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Jussi Adler-Olsen: Das Versteck

978-3-86231-650-21
Um die Wartezeit bis September zu verkürzen –  denn da erscheint ein neues Hörbuch des Autors – gibt es jetzt  nur als mp3-Download bei DAV im Webshop oder auf anderen Downloadportalen einen Kurzkrimi, der im Rahmen eines Krimi-Festivals entstanden ist.
Wolfram Koch hat erfreulicherweise wieder souverän die Lesung übernommen, was er bisher bei den anderen Bücher von Jussi Adler-Olsen schon mit Wiedererkennungsfaktor gemacht hat.
Das Sonderdezernat Q mit seinen Mitarbeitern hat momentan keinen Einsatz, aber wir lernen hier im kleinen Städtchen Lünen den Kriminalkommissar Schmidt kennen, der zu einem bizarren Leichenfund gerufen wird: Zwei alte Leute liegen tot übereinander auf dem Dach eines Lieferwagens. Ihre Wohnung befindet sich im obersten Stock des angrenzenden Hauses, aber Selbstmord erscheint dem Kommissar dann doch unwahrscheinlich, denn da passen einige Dinge nicht zusammen. Aber trotzdem ist die Spurenlage ist sehr dürftig und der Ermittler steht vor einem knifflige Rätsel…
Der Zuhörer hat es da besser, denn der nächste Handlungsstrang führt zu einem Deserteur, der während des Zweiten Weltkriegs nach Lünen gekommen ist und sich bei seiner Ehefrau auf dem Dachboden versteckt. Doch die ist nicht glücklich darüber, dass er sich dort oben aufhält, muss ihn aber dulden, schließlich ist es sein Elternhaus, in dem sie wohnen. Sie greift zu einer bösen List und es gelingt ihr tatsächlich, dass er „Das Versteck“ lange Zeit nicht verlässt……
Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen dann und führen zu den Toten….
Mehr gebe ich nicht preis von der Kurzgeschichte, die mir übrigens gut gefallen hat, obwohl die Krimihandlung nur den Rahmen bildet und der Rest eine tragische Biographie ist oder anders formuliert, eine bitterböse Liebes- bzw. Leidensgeschichte eines anfangs wohl kriegstraumatisierten gutgläubigen Menschens, dem eines Tages die Augen geöffnet werden….
Fazit: Jussi Adler-Olsen wandelt diesmal auf bitterbösen Pfaden, Wolfram Koch  fängt mit genau dem richtigen Tembre in der Stimme die Stimmung ein, so dass das Zuhören  wieder mal ein Genuss ist.

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