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Harlan Coben`s The Five

.Studiocanal VÖ 08.02.2018

Ich liebe die spannenden Bücher des amerikanischen Schriftstellers Harlan Coben, von denen ich hier bereits einige vorgestellt habe, wie z.B. zuletzt „In ewiger Schuld“.
Nun hat er erstmals eine zehnteilige Fernseh-Serie mit dem Titel „The Five“ verfasst. In den „Extras“  erzählt der Autor selbst wie es dazu gekommen ist. Auch die sehr passend besetzten Hauptdarsteller der Serie kommen hier zu Wort und erzählen, dass sie zum Teil vorher nicht wussten wie es in der Story überhaupt weitergeht und sie haben selbst zusammen gesessen und überlegt, welchen Ausgang die Geschichte der Freunde Danny, Slade, Pru und Mark überhaupt nehmen wird…
Zum Inhalt: Vor 20 Jahren geht der fünfjährige Jessie Wells mit seinem einige Jahre älteren Bruder Mark und dessen Freunden Slade, Danny und Pru im Wald spielen, dann verliert sich seine  Spur…..

An den vier Freunden und natürlich an den Eltern hat dieser Verlust einige Spuren hinterlassen…

Beruflich sind alle im Leben angekommen, so ist Slade Leiter eines Wohnheims für gestrandete Jugendliche, Mark ist Anwalt, Pru ist Ärztin und Danny ist Polizist geworden. Und Danny ist es auch der durch einen Mordfall eine brisante Entdeckung macht:
Die DNA des spurlos verschwunden und mittlerweile totgeglaubten Jessie wird am Tatort gefunden.  Auch eine Überprüfung kommt zum gleichen Ergebnis. Danny ist hin- und hergerissen ob er seinen Freund Mark über diese Erkenntnis informieren soll, was er dann letztendlich auch tut.
So groß die Freunde/Hoffnung darüber ist, dass Jessie vielleicht doch noch lebt, steht aber auch die Frage im Raum, kommt er als Täter für den Mordfall in Frage?
Mehr verrate ich von dieser gelungenen Krimi-Serie nicht, denn hier kann ich nur Selberansehen wärmstens empfehlen!
Wie auch in den Büchern des Autors gibt es in der Serienhandlung viele Wendungen oder es ereignet sich etwas, dass neue Fragen aufwirft und somit manches in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. Selbst die vier besten Freunde scheinen Geheimnisse voreinander zu haben, was zu Irrungen und Wirrungen führt und ihre Freundschaft teils auf eine harte Probe stellt. Aber bei aller Spannung gibt es auch ab und an gut eingewobenen Humor, was mir gut gefallen hat.
Wenngleich die Serie selbst sehr gut gelungen ist, möcht ich doch noch am Rande auf etwas hinweisen:
In spannenden Szenen ertönt teils ein extremer Pfeifton, der einen ganz schnell zur Fernbedienung greifen lässt um die Lautstärke abzusenken. Und um Lautstärke geht es auch am Ende der ersten vier Episoden, wenn die Schlussmusik erklingt, denn die ist so laut eingestellt, als wenn die Macher der Serie die Zuschauer „wachrütteln“ wollen, was bei dieser spannungsgeladenen Serie nun wirklich nicht nötig ist!
Tatsächlich habe ich mir alle zehn Episoden hintereinander angesehen, denn man kann einfach nicht anders, denn man wird sogartig ins Geschehen gezogen, dass man es kaum erwarten kann wie es weitergeht.  Ganz besonders das Finale ist keinesfalls vorhersehbar, was ein ganz großer Pluspunkt ist, denn der Spannungsbogen wird die ganze Staffel hindurch gehalten und endet noch mit einem „Wow-Erlebnis“, so dass man hier von einem Serien-Highlight der besonderen Art sprechen kann.
Fazit: Trommelwirbel an: Hier kommt das spannende Serien-Highlight, dass man nicht verpassen sollte! Bitte mehr davon! 
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Vera – Ein ganz spezieller Fall – Staffel 6

Edel Germany GmbH

Für das Heimkino ist jetzt die sechste Staffel der britischen Kriminal-Serie „Vera – Ein ganz spezieller Fall“ mit vier neuen spannenden Folgen erschienen.
Besonders die Schauplätze in Mitten der düsteren und windumpeitschten Moorlandschaft passen optisch gut zu den Kriminalfällen, die erneut nicht auf den ersten Blick zu lösen sind.
DCI Vera Stanhope (Brenda Blethyn) und ihr Team bekommen es gleich in der ersten neuen Folge mit einem mysteriösen Todesfall zu tun.  Die Leiche einer älteren Frau wird von einem kleinen Mädchen in der weitläufigen Moorlandschaft gefunden. Nachdem sie identifiziert wurde, vermuten die Ermittler erst eine Entführung, denn ein zuvor eingegangener Notruf der Frau und der Zustand ihrer Wohnung lassen diese Vermutung aufkommen….
Im nächsten Fall finden zwei Jugendliche am beliebten Lovers Corner in einer Höhle eine in Plastiksäcken verpackte männliche Leiche. Die wenigen Dinge, die sich bei dem Toten finden, führen Vera Stenhope zu einem Jahrmarkt, wo der der Mann offenbar gearbeitet und mit einem weiteren Arbeiter sich einen Wohnwagen geteilt hat. Anhand seiner Habseligkeiten, die man im Wohnwagen findet,  gibt es dann eine Spur zu einer ortsansässigen Kirche und zu seiner in der Nähe lebenden Mutter …
Fall Nr. 3 gibt Rätsel auf: Was haben eine Unfall mit Fahrerflucht bei dem eine junge Frau zu Tode kommt, ein toter Mottenzüchter und ein Pub, in dem beide Opfer offenbar verkehrten, miteinander zu tun. Erst als Vera und Co ganz tief in der Vergangenheit graben, finden sie des Rätsels Lösung….
Im letzten Fall dieser Staffel muss der Tod eines Fischers aufgeklärt werden. Bald hat das Ermittler-Team es mit einem komplizierten und bereits einige Jahre andauernden Familienstreit zu tun…..
Erneut haben die Macher dieser spannenden Krimi-Serie vier ganz unterschiedliche Fälle verfilmt, die ja auf den Büchern der Schriftstellerin Ann Cleeves basieren.  Das Team um DCI Vera Stenhope wechselt unfreiwillig personalmäßig, meistert aber die Auflösung der kniffligen Fälle teils in mühevoller Kleinarbeit, aber  wieder mit Bravour.
Brenda Blethyn Darstellung der Vera Stenhope ist gelungen und sie hat damit der erfolgreichen Serie so „ihren unverkennbaren Stempel“ aufgedrückt. Auch kann man im Verlauf der gesamten Serie eine Fortentwicklung der Figur der „Vera“ erkennen, war sie doch anfangs eher mürrisch und hatte so ihre Schwierigkeiten bezüglich „zwischenmenschlichem Kontakt“, „menschelt“ sie mittlerweile und ist als Chefin des Teams angekommen.
Ich habe mich wieder gut unterhalten gefühlt bei den vier spannenden neuen Episoden und die Reihe darf gern noch um eine weitere Staffel erweitert werden!
Fazit: Auch Staffel 6 ist wieder spannungsgeladen mit Fällen, deren Aufklärung nur mit der richtigen Spürnase möglich ist und dieses Serien-Highlight ausmachen. Eine Fortsetzung wäre wünschenswert!

 

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Die Puppenspieler

poyband

Dieser zweiteilige Spielfilm basiert auf der Romanvorlage von Tanja Kinkel, die ich allerdings nicht gelesen habe und somit keine Vergleiche ziehen kann.
In beeindruckender Landschaft gedreht und schauspielerisch gut besetzt, führt die Handlung weit zurück ins Jahr 1484.
Deutschland befindet sich im Umbruch vom Mittelalter in die Renaissance, wo Inquisition und damit verbunden auch Hexenverbrennungen an der Tagesordnung sind….
Der junge Richard muss mit ansehen wie seine Mutter auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird. In seiner Verzweiflung greift er zum Messer und attackiert den zuständigen Inquisitor. Nur durch das rasche Eingreifen seines Onkels Jakob Fugger, der Richard bei sich aufnimmt, kann er überleben. Richard wächst zu einem jungen Mann heran und ihm fehlt es an nichts, denn Jakob Fugger ist ein angesehener und wohlhabender Geschäftsmann, der ein großes Geflecht an Beziehungen aufgebaut hat, was ihm eine gewisse Machtposition bekleiden lässt, außerdem pflegt er auch zum Königshaus geschäftliche Beziehungen, die er dann für gewisse Zwecke nutzt…..
Im Verlauf der Handlung wird Jakob gewahr, dass der Inquisitor, den er damals mit dem Messer attackiert hatte und den er für den Tod seiner Mutter verantwortlich macht, immer noch am Leben ist und sein Ziel ist es, ihn ein für alle Male aus dem Weg räumen….
Jakob Fugger muss erneut eingreifen und ihn zurückhalten, denn die Mächtigen der Kirche, die Hintermänner dieser Gerichtsbarkeit von damals sitzen in Rom, wo der Machtkampf um den Stuhl des Papstes entbrannt ist…..
Mich hat der Zweiteiler „Die Puppenspieler“ gut unterhalten. Die Rolle des Jakob Fugger hat Herbert Knaup übernommen und die seines Zöglings Richard wird von Samuel Schneider gespielt, was  beides sehr gut passt.
Die Aufmachung dieses Historiendramas ist nicht nur landschaftlich eindrucksvoll auch die Gebäude wie Kirchen und andere Örtlichkeiten bilden ein passendes Ambiente. Da ich geschichtlich nicht so bewandert bin und mir nur der Name Fugger geläufig und als reale Person in Erinnerung ist, möchte ich zur passenden zeitlichen und geschichtlichen Einordnung keine Aussage treffen und nur die hier präsentierte Handlung als ganz unterhaltsam bezeichnen.
Fazit: Landschaftlich beeindruckendes und handlungsmäßig ganz unterhaltsames Historiendrama
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Top of the lake – Staffel 2

Vier Jahre ist es her, dass ich hier die erste Staffel dieser Serie vorgestellt hatte, die mir insgesamt gut gefallen hatte.
Damals konnte die junge engagierte Kriminalpolizistin Robin Griffin (Elisabeth Moss) in Neuseeland einen Kriminal-Fall  erfolgreich abschließen. Was ihr beruflich gut gelang, ist ihr auf privater Ebene nicht so gut gelungen und sie hat viele seelische Wunden davongetragen, eine davon ist, daß sie einst ihre Tochter zur Adoption freigeben musste, da sie selbst noch sehr jung war….

Um einen Neuanfang zu versuchen und ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, zieht Robin wieder nach Sydney, wo sie hofft, Kontakt zu ihrer mittlerweile 17-jährigen Tochter herstellen zu können, die ebenfalls in der australischen Stadt mit ihren Adoptiveltern lebt.
Aber auch beruflich hat Robin zu kämpfen und da kommt ihr ein angeschwemmter Koffer am malerischen Bondi Beach, aus dem dunkle lange Haare herausquellen, gerade recht.

Nachdem der Koffer sichergestellt und geöffnet wurde, findet man darin den Leichnam einer asiatischen Frau, aber ohne Hinweis auf ihre Identität. Die Obduktion erbringt neben der Todesursache auch noch andere Aspekte für die Ermittlungen hervor…
Im Verlauf lernt Robin ihre Tochter Mary kennen, die in einen viel älteren Mann verliebt ist und Heiratspläne schmiedet, was den Adoptiveltern zu schaffen macht, denn bei näherem Betrachten ist dieser wohl kein guter Umgang für ihre Tochter…..
Die Ermittlungen im Fall der toten Asiatin ziehen immer weitere Kreise, wovon eine Spur in ein Bordell mit zwielichtige Personen führt. Die Recherchen münden in einer Spirale aus Prostitution, illegalen Geschäften mit asiatischen Frauen, die ihren Körper für Leihmutterschaften zur Verfügung stellen und führen zu verzweifelten Paaren, die sich unbedingt ein Kind wünschen….
Da zu lange Zeit verstrichen war um mich an die Handlung der ersten Staffel noch genau zu erinnern, habe ich zwar die Hauptdarstellerin in der Rolle der Robin wiedererkannt, aber welches private Schicksal ihr widerfahren und warum es noch einen ausstehenden Prozess nach so langer Zeit gab, konnte ich aus den vagen Andeutungen im aktuellen Folgenverlauf nicht mehr nachvollziehen. Da man ja von einem Neuanfang sprach, wäre dieser Handlungsstrang für micht entbehrlich gewesen….

Die aktuelle Staffel hat zwar ein brisantes Thema aufgegriffen und ich kann mir durchaus vorstellen, dass es einen Dunstkreis gibt, wo solche Geschäfte praktiziert werden, doch durch die vielen privaten Nebenschauplätze der Mitwirkenden verliert sich der eigentliche „Kriminalfall“ irgendwo dazwischen. Gewöhnungsbedürftig fand ich auch die gesamte Rolle und Optik von Nicole Kidman und unrealistisch die Strandszene nebst Karton und den weiteren sich daraus ergebenen Handlungsverlauf, so dass mein Fazit  der zweiten Staffel „Top of the Lake“ nicht so positiv ausfällt wie zuvor bei Staffel 1, die mir ja gut gefallen hatte. Manchmal muss es keine weitere Staffel geben, eine gelungene erste reicht völlig aus!
Fazit: Manchmal muss es keine Fortsetzung bzw. nächste Staffel geben, wenn die erste gelungen und sehenswert ist!
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The Shannara Chronicles – Staffel 2

Es wird erneut magisch und die Shannara-Chronicles gehen in die zweite Runde!
Die „2.Staffel“ dieser Fantasy-Reihe beinhaltet zehn neue Folgen!
Allerdings habe ich wieder die passende Buchreiche von Terry Brooks nicht gelesen und kann hier erneut keine Vergleiche ziehen.
Im April letzten Jahres hatte ich hier die erste Staffel der Shannara Chronicles vorgestellt und die Fantasy-Reihe hatte mir gut gefallen.
Um mich im Vorfeld etwas zurückzuerinnern, habe ich überlegt, wer von den Darstellern wieder in ihre Rollen schlüpfen werden, denn am Ende der ersten Staffel hatte sich ja die Elfenprinzessin Amberle ihrem Schicksal ergeben und ist in den Ellcrys-Baum gestiegen bzw. hat sich in ihn verwandelt um die Bewohner der Vier Lande zu denen Menschen, Gnome, Trolle, Zwerge und Elfen gehören, zu retten. Das Böse in Form von Dagda Mor wurde in der letzten Schlacht besiegt, doch das Böse findet immer wieder einen Weg und auch am Ende der ersten Staffel hatte sein Geist es geschafft sich des Körpers von Bandon zu bemächtigen…

Über den Inhalt bzw. den Fortgang der neuen Story will ich hier nicht viel verraten, also gibt es nur einen kleinen Einblick ins Geschehen:
Nach den unzähligen Schlachten gegen das Böse geht es der Bevölkerung der Vier Lande nicht gut und eine Gruppe um General Riga treibt jetzt ihr Unwesen und ist auf der Suche nach den Magiebegabten und will sie alle ausmerzen….

Wil, der Halbelf, ist der letzte Nachfahre der Shannara. Nachdem er seine große Liebe Amberle verloren hat, ist er abgetaucht und arbeitet als Heiler und hofft, dass er seiner Bestimmung entfliehen kann und er seine magischen Kräfte nicht mehr einsetzen muss…

Doch so ganz einfach entkommt Wil seiner Bestimmung nicht, denn in seinem Leben taucht die junge Mareth auf, die ebenfalls über magische Kräfte verfügt. Sie will unbedingt mit Wils Hilfe Allanon finden…..

Allanon wird wegen seiner magischen Kräfte irgendwo gefangen gehalten. Auf der Suche nach ihm kreuzen sich auch wieder die Wege von Wil und Eretria, die ihm von einer Vision erzählt, wo ihr Amberle erschienen ist….
Im Verlauf treten dann noch neue Figuren ins Geschehen ein: Ein Kopfgeldjäger sowie Königin Tamlin, die ihre Tochter Lyria mit einem wichtigen Mann verheiraten will…

Auch Bandon taucht wieder auf, doch ganz anders als man ihn aus der ersten Staffel kennt, denn der böse Geist von Dagda Mor hat ihn die Dunkle Seite schmackhaft gemacht und er bedient sich dieser dunklen Macht und verbreitet Angst und Schrecken….
Es gibt wieder viele Schlachten zu schlagen, die Magie bleibt nicht im Verborgenen und ob nach der finalen Schlacht die Vier Lande überhaupt noch existieren, bleibt hier unerzählt….
Fantasy-Serien schaue ich gern in einem „Rutsch“, was ich auch diesmal wieder getan habe. So bleibt man im Geschehen verankert. Auch die zweite Staffel hat mir wieder gut gefallen. Es gibt ein Wiedersehen mit vielen Figuren aus Staffel 1, aber auch neue Charaktere kommen hinzu  und das Böse hat einen neuen Namen und eine neue Erscheinungsfigur, so gibt es wieder viele Schlachten zu schlagen, die aber auch einen gewissen Gruselfaktor haben…
Hier gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack: Trailer
Fazit: Unterhaltsame Fortsetzung der Fantasy-Reihe, die wieder mit gelungenen Spezialeffekten punkten kann!
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Rellik – Staffel 1 –

Bei der sechsteiligen britischen Krimi-Serie „Rellik“ ist einiges anders, denn hier wird die Handlung teilweise rückwärts gespult bzw. erzählt! Liest man den Serientitel rückwärts steht dort dann „Killer“ und den bekommt man dann gleich zu Anfang der Serie wie folgt präsentiert:
Ein Mann ist auf der Flucht vor der Polizei, die kann ihn stellen und als es dann zur Verhaftung kommen soll, läuft einiges schief,  denn der offenbar psychisch kranke Mann reagiert anders als erwartet auf seine Verfolger und dann fallen Schüsse, in deren Verlauf der Mann stirbt. Man hatte ihn verdächtigt eine Serie von brutalen „Säure-Morden“ in London begangen zu haben…
Der zuständige leitende DCI Markham wurde selbst Opfer einer dieser Säure-Attacken und sein Gesicht ist entstellt. Doch nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen wurde, will er nur eins, den Täter dingfest machen und den Fall abschließen.
Doch ob der Hauptverdächtige tatsächlich die sehr brutalen Morde begangen hat, fragt man sich dann schon beim ersten „Zurückspulen in der Zeit“, denn der Getötete hatte seiner Ehefrau noch eine wichtige Nachricht hinterlassen, die dann die Ermittlungen in eine andere Richtung weisen und somit auch weitere Personen verdächtig erscheinen und befragt werden müssen…
So aufgeschrieben klingt der Handlungsverlauf ganz nachvollziehbar, was aber beim Anschauen nicht immer gleich klar und deutlich ist.  Was anfangs noch als interessante Variante einer Krimi-Erzählung durchgeht, wird nach dem wiederholten Hin- und Herspulen diffus, undeutlich und ist nicht besonders spannungsfördernd.
Die ganzen „Nebenschauplätze“ sowie die privaten Verwicklungen der Ermittler untereinander bzw. mit Informanten und wie man überhaupt auf dem Revier miteinander umgeht, macht keinen sonderlich seriösen Eindruck, besonders  wenn es darum geht eine brutale Mordserie aufzuklären. Man hat eher den Eindruck die Ermittler sind geistig mit ganz anderen Dingen beschäftigt, als sich auf den Fall zu konzentrieren, weshalb die eigentliche „Mordermittlung“ in den Hintergrund gerät und so die Spannung bald verloren geht…
Eigentlich sehe ich britische Krimis und Serien sehr gerne, denn die meisten sind wirklich sehenswert und punkten schon durch ihre besonderen Ermittler, was sich dann auch durch mehrere Staffeln erfolgreich fortsetzt. Bei dieser Serie hier war mir das mehrfache Rückwärtsspulen dann etwas  zu viel des Guten und das Staffelende war für mich keine Überraschung, da ich schon nach kurzer Zeit eine Vermutung diesbezüglich hatte….
Fazit: Die neue Erzählvariante verlangt dem Zuschauer einiges ab, so dass die Spannung hier leider recht bald verloren geht!
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Safe House – Staffel 2 – The Crow

Letztes Jahr hatte ich hier die erste Staffel dieser Serie mit Begeisterung vorgestellt.
Nun ist die zweite Staffel  mit dem Titel „ The Crow“ erschienen, allerdings hat sich die Besetzung geändert und auch die Handlung knüpft nicht an die vorherige Staffel an, was schade ist, denn damals blieben noch einige Fragen offen.
Das einzige konstante „Objekt“ ist ein abgelegenes Haus, dass zum Safe House umfunktioniert wird. Der ehemalige Polizist Tom Brook und seine Partnerin Sam betrieben dieses Haus, wo man Menschen, die in Gefahr schweben, eine sichere Unterkunft bieten kann.

Tom hatte vor Jahren am sogenannten „Krähen-Mordfall“ gearbeitet und den Täter fassen können, der nun im Gefängnis sitzt. Dieser hatte mehrfach Frauen vor den Augen ihrer wehrlosen/gefesselten Männer entführt. Was anfangs so aussah, dass die Frauen die Opfer sind, wendete sich schnell ins Gegenteil, denn der Täter hatte es auf die Männer abgesehen. Tom hatte damals den Verdacht, dass der Täter nicht allein agiert hat, konnte es aber nie beweisen…
Nachdem aktuell wieder nach dem gleichen Schema eine Frau entführt wird und Tom davon aus den Medien erfährt, versucht er mit seinen ehemaligen Kollegen Kontakt aufzunehmen um sie auf die Parallelen zum alten Krähen-Fall hinzuweisen, doch die sind an seinen Infos nicht recht interessiert. Was Tom dazu verleitet sich an den Mann/Freund der Entführten zu wenden um ihn zu warnen, denn er könnte in Lebensgefahr schweben. Doch so recht will der Tom nicht glauben, dass es sich so verhält, außerdem scheint er in undurchsichtige Machenschaften verwickelt zu sein…
Im Verlauf der Handlung ziehen dann aber doch die Tochter der Entführten und ihr Partner ins Safe House, denn die Ermittler ziehen zumindest in Erwägung, dass es einen Nachahmungstäter oder einen – wie Tom vermutete – damaligen Komplizen der „Krähe“ gibt…
Hatte mich die erste Staffel noch begeistert, fand ich die neue Staffel eher mäßig und mir fehlte die richtige Spannung in diesem Fall. Auch die Figur des Tom Brook fand ich  etwas zu überzeichnet und sein eigenmächtiges Handeln irgendwie fehl am Platz. Im Verlauf gibt es viele zwielichtige Figuren bzw. Verdächtige, der Täter selbst fiel mir aber auch schon recht schnell auf….
Als Bonus gibt es noch Interviews mit Cast und Crew.
Fazit: Keine Fortsetzung, sondern neues Safe-House nebst neuer Betreiber. Schade die Handlung ist eher mäßig und reicht auch sonst nicht an die erste Staffel heran.

 

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