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Joy Ellis: Die verschwundenen Töchter

Piper Verlag

Anfang letzten Monats hatte ich hier den beachtenswerten Debüt-Krimi  „Der Sohn der Mörderin“ von Joy Ellis vorgestellt. Nun ist der zweite Fall für das britische Ermittler-Duo Rowan Jackman und Marie Evans mit dem Titel „Die verschwundenen Töchter“ erschienen, den ich in „Null-Komma-Nichts“ gelesen habe. Allerdings muss ich zuvor erwähnen, dass dieser nervenaufreibende Fall nichts für schwache Nerven ist und mit Sicherheit noch lange nachwirkt:
Die Handlung spielt erneut in den Fens, einer Moor- und Marschlandschaft im Osten Englands. Dort wird die Leiche eines Teenagers gefunden. Ob es die gesuchte 14-jährige Ausreißerin ist, die seit geraumer vermisst wird, kann nur noch anhand des Zahnstatus ermittelt werden….
Während das Ermittler-Team auf die Identifizierung der Toten wartet, bekommen sie von ihrer Vorgesetzten einen fast zehn Jahre alten Vermisstenfall an Herz gelegt, der bis auf Weiteres oberste Priorität hat, denn die Mutter der damals verschwundenen Kenya Black will unbedingt wissen, was mit ihrer Tochter passiert ist….
Doch bevor die ganzen alten Akten gesichtet sind  und die Ermittlungen erneut aufgenommen werden können, wird ein verwirrtes Mädchen im Teenageralter ins Krankenhaus eingeliefert. Sie war zuvor völlig orientierungslos durch die Marschlandschaft gelaufen. Sie ist körperlich in einem desolaten Zustand, hat überall blaue Flecken und sie scheint unter Drogen zu stehen, weswegen die Ärzte sich große Sorgen um sie machen. Ein sinnvolles Gespräch kommt mit ihr nicht zustande, denn zwischen ruhigen Phasen „erwacht“ sie dann plötzlich und schreit herzzerreißend  nach Emily….
Weswegen die Teenager verschwinden, verwirrt oder tot wieder auftauchen, entwickelt sich zu einem weitreichenden und weit zurückreichenden Fall, der das gesamte Team an die Grenzen der Belastbarkeit bringt. Auch als Leser muss man hier einige kaum vorstellbare schaurige Szenerien verkraften, so dass hier durchaus Gruselpotential vorhanden ist. Wie und ob alles zusammenhängt werde ich hier nicht erzählen, denn dieses Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite unbedingt lesenswert und ganz besonders der Erzählstil der Autorin ist sehr angenehm, sie spielt mit der Vorstellungskraft des Lesers und die „gruseligen Szenerien“ werden wohl dosiert präsentiert, was mir gut gefallen hat.
Fazit: Volle Punktzahl für diesen Page-Turner, der sich durch fesselnde Spannung mit Gänsehautgarantie auszeichnet!  Bitte weiter so und mehr davon!

 

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Christiane Franke/Cornelia Kuhnert: Krabbenkuss mit Schuss

Rowohlt Verlag

Vor einem Jahr hatte das etwas ungleiche Ermittler-Trio, Rosa – eigentlich Lehrerin -, Henner – der Dorfpostbote von Neuharlingersiel und Rudi – der einzige, der von Beruf Polizist ist – in „Zum Teufel mit den fiesen Friesen“ den letzten Einsatz.
Nun gibt es mit „Krabbenkuss mit Schuss“ Nachschub in Sachen Krimi und Humor, der handlungsmäßig wie gewohnt in Ostfriesland angesiedelt ist:
Rosa ist unterwegs zur Alpaka-Farm des Ehepaars Ewenberg, denn sie möchte den Unterricht für einen Tag auslagern und mit ihren Schülern die Farm besuchen. Als sie dort ankommt ist die Eigentümerin gerade im Gehege beim Füttern. Nach einem kurzen Gespräch geht Frau Ewenberg ins Haus um Unterlagen für Rosa zu holen, die sich an den zotteligen Tieren kaum sattsehen kann…
…. dann zerreißt ein markerschütternder Schrei die Idylle und kurze Zeit später erfolgt der nächste…
Rosa läuft zum Haus um nachzusehen, was passiert ist: Herr Ewenberg liegt am Fuß einer Treppe mit verrenkten Armen und Beinen und unter seinem Kopf bildet sich eine große Blutlache….
Was auf den ersten Blick wie ein tödlicher Treppensturz aussieht, entpuppt sich bald als Mord….
Für die Kripo aus Wittmund steht die Ehefrau ganz oben auf der Verdächtigenliste, doch Rosa und auch bald Rudi kommen da so ihre Zweifel….
Neben dieser anfänglichen Mordermittlung, die dann noch auf weitere Opfer ausgedehnt wird, geht es inhaltlich noch um Diebstahl und Erpressung sowie die Online-Partnervermittlung „Krabbenkuss“, wo Rosa sich angemeldet hat und im Verlauf den einen oder anderen Herren „austestet“. Auch Rudi ist auf Freiersfüßen und durchläuft optisch eine Veränderung.
Dann gibt es noch ganz viel „Familiäres“, was aber diese humorvolle Krimi-Reihe ausmacht und unbedingt in die Rahmenhandlung hinein gehört, sonst fehlte hier einfach etwas!  Da ich bereits einige Bücher der Reihe gelesen habe, sind mir die gängigen Mitwirkenden bekannt. Und wer sich bei den vielen Namen, doch mal verheddert, der kann hinten im Buch nachschlagen, da gibt es eine „Who is who“- Liste und ganz zum Schluss auch Rezept-Anleitungen für Gerichte/Gebackenes, die man hier in der Handlung serviert bekommt.
Bis hier alle Puzzle-Teilchen am rechten Fleck liegen, passiert einiges und Spannung und Humor halten sich hier die Waage, so dass man gut unterhalten wird. Den Ausgang des Geschehens konnte man keineswegs voraussehen, was ein großer Pluspunkt ist. Insgesamt liest sich die Geschichte flüssig, fesselt von Anfang an und nach kurzer Zeit ist man mitten im Geschehen, was mir gut gefallen hat, wesgegen ich hier die volle Punktzahl vergebe! Bitte mehr davon und weiter so!
Fazit: Gelungen – vergnüglich – spannend = Volle Punktzahl für diesen Lesegenuss!
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Joy Ellis: Der Sohn der Mörderin

Piper Verlag

Mit „Der Sohn der Mörderin“ startet die Krimi-Reihe, die landschaftlich in den Fens, einer Moor- und Marschlandschaft im Osten Englands angesiedelt ist.
In einem abgelegenden Haus am Rande der Marschlandschaft liegt der Tatort, an dem sich die beiden Ermittler DI Rowan Jackman und DS Marie Evans einfinden um sich ein Bild von dem dort stattgefundenen Mord an Alison Fleet zu machen: Der Anblick der sich ihnen bietet, hallt noch lange nach:
Überall sieht man Blut, das aus den zahllosen Wunden, die man Alison auf brutale Weise zugefügt hat, geflossen ist. Warum man die bekannte und engagierte Organisatorin vieler Wohltätigkeitsveranstaltungen so brutal ermordet hat, heißt es nun aufzuklären…
Während das Ermittler-Team noch Hintergrundrecherchen betreibt, taucht ein junger Mann am Empfang des Polizeireviers auf, der dem Beamten dort etwas merkwürdig vorkommt, weswegen er kurze Zeit später in einem Verhörraum DS Evans gegenübersitzt und Folgendes zu Protokoll gibt:
Mein Name ist Daniel Kinder und ich habe Alison Fleet getötet, denn Töten liegt mir im Blut, genau wie meiner leiblichen Mutter, einer polizeibekannten Serienmörderin…
Doch so ganz können die beiden Ermittler diesem Geständnis nicht glauben, denn Daniel kann zwar Angaben zum Mord machen, aber dann berichtet er immer wieder über Erinnerungslücken, die er mit dramatischen Vorfällen in seiner Kindheit erklärt und die ihn sein ganzes Leben lang schon begleiten….
Während der Polizeiapparat auf Hochtouren läuft, fehlen aber handfeste Beweise gegen Daniel Kinder, der dann bald wieder auf freiem Fuß ist, aber im Verlauf spurlos verschwindet und bald darauf ähnlich gelagerte Morde geschehen….
Den Namen dieser Autorin sollte man sich auf jeden Fall merken, denn was sie hier als Debüt-Krimi abgeliefert hat, ist beachtenswert. Die beiden Ermittler kommen kompetent und sympathisch rüber, der rätselaufgebende geständige Mörder ist gut skizziert und als Leser ist man hin- und hergerissen, ob man ihm seine vorgebrachten Taten glauben soll oder ob hier ganz andere kriminelle Energie am Werke ist. Die Auflösung hätte noch etwas ausgefeilter sein können, aber nichtsdestotrotz ist hier von Anfang bis Ende fesselnde Spannung gegeben und da es der Beginn einer Krimi-Reihe ist, bin ich schon auf das nächste Buch sehr gespannt!
Fazit: Beachtenswerter gelungener Debüt-Krimi, der von Anfang bis Ende fesselnde Spannung beinhaltet, weswegen die Reihe unbedingt fortgesetzt werden sollte!

 

 

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Catherine Shepherd: Todgeweiht

Kafel Verlag

Erneut und wie schon bei dem letzten sehr spannenden Zons-Thriller „Sündenkammer“ verheißt auch im aktuellen Buch  „Todgeweiht“ der Prolog nichts Gutes:
Jemand klingelt an der Tür und bringt eine nicht bestellte Mahlzeit zu einer jungen Frau, die gerade im Begriff ist, ihre vermeintlichen „überschüssigen Pfunde“ durch eine Runde Joggen zu reduzieren. Sie schaut in die ihr überreichte Tüte und wundert sich über den darin befindlichen  Zettel  mit der Aufschrift „Henkersmahlzeit“ ….
Die „Zons-Reihe“ der Autorin beinhaltet ja eigentlich immer gleich zwei spannende Stories, wovon die eine in der Jetzt-Zeit und die andere vor 500 Jahren spielt:
Die im Prolog beginnende Situation gehört zur Gegenwart und führt im Verlauf zu mehreren Frauenleichen, die allesamt in Gewässern gefunden werden. Das Team um Kommissar Bergmann hat alle Hände voll zu tun, denn sie müssen in Sachen Mord ermitteln, da keines der Opfer ertrunken ist, sondern sie sind verhungert und verdurstet…
Vor 500 Jahren: Den schwarzen Tod – wie auch die Pest früher bezeichnet wurde – aus Zons herauszuhalten, ist die wichtige Aufgabe, die Bastian Mühlenberg vom Erzbischof aufgetragen bekommen hat. Während die Soldaten an den Stadttoren jeden genauestens auf die markanten „Pestbeulen“ „beäugen“, wird der ortsansässige Wirt tot aufgefunden, seine Gliedmaßen sind merkwürdig verrenkt und unter dem ganzen Schmutz an seinem Körper, sieht man an seinem Hals eine auffällige Beule…
Ob die Pest tatsächlich in Zons Einzug genommen oder hier kriminelle Energie zu den merkwürdig verrenkten und mit „Beulen“ versehenen Leichen –  die sich bald häufen – geführt hat, wird hier nicht verraten, sondern diesen Thriller sollte jeder selbst genießen!
Der Autorin ist erneut ein Thriller gelungen, der am Puls der Zeit ist, was nicht nur für den Kriminalfall gilt, der in der Gegenwart spielt und in die Welt der Mode, des Internets und der Influenzer-Szene führt. Auch die Geschehnisse vor 500 Jahren, wo die Pest die Menschheit bedroht und es keine Medizin dagegen gab,  ist nicht weniger aktuell, denn beschaut man sich unsere jetzige weltweite  Bedrohungssituation durch den unsichtbaren Feind mit Namen Corona, kann man sich die angespannte Lage in Zons zur damaligen Zeit noch viel besser vorstellen, denn etwas Ähnliches erleben wir ja leider selbst gerade…
Ich bin immer wieder begeistert von den Büchern von Catherin Shepherd und outet mich gern hier als ihr Fan! Alles was ich bisher und jetzt erneut aus ihrer Feder gelesen habe, hat mich von der ersten Seite an gefesselt und die Zeit vergessen lassen und bedeutet für mich einfach nur Lesegenuss pur!
Fazit: Einfach nur klasse! Spannung und Lesegenuss pur bekommt hier an gleich im Doppelpack serviert! Bitte weiter so und mehr davon!

 

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Sven Koch: Schwarzer Fjord

DroemerKnaur

Im März 2018 hatte ich hier den Thriller „Kalte Sonne von Sven Koch vorgestellt. Da ich viele seiner Bücher gelesen und besonders die Reihe um Femke Folkmer und Tjark Wolf, die an der Nordseeküste ermitteln, eine hohen Lesewert bei mir haben, war ich von besagtem Thriller nicht ganz so begeistert, da der ungewohnte Erzählstil mich nicht fesseln konnte.
Nun ist mit „Schwarzer Fjord“ ein neuer Thriller erschienen, der in Dänemark angesiedelt ist: 
Liv und Vigga waren einst beste Freundinnen, doch im Laufe der Zeit war man auseinandergedriftet, Vigga hatte Magnus geheiratet und die beiden Frauen hatten nur noch sporadisch Kontakt. Als die ersten Mails von Magnus kommen und er Liv fragt, ob sie wisse wo Vigga sei, kam ihr das etwas komisch vor, denn woher sollte sie darüber etwas wissen…
Liv versucht Vigga über die sozialen Medien und auch telefonisch zu erreichen, doch ihr Handy ist ausgeschaltet.  Nach einem Telefonat mit Magnus hegt Liv den Verdacht dass das Paar einen schlimmen Streit gehabt hat, weswegen Vigga abgetaucht ist, doch Magnus bestreitet dies vehement.
Kurze Zeit später trifft Liv am Ringkøbing-Fjord ein, wo Magnus und Vigga ein schönes Haus bewohnen, um herauszufinden, was mit Vigga passiert sein könnte. Doch weit kommt Liv nicht, denn nach einem Treppensturz landet sie im Krankenhaus und kann sich nur noch bruchstückhaft an den letzten Abend erinnern…
Dann erscheinen zwei Polizisten an ihrem Krankenbett und wollen herausbekommen, was  im Haus passiert ist, denn sie wurde bewusstlos und blutüberströmt neben einer Leiche gefunden…..
Mehr vom Inhalt gibt es hier nicht, denn in diesem Thriller hat Sven Koch einen recht fesselnden, auf den ersten Blick nicht durchschaubaren und mit vielen Wendungen angereicherten Handlungsverlauf aufgeschrieben.  Beim Lesen wird man angeregt, mitzurätseln ob Liv eine ausgebuffte Lügnerin ist oder ob sie selbst in Lebensgefahr schwebt. Zwar hatte ich im letzten Drittel der Handlung eine Ahnung, was passiert sein könnte, lag aber knapp daneben, da der Autor am Schluss noch einen Twist eingebaut hat, den man so nicht erahnen konnte. 
Fazit: Gelungen und fesselnd erzählt mit unvorhersehbaren Twists, so dass der Spannungsbogen bis zum Schluss gehalten wird! So darf der „Thrill“ gern weitergehen!
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Tony Parsons: Die ohne Schuld sind


Anfang letzten Jahres hatte DC Max Wolfe in „Die Essenz des Bösen“ während eines spektakulären Kriminalfalls dann einen beruflichen, aber auch ganz persönlichen Verlust zu beklagen.
Doch so richtig Zeit zum Trauern hat Max Wolfe kaum, denn in „Die ohne Schuld sind“ wird er von seiner Vorgesetzten zu einem Tatort gerufen, wo man die junge Mutter Jessica Lyle vor ihrer Wohnung aus dem Wagen gerissen, sie entführt und ihren sechs Monate alten Sohn auf der Rückbank liegen gelassen hatte…
Während man den kleinen Jungen zu seinen Großeltern bringt, erfährt Max, dass Jessica die bildhübsche Tochter eines ehemaligen Kollegen ist, der unbedingt an der Suche nach seiner Tochter mitmischen will und im weiteren Verlauf auch durch eigenmächtiges Handeln die Ermittlungen erschwert….
Schnell kommt der Verdacht auf, dass Jessica offenbar das falsche Opfer ist, denn den Wagen hatte sie sich von ihrer Mitbewohnerin Snezia geliehen und deren Geliebter ist der polizeibekannte Gangster Harry Flowers, der sich zwar offiziell aus dem Drogengeschäft zurückgezogen hat und nun einen Schrottplatz betreibt und seriös geworden sein soll, aber so ganz glauben können die Ermittler das nicht, weswegen sie ihn kontaktieren wollen, da man vermutet dass man eher seine Geliebte kidnappen wollte um ihn zu erpressen…
Doch Flowers kommt der Polizei zuvor und wartet schon vor Max Wolfes Wohnung auf ihn und bietet seine volle Unterstützung bei der Suche nach Jessica an, denn er kann sich keinen Grund vorstellen, dass die Entführung etwas mit ihm zu tun hat….
Niemand der Ermittler nimmt dem smart auftretenden Harry Flowers seine Unschuld ab und dann erhält dieser ganz entgegen seiner Beteuerungen eine vielsagende Erpresser-Mail…
Mehr zum Inhalt des Buches gibt es hier nicht an Vor-Information, denn Tony Parsons hat erneut einen sehr spannenden Kriminalroman geschrieben, der nicht nur in die menschlichen Abgründe, sondern auch in den düsteren Untergrund Londons führt. Zwar muss man etwas aufpassen, damit man bei den „Wer-mit-wem-Verbandelungen“ nicht durcheinanderkommt, aber die Suche nach Jessica ist mit so vielen Wendungen und unvorhersehbaren Situationen angereichert, dass ich dies Buch mal wieder „in einem Rutsch“ gelesen habe, so spannend fand ich es.
Auch Scout, die mittlerweile achtjährige Tochter von Max Wolfe und der Familienhund Stan nehmen wieder einen großen Part in der Handlung ein, was auch für mich als Fan der Reihe auf gar keinem Fall fehlen darf, sondern ein ganz besonders charmanter Teil dieser Bücher ist und nie vom Kriminalfall ablenkt, sondern sehr geschickt eingewoben ist und dann und wann auch den Spannungslevel „bedrohlich“ nach oben lenkt, wenn kriminelle Energie in das Familienidyll einbrechen will….
Fazit: So muss ein Krimi sein! Volle Punktzahl für den sechsten Einsatz von DC Max Wolfe, der spannend erzählt wird, von der ersten Seite an fesselt und nervenaufreibend ist. Bitte mehr davon und weiter so!

 

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Klaus-Peter Wolf: Ostfriesenhölle – Printausgabe und ungekürzte Autorenlesung –

Fischer Verlage

Aus der „Ostfriesennacht“ schickt Klaus-Peter Wolf sein Ermittlerteam um Kommissarin Ann Kathrin Klaasen nun in die „Ostfriesenhölle“.
Die Handlung des 14. Falls aus dieser Reihe habe ich in der Taschenbuch-Version angefangen zu lesen, die übrigens mit zwei  Zitaten – eins von Kommissar Rupert und eins von Kommissar Weller – beginnt.
Vor den Augen seiner Mutter fällt Cosmo vom Rad und ist kurze Zeit später tot….
Die verzweifelte Mutter ist sich sicher, dass Cosmos Freund Marvin, der es gemeinsam mit ihm zu einer großen Anhängerschar auf You-Tube gebracht hat, für den Tod ihres Sohnes verantwortlich ist. Waren irgendwelche Drogen im Spiel?
Niemand kann sie von diesem festgefahrenen Gedanken abbringen und dann „brennen bei ihr alle Sicherungen durch“ und sie entführt Marvin vor den Augen seiner Großmutter aus deren Wohnung….
Wie gewohnt liest sich das Buch gut, man ist sofort mitten im Geschehen und man kann es kaum aus den Händen legen, da man unbedingt erfahren möchte, wie es weiter geht…..
Fazit: Böse Mächte greifen hier um sich, so dass Realitätsbezug und Spannung von Anbeginn vorhanden sind, aber auch genug Humor ins Geschehen einfließt. Diese ganz besondere Mischung aus Spannung und Humor ist es, was diese Krimi-Reihe ausmacht!

GoyaLit

Dann brachte mir der Postbote die ungekürzte Hörbuchfassung von Ostfriesenhölle ins Haus, weswegen ich ganz schnell den CD-Player startete, der mir dann Meeresrauschen und gesummt den „Ostfriesenblues“ von Bettina Goeschel als Einleitung zur Autorenlesung in die Kopfhörer schickte…
Die Fortsetzung der Handlung gelang mir genau an der richtigen Stelle, denn die nummerierten Tracks der zwei CD’s sind im Cover aufgeführt, die auch die ersten Worte des jeweiligen Abschnitts beinhalten, die man im Buch dann schnell wiederfinden kann, weswegen ich auch unterwegs immer auf die Buchversion zurückgreifen und dann zuhause der Lesung weiter zu folgen konnte.
Neben dem Mord- und Entführungsfall, der „hohe Wellen“ aufwirft, da Marvin neben seinem You-Tube-Ruhm auch noch der Enkel des Innenministers ist, fehlt auch diesmal der Humor in diesem Buch nicht.
Kommissar Rupert ist wieder voll in seinem Element, weswegen hier die Lachmuskeln auch wieder einiges aushalten müssen. Aber seine besondere Art und Weise wird diesmal auch von Kommissarin Klaasen ganz gezielt eingesetzt, was ich gut fand und daher, die kleinen „Wackler“ in der Story hier unerwähnt bleiben, dann dies ist wieder ein „Wohlfühlkrimi“ ganz nach meinem Geschmack, dem gern noch viele weitere folgen dürfen.
Da Klaus-Peter Wolf seit langem mit seiner unverkennbaren Stimme seine Bücher selbst gekonnt vorträgt, dauert es nicht lange und vor den Augen beginnt das Kopfkino, wo es spannend wird, aber auch teils mit wie aus dem Nichts kommenden Humoreinlagen gekrönt wird.
Fazit: Spannung und Humor gehen hier Hand in Hand und machen Lust auf mehr von davon!

 

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