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Kate Penrose: Kalt flüstern die Wellen

Fischer Verlage

Im April d. J. hatte ich hier den zweiten Einsatz von Inspektor Ben Kitto in „Dunkel leuchten die Klippen“ vorstellt.
Nun geht es erneut auf die zu Cornwall gehörenden Scilly-Inseln und in „Kalt flüstern die Wellen“ bekommt es der Inspektor mit einem Feuerteufel zu tun, der die gesamte Inselwelt in Atem hält.
Die Handlung beginnt gleich recht gruselig, denn es werden menschliche Überreste auf einer Art Scheiterhaufen gefunden, die mit einem Schaffellmantel bedeckt sind.
Ben Kitto übernimmt die Ermittlungen in dem Fall. Die Identität des Toten ist schnell ermittelt, handelt es sich doch um einen „Zugezogenen“. In der Nähe der Leiche hat der Mörder auch noch eine Botschaft hinterlassen, die es erst einmal zu entschlüsseln gilt…
Obwohl Ben auf den Scilly-Inseln aufgewachsen ist, begegnen ihn die Einheimischen immer noch mit etwas Mißtrauen, denn nach seiner Untercover-Tätigkeit in London ist er erst kurze Zeit wieder in sein einstiges Elternhaus eingezogen. Aber auch der Menschenschlag an sich, der hier lebt, hat so seine Eigenheiten und reden tun sie nur, wenn sie auch etwas mitzuteilen haben und in Bezug auf „Neuankömmlinge“ hat jeder so seine eigenen Ansichten…
Die Ermittlungen gehen eher schleppend und mühsam voran, doch dann brennt das Haus der Künstlerin Naomi lichterloh und von ihr fehlt jede Spur…
Es gilt viele Geheimnisse aufzudecken, mehrere Verdächtige und undurchsichtige Charaktere verkomplizieren die Suche nach dem Mörder. Bis alle Puzzlesteinchen an ihrem richtigen Fleck liegen, dauert es etwas, aber langweilig wird es hierbei nie!
Beharrlichkeit, Engagement und ein Gespür für die Menschen der Inseln sind hier gefragt, aber auch Mut und Zähigkeit, doch obwohl der Inspektor genau diese Fähigkeiten besitzt, gerät er unvermittelt in Lebensgefahr und erneut fängt es an zu brennen….
Nach den zwei vorherigen Büchern fiel es mir leicht, die Mitwirkenden einzuordnen, aber die Autorin selbst gibt wohldosiert Hilfestellung im Verlauf der Handlung, was ich persönlich sehr gut fand.
Zwar fand ich die Beweggründe, die zu dem mörderischen Treiben geführt haben, etwas „schwach“ und etwas „kontruiert“, aber enttarnt hatte ich das Böse während der gesamten Handlung nicht, was schon mal ein ganz besonderer Pluspunkt ist. Gern darf die Reihe fortgeführt werden und auch das Privatleben des Inspektors darf etwas an Fahrt aufnehmen, damit er sich nicht nur beruflich wieder auf seiner Heimatinsel wohl fühlt.
Fazit: Nicht nur Krimi, sondern Sozialdrama, besondere Charaktere und die passende Atmosphäre  machen dieses lesenswerte Buch aus! Bitte weiter so!
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Ragnar Jónasson: Dunkel

btb

Um ehrlich zu sein, bin ich erst einmal um dieses Buch „herumgekreist“ und war mir anfangs nicht so sicher, ob ich es lesen möchte. Krimis aus dem Hohen Norden sind eigentlich mein bevorzugter Lesestoff und explizit auch aus/über Island. Als ich mich dann noch entschlossen hatte die „einsamste Kommissarin Islands“  Hulda Hermannsdóttir  kennenzulernen, war ich ganz schnell von dem leicht zu lesenden Buch in Beschlag genommen, denn Spannung und überraschende Wendungen sind hier garantiert!
Oben erwähnte Hulda arbeitet in Reykjavik bei der Polizei. Sie ist 64 Jahre alt und will eigentlich noch gar nicht in den vorzeitigen Ruhestand gehen. Diesen Schritt versucht sie so lange wie möglich hinauszuziehen, doch beim Betreten des Reviers wird sie zu ihrem Vorgesetzten zitiert, der ihr unmissverständlich nahelegt, dass sie ihren Schreibtisch so schnell wie möglich räumen soll, denn ein jüngerer Kollege wartet auf seinen Einsatz und ihren Schreibtisch….
Da zuhause niemand auf sie wartet, ringt sie ihrem Vorgesetzten noch eine klitzekleine Galgenfrist ab, um einen ganz bestimmten Cold-Case-Fall aufzuklären:
Die junge Russin Elena wird ertrunken in einer abgeschiedenen Bucht gefunden. Die damaligen Ermittlungen waren eher oberflächlich, weswegen Hulda noch einmal etwas genauer die alten, recht dürftigen Akten durchsieht…. 
Tatsächlich stößt sie bei ihren Recherchen auf Ungereimtheiten. Je weiter sie gräbt, um so näher scheint sie der richtigen Lösung zu kommen und ehe sie sich versieht,  gerät sie selbst in große Lebensgefahr….
Mir hat die Geschichte einfach nur gut gefallen, denn die Erzählweise ist gut gelungen, die unvorhersehbaren Wendungen überraschen den Leser und Hulda, hatte ich anfangs als „armes Schäfchen“ eingestuft, die einige Schicksalsschläge zu verkraften hatte, aber da war ich dann doch wohl auf einem Holzweg….
Ich bin schon gespannt wie es weitergeht, denn auch das ist anders als bei sonstigen Geschichten, denn der Autor erzählt die Trilogie offenbar rückwärts. Aber da ich schon in diesem Buch durch 180°-Wendungen überrascht wurde, kann ich mir das auch für die noch zwei ausstehenden Bücher ebenfalls vorstellen.
Fazit: „Dunkel“ ist eigentlich schon das Ende der Trilogie, was ungewöhnlich ist. Es wird wendungsreich, spannend, ist leicht lesbar und nach dem Motto „Nichts ist wie es scheint“,  bin ich auf die Vorgeschichte gespannt! Unbedingt lesenswert!

 

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Yrsa Sigurdardóttir: Abgrund

btb

Nach „DNA“, „Sog“ und zuletzt „R.I.P“ kommt mit „Abgrund“ nun der vierte Einsatz für Kommissar Huldar und die Psychologin Freyja, die in Islands Hauptstadt Reykjavik ihren Dienst tun.
An einem geschichtsträchtigen Ort, der einst als Hinrichtungsstätte genutzt wurde und der auf einem großen Lavafeld liegt, hat man einen erhängten Mann aufgefunden. Ganz schnell ist klar, dass dies kein Selbstmord war, denn in seine Brust hat jemand einen Nagel gerammt, woran noch die Reste einer  – wohl vom Winde verwehten – Nachricht hängen…
Huldar und seine Kollegen ermitteln in diesem Fall, der im Verlauf dann zur Zusammenarbeit mit Freyja führt, die einen kleinen vierjährigen Jungen betreut, den man einsam und allein in einer fremden Wohnung gefunden hat. Während Freyja versucht herauszubekommen, wie er dort hingekommen ist, fragt der kleine Siggi nach seiner Mutter und malt Bilder in leuchtendem Rot von ihr, die nichts Gutes erahnen lassen, zumal ein Kind in seinem Alter nicht als vermisst gemeldet wurde….
Im Verlauf stellt sich heraus, dass der kleine Siggi in der Wohnung des erhängten Mannes aufgefunden wurde, was die Ermittler vor ein großes Rätsel stellt, denn offensichtliche Zusammenhänge fehlen hier…..
Ich kenne bisher alle Bücher der Autorin und weiß daher, dass nichts auf den ersten Blick ist, wie es scheint. Während man als Leser Einblick in das isländische Leben bekommt, müssen die Ermittler tief graben um hier des Rätsels Lösung zu finden, zumal es über den Toten nur Gutes zu hören gibt…..
…..bis sein tief verborgenes Geheimnis gelüftet werden kann…
Anschaulich hat die Autorin die Szenerien beschrieben, so dass einem dann und wann die Nackenhaare hochstehen. Besonders gut hat mir gefallen, dass von Anfang an fesselnde Spannung vorhanden war und sich erst ganz zum Schluss herauskristallisiert, wie der kleine Siggi „ins Bild passt“.
Ich hatte zwar im Verlauf eine klitzekleine Ahnung, in welche Richtung es hier geht, aber letztendlich den Ausgang des Buchs, habe ich nicht vorhersehen können, was ein großer Pluspunkt ist!
Ich habe die Spannung aus dem Hohen Norden genossen und konnte das Buch kaum aus den Händen legen, weswegen ich hier gern meine Leseempfehlung aussprechen möchte und hoffe die Reihe mit diesem Team wird weiter fortgesetzt!
Fazit: Fesselnde Spannung aus dem Hohen Norden, an der man nicht vorbeikommt!
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Kate Penrose: Dunkel leuchten die Klippen

Fischer Verlage

Nach dem Debüt „Nachts schweigt das Meer“ ist dies der zweite Einsatz von DI Ben Kitto, der auf den zu Cornwall gehörenden Scilly-Inseln ermittelt, wo er sich somit auf heimischen Terrain befindet, denn er stammt von der Insel Bryher. Nach einiger Zeit als Undercover-Ermittler auf dem Festland ist er nun zurück auf den Inseln und hat sich in seinem ehemaligen Elternhaus einquartiert.
Den Anfang der Krimi-Reihe hatte ich eher als Sozialdrama eingeordnet, denn für einen spannenden Krimi fehlte mir noch dies und das. Trotzdem wollte ich den Verlauf der Reihe abwarten und sehen, was die Schriftstellerin als nächstes präsentiert. Was nun mit „Dunkel leuchten die Klippen“ geschehen ist und darum geht es in diesem Buch:
Während Ben endlich sein Versprechen seinem Onkel Ray gegenüber einlöst und ihn in seiner Bootswerkstatt arbeitsmäßig unterstützt, hat er kaum einen Handschlag getan, als ein ortsansässiger Fischer ihm einen Leichenfund vor Piper’s Hole meldet….
Nachdem die Tote geborgen und als Jude Trellon – eine einheimische, sehr erfahrene, aber auch wagemutig Apnoe-Taucherin – identifiziert wird, muss Ben ihren auf der Insel Tresco lebenden Eltern die schreckliche Nachricht überbringen, dass ihre Tochter, nicht wie anfangs vermutet durch einen tragischen Unfall um Leben kam, sondern ermordet wurde…
Da Ben die Eigenheiten und den rauen Charme der Inselbewohner gut kennt,  gelingt es ihm durch geduldiges Zuhören und erneutem „Nachstochern“ nach und nach hinter die gut gehüteten Geheimnisse dieser eingeschworenen Gemeinschaft zu kommen, wo es um versunkene/verschollene Schiffswracks und wertvolle Fundstücke wie Reliquien aus einer anderen Zeit geht. Doch bald liegen auch seine Nerven blank, denn es Verschwinden weitere Menschen spurlos und  jemand schickt kryptische Hinweise als Flaschenpost an die Polizei….
Das Warten auf das nächste Buch hat sich definitiv hier gelohnt, denn diesmal überzeugt Kate Penrose mit einen spannenden Kriminalfall, der vor einer rauen Landschaftkulisse spielt, was gut passt. Durch das erste Buch waren mir bereits schon einige „Mitwirkende“ bekannt, so dass das Einordnen leicht gelang.  Bis sich des Rätsels Lösung in diesem kniffligen Fall findet, hat die Autorin einige falsche Fährten ausgelegt und überrascht zum Schluss mit einem nicht vorhersehbaren Ende, was mir gut gefallen hat und es in dieser Form gern so weitergehen darf!
Fazit: Tolle Steigerung zum Debüt! Volle Punktzahl für diesen lesenswerten spannenden Krimi!

 

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Tina Frennstedt: Cold Case  – Das verschwundene Mädchen

Lübbe

Die Autorin arbeitet beim schwedischen Fernsehen als Kriminalreporterin und ihr Hauptaugenmerk richtet sich auf Kriminalfälle, die nie aufgeklärt wurden.
Das verschwundene Mädchen“ ist das Thriller-Debüt  aus der „Cold-Case-Reihe“. Die Geschichte ist  – wie man am Ende des Buches erfährt – hauptsächlich fiktiv, enthält aber auch Teile, die auf wahren Begebenheiten basieren.
Im Mittelpunkt des Geschehens steht Hauptkommissarin Tess Hjalmarsson, die das Ermittler-Team  im schwedischen Malmö leitet und hier gibt es einen kleinen Einblick in den Kriminalfall, den sie gerade „auf den Tisch“ bekommen haben:
Anfang Februar 2018 ist eine Spaziergängerin mit ihrem Hund am Strand unterwegs, dabei findet sie die Leiche einer Frau, die wie sich später herausstellt, brutal vergewaltigt und mit ihrem eigenen Baseballschläger getötet wurde. Bei der Rekonstruktion des Tathergangs gibt es auffällige Parallelen zu einer Vergewaltigungs- und Mordserie in Dänemark. Die dortige Polizei hat zehn Jahre lang vergeblich versucht den Täter aufzuspüren….
Leider bleibt es auf schwedischer Seite nicht bei dem einen Übergriff. An einem weiteren Tatort gelingt es der Polizei Spuren zu sichern, die dann zur großen Überraschung des gesamten Teams zu einem ungelösten Vermisstenfall führen, wo vor vielen Jahren die 19-jährige Annika spurlos verschwand…
Wie und ob überhaupt die Fälle zusammenhängen, wird hier nicht erzählt, denn das Buch lohnt sich auf jeden Fall zu lesen. Die Erzähltechnik, die sich aus unterschiedlichen Sichtweisen sowie verschiedenen Zeitebenen zusammensetzt, ist gelungen und liest sich sehr gut. Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt und besonders in der Annahme eines realen Hintergrunds, ist hier ein „Gänsehaut-Effekt“ vorhanden!
Inhaltlich hätte es für meinen Geschmack etwas weniger von Tess Privatleben sein können und dafür mehr von der polizeilichen Aufarbeitung bzw. mehr Einblick in die aufwendige Ermittlungsarbeit der Kriminalfälle,  aber das nur am Rande. Die Autorin sollte man sich unbedingt merken und da bereits ein weiteres Buch aus der Reihe für nächstes Jahr angekündigt ist, werde ich das ganz bestimmt wieder gerne lesen!
Fazit: Diese Autorin sollte man sich unbedingt merken, ihr fesselndes Thriller-Debüt ist sehr gut gelungen so spannend darf es gern weitergehen!
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Arne Dahl: Vier durch Vier

Piper Verlag

Das schwedische Ermittler-Duo Molly Bloom und Sam Berger sind zurück und nach „Sieben minus Eins„, „Sechs mal Zwei“ und „Fünf plus Drei“ gibt es für den geneigten Leser mit „Vier durch Vier“ neuen spannenden Lesestoff:
Doch bevor die beiden wieder gemeinsam  ermitteln dauert es etwas, denn Molly ist untergetaucht. Sam Berger lebt und arbeitet im Bootshaus  und hält sich als Privatermittler bzw. Sicherheitsberater mehr recht als schlecht über Wasser…
Dann taucht irgendwann in dem abgelegenen, im Umbau befindlichen Bootshaus  seine ehemalige Kollegin und beste Vertraute Desiré Rosenkvist auf. Sam Berger ist psychisch in einem desolaten Zustand, weswegen ihn Desiré den Kontakt zur Psychotherapeutin Rita Ohlén ans Herz legt…
Tatsächlich kontaktiert Sam Berger diese Therapeutin und nach ein paar Sitzungen geht es ihm tatsächlich etwas besser. Dann tritt Rita Ohlén an ihn heran und engagiert ihn um eine ihr ans Herz gewachsene Patientin mit Namen Nadja zu finden, die spurlos verschwunden ist… Durch einen Erpresserbrief mit Lösegeldforderung wird klar, dass die Polizei nicht kontaktiert werden darf , denn sollte das der Fall sein, stirbt Nadja durch Enthauptung….. Die Uhr tickt, denn viel Zeit bleibt Sam Berger nicht um Nadja zu finden…..
Molly Bloom taucht dann wieder auf, allerdings nicht allein, denn ihr „Verschwinden“ hatte einen guten Grund und der heißt Myrina und ist Sams und Molly neugeborene Tochter…..
Es dauert nicht lange und Molly und Sam arbeiten gemeinsam an der Suche nach Nadja, die offenbar in die Hände der russischen Mafia geraten ist….
So zusammengefasst, kann man den roten Faden gut erkennen, der sich im Verlauf der Handlung herauskristallisiert, doch der Weg dahin ist vom Autor gut verschleiert und durch teils in die Irre führende „Abzweigungen“ vernebelt, besonders welchen besonderen Part Mollys Vergangenheit hier übernimmt und ob Sam überhaupt noch jemanden wirklich vertrauen kann, bleibt lange im Verborgenen, aber Dranbleiben lohnt sich!
Da am Ende ein recht gruseliger „Cliffhanger“ das Buch beendet, kann ich mir durchaus einen weiteren spannenden Einsatz von Berger und Bloom vorstellen.
Fazit: Der Meister im Verschleiern heißt hier Arne Dahl, was zwar spannend ist, aber auch zu mancher Verwirrung führt, wenn man nicht genau aufpasst! Dies Verwirrspiel verlangt aber auch unbedingt nach einer Forsetzung!
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Stephan Ludwig: Unter der Erde

FISCHERScherz

Wer Krimis liebt, der kennt auch die Bücher aus der Feder von Stephan Ludwig, denn nicht nur in Buchform haben es „Zorn und Schröder“  wie zuletzt in „Tod und Tod“  mittlerweile auf neun spannende Fälle gebracht, sondern einige davon sind auch schon fürs Fernsehen erfolgreich verfilmt worden…
Nun beschreitet der Autor mit dem Thriller „Unter der Erde“ „Neuland“….
Handlungsmäßig dreht es sich um den recht erfolgreichen Fantasy-Schriftsteller Elias Haack, der von seinem Großvater Wilhelm zu dessen 90. Geburtstag eingeladen wird. Zwar hat Elias noch eine schwache Erinnerung an den Mann, aber Kontakt zu ihm bestand seit über 30 Jahren nicht mehr….
Aus Neugier und weil er auf der Suche nach neuem Stoff für sein nächstes Buch ist, macht er sich an einem sehr heißen Sommertag auf in die Lausitz, genauer gesagt nach Volkow, einem kleinen Dorf, dass am Rande eines großen Tagebaugebietes liegt und bald nicht mehr vorhanden sein wird, denn die Abbruch-Bagger sind auf dem Weg dorthin. Die Straße zum Dorf hat so seine Tücken und mit einem lauten Knall endet dann kurz vor dem Ziel Elias Wagen zerbeult an einem großen Findling…
Dies war sozusagen der erste „Warnschuss“, doch das erkennt Elias erst viel später, denn irgendetwas stimmt mit dem Dorf und den restlichen, dort ausharrenden Bewohnern nicht….
Zwar kann er seinem Großvater noch zum Geburtstag gratulieren und ein kleines Gespräch führen, doch am nächsten Tag ist Wilhelm tot…
Mehr erzähle ich hier nicht, denn dieser Thriller ist zwar etwas ungewöhnlich, aber spannend und lesenswert.  Durch die Ungewissheit, weswegen Wilhelm seinen Enkel zu sich gebeten hat und durch die teils etwas merkwürdigen Bewohner des Ortes durchzieht eine unheimliche Atmosphäre die Geschichte, die bis zum Ende anhält und sich dann erst alles aufklärt….
Dieser Thriller wirkt anfänglich etwas „unwirklich“, aber bei näherem Betrachten kann ich mir durchaus vorstellen, dass solche Machenschaften etwas Reales im Hintergrund haben und bei den schrecklichen Dingen, die in unserer Welt passieren, ist das hier Aufgeschriebene nicht ganz abwegig, aber auch unheimlich und düster, was somit  gut zu dem Titel des Buches passt.
Fazit: Nichts für schwache Nerven, denn aus einem heißen Sommertag heraus, entwickelt sich das eiskalte Grauen, so dass einem hier die Nackenhaare beim Lesen hochstehen können!

 

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