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Harlan Coben: Ich schweige für dich

Ich schweige fuer dich von Harlan Coben

Nach jedem Buch, das ich von Harlan Coben gelesen habe – und das sind schon einige – stelle ich mir die Frage: Wo bekommt der Autor nur die Idee für so eine Geschichte her oder auch gibt es einen realen Hintergrund zum gerade Gelesenen?  Nun, vielleicht gibt der Autor ja mal in einem Interview Antworten auf diese Fragen….
Wieder einmal ist es ihm gelungen ein Buch zu schreiben, dass einen schon nach kurzer Zeit nicht mehr los lässt. Zwar finde ich den deutschen Titel „Ich schweige für dich“ etwas irreführend und nicht ganz zum Buchinhalt passend, aber egal, die Geschichte selbst ist sehr spannend, die Figuren gut beschrieben und die Situationen sehr gut nachvollziehbar, so dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte.
In Harlan Cobens Büchern geht es zumeist um Personen, die spurlos verschwinden, auch diesmal passiert so etwas und niemand aus dem sozialen Umfeld der Vermissten hat eine Erklärung dafür. Aber nicht nur die spannende Suche nach der vermissten Person fesselt einem beim Lesen, sondern es kommt einem schon der Gedanke was man tun würde, wenn man selbst in so einer Situation wäre bzw. wie weit man gehen würde um seine Lieben zu beschützen……
Im aktuellen Buch lernt man die vierköpfige Familie Price kennen. Die beiden Jungs im Teenageralter sind sportbegeistert, Mutter Corinne ist Lehrerin und Vater Adam ist Rechtsanwalt. Nach außen hin eine glückliche amerikanische Familie. Doch das ändert sich schlagartig als plötzlich ein Fremder an Adam herantritt und ihn mit Dingen über Corinne konfrontiert, die Adam kaum glauben kann.  Anfangs hadert Adam noch mit sich und glaubt an einen schlechten Scherz, doch als er dann ein paar Dinge überprüft,  erkennt er, dass seine Frau offenbar Geheimnisse vor ihm hat. Er konfrontiert Corinne mit seinem Wissen und bittet um ein klärendes Gespräch, zu dem sie dann aber nicht erscheint und nur in einer SMS um ein paar Tage Zeit bittet……
Ein paar Tage vergehen, Corinne antwortet auf keinen von Adams Anrufen, auch die beiden Jungs können ihre Mutter nicht erreichen.  Adam  hat keine Idee mehr wo sie sein könnte, außerdem hat er mittlerweile mehr Fragen als Antworten und deshalb fängt er an nach Corinne zu suchen und bald fragen auch noch andere Personen: „Wo ist Corinne?“
Was hier anfangs nach einem Vertrauensbruch von Seiten der Ehefrau aussieht, entpuppt sich dann als eine Spirale von unvorhersehbaren Ereignissen, die Adams Gefühlswelt total auf den Kopf stellt, denn einerseits meint er seine geliebte Ehefrau genau zu kennen und dann sieht er sich im Verlauf mit Dingen konfrontiert, die so gar nicht zu Corinne passen. Die Situationen  und Gefühle hat der Autor sehr anschaulich und gut nachvollziehbar geschildert, aber auch immer eine prickelnde Ungewissheit belassen, so dass bis zum Schluss Hoffnung besteht, dass Corinne wieder auftaucht. Allerdings bekommt man dann ein Finale präsentiert, dass ich so nicht vermutet hätte!
Zusammengefasst kann ich nur sagen, Harlan Coben ist einer der besten Geschichtenerzähler, den ich kenne. Sein Schreibstil ist fesselnd, oftmals wird man überrascht mit raffinierten Wendungen im Geschehen und nach wenigen Seiten kann man sich der Handlung nicht mehr entziehen, so dass man die Zeit vergisst und Seite um Seite dahinfliegt. Bitte mehr davon!
Fazit:  Spannender Page-Turner, den man sich nicht entgehen lassen sollte!

Auch empfehlenswert und vom gleichen Autor: „In seinen Händen“ oder  „Das Grab im Wald“

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