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Ragnar Jónasson: Nebel

btb

Nach „Dunkel“ und „Insel“ lichtet sich nun der „Nebel und handlungsmäßig beginnt das letzte Buch der Hulda-Trilogie im Jahr 1988, wo die isländische Kommissarin nach einem schweren Schicksalsschlag versucht wieder im Leben fußzufassen und um andere Gedanken in den Kopf zu bekommen, sich wieder auf ihrer Dienststelle zur Arbeit einfindet.…
Hulda bekommt von ihrem Vorgesetzten den Auftrag, die Ereignisse aufzuklären, die sich auf einem sehr abgelegenen und besonders in der Winterzeit kaum erreichbaren Bauernhof ereignet haben….
Während Hulda sich auf den Weg macht um sich vor Ort ein Bild zu machen, erzählt der Autor aus unterschiedlichen Richtungen und Perspektiven hier eine nervenaufreibende, unvorhersehbare und sehr spannende Kriminalgeschichte, auf die ich hier inhaltlich nicht weiter eingehen möchte, denn dazu ist sie zu gelungen und eigentlich auch die „Krönung“ der Trilogie.
Besonders die landschaftliche Szenerie ist sehr anschaulich dargestellt, wo sich in der schneebedeckten Einsamkeit eines abgelegenen und im Verlauf durch einen schlimmen Schneesturm  auch vom Rest der Zivilisation abgetrennten Bauernhauses sich das ältere Ehepaar Einar und Erla trotz der widrigen Umstände auf die bevorstehenden Weihnachtstage freut. Doch dann wird ihre vertraute Idylle von einem unbekannten Gast durcheinandergewirbelt, was schon gleich zu Beginn irgendwie nichts Gutes ahnen lässt. Da aber in der isländischen Abgelegenheit Gastfreundschaft einen hohen Stellenwert einnimmt, bietet man dem Unbekannten Kost und Logie an….
Was sich dann Hulda auf dem Hof für ein schauriges Bild bietet, sollte jeder nervenstarke Leser selbst herausbekommen…
Ich habe dieses spannungsgeladene Buch gern und in einem Rutsch gelesen, obwohl mir an manchen Stellen schon die Nackenhaare hochstanden!
Fazit: Spannender, nervenaufreibender und wirklich gelungener Abschluss der Trilogie!
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Max Bentow: Der Mondscheinmann

Goldmann Verlag

2018 ermittelte der Berliner Kommissar Nils Trojan in „Der Schmetterlingsjunge“. In seinem mittlerweile achten Fall bekommt er es diesmal mit dem „Mondscheinmann“ zu tun:
Eigentlich lechzt Kommissar Trojan nach einer längeren Auszeit, denn er fühlt sich ausgelaugt und erschöpft. Doch sein Vorgesetzter kann und will seinem besten Ermittler nicht einfach so „freigeben“, zumal in Berlin ein perfider Mörder unterwegs ist, der nachdem er seine Opfer getötet hat, ihre Leichname drapiert und den Fundort besonders herrichtet und jedesmal eine große Anzahl Schnecken hinterlässt….
Während das Team um Nils Trojan reichlich viel Arbeit bekommt,  wird noch aus anderen Perspektiven die Geschichte erzählt u.a. wird das Leben eines kleinen Jungen beleuchtet, der im Verlauf noch eine wichtige Rolle einnimmt…
Besonders als jemand aus den eigenen Reihen des Ermittler-Teams als Täter in Betracht gezogen werden muss, wird es bei der Spurenverfolgung für so manchen aus dem Team lebensgefährlich, denn besonders für Nils Trojan und seine Mitarbeiterin Steffi wird es brenzlig, da sie offenbar dem Täter ganz dicht auf den Fersen sind…
Mehr möchte ich gar nicht vom Inhalt preisgeben, denn wie gewohnt schafft Max Bentow eine teilweise recht gruselig anmutende Szenerie. Die Tatorte haben es in sich und so mancher Schauer läuft einem schon beim Lesen über den Rücken. Leider fand ich die Geschichte an manchen Stellen etwas „unrund“ und obwohl der Autor geschickt falsche Fährten auslegt, war der lange Zeit im Dunklen agierende Täter dann für mich keine große Überraschung mehr.  Nichtsdestotrotz ist der achte Fall der Reihe wieder spannend, teils gruselig und lesenswert!
Fazit: Nervenaufreibender lesenswerter achter Fall für Nils Trojan, so dass die Reihe gern fortgeführt werden darf!
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Harlan Coben: Der Junge aus dem Wald

Goldmann Verlag

Da ich schon so einige Bücher von Harlan Coben gelesen – zuletzt „Honeymoon“ oder mir angehört habe – zuletzt „Suche mich nicht“ und seinen angenehmen Erzählstil mag, war ich gespannt, was ihm diesmal wieder für eine Geschichte eingefallen ist:
Es geht über den großen Teich nach Amerika, genauer gesagt nach Westville, New Jersey, wo die Handlung angesiedelt ist.
Eines schönen Tages im Jahr 1986 wird ein kleiner Junge gefunden, der offenbar schon seit einiger Zeit allein und ohne Erinnerung an seinen Namen und woher er kommt,  im Wald gelebt hat. Man nimmt sich seiner an und nennt ihn fortan „Wilde“.
Im April 2020 lebt Wilde wieder allein im Wald und er hat zusammen mit seiner Adoptivschwester eine Privatdetektei. Zu seinem sozialen Umfeld gehört die Staranwältin Hester Crimstein und ihre Familie, die ihn dann auch kontaktiert. Hester Crimsteins Enkel Matthew ist besorgt wegen seiner Mitschülerin Naomi Pine, die spurlos verschwunden ist, weswegen er seine Großmutter um Hilfe bittet. Die kommt bei der Suche nach dem Mädchen aber nicht recht weiter und daher Wilde ins Spiel bringt…
Wilde spürt dann Naomi wohlbehalten auf und für einige Tage erscheint sie auch wieder in der Schule, wo sie allerdings von ihren Mitschülern und ganz besonders der Clique um Crash Maynard erneut böse gemobbt wird….
Kurze Zeit später verschwindet dann Crash spurlos und auch Naomi erscheint wieder nicht in der Schule. Anfangs wird ein gemeinsames „Abtauchen“ der beiden in Erwägung gezogen, doch dann sieht es bei Crash Verschwinden eher nach einer Entführung aus, da offenbar sein Vater in Besitz hochbrisanten Materials ist,  das einen aufstrebenden Politiker in Misskredit bringen könnte….
Ich hatte mir von dem Titel „Der Junge aus dem Wald“ irgendwie inhaltlich etwas anderes vorgestellt und habe hier den sonst so fesselnden Erzählstil des Autors vermisst.
Zwar lernt man den Jungen aus dem Wald hier kennen, aber sein mysteriöses Auftauchen und die Suche nach seiner Identität sind hier nicht der Haupttenor des Buches.
Was sich aus dem Verschwinden zweier Teenager für eine Geschichte entwickelt, die dann einige Nebenschauplätze hat, die sich aber nicht wirklich zu einem interessanten Gesamtbild zusammen fügen, konnte mich leider nicht wie gewohnt fesseln und schon gar nicht „thrillen“.
Fazit: Schade, hier fehlt der typische „Coben-Style“

 

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Brad Parks: Kein falscher Schritt

Fischer Verlage

Nach den beiden spannenden Thrillern „Nicht ein Wort“ und „Ich vernichte Dich“ ist nun „Kein falscher Schritt“ erschienen.
Bevor es hier handlungsmäßig fiktiv wird, gibt es noch eine Anmerkung des Autors, in der er an die realen Vorkommnissen eines großen US-Bankenskandals aus dem Jahren 2004 bis 2007 erinnert, wo es um mexikanische Wechselstufen, Drogenkartelle und Geldwäsche im großen Stil ging. Diese unglaublichen Machenschaften haben ihn zu diesem Buch inspiriert:
Tommy Jump war einst ein gefeierter Kinderstar am Broadway. Doch seine Schauspielkarriere ist längst vorbei und seine Auftritte und Engagements werden immer rollenmäßig kleiner und schlechter bezahlt, weswegen er beruflich umdenken sollte, zumal seine geliebte Amanda ihm gerade verkündet hat, dass sie schwanger ist…
Dann trifft er zufällig einen alten Jugendfreund wieder, der nun beim FBI arbeitet. Besagter Freund macht ihm ein ungewöhnliches, aber genau auf ihn zugeschnittenes Jobangebot, denn er soll für eine gewisse Zeit eine ganz besondere Rolle spielen –  und was kann ein Schauspieler am besten? –  Natürlich in die „Haut eines anderes schlüpfen“ und eine Rolle spielen…
Doch so ganz ohne Haken ist die Rolle nicht, denn Tommy soll vom FBI in ein Gefängnis eingeschleust werden, wo er mit einem Gefängnisinsassen in Kontakt kommen soll, sein Vertrauen erwirken und ihn um ganz bestimmte Informationen „anzapfen“ soll….
Anfangs ist sich Tommy nicht sicher, ob er diesen Job annehmen soll, aber der anstehende Familienzuwachs und das viele Geld, was man ihm für dieses Engagement bietet, kann er einfach nicht ablehnen und er lässt ich darauf ein….
Während anfangs alles recht gut verläuft, ändert sich das schlagartig, als Tommy Informationen von besagtem Insassen bekommt, die ein ganz anderes Licht auf das FBI, das gut bezahlte Engagement und den zeitlich begrenzten Gefängnisaufenthalt werfen…
Das erste Kapitel dieses Buches lässt eine spannende Handlung vermuten. Leider muss ich sagen, die beiden vorherigen Bücher von Brad Parks haben mir handlungs- und ganz besonders spannungsmäßig wesentlich besser gefallen, dieses konnte mich nicht besonders fesseln.  Schwierigkeiten hatte ich mit den ganzen Poker-Ausdrücken und Musical-Zitaten, die hier vorkommen und für mich entbehrlich gewesen wären.
Auch wenn hier ein realer Hintergrund als „Vorlage“ diente und ich die Machenschaften der Banken und ihren „Partnern“ mir kaum vorstellen kann, besonders mit welchen Geldsummen hier jongliert wurde, fehlte mir hier in der ganzen Szenerie das „gewisse Etwas“. Leider hatte ich von Anfang so meine Bedenken bei Tommys „Spezialauftrag“ und auch bezüglich der brisanten Dokumente um die es hier geht, lag ich richtig, weswegen für mich der Verlauf zu vorhersehbar war und ich daher nur drei von fünf möglichen Punkten vergebe.
Fazit: Schade, die anfängliche Spannung ebbt schnell ab und der Verlauf ist mir zu vorhersehbar, trotz vieler Wendungen

 

 

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Ragnar Jónasson: Insel

btb

Nachdem ich endlich „Dunkel“ gelesen hatte und ganz begeistert von diesem Thriller war, wo die 64jährige isländische Kommissarin Hulda Hermannsdóttir in Reykjavík ihren Dienst verrichtete, konnte ich gar nicht schnell genug die „Vorgängergeschichte“ mit dem Titel „Insel“ lesen, wo man einen  Zeitsprung rückwärts macht und Hulda 50 Jahre alt ist und man das Jahr 1997 schreibt.
Doch bis Hulda in diesem Band zum Zuge kommt, dauert es etwas. Die Gesamthandlung setzt sich aus in verschiedenen Zeitebenen erzählten Ereignissen zusammen, die für spannende Unterhaltung sorgen.
Ich möchte die wichtigsten Fakten hier etwas zusammenfassen:
1987 ein jungendliches Pärchen macht einen Ausflug in den entlegenen Nordwesten Island, genauer gesagt auf die Vestfirdir-Halbinsel, wo sie in einem Sommerhaus übernachten wollen. Die wunderschöne Landschaftsidylle trügt nach kurzer Zeit, denn nur einer der beiden Jugendlichen kommt lebend nach Hause….
1997 hat Hulda gerade Dienst, als von dem Vestmannaeyjar-Archipel ein Anruf bei ihr im Revier landet, wo ein fragenaufwerfender Todesfall auf der Insel Ellidaey gemeldet wird. Kurzer Hand macht sie sich auf den Weg, ohne vorher zu ahnen, was für ein weitreichender Kriminalfall sich daraus entwickelt, der dann auch noch einen Zusammenhang mit dem oben erwähnten Todesfall aus 1987 aufweist…
Die Landschaftsbeschreibung der einsam gelegenen und nur mit einem Haus versehenen Insel Ellidaey hat mich dazu veranlasst im Internet nach einem Bild davon zu suchen und konnte sogar ein Video ergattern, das mir beim Weiterlesen sehr geholfen hat, denn so konnte ich mir „Vorort ein Bild machen“…
Ganz so spannend wie Dunkel fand ich dies Buch zwar nicht, zumal ich recht bald eine Ahnung hatte, wer der eigentliche Täter von 1987 war. Auch dass die polizeilichen Ermittlungen im ersten Fall hier so oberflächlich verliefen und dann so schnell ad acta gelegt wurden, erstaunte mich etwas, aber dies nur am Rande, denn wer Dunkel gelesen hat, kommt an Insel nicht vorbei, weswegen ich mich schon auf Band drei freue!
Fazit: Etwas schwächer als Band 1, aber nichtsdestotrotz spannend und lesenswert!
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Nele Neuhaus: Zeiten des Sturms

Ullstein Verlag

Die beiden vorherigen Bücher „Sommer der Wahrheit“ (2014) und „Straße nach Nirgendwo“ (2015) hatte die Autorin noch unter ihrem Mädchennamen Löwenberg veröffentlicht, wo der Teenager Sheridan Grant, ihr Leben als Adoptivkind auf einer Farm in Fairfield/Nebraska und ihr aufregendes Leben im Mittelpunkt des Geschehens steht. Die Handlung begann 1994 als Sheridan erstmals mit dem Gesetz in Konflikt kam und ihr Vater Vernon sie aus dem Gefängnis holten musste.
Das Leben auf der Farm ist für Sheridan kein Zuckerlecken, denn ihre Adoptivmutter Rachel führt ein strenges Regime und ist von allen, die auf der Farm leben und arbeiten, gefürchtet…
Sheridan ist eine gute Schülerin, sehr belesen und äußerst musikalisch, sie spielt Klavier und komponiert ihre eigenen Lieder, doch besonders herausragend ist ihre Stimme, die bei kleineren Veranstaltungen schon bejubelt wurde. Ihr großer Traum ist als Sängerin Karriere zu machen….
Im Verlauf der Vorgeschichte begegnet Sheridan vielen Männern, die ihr den Kopf verdrehen, sie stürzt sich in pikante Affären, gerät aber auch immer wieder in sehr missliche und verstörende Situationen, die ihr Leben und ihre Persönlichkeit prägen.
Nachdem sie als 17jährige die Farm und ihre Familie fluchtartig verlassen hatte, die Polizei sie wegen der Vorkommnisse auf der Farm sucht, taucht sie unter und gerät in schlechte Gesellschaft, muss um ihr Leben fürchten und nur ganz knapp gelingt ihr die Flucht.
Der letzte Band endet damit, dass sie „abgebrannt“  in Rockbridge in Massachusetts landet und sie den gutsituierten Arzt Paul Sutton kennenlernt….
Was ich soeben aufgeschrieben habe, ist ungefähr noch das, was mir aus den beiden sehr spannend erzählten Romanen über das Leben von Sheridan Grant noch nach fünf Jahren in Erinnerung geblieben ist.
Nun hat Nele Neuhaus das aufregende Leben der jungen Frau, die mittlerweile 21 Jahre alt ist in „Zeiten des Sturms“ weiter erzählt.
Die Handlung beginnt 2001 in Rockbrigde, wo Sheridan ihr Hochzeitskleid anprobieren soll, denn sie plant Paul Sutton zu heiraten. Während sie vor dem Spiegel bei der Schneiderin steht und die kleinen Änderungen am Kleid über sich ergehen lässt, kommen ihr Zweifel, ob nach den fünf romantischen Monaten mit Paul, sie auch die richtige Entscheidung getroffen hat. Fluchtartig entledigt sie sich dem teuren Kleid und läuft blindlings auf die Straße….
….. direkt in die Arme eines Mannes, den sie gehofft hatte, nie in ihrem Leben wiederzusehen…
Ab jetzt wird es turbulent und ohne den weiteren Verlauf des wieder sehr spannenden seitenstarken Romans noch groß zu verraten, nur noch so viel:
Sie wird entführt und gerät in einen folgenschweren Autounfall. Doch Sheridan ist eine Kämpferin, die ihren Weg geht. Man begleitet sie als Leser auf der Suche nach ihren „richtigen Eltern“, lässt die zurückliegenden traumatischen Ereignisse  revuepassieren, die sie dann in ein Hochsicherheitsgefängnis führen. Mehrere Männer kreuzen Sheridans Weg während sie ihren großen Traum einer Sangeskarriere nicht aus den Augen verliert…..
Auch wie in den vorherigen Büchern, konnte ich dann und wann Sheridans Verhalten/Handlungen nicht ganz nachvollziehen. Außerdem hätte ich mir nach fünf Jahren Lesepause an manchen Stellen etwas mehr „Infos“ zu den zurückliegen Ereignissen gewünscht, da klaffte ab und zu mal eine kleine Lücke, weswegen ich hier vier von fünf möglichen Punkten vergebe, was aber den Lesewert des Buch nicht schmälert!
Fazit: Spannender Abschluss (?) der aufregenden Sheridan-Grant-Reihe, der wieder von Anfang an fesselt!
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Kate Penrose: Kalt flüstern die Wellen

Fischer Verlage

Im April d. J. hatte ich hier den zweiten Einsatz von Inspektor Ben Kitto in „Dunkel leuchten die Klippen“ vorstellt.
Nun geht es erneut auf die zu Cornwall gehörenden Scilly-Inseln und in „Kalt flüstern die Wellen“ bekommt es der Inspektor mit einem Feuerteufel zu tun, der die gesamte Inselwelt in Atem hält.
Die Handlung beginnt gleich recht gruselig, denn es werden menschliche Überreste auf einer Art Scheiterhaufen gefunden, die mit einem Schaffellmantel bedeckt sind.
Ben Kitto übernimmt die Ermittlungen in dem Fall. Die Identität des Toten ist schnell ermittelt, handelt es sich doch um einen „Zugezogenen“. In der Nähe der Leiche hat der Mörder auch noch eine Botschaft hinterlassen, die es erst einmal zu entschlüsseln gilt…
Obwohl Ben auf den Scilly-Inseln aufgewachsen ist, begegnen ihn die Einheimischen immer noch mit etwas Mißtrauen, denn nach seiner Untercover-Tätigkeit in London ist er erst kurze Zeit wieder in sein einstiges Elternhaus eingezogen. Aber auch der Menschenschlag an sich, der hier lebt, hat so seine Eigenheiten und reden tun sie nur, wenn sie auch etwas mitzuteilen haben und in Bezug auf „Neuankömmlinge“ hat jeder so seine eigenen Ansichten…
Die Ermittlungen gehen eher schleppend und mühsam voran, doch dann brennt das Haus der Künstlerin Naomi lichterloh und von ihr fehlt jede Spur…
Es gilt viele Geheimnisse aufzudecken, mehrere Verdächtige und undurchsichtige Charaktere verkomplizieren die Suche nach dem Mörder. Bis alle Puzzlesteinchen an ihrem richtigen Fleck liegen, dauert es etwas, aber langweilig wird es hierbei nie!
Beharrlichkeit, Engagement und ein Gespür für die Menschen der Inseln sind hier gefragt, aber auch Mut und Zähigkeit, doch obwohl der Inspektor genau diese Fähigkeiten besitzt, gerät er unvermittelt in Lebensgefahr und erneut fängt es an zu brennen….
Nach den zwei vorherigen Büchern fiel es mir leicht, die Mitwirkenden einzuordnen, aber die Autorin selbst gibt wohldosiert Hilfestellung im Verlauf der Handlung, was ich persönlich sehr gut fand.
Zwar fand ich die Beweggründe, die zu dem mörderischen Treiben geführt haben, etwas „schwach“ und etwas „kontruiert“, aber enttarnt hatte ich das Böse während der gesamten Handlung nicht, was schon mal ein ganz besonderer Pluspunkt ist. Gern darf die Reihe fortgeführt werden und auch das Privatleben des Inspektors darf etwas an Fahrt aufnehmen, damit er sich nicht nur beruflich wieder auf seiner Heimatinsel wohl fühlt.
Fazit: Nicht nur Krimi, sondern Sozialdrama, besondere Charaktere und die passende Atmosphäre  machen dieses lesenswerte Buch aus! Bitte weiter so!
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