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Catherine Shepherd: Tränentod

Die „Zons-Reihe“ der Autorin war mir bisher nicht bekannt, aber ihre Bücher „Krähenmutter“ und „Mooresschwärze“ haben mich durchweg begeistert!
Gleich zu Beginn von „Tränentod“ im Prolog  stehen einem die Nackenhaare hoch und man darf gespannt sein, wer hier sein Unwesen treibt!
Das gesamte Buch ist in Vergangenheit (vor 500 Jahren)  und in die Jetztzeit unterteilt. So dass der Leser eigentlich auf den ersten Blick zwei spannende Geschichten erzählt bekommt, die dann im Verlauf auf mysteriöse Weise miteinander verwoben sind…
Um hier nicht zu viel zu verraten, gibt es nur einen kleinen Einblick in jede Zeitebene, denn sonst würde ich hier den Lesern die Spannung nehmen, was man auf keinen Fall tun sollte, denn es ist der Autorin gelungen anhaltende prickelnde Ungewissheit über den beiden Zeitebenen schweben zu lassen, so dass man erst ganz zum Schluss erkennt, wer hier auf sehr grausame Art und Weise tötet nur um jemanden seine Liebe zu offenbaren…
Zum Inhalt:
Vor 500 Jahren: Während man ausgelassen das Stadtfest feiert, wird ein Alchimist, der dort sein Zelt aufgeschlagen hatte, auf sehr brutale Weise getötet. Hier heißt der Ermittler Bastian Mühlenberg, der einige bange Minuten durchlebt, denn er selbst hatte den Mann wegen eines Problems kurze Zeit vorher aufgesucht……. Ein in Leder gebundenes Buch, das zumeist in einer Geheimschrift abgefasst und aus dem einige Seiten fehlen, nimmt einen wichtigen Part in der Handlung ein, denn eine der herausgerissenen Seiten wird bei einem Tuchmacher und seiner Liebsten gefunden, die man tot auffindet, sie sitzen sich gegenüber und schauen sich auch noch über den Tod hinaus an…..
Jetztzeit: Drei junge Frauen, die zusammen eine Ausbildung in Fachbereich Chemie absolvieren teilen sich eine Wohnung. Während einer Feier bricht eine von ihnen tot zusammen. Der Ermittler in diesem Fall heißt Oliver Bergmann und er hat alle Hände voll zu tun,  denn nachdem eine tödliche Beigabe in einem Getränk analysiert wird, das die junge Frau offenbar kurz vor ihrem Tod getrunken hat, ermittelt er in Sachen Mord und es bleibt nicht bei der einen Toten! Eine tödliche Mixtur, die nach einer Formel aus einem alten Alchemie-Buch zubereitet wurde, ist nur ein wichtiges Puzzleteilchen der spannenden Gesamthandlung…
Mittelalter, Türme, Liebestrank und Alchemisten, die auf der Suche nach der richtigen Formel sind um Gold herzustellen, bringe ich irgendwie mit Märchen in Verbindung. Doch was hier im mittelalterlichen Zons passiert, ist in keiner Weise märchenhaft, sondern das  treibt einen beim Lesen die Nackenhaare hoch, denn das Böse hat Gestalt angenommen und treibt sein Unwesen….
Besonders gut hat mir die „Kurve“ in die Gegenwart gefallen und wie die beiden unterschiedlichen Handlungsstränge miteinander verwoben wurden, ist wirklich gut nachvollziehbar gelungen und wird durch historische Fakten noch untermauert! Toll!
Fazit:  Die Nackenhaare bekommen hier viel Arbeit, stellen sie sich doch schon gleich zu Beginn hoch, doch Ausruhen können sie sich erst, wenn das unsichtbare Böse sich ganz am Ende zeigt und dingfest gemacht ist, so daß ich hier von  Spannungsliteratur auf hohem Niveau sprechen möchte! Einfach klasse!

 

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Sven Koch: Dünenfluch

Ich habe beim neusten Fall für Femke Folkmer und Tjark Wolf die Zeit vergessen und immer weiter gelesen –  ach was sag ich,  ich habe dies Buch verschlungen!
Ähnlich ist es mir übrigens bei den vorherigen Büchern aus dieser Reihe „Dünengrab„, Dünentod„, „Dünenkiller“ und „Dünenfeuer“ auch gegangen. Allesamt toll geschrieben und spannend!
Dünenfluch“ macht einfach von der ersten Seite an süchtig! Die Seiten fliegen einfach nur so dahin, denn Sven Koch hat einen Schreibstil, der mir sehr gut gefällt, zumal er auch wieder die Mundart von der Nordseeküste hat einfließen lassen. Da muss man sich nur noch Wind und Wellen vorstellen und schwups ist man mitten im Geschehen……
Werlesiel hat Femke beruflich bzw. die dortige Polizeistation vor einiger Zeit hinter sich gelassen, nur ab und zu ist sie noch privat hier, der Liebe wegen und um ihr Pferd Justin, der wegen seines Alters sein Gnadenbrot auf einem Hof im Ort bekommt, zu besuchen.  Und nun ist dieses liebenswerte Tier tot! Es wurde mit zwei weiteren Pferden auf der Weide regelrecht abgestochen…… Wer tut so etwas??? Geht hier ein Pferderipper um???
Femke ist am Boden zerstört und sie eilt nach Werlesiel um sich selbst ein Bild zu machen. Während sie noch überlegt, was hinter dieser Tat steckt, kommt es kurz nach der Tiertötung zu einem spektakulären und aufsehenerregenden Zwischenfall, bei dem ein Mann zu Tode kommt. Doch bei näherem Betrachten, war es kein natürlicher Tod, sondern offenbar Mord…
Wären diesen Vorfälle nicht schon schlimm genug für den sonst beschaulichen Touristenort, geschehen nach kurzer Zeit noch weitere Morde, die die zuständige Polizei auf Trapp halten und so kommt es im Verlauf, dass Femke und Tjark ihre Mithilfe anbieten. Dies Angebot wird gern angenommen, zumal sich sich Femke gut im Ort auskennt und auch sonst einen besonderen Draht zu den Bewohnern des Ortes hat, stammt sie doch selbst von hier…..
Ob tatsächlich ein „Fluch“ über dem ostfriesischen Ort liegt, werde ich nicht verraten, denn dieser Krimi ist einfach nur klasse, besonders da man bis zum Schluss nicht erkennen kann,  wer bzw. was hinter diesen ganzen aufsehenerregenden Vorkommissen steckt, denn die Wahrheit liegt tief verborgen und führt zurück in eine ganz andere Zeitepoche….
Fazit: Was für ein Krimi, sogartig wird man in die Handlung gezogen, bleibt drin verankert und merkt dabei gar nicht wie die Zeit verfliegt. Toll, Krimi-Kost vom Feinsten, die Suchtpotential hat!

 

 

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Stephan Ludwig: Zorn, wie du mir

Der 6. Fall für Zorn und Schröder!
Und dieser Fall ist mal wieder so spannend und fesselnd, dass man das Buch nicht aus den Händen legen kann!
Claudius Zorn, der doch eher passiv arbeitende Teil des oben erwähnten unschlagbaren Teams, wächst in diesem Fall über sich hinaus, was ihn dazu antreibt, ist in seinem Privatleben verankert: Eine „neue“ Frau bereichert sein Liebesleben, sein kleiner Sohn Edgar ist sein „Sonnenschein“ und dann taucht plötzlich nach einer gewissen „Funkstille“ sein Bruder Cornelius aus der Versenkung auf und bringt sein „ruhiges“ Ermittlerleben völlig durcheinander….
Doch der Reihe nach:
Schröder ist ja –  wie die Fans dieser Buch-Reihe wissen –  nun Zorns Vorgesetzter, was der gut akzeptiert hat und wer als Erstleser dieser Reihe nun ein Fragezeichen in den Augen hat, der sollte unbedingt bei Fall Nr. 1 „Tod und Regen“ dieses Teams beginnen, sonst verpasst er etwas von der sich langsam entwickelnden tiefen Freundschaft dieser beiden Männer.
„Er wurde erwürgt“ sagte Schröder und so beginnt der Fall, der die beiden das ganze Buch hindurch beschäftigen wird: Eine an einen Baum gefesselte, immer noch stehende männliche Leiche mit einem tief in den Oberschenkel getriebenen Nagel wird von den Ermittlern in Augenschein genommen. Folter?, das ist nur ein Gedanke, der hier aufkommt…
Zorns Aufgabe ist das Abarbeiten der Telefonliste des Toten, was er mal wieder auf seine so typische Art schleifen lässt, bis er dann plötzlich wie vom Blitz getroffen zusammenzuckt, denn die letzte Telefonnummer, die der Tote angerufen hat, ist ihm nur zu gut bekannt…….
Mehr darf und möchte ich eigentlich nicht zum unheimlich spannenden und geschickt geschriebenen Inhalt von „Zorn – Wie du mir“ preisgeben.
Wie bereits oben erwähnt, hat Zorn hier diesmal zwar positive Aspekte in seinem Privatleben, doch der aktuelle Fall verlangt Ermittlungen, die er eigentlich nicht führen möchte, sondern einfach muss. So ganz ohne offensichtliche Blessuren kommt er hier auch nicht raus, was Schröder dann einige Sorgenfalten ins Gesicht treibt und er um seinen Freund/Kollegen bangen muss….
Fazit: Spannend von Anfang bis Ende und Claudius Zorn hat hier seinen bestimmt persönlichsten Fall zu knacken, was ihm einiges abverlangt, er aber immer auf Schröder zählen kann, komme was da wolle! Bitte weiter so spannende Fälle mit diesem ungleichen, aber  doch effektiv arbeitenden Ermittlerteam!

 

 

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Beatrix Lohmann & R. Reinke: Christophorus

Das Coverbild suggeriert es schon: Hier wird es blutig bzw. dieser Debüt-Krimi ist nichts für schwache Nerven!
Das nur schon mal als kleine Warnung vorweg!
Einmal angefangen liest sich die Geschichte flüssig und ist bereits von Anfang an fesselnd, was schon mal ein großes Plus ist. Das nächste große Pluszeichen erhält dieser Krimi von mir, da man zwar gegen Ende eine Ahnung hat bzw. die im Vordergrund der Handlung stehende Fallanalytikerin Katharina Münz den Leser gedanklich in eine Richtung führt, wer für das Verbrechen verantwortlich ist, aber letztendlich den  Paukenschlag hat man nicht kommen sehen, was echt klasse ist und für großes schriftstellerisches Geschick spricht!
Von der Handlung hier möchte ich eigentlich auch nicht viel preisgeben, denn dann würde ich den Lesern die spannende Unterhaltung nehmen. Das Buch ist so geschickt geschrieben, dass man zwar ahnt, dass es irgendwo einen Zusammenhang zwischen den Taten gibt, aber was wirklich der Auslöser war und wie dies dann erklärend in das Geschehen eingewoben wurde, ist gut gelungen und lässt die Spannung bis zum Schluss nicht abebben, was mir gut gefallen hat. 
Einblick ins Geschehen gibt es nur von meiner Seite  nur eine kleine Prise bzw. was man schon auf der Rückseite des Buches in ähnlicher Weise erfährt:
Hier geht ein Mörder um, der seine Opfer immer auf eine andere extrem brutale Weise tötet. Das zwischen den Morden an mehreren Männern überhaupt ein Zusammenhang erkennbar ist, hat etwas mit der auf dem Cover des Buches abgebildeten „Christophorus“-Kette zu tun. Nun, was das ist?  Tja, da hilft nur eins:
Man nehme dieses Buch und lese es selbst!
Für einen Debüt-Krimi kann ich nur sagen: Alle Achtung, wirklich gut gelungen!
Da es hier doch ein gewisses „open end“ in der Geschichte gibt, wäre ich an einer Fortsetzung bzw. einem neuen Fall mit diesem Ermittlerteam interessiert und kann hier ansonsten nur meine Lese-Empfehlung aussprechen!
Fazit: Gut gelungener und spannender Debüt-Krimi, eine Fortsetzung wäre wünschenswert!

 

 

 

 

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Catherine Shepherd: Moores Schwärze

Im Oktober vergangenen Jahres hatte ich hier den spannenden ThrillerKrähenmutter vorgestellt und resümiert, dass man sich den Namen der Autorin Catherine Sheperd unbedingt merken sollte, da sie einen sehr fesselnden Schreibstil hat.
Und nun gibt es neuen Lesestoff von ihr. InMooresschwärze lernt man die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz kennen, die zusammen mit Kommissar Florian Kessler hier das „Ermittler-Duo“ bildet.
Schon das Coverbild und der Titel der Geschichte lassen mir einen Schauer über den Rücken huschen, denn mit dem Wort „Moor“ verbinde ich immer etwas „Unheimliches und Angsteinflößendes“, dem man hier im Buch dann auch begegnet:
Ein Spaziergänger entdeckt die Leiche eines jungen Mädchens im Moor. Die Kleidung der Toten fehlt und der Mörder scheint den Leichnam drapiert zu haben. Als Julia die Leiche im Moor etwas genauer betrachtet, fällt ihr eine Tätowierung unterhalb des Bauchnabels auf, die vielleicht bei der Identifizierung hilfreich sein könnte…
Erzeugte der Tatort im Moor schon eine gewisse Angespanntheit, übertrifft der weitere Handlungsverlauf dann dies bei weitem, denn auf der Fahrt in die Rechtsmedizin verschwindet der Leichnam spurlos!
Auf der Suche nach Hinweisen und dem Verbleib der Mädchenleiche, fährt Julia noch einmal an den Fundort im Moor. Dort schaut sie sich in der weiteren Umgebung etwas um und ihr Blick bleibt an etwas hängen, dass dann im Verlauf zu einer weiteren Mädchenleiche führt, die wiederum unterhalb des Bauchnabels eine auffällige Tätowierung aufweist….
So mehr Einblick in die spannende und fesselnde Handlung gibt es von meiner Seite nicht, denn einmal angefangen zu lesen, kann man sich dem Buch kaum entziehen und wird sogartig ins Geschehen gezogen. Da kann es dann schon mal passieren, dass man die Zeit vergisst…
Neben den eigentlichen Ermittlungen in Sachen Tätersuche, die auch den Arbeitsbereich der Rechtsmedizinerin genau richtig dosiert beinhaltet, bekommt der Leser Einblick in die Welt der Opfer und ins Privatleben der beiden Hauptakteure. Durch geschickte Wendungen in der Handlung gibt es zwar den einen oder anderen Verdächtigen, aber der Mörder selbst taucht erst ganz zum Schluss aus den Nebenschwaden des Moore auf, was mir gut gefallen hat.
Was soll ich noch schreiben, ich kann hier nur meine Leseempfehlung aussprechen, da zum einen die Figuren klar gezeichnet und die teils gänzehauterzeugenden Ereignisse gut nachvollziehbar und fesselnd beschrieben sind, was einen beim Lesen die Zeit vergessen lässt, so dass ich hier von einem packenden Page-Turner sprechen möchte und ich hoffe es gibt bald „Nachschlag“ in Sachen Spannung!
Fazit: Spannung pur mit Gänsehaut-Momenten und ein tolles Ermittler-Duo zeichnen diesen lesenswerten Page-Turner aus!
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Harlan Coben: Das Spiel seines Lebens

Myron Bolitar ermittelt
Gleich als ich die ersten Seiten von „Das Spiel seines Lebens“ gelesen hatte, bestätigte sich mein Verdacht, dass mir der New Yorker Sportagent Myron Bolitar bereits in einem anderen spannenden Buch von Harlan Coben, nämlich „Sein letzter Wille“ begegnet ist und sich dort ebenfalls neben seinem beruflichen Wirken auch mit der Suche nach vermissten Personen beschäftigt hat.
Nach einigem Recherchieren habe ich denn entdeckt, dass dieses Buch hier bereits 1995 in Amerika erschienen ist und nun hier in Deutschland veröffentlicht wurde. Es ist der erste Band einer Buchreihe, in der Myron Bolitar, der durch eine schwere Knieverletzung seine Profi-Karriere als Basketballspieler aufgeben musste und nun mit der Unterstützung seines Freundes und Geschäftspartners Windsor Horne Lockwood III – kurz Win genannt – spannende Fälle bearbeitet und „hauptberuflich“ als Sportagent tätig ist.  Myron und Win haben gemeinsam einige Zeit für das FBI gearbeitet, was sich jetzt besonders in Sachen „Spürsinn“ und Ermittlung bezahlt macht. Die dritte im Bunde ist ihre Sekretärin Esperanza Diaz, die sich als ehemalige Wrestlerin einen Namen gemacht hat. Was für ein Trio!
Christian Steele ist ein aufstrebender Footballspieler, in dessen Vertragsverhandlungen Myron gerade steckt, als der ihn um Hilfe bittet. Vor einiger Zeit ist seine Freundin Kathy Culver spurlos verschwunden. Die Polizei verdächtigt Christian etwas mit ihrem Verschwinden zu tun zu haben…
Jessica, Kathy Schwester, ist Myron bestens bekannt, waren sie doch mal ein Paar, doch das ist Vergangenheit. Plötzlich taucht sie bei Myron auf und bittet ihn, sich das Verschwinden ihrer Schwester noch einmal genauer anzuschauen. Myron lässt sich nicht lange bitten, ist es doch auch in seinem Sinne, dass sein Mandant auf freien Fuß bleibt….
Was für umfangreiche Recherchen, die auch „Körpereinsatz“ beinhalten, hier notwendig sind um das spurlose Verschwinden von Kathy Culver aufzuklären, sollte man sich lesetechnisch nicht entgehen lassen. Harlan Coben ist ein meisterhafter Erzähler, der den Leser sofort ins Geschehen eintauchen lässt und immer wieder durch geschickte Wendungen in der Handlung die Lösung des Rätsels erst zum Schluss offenbart. Aber nicht nur fesselnde Spannung zeichnet dieses Buch aus, sondern auch eine gute Portion Humor, die dann so manche angespannte Szene auflockert, was mir gut gefallen hat.
Alles was ich bisher von Harlan Coben gelesen habe, konnte mich begeistern und auch diesmal habe ich mich immer wieder mal „losreizen“ müssen, um auch mal etwas anderes zu tun, als Seite um Seite dieses Buches zu „verschlingen“!
Fazit: Von Anfang an fesselt einen die spannungsgeladene Suche nach Kathy Culver, die auch noch mit einer guten Portion Humor angereichert ist, so dass die Seiten nur so dahinfliegen und man alles um sich herum vergisst! Unbedingt lesen!

Auch lesenswert vom Autor: „Ich schweige für Dich„, „In seinen Händen„, „Das Grab im Wald„,“Kein Sterbenswort„, „Ich vermisse Dich„, „Ich finde Dich

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Sabine Kornbichler: Wie aus dem Nichts

Dana, die Inhaberin einer Alibi-Agentur und Alex, der Enthüllungsjournalist genießen ihre gemeinsame Zeit, sie sind frisch verliebt ineinander, doch Alex ist nicht frei und heute soll nun der Tag sein, wo er Biggi alles erklären will, denn er ist ein Verfechter der Wahrheit und hat sich heute mit ihr zu einem klärenden Gespräch verabredet…
Als es vor der geplanten Zeit an der Tür klingelt, entschwindet Dana auf Alex Wunsch hin auf die Empore. Da sie noch nicht ganz angezogen ist, überlegt sie ob sie sich schnell ihre Sachen von unten holen soll, zögert dann aber, denn es dringen murmelnde Geräusche von unten herauf, dann fällt etwas Schweres zu Boden und ein unterdrückter Schrei lässt Dana aufhorchen und dann ist es plötzlich ganz still……
Dann beobachtet Dana aus ihrem Versteck einen mit einer Fuchsmaske maskierten muskulösen Mann, der sich an ihrer Tasche zu schaffen macht …..
Als Dana endlich aus ihrer Schockstarre erwacht und sich nach unten traut, ist alles  blutverschmiert und Alex und Biggi liegen erschossen im Flur……
So, ab hier beginnt die Mördersuche und ein Alptraum für Dana, denn nicht nur, dass sie den Tod von Alex verdauen muss, sondern alles was er ihr erzählt hat, scheint offenbar gelogen zu sein….
Dies ist der erste Kriminalroman, den ich von der Autorin gelesen habe. Ihr flüssiger Schreibstil gefällt mir gut. Allerdings habe ich immer so meine Schwierigkeiten, wenn psychische Krankheiten als Motiv oder auch als Erklärung herhalten müssen. In diesem Falle hätte mir durchaus gereicht, wenn man Alex als vermutlich notorischen Geschichtenerzähler bzw. Lügner hätte einordnen können, denn ich möchte ja spannend unterhalten werden und nicht eine Fortbildung in Sachen Psychiatrie machen…..
Ein wenig irritiert hat mich dann auch, dass lange Zeit der Leser und auch offensichtlich die Polizei in Sachen Tätersuche im Dunkeln tappt, denn der taucht eigentlich tatsächlich „Wie aus dem Nichts“ auf, so dass das sonst gut geschriebene Buch doch an einigen Stellen schwächelt.
Fazit: Gut formulierter bzw. lesenswerter Kriminalroman, der an manchen Stellen noch etwas ausgearbeitet hätte werden können
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