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Geir Tangen: Totenfest

Goldmann Verlag

Im November 2017 hatte ich den gelungenen Debüt-Thriller mit dem Titel „Seelenmesse“ hier vorgestellt, die volle Punktzahl vergeben und mir eine Fortsetzung  gewünscht.
Nun ist der zweite Band „Totenfest“ erschienen. Der norwegische Journalist Viljar Ravn Gudmundsson ist psychisch immer noch nicht auf der Höhe und hat auch seinen „Biss“ bisher nicht wiedergefunden. Auch Oberkommissarin Lotte Skeisvoll ist wieder mit von der Partie, allerdings ist sie durch die Ereignisse, die sich im Vorgängerbuch nachlesen lassen, psychisch kaum belastbar, sie will aber unbedingt arbeiten, was ihr mehr schlecht als recht gelingt….
Viljar wird mit einem Schlag aus seiner Elegie gerissen, als ihn sein 17-jähriger Sohn Alexander verzweifelt anruft und ihn dringend um Hilfe bittet, denn nach einer ausschweifenden Party mit Alkohol und Drogen ist er in einem Bett neben seiner Freundin Emilie aufgewacht, was für ihn schon ein „Ereignis“ ist, denn so eng war er bisher mit ihr noch nicht. Doch bis sein „vernebeltes Gehirn“ registriert, dass irgendwas an der ganzen Situation nicht stimmt, kommt dann die ernüchternde Erkenntnis, dass Emilie neben ihm tot im Bett liegt….. Alexander versucht verzweifelt sich an die vergangenen Stunden zu erinnern, was ihm nicht gelingt, denn sein Gehirn ist völlig leer – das große Nichts, der totale Blackout …
Der Tod von Emilie ist nur der Beginn einer Reihe von weiteren Todesfällen. Die Opfer waren ebenfalls Gäste dieser Party. Doch durch Alkohol, Drogen oder „mordmäßige“ Eifersucht lassen sich die Todesumstände der Opfer nicht erklären und die Ermittler müssen tief graben um auf den gemeinsamen Nenner zu kommen. ….
Erneut ist dem Autor ein durchweg spannendes und besonders auch fesselndes Buch gelungen.  Die beiden Hauptakteure Lotte und Viljar haben ihre besten Zeiten bereits hinter sich gelassen und kämpfen mit ihren Dämonen, schaffen aber doch sich nicht unterkriegen zu lassen und werden so zu einem eher ungleichen „Ermittler-Duo“. Die Handlung ist anschaulich geschrieben, die Situationen bildhaft eingefangen und auch aktuelle Thematik  gut nachvollziehbar ins Geschehen eingewoben, so dass die polizeilichen und auch „journalistischen“ Recherchen in alle Richtungen gehen. Besonders gut hat mir die nicht vorhersehbare Auflösung der Ereignisse erst ganz zum Schluss gefallen.
Da im Nachwort bereits ein drittes Buch in Aussicht gestellt wird, bin ich gespannt, was im weiteren Verlauf noch so passiert……
Fazit: Lesenswerter spannender Page-Turner, der von der ersten Seite an fesselt! Bitte weiter so!

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