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I Kill Giants

Koch Media VÖ 26.07.18

Also gleich mal vorweg, dieser Film ist zwar anrührend und sehenswert, aber ich glaube so manch einer lässt sich von dem Schriftzug „Harry Potter“ auf dem Cover doch etwas fehlleiten, denn hier wird zwar auch gegen „einen mächtigen Gegner“ gekämpft, aber doch in einem ganz anderen Zusammenhang und nicht so märchenhaft bzw. fantastisch wie wir es vom Zauberlehrling und seinen Freunden kennen.
Im Mittelpunkt der Handlung steht die 15-jährige Schülerin Barbara, die optisch schon gleich durch ihren Haar-Reif mit Hasenohren auffällt. Barbara lebt in einer Fantasie-Welt und sie ist sich sicher, dass Riesen wirklich existieren und sie eine unheilvolle Bedrohung für ihre Heimatstadt sind. Deshalb hat sie es sich zur Aufgabe gemacht als Einzige diese Giganten zu bekämpfen, komme was da wolle….

 

Eines Tages trifft Barbara am Strand auf Sophie, die neu in der Stadt ist. Die beiden Mädchen freunden sich zaghaft an und werden im Verlauf auch Klassenkameradinnen.
Doch in der Schule ist Barbara eine Außenseiterin, wo sie durch ihren auffälligen Look und ihr eigenwilliges Verhalten nicht nur bei ihren Mitschülern aneckt. Die Freundschaft zwischen Barbara und Sophie wird auf eine harte Probe gestellt..
Die Schulpsychologin wird auf die Außenseiterin aufmerksam und versucht in „Barbaras Welt“ vorzudringen, doch die entwindet sich ihr immer wieder geschickt und clever den Gesprächen, da sie vorgibt, sie habe wichtigere Dinge zu erledigen….
I Kill Giants“ führt in die Fantasie-Welt eines schwer traumatisierten jungen Mädchens, das zwar mit einigen Spezialeffekten dem Zuschauer auch virtuell Einblick in diese Welt gibt, aber doch letztendlich etwas ganz anders aufzeigt:
Durch die schwere lebensbedrohliche Erkrankung eines Familienmitglieds wird Barbara völlig aus der Bahn geworfen. Um gegen diesen unsichtbaren Feind zu kämpfen, flüchtet ihre kindliche Seele in eine Fantasie-Welt, wo sie als Einzige den Kampf gegen Giganten aufnimmt. Hier geht es also um Trauerbewältigung und großen seelischen Schmerz!
Hätte man diesen Film unter diesen Gesichtspunkten angekündigt, würde er sicherlich ein ganz anderes Klientel anlocken. Ganz ohne Frage, der Film ist sehenswert und anrührend, aber in keinster Weise ein Fantasy-Spektakel, dafür geht es meiner Meinung nach um eine viel zu ernste Sache, nämlich die verwundete Seele eines jungen Menschen.
Fazit: Sehenswerte, anrührende jugendliche Trauerbewältigung, aber kein als Fantasy-Abenteuer á la Harry Potter!

 

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