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Hidden Agenda

Edel Motion VÖ 10.07.20

Ich lese mit Vorliebe schwedische Krimis und schaue genauso gern Filme oder Serien aus dem Hohen Norden, denn bis auf einige wenige Ausnahmen, waren sie immer fesselnd und spannend und die Verfilmungen darstellerisch gut besetzt und hatten hohen Unterhaltungswert wie z.B. „Die Brücke“ oder „Hanna Svensson“.
Nun ist mit „Hidden Agenda“ eine neue sehr spannende schwedische Krimi-Serie an den Start gegangen, die auf dem Roman des Bestseller-Autors Jens Lapidus basiert. Ermittelte in den oben genannten beiden Titeln die schwedische Polizei, ist aktuell alles etwas anders:
1. Hauptfigur:
Die junge engagierte Wirtschaftsanwältin Emily Jansson arbeitet für die große Anwaltskanzlei Leijon in Stockholm. Sie hofft bald zur Partnerin ernannt zu werden, denn dann käme sie aus ihrer misslichen Situation heraus, da sie in großen finanziellen Schwierigkeiten steckt, von denen aber nur ihr direkter Vorgesetzter Magnus weiß….
Dann verschwindet Philip Schale, der gerade frisch ernannte neue Geschäftsführer eines großen Familienunternehmens. Der Vater des Vermissten wendet sich an Magnus, der wiederum Emily beauftragt diskret nach Philip Schale zu suchen…
Tatsächlich stößt Emily auf eine Spur, die allerdings ins kriminelle Milieu zu führen scheint und je weiter sie gräbt um so gefährlicher wird dieser Auftrag für sie….
2. Hauptfigur:
Zehn Jahre saß Teddy (Alexej Manvelov) wegen Entführung mit Todesfolge im Gefängnis, wo er eine heimliche Affäre mit Zara, einer der Aufseherinnen, beginnt. Nun wird er aus der Haft entlassen und sein Vorsatz ist es, Zara zu besuchen und ein neues Leben ohne kriminellen Einfluss zu beginnen. Doch schon kurze Zeit später spüren ihn seine ehemaligen Kumpels auf und Isak, der neue Boss der Gang rekrutiert ihn schon nach kurzer Zeit um eine Anwältin auszuspionieren….
Und hier kreuzen sich zum ersten Mal die Wege, denn besagte Anwältin ist Emily und die ist bei der Suche nach Philip Schale genau ins Revier von Isak vorgedrungen, weswegen Teddy und sie sich dann begegnen….
Mehr möchte ich hier nicht verraten, denn diese Serie ist unbedingt sehenswert, spannend, unvorhersehbar und mit einem ungleichen „Ermittler-Duo“, nämlich Emily und Teddy,  mal eine neue interessante Konstellation in Sachen „Spürnasen“. Auch die Besetzung mit Josefin Aplund, einem (für mich bis dato unbekannten) frischen Gesicht als junge Anwältin Emily und Alexej Manvelov (der mir bereits aus einigen Serien gut bekannt ist) als (charmanter) Gangster Teddy ist passend und gelungen.
Ich habe mir die gesamte Serie an einem Wochenende gegönnt, da durch viele Wendungen die Spannung immer wieder auf den Punkt gebracht wurde und ich einfach wissen wollte, wie die Handlung weitergeht. Echt klasse!
Fazit: Diese Serie ist rundum gelungen und hat unbedingt Potential für eine Fortsetzung, die gern bald erscheinen dürfte!
 
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Brokenwood – Mord in Neuseeland – Staffel 2

Edel Motion VÖ 05.06.20

Im August letzten Jahres startete die sehenswerte Krimi-Reihe “Brokenwood – Mord in Neuseeland” für das Heimkino in Deutschland:
Mike Shepherd, ein Country-Musik liebender Detectiv, der ein besonderes Faible für seinen Oldtimer hat und den privat einige charmante „Geheimnisse“ umwehen, sticht damit sehr sympathisch aus dem gängigen Ermittler-Profil heraus.
Im Verlauf der vergangenen Staffel ermittelte Mike mit der engagierten und scharfsinningen jungen Kollegin Kristin Sims. Sie bilden auch in „Brokenwood – Staffel 2“ erneut ein tolles Team, das noch durch Sam Breen und die Pathologin Gina komplettiert wird. Auch Jared Morehu, Mike’s Grundstücksnachbar hat wieder kleine, aber feine Auftritte in der Handlung, was gut passt.
Mittlerweile hat sich Kristin auch an Mikes Musikgeschmack gewöhnt und sie verstehen sich so gut, dass Kristin sogar ab und zu sein heißgeliebtes Auto fahren darf….
Auf das Ermittler-Team warten diesmal vier auf den ersten Blick nicht zu durchschauende Kriminalfälle, die ich hier kurz vorstellen möchte:
Das ortansässige Rugby-Team, dem auch Sam Breen angehört, macht eine schreckliche Entdeckung auf dem Spielfeld: Ihr Trainer wurde nackt an einen Pfosten gefesselt und ermordet. Bei der Obduktion wird ein tief in seinem Rachen steckendes Dessous entdeckt….
Brokenwoods Schauspielensemble –  zu dem auch Jared gehört und weswegen Mike mit Kristin im Zuschauerraum sitzt – zeigt in ihrer Premieren-Vorstellung „Hamlet“.  Während der Schlussakkord erklingt, bricht auf der Bühne ein Schauspieler tot zusammen. Während Mike sich dem Toten nähert, sagt ihm sein „Näschen“, hier stimmt was nicht….
Im nächsten Fall findet Jared am Strand einen angespülten Fangkorb. Allerdings befinden sich keine Krebse darin, sondern eine abgetrennte Hand. Die Besitzer dieses Fangkorbs  gehören zu der alteingesessenen und berüchtigten Familie Keely, die aber alle noch ihre Hände haben. Doch irgendetwas scheinen die Familienmitglieder zu verbergen, zumal auch der Unfalltod des Familienoberhaupts  vor fünf Jahren immer noch Fragen aufwirft….
Mikes Lieblingssängerin Holly Collins gibt mit ihrer Band ein Konzert in Brokenwood, was er sich natürlich nicht entgehen lässt. Dabei verkündet Holly zu aller Überraschung, die Auflösung der Band, da sie eine Solokarriere anstrebt und nach Nashville ziehen will. Doch dort kommt sie nicht an, denn am nächsten Morgen findet man sie tot in der Badewanne ihres total verwüsteten Hotelzimmers…
Ich fand die erste Staffel schon gelungen und unterhaltsam. Doch Staffel 2 kann durchaus „noch einen draufsetzen“, denn die unvorhersebaren Fälle sind spannend, den Schauspielern merkt man die Spielfreude an und durch die eingewobenen humorvoll gewürzten Dialoge/Szenen macht das Anschauen dieser Krimi-Reihe einfach nur Spaß und ich hoffe sie wird in dieser Form noch weiter fortgesetzt.
Fazit: Noch eine Spur besser als Staffel 1, so dass Spannung, Humor und ein tolles Darsteller-Ensemble hier punkten können und die Serie gern fortgeführt werden darf!
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Grantchester – Staffel 4 –

Edel Motion VÖ 15.05.20

Im Februar d. J. gab es ja in „Staffel 3“ der britischen Serie schon anklingende Veränderungen im Privatleben von Sidney Chambers (James Norton), die sich dann in der aktuellen „4. Staffel Grantchester“ auch tatsächlich darstellen, denn es ist einige Zeit vergangen und Sidney und Amanda sind kein Paar mehr. Sidney hadert mit sich und der Welt, zwar versucht er sich auf seine beruflichen Pflichten als „Mann Gottes“ der Gemeinde zu konzentrieren, doch glücklich wirkt er dabei nicht und immer wieder sucht er Trost im Alkohol, so dass sich seine Umgebung und Freunde große Sorgen um ihn machen…
Im weiteren Verlauf der sechs Folgen übernimmt dann Will Davenport (Tom Brittney) als neuer Pfarrer die Gemeinde…
Doch bis es soweit ist, gibt es rund ums Pfarrhaus und in der Gemeinde reichlich Trubel und auch kriminelle Energie, wo Schüsse fallen, Menschen sterben und der Mann für „Recht und Ordnung“ Geordie Keating reichlich Arbeit bekommt. Unterstützt wird er anfangs noch von Sidney, dann von Lenard, der vorübergehend die Amtsgeschäfte von Sidney in der Gemeinde übernimmt,  bis dann Will Davenport mit seinem Motorrad vor dem Pfarrhaus eintrifft und sich nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten gut mit allen Beteiligten versteht. Nur bei dem „Polizeikram“ will er Geordie nicht unterstützen, doch ehe er sich versieht schlittert er von einer Situation in die andere und bald braucht er dann Geordies kriminalistisches Gespür und fortan stimmt die Chemie auch in dieser Hinsicht zwischen den beiden….
Zeitlich spielt die Serie inzwischen Mitte/Ende der 1950ziger Jahre, was hier wieder in Kulisse und Ausstattung wunderbar zu erkennen ist. Besonders Geordie hat mit der „neuen Musik“ und der Emanzipation seiner Ehefrau, die jetzt als Verkäuferin in einem Bekleidungsgeschäft arbeitet, so seine Schwierigkeiten, aber durch die Kriminalfälle, die sich ereignen, kommt er kaum dazu, darüber nachzudenken.
Obwohl ich es mir kaum vorstellen konnte, dass man einen Ersatz für James Norton findet, muss ich sagen, den Filmemachern ist im Tom Brittney hier ein toller Clou gelungen und sein Charme und das Zusammenspiel mit den anderen Mitgliedern der Serie ist angenehm und sehenswert, so dass ich mir gut auch in dieser neuen Konstellation eine weitere Staffel wünsche würde!
Fazit: Trotz wehmütigem Abschied von James Norton, schafft es „der neue Pfarrer“ die entstandene Lücke mit Charme, Witz und Ausstrahlung zu füllen, so dass auch Staffel 4 wieder unbedingt sehenswert ist und auch gern die Serie noch weiter fortgesetzt werden darf!

 

 

 

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Luther – Staffel 5

Polyband VÖ 08.05.20

Im Oktober 2016 gab es die vierte Staffel vonLutherund für mich war damals das Wiedersehen mit DCI John Luther (Idris Elba) zwar spannend und sehenswert, aber viel zu kurz und ich hatte auf eine baldige Fortsetzung der außergewöhnlichen britischen Krimi-Serie gehofft.
Leider sind wieder einige Jahre ins Land gezogen, aber nun gibt es mit „Luther – Staffel 5“ endlich Nachschub in Sachen nervenaufreibender Spannung.
Die Kriminalfälle, die John Luther am liebsten allein gelöst hätte – doch da kennen seine Vorgesetzten keine Pardon – muss er nun mit seiner neuen, sehr engagierten Kollegin DS Catherine Halliday (toll besetzt mit Wunmi Mosaku) lösen: Ein Serienkiller treibt sich in London rum und mordet auf besonders bestialische Weise, aber richtig Fährte aufnehmen können die Ermittler anfangs nicht und der Mörder wird immer mutiger und er verübt seine abscheulichen Taten immer mehr in der Öffentlichkeit…
Parallel zu den Ermittlungen muss sich DCI Luther seiner Vergangenheit stellen, denn eine tot geglaubte Person steht plötzlich vor seiner Tür und bittet um Einlass…..
Wer die Serie von der ersten Staffel an verfolgt hat, hat vielleicht eine Idee, wer diese mysteriöse Person sein könnte, ich verrate hier weiter nichts dazu, denn diesmal muss Luther „einige Federn lassen“, denn um ihn herum sterben Menschen, die ihm sehr nahe standen und außerdem wandelt er mal wieder  auf einem schmalen Pfad zwischen Gut und Böse. Ob das für ihn gut ausgeht, sollte sich jeder selbst anschauen, lohnen tut es sich auf jeden Fall.
Gleich zu Beginn der neuen Staffel hätte ich mir eine kleine Zusammenfassung bzw. einen Rückblick auf die zurückliegenden Staffeln gewünscht, denn nach so langer „Unterbrechung“ war der Einstieg in die aktuelle Handlung zwar nicht schwierig, aber die wichtige zurückliegende „Rahmenhandlung“ war mir nicht mehr ganz präsent und da wäre so eine kleine Hilfestellung gut gewesen. Nichtsdestotrotz, wer gute Nerven hat – und die brauchte man bei dieser herausragenden Serie eigentlich von Anfang an – , der bekommt hier wieder über 200 Minuten düstere, aber sehr unterhaltsame Krimi-Kost geboten, die gern erneut fortgesetzt werden darf!
Obendrauf gibt es noch reichlich Bonusmaterial mit Interviews und einem Blick hinter die Kulissen
Fazit: Bizarre Morde halten London in Atem und DCI Luther wird mit Geistern aus der Vergangenheit konfrontiert – Düstere Spannung garantiert!

 

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Mord auf Shetland – Staffel 3

Edel Motion VÖ 17.04.20

Douglas Henshall schlüpft erneut in die Rolle des Ermittlers Jimmy Perez, der auf Shetland geboren wurde und nun bereits einige Zeit wieder dort lebt.
DI Perez nebst seinem Ermittler-Team um Alison „Tosh“ McIntosh und Sandy Wilson bekommen diesmal einen sehr kniffligen Fall „auf den Tisch“, der besonderes Fingerspitzengefühl erfordert.
Vor 23 Jahren wurde Thomas Malone zu lebenslanger Haft wegen Mordes an Lizzy Kilmuir verurteilt, aber nun ist er aufgrund eines erfolgreichen Berufungsverfahrens wieder ein freier Mann und er ist zurück in seinem Heimatort, wo er allerdings von den Ortsansässigen nicht unbedingt freundlich empfangen wird.
Der damals zuständige und DI Perez Vorgänger Drew McCall war von Malones Schuld fest überzeugt und er versucht aktuell auch diesbezüglich Einfluss auf die Ermittlungen zu nehmen, da der Mord an Lizzy Kilmuir neu aufzurollt wird. Während die alten Akten durchforstet werden, kommen DI Perez die damaligen Verhörprotokolle merkwürdig vor und im Verlauf gibt es Hinweise darauf, dass nicht allen damaligen Spuren nachgegangen wurde, da Thomas Malone ja dann Mord gestanden hatte…
Doch nicht nur der alte Mordfall muss genauestens neu untersucht werden, sondern nach einem örtlichen Folk-Festival ist plötzlich Sally, die Tochter des ehemaligen Ermittlers McCall spurlos verschwunden und ganz schnell richtet sich der Blick der Bevölkerung und der Hass des Vaters erneut auf Thomas Malone….
Doch wer die Serie von Anfang an verfolgt hat, weiß, dass es hier nie auf den ersten Blick einen Schuldigen gibt, dazu sind die Kriminalfälle zu komplex. Besonders durch die zwischenmenschlichen Verbandelungen und dem rauen Charme der Shetland-Bewohner, die sich auch durch Wortkargheit auszeichnen, weswegen der Blick hinter die Kulissen meist schwierig ist, hat das Ermittler-Team keinen leichten Job. Doch durch Jimmy Perez besonnene Art und durch sein engagiertes sympathisches Team gelingt es dann Dinge zu hinterfragen und  zu durchschauen. Bis alle „Steine umgedreht“ sind dauert es etwas, aber die Spannung wird bis zuletzt gehalten und der Zuschauer mit einem unvorhersehbaren Ende überrascht!
Nachdem Staffel 2 schon eine spannende Steigerung war, kann ich nur sagen, diese Serie wird von mal zu mal  besser und die aktuelle Staffel „Mord auf Shetland“ ist ein gelungenes Highlight und punktet nicht nur durch die Landschaftskulisse, sondern auch mit einem „alten Fall“, der nach 23 Jahren immer noch die Bewohner beschäftigt, den Mörder umtreibt und den Zuschauer mit einem verblüffenden Ende überrascht, so dass hier Spannung von Anfang bis Ende garantiert ist. Für mich kann es in dieser Form gern weitergehen und es darf gern noch Staffel 4, 5 usw. geben!
Fazit: Diese Serie wird von mal zu mal besser! Staffel 3 überzeugt in puncto Spannung und mit einem unvorhersehbaren Ende, so dass man hier schon von einem ganz besonderen Serien-Highlight sprechen kann! Bitte weiter so!
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The Bay – Staffel 1

EdelMotion VÖ 20.03.20

Der in Nordengland liegende Küstenortes Morecambe bildet die schöne Landschaftkulisse der ersten Staffel von „The Bay“.

Gerade noch hatte ich Morven Christie als Amanda Kendall an der Seite von James Norton alias Sidney Chambers in der sehenswerten britischen Serie „Grantchester“ vor Augen, hat sie hier nun die Rolle der Lisa Armstrong übernommen, die als Ermittlerin im Polizeirevier Morecambe ihren Dienst verrichtet.
Lisa ist alleinerziehende Mutter zweier Teenager. Sie kann sich aber immer auf die Hilfe ihrer Mutter verlassen, weswegen sie sich dann und wann mal einen „freien“ Abend mit ihren Freundinnen gönnt. Der letzte war feuchtfröhlich nebst Barbesuch und Karaoke-Einlage und endete mit einem One-Night-Stand und einen „riesigen Kater“, weswegen sie auch leicht verspätet ihren Dienst antritt…
Auf dem Revier „platzt“ sie dann in eine Dienstbesprechung, wo es um das Verschwinden des Zwillingspaares Holly und Dylan geht. Ihr Chef setzt sie als Familienbeauftragte ein, wo sie als Bindeglied zwischen der Opferfamilie und der Polizei fungiert und nicht nur emotionalen Beistand vermitteln soll, sondern auch „durch Einblick in die familiären Verhältnisse bzw. aus einer anderen Perspektive“ die Suche nach den Vermissten unterstützen soll. Lisa bekommt einen neuen Kollegen zur Seite gestellt, was ihr anfänglich nicht so behagt, aber ihr Chef kennt da kein Pardon und sie muss sich diesbezüglich fügen.
Während Lisas Kopf noch nach der durchzechten Nacht brummt, kommt es beim Besuch der Opferfamilie zu einer folgenschweren Konfrontation, denn während sie sich mit der Mutter der Zwillinge unterhält, kommt Shawn, der Stiefvater der Vermissten ins Haus und dieser ist für Lisa kein Unbekannter, hatte sie doch gerade einen One-Night-Stand mit ihm….
Während Lisa versucht einen kühlen Kopf zu behalten und ihr Techtelmechtel mit Shawn aus den Ermittlungen herauszuhalten, läuft die umfangreiche Suche nach den Jugendlichen an…
… einige Zeit vergeht, doch dann wird ein Leichenfund gemeldet….
Ich habe diese sehr spannend aufgemachte Serie an einem Stück angeschaut, sie wird so erzählt, dass sich erst ganz am Ende des Rätsels Lösung zeigt, was durch viele unvorhersehbare Wendungen noch unterstrichen wird. Die Rollen sind gut besetzt und besonders die jugendlichen Darsteller machen hier einen guten Job.
Lisas Verhalten als Polizistin fand ich nicht besonders lobenswert und ich finde Krimi-Serien, die zuviel Privatleben der Ermittler zeigen immer schwierig, da dies vom „roten Faden“ bzw. vom Kriminalfall meistens ablenkt und nicht unbedingt für Spannung sorgt. Dieser Kritikpunkt musste sein, denn sonst wird man hier gut unterhalten.
Fazit: Die Landschaftsidylle trügt, der Kriminalfall fesselt bis zum Schluss, auch wenn es in der Story selbst ein paar Wackler gibt!

 

 

 

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Artic Circle – Der unsichtbare Tod

Edel Motion VÖ 20.03.20

Die zehnteilige deutsch-finnische SerieArctic Circle“ führt den Zuschauer weit hinauf in den Norden, genauer gesagt in ein Gebiet nördlich des Polarkreises. Diese große, meist schneebedeckte Landschaft teilen sich mehrere Länder, die Handlung ist im nordfinnischen Lappland angesiedelt, wo sich in unmittelbarer Nähe die Grenze zu Russland befindet.
Im beschaulichen Ort Ivalo lebt die alleinerziehende Mutter und Polizistin Nina Kautsalo. Mit einem Kollegen ist sie auf der Suche nach Wilderen, weswegen sie auf ihren Schneemobilen im „weißen Nichts“ unterwegs sind.  Bei einer Hof-Kontrolle ist auf den ersten Blick niemand zuhause, doch dann entdecken die beiden im Keller des Hauses eine bewusstlose Frau, die offenbar dort gefangen gehalten wurde. Während man die Frau ins Krankenhaus bringt, wird die nähere Umgebung des Hofes untersucht, wo dann zwei verscharrte Frauenleichen entdeckt werden…
Im Krankenhaus untersucht man die Frau und entdeckt bei der Blutanalyse ein tödliches Virus. Der hinzugezogene deutsche Virologe  Dr. Thomas Lorenz sieht Parallelen zu einem vor einiger Zeit im Jemen aufgetauchten Virus, das dort zu schrecklichen Todesfällen geführt hatte…
Auf polizeilicher Seite läuft die intensive Suche nach dem Hofbesitzer.  Im Verlauf können die Frauenleichen identifiziert werden und es stellt sich heraus, dass es sich bei ihnen um sogenannte „Partybus-Girls“ aus Russland handelt…
Dr. Lorenz  versucht bei der Gesundheitsbehörde in Helsinki durchzusetzen, dass von der gesamtem Bevölkerung Ivalos Blutproben genommen werden, um so einer weiteren Verbreiterung des tödlichen Virus entgegenzuwirken. Was allerdings kein leichtes Unterfangen ist…..
Während ein Wettlauf mit der Zeit beginnt um den Auslöser/Verursacher dieses todbringenden Virus zu identifizieren, treffen ein engagierter Mitarbeiter einer übergeordeten Polizeibehörde und ein undurchsichtiger Besitzer eines Pharmaunternehmens in Ivalo ein, die beide ebenfalls großes Interesse an den gefundenen Frauen haben, allerdings jeder aus anderen Gründen….
Reichlich kriminelle Energie durchzieht die Serie, denn es kommt zu weiteren Entführungen von Frauen, Folter und Mord….
Einen großen Part der Serie übernimmt dann noch das turbulente Privatleben der beiden Hauptakteure, was eher vom Thema „unsichtbarer Tod“ ablenkt und für mich ein entbehrlicher Handlungsteil ist.

Auch wenn diese Serie mit einer schönen Landschaftskulisse punkten kann, war es mir inhaltlich zu viel „Durcheinander“, der „rote Faden“ entglitt mir immer wieder und interessant fand ich ehrlich gesagt nur die erste Folge, was danach kommt, entspricht nicht meiner Vorstellung von spannender Unterhaltung, auch wenn das „Virus-Thema“ der Serie leider im Moment hochaktuell ist. 
Fazit: Schade, nur die schneebedeckte finnische Landschaftskulisse ist hier beeindruckend!
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