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Follow the Money – Staffel 1

Edel:Motion

Die zehnteilige dänische Serie führt in die Welt der Großkonzerne, die um ihre Vormachtsstellung pokern, denn nur eins ist wichtig, nämlich Profit machen, komme was das wolle.  Da alle ein Stück vom Kuchen abhaben wollen, ist der Konkurenzkampf groß und da kommt es schon vor, dass wie in dieser Serie gut aufgezeigt wird, dubiose Machenschaften aufkommen und Geld hin- und hergeschoben wird, bis niemand mehr richtig den Durchblick hat, welche Firmensitze tatsächlich und nicht nur auf dem Papier existieren…
Um seine Vormachtstellung immer weiter auszubauen, geht der nach außen hin glänzend dastehende Energiekonzern Energreen, der sich z.B. mit dem Bau von Windparks einen Namen gemacht hat,  immer neue Wege, die für Spekulationen sorgen, die Pressevertreter aufhorchen und recherchieren lassen, denn einiges klingt nicht ganz so seriös, wie der CEO Sander Sodergren der Öffentlichkeit glauben machen will.

Hinter den Kulissen ist er aalglatt, sehr geschickt darin Menschen für sich einzunehmen, aber immer auf seine Vorteile bedacht. Anfangs bleiben seine undurchsichtigen Handlungen noch der Öffentlichkeit verborgen und selbst die Ermittler in Sachen Wirtschaftkriminalität können ihm nicht beikommen, denn er windet sich aus allen Anschuldigungen immer wieder heraus oder es ist ganz schnell ein anderer Sündenbock parat. Im Verlauf der Serie wird es dann aber auch für ihn brenzlich und da kann ihm auch seine Rechtsanwältin kaum noch den Rücken freihalten…

Die Gesamthandlung beginnt mit einem Toten, der in der Nähe eines Windparks gefunden wird. Auf den ersten Blick sieht alles nach einem Unfall aus, aber der zuständige Ermittler Mads Justesen glaubt nicht daran und er fängt an zu ermitteln. Je weiter er sich mit dem Energreen-Konzern beschäftigt, um so mehr glaubt er, dass dort nicht alles mit rechten Dingen zu geht und er wittert kriminelle Energie.

Zusammen mit einem Kollege aus dem Wirtschaftsdezernat versucht er das Gespinst Energreen zu entwirren, verbeißt sich regelrecht in dieses Thema und scheut auch nicht davor zurück, den mächtigen Konzernbossen, die Geschäfte mit Energreen machen, auf den Zahn zu fühlen und in einem Sumpf aus Spekulation, Betrügereien und Machtgeplänkel zu wühlen, doch richtige Beweise sind rar, bis er auf die Idee kommt: „Follow the Money “ und was er dabei zu Tage fördert, ist verblüffent…..
Neben diesen beiden Handlungssträngen gibt es noch viel „Beiwerk“ und Einblicke ins Privatleben der Hauptfiguren, was ich allerdings eher störend und ablenkend von der eigentlich ganz spannenden Jagd nach den Wirtschaftskriminellen fand. Die schauspielerische Besetzung mit bekannten Gesichtern aus nordischen Krimi-Serien in den Haupt- und auch den Nebenrollen ist gut gelungen.
So undurchsichtig und spannend wie der Handlungsstrang, der sich um die Machenschaften des Energreen-Konzerns dreht, ist, so vorhersehbar und etwas bauäugig/naiv fand ich die Nebenhandlung rund um die Kleinkriminellen, die sich auf Diebstahl spezialisiert haben und von einem Fettnäpfchen ins nächste treten…
Fazit: Alles in allem ist die Serie schauspielerisch gut besetzt, unterhaltsam und ganz spannend, aber durch die aufgeführten „Schwächen“ in der Handlung für mich dann eher doch nur durchschnittliche Serienkost.

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