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George Tenner: Monet und der Tod auf der Insel

9783898417433

An einen sonnigen Augusttag verschwindet der siebenjährige Magnus Halmers spurlos am Strand von Bansin. Eine großangelegte Suchaktion bleibt ergebnislos.
Lasse Larsson übernimmt die erste Befragung der Mutter, die völlig aufgelöst ist. Der Vater des vermissten Jungen kommt einige Zeit später auf die Insel und er hinterlässt keinen besonders sympathischen Eindruck bei den Ermittlern.
Während der großangelegten Suche nach dem Jungen stoßen Taucher dann auf eine Leiche, doch es ist nicht der kleine Junge, sondern ein erwachsener Mann wurde mit einer Harpune regelrecht an ein Fischerboot gespießt….
Als Lasse Larsson die Bilder des Toten sieht, weiß er sofort um wen es sich handelt, denn er hatte im Vorfeld mit ihm zu tun:
In einem Zeitsprung lernt man dann Fedor A. Smirnov, den dubiosen Betreiber eines Escort-Service in Greifswald kennen, der nicht nur Interesse an schönen Frauen hat, sondern sich auch einen Namen als zweifelhafter Kunsthändler und Dieb gemacht hat. In seiner Begleitung wird oft die gut aussehende Edelprostituierte Anastasia gesehen und in einem sehr schwachen Moment hat Smirnov ihr Juwelen geschenkt, die auf dunklen Wegen aus der berühmten Eremitage-Sammlung verschwunden sind und den russischen Geheimdienst auf den Plan gerufen haben.
Im Winter wird während einer erlesenen Jagdveranstaltung eine Frauenleiche im Ahlbecker Forst gefunden, deren Identität lange nicht geklärt werden kann.
Lasse Larsson hat ein komisches Bauchgefühl bei diesen ganzen Ereignissen und er geht dem nach!
Dann wird es länderübergreifend, denn es führt eine Spur in die Schweiz. Lasse nimmt Kontakt zu einem alten Freund auf,  der jetzt eine Position beim Schweizer Geheimdienst innehat. Lasse weiß, dass dieser Schritt heikel ist und er mit seinem Posten bei der Kripo spielt, aber es hat ihn das Jagdfieber gepackt!
Ab nun heißt es genau aufpassen, denn wo ein Geheimdienst auftaucht, da tauchen wie aus dem nichts andere auf. Bald wimmelt es nur so von Spionen und anderen merkwürdigen Gestalten auf der wunderschönen Urlaubsinsel Usedom.
Wow! Aus einem tragischen Vorfall am Strand von Bansin wird – ehe man sich versieht – ein Spionagethriller, der durch geschickte Zeitsprünge den Leser fesselt und u.a. in die Welt der professionellen Kunstfälscherszene führt. Im Anhang des Buches gibt es zu diesem Thema ein Interview mit Rüdiger Faller, der sich als Otto-Dix-Fälscher einen Namen gemacht hat.
Schon beim vorherigen Fall „Schatten über der Insel“, hatte der Autor die Spannung auf die Spitze getrieben und es ist ihm gelungen bei „Monet und der Tod auf der Insel“ den Spannungsbogen noch weiter zu dehnen und den eigentlich bodenständigen Kommissar Larsson über sich hinauswachsen zu lassen, wie man ihn vorher noch nicht erlebt hat.
Fazit: Klasse! Aus einem Vermisstenfall entwickelt sich ein spannungsgeladener Agententhriller!

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