden Vater der siebenjährigen Scout und dem Familienhund Stan weiter erzählt, was ja diese Reihe auch mit ausmacht und sie noch gern so spannend weitergeführt werden darf.
Fazit:  Page-Turner! Spannung und Emotionen ergeben fesselnde Unterhaltung bis zum Schluss!
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