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Catherine Shepherd: Engelsschlaf

Das Berliner LKA-Team –  Laura Kern und Max Hartung  – hat einen neuen Fall, der allerdings anfangs von dem Kriminalpolizisten Taylor Field bearbeitet wird und der sich bald als „dritter Ermittler“ in der Handlung herauskristallisiert, außerdem bringt er dann auch noch das Gefühlsleben von Laura Kern ganz schön durcheinander….
Zum Kriminalfall:
In einem Park in unmittelbarer Nähe eines Krankenhauses liegt eine junge Frau – auf den ersten Blick wie schlafend, denn sie liegt auf einem Kopfkissen und auf  einer Decke – doch bei genauerem Hinsehen leblos auf einer Parkbank. Der hinzugezogene Notarzt hatte bereits den Totenschein ausgestellt, doch als man sie abtransportieren will, kommt die plötzlich wieder zu sich und kann in letzter Minute gerettet werden.  Nachdem sie sich einige Tage im Krankenhaus erholt hat, steht fest, dass sie körperlich unversehrt ist und nur ein paar Hautabschürfungen davongetragen hat, aber auch, dass sie entführt und unter Drogen gesetzt wurde. Die junge Frau kann den Ermittlern nur bruchstückhafte Erinnerungsfetzen bieten, nur dass sie regelmäßig ein Fitness-Center besucht, ist ihr noch präsent…..
Im Verlauf der Handlung gibt es noch weitere Opfer, die fast alle in letzter Minute gerettet werden können, doch dann läuft etwas schief…..
Hat man dann als Leser einen in Frage kommenden Verdächtigen ausgemacht, wendet sich das Blatt ganz entscheidend und die Suche nach dem eigentlichen Täter geht weiter, denn der bleibt bis zum Schluss gut verdeckt, was mir wieder sehr gut gefallen hat.
  „Zwischen“ den Ermittlungen lässt die Autorin den Hintergrund des Täters und seine Beweggründe für seine Taten aufblitzen, was dann schon „Gruselcharakter“ annimmt und auch sonst braucht man schon starke Nerven um diesen spannenden und sehr fesselnden Thriller zu verfolgen, womit ich allerdings keine Schwierigkeiten hatte.
Besonders interessant fand ich den Teil der Handlung,  der in Italien angesiedelt ist, wo es zu einem real existierenden Ort bzw. Anschauungsobjekt geht….
Alle bisherigen Bücher wie z.B. „Krähenmutter“, Mooresschwärze“ oder auch „Tränentod“, die ich von Frau Shepherd gelesen habe, haben von der ersten Seite an einen Sog-Effekt, so dass man sich dem Inhalt gar nicht entziehen kann, was ihr auch diesmal bei „Engelsschlaf“ wieder ganz wunderbar gelungen ist.
Fazit: Wer starke Nerven hat, der sollte sich diesen rundum gelungenen, fesselnden Thriller nicht entgehen lassen! Bitte mehr davon!

 

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Nancy Bush: Dafür wirst Du leiden

Das Geschwister-Ermittler-Duo September und August Rafferty haben in „Dafür wirst du leiden“ nur einen kleinen Auftritt. Nancy Bush lässt diesmal zwei Journalisten auf Spurensuche gehen und die fängt gleich mal mit einer Bombe an:
Der Enthüllungsjournalist Jay Danziger hat die Explosion tatsächlich überlebt und liegt nun im Krankenhaus. Für wen diese Bombe gedacht war, kann er nur mutmaßen und es wird sein Part in der Geschichte sein, dieser Frage nachzugehen.
Als er im Krankenhaus erwacht, teilt man ihm mit, dass seine Ehefrau ihn besuchen möchte, doch die Frau, die an sein Bett tritt, ist ihm völlig unbekannt. Aber  um aus dem Krankenhaus herauszukommen, ist ihm jedes Mittel recht und so lässt er sich auf die Hilfe dieser Unbekannten ein…
Jay erfährt, dass es sich bei der Frau um die ihn bewundernde junge Journalistin Johanna Winters handelt. Sie bringt den verwundeten Mann nach Rock Springs, wo sie aufgewachsen ist und im  mittlerweile heruntergekommenen und unbewohnten Farmhaus der Familie finden sie Unterschlupf.
Während Jay sich ausruht und darüber nachdenkt, weshalb sein Freund Max nicht vor Ort war als die Bombe hochging und wem sie galt, ist Johanna auf der Suche nach einer interessanten Story. Als sie dann erfährt, dass man vor einiger Zeit ganz in der Nähe des Farmhauses einen unbekannten Toten aufgefunden hatte, der gebrandmarkt war, wird sie hellhörig und als dann im Verlauf noch zwei Personen unauffindbar sind, ist ihr journalistischer Instinkt geweckt und sie fängt an Nachforschungen zu betreiben. Allerdings stößt sie dabei auch immer wieder auf einen wunden Punkt aus ihrer familären Vergangenheit, was zu einigen Komplikationen führt. Ihr Instinkt hat sich allerdings nicht geirrt, denn tatsächlich spitzt sich die Lage zu und es geht auf Mörderjagd….
Die Bombenexplosion wird von den beiden Rafferty-Dectives untersucht, allerdings eher nebensächlich, was etwas schade ist. Zwar ist auch das vierte Buch aus der Reihe wieder fesselnd geschrieben und die Seiten fliegen nur so dahin, aber so ein paar kleine Abstriche in der Handlung gab es dann doch für mich im Vergleich zu den drei anderen aus der Reihe „Nirgends wirst du sicher sein„, „Niemals wirst du ihn vergessen“ und „Niemand kannst du trauen“ denn letztendlich finde ich Jay’s Fall zu wenig beleuchtet/erklärt und etwas verwirrend fand ich auch die Krankheitgeschichte, die hier eingewoben ist. Nichtsdestotrotz war in beiden „Fällen“ der Täter im Vorfeld nicht erkennbar und offenbarte sich erst ganz zum Schluss, so dass man  wieder spannende Unterhaltung  geboten bekommt.
Obwohl diesmal handlungsmäßig ein kleiner Punkteabzug anzumerken ist, hoffe ich, dass beim nächsten Mal die Geschwister Rafferty wieder ermittlungstechnisch im Vordergrund stehen….
Fazit: Zwar Page-Turner, aber handlungsmäßig gibt es einen kleinen Punkt- Abzug im Vergleich zu den drei vorherigen Büchern aus der Reihe!

 

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Andreas Winkelmann: Der Schlot

Vor geraumer Zeit hatte ich hier das Hörbuch „Die Zucht“ von Andreas Winkelmann vorgestellt und es in die Rubrik „Spannender Thriller mit Gruselfaktor“ eingeordnet. Dort hatte die junge Polizistin Manuela Sperling ihren zweiten Einsatz neben Hauptkommissar Henry Conroy. Der damalige Fall hatte ihnen einiges abverlangt, so dass sich der Hauptkommissar erst einmal eine kleine Urlaubsauszeit genommen hatte…
Jetzt freute sich Manuela Sperling, dass Henry Conroy heute wieder seinen Dienst antritt. Doch bevor sie ihn persönlich begrüßen kann, gerät sie in einen Hinterhalt während sie dem Fahrer eines liegengebliebenen Pkw helfen will. Ihr gelingt es sich ihren Angreifern zu widersetzen, sie flüchtet in den neben der Straße beginnenden Wald. Doch sie kommt nicht weit, denn sie wird verletzt und kann sich nur noch in einem Felsspalt in Sicherheit bringen und einen Notruf an Henry absetzen, der lautet: „Hilf mir…… der Hinkende!“….
Ab jetzt beginnt die Suche nach Manuela und auch der Leser weiß lange Zeit nicht, was mit ihr und warum das passiert ist…..
Parallel zu der Suche gibt es noch einen Handlungsstrang, der ins Milieu des organisierten Menschenhandels führt. Dort lernt der Leser einige junge Frauen kennen, die unter falschen Voraussetzungen nach Deutschland gelockt wurden.  Man versprach ihnen einen Arbeitsplatz, doch die jungen, teils noch minderjährigen Frauen  landen in der Zwangsprostitution. Wenn sie dort nicht mehr von Nutzen sein können, ist eine der möglichen Stationen „Der Schlot“. Was das zu bedeuten hat, werde ich hier nicht erzählen – nur so viel – hier braucht man starke Nerven, denn die Geschichte ist sehr realitätsnah geschrieben und da bekommen die Nackenhaare ganz schön was zu tun…
Trotz des Gruselfaktors, der auch in diesem Buch  (erschienen bei epubli), wieder stark vertreten ist, konnte ich es kaum aus den Händen legen.  Die volle Punktzahl für das spannende, nervenaufreibende und bis zum Schluss nicht vorhersehbare Buch möchte ich hier vergeben!
Fazit: Nervenaufreibender Page-Turner, für hartgesottene Thriller-Fans!

 

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Kelley Armstrong: Dunkles Omen – Ein Cainsville-Thriller

Während Olivia Taylor-Jones mit ihrem Freund James ein Wohltätigkeits-Dinner besucht, ist ihre Welt noch in Ordnung, denn es fehlt ihr an nichts und demnächst sollen auch die Hochzeitsglocken für die Zwei läuten. Doch bis dahin läutet erst einmal Olivias Handy und ihre Mutter bittet sie um ein Gespräch…
Kaum bei ihrer Mutter angekommen, klingelt es an der Haustür und als Olivia öffnet, blitzen Kameras auf und Mikrofone werden auf sie gerichtet und dann platzt die große Seifenblase in der Olivias bisheriges Lebens sich befand und nichts ist mehr wie es einmal war…..
Was Olivia dann erfährt, ist ein Schock: Sie wurde adoptiert und ihre leiblichen Eltern heißen Pamela und Todd Larsen und sie sitzen beide im Gefängnis, denn sie sind verurteilte Serienmörder…
Aufgrund des großen Medien-Interesses und infolge eines Streits mit James taucht Olivia ab und kehrt ihrem bisherigen Lebensstandart den Rücken. Während sie auf Arbeits- und Wohnungssuche in Chicago auf aussichtslosem Posten zu sein scheint, bekommt sie durch Zufall eine Adresse in Cainsville, wo dann die Geschichte erst richtig in Fahrt kommt……
Was bin ich froh, dass ich keine Sekunde gezögert habe, als man mir „Dunkles Omen “ zum Rezensieren angeboten hat, denn es ist ein außergewöhnliches, spannendes und besonders fesselndes Buch, das mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Durch die besondere Erzählweise der Autorin und die Vorkommnisse in der Handlung stellen sich doch dann und wann beim Lesen die Nackenhaare hoch, denn seien wir doch mal ehrlich, so ein bisschen Aberglauben kennen wir doch alle….
Neben der spannenden Kriminalgeschichte, die einen hier erwartet, kommen Elemente wie Aberglauben oder auch Omen zum Einsatz. Auch die Kleinstadt Cainsville verströmt einen mysteriösen Charme und die Einwohner dort scheinen irgendein Geheimnis zu hüten.
Ich muss gestehen, Mysterie-Thriller gehörten bisher nicht zu meinem Leserepertoire. Kelley Armstrong hat mich da eines besseren belehrt und ich kann kaum erwarten wie es weiter geht…..
Fazit: Fesselnde Spannung und mysteriöse Ereignisse verbinden sich zu einem Page-Turner, dessen Fortsetzung hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lässt!

 

 

 

 

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Gisa Pauly: Vogelkoje

Es gibt einen guten Grund für Mamma Carlotta mal wieder einen Besuch auf Sylt zu machen, wo die Familie ihrer verstorbenen Tochter lebt. Ihre Enkelin Carolin wird 18 Jahre alt, das ist doch ein Grund zum Feiern.
Doch wer die Geschichten um Mamma Carlotta kennt, der weiß genau, dass meistens Turbulenzen entstehen, wenn sie mit ihrem Temperament über die Insel „peest“ und dabei so einiges aufschnappt, was eigentlich im Verborgenen bleiben soll und sie  dann auch noch ganz nebenbei für ihre Lieben  italienische Leckereien auf den Tisch zaubert….
Im Hause ihres Schwiegersohns Erik Wolf, der auf der Insel ja als Kriminalhauptkommissar arbeitet, wird in einigen Räumen renoviert, was Eriks neue Freundin Swea vorangetrieben hat, nur in der Küche, wo Mamma Carlotta sofort wieder mit Begeisterung den Kochlöffel schwingt, ist alles beim Alten geblieben.
Ronnie, ein junger Mann, der unter Swea Fittichen steht, ist für die Malerarbeiten engagiert worden, was besonders gut bei Caroline ankommt…
Doch dieser junge Mann rückt schnell in den Focus von Mamma Carlotta,  denn sie entdeckt ihn bei einem ihrer Besuche in ihrer Lieblingskneipe „Käptan’s Kajüte“ und dort scheint er in undurchsichtige Machenschaften verwickelt zu sein….
Diesmal stehen die Aufregungen und Ereignisse rund um die Familie Wolf doch ziemlich im Mittelpunkt, obwohl Kommissar Wolf und sein Kollege Sören doch beruflich sehr eingespannt sind, denn auf Sylt finden gehäuft illegale Autorennen statt. Bei ihren Recherchen in dieser Sache werden die beiden dann Augenzeugen eines makaberen Zwischenfalls, denn während eines dieser Rennen verunglückt ein bestückter Leichenwagen, dessen Inhalt dann auf der Straße landet…..
Wie gewohnt liest sich das Buch flüssig und ist mit viel Humor angereichert. Im Verlauf treten sehr viele Personen auf und da werden auch mal falsche Angaben zur Identität gemacht,  was dann zu einigen Verwirrungen führt, so dass man schon genau aufpassen muss, wer hier alles im Geschehen auftaucht.  Nichtsdestotrotz ist auch „Vogelkoje“ (übrigens ein Naturschutzgebiet, wo man in der Handlung eine Leiche entdeckt) wieder heiter-spannender Lesestoff, der sich gut als Ferienlektüre eignet.
Übrigens hat Mamma Carlotta erneut einige ihrer Rezepte verraten, die am Ende des Buches abgedruckt sind und zum Nachkochen anregen.
Fazit: Durch falsche Identitätsangaben wird es im Mittelteil etwas wuselig, so dass man aufpassen muss, dass man sich nicht den Überblick verliert. Nichtsdestotrotz unterhält Mamma Carlotta wieder durch ihr Temperament und ihre Spürnase, so dass man hier von einem heiteren humorvollen, aber auch spannenden Buch sprechen kann!

 

Gisa Pauly: Vogelkoje – Hörbuch

Wer nicht so gerne selber liest, dem kann ich nur das Hörbuch des Sylt-Krimis empfehlen, dass bei audio media erschienen ist.
Schon das Cover ist wieder ansprechend gestaltet und man kann erahnen, wohin es handlungsmäßig (I love Sylt) geht und das hohe Geschwindigkeit (Autorennen) sicherlich einen Part übernimmt.
Erneut hat mit ihrer markanten Stimme Christiane Blumhoff den Part der Vorleserin übernommen. Besonders gut und mit Wiedererkennungsfaktor verkörpert sie die Figur der Mamma Carlotta, deren italienischer Akzent hier besonders gut zur Geltung kommt. Aber auch andere Mundart kommt ihr sehr gut über die Lippen, was man dann bei einigen anderen Personen in der Handlung heraushören kann.
Obwohl die ungekürzte Lesung 16 Stunden dauert, war es nie langweilig und durch die gekonnte Vortragsart von Frau Blumhoff, waren die im Buch erscheinenden Figuren gut zu unterscheiden und besonders, die Situationen in denen es zu „ungewolltem Körperkontakt“ auf Seiten Mamma Carlottas kommt, hatte man direkt vor Augen, so dass man auch mal herzhaft lachen kann…
Fazit: Durch Christiane Blumhoffs Stimme wird Mamma Carlotta lebendig, so dass man hier von einem heiter-vergnüglichen, aber auch spannenden Hörerlebnis sprechen kann! Davon kann man durchaus noch mehr vertragen!
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Catherine Shepherd: Tränentod

Die „Zons-Reihe“ der Autorin war mir bisher nicht bekannt, aber ihre Bücher „Krähenmutter“ und „Mooresschwärze“ haben mich durchweg begeistert!
Gleich zu Beginn von „Tränentod“ im Prolog  stehen einem die Nackenhaare hoch und man darf gespannt sein, wer hier sein Unwesen treibt!
Das gesamte Buch ist in Vergangenheit (vor 500 Jahren)  und in die Jetztzeit unterteilt. So dass der Leser eigentlich auf den ersten Blick zwei spannende Geschichten erzählt bekommt, die dann im Verlauf auf mysteriöse Weise miteinander verwoben sind…
Um hier nicht zu viel zu verraten, gibt es nur einen kleinen Einblick in jede Zeitebene, denn sonst würde ich hier den Lesern die Spannung nehmen, was man auf keinen Fall tun sollte, denn es ist der Autorin gelungen anhaltende prickelnde Ungewissheit über den beiden Zeitebenen schweben zu lassen, so dass man erst ganz zum Schluss erkennt, wer hier auf sehr grausame Art und Weise tötet nur um jemanden seine Liebe zu offenbaren…
Zum Inhalt:
Vor 500 Jahren: Während man ausgelassen das Stadtfest feiert, wird ein Alchimist, der dort sein Zelt aufgeschlagen hatte, auf sehr brutale Weise getötet. Hier heißt der Ermittler Bastian Mühlenberg, der einige bange Minuten durchlebt, denn er selbst hatte den Mann wegen eines Problems kurze Zeit vorher aufgesucht……. Ein in Leder gebundenes Buch, das zumeist in einer Geheimschrift abgefasst und aus dem einige Seiten fehlen, nimmt einen wichtigen Part in der Handlung ein, denn eine der herausgerissenen Seiten wird bei einem Tuchmacher und seiner Liebsten gefunden, die man tot auffindet, sie sitzen sich gegenüber und schauen sich auch noch über den Tod hinaus an…..
Jetztzeit: Drei junge Frauen, die zusammen eine Ausbildung in Fachbereich Chemie absolvieren teilen sich eine Wohnung. Während einer Feier bricht eine von ihnen tot zusammen. Der Ermittler in diesem Fall heißt Oliver Bergmann und er hat alle Hände voll zu tun,  denn nachdem eine tödliche Beigabe in einem Getränk analysiert wird, das die junge Frau offenbar kurz vor ihrem Tod getrunken hat, ermittelt er in Sachen Mord und es bleibt nicht bei der einen Toten! Eine tödliche Mixtur, die nach einer Formel aus einem alten Alchemie-Buch zubereitet wurde, ist nur ein wichtiges Puzzleteilchen der spannenden Gesamthandlung…
Mittelalter, Türme, Liebestrank und Alchemisten, die auf der Suche nach der richtigen Formel sind um Gold herzustellen, bringe ich irgendwie mit Märchen in Verbindung. Doch was hier im mittelalterlichen Zons passiert, ist in keiner Weise märchenhaft, sondern das  treibt einen beim Lesen die Nackenhaare hoch, denn das Böse hat Gestalt angenommen und treibt sein Unwesen….
Besonders gut hat mir die „Kurve“ in die Gegenwart gefallen und wie die beiden unterschiedlichen Handlungsstränge miteinander verwoben wurden, ist wirklich gut nachvollziehbar gelungen und wird durch historische Fakten noch untermauert! Toll!
Fazit:  Die Nackenhaare bekommen hier viel Arbeit, stellen sie sich doch schon gleich zu Beginn hoch, doch Ausruhen können sie sich erst, wenn das unsichtbare Böse sich ganz am Ende zeigt und dingfest gemacht ist, so daß ich hier von  Spannungsliteratur auf hohem Niveau sprechen möchte! Einfach klasse!

 

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Sven Koch: Dünenfluch

Ich habe beim neusten Fall für Femke Folkmer und Tjark Wolf die Zeit vergessen und immer weiter gelesen –  ach was sag ich,  ich habe dies Buch verschlungen!
Ähnlich ist es mir übrigens bei den vorherigen Büchern aus dieser Reihe „Dünengrab„, Dünentod„, „Dünenkiller“ und „Dünenfeuer“ auch gegangen. Allesamt toll geschrieben und spannend!
Dünenfluch“ macht einfach von der ersten Seite an süchtig! Die Seiten fliegen einfach nur so dahin, denn Sven Koch hat einen Schreibstil, der mir sehr gut gefällt, zumal er auch wieder die Mundart von der Nordseeküste hat einfließen lassen. Da muss man sich nur noch Wind und Wellen vorstellen und schwups ist man mitten im Geschehen……
Werlesiel hat Femke beruflich bzw. die dortige Polizeistation vor einiger Zeit hinter sich gelassen, nur ab und zu ist sie noch privat hier, der Liebe wegen und um ihr Pferd Justin, der wegen seines Alters sein Gnadenbrot auf einem Hof im Ort bekommt, zu besuchen.  Und nun ist dieses liebenswerte Tier tot! Es wurde mit zwei weiteren Pferden auf der Weide regelrecht abgestochen…… Wer tut so etwas??? Geht hier ein Pferderipper um???
Femke ist am Boden zerstört und sie eilt nach Werlesiel um sich selbst ein Bild zu machen. Während sie noch überlegt, was hinter dieser Tat steckt, kommt es kurz nach der Tiertötung zu einem spektakulären und aufsehenerregenden Zwischenfall, bei dem ein Mann zu Tode kommt. Doch bei näherem Betrachten, war es kein natürlicher Tod, sondern offenbar Mord…
Wären diesen Vorfälle nicht schon schlimm genug für den sonst beschaulichen Touristenort, geschehen nach kurzer Zeit noch weitere Morde, die die zuständige Polizei auf Trapp halten und so kommt es im Verlauf, dass Femke und Tjark ihre Mithilfe anbieten. Dies Angebot wird gern angenommen, zumal sich sich Femke gut im Ort auskennt und auch sonst einen besonderen Draht zu den Bewohnern des Ortes hat, stammt sie doch selbst von hier…..
Ob tatsächlich ein „Fluch“ über dem ostfriesischen Ort liegt, werde ich nicht verraten, denn dieser Krimi ist einfach nur klasse, besonders da man bis zum Schluss nicht erkennen kann,  wer bzw. was hinter diesen ganzen aufsehenerregenden Vorkommissen steckt, denn die Wahrheit liegt tief verborgen und führt zurück in eine ganz andere Zeitepoche….
Fazit: Was für ein Krimi, sogartig wird man in die Handlung gezogen, bleibt drin verankert und merkt dabei gar nicht wie die Zeit verfliegt. Toll, Krimi-Kost vom Feinsten, die Suchtpotential hat!

 

 

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