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Dora Heldt: Böse Leute

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Bisher hat die Autorin erfolgreich humorvolle Romane wie z.B. „Urlaub mit Papa“ oder „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen“ sowie Kolumnen in Zeitschriften geschrieben, die dann auch als Hörbuchfassung unter dem Titel „Jetzt mal unter uns“ erschienen sind. Jetzt hat sie ihren ersten Kriminalroman veröffentlicht und gleich mal die Lesung für die Hörbuchfassung übernommen.
Wie auch zum Teil ihre Romane spielt die Handlung von „Böse Leute“ auf der Insel Sylt und wer die vorherigen Bücher kennt, der wird die eine oder andere mitwirkende Person hier in der Handlung wiedererkennen, was aber keine Voraussetzung ist, um der Geschichte folgen zu können.
Hier gibt es einen kleinen Einblick ins Geschehen, dass wieder ganz typisch Dora Heldt mit einer guten Prise Humor angereichert ist, was mir gut gefallen hat!
Im Prolog erfährt man, dass Diebe auf der Insel ihr Unwesen treiben, doch es sind nicht die protzigen Villen, die sie verwüsten, nein, sie haben es auf die Häuser älterer alleinstehender Damen abgesehen und manchmal ist auch nur alles verwüstet ohne das etwas fehlt! Das Dreiste an der Sache ist, dass die Diebe am helligten Tag zuschlagen, ohne irgendwelche brauchbaren Spuren zu hinterlassen…..
Maren Thiele ist auf der Insel aufgewachsen und hat lange Zeit als Polizistin auf dem Festland gearbeitet,  jetzt übernimmt sie die ausgeschriebene Stelle auf der Insel und zieht wieder ins Elternhaus ein, denn sie will ihren Vater nach dem Tod der Mutter etwas unterstützen….
Ihr Patenonkel heißt Karl und er war bis vor kurzem Revierleiter in Westerland. Seinen Nachfolger Peter Runge kann er nicht ausstehen und dessen Fähigkeiten die Diebstähle aufzuklären, schätzt er als sehr gering ein.
Da die Polizei offensichtlich ratlos ist, wer hinter den Einbrüchen steckt, mobilisiert Karl drei Mitstreiter und bildet seine eigene Sonderkommission um die Diebe zur Strecke zu bringen. Bei Kaffee, Kuchen und dem einen oder anderen Eierlikör schmieden sie Pläne wie sie vorgehen wollen. Zum Leitwesen der richtigen Ermittler kreuzen sich immer wieder ihre Wege und dann spitzt sich die Lage zu als sie im Nachbarhaus ihres Hauptquartiers eine Leiche entdecken…..
Wer nun letztendlich hier dem Täter auf die Spur kommt, dass bleibt hier unerzählt……
Dora Heldt besitzt eine gute Beobachtungsgabe und sie beschreibt die Charaktere ihrer Mitwirkenden so gut, dass man das Gefühl hat, man kennt auch so jemanden….
Es hat mir Spaß gemacht die vier Hobbydetektive bei ihrer Ermittlungsarbeit zu belauschen und neben dem Humor fehlt auch die nötige Spannung nicht, denn bei der Tätersuche tappt man als Zuhörer auch erst lange Zeit im Dunkeln bis dann wieder eitel Sonnenschein herrscht auf der schönen Insel.
Fazit: Gelungenes Krimi-Debüt, dass Spannung und Humor vereint! Beim Zuhören empfiehlt sich ein Eierlikörchen oder auch zwei, dann sind die vier Stunden Hörgenuss leider vorbei…..

 

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