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Catherine Shepherd: Sündenkammer

Kafel Verlag

Ein Jahr ist seit dem letzten sehr spannenden Zons-KrimiKnochenschrei vergangen und mitSündenkammer“ meldet sich nun die Autorin zurück.
Eigentlich darf man gar keinen Einblick in die Handlung geben, denn egal was ich bisher von Catherine Shepherd gelesen habe, es war durchweg spannend und hatte einen sogartigen Effekt beim Lesen, so dass man nicht mehr aufhören konnte und die Seiten nur so dahinflogen.
Dieses „Phänomen“ tritt hier im Buch erneut auf!
Schon der Prolog lässt einen erschauern…
In der Gegenwart endet ein Waldspaziergang vor einem bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Körper, der auf einem Scheiterhaufen liegt…
Auf den herbeigerufenen Kommissar Bergmann kommt nun reichlich Arbeit zu, denn es bleibt nicht bei der einen verkohlten – wie sich später herausstellt – weiblichen Leiche, sondern Todesfälle auf Scheiterhaufen häufen sich. Zusätzlich scheint jemand ein perfides Spiel mit dem Kommissar zu spielen, denn er erhält kleine Päckchen zu deren Inhalt auch immer geheimnisvolle Zeilen beigefügt sind, die es zu enträtseln gilt…
In der Vergangenheit wird es gruselig, man taucht in eine düstere Szenerie ein, wo eine alte Frau immer wieder Geistererscheinungen auf dem örtlichen Friedhof meldet. Außerdem werden mehre Novizen eines Franziskaner-Klosters außerhalb der Klostermauern tot aufgefunden. Zum einen stellt sich für Bastian Mühlenberg die Frage, wie sie dort hingekommen sind und zum anderen warum und woran sie sterben mussten. Ein Gespräch mit dem zuständigen Abt des Kloster bringt wenig Aufschluss, doch Bastians Bauchgefühl sagt ihm, dass innerhalb des Kloster etwas vor sich geht, dass offenbar mörderisch ist….
Welchen gemeinsamen Nenner die Scheiterhaufenmorde und die Vorfälle in der Vergangenheit haben, erschließt sich dem Leser erst im Verlauf, auch wird erst ganz zum Schluss „das Böse“ demaskiert und war in beiden Zeitebenen nicht verhersehbar! Klasse!
Fazit: Egal ob vor 500 Jahren oder aktuell, das Spannungslevel ist hoch, die Handlung sehr fesselnd, so dass der Autorin erneut ein Page-Turner gelungen ist. Toll! Weiter so!

 

 

 

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Christiane Franke & Cornelia Kuhnert: Zum Teufel mit den fiesen Friesen

rororo 

Genau wie das Cover des vorherigen BuchesMuscheln, Mord und Meeresrauschen dirigiert auch das aktuelle zu „Zum Teufel mit den fiesen Friesen“ den Leser schon mal „sanft“ in Richtung Ostfriesland, wo diese Krimi-Reihe angesiedelt ist.
Da dies erst mein zweites Buch, aber bereits das sechste der Krimi-Reihe ist, hatte ich aber trotzdem keine Mühe mich an die drei Hauptmitwirkenden den Dorfpolizisten Rudi, seinen besten Freund und Postboten des Ortes Henner und die Lehrerin und Hobbydetektivin Rosa zu erinnern. Aber auch alle anderen Mitwirkenden sind gut gezeichnet (und am Ende des Buches mit Kurzportrait aufgelistet), so dass man keine Schwierigkeiten bei der Zuordnung in der Handlung hat.
Hier gibt es nur kurzen Einblick ins Geschehen, denn sonst würde ich den Lesern das Vergnügen nehmen, das ich zumindest bei diesem humorvollen Krimi hatte.
Rosa ist mit ihrem Auto unterwegs und kann gerade noch einem auf sie zurasenden Motorradfahrer ausweichen. Sie kommt glimpflich davon, der Biker stirbt…
Was anfangs wie ein Raser-Unfall aussieht, entpuppt sich dann als Mord, denn auf den Biker wurde geschossen…
Dies bleibt nicht er einzige Mord, der auf den ersten Blick wie ein Unfall aussieht, nein, es folgen noch weitere…
Auf Rudi kommen schwierige Ermittlungen zu, denn eigentlich hatte er sich freigenommen um seinen lange als verstorben geglaubten Vater kennenzulernen, außerdem bekommt er seinen ganz speziellen Kollegen Schnepel von der Wittmunder Polizei zur Seite gestellt, der so viele Ideen hat in welche Richtung die Ermittlungen laufen sollen, dass es Rudi des Öfteren schwerfällt, das Schwindelgefühl zu unterdrücken, dass ihn dabei manchmal ereilt…
Beim Lesen konnte ich den Täter nicht aufspüren, der taucht zum Schluss aus der Versenkung auf, obwohl es reichlich andere Verdächtige gibt.  Die Beweggründe für seine Taten sind nachvollziehbar, auch wenn nur kurz darüber reflektiert wird. Aber für mich stand hier auch mehr das humorvolle Lokalkolorit, die interessanten historischen Hintergründe bzw. die gesamte Szenerie mit seinen so gut gezeichneten „Typen“ mit ihren Ecken und Kanten im Vordergrund und der „Krimi-Teil“ wertet dies nur noch auf, so dass man hier rundum gut unterhalten wird.
Wer gern die im Buch aufgetischten Gerichte ausprobieren/nachkochen möchte, der findet am Ende des Buches einige Rezepte dazu.
Fazit: Rundum gelungenes Lesevergnügen, das mit humorvollem Lokalkolorit, den charmanten drei Hauptfiguren sowie der spannenden, eingewobenen Krimihandlung punktet! Mehr davon und weiter so!

 

 

 

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Barbara Wendelken: Nur wer die Hölle kennt

Piper Verlag

Das Coverbild zu „Nur wer die Hölle kennt“ ist gut gewählt und wegweisend, was einen handlungsmäßig im vierten Einsatz von Nola van Heerden und ihrem Kollegen Renke Nordmann im ostfriesischen Martinsfehn erwartet:
Die Handlung wird in zwei Zeitebenen erzählt, wo es 1997 zu einem verheerenden Brand auf einem großen Reiterhof kam. Die Besitzerin Verena Matzke, ihr kleiner Sohn Michel und Daniela, eine Angestellte kommen dabei ums Leben. Alle halten die damals 15-jährige Tochter Melody für schuldig den Brand gelegt zu haben, da ihre strenge Mutter ihr verboten hatte zu Simones Geburtstagsparty zu gehen. Melody verschwindet aus dem Ort, ein anderer Schuldiger für den Brand wird nicht gefunden….
Dann sind 20 Jahre vergangen und wir befinden uns in der Jetztzeit und Melody kommt mit ihrem kleinen Sohn Linus zurück nach Martinsfehn, wo sie neu anfangen will. Es dauert nicht lange und Melody wird von ihrer alten Freundin Simone entdeckt und sie lädt sie spontan zu ihrer anstehenden Geburtstagsfeier ein….
Melody ist der „Überraschungsgast“ auf der Feier. Sie trifft dort „alte Bekannte“, wird aber nicht von allen freundlich empfangen, denn immer noch geistert der Brand von damals in den Köpfen der Menschen herum.  Für besonderes Aufsehen sorgt dann Simones Ankündigung, dass sie ein Buch über die Geschehnisse von einst schreiben will, denn sie kenne den wahren Brandstifter und wolle ihn im Buch entlarven….
Doch zum Schreiben kommt Simone nicht mehr, denn einen Tag nach ihrem Geburtstag brennt ihr Haus lichterloh und sie kommt darin ums Leben…
Schnell brodelt die Gerüchteküche und Melody wird erneut der Brandstiftung bezichtigt…
Schwierige Ermittlungen stehen an, der ungelöste Brandanschlag von vor 20 Jahren wird neu aufgerollt, was einigen Personen im Ort Kopfzerbrechen bereitet und viele Emotionen hochkochen lässt…
Genau wie zuvor bei „Ihr einziges Kind“ aus der Martinsfehn-Krimi-Reihe, ist es der Autorin meisterhaft gelungen, ein sehr fesselndes Buch zu schreiben. Die Aufarbeitung  bzw. die Kombination des alten Falls mit den Geschehnissen in der Jetztzeit ist sehr wendungsreich, aber nie vom „roten Faden“ abweichend, so dass eine „flirrende“ Ungewissheit das ganze Buch durchzieht und somit Spannung bis zuletzt vorhanden ist.
Ich hatte eine klitzekleine Ahnung, wer sich hinter „der Maske des Bösen“ verbirgt und ich lag richtig, was aber dem fesselnden Lesevergnügen keine Minuspunkte einbringt.
Die Figuren sind gut gezeichnet, „man hatte das Gefühl, man kennt sie von irgendwo her“ und auch die kleinen Einsichten in das Privatleben der Ermittler fügen sich gut ins Geschehen ein.  Auch diesmal vergebe ich die volle Punktzahl und kann das Buch nur weiterempfehlen. Die Buchreihe darf gern so spannend weitergehen!
Fazit: Volle Punktzahl für diesen spannungsgeladenen Krimi, der einen so schnell nicht wieder loslässt!  Bitte mehr davon!

 

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J L Butler: MEIN

rororo

Im Prolog der Handlung von „Mein“ bahnt sich eine gefährliche Situation an…
Dann wird zwei Monate zurückgesprungen und man lernt die in London lebende und arbeitende Anwältin für Scheidungsrecht Francine Day kennen.
Ihr neuer Mandant ist der gutaussehende Millionär Martin Joy, der sich von seiner Frau Donna scheiden lassen will. Seine Frau liebt das Luxusleben, das sie bisher geführt hat und sie hat so ihre Vorstellungen, was sie an Unterhalt fordert um es unverändert weiter zu genießen…
Schon nach kurzer Zeit knistert es zwischen Francine Day und Martin Joy heftig. Obwohl Francine sich des Verbots bewusst ist –  Mandanten sind tabu -, beginnt sie eine leidenschaftliche Affäre mit ihm….
Ein anberaumter Termin, wo sich das Ehepaar Joy im Beisein ihrer Anwälte über die Einzelheiten des Finanziellen möglichst einigen sollen/wollen, verstreicht ohne das Donna Joy erscheint…
Was erst als besondere Taktik der Ehefrau aufgefasst wird, ändert sich dann bald, denn Donna taucht nicht wieder auf und es dauert nicht lange und die Polizei geht von einem Verbrechen aus und der Ehemann steht auf der Liste der Verdächtigen ganz oben…
Aber nicht nur die verbotene Affäre zwischen Anwältin und Mandanten bereitet Francine Sorgen, sondern auch, dass sie der Polizei verschweigt, dass sie Donny offenbar zuletzt gesehen hat, bevor sie verschwand….
Mit allen Mitwirkenden des Buches bin ich nicht sonderlich „warm“ geworden. Francine Day kann ich mir als Anwältin irgendwie nicht vorstellen, sie wirkt auf mich „unprofessionell bzw. teilweise recht konfus“, was die Autorin hier dann mit einer psychischen Erkrankung „entschuldigt“. Ich finde es unpassend, dass mit medizinischen Begriffen/Diagnosen wie u.a. „bipolare Störung“ versucht wird Spannung aufzubauen bzw. suggeriert wird, dass kriminelle Energie dabei nicht ausgeschlossen ist.
Der Erzählstil ist gut lesbar, die intimen Szenen beschreibt sie teils mit deftigen Worten, durch Twists in der Handlung gibt es viele Puzzlesteinchen, die dann erst ganz am Ende die Auflösung bilden, was ganz gut gelungen ist. Trotzdem habe ich die „verantwortliche Person“ für das ganze Geschehen im Verlauf richtig erkannt, nur die Beweggründe, die dann zu des „Rätsels Lösung“ führten, fand ich etwas schwach im Vergleich zu den vielen Wendungen in der Handlung.
Der Prolog des Buches nebst dem Untertitel „Wie weit wirst Du gehen, um ihn zu halten?“ suggeriert spannende Unterhaltung, die aber leider für mich durch das Einweben einer psychischen Erkrankung absinkt und dann nur noch mäßig ausgeprägt ist. Alles in allem vergebe ich hier 3 von 5 möglichen Punkten.
Fazit: 3 von 5 Punkten bei wendungsreicher Story, deren Mitwirkende alle scheinbar etwas zu verbergen haben
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Camilla Läckberg: Die Eishexe

Ullstein Verlag

Der zehnte Buch aus der Krimi-Reihe um das schwedische Ehepaar Erica Falck und Patrik Hedström ist mittlerweile auch als Taschenbuch mit dem Titel „Die Eishexe“ erschienen.
Während Erica für ein neues Buch über einen alten Kriminalfall, der sich vor 30 Jahren in Fjällbacka ereignete, recherchiert, ermittelt Patrik in einem Vermisstenfall.
Vor 30 Jahren verschwand die vierjährige Stella vom Hof ihrer Eltern und wurde dann einige Zeit später tot aufgefunden. Das Aufsehenerregendste an dem Fall war das Geständnis zweier 13-jähriger Mädchen, dass sie die kleine Stella getötet haben, was sie dann aber bald wideriefen, doch so richtig glauben konnte ihnen niemand…. 
Ericas Recherchen führen diesmal auch weit in die Vergangenheit bis ins Jahr 1671, die zwar unterhaltsam, aber auch entbehrlich im Bezug auf die Gesamthandlung sind.       
Die kleine vermisste Linnea, in deren Fall Patrik ermittelt, wohnt heute mit ihren Eltern auf dem Hof, wo einst vor 30 Jahren auch die kleine Stella mit ihrer Familie lebte. An der Stelle wo einst Stella tot aufgefunden wurde, findet man dann auch die tote Linnea…                   
Wie gewohnt in den Büchern dieser Reihe, verschmelzen dann der alte Kriminalfall und die aktuellen Ermittlungen zu einem spannenden Kriminalroman.
Natürlich wird hier nicht nur ermittelt, sondern auch im Privatleben Falck/Hedström gibt es wieder einigen Trubel, der bewältigt werden muss…
Schon nach ein paar Seiten war ich wieder in Schweden und habe Erika, Patrick und Co. direkt vor Augen, und nehme an ihren Aktivitäten hinsichtlich Buchrecherche, Familienleben oder Mordermittlungen lebhaft teil, was den besonderen Reiz dieser Buchreihe ausmacht.
Zwar gibt es diesmal reichlich Mitwirkende, viele Schauplätze und Zeitsprünge, aber durch den gekonnten Erzählstil, gibt es hier keine Schwierigkeiten bei der Ein/Zuordnung. Kurz vor Schluss wird man dann noch in eine hochbrisante Szenerie versetzt, die für einen überraschenden Schlussakkord sorgt.
Fazit: Recht umfangreicher, weit zurück reichender Kriminalfall, der dann letztendlich mit einem unvorhersehbaren Schlussakkord endet/punktet!
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Megan Goldin: The wrong girl – Die perfekte Täuschung

Piper Verlag

Im Mittelpunkt der Handlung steht Julie West, die vermutet, dass ihr Mann Matt sie mit einer seiner Studentinnen betrügt. (Als Leser bekommt man Einblick in die Gedankenwelt von Julie, bzw. aus ihrem Blickwinkel wird ein Teil der Handlung erzählt).
Während Julie sich nach langer Zeit mal wieder aufrafft auf ihrem Lieblingsweg zu joggen, wird sie dort beinahe von einem Auto erfasst, kann aber gerade noch beiseite springen. Der Autofahrer selbst hat nicht so viel Glück, bevor er in seinem Autowrack verstirbt, flüstert er Julie noch etwas zu…
In Matts Augen ist dieser Unfall nicht passiert und er versichert seiner Frau, sie sei beim Joggen gestürzt und habe sich dabei kräftig den Kopf gestoßen….
Offenbar ist Julie psychisch angeschlagen, was aber nicht nur mit dem mysteriösen Autounfall zusammenhängt, sondern im Vorfeld ist auch schon einiges passiert und Matts Verhalten, besonders im Zusammenhang mit seiner verstorbenen ersten Ehefrau, machen ihr das Leben nicht leichter.
Parallel zu Julies Sichtweise, wird der andere Teil der Handlung von der Kriminalermittlerin Mel Carter erzählt.
In der Nähe Julies Joggingpfads findet man Überreste einer Frauenleiche, die Rätsel aufgibt. Die Ermittler finden Hinweise zu einem alten, abgeschlossenen Kriminalfall, der auch den Tod Matts erster Ehefrau in ein ganz anderes Licht rückt…..
So zusammengefasst, klingt die Rahmenhandlung noch ganz interessant und hätte spannend werden können. Leider ist es der Autorin nicht gelungen eine fesselnde Spannung zu erzeugen, für mich war vieles vorhersehbar und besonders bei Julie und Matt war schnell klar, wer hier wen manipuliert….
Was als „Twist“ eingewoben ist um die Aufklärung des Kriminalfalls spannend zu „vernebeln“, ist dann am Ende eher ein abrupter Break und man fragt sich, schreibt die Autorin hier noch an einer erklärenden Fortsetzung?
Da es sich bei „The Wrong Girl – Die perfekte Täuschung“ um ein Erstlingswerk handelt, möchte ich hier drei von fünf möglichen Punkten geben, da die Thematik an sich interessant ist, aber eben nicht spannend umgesetzt wurde und die Erzähltechnik nicht so gut gelungen ist.
Fazit: Interessanter Ansatz, aber leider hapert es noch an der einen oder anderen Stelle, daher nur drei von fünf möglichen Punkten

 

 

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Paul Finch: Im Schatten des Syndikats

Piper

Im März 2017 hatte ich hier über den ersten Einsatz der jungen engagierten Streifenpolizistin Lucy Clayburn in „Schwarze Witwen“ berichtet, die nach einigen Anfangsschwierigkeiten dann eine neue Chance sieht um ihrem Ziel, der Arbeit bei der Kriminalpolizei,  näher zu kommen, weswegen sie auch vor einem riskanten Untercover-Einsatz nicht zurückschreckte….
Mittlerweile ist etwas Zeit vergangen und DC Clayburn verrichtet ihren Dienst in einer der Kriminalabteilungen Greater Manchesters  in Crowley…
Immer mehr Raubüberfälle sind an der Tagesordnung, die teils auch mit Mord einhergehen, doch dann wird es spektakulärer, denn ein angesehenes Mitglied des Unterweltverbandes  „Crew“ wird während einer Party auf seinem Anwesen brutal überfallen, ausgeraubt und getötet….
Dieser Raubüberfall ist nur einer von vielen, die doch einen gemeinsamen Nenner haben, wie Lucy bei ihren Recherchen herausfindet, denn alle Opfer sind keine Unschuldslämmer, sondern haben alle etwas auf dem Kerbholz und agieren „Im Schatten des Syndikats
Parallel zu den Raubüberfällen verteilt ein Unbekannter an Obdachlose, gemeinnützige Einrichtungen und in den ärmeren Wohnvierteln der Gegend Geld und Schmuck, was erst einmal im Verborgenen bleibt…
Während die Handlung des Buches erst einmal wirkt wie gewöhnliche polizeiliche Routinearbeit und man hautnah bei den Ermittlungen dabei ist, entwickelt sich langsam die Spannung und bald ist Lucy mitten drin in gefährlichen Situationen, die ihr einiges abverlagen und es kristallisiert sich nach und nach eine bedrohliche Szenerie heraus, wo Lucy kaum noch unterscheiden kann, wer Freund oder Feind bzw. auf wen sie sich überhaupt noch verlassen kann, denn plötzlich ist nicht nur ihr Leben in Gefahr, sondern auch ihre Familie muss um ihr Leben fürchten…
Paul Finch hat für seine geneigten Leser wieder  sehr detaillierte Szenerien und Charaktere erschaffen, wo man sich als Leser z.B. als Beifahrer auf Lucys Ducati befindet und man in atemberaubendem Tempo durch die Straßen rast…. Puh!
Wenn man sich durch die ersten Seiten der Handlung gelesen hat, ist man ganz schnell im Geschehen gefangen, ist hautnah dabei und staunt nicht schlecht, welche Gefahrensituationen Lucy hier meistert  (die ich teilweise etwas zu überzeichnet fand, aber das nur am Rande).
Mir hat dies zweite Buch der Reihe gut gefallen, es ist auf jeden Fall eine Steigerung zum Debütkrimi, so dass ich hier vier von fünf möglichen Punkten geben möchte und ich mir durchaus eine Fortsetzung vorstellen könnte bzw. erhoffe.
Fazit:  Atemberaubende detailliert erzählte Verfolgungsjagden/Szenerien und eine gelungene spannende Fortsetzung der Reihe machen diesen Thriller aus, so dass die Reihe gern fortgesetzt werden darf!

 

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