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Donato Carrisi: Der Nebelmann

Die ungekürzte Lesung dieses sehr spannenden, fesselnden, aber auch düsteren Thrillers hat Uve Teschner übernommen, was eine sehr gute Wahl ist, denn sein lebendiger Vortrag schafft die passende Atmosphäre und seine Stimme variiert er bei den unterschiedlichen Mitwirkenden so gekonnt, dass sie „ein Gesicht“ bekommen.
Der Autor hat einen ganz besonderen Erzählstil, der immer wieder von einem Datum zum anderen hin- und herschwenkt, was aber so gut gelungen ist, dass man überhaupt kein Problem hat sich in den unterschiedlichen Zeiten zurechtzufinden und auch die Gesamthandlung wird nie undeutlich, sondern ist zwar zum Ende überraschend, aber immer gut nachvollziehbar.
Ein kleines abgeschiedenes Alpendorf mit seiner teils sehr religiösen und andererseits durch Landverkauf zu Geld gekommenen Bevölkerung bildet die Kulisse.
Die Handlung beginnt im Februar wo man den Sonderermittler Kommissar Vogel blutverschmiert und verwirrt wirkend nach einem Unfall zur Befragung ins Polizeirevier des Ortes gebracht hat. Die Staatsanwältin hatte im Vorfeld einen Fall mit dem Kommissar bearbeitet und ist zum einen erstaunt, warum er überhaupt noch vor Ort ist und andererseits kommt ihr das Verhalten des Ermittlers merkwürdig vor, so dass man den ortsansässigen Psychiater zur Befragung hinzuzieht.
Bei dem Gespräch zwischen Psychiater und Sonderermittler wird in Rückblenden der Fall rekonstruiert, weswegen der Kommissar im Ort zuvor ermittelt hatte: Um Weihnachten herum ist  die junge Anna Lou verschwunden. Ihre sehr gläubigen Eltern sind sich sicher, dass Anna Lou nicht aus eigenen Stücken verschwunden ist.
Sonderermittler Vogel fällt vielleich durch seinen eleganten Kleidungsstil auf, aber sonst ist er kein sonderlich sympathisch daherkommender Mann. Er hat seine ganz genauen Vorstellungen wie die Ermittlungen zu verlaufen haben, denn er will sich schnell vor der Presse mit Ergebnissen präsentieren. Allerdings hat sein Image Schaden erlitten, denn ein vorheriger Fall lief etwas aus dem Ruder. Aber im Fall von Anna Lou soll das nicht mehr passieren und im Verlauf rückt dann ein Verdächtiger in sein Blickfeld, was fatale Folgen für die Person hat, denn die Presse macht plötzlich Jagd auf ihn…..
Lange Zeit ist nicht klar, was eigentlich mit dem verschwundenen Mädchen passiert ist, denn durch die geschickte Erzählweise dreht sich der Handlungsverlauf ständig und selbst wenn man eine Vermutung hat, was passiert sein könnte, wird die wieder durch neue Informationen entkräftet, so dass besonders der Schluss des Hörbuchs, dann noch mit einer Überraschung aufwartet, die man nicht vorhersehen konnte!
Fazit: „Der Nebelmann“  ist ein von Anfang an ein fesselnd/spannender und sehr geschickt erzählter Thriller, der durch Uve Teschners Vortrag dann noch an Atmosphäre gewinnt. Für den unvorhersehbaren „Schluss-Akkord“ gibt es von mir noch einen Extrapunkt für dieses ganz besondere Hörerlebnis!

 

 

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