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Stefan Ahnhem: Der Würfelmörder

Ullstein Verlag

Diese Buch erschien bereits 2019 unter dem Titel „10 Stunden tot“, was mir aber leider entgangen war, weswegen ich nun den Inhalt unter dem aktuellen Titel “ Der Würfelmörder“ hier zusammenfasse:

Zuletzt hatte ich von Stefan Ahnhem im Januar 2017 die Hörbuchfassung von „Minus 18 Grad“ und somit den dritten Einsatz von Kommissar Fabian Risk hier vorgestellt.
Das aktuelle Buch beginnt mit einem Prolog, der im August 2007 spielt und gleich eine düstere Szenerie heraufbeschwört und schon mal ein Hinweis darauf ist, dass dies Buch nichts für schwache Nerven ist….
Dann passiert ein Zeitsprung und im Jahr 2012 treibt dann im schwedischen Helsingborg „Der Würfelmörder“ sein Unwesen. Doch den lernt erst einmal nur der Leser kennen und man taucht –  in einem Handlungsstrang des Buches  – in seine “verqueren“ Gedankengänge ein und wird dann „Zeuge“ seiner Morde…..
Fabian Risk nimmt sich gerade eine Auszeit, um nach den einschneidenden Erlebnissen aus dem vorherigen Fall Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Doch im Verlauf wird er zurückbeordert und ermittelt dann wieder mit seinem Team…
Die Gesamthandlung fügt sich aus unterschiedlichen Zeitebenen, Sichtweisen und grenzüberschreitenden Schauplätzen zusammen. Besonders der Erzählstil des Autors hat mir gut gefallen. Von Anfang an durchzieht eine unheilvolle Atmosphäre die Handlung  und Spannung ist bis zuletzt vorhanden.  Allerdings braucht man schon starke Nerven, denn die dargebotenen Szenerien gehen schon unter die Haut und lassen einem die Nackenhaare hochstehen. Auch wer die vorherigen drei Bücher nicht kennt (hat zwar spannende Lektüre verpasst), kommt hier aber auch ohne Vorkenntnisse gut zurecht, denn der Autor hat alle wichtigen Fakten in die ins Geschehen eingewoben.
Das Ermittler-Team hat im Verlauf einige Täter hinter Schloss und Riegel gebracht, aber Fabian’s „geheime“ Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen und auch der „Würfelmörder“ ist noch nicht dingfest gemacht, weswegen man schon auf die Fortsetzung (die ja bereits erschienen ist) gespannt sein darf!
Fazit: Rundum gelungener, spannender, aber auch nervenaufreibender Thriller, der die volle Punktzahl erhält! Bitte mehr davon!

 

 

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Gisa Pauly: Zugvögel

Piper Verlag

Ein Jahr ist vergangen und nach derSturmfluttaucht nun Mamma Carlotta inZugvögelwieder auf der Insel Sylt auf.
Schnell hat sie wie gewohnt die Küche der Familie Wolf übernommen. Am Ende des Buches verrät sie wieder einige Rezepte!
Mit ihrer Enkelin Carolin und ihrem Enkel Felix besucht sie zu ihrer großen Freude eine Vorstellung des „Fliegenden Varieté“ und während der artistischen Darbietungen geschieht es: Der Artist, der dort auftritt, da ist sich Mamma Carlotta sicher, das ist Renato aus Italien, der vor sehr vielen Jahren das Herz ihrer Cousine Violetta gebrochen hat….
Nun, diese Erkenntnis muss sie ihrer Cousine in Italien unbedingt mitteilen und ehe sich die Familie Wolf besieht, taucht besagte Violetta auf der Insel auf und mischt mit ihrem Temperament und ihrem immer noch schwelenden Liebeskummer ihre Umgebung auf und sie hat nur ein Ziel vor Augen: Sie will sich Renato, der ohne Abschiedswort verschwand,  „vorknöpfen“…
In dieser turbulenen Zeit  hat es Erik Wolf, der ja Kriminalkommissar auf der Insel ist, dann noch „fallmäßig“ mit einem ermordeten Filmproduzenten und einer toten Journalistin zu tun. Doch es gibt noch mehr kriminelle Energie zu stoppen und mittendrin,  wie üblich – ganz zufällig – Mamma Carlotta!
Diesmal hatte ich etwas Schwierigkeiten das Geschehen auf Sylt zu verfolgen. Violetta bringt nicht nur die mitwirkenden Protagonisten in dieser Geschichte nervlich an ihre Grenzen, auch ich hatte so meine Schwierigkeiten mit dieser „Figur“. Außerdem gab es textlich einfach zu viele Wiederholungen und zu ausführliche Schilderungen, die ganze Kriminalgeschichte rückte in den Hintergrund, so dass ich, wenn es dann bei den Ermittlungen weiterging,  erst einmal nachdenken musste, wie weit der letzte Stand dort war.
Wie von vielen Fans vielleicht erwartet, bewegt sich auch etwas im Privatleben des Kommissar, was daraus wird, bleibt abzuwarten…..
Diesmal vergebe ich nur drei von fünf möglichen Punkten, denn wie oben ausgeführt, fehlte mir leider einiges zu einem rundum gelungenen Lesevergnügen.
Fazit: Zu viel Trubel überdeckt die Kriminalhandlung, daher diesmal nur drei von fünf Punkten!

 

 

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Klaus-Peter Wolf: Rupert Undercover – Ostfriesische Mission –

Fischer Verlage

Endlich hat Rupert seinen ersten „eigenen Fall“!
Hier gibt es einen kleinen Einblick in die „Ostfriesische Mission„:
Rupert hat Geburtstag und den wird er sicherlich nicht so schnell vergessen. Der Tag beginnt schon mal nicht so nach seinen Wünschen, denn trotz eindeutiger Hinweise seinerseits auf einen Super-Laubsauger, bekommt er von seiner Frau Beate nur eine Gartenharke mit Schleifchen geschenkt.
Im Polizeirevier angekommen, wartet eine sehr attraktive Frau auf ihn, es ist die leitende Kriminaldirektorin Liane Brennecke vom BKA und sie will nur mit ihm sprechen.
Wer Rupert bereits etwas näher kennt, der weiß, dass es einst sein großer Wunsch war, beim BKA unterzukommen, doch bisher wollte man ihn dort nicht haben…
Rupert ist anfangs sehr angetan, dass die Direktorin ihn ausgesucht hat um einen ganz speziellen Undercover-Auftrag auszuführen, der keinen Aufschub duldet! Sie erzählt ihm, dass er Frederico, einem international agierenden, bekannten Drogenboss zum Verwechseln ähnlich sieht. Dieser sei gerade ins Land gekommen um hier einen großen Drogendeal abzuschließen und der Plan des BKA ist, Rupert gegen Frederico auszutauschen.
Bei näherem Betrachten glaubt Rupert dann doch an einen hinterlistigen Geburtstags-Gag seiner Kollegen…
Als niemand lacht und die Direktorin dann auch noch ein Foto des Drogenbosses präsentiert, glaubt Rupert er habe einen Doppelgänger, nur das der Maßanzüge und einen Oberlippenbart trägt….
Ehe sich Rupert versieht, befindet er sich in einer anderen Stadt, hat Freunde aus dem Milieu, einen persönlichen Bodyguard und eine Miet-Ehefrau, letzteres findet er bald gar nicht so unangenehm….. Doch der“Auftrag“ entpuppt sich dann als sehr gefährlich, ein Profikiller ist im Einsatz und bald fallen Schüsse
Was Rupert undercover alles so erlebt, bleibt hier unerzählt, dazu ist dies Buch einfach zu gelungen und ganz zum Schluss gibt es den kleinen Hoffnungsschimmer, dass dies hier vielleicht nicht Ruperts letzter „Alleingang“ ist!  Zum Einstimmen in die Handlung kann man in der Coverinnenseite schon mal Ruperts beste Sprüche lesen…
Hier treffen spannende Handlung und der ganz besondere Rupert-Charme aufeinander und bilden eine herrliche Symbiose, die dann von der eingewobenen bildhaft geschilderten Situationskomik lebt und durch die norddeutsche Kulisse abgerundet wird. Auch auf das restliche Team aus Klaasen, Weller und Büscher brauchen die Fans der Ostfriesenkrimis hier nicht zu verzichten, denn die bilden den „Rettungsanker“ in die reale Rupert-Welt….
Fazit: Einfach herrlich! Ruperts Geheim-Waffe ist sein ganz persönlicher Charme um diesen spannenden und gelungen Sonder-Einsatz zu bewältigen! Bitte mehr davon!

 

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Andreas Winkelmann: Der Fahrer

Rowohlt VÖ 16.06.20

Das Ermittler-Duo bestehend aus Kommissar Jens Kerner und seiner Kollegin Rebecca (Becca) Oswald  ist mir bereits auf den Thrillern „Das Haus der Mädchen“ und „Die Lieferung“ bestens bekannt. Nun ist ihr Können erneut gefragt, denn in Hamburg’s Straßen treibt jemand sein Unwesen und entführt junge Frauen….
Kommissar Kerner passiert auf dem Nachhauseweg einen am Straßenrand parkenden, sich im Einsatz befindlichen Streifenwagen. Er erkennt eine seiner jungen Kolleginnen, die neben einem Pkw mit offener Fahrertür steht. Er hält an und ehe er sich versieht, befindet er sich in einem weitreichenden Kriminalfall, der sogar sein Privatleben tangiert….
Aus dem am Straßenrand stehenden Pkw wurde eine junge Frau entführt, die man nach einiger Zeit mit fluoreszierender Farbe im Gesicht ermordet im Stadtpark auffindet…..
Es geschehen weitere Morde, die alle auf den ersten Blick keinen Zusammenhang bilden. Während das Team um Kommissar Kerner alle Hände voll zu tun hat um die Morde aufzuklären, muss dieser sich auch noch mit seiner Vergangenheit und seinem Privatleben auseinandersetzen, denn plötzlich deuten viele Puzzlesteinchen auf ihn als zentralen Punkt hin, weswegen die Morde geschehen….
Es wird in alle Richtungen ermittelt, wo z.B ein privater Fahrdienst unter die Lupe genommen wird oder es wird nach jemanden gesucht,  der Autos mit Hashtags in fluoreszierender Farbe „verziert“. Es gibt reichlich Verdächtige, aber der oder die Täter(in) sind den Ermittlern immer eine Naselang voraus…
Mit „Der Fahrer“ hat Andreas Winkelmann erneut bewiesen, was für ein toller Geschichtenerzähler er ist. Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt und es standen mir hinsichtlich mancher Szenerien auch die Nackenhaare hoch, was mich am Weiterlesen aber nicht gehindert hat!  Die Mitwirkenden sind gut gezeichnet, die „zarten Bande“, die hier in die Kriminalgeschichte eingewoben sind, stören nicht, sondern lassen auf eine Fortsetzung der spannenden Reihe hoffen.
Fazit: Volle Punktzahl für Spannung, Nervenkitzel und einen kniffligen unvorhersehbaren Kriminalfall, der von Anfang bis Ende fesselt!

 

 

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Frank Kodiak: Das Fundstück

Droemer

Dieser Thriller wurde unter einem Pseudonym herausgegeben/geschrieben, denn hinter dem Namen Frank Kodiak verbirgt sich niemand anderes als der Bestsellerautor Andreas Winkelmann, dessen Bücher ich sehr schätze und von denen ich hier zuletzt im Juli letzten Jahres den Thriller mit Gänsehauteffekt „Die Lieferung“ vorgestellt habe. Sein zweite „Ich“ hat nun den Stift in die Hand genommen und „Das Fundstück“ abgeliefert.
Gleich vorweg möchte ich anmerken, für schwache Nerven ist dieser Thriller nichts!
Hier gibt es einen kleinen Einblick ins Geschehen:
Mit einem vergessenen Koffer im Gepäckraum eines Fernbusses, der von Dortmund nach Bremen unterwegs war, beginnt dieser Thriller. Um Herauszufinden wem der Koffer gehört, öffnet der Busfahrer ihn und macht eine grausige Entdeckung: Der Inhalt besteht aus einem abgetrennten menschlichen Fuß und einer Hand, jeweils in einer Plastiktüte verpackt…
Der ermittelnde Kommissar Olav Thorn untersucht den Koffer dann noch etwas genauer und findet eine handgeschriebene Nachricht darin: Ich packe meinen Koffer und die Reise geht…?
Ab hier nimmt der Autor einen mit auf eine gruselige Reise, denn im Verlauf werden noch mehr Leichenteile in Koffern und immer in Bussen der einen Fernbus-Linie gefunden, wie z.B. auch in Berlin, denen ebenfalls die handgeschriebene Botschaft beigefügt ist…..
Als Leser steigt man dann ab und an in einen der Busse ein, lernt Fahrgäste kennen, begleitet sie ein Stück des Weges und kann dabei seine eigenen „Ermittlungen“ anstellen um dem „Bösen“ auf die Spur zu kommen. Was gar nicht so einfach ist, denn greifbar sind verdächtige Personen nur ganz kurz, denn dann tauchen wieder sehr blutige Tatorte auf und das Böse verschwindet spurlos…..
Ich habe diesen Thriller gern gelesen, hatte aber ein wenig Schwierigkeiten mit den vielen Mitwirkenden. Zwar hat der Autor immer Hilfestellungen bei der Einordnung der jeweiligen Szenerie gegeben, aber aufpassen muss man schon etwas beim Lesen. Ich hatte des Rätsels Lösung nicht parat, was ich immer positiv bei einem Thriller finde. Obwohl die Beweggründe des „Bösen“ schlüssig erklärt wurden, hat mich das Ende dann doch etwas überrascht! Nichtsdestotrotz vergebe ich hier vier von fünf möglichen Punkten und ob ich demnächst eine Busreise buche, bleibt erst einmal dahingestellt….
Fazit: Man braucht schon starke Nerven bei diesem lesenswerten, unvorhersehbaren Thriller!

 

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Joy Ellis: Die verschwundenen Töchter

Piper Verlag

Anfang letzten Monats hatte ich hier den beachtenswerten Debüt-Krimi  „Der Sohn der Mörderin“ von Joy Ellis vorgestellt. Nun ist der zweite Fall für das britische Ermittler-Duo Rowan Jackman und Marie Evans mit dem Titel „Die verschwundenen Töchter“ erschienen, den ich in „Null-Komma-Nichts“ gelesen habe. Allerdings muss ich zuvor erwähnen, dass dieser nervenaufreibende Fall nichts für schwache Nerven ist und mit Sicherheit noch lange nachwirkt:
Die Handlung spielt erneut in den Fens, einer Moor- und Marschlandschaft im Osten Englands. Dort wird die Leiche eines Teenagers gefunden. Ob es die gesuchte 14-jährige Ausreißerin ist, die seit geraumer vermisst wird, kann nur noch anhand des Zahnstatus ermittelt werden….
Während das Ermittler-Team auf die Identifizierung der Toten wartet, bekommen sie von ihrer Vorgesetzten einen fast zehn Jahre alten Vermisstenfall an Herz gelegt, der bis auf Weiteres oberste Priorität hat, denn die Mutter der damals verschwundenen Kenya Black will unbedingt wissen, was mit ihrer Tochter passiert ist….
Doch bevor die ganzen alten Akten gesichtet sind  und die Ermittlungen erneut aufgenommen werden können, wird ein verwirrtes Mädchen im Teenageralter ins Krankenhaus eingeliefert. Sie war zuvor völlig orientierungslos durch die Marschlandschaft gelaufen. Sie ist körperlich in einem desolaten Zustand, hat überall blaue Flecken und sie scheint unter Drogen zu stehen, weswegen die Ärzte sich große Sorgen um sie machen. Ein sinnvolles Gespräch kommt mit ihr nicht zustande, denn zwischen ruhigen Phasen „erwacht“ sie dann plötzlich und schreit herzzerreißend  nach Emily….
Weswegen die Teenager verschwinden, verwirrt oder tot wieder auftauchen, entwickelt sich zu einem weitreichenden und weit zurückreichenden Fall, der das gesamte Team an die Grenzen der Belastbarkeit bringt. Auch als Leser muss man hier einige kaum vorstellbare schaurige Szenerien verkraften, so dass hier durchaus Gruselpotential vorhanden ist. Wie und ob alles zusammenhängt werde ich hier nicht erzählen, denn dieses Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite unbedingt lesenswert und ganz besonders der Erzählstil der Autorin ist sehr angenehm, sie spielt mit der Vorstellungskraft des Lesers und die „gruseligen Szenerien“ werden wohl dosiert präsentiert, was mir gut gefallen hat.
Fazit: Volle Punktzahl für diesen Page-Turner, der sich durch fesselnde Spannung mit Gänsehautgarantie auszeichnet!  Bitte weiter so und mehr davon!

 

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Christiane Franke/Cornelia Kuhnert: Krabbenkuss mit Schuss

Rowohlt Verlag

Vor einem Jahr hatte das etwas ungleiche Ermittler-Trio, Rosa – eigentlich Lehrerin -, Henner – der Dorfpostbote von Neuharlingersiel und Rudi – der einzige, der von Beruf Polizist ist – in „Zum Teufel mit den fiesen Friesen“ den letzten Einsatz.
Nun gibt es mit „Krabbenkuss mit Schuss“ Nachschub in Sachen Krimi und Humor, der handlungsmäßig wie gewohnt in Ostfriesland angesiedelt ist:
Rosa ist unterwegs zur Alpaka-Farm des Ehepaars Ewenberg, denn sie möchte den Unterricht für einen Tag auslagern und mit ihren Schülern die Farm besuchen. Als sie dort ankommt ist die Eigentümerin gerade im Gehege beim Füttern. Nach einem kurzen Gespräch geht Frau Ewenberg ins Haus um Unterlagen für Rosa zu holen, die sich an den zotteligen Tieren kaum sattsehen kann…
…. dann zerreißt ein markerschütternder Schrei die Idylle und kurze Zeit später erfolgt der nächste…
Rosa läuft zum Haus um nachzusehen, was passiert ist: Herr Ewenberg liegt am Fuß einer Treppe mit verrenkten Armen und Beinen und unter seinem Kopf bildet sich eine große Blutlache….
Was auf den ersten Blick wie ein tödlicher Treppensturz aussieht, entpuppt sich bald als Mord….
Für die Kripo aus Wittmund steht die Ehefrau ganz oben auf der Verdächtigenliste, doch Rosa und auch bald Rudi kommen da so ihre Zweifel….
Neben dieser anfänglichen Mordermittlung, die dann noch auf weitere Opfer ausgedehnt wird, geht es inhaltlich noch um Diebstahl und Erpressung sowie die Online-Partnervermittlung „Krabbenkuss“, wo Rosa sich angemeldet hat und im Verlauf den einen oder anderen Herren „austestet“. Auch Rudi ist auf Freiersfüßen und durchläuft optisch eine Veränderung.
Dann gibt es noch ganz viel „Familiäres“, was aber diese humorvolle Krimi-Reihe ausmacht und unbedingt in die Rahmenhandlung hinein gehört, sonst fehlte hier einfach etwas!  Da ich bereits einige Bücher der Reihe gelesen habe, sind mir die gängigen Mitwirkenden bekannt. Und wer sich bei den vielen Namen, doch mal verheddert, der kann hinten im Buch nachschlagen, da gibt es eine „Who is who“- Liste und ganz zum Schluss auch Rezept-Anleitungen für Gerichte/Gebackenes, die man hier in der Handlung serviert bekommt.
Bis hier alle Puzzle-Teilchen am rechten Fleck liegen, passiert einiges und Spannung und Humor halten sich hier die Waage, so dass man gut unterhalten wird. Den Ausgang des Geschehens konnte man keineswegs voraussehen, was ein großer Pluspunkt ist. Insgesamt liest sich die Geschichte flüssig, fesselt von Anfang an und nach kurzer Zeit ist man mitten im Geschehen, was mir gut gefallen hat, wesgegen ich hier die volle Punktzahl vergebe! Bitte mehr davon und weiter so!
Fazit: Gelungen – vergnüglich – spannend = Volle Punktzahl für diesen Lesegenuss!
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