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Rebecka Martinsson

Polyband VÖ 03.04,18

Die vierteilige Serie basiert auf den gleichnamigen Kriminalromanen der schwedischen Schriftstellerin Åsa Larsson, die ich allerdings im Vorfeld nicht gelesen habe und somit damit keinen Vergleich ziehen kann.
Handlungsmäßig geht es ganz weit hinauf nach Norden, nach Lappland, genauer gesagt nach Kurravara, einem kleinen Ort in der Nähe von Kiruna, der nördlichsten Stadt Schwedens.
Um an einer Beerdigung teilzunehmen, reist die in Stockholm lebende erfolgreiche Rechtsanwältin „Rebecka Martinsson “, dorthin, wo sie aufgewachsen ist, nämlich nach Kurravara.  Nachdem ihre Eltern verstorben waren, war die Pfarrerin Mildred eine wichtige Bezugsperson für die damals noch junge Rebecka. Nun ist Mildred bei einem Sturz in der Kirche ums Leben gekommen. Als Rebecka in Mildreds Nachlass nach einem Andenken für sich sucht, fallen ihr Drohbriefe in die Hände, die den Tod der Pfarrerin plötzlich in eine ganz andere Richtung  lenken und bei der Kommissarin Mella findet Rebecka ein offenes Ohr für ihre Bedenken. Mella setzt sich gegen den Willen ihres Vorgesetzten durch und bald wird aus dem abgeschlossenen Unfalltod dann doch eine Mordermittlung…..
Irgendwie kann sich Rebecka von dem Ort, wo sie ihre Kindheit verbracht hat im Verlauf nicht richtig lösen und sie schiebt die angebotene Partnerschaft in einer großen Anwaltskanzlei in Stockholm und das Zusammenleben mit ihrem Freund, der dort in einer neu erworbenen schönen Wohnung auf sie wartet, immer wieder hinaus. Sie nimmt sich eine Auszeit und arbeitet nun als Staatsanwältin mit der Kommissarin Mella und ihrem Team zusammen und bearbeitet Todesfälle, die sich auf den ersten Blick nicht lösen lassen und deren Aufklärung teils tief mit der Vergangenheit verwurzelt sind…
Besonders gut hat mir die Kulisse gefallen mit den schneebedeckten Wäldern und den einsamen schnurgeraden Straßen, die ins weiße Nirgendwo führen. Die Lebensumstände und -geschichten des besonderen Menschenschlag, der sich den widrigen Witterungsverhältnissen der rauen Landschaft angepasst hat, sind in die  Kriminalgeschichten eingewoben und machen diese Serie aus.
Die Figur der Rebecka Martinsson, die von Ida Engvoll gut dargestellt wird, ist etwas eigenwillig und ihre Handlungen im privaten wie auch im beruflichen Umfeld für mich nicht immer ganz nachvollziehbar. Doch ihr kriminalistisches Gespür hilft ihr  dabei, die teils tief verwurzelten Kriminalfälle zu lösen…..
Zumindest landschaftlich/atmosphärisch punktet diese schwedische Krimi-Reihe ganz besonders, die  optisch eine eiskalte Spannung aufkommen lässt und die rätselhaften Fälle so noch untermalt werden. Die titelgebende Figur der Reihe war mir nicht sonderlich sympathisch, obwohl sie von einer tollen Darstellerin verkörpert wird.
Fazit: Spannung aus dem hohen Norden, die besonders landschaftlich beeindruckt
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Vera – Ein ganz spezieller Fall – Staffel 7

Edel:Motion VÖ 07.05.18

Im Januar 2018 wurde Vera – Staffel 6 hier in Deutschland veröffentlicht und ich hatte mir eine Fortsetzung der spannenden und immer wieder sehr unterhaltsamen Serie gewünscht.
Nun, mein Wunsch ist in Erfüllung gegangen und es gibt vier neue ganz spezielle Fälle in „Vera – Staffel 7 –“.
Wieder bildet die weite, teils unberührt wirkende, ländlich geprägte schöne Landschaft Northumberland die Kulisse.
In der ersten Folge geht es hinaus an die Küste, auf eine in unmittelbarer Nähe zum Festland gelegenen Vogelschutzinsel, wo eine dort arbeitende Rangerin tot aufgefunden wird.  Als DCI Vera Stenhope nebst ihrem Team auf der Insel eintrifft, gehen alle befragten Kollegen der Toten von einem tragischen Unfall aus, allerdings zeigt der Leichnam Spuren auf, die dann im Verlauf aber doch auf Mord schließen lassen…..
Im zweiten Fall findet ein Spaziergänger bzw. sein Hund eine im Fluss treibende männliche Leiche. Eine natürliche Todesursache wird schnell ausgeschlossen. Die Identität des jungen Mannes bleibt lange ungeklärt, nur ein besonderer Ring an einer Halskette führt dann nebst einer kleinen Tüte Drogen in dieses Milieu, wo man zwar den Toten kennt, aber die Ermittlungen nicht zu seinem Mörder führen, denn diesmal muss das Team um Vera weit in der Vergangenheit graben um diesen Fall zu lösen.
Fall Nr. 3 führt das Ermittlerteam zu einem abgesperrten, anscheinend baufälligen Gebäude auf einem Uni-Gelände. Die Leiche eines jungen Studenten wird davor gefunden, offenbar ist er aus dem Fenster des obersten Stockwerks gefallen oder gesprungen? Da niemand etwas gesehen hat und es auch keine verwertbaren Spuren in die eine oder andere Richtung gibt, ist umfangreiche Ermittlungsarbeit erforderlich, die ins Internet und ins etwas verwirrende Privatleben des Toten führt…..
In der – hoffentlich nur vorerst – letzten Folge wird die Leiche , der seit einiger Zeit vermissten Mia gefunden. Die Tote lebte mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder auf einer etwas vernachlässigt wirkenden Farm. DCI Stanhope erfährt, dass Mia offenbar eigenmächtig die Farm verlassen hatte um ein Musikfestival zu besuchen, von wo sie nicht mehr zurückkehrte….
Irgendwie vergisst man die Zeit, wenn man mit DCI Vera Stanhope und ihrem Team auf Mördersuche geht. Die immer etwas schrullig wirkende DCI hat sich menschlich erneut weiterentwickelt und überrascht mit selbstgemachtem Auflauf und immer mehr Einfühlungsvermögen bei ihrem Team. Auch die vier neuen Fälle zeigen zum einen die schöne landschaftliche Seite Northumberlands und überzeugen mit nicht vorhersehbaren Mordermittlungen und einer immer sympathischer werdenden DCI Stanhope, was durch Kleinigkeiten/Gesten in die spannende Handlung eingewoben ist. Toll!
Hier gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack: Trailer
Fazit: Auch Staffel 7 überzeugt mit spannenden unvorhersehbaren Mordermittlungen, punktet mit einer schönen Landschaftskulisse und überrascht mit einer immer sympathischer werdenden Vera Stanhope! Bitte weiter so!
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Hard Sun – Staffel 1 –

Polyband VÖ 24.04.18

Angelockt von dem Cover-Hinweis „Eine Serie von Neil Cross („Luther“), der übrigens im Bonus-Material selbst zu Wort kommt,  war ich gespannt was ich in den sechs Folgen der ersten Staffel von „Hard Sun“ zu sehen bekomme.
Hier gibt es einen kleinen Einblick ins Geschehen:
DI Elaine Renko kommt neu zum Team von DCI Charlie Hicks und ihr erster  gemeinsamer Einsatz führt sie zu einem toten Hacker, der aus dem obersten Stock eines Hochhauses gefallen ist. Was auf den ersten Blick vielleicht noch Selbstmord sein könnte, entwickelt sich dann aber zu etwas ganz anderem und führt die beiden Ermittler dann zu einem hoch brisanten USB-Stick, dessen Inhalt der Geheimdienst MI5 mit allen Mitteln vor der Öffentlichkeit geheim halten will….
Im Verlauf erfährt man als Zuschauer, dass eine große Katastrophe bevorsteht und durch ein Ereignis mit dem Code-Namen „Hard Sun“ die Erde in höchster Gefahr schwebt….
Doch so einfach wollen Hicks und Renko den USB-Stick nicht hergeben, obwohl der MI5 schon eine Agentin auf die beiden angesetzt hat. Der sind alle Mittel recht um ihren Auftrag auszuführen und bald schweben nicht nur die beiden Ermittler, sondern auch deren Familien in höchster Lebensgefahr…..
Hätte sich die Serie nur um die Jagd nach dem brisanten USB-Strick bzw. das katastrophale Ereignis, das die Erde bedroht, gedreht, dann wäre der rote Faden vielleicht besser zu erkennen gewesen. Aber neben der Hetzjagd nach gesagtem Stick sind auch noch Kriminalfälle eingewoben, die die Handlung verkomplizieren und so vom „Weltuntergangs-Szenario“ ablenken.
Die beiden Hauptakteure konnten darstellerisch bei mir nicht punkten, auch mit den Charakteren der beiden hatte ich so meine Schwierigkeiten, was auch noch durch die recht flachen Dialoge und die nicht in die Rahmenhandlung passenden brutalen Auseinandersetzungen z.B. von Renko und ihrem Sohn untermalt wurde. Ich kann die Serie noch nicht einmal in ein Genre einordnen, denn für die Rubrik  „Sci-Fi“ erfährt man zu wenig von dem bevorstehenden Ereignis Hard Sun und für einen Krimi oder Thriller, war mir alles viel zu durcheinander um fesselnde Spannung zu erzeugen.
Fazit: Schade, ich konnte die Serie in kein Genre einordnen,  die Begeisterung/der Unterhaltungswert hielt sich in Grenzen und eine Fortsetzung ist nicht unbedingt erforderlich

 

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Der junge Inspektor Morse – Staffel 3

Edel:Motion VÖ 23.03.18
Nachdem die zweite Staffel für den jungen Inspektor Morse mit seiner Suspendierung endetet, hat sich an diesem Zustand auch am Anfang der dritten Staffel nichts geändert. Morse taucht ab und verbringt seine freie Zeit in einem etwas abgelegenen Ferienhaus, das der Familie eines ehemaligen Studienkollegen gehört. Neben Holzhacken verbringt er reichlich Zeit mit seinen ehemaligen Studienkollegen, die alle höheren Kreisen angehören und wo man versucht während ausschweifender Parties Morse mit einer Tennisspielerin zu verkuppeln….

Morse väterlicher Kollege Thursday ist nach seiner schweren Schussverletzung zwar wieder im Dienst, aber noch nicht richtig auf dem Posten. Als dann die Leiche einer jungen Frau in einem Wald gefunden wird, die mehrfach von einem Wagen überrollt wurde, nimmt Thursday die Ermittlungen auf, die er allerdings ohne seine „rechte Hand“ Morse nicht richtig durchschauen kann. Er macht sich auf die Suche nach Morse, spürt ihn auf und will ihn zur Rückkehr in den Dienst bewegen, doch er stößt auf Ablehnung und muss unverrichteter Dinge erst einmal ohne ihn auf Tätersuche gehen….

Im Verlauf der Staffel ändert sich das dann aber und Morse ist wieder mit dabei. Im Revier hat sich personell einiges geändert, denn PC Jim Strange ist vom Streifendienst aufgestiegen und ermittelt jetzt mit im Team. Seinen Job hat die junge Shirley Trewlove übernommen, sie hat eine gute Spürnase und ist dem Team oftmals sehr hilfreich.
Die weiteren Fälle dieser Staffel haben es wieder in sich und neben heimtückischen Mord, geht es diesmal um vergiftete Lebensmittel und Erpressung. In der dritten Episode wird des „tierisch“, denn es verschwinden Menschen und es werden nur Körperteile mit Bissspuren gefunden….
In der hoffentlich nur vorerst letzten Episode geraten Morse und Thursday aneinander, da Thursday auf Teufel komm raus und mit allen Mitteln eine seit langen agierende Gangerbande, deren oberster Boss gerade das Zeitliche gesegnet hat, dingfest machen will. Allerdings sind die groben Methoden, die er dabei anwenden will, so ganz gegen Morse Auffassung von polizeilicher Ermittlungsarbeit. Außerdem ist der Gesundheitszustand von Thursday besorgniserregend, denn seine Hustenanfälle werden immer schlimmer…..
Wieder einmal werden die Zuschauer auf die Folter gespannt, ob es weitere Folgen der beliebten britischen Serie gibt, zumal auch noch am Ende eine wichtige Figur, die Morse ans Herz gewachsen ist, aus seinem Leben verschwindet…..
Fazit: Die hohe Qualität der Serie „Der junge Inspektor Morse“ hält auch in der dritten Staffel an, die Fälle sind durchweg spannend und vielschichtig und nicht auf den ersten Blick zu durchschauen, da braucht es schon den scharfen Verstand des jungen Inspektors, der mittlerweile nicht mehr aus den Reihen der besonderen/sehenswerten Ermittler wegzudenken ist und man nur hoffen kann, dass die Serie weiter gedreht wird!
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Inspector Banks – Mord in Yorkshire – Staffel 5

Bereits in der 4. Staffel dieser britischen Krimi-Serie gab es neben spannenden Fällen viel Aufregung im privaten Umfeld der Ermittler,  aber Staffel 5 „Inspector Banks“ setzt da noch einen drauf und die drei jeweils 90-minütigen Episoden sind sehr aufwühlend und enden mit einem Desaster….
In der Folge „Jeder Tropfen meines Blutes“ wird an einer Art Gedenk-Schrein im Wald, wo sich kürzlich ein Selbstmord ereignet hatte, die Leiche eines Mannes gefunden. Im Verlauf stellt sich raus, dass der Tote offenbar mit Drogen gehandelt hat. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung werden DNA-Spuren eines polizeibekannten Mannes gefunden.  Dieser gehört zum Umfeld des Kriminellen Steve Richards, dem es bisher immer wieder gelungen ist, sich aus den Klauen der Justiz zu winden…..
DCI Banks ist Richards schon länger ein Dorn im Auge und er versucht unbeirrt ihm eine Straftat nachzuweisen. Als Richards Tochter Kat dann vermisst gemeldet wird, sieht Banks eine Chance dichter an ihn heranzukommen…
In der nächsten Episode wird ein asiatischer Einwanderer überfallen und entführt. Als seine Frau das geforderte Lösegeld übergeben soll, gelingt es durch den spontanen Einsatz eines Teammitglieds Licht in die Entführung zu bringen…
Allerdings passiert dann zum Ende dieser Episode etwas Drastisches, was das ganze Team entsetzt und DCI Banks erschüttert…
Die letzte Folge beschäftigt sich mit der Aufarbeitung des vorherigen Falls und man sucht nach dem eigentlichen Drahtzieher des Ganzen. Für Inspector Banks steht fest, Steve Richards ist dafür verantwortlich. Doch stichhaltige Beweise zu finden ist schwer, was den DCI zu außergewöhnlichen Mitteln greifen lässt und es im Verlauf zwischen ihm und Richards zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommt. Banks wird kurzerhand suspendiert und Helen übernimmt die Führung des Teams…..
Puh, diese Staffel ist emotional aufwühlend! Die Kriminalfälle sind durchweg spannend, aber wie bereits erwähnt stehen die privaten Belange der Ermittler diesmal ebenfalls im Mittelpunkt, so dass es reichlich Bewegung in der gesamten Staffel einschließlich Neuzugang im Team sowie Helens Bewerbung für eine Stelle als DCI gibt. Außerdem  knistert es wieder heftig zwischen Annie und Alan Banks…
Fazit: Emotional aufwühlende 5. Staffel, deren drei Episoden durch einen roten Faden zu einer zusammenschmelzen, so dass daraus ein ganz besonderes Serien-Highlight geworden ist. Nicht verpassen!
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Harlan Coben`s The Five

.Studiocanal VÖ 08.02.2018

Ich liebe die spannenden Bücher des amerikanischen Schriftstellers Harlan Coben, von denen ich hier bereits einige vorgestellt habe, wie z.B. zuletzt „In ewiger Schuld“.
Nun hat er erstmals eine zehnteilige Fernseh-Serie mit dem Titel „The Five“ verfasst. In den „Extras“  erzählt der Autor selbst wie es dazu gekommen ist. Auch die sehr passend besetzten Hauptdarsteller der Serie kommen hier zu Wort und erzählen, dass sie zum Teil vorher nicht wussten wie es in der Story überhaupt weitergeht und sie haben selbst zusammen gesessen und überlegt, welchen Ausgang die Geschichte der Freunde Danny, Slade, Pru und Mark überhaupt nehmen wird…
Zum Inhalt: Vor 20 Jahren geht der fünfjährige Jessie Wells mit seinem einige Jahre älteren Bruder Mark und dessen Freunden Slade, Danny und Pru im Wald spielen, dann verliert sich seine  Spur…..

An den vier Freunden und natürlich an den Eltern hat dieser Verlust einige Spuren hinterlassen…

Beruflich sind alle im Leben angekommen, so ist Slade Leiter eines Wohnheims für gestrandete Jugendliche, Mark ist Anwalt, Pru ist Ärztin und Danny ist Polizist geworden. Und Danny ist es auch der durch einen Mordfall eine brisante Entdeckung macht:
Die DNA des spurlos verschwunden und mittlerweile totgeglaubten Jessie wird am Tatort gefunden.  Auch eine Überprüfung kommt zum gleichen Ergebnis. Danny ist hin- und hergerissen ob er seinen Freund Mark über diese Erkenntnis informieren soll, was er dann letztendlich auch tut.
So groß die Freunde/Hoffnung darüber ist, dass Jessie vielleicht doch noch lebt, steht aber auch die Frage im Raum, kommt er als Täter für den Mordfall in Frage?
Mehr verrate ich von dieser gelungenen Krimi-Serie nicht, denn hier kann ich nur Selberansehen wärmstens empfehlen!
Wie auch in den Büchern des Autors gibt es in der Serienhandlung viele Wendungen oder es ereignet sich etwas, dass neue Fragen aufwirft und somit manches in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. Selbst die vier besten Freunde scheinen Geheimnisse voreinander zu haben, was zu Irrungen und Wirrungen führt und ihre Freundschaft teils auf eine harte Probe stellt. Aber bei aller Spannung gibt es auch ab und an gut eingewobenen Humor, was mir gut gefallen hat.
Wenngleich die Serie selbst sehr gut gelungen ist, möcht ich doch noch am Rande auf etwas hinweisen:
In spannenden Szenen ertönt teils ein extremer Pfeifton, der einen ganz schnell zur Fernbedienung greifen lässt um die Lautstärke abzusenken. Und um Lautstärke geht es auch am Ende der ersten vier Episoden, wenn die Schlussmusik erklingt, denn die ist so laut eingestellt, als wenn die Macher der Serie die Zuschauer „wachrütteln“ wollen, was bei dieser spannungsgeladenen Serie nun wirklich nicht nötig ist!
Tatsächlich habe ich mir alle zehn Episoden hintereinander angesehen, denn man kann einfach nicht anders, denn man wird sogartig ins Geschehen gezogen, dass man es kaum erwarten kann wie es weitergeht.  Ganz besonders das Finale ist keinesfalls vorhersehbar, was ein ganz großer Pluspunkt ist, denn der Spannungsbogen wird die ganze Staffel hindurch gehalten und endet noch mit einem „Wow-Erlebnis“, so dass man hier von einem Serien-Highlight der besonderen Art sprechen kann.
Fazit: Trommelwirbel an: Hier kommt das spannende Serien-Highlight, dass man nicht verpassen sollte! Bitte mehr davon! 
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Vera – Ein ganz spezieller Fall – Staffel 6

Edel Germany GmbH

Für das Heimkino ist jetzt die sechste Staffel der britischen Kriminal-Serie „Vera – Ein ganz spezieller Fall“ mit vier neuen spannenden Folgen erschienen.
Besonders die Schauplätze in Mitten der düsteren und windumpeitschten Moorlandschaft passen optisch gut zu den Kriminalfällen, die erneut nicht auf den ersten Blick zu lösen sind.
DCI Vera Stanhope (Brenda Blethyn) und ihr Team bekommen es gleich in der ersten neuen Folge mit einem mysteriösen Todesfall zu tun.  Die Leiche einer älteren Frau wird von einem kleinen Mädchen in der weitläufigen Moorlandschaft gefunden. Nachdem sie identifiziert wurde, vermuten die Ermittler erst eine Entführung, denn ein zuvor eingegangener Notruf der Frau und der Zustand ihrer Wohnung lassen diese Vermutung aufkommen….
Im nächsten Fall finden zwei Jugendliche am beliebten Lovers Corner in einer Höhle eine in Plastiksäcken verpackte männliche Leiche. Die wenigen Dinge, die sich bei dem Toten finden, führen Vera Stenhope zu einem Jahrmarkt, wo der der Mann offenbar gearbeitet und mit einem weiteren Arbeiter sich einen Wohnwagen geteilt hat. Anhand seiner Habseligkeiten, die man im Wohnwagen findet,  gibt es dann eine Spur zu einer ortsansässigen Kirche und zu seiner in der Nähe lebenden Mutter …
Fall Nr. 3 gibt Rätsel auf: Was haben eine Unfall mit Fahrerflucht bei dem eine junge Frau zu Tode kommt, ein toter Mottenzüchter und ein Pub, in dem beide Opfer offenbar verkehrten, miteinander zu tun. Erst als Vera und Co ganz tief in der Vergangenheit graben, finden sie des Rätsels Lösung….
Im letzten Fall dieser Staffel muss der Tod eines Fischers aufgeklärt werden. Bald hat das Ermittler-Team es mit einem komplizierten und bereits einige Jahre andauernden Familienstreit zu tun…..
Erneut haben die Macher dieser spannenden Krimi-Serie vier ganz unterschiedliche Fälle verfilmt, die ja auf den Büchern der Schriftstellerin Ann Cleeves basieren.  Das Team um DCI Vera Stenhope wechselt unfreiwillig personalmäßig, meistert aber die Auflösung der kniffligen Fälle teils in mühevoller Kleinarbeit, aber  wieder mit Bravour.
Brenda Blethyn Darstellung der Vera Stenhope ist gelungen und sie hat damit der erfolgreichen Serie so „ihren unverkennbaren Stempel“ aufgedrückt. Auch kann man im Verlauf der gesamten Serie eine Fortentwicklung der Figur der „Vera“ erkennen, war sie doch anfangs eher mürrisch und hatte so ihre Schwierigkeiten bezüglich „zwischenmenschlichem Kontakt“, „menschelt“ sie mittlerweile und ist als Chefin des Teams angekommen.
Ich habe mich wieder gut unterhalten gefühlt bei den vier spannenden neuen Episoden und die Reihe darf gern noch um eine weitere Staffel erweitert werden!
Fazit: Auch Staffel 6 ist wieder spannungsgeladen mit Fällen, deren Aufklärung nur mit der richtigen Spürnase möglich ist und dieses Serien-Highlight ausmachen. Eine Fortsetzung wäre wünschenswert!

 

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