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Bernd Mannhardt: Der Hamlet und die Schokolinse

 

Schardt-Verlag

Ich finde es immer wieder spannend und unterhaltsam in das Leben anderer Menschen Einblick zu erhalten.
Bernd Mannhardt, dessen Bücher ich hier bereits mehrfach vorgestellt habe, wie z.B.  den Kriminalroman „Giftzwerg“ und den ich für seinen schwarzen Humor schätze, ist nun hinabgetaucht in seine Kindheit und lässt sie für den geneigten Leser in „Der Hamlet und die Schokolinse“ Revue passieren:
Man erfährt, dass er als „Dreikäsehoch“ regelmäßig bei seinen Großeltern „geparkt“ wurde, was auch Ausgangspunkt für alle sechs hier enthaltenen Kapitel ist.
Ob nun die Großmutter ihren Kochkünsten frönte und Eintöpfe in vielerlei Variationen kochte oder die Spaziergänge mit dem Großvater zum Ku’Damm oder zum Frisör –  wo der sonst eher wortkarge „Steppke“ erstmals seinen Willen kundtut und gegen den Vorschlag des Großvaters rebelliert, als er das Wort „Fassonschnitt“ hört – , es sind die kleinen Dinge des Lebens, die hier Beachtung finden und humorvoll aufgeschrieben wurden.
Der Leser lernt Hamlet kennen, taucht ein in die Anfänge der Fernsehausstrahlungen und erinnert sich vielleicht auch selbst daran als der kauzige Festus in den „Rauchenden Colts“ Einzug ins Wohnzimmer nahm.
Der Autor sinniert und rekapituliert seine Erinnerungen an die Lausbubenstreiche in der Schule,  wandelt auf den Straßen der ehemaligen Wohnbezirke in Berlin, wo er manches noch am „alten Fleck“ vorfindet, aber auch im Laufe der Jahre viele Veränderungen stattgefunden haben…
Man liest von den ersten Gehversuchen als Musiker und Sänger in der Schule, dann als Duo, als Texter von Liedern und Autor von Hörspielen bis er dann zum Krimi-Autor avancierte…
Ich bin gern abgetaucht in die beschriebene Zeit, konnte Parallelen entdecken, oftmals schmunzeln, lachen und auch schwarzen Humor entdecken und es gab auch den einen oder anderen „Ach-Ja-Effekt“, wenn ich daran denke wie schnell die Zeit der Kindheit verflogen ist!
Fazit:  Autobiographische Zeitreise – gekonnt humorvoll in Szene gesetzt!
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Andreas Gruber: Rachesommer

Goldmann

Im Oktober letzten Jahres bin ich auf den Schriftsteller Andreas Gruber und seinen sehr spannenden Thriller „Rachewinter“ aufmerksam geworden. Da es sich bereits um das dritte Buch um die beiden Hauptakteure, den Leipziger Polizisten Walter Pulaski und die Wiener Anwältin Evelyn Meyers gehandelt hat, war ich auf den Anfang der Buchreihe, nämlich „Rachesommer“ sehr gespannt, den ich hier nun vorstellen möchte:
Das Buch habe ich innerhalb von drei Tagen gelesen und war von der ersten bis zur letzten Seite sofort in der Handlung gefangen, die mich dann auch nicht wieder losgelassen hat.
Aber der Inhalt ist nichts für schwache Nerven, der Autor hat die sensiblen Themen wohldosiert abgefasst und geht bei der Aufarbeitung bzw. dem Grund für all die Mord-/Todesfälle, nicht ins Detail und trotzdem stehen einem die Nackenhaare beim Lesen hoch!
Die Handlung wird in zwei Handlungssträngen erzählt, wo in Leipzig Kommissar Pulaski zu einem Selbstmord in einer psychiatrischen Klinik gerufen wird. Doch als er die Leiche der jungen Frau betrachtet, kommen ihm Zweifel an der Selbstmord-Vermutung und tatsächlich wird eine Mordermittlung daraus. Aber bis es soweit ist, muss der Kommissar noch einige Hürden nehmen, denn der Staatsanwalt will seine Bedenken nicht hören. Doch es bleibt nicht bei dem einen Fall, weitere Jugendliche sterben und auch hier sieht alles anfangs nach Selbstmord aus ….
In Wien stirbt der Anwaltskollege von Evelyn Meyer auf tragische Weise und weitere ungewöhnliche Unfälle passieren einigen angesehen, wohlhabenden Männern. Einen Fall davon bekommt die Anwältin auf den Tisch, der einige Fragen aufwirft, weswegen sie auf eigene Faust recherchiert…
Im Verlauf verbinden sich die deutschen und österreichischen Vorkommnisse und Pulaski und Meyer „ermitteln“ dann gemeinsam und was sie dann zu Tage fördern, nimmt Dimensionen an, die so nicht vorhersehbar waren und den Leser sicherlich so manchen Schauer über den Rücken schickt!
Was soll ich noch schreiben: Mörderisch guter Thriller für starke Nerven, besser geht’s nicht und daher volle Punktzahl und meine unbedingte Leseempfehlung!
Fazit: Wow, Spannung pur! So muss ein Thriller sein“, daher volle Punktzahl und meine Leseempfehlung!
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Harlan Coben: Honeymoon

Goldmann Verlag

Harlan Coben ist einer meiner Lieblingsautoren und ich habe auch schon mehrfach hier Thriller aus seiner Feder vorgestellt, wie zuletzt „Suche mich nicht“ in der Hörbuch- und Printversion.
Nun ist sein Erstlingswerk aus dem Jahr 1990 mit dem Titel „Honeymoon“ hier in Deutschland erschienen. Harlan Coben hat hier ein kurzes Statement zu diesem Buch vor der eigentlichen Handlung für seine Leser einfügt, wo der Erstlesern seiner Thriller vom Lesen dieses Buches abrät….
Nun, da ich viele seiner spannenden Bücher kenne, konnte mich dieser Hinweis nicht abschrecken und ich war auf den Inhalt gespannt:
Laura, ein wunderschönes Ex-Model und David, ein Basketballstar schweben auf Wolke Sieben und sie fliegen heimlich nach Australien um dort zu heiraten. Doch ihr Glück hält nicht lange an, denn während Laura für kurze Zeit das Hotel verlässt, geht David zum Schwimmen und verschwindet dann spurlos….
Später spricht man von einem Unfall und von gefährlichen Strömungen im Wasser, doch Laura kann und will nicht an einen Unfalltod glauben und sie stellt auf eigene Faust Nachforschungen an und was sie dabei herausfindet, ist erschreckend, einer Verschwörung gleich und betrifft die Vergangenheit ihrer gesamten Familie….
Nun, dass in den Thrillern des Autors oftmals Sportler eine Hauptrolle spielen, ist mir bekannt, hier taucht man in dieses Metier sehr ausgiebig ein, da hätte man etwas den Rotstift ansetzten können.
Die Liebesgeschichte, die hier verankert ist, erinnert mich an die schöne heile Welt von „Seifenopern“, die weiblichen Personen, die hier im Buch vorkommen, sind von strahlender Schönheit, so dass die Männer von ihrem Anblick verzaubert werden, auch hier wäre weniger mehr gewesen…
Wenn ich die aktuelle Handlung mit den später erschienenen Büchern von Harlan Coben vergleiche, kann ich nur sagen, dass er sich auf jeden Fall weiterentwickelt hat, denn diesmal ist einiges  vorhersehbar und auch wer hier das Böse verkörpert, war für mich schnell erkennbar, obwohl gute Ansätze da sind, es zu verschleiern. Aber wie viel negative Energie das „Böse“ dann tatsächlich freisetzt, war dann doch noch eine Überraschung.
Wie gesagt, es gibt die eine oder andere Länge, manches hätte mehr versteckt werden können, aber trotz allem habe ich dieses Buch gern gelesen. Spannung ist vorhanden und bedenkt man, dass es sich um das Erstlingswerk eines im Verlauf sehr erfolgreichen Thriller-Autors handelt, kann man nur sagen, er hat sich weiterentwickelt und solche „Patzer“ passieren ihm nun nicht mehr.
Fazit: Lesenswerte, erste Gehversuche eines mittlerweile sehr erfolgreichen Thriller-Autors

 

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Andreas Winkelmann: Die Lieferung

rororo

Im Juni letzten Jahres ermittelte Kommissar Jens Kerner nebst seiner Kollegin Rebecca Oswald bereits im Fall „Das Haus der Mädchen“. Ich fand den Thriller gelungen und sehr spannend, aber man brauchte auch starke Nerven.
Nun gibt es wieder für die beiden Ermittler viel zu tun, denn es verschwinden junge Frauen. In unterschiedlichen Handlungssträngen bekommt der Leser „Die Lieferung“ erzählt:
Viola, hat das Gefühl seit einiger Zeit einen Stalker zu haben. Sie erzählt ihrer besten Freundin Sabine davon. Im Verlauf erhärtet sich der Verdacht, denn es passieren merkwürdige Dinge, doch dann verschwindet nicht Viola spurlos, sondern Sabine….
In einem zeitlichen Rückwärtsblick „Vor einiger Zeit“ werden die Gedanken eines Jungen „sichtbar“, der sich für ein Nachbarsmädchen interessiert, das aber durch den sozialen Unterschied der Familien für ihn unerreichbar ist…
In einem Waldgebiet in Hamburg taucht eine völlig verwirrt wirkende, herumirrende, extrem blasse junge Frau Sie auf. Sie wird von einer Jägerin, die auf einem Hochsitz nach Wild Ausschau hält, entdeckt. Sie kann ein Foto mit dem Handy machen, das dann bei Kommissar Kerner landet.  Ohne dieses schemenhafte, aber durchaus darauf als Person erkennbare Bild hätte der Ermittler sich sicherlich nicht mit einigen Kollegen auf die Suche nach der „weißen Frau“ gemacht. Tatsächlich gelingt es der Polizei die Frau „einzufangen“ und sie in ein Krankenhaus zu bringen. Auf Ansprache reagiert sie nur mit ein und demselben Satz: „ Darling, Licht meines Lebens…“
Geschickt hat Andreas Winkelmann hier wieder einen sehr spannenden und bis zum Schluss fesselnden Thriller geschrieben. Erneut muss man gute Nerven haben, dann was die Frauen hier erleiden müssen, lässt einem die Nackenhaare hochstehen. Zwischen Jens Kerner und Rebecca Oswald knistert es zwischenmenschlich und das durchzieht ohne zu stören die Gesamthandlung.
Einmal angefangen, flogen die Seiten nur so dahin. Schnell war ich in der Handlung gefangen und konnte das Buch kaum aus den Händen legen, so dass ich hier von einem Page-Turner sprechen möchte und auf eine  Fortsetzung hoffe!
Fazit: Fesselnde Spannung, Gänsehauteffekt und unvorhersehbar bis zum Schluss! Klasse, so muss ein Thriller sein!
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Sven Koch: Dünenblut

DroemerKNAUR

Zuletzt gab es mit „Dünenfluch“ 2017 einen sehr fesselnden und spannenden Fall aus der Krimi-Reihe um das Vierergespann Femke Folkert, Ceylan Özer, Fred Berger und Tjark Wolf, welche bei einer Sondereinheit des LKA an der Nordsee ermitteln.
Im aktuellen und mittlerweile im sechsten Fall „Dünenblut“ steht Tjark im Mittelpunkt des Geschehens. Anfangs verbringt er gerade mal wieder seine dienstfreie Zeit in seinem Ferienhaus in Dänemark.
Anne Madsen ist Ermittlerin bei der Kriminalpolizei in Dänemark und sie leitet den aufsehenerregenden Mordfall an der angesagten und sehr bekannten Rock-Gothic-Sängerin Hela. Das Besondere an dem Fall ist, dass der Mörder seinem Opfer am ganzen Körper Runen in die Haut ritzt.
Hela ist nicht das erste Opfer des „Runenkillers“ – wie die Medien ihn bereits betiteln -, denn einige Zeit vorher hatte er auf dieselbe Art und Weise Mette, eine sehr bekannte Beachvolleyballspielerin getötet und auch in ihren Körper germanische Schriftzeichen (Runen) eingeritzt….
Die Ermittler rätseln welche Botschaft der Mörder damit vermitteln will…
Wenn Tjark in Dänemark ist, trifft er sich hin und wieder mit Anne, es knistert schon etwas länger zwischen ihnen und diesmal kommen sie sich näher…
Während gerade Tjark wieder in Deutschland seinen Dienst antritt,  treffen besorgniserregende Nachrichten aus Dänemark ein:
Anne wird vermisst, ihr Auto ist verschwunden und es finden sich Kampf- und Blutspuren in Tjarks Ferienhaus, wo man auch Annes Handy gefunden hat. Tjark steht unter dringendem Tatverdacht und soll verhaftet werden. Doch er widersetzt sich dem, flüchtet und ist fortan auf sich selbst gestellt….
Mehr wird nicht verraten, denn diesen Krimi darf man einfach nicht verpassen. Sven Koch legt geschickt einige vielversprechende, aber auch falsche Fährten aus. Wer genau aufpasst, der hat vielleicht wie ich eine Ahnung und erkennt „das Böse“, was aber dem Unterhaltungswert des Buches keineswegs schmälert.
Wie gewohnt fliegen die Seiten nur so dahin, man taucht ab ins Geschehen und ist schnell in der Handlung gefangen, bis sich ganz am Ende  das „Böse“ offenbart. Der Autor spielt mit der Fantasie seiner Leser und verzichtet gekonnt auf zu detaillierte Szenen, wenn das Opfer dem Täter in die Falle gegangen ist.
Nach Abschluss dieses Falls stehen Veränderungen an, die das Vierergespann betreffen und ich als großer Fan der Reihe hofft nun, dass es trotz allem eine Fortsetzung  gibt.!
Fazit: Länderübergreifender, sehr spannender und fesselnder Fall der „Dünen-Krimi-Reihe“,  die  unbedingt fortgesetzt werden sollte!

 

 

 

 

 

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Gisa Pauly: Sturmflut

Piper Verlag

Der 13. Einsatz von Mamma Carlotta auf Sylt!
Nachdem zuletzt ein „Wellenbrecher“ titelgebend war, ist diesmal eine „Sturmflut“ im Anrollen.
Fans dieser Buchreihe brauche ich die Mitwirkenden nicht vorzustellen, denn Carlotta Capella (Mamma Carlotta), die italienische Schwiegermutter des auf Sylt lebenden und diensttuenden Kriminalhauptkommissar Erik Wolf hat schon viele Male durch ihr „kriminalistisches Gespür“ und ihr italienisches Temperament so manchen Kriminalfall auf Sylt ins Wanken gebracht, ihren Schwiegersohn dabei den Schweiß auf die Stirn getrieben, aber oftmals auch wichtige Hinweise zur Aufklärung beitragen können.
Diesmal „stolpert“ Mamma Carlotta durch Zufall in einen Entführungsfall. Besonders prekär ist hier, dass der Entführer von Lale Claussen, der Tochter eines wohlhabenden Fabrikanten die Warnung ausspricht: Keine Polizei, sonst hängt das Leben der jungen Frau am seidenen Faden….
KHK Wolf und sein Assistent Sören ermitteln undercover und Mamma Carlotta wird zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet, was ihr ganz besonders schwer fällt…..
Während die Ermittlungen unter größter Geheimhaltung erfolgen, engagiert sich Mamma Carlotta nebst ihrer Enkelin Carolin beim bevorstehenden Lyrik-Wettbewerb. Carolin wird von ihrer Nonna noch auf die Teilnehmerliste „geschmuggelt“, denn die Anmeldefrist ist bereits abgelaufen….
Weitere Puzzle-Steinchen der aktuellen Handlung sind u.a. die auf Sylt Urlaub machende Staatsanwältin Dr. Speck, ein undurchsichtiger italienischer Kellner und ein aufstrebender schräger Lyrik-Autor. Es passiert recht viel und an verschiedenen Orten, so dass man genau aufpassen muss, dass man die Zusammenhänge erkennt und nicht den roten Faden verliert.
Leider ist  die Entführungsgeschichte zäh, undurchsichtig und durch viele Akteure verwirrend, so dass die Spannung dabei auf der Strecke bleibt.
Nichtsdestotrotz ist der typische Humor nebst italienischem Temperament mit reichlich italienischem Essen (am Ende des Buches finden sich die passenden Rezepte dazu!) wie gewohnt vorhanden, so dass Fans der Reihe nicht umhinkommen, sich diesen Fall zu gönnen.
Fazit:  Weniger gut gelungener Kriminalfall, die Gesamthandlung punktet aber wieder mit dem bekannten Humor und dem italienischen Temperament!

 

 

 

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Valentina Nazarova: Hidden Track – Die verlorene Spur

Piper Verlag

Dieses Buch ist etwas für die Generation an Lesern, die sich mit/in den sozialen Medien/Netzwerken auskennt, aber auch für diejenigen, die sich für Musik interessieren und für die Gruppen wie Radiohead, Nirvana, Green Day oder auch die Libertines ein Begriff sind…
Die gesamte Handlung von „Hidden Track – Die verlorene Spur“ wird in „Postings bzw. Emails“ erzählt. Anfänglich ist es die Facebook-Korrespondenz zwischen Jen Lukina, einer 21jährigen jungen Frau, die aus dem russischen St. Petersburg aufgebrochen ist um in England zu studieren und ihrer daheim gebliebenen, einige Jahre jüngeren Schwester Nika.
Von Ende April 2007 bis Mitte Juni 2007 ist der Gedankenaustausch der beiden Schwestern noch regelmäßig, doch dann bricht er ab, denn Jen antwortet nicht mehr….
Nika gibt aber nicht auf und postet immer weiter an ihre Schwester mal kürzer, mal länger über ihr Leben in St. Petersburg und was sich so in der Familie ereignet..
Obwohl polizeiliche Ermittlungen stattfanden, die bald im Sande verlaufen, gibt Nika nicht auf  und hofft eines Tages hinter den Grund für das Verschwinden ihrer Schwester zu kommen.
Die Jahre vergehen, bis Nika selbst 21 Jahre alt und sie zufällig im Internet auf ein altes Video von einem großen Musikfestival in England stößt, wo sie dann ihre Schwester Jen entdeckt. Das Video wurde genau an dem Tag veröffentlicht, als Jen verschwand….
Aufgrund dieser neuen Hinweise macht sich Nika auf den Weg nach England, wo sie auf eigene Faust Nachforschungen zum Verbleib ihrer Schwester anstellt. Tatsächlich trifft sie auf Menschen, die Jen gekannt haben, bald wohnt sie dort, wo Jen einst einige Zeit verbracht hat. Nika taucht in den ehemaligen Freundeskreis ihrer Schwester ein und erfährt Dinge, die sich bald als lebensgefährlich für sie erweisen sollen…
Ob Nika tatsächlich hinter den Verbleib ihrer Schwester kommt, bleibt hier unerzählt. Der Erzählstil ist mal was anderes und das Buch liest sich gut und flüssig. Doch bald spielt sich die Handlung in einem Milieu ab, wo Drogen und Alkohol eine große Rolle spielen und Nikas Tun und Handeln auf der Suche nach der Wahrheit manches Mal nicht ganz nachvollziehbar ist bzw. etwas irritiert…
Besonders die ständigen Twists wenn es um die Auflösung der Frage was denn nun mit Jen passiert ist, geht, werden im Verlauf immer unglaubwürdiger und was so als „Beiwerk“ noch alles „aufgedeckt“ wird und eigentlich ohne Konsequenzen/Strafe bleibt, ist irgendwie unrealistisch und schade, hatte das Buch doch so spannend angefangen….
Schade, dass die anfängliche Spannung nicht gehalten werden kann bzw. sich leider aber im Verlauf verliert. Besonders die sich zum Ende hin häufenden Twists im Geschehen erscheinen teils unrealistisch und werden bald auch etwas „nervig“, denn war die erste „Auflösung“ vom Leser verdaut, kommt die Autorin mit einer neuen Variante daher, so als sollte man sich aussuchen, welches Ende man sich hier am besten vorstellen kann.
Fazit: Drei von fünf Punkten, da sich die anfängliche Spannung verliert, was schade ist, denn gutes Potential war vorhanden

 

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