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Hape Kerkeling: Der Junge muss mal an die frische Luft

Das Hape Kerkeling geschickt mit Worten umgehen kann, ist vielen Lesern bestimmt hinlänglich bekannt, denn  sein Erstlingswerk „Ich bin dann mal weg“ wurde ja ein Bestseller. Hatte ich mir das Buch damals noch von ihm selbst in der Hörbuchvariante vortragen lassen, habe ich nun „Der Junge muss an die frische Luft“ selbst gelesen.
Wie der Untertitel bereits verrät, gibt es hier Einblicke in die Kindheit des beliebten Künstlers. Nun, da es eine Autobiographie ist, möchte ich hier eigentlich keine Details verraten, dass kann Hape Kerkeling viel besser, nur soviel vorweg: Es ist ihm wieder ein bewegendes lesenswertes Buch gelungen: 
Es beginnt mit einem persönlichen Vorwort und handlungsmäßig in der Jetztzeit, wo er über die Dreharbeiten zu der ZDF-Dokumentation „Unterwegs in der Weltgeschichte“ berichtet. Ein heiliger Ort bzw. Garten, den er betreten durfte, hat ihn nachhaltig beeindruckt…
In unterschiedlichen „Aufmachungen“ kennt man ihn ja schon seit seinen TV-Anfängen (ich persönlich denke da an Hannilein), die wohl aufsehenserregende war bestimmt die als „Beatrix“ und einen besonderen Stellenwert hat natürlich auch  die Figur des „Horst Schlämmer“,  die Hape Kerkeling erfunden hat. Er erzählt hier humorvoll und in seiner typischen Art und Weise wie so eine Verwandlung von Statten geht …
Und dass so eine Verwandlung sehr echt wirkt, davon konnte ich mich persönlich bereits einmal überzeugen. Ich hatte schon das Glück eine seiner Bühnenauftritte live zu erleben, wo er damals als Hausmeister im Saal erschien und niemand ihn anfangs erkannt hat …
Doch zurück zum Buch: Die eigentliche Rückerinnerung an seine Kindheit beginnt in einem Hotelzimmer, in dem er sich noch ein wenig ausruht, denn die Premiere des Musicals „Kein Pardon“ steht an. Doch diesmal wird er nicht selbst auf der Bühne agieren wie einige Jahre zuvor im gleichnamigen Spielfilm, sondern er wird die Show im Publikum verfolgen …
Und dass er einmal bekannt und auf einer Bühne stehen wird, dass weiß der kleine „Steppke“ Hans-Peter Kerkeling schon sehr früh und das es so gekommen ist, dass ist offenbar der liebevollen Fürsorge einiger enger Familienmitglieder zu verdanken …
Mich hat das Buch sehr berührt und es hat mir in einer schweren Zeit aber auch Kraft gegeben. Wie auch schon bei seinem Erstlingswerk ist es Hape Kerkeling gelungen, ein wunderbares Buch zu schreiben. Durch seine anschaulichen Einblicke in seine Kindheit, die bestimmt nicht immer einfach war, schafft er es aber trotz allem aus diesen angespannten Situationen einen Bogen zu spannen und den Leser mit humorvollen Einlagen zu erheitern, so dass man dies Buch nicht aus der Hand legen mag, so fesselnd geschrieben ist es.
Fazit: Bewegende Kindheitserinnerungen, die anrührend, aber auch humorvoll verfasst sind, so dass daraus ein wunderbares lesenswertes und besonders auch kraftgebendes Buch geworden ist!

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