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Kommissar Wallander – Staffel 2

Edel Motion VÖ 22.01.21

Erneut schlüpft Kenneth Branagh in die Rolle des schwedischen Ermittlers Kurt Wallander, der mit seiner Darstellung bereits in „Staffel 1“ Schauspielkunst vom Feinsten zeigte.
Drei weitere „Fälle“ jeweils in Spielfilmlänge –  beruhend auf den Bestsellern von Henning Mankell –  beinhaltet „Kommissar Wallander – Staffel 2“ – :
 „Mörder ohne Gesicht: Ein älteres Ehepaar lebt allein auf einem abgelegenen, etwas marode wirkenden Bauernhof, wo es zu einem brutalen Überfall auf sie kommt. Während der Mann an seinen schweren Verletzungen stirbt, trifft Wallander gerade noch rechtzeitig vor Ort ein um die sterbende Frau zu fragen, wer sie überfallen hat. Ihre letzten Worte sind kaum verständlich……
Durch ein Leck in den eigenen Reihen der Polizei, bekommt die Presse einen Hinweis auf den/die möglichen Täter. Durch die mediale Berichterstattung wird eine Welle des Hasses ausgelöst, die die Ermittler kaum stoppen können…
Der Mann, der lächelte: Der Kommissar ist durch die letzten Ereignisse traumatisiert, wo er in Folge eines Schusswechsels jemanden tötete. Ein bißchen melancholisch angehaucht war er ja schon von Anfang an, doch dieses Ereignis wirft ihn regelrecht aus der Bahn und er nimmt eine Auszeit vom Dienst und zieht sich monatelang in eine abgelegene Unterkunft zurück, wo Alkohol und Tabletten seinen Alltag bestimmen und er grübelnd und „betäubt“ seinem Dasein fristet.
Irgendwann taucht dann sein alter Freund Sten auf, der ihn bittet einen Blick auf den als Unfall eingestuften Tod seines Vaters zu werfen, woran er große Zweifel hegt. Doch Wallander fühlt sich nicht arbeitsfähig und Sten fährt unverrichteter Dinge nach Haus. Einige Zeit später rafft sich Wallander dann doch auf und macht sich auf den Weg um Sten aufzusuchen, doch da ist es schon zu spät…
Die fünfte Frau: Wallander ist zurück im Polizeidienst. Das gesamte Ermittler-Team bekommt es mit einer Reihe von sehr brutalen Morden zu tun, wo anfangs in einer großen Grube, die auf spitzen Stäben aufgespießte Leiche eines alten Mannes gefunden wird. Kurze Zeit später ereignen sich weitere Morde, bei denen Wallander einen Zusammenhang vermutet, obwohl sie auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben, bis man ihr Privatleben näher durchleuchtet….
Die Dinge, die sich im Verlauf der drei Kriminalfälle ereignen, lassen Kommissar Kurt Wallander eine Achterbahn der Gefühle durchleben, die durch berufliche, aber auch ganz besonders gravierende private Ereignisse ausgelöst werden.
Kenneth Branaghs Gesichtsausdruck ist so wandelbar und wirkt so realitätsnah, dass man das Gefühl hat, die anfängliche Melancholie, die sich dann durch schwerwiegende Ereignisse in Depressivität mit Grübelneigung bishin zum psychischen Ausnahmezustand steigert, hat den Schauspieler selbst befallen, so ausdrucksstark ist seine Darstellung!
Die Verfilmung dieser drei Kriminalfälle ist wieder sehr nah an den Buchvorlagen gelungen. Kenneth Branaghs emotionale Darstellung des schwermütigen Kommissars lässt einen als Zuschauer nicht kalt und verleitet einen dazu, ein Taschentuch griffbereit zu haben…
Fazit: Die Achterbahn der Gefühle des schwermütigen Kommissars darzustellen, ist Kenneth Branagh meisterhaft gelungen. Die Verfilmungen sind wieder dicht an Buchvorlagen, spannend umgesetzt und unbedingt sehenswert! Bitte weiter so!
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Kommissar Wisting

Release Company VÖ 13.11.20

Basierend auf den Kriminalromanen des norwegischen Autors Jorn Lier Horst, der selbst jahrelang bei der Kriminalpolizei gearbeitet hat, sind unter dem Titel „Kommissar Wisting“ vier Episoden in Spielfilmlänge für das Heimkino auf DVD erschienen.
Fall Nr. 1 „Eisige Schatten Teil 1 und 2“ führt nach Norwegen in den Küstenort Larvik. Kommissar Wisting und sein Team vom Morddezernat werden dort in der schneebedeckten Landschaft mit einer verwesten Leiche konfrontiert. Während man die Obduktionsergebnisse abwartet, trifft Wistings Tochter Line ein, die als Journalistin für eine Zeitung arbeitet. Sie will über ihren verstorbenen Nachbarn einen Artikel über „Einsamkeit“ schreiben, denn seinen Tod hatte lange Zeit niemand bemerkt. Während Line sich in ihre Recherchen vertieft, reift in ihr der Verdacht, dass irgendetwas an dem Tod des Nachbarn nicht stimmt. Im Verlauf glaubt sie immer mehr daran, es handele sich um Mord. Doch bei ihrem Vater trifft sie mit ihrem Verdacht nicht auf offene Ohren, was zu Unstimmigkeiten führt…
Die Obduktion und der DNA-Abgleich der verwesten Leiche birgt dann eine Sensation, denn der Tote entpuppt sich als ein seit langem gesuchter amerikanischer Serienmörder, den man für mehrere Frauenmorde verantwortlich macht. Offenbar lebte er seit geraumer Zeit untergetaucht in Norwegen.  Auch in Larvik und Umgebung gibt es ungeklärte Frauenmorde, die man jetzt unter diesen Gesichtspunkten neu betrachten muss. Aus den USA reisen zwei FBI-Agenten an, die ihre Unterstützung bei den Ermittlungen anbieten….
Fall Nr. 2 „Jagdhunde, Teil 1 und 2“:  Nachdem der Serienmörderfall abgeschlossen ist, wird Kommissar Wisting  (Sven Nordin) überall in den Medien für seinen Ermittlungserfolg hoch gelobt. Doch sein Ansehen bricht ganz schnell zusammen, als der Anwalt des wegen Frauenmordes verurteilten und seit vielen Jahren in Haft sitzenden Vidar Haglund öffentlich William Wisting der Beweismanipulation bezichtigt….
Tatsächlich ist Haglund „nur“ wegen Indizien verurteilt wurden, die nach erneuter Überprüfung tatsächlich Fragen aufwerfen und der Fall neu aufgerollt werden muss. Wisting wird vorerst vom Dienst suspendiert, da er im Haglund-Fall als leitende Ermittler zuständig war…
Während Wisting sich in sein Ferienhaus zurückzieht, bekommt der Rest des Teams reichlich Arbeit: Die Bloggerin Linea wandte sich vor einiger Zeit an die Polizei in Larvik, weil sie sich verfolgt fühlte. Da sie aber nur unzureichende Angaben über ihren Stalker machen konnte, wurde nicht ermittelt, was sich dann aktuell als fatal herausstellt, denn nun wird Linea von ihren Eltern als vermisst gemeldet…
Die beiden Fälle sind sehr spannend, aber nichts für schwache Nerven. Die winterliche Landschaftskulisse mit einsamen und abgelegenen Höfen passt genau zu der dargebotenen Handlung und ist teils beklemmend und düster.  Wer sich jeweils hinter dem „Bösen“ verbirgt, ist nicht vorhersehbar und wird auch immer erst ganz am Schluss aufgedeckt, so dass die Spannung bis zum Schluss gehalten wird. Wenn private Nebenschauplätze der Ermittler in kleinen „Dosen“ in einem Thriller/Krimi eingewoben sind, ist das in Ordnung, nur im zweiten Fall hier, fand ich es dann etwas zu viel des Guten und eher störend.
Doch nichtsdestotrotz habe ich die spannende und teils mit Gänsehaut-Effekt verbundene Handlung als gute Unterhaltung erlebt und könnte mir durchaus eine Fortsetzung der Reihe vorstellen!
Fazit: Nichts für schwache Nerven, aber spannende Unterhaltung ist hier garantiert
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Die purpurnen Flüsse – Staffel 2 –

Edel Motion VÖ 04.12.20

Zwei  Jahre sind vergangen seit die Romanvorlage Die purpurnen Flüsse des französischen Bestseller-Autors Jean-Christophe Grangé in „Serie“ gegangen ist. Nun ist „Die purpurnen Flüsse – Staffel 2 –“ auf DVD/Blu-ray erschienen.
Erneut schlüpft Olivier Marchal in die Rolle des Kommissar Pierre Niémans, der immer etwas mürrisch daherkommt, aber das Herz auf dem rechten Fleck hat und auch schon mal väterliche Gefühle nach außen kehrt, wenn es um seine junge und mit einigen privaten Problemen behafteten Kollegin Camille Delaunay geht, die erneut von Erika Sainte verkörpert wird. Die beiden bilden ein gut eingespieltes Duo, das man ruft wenn es irgendwo in Frankreich zu ungewöhnlichen bzw. unerklärlichen Morden kommt…
Auch in der zweiten Staffel bekommt der Zuschauer vier recht bizarre und düstere Fälle präsentiert, die das Ermittler-Team an recht abgelegene Orte führt, wo sie auch schon mal mit einem ganz besonderen Menschenschlag konfrontiert werden und wo man noch regionale Sitten und Gebräuche praktiziert und die Menschen eher wortkarg und abweisend Fremden gegenüber sind, was die Recherchen oft verkompliziert….
Auf die Fälle an sich möchte ich hier gar nicht genau eingehen, sondern wie bereits erwähnt, sind die „Geschichten“ nichts für schwache Nerven und führen zu Reliquien-Diebstählen im Zusammenhang mit Morden an Geistlichen oder erinnern an die Hexenverfolgungen aus dem Mittelalter. Auch eine von zwei Jungen in einer abgelegenen Industrie-Brache gelegenen Toten lässt die Vermutung an einen Ritual-Mord aufkommen. Um diesen Fall zu lösen geht Camille undercover einem Gerücht nach, denn in einem Flüchtlings-Camp sollen afrikanische Opferrituale praktiziert werden…
Auch der Sohn von Camille spielt diesmal eine wichtige Rolle,  was dann im Verlauf zu einem zurückliegenden alten Kriminalfall führt, der  ganz besonders unter die Haut geht…
Der letzte Fall führt die Ermittler auf eine Schönheitsfarm, die mit obskuren Behandlugngsmethoden  für Aufsehen sorgt. In die Rolle der Leiterin dieser Einrichtung ist die bekannte deutsche Schauspielerin Christiane Paul geschlüpft…
Einmal angefangen, ist es schwer sich von diesen beiden Ermittlern und ihren Fällen zu lösen.
Ich habe mir den Nervenkitzel an einem Wochenende gegönnt und mir ist dabei der eine oder andere Schauer über den Rücken laufen…
Auch wenn es auf den ersten Blick bei den Morden z.B. in den Bereich der Sagen und Mythen weist oder man an Rituale aus dem Mittelalter denkt, versteckt sich doch immer etwas Reales und Komplexes hinter den Beweggründen der Täter(innen), die auch schon mal tief in der Vergangenheit verankert sein können.
Fazit: Nervenkitzel auf hohem Niveau mit toller schauspielerischer Besetzung, die gern noch in einer dritten Staffeln münden darf!

 

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Brokenwood – Mord in Neuseeland – Staffel 3

Edel Motion VÖ 04.12.20

Vier neue Folgen gibt es jetzt fürs Heimkino in der 3. Staffel der Krimi-Serie „Brokenwood – Mord in Neuseeland“ zu sehen.
Detective Mike Shepherd (Neill Rea) und sein Team bekommen es in der ersten neuen Folge mit einer im wahrsten Sinne „eingesponnenen“ Toten zu tun, die man neben einer riesigen Plastik-Spinne auffindet. Die Tote war in der Tourismusbranche tätig. Der Konkurenzkampf in diesem Bereich ist groß und da sind anscheinend alle Mittel recht um an zahlende Kunden zu kommen. Offenbar scheut man sich auch nicht davor, durch irreführende Werbung für ganz spezielle Unternehmungen Touristen anzulocken, die man dann zu „spektakulären Filmschauplätzen“ führt….
Die nächste Folge ist etwas bizarr und was sich dort in den anfänglichen Szenen ereignet, sorgt schon mal für eine Gänsehaut….
Gerade ist man noch Zeuge einer Trauerfeier für den bekannten ortsansässigen Lyriker Declan O’Grady, der selbst noch per Video von seinen Freunden und Trauergästen Abschied nimmt (irgendwie unheimlich) und kurze Zeit später ist die Leiche des Verstorbenen verschwunden….
Fall Nr. 3 ist etwas für Oldtimer-Fans:
Zu Beginn wird ein toter Mann in einer Autowerkstatt aufgefunden, anscheinend hatte dieser versucht über das Dach einzubrechen und ist bei diesem Unterfangen abgestürzt…
Nun, was der Tote, Oldtimer und illegale Autorennen gemeinsam haben, ist eines der Ermittlungsansätze, die das Team bearbeiten muss…
Zu guter (hoffentlich nicht) letzt, ist man in Brokenwood in Weihnachtsstimmung.
Bei dem in Neuseeland vorherrschenden warmen und sonnigen Klima wünscht sich mancher Bewohner dort Schnee! Doch in Feierstimmung ist das Ermittler-Team erst einmal noch nicht, denn jemand hat einem  „Santa Claus“ die Kehle durchgeschnitten und ein weiterer steckt auf dem Dach tot in einem Schornstein….
Mit viel Charme und besonderem Humor lösen die neuseeländischen Ermittler auch diesmal wieder jeden noch so ungewöhnlichen Fall. Ob nun Spinnen, Haie, vertauschte Leichen, bizarre Spiele oder unheimliche Weihnachtsmänner, nichts ist ihnen fremd und der besondere Zusammenhalt im Team ist schon familär und die Spielfreude der Darsteller wird spürbar.
Genau wie in „Staffel 2“ ist auch Mike Shepherds Nachbar Jared wieder mit von der Partie und er hat den einen oder anderen Tipp parat, wenn mal wieder „Insiderwissen“ gefragt ist.
Fazit: Mittlerweile ist diese gelungene Krimi-Serie ein Highlight im Dickicht der vielen Serien in diesem Genre und es darf davon noch gern weitere Staffeln geben!

 

 

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Kommissar Wallander – Staffel 1

Edel Motion VÖ 27.11.20

Gelesen habe ich alle Bücher von Henning Mankell über den schwedischen Kommissar Wallander.  In der ersten Verfilmung der Bücher hatte der schwedische Schauspieler Rolf Lassgård diesem Kommissar „ein Gesicht“ gegeben und der Figur Kurt Wallander nachhaltig und mit Wiedererkennungswert Leben eingehaucht, weswegen es für mich eigentlich keinen anderen Schauspieler geben konnte, der diese Figur verkörpert.
Nun hat Kenneth Branagh mich eines besseren gelehrt, denn er hat hier die Rolle des Kommissar Wallander übernommen. Und tatsächlich ist ihm die Darstellung des immer etwas in sich gekehrten, grüblerischen, aber dann und wann auch mal aufbrausenden Kommissars sehr gut gelungen!
Zwar sind alle drei Verfilmungen sehr nah an den Buchinhalten, nur sind sie nicht in chronologischer Reihenfolge gedreht worden, denn die Buchreihe beginnt mit dem Titel Mörder ohne Gesicht und „Kommissar Wallander – Staffel 1“ mit  „Die falsche Fährte (dieser Titel wurde erst als 5. Buch veröffentlicht), was aber nicht unbedingt wichtig ist bei dieser DVD-Sammlung, denn die Kriminalfälle sind jeweils abgeschlossen und die Rahmenhandlung ist gut angepasst worden!
Hier gibt es einen kleinen Vorgeschmack, was man hier zu sehen bekommt:
Die Verbrechen mit denen Kommissar Wallander und sein Team konfrontiert werden, passieren in und um den idyllisch gelegenen Ort Ystad in Südschweden.
„In die falsche Fährte“ läuft ein verängstigte wirkendes Mädchen in ein gelbblühendes Rapsfeld und zündet sich vor den Augen des entsetzten Kommissars an und verbrennt… Den schockierten Wallander treibt die Frage um, wer das Mädchen ist und warum sie so einen qualvollen Selbstmord gewählt hat. Doch lange darüber nachdenken kann er nicht, denn es passieren bizarre Morde u.a. wird der ehemalige Justizminister am Strand vor seinem Haus niedergeschlagen und skalpiert… Gibt es bei dem Selbstmord und den bizarren Morden einen Zusammenhang???
Die Brandmauer“ beginnt mit einem brutalen Mord an einem Taxifahrer. Warum die 17-jährige Sonja den Mann getötet hat, will sie bei der Festnahme nicht preisgeben, sondern sie schaltet auf stur und zeigt keinerlei Reue an der Tat. Dann gelingt der jungen Frau die Flucht aus der Haft und sie verschwindet spurlos –  bis jemand ihre Leiche findet…
Mitsommermord„: Eine Gruppe junger Leute feiert edel kostümiert auf einer Waldlichtung Mitsommer. Doch was danach passiert, davon wissen ihre Eltern nicht wirklich etwas, zwar haben sie sich die jungen Leute nicht „abgemeldet“, aber einige haben durch Postkartengrüße wissen lassen, dass es ihnen gut geht und sie sich auf einer spontanen Reise durch Europa befinden. Doch dann werden einige Monate später ihre Leichen gefunden….
Schon nach kurzer Zeit hat mich Kenneth Branagh’s Interpretation „seines“ Kommissar Wallanders überzeugt. Man hat das Gefühl, er ist mit der Rollenfigur „verschmolzen“ und zeigt damit meisterhafte Schauspielkunst! Auch die weiteren Rollen der Reihe sind darstellerisch sehr gut gelungen und runden das „Bild“ ab.
Um es kurz zu machen: Unbedingt sehenswerte Verfilmung dreier Wallander-Bücher, die man nicht verpassen sollte.
Fazit: Kenneth Branagh „verschmilzt“ mit seiner Rollenfigur Wallander und zeigt hier Schauspielkunst vom Feinsten! Die drei Buchverfilmungen sind gelungen und spannende Unterhaltung ist hier garantiert!
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A Confession

Edel Motion VÖ 30.10.20

Die sechsteilige britische Krimi-Serie „ A Confession“ beruht auf einer wahren Begebenheit:
Im südenglischen Swindon verschwindet im März 2011 die 22-jährige Sian O’Callaghan. Bilder von Überwachungskameras zeigen Sian nachts allein aus einen Club kommen und nach kurzer Wegstrecke dann im Scheinwerferlicht eines Fahrzeugs verschwinden.
Die polizeilichen Ermittlungen übernimmt Detective Superintendent Fulcher (Martin Freeman).
Während einer großangelegten Suchaktion rückt der Taxifahrer Christopher Halliwell bald in den engeren Kreis der Verdächtigen. DS Fulcher hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Sian noch lebend gefunden werden kann, weswegen er bei der Festnahme von Halliwell das Gespräch mit ihm sucht um ihn dazu zu bringen, den Aufenthaltsort von Sian zu verraten…
Tatsächlich gesteht Halliwell gegenüber Fulcher den Mord an Sian, weswegen Fulcher vorerst darauf verzichtet ihn über seine Rechte zu belehrten, in der Hoffnung er führt ihn zu der Leiche der jungen Frau. Was dieser dann auch tatsächlich tut und während man die sterblichen Überreste birgt, gesteht Halliwell noch einen weiteren Mord. Er bietet Fulcher an, ihn auch zum anderen „Grab“ zu führen, weswegen der DS ihm immer noch nicht seine Rechte „vorliest“.
Während die rechtsmedizinischen Untersuchungen auf Hochtouren laufen, hat Halliwell sich mit seinem Rechtsbeistand besprochen, woraufhin er bei nächster Gelegenheit zu den Mordanschuldigungen schweigt.
Nach der Identifizierung von Sian und der zweiten Toten  – bei ihr handelt es sich um die vor acht Jahren spurlos verschwundene Becky Godden-Edwards – steht die Gerichtsverhandlung an, wo Halliwell weiterhin schweigt bzw. alles abstreitet.
Da man ihn nur den Mord an Sian eindeutig nachweisen kann, wird er auch „nur“ wegen eines Mordes verurteilt, denn vor Gericht ist das gemachte Geständnis von ihm nicht zulässig da DS Fulcher ihm nicht „rechtzeitig“ über seine Rechte informiert hatte.
Für DS Fulcher hat sein Verhalten ein disziplinarisches Nachspiel und er wird degradiert und dann verlässt er bald auf eigenen Wunsch den Polizeidienst.
Doch Beckys Mutter kann nicht damit leben, dass das gemachte Geständnis nicht zulässig ist und sie kämpft mit allen Mittel dafür, dass die Behörden und später auch die Regierung etwas an dem bestehenden Police And Criminal Evidence Act (PACE), der das Vorgehen bei Verhaftungen regelt, geändert wird…
Mehr möchte ich nicht zum  Ausgang des Falls bzw. dieser sehr spannend aufgemachten „Real Crime“- Serie verraten, denn es lohnt sich wirklich, hier etwas Zeit zu investieren. Die darstellerische Besetzung ist erstklassig!
Die Geschichte, die hier verfilmt wurde, ist ja tatsächlich so passiert und das ist bewegend und erschütternd zugleich!
Fazit: Hier gibt es Spannung, erstklassische schauspielerische Darstellung/Besetzung und einen authentischen Kriminalfall, der einen bewegt und noch lange nachwirkt! Unbedingt ansehen!

 

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Der junge Inspektor Morse – Staffel 5

Edel Motion VÖ 16.10.20

Zwei Jahre mussten die Fans der Serie warten, bis nun endlich „Der junge Inspektor Morse“ in Staffel 5 ermitteln darf. Schon „Staffel 4“ zeigte den zeitlichen Wandel recht farbenfroh an, denn die 1960ziger Jahre waren damals gestartet…
Aber das lange Warten auf ein Wiedersehen mit Endeavour Morse (Shaun Evans) und seinen Vorgesetzten Fred Thursday (Roger Allam) und dem Rest des Teams hat sich auch ein klitzekleines Bißchen ausgezahlt, denn nicht wie zuvor gibt es vier, sondern diesmal sechs neue 90minütige Folgen der erfolgreichen britischen Krimi-Reihe.
Da ja nun endlich Morse Beförderung zum Sergeant erfolgt ist, heißt es aber für ihn auch mehr Verantwortung zu übernehmen, weswegen ihm nun Anfang 1968 die „Ausbildung“ des neuen Teammitglieds George Fancy von Thursday übertragen wird.
Nicht nur die Welt ringsum befindet sich im Wandel, sondern auch in die Privatleben der Hauptfiguren der Serie kommt neuer Schwung.
Doch über dem umbenannten Polizeirevier Thames Valley schwebt ein Damokles-Schwert und am Anfang der neuen Staffel weiß noch niemand, was „ganz oben“ entschieden wird, wie und ob das Revier weiter bestehen bleibt….
Bis diese Entscheidung kundgetan wird, gibt es aber für das bekannte Team viel zu ermitteln, denn auch in den einschlägigen Verbrecherkreisen stehen Revierkämpfe an, die dann eine blutige Spur durch Oxford und Umgebung ziehen…
Eine Frau wird von ihrem Mann und ihrer Schwester als vermisst gemeldet. Was anfangs wie ein Seitensprung aussieht, entpuppt sich als was ganz anderes…
Was hat ein Fabergé-Ei, das in einer Auktion versteigert werden soll mit mehreren brutalen Morden zu tun?
Gerade ist noch eine Sportveranstaltung mit internationalen Teilnehmern im vollen Gange als einer der Teilnehmer auf der Laufstrecke zusammenbricht, gleichzeitig hört man Hilferufe einer Mutter aus dem Zuschauerraum: ihr kleiner Junge liegt bewusstlos und blutend neben ihr….
Weitere Schauplätze der Ermittlungen sind ein Kino und eine Militärbasis und zu guter Letzt eine Privatschule. Die Ermittlungen vor Ort machen es notwendig, dass Morse nebst seiner Kollegin Trewlove als Lehrerehepaar fungieren und sie undercover nach einem vermissten Lehrer suchen….
Es passiert besonders im Privatleben der Ermittler so einiges, als Zuschauer bangt man mit, wie es in Sachen Umstrukturierung der Polizei weitergeht und wie sich dies auf die Weiterführung der Serie auswirkt.
Die sechs Folgen haben es wieder in sich und sind ausgeklügelt aufgebaut, so dass nichts so ist, wie es anfangs scheint. Die Lösungen der Fälle beinhalten so manches Aha-Erlebnis und punkten in Sachen Spannung von Anfang bis Ende. Der zeitliche Wandel ist in allen Facetten wieder ganz toll ins Geschehen eingewoben und die Macher der Serie haben es erneut geschafft hier eine Krimi-Serie zu kreieren, die ihr hohes Niveau weiterhin mit Bravour hält.
Ich liebe diese Serie, verschlinge die Staffeln meist an einem Stück und hoffe sehr, dass es in absehbarer Zeit eine sechste Staffel gibt!
Als Bonus obendrauf gibt es diesmal Intervies mit Cast und Crew und einen Blick hinter die Kulissen, der sich lohnt!
Fazit: Das hohe Niveau der Serie ist ungebrochen, Spannung, Raffinesse und Zeitgeist vermischen sich hier zu einer Krimi-Serie der Spitzenklasse! Bitte weiter so!
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