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Andreas Winkelmann: Die Lieferung

rororo

Im Juni letzten Jahres ermittelte Kommissar Jens Kerner nebst seiner Kollegin Rebecca Oswald bereits im Fall „Das Haus der Mädchen“. Ich fand den Thriller gelungen und sehr spannend, aber man brauchte auch starke Nerven.
Nun gibt es wieder für die beiden Ermittler viel zu tun, denn es verschwinden junge Frauen. In unterschiedlichen Handlungssträngen bekommt der Leser „Die Lieferung“ erzählt:
Viola, hat das Gefühl seit einiger Zeit einen Stalker zu haben. Sie erzählt ihrer besten Freundin Sabine davon. Im Verlauf erhärtet sich der Verdacht, denn es passieren merkwürdige Dinge, doch dann verschwindet nicht Viola spurlos, sondern Sabine….
In einem zeitlichen Rückwärtsblick „Vor einiger Zeit“ werden die Gedanken eines Jungen „sichtbar“, der sich für ein Nachbarsmädchen interessiert, das aber durch den sozialen Unterschied der Familien für ihn unerreichbar ist…
In einem Waldgebiet in Hamburg taucht eine völlig verwirrt wirkende, herumirrende, extrem blasse junge Frau Sie auf. Sie wird von einer Jägerin, die auf einem Hochsitz nach Wild Ausschau hält, entdeckt. Sie kann ein Foto mit dem Handy machen, das dann bei Kommissar Kerner landet.  Ohne dieses schemenhafte, aber durchaus darauf als Person erkennbare Bild hätte der Ermittler sich sicherlich nicht mit einigen Kollegen auf die Suche nach der „weißen Frau“ gemacht. Tatsächlich gelingt es der Polizei die Frau „einzufangen“ und sie in ein Krankenhaus zu bringen. Auf Ansprache reagiert sie nur mit ein und demselben Satz: „ Darling, Licht meines Lebens…“
Geschickt hat Andreas Winkelmann hier wieder einen sehr spannenden und bis zum Schluss fesselnden Thriller geschrieben. Erneut muss man gute Nerven haben, dann was die Frauen hier erleiden müssen, lässt einem die Nackenhaare hochstehen. Zwischen Jens Kerner und Rebecca Oswald knistert es zwischenmenschlich und das durchzieht ohne zu stören die Gesamthandlung.
Einmal angefangen, flogen die Seiten nur so dahin. Schnell war ich in der Handlung gefangen und konnte das Buch kaum aus den Händen legen, so dass ich hier von einem Page-Turner sprechen möchte und auf eine  Fortsetzung hoffe!
Fazit: Fesselnde Spannung, Gänsehauteffekt und unvorhersehbar bis zum Schluss! Klasse, so muss ein Thriller sein!
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Sven Koch: Dünenblut

DroemerKNAUR

Zuletzt gab es mit „Dünenfluch“ 2017 einen sehr fesselnden und spannenden Fall aus der Krimi-Reihe um das Vierergespann Femke Folkert, Ceylan Özer, Fred Berger und Tjark Wolf, welche bei einer Sondereinheit des LKA an der Nordsee ermitteln.
Im aktuellen und mittlerweile im sechsten Fall „Dünenblut“ steht Tjark im Mittelpunkt des Geschehens. Anfangs verbringt er gerade mal wieder seine dienstfreie Zeit in seinem Ferienhaus in Dänemark.
Anne Madsen ist Ermittlerin bei der Kriminalpolizei in Dänemark und sie leitet den aufsehenerregenden Mordfall an der angesagten und sehr bekannten Rock-Gothic-Sängerin Hela. Das Besondere an dem Fall ist, dass der Mörder seinem Opfer am ganzen Körper Runen in die Haut ritzt.
Hela ist nicht das erste Opfer des „Runenkillers“ – wie die Medien ihn bereits betiteln -, denn einige Zeit vorher hatte er auf dieselbe Art und Weise Mette, eine sehr bekannte Beachvolleyballspielerin getötet und auch in ihren Körper germanische Schriftzeichen (Runen) eingeritzt….
Die Ermittler rätseln welche Botschaft der Mörder damit vermitteln will…
Wenn Tjark in Dänemark ist, trifft er sich hin und wieder mit Anne, es knistert schon etwas länger zwischen ihnen und diesmal kommen sie sich näher…
Während gerade Tjark wieder in Deutschland seinen Dienst antritt,  treffen besorgniserregende Nachrichten aus Dänemark ein:
Anne wird vermisst, ihr Auto ist verschwunden und es finden sich Kampf- und Blutspuren in Tjarks Ferienhaus, wo man auch Annes Handy gefunden hat. Tjark steht unter dringendem Tatverdacht und soll verhaftet werden. Doch er widersetzt sich dem, flüchtet und ist fortan auf sich selbst gestellt….
Mehr wird nicht verraten, denn diesen Krimi darf man einfach nicht verpassen. Sven Koch legt geschickt einige vielversprechende, aber auch falsche Fährten aus. Wer genau aufpasst, der hat vielleicht wie ich eine Ahnung und erkennt „das Böse“, was aber dem Unterhaltungswert des Buches keineswegs schmälert.
Wie gewohnt fliegen die Seiten nur so dahin, man taucht ab ins Geschehen und ist schnell in der Handlung gefangen, bis sich ganz am Ende  das „Böse“ offenbart. Der Autor spielt mit der Fantasie seiner Leser und verzichtet gekonnt auf zu detaillierte Szenen, wenn das Opfer dem Täter in die Falle gegangen ist.
Nach Abschluss dieses Falls stehen Veränderungen an, die das Vierergespann betreffen und ich als großer Fan der Reihe hofft nun, dass es trotz allem eine Fortsetzung  gibt.!
Fazit: Länderübergreifender, sehr spannender und fesselnder Fall der „Dünen-Krimi-Reihe“,  die  unbedingt fortgesetzt werden sollte!

 

 

 

 

 

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Gisa Pauly: Sturmflut

Piper Verlag

Der 13. Einsatz von Mamma Carlotta auf Sylt!
Nachdem zuletzt ein „Wellenbrecher“ titelgebend war, ist diesmal eine „Sturmflut“ im Anrollen.
Fans dieser Buchreihe brauche ich die Mitwirkenden nicht vorzustellen, denn Carlotta Capella (Mamma Carlotta), die italienische Schwiegermutter des auf Sylt lebenden und diensttuenden Kriminalhauptkommissar Erik Wolf hat schon viele Male durch ihr „kriminalistisches Gespür“ und ihr italienisches Temperament so manchen Kriminalfall auf Sylt ins Wanken gebracht, ihren Schwiegersohn dabei den Schweiß auf die Stirn getrieben, aber oftmals auch wichtige Hinweise zur Aufklärung beitragen können.
Diesmal „stolpert“ Mamma Carlotta durch Zufall in einen Entführungsfall. Besonders prekär ist hier, dass der Entführer von Lale Claussen, der Tochter eines wohlhabenden Fabrikanten die Warnung ausspricht: Keine Polizei, sonst hängt das Leben der jungen Frau am seidenen Faden….
KHK Wolf und sein Assistent Sören ermitteln undercover und Mamma Carlotta wird zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet, was ihr ganz besonders schwer fällt…..
Während die Ermittlungen unter größter Geheimhaltung erfolgen, engagiert sich Mamma Carlotta nebst ihrer Enkelin Carolin beim bevorstehenden Lyrik-Wettbewerb. Carolin wird von ihrer Nonna noch auf die Teilnehmerliste „geschmuggelt“, denn die Anmeldefrist ist bereits abgelaufen….
Weitere Puzzle-Steinchen der aktuellen Handlung sind u.a. die auf Sylt Urlaub machende Staatsanwältin Dr. Speck, ein undurchsichtiger italienischer Kellner und ein aufstrebender schräger Lyrik-Autor. Es passiert recht viel und an verschiedenen Orten, so dass man genau aufpassen muss, dass man die Zusammenhänge erkennt und nicht den roten Faden verliert.
Leider ist  die Entführungsgeschichte zäh, undurchsichtig und durch viele Akteure verwirrend, so dass die Spannung dabei auf der Strecke bleibt.
Nichtsdestotrotz ist der typische Humor nebst italienischem Temperament mit reichlich italienischem Essen (am Ende des Buches finden sich die passenden Rezepte dazu!) wie gewohnt vorhanden, so dass Fans der Reihe nicht umhinkommen, sich diesen Fall zu gönnen.
Fazit:  Weniger gut gelungener Kriminalfall, die Gesamthandlung punktet aber wieder mit dem bekannten Humor und dem italienischen Temperament!

 

 

 

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Valentina Nazarova: Hidden Track – Die verlorene Spur

Piper Verlag

Dieses Buch ist etwas für die Generation an Lesern, die sich mit/in den sozialen Medien/Netzwerken auskennt, aber auch für diejenigen, die sich für Musik interessieren und für die Gruppen wie Radiohead, Nirvana, Green Day oder auch die Libertines ein Begriff sind…
Die gesamte Handlung von „Hidden Track – Die verlorene Spur“ wird in „Postings bzw. Emails“ erzählt. Anfänglich ist es die Facebook-Korrespondenz zwischen Jen Lukina, einer 21jährigen jungen Frau, die aus dem russischen St. Petersburg aufgebrochen ist um in England zu studieren und ihrer daheim gebliebenen, einige Jahre jüngeren Schwester Nika.
Von Ende April 2007 bis Mitte Juni 2007 ist der Gedankenaustausch der beiden Schwestern noch regelmäßig, doch dann bricht er ab, denn Jen antwortet nicht mehr….
Nika gibt aber nicht auf und postet immer weiter an ihre Schwester mal kürzer, mal länger über ihr Leben in St. Petersburg und was sich so in der Familie ereignet..
Obwohl polizeiliche Ermittlungen stattfanden, die bald im Sande verlaufen, gibt Nika nicht auf  und hofft eines Tages hinter den Grund für das Verschwinden ihrer Schwester zu kommen.
Die Jahre vergehen, bis Nika selbst 21 Jahre alt und sie zufällig im Internet auf ein altes Video von einem großen Musikfestival in England stößt, wo sie dann ihre Schwester Jen entdeckt. Das Video wurde genau an dem Tag veröffentlicht, als Jen verschwand….
Aufgrund dieser neuen Hinweise macht sich Nika auf den Weg nach England, wo sie auf eigene Faust Nachforschungen zum Verbleib ihrer Schwester anstellt. Tatsächlich trifft sie auf Menschen, die Jen gekannt haben, bald wohnt sie dort, wo Jen einst einige Zeit verbracht hat. Nika taucht in den ehemaligen Freundeskreis ihrer Schwester ein und erfährt Dinge, die sich bald als lebensgefährlich für sie erweisen sollen…
Ob Nika tatsächlich hinter den Verbleib ihrer Schwester kommt, bleibt hier unerzählt. Der Erzählstil ist mal was anderes und das Buch liest sich gut und flüssig. Doch bald spielt sich die Handlung in einem Milieu ab, wo Drogen und Alkohol eine große Rolle spielen und Nikas Tun und Handeln auf der Suche nach der Wahrheit manches Mal nicht ganz nachvollziehbar ist bzw. etwas irritiert…
Besonders die ständigen Twists wenn es um die Auflösung der Frage was denn nun mit Jen passiert ist, geht, werden im Verlauf immer unglaubwürdiger und was so als „Beiwerk“ noch alles „aufgedeckt“ wird und eigentlich ohne Konsequenzen/Strafe bleibt, ist irgendwie unrealistisch und schade, hatte das Buch doch so spannend angefangen….
Schade, dass die anfängliche Spannung nicht gehalten werden kann bzw. sich leider aber im Verlauf verliert. Besonders die sich zum Ende hin häufenden Twists im Geschehen erscheinen teils unrealistisch und werden bald auch etwas „nervig“, denn war die erste „Auflösung“ vom Leser verdaut, kommt die Autorin mit einer neuen Variante daher, so als sollte man sich aussuchen, welches Ende man sich hier am besten vorstellen kann.
Fazit: Drei von fünf Punkten, da sich die anfängliche Spannung verliert, was schade ist, denn gutes Potential war vorhanden

 

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L. Jackson, N.Bush, R. Noonan: Greed – Tödliche Gier

Droemer-Knaur

Wie man aus dem Cover-Text erfährt, haben sich hier drei amerikanische Bestseller- Autorinnen zusammengetan um „ Greed – Tödliche Gier“ abzufassen. Mir war bisher nur Nancy Bush bekannt, deren gesamte sehr spannende Krimi-Reihe um die Detectives Rafferty ich gelesen habe, weswegen ich auf diesen Thriller sehr gespannt war:
Die Familienmitglieder um Ira Dillinger, die auf einem großen Anwesen in Wyoming – genauer gesagt Prairie Creek – leben sind Mittelpunkt der Handlung.
Gleich zu Beginn des Buches passiert ein grauenvoller Mord an einer jungen Frau und man bekommt „Einblick“ in die Gedankenwelt des Killers, dessen oberstes Ziel ist, die gesamte Familie Dillinger zu töten und der nur auf den richtigen Zeitpunkt wartet, um zuzuschlagen…
Ira Dillinger will wieder heiraten, was nicht jeden in der Familie begeistert, denn seine erwachsen Kinder trauern noch um ihre kürzlich verstorbene Mutter und sie glauben Pilar habe es eher auf das Geld des Vater abgesehen. Doch Ira ist wild entschlossen Pilar, eine wesentlich jüngere Frau zu ehelichen, die zudem noch einen zwölfjährigen Sohn mit in die Ehe bringt, der noch eine ganz besondere Rolle in einem Teil der Handlung einnimmt.
Während Pilar in den Hochzeitsvorbereitungen steckt und alle mit ihren Ansprüchen „nervt“, passiert der nächste Mord und die Kirche, die für die Trauung vorgesehen war, brennt nieder und in den Überresten findet man eine bizarr entstellte Leiche….
Der rote Faden mit den bizarren Morden durchzieht die Handlung, ist aber nicht vordergründig das Thema hier, sondern der weit größere Teil ist die Aufarbeitung unterschiedlicher Romanzen, die in der Kindheit bereits begannen und nach 20 vergangenen Jahren immer noch unter der Oberfläche brodeln und wieder aufflammen…
Ich hätte mir etwas weniger Romantik bzw. eine weniger komplizierte, unschöne Zusammensetzung des großen Familien-Clans gewünscht. Das Eintauchen in die Gedankenwelt des Mörders ist nervenaufreibend und spannend, verliert sich aber leider im Verlauf wie bereits oben schon erwähnt. Ein Pluspunkt dagegen ist, dass man die Identität des „Bösen“ beim Lesen nicht erkennen kann und sich dieses Rätsel erst ganz zum Schluss löst.
Lesen kann man das Buch gut, es ist flüssig geschrieben, die Figuren gut gezeichnet und die Zusammenhänge im Verlauf nachvollziehbar und Spannung ist durchaus vorhanden, aber als Thriller würde ich es nicht unbedingt einordnen, sondern als Familiengeschichte mit eingewobener Krimi-Handlung, der man allerdings einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen kann, da Spannung durchaus vorhanden ist und durch diesen „Mix“ vielleicht auch eine andere Gruppe Leser angesprochen wird.
Fazit: Gut lesbarer Mix aus Familiengeschichte, Romantik und eingewobenem spannenden Krimi-Teil, so dass man gut unterhalten wird

 

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Catherine Shepherd: Sündenkammer

Kafel Verlag

Ein Jahr ist seit dem letzten sehr spannenden Zons-KrimiKnochenschrei vergangen und mitSündenkammer“ meldet sich nun die Autorin zurück.
Eigentlich darf man gar keinen Einblick in die Handlung geben, denn egal was ich bisher von Catherine Shepherd gelesen habe, es war durchweg spannend und hatte einen sogartigen Effekt beim Lesen, so dass man nicht mehr aufhören konnte und die Seiten nur so dahinflogen.
Dieses „Phänomen“ tritt hier im Buch erneut auf!
Schon der Prolog lässt einen erschauern…
In der Gegenwart endet ein Waldspaziergang vor einem bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Körper, der auf einem Scheiterhaufen liegt…
Auf den herbeigerufenen Kommissar Bergmann kommt nun reichlich Arbeit zu, denn es bleibt nicht bei der einen verkohlten – wie sich später herausstellt – weiblichen Leiche, sondern Todesfälle auf Scheiterhaufen häufen sich. Zusätzlich scheint jemand ein perfides Spiel mit dem Kommissar zu spielen, denn er erhält kleine Päckchen zu deren Inhalt auch immer geheimnisvolle Zeilen beigefügt sind, die es zu enträtseln gilt…
In der Vergangenheit wird es gruselig, man taucht in eine düstere Szenerie ein, wo eine alte Frau immer wieder Geistererscheinungen auf dem örtlichen Friedhof meldet. Außerdem werden mehre Novizen eines Franziskaner-Klosters außerhalb der Klostermauern tot aufgefunden. Zum einen stellt sich für Bastian Mühlenberg die Frage, wie sie dort hingekommen sind und zum anderen warum und woran sie sterben mussten. Ein Gespräch mit dem zuständigen Abt des Kloster bringt wenig Aufschluss, doch Bastians Bauchgefühl sagt ihm, dass innerhalb des Kloster etwas vor sich geht, dass offenbar mörderisch ist….
Welchen gemeinsamen Nenner die Scheiterhaufenmorde und die Vorfälle in der Vergangenheit haben, erschließt sich dem Leser erst im Verlauf, auch wird erst ganz zum Schluss „das Böse“ demaskiert und war in beiden Zeitebenen nicht verhersehbar! Klasse!
Fazit: Egal ob vor 500 Jahren oder aktuell, das Spannungslevel ist hoch, die Handlung sehr fesselnd, so dass der Autorin erneut ein Page-Turner gelungen ist. Toll! Weiter so!

 

 

 

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Christiane Franke & Cornelia Kuhnert: Zum Teufel mit den fiesen Friesen

rororo 

Genau wie das Cover des vorherigen BuchesMuscheln, Mord und Meeresrauschen dirigiert auch das aktuelle zu „Zum Teufel mit den fiesen Friesen“ den Leser schon mal „sanft“ in Richtung Ostfriesland, wo diese Krimi-Reihe angesiedelt ist.
Da dies erst mein zweites Buch, aber bereits das sechste der Krimi-Reihe ist, hatte ich aber trotzdem keine Mühe mich an die drei Hauptmitwirkenden den Dorfpolizisten Rudi, seinen besten Freund und Postboten des Ortes Henner und die Lehrerin und Hobbydetektivin Rosa zu erinnern. Aber auch alle anderen Mitwirkenden sind gut gezeichnet (und am Ende des Buches mit Kurzportrait aufgelistet), so dass man keine Schwierigkeiten bei der Zuordnung in der Handlung hat.
Hier gibt es nur kurzen Einblick ins Geschehen, denn sonst würde ich den Lesern das Vergnügen nehmen, das ich zumindest bei diesem humorvollen Krimi hatte.
Rosa ist mit ihrem Auto unterwegs und kann gerade noch einem auf sie zurasenden Motorradfahrer ausweichen. Sie kommt glimpflich davon, der Biker stirbt…
Was anfangs wie ein Raser-Unfall aussieht, entpuppt sich dann als Mord, denn auf den Biker wurde geschossen…
Dies bleibt nicht er einzige Mord, der auf den ersten Blick wie ein Unfall aussieht, nein, es folgen noch weitere…
Auf Rudi kommen schwierige Ermittlungen zu, denn eigentlich hatte er sich freigenommen um seinen lange als verstorben geglaubten Vater kennenzulernen, außerdem bekommt er seinen ganz speziellen Kollegen Schnepel von der Wittmunder Polizei zur Seite gestellt, der so viele Ideen hat in welche Richtung die Ermittlungen laufen sollen, dass es Rudi des Öfteren schwerfällt, das Schwindelgefühl zu unterdrücken, dass ihn dabei manchmal ereilt…
Beim Lesen konnte ich den Täter nicht aufspüren, der taucht zum Schluss aus der Versenkung auf, obwohl es reichlich andere Verdächtige gibt.  Die Beweggründe für seine Taten sind nachvollziehbar, auch wenn nur kurz darüber reflektiert wird. Aber für mich stand hier auch mehr das humorvolle Lokalkolorit, die interessanten historischen Hintergründe bzw. die gesamte Szenerie mit seinen so gut gezeichneten „Typen“ mit ihren Ecken und Kanten im Vordergrund und der „Krimi-Teil“ wertet dies nur noch auf, so dass man hier rundum gut unterhalten wird.
Wer gern die im Buch aufgetischten Gerichte ausprobieren/nachkochen möchte, der findet am Ende des Buches einige Rezepte dazu.
Fazit: Rundum gelungenes Lesevergnügen, das mit humorvollem Lokalkolorit, den charmanten drei Hauptfiguren sowie der spannenden, eingewobenen Krimihandlung punktet! Mehr davon und weiter so!

 

 

 

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