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Diener der Dunkelheit

Koch Media VÖ 28.05.20

Dieser Film basiert auf dem gleichnamigen Thriller von Donato Carrisi. Ich hatte die sehr spannende und fesselnde Hörbuchversion  hier Ende 2018 vorgestellt.
Durch Zufall bin ich auf die vor kurzem erschienene Verfilmung des Thrillers gestoßen. Zwar konnte ich mich nicht mehr an alle Einzelheiten des Buches erinnern, aber schon nach wenigen Filmsequenzen war der „rote Faden“ wieder präsent und die darstellerische Besetzung mit Toni Servillo und Dustin Hoffman in den Hauptrollen schon mal eine gute Voraussetzung für gute Unterhaltung:
Zu Beginn des Films sieht man ein Mädchen im Teenageralter auf einem am Straßenrand stehenden weißen Transporter zugehen und sich nochmal die Lippen nachziehen, so als wenn sie zu einem Date verabredet ist. Und dann passiert es, plötzlich geht die Wagentür auf, das Mädchen wird ins Innere gezerrt und entführt…
Szenenwechsel: In einem Krankenhausbett liegt eine junge Frau, die gerade zu sich kommt und recht mitgenommen aussieht. In ihrem Krankenzimmer befindet sich ein Mann, der sich mit Dr. Green (Dustin Hoffman) vorstellt und sie mit Sam(antha) anredet und sie fragt, ob sie wisse wo sie sich befindet….
Nun, die junge Frau ist die vor 15 Jahren entführte und spurlos verschwundene Samantha Andretti. Ihre verzweifelten Eltern hatten sich nach der ergebnislosen Suche der Polizei damals an Bruno Genko (Toni Servillo), einen Privatdetektiv gewandt, der allerdings auch keinen Erfolg bei der Suche nach Samantha hatte. Als er im Fernsehen von der sensationellen Nachricht hört, dass sie lebt und ihrem Entführer entkommen ist, will er seinen „unerledigten Auftrag“ unbedingt noch zu Ende bringen und herausfinden, wo Samantha so lange Zeit gewesen ist und wer ihr Entführer ist, doch die Zeit ist knapp, den Genko selbst ist todkrank….
Mehr wird hier nicht verraten, denn „Diener der Dunkelheit“ lohnt sich wirklich anzusehen. Da Donato Carrisi auch das Drehbuch geschrieben hat – was ja naheliegend ist, denn das macht er ja hauptberuflich – , ist die filmische Umsetzung der Buches sehr gut gelungen. Bis zum Schluss herrscht eine düstere unheilvolle Atmosphäre, die durch die Ungewissheit, was genau in den 15 Jahren mit Samantha passiert ist, noch unterstrichen wird. Besonders gefallen hat mir, dass es auch in der Verfilmung gelungen ist, dass man zu keiner Zeit vorhersehen kann, wie die Geschichte endet!
Wer aber auf einen „gewöhnlichen“ Thriller hofft, dem sei gesagt, schon das Buch ist etwas Besonderes und dieser Film ist dann doch eher etwas für Fans anspruchsvollerer Geschichten. Der Autor erzählt in einer ganz besonderen Art und Weise und er spielt mit der Vorstellungskraft des Zuschauers wenn es um die jahrelange Gefangenschaft Samanthas geht,  wo ein unterirdisches Labyrinth und ein Mann mit einer Hasenmaske eine ganz besondere Rolle spielen. Ich für meinen Teil fand schon 2018 das Buch sehr spannend und kann der gelungenen filmischen Umsetzung nur die volle Punktzahl geben!
Übrigens das erste Buch des Autors „Der Nebelmann“ ist ebenfalls ein unvorhersehbarer Thriller und auch bereits mit Toni Servillo und Jean Reno in den Hauptrollen sehenswert verfilmt.
Fazit: Sehenswerter düsterer Thriller auf hohem Niveau!

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