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Ken Bruen: Jack Taylor fährt zur Hölle

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Ich muss ganz ehrlich sagen, so einen Kriminalroman habe ich bisher noch nicht gelesen.  Wahrscheinlich muss man sich erst einmal einen guten irischen Whiskey einschenken um die Einsichten und Ansichten eines ehemaligen irischen Polizisten, nämlich Jack Taylor, zu verstehen.  Ich hatte Mühe den Gedankengängen und Rezitationen der verschiedensten Bücher zu folgen und was am schwierigsten war,  diese von der eigentlichen Krimihandlung rauszufiltern.
Trotz aller Mühe muss ich gestehen, habe ich aber auch einige Male herzlich über die Schreibweise bzw. Gedanken und Äußerungen von Jack Taylor lachen müssen.
Zum Inhalt des Buches:
Jack Taylor, ehemaliger Polizist in Galway, Irland ist Jemand, der ständig mit dem Genuss oder der Abstinenz von Alkohol und später auch Tabletten und Drogen aller Art kämpft. Viele sagen von ihm, wenn er dieses Laster nicht hätte, hätte mal ein angesehener Polizist aus ihm werden können…, hätte!
So hält er sich als Privatdetektiv irgendwie über Wasser und tatsächlich bekommt er einen Auftrag von Terence Boyle, der ihn auch gleich großzügig im Voraus bezahlt, denn er soll den Verdacht erhärten, dass Terence Stiefmutter Kirsten seinen Vater getötet hat.
Ehe sich Jack versieht muss er aber noch an einem Fall arbeiten, denn er ist noch Jemanden etwas schuldig. Dieser Jemand ist eine Unterweltgröße mit Namen Bill Cassell, dem Jack noch „zweimal“ etwas schuldet. Bill ist schwer erkrankt und will vor seinem Ableben noch eine Rita Munroe finden.
Besagte Frau war in den 50ziger Jahren eine Nonne im Magdalenen-Stift, wo zu der damaligen Zeit junge unverheiratete Mädchen von ihren Familien oder der Kirche untergebracht wurden. Diese mussten unter entsetzlichen Bedingungen in der Wäscherei des Stiftes arbeiten. 
Eine ganz besonders verhasste Nonne wurde Luzifer genannt, denn sie zeichnete sich durch besondere Härte aus. So schlug sie besonders gern mit ihrem Rosenkranz in die Gesichter der Mädchen oder sie wickelt sie in feuchte Laken, in denen diese dann stehend die Nacht verbringen mussten, sie nannte es „die Reinigung“
Nur eine hat den jungen Frauen zur Flucht verholfen und diese sollte Jack Taylor nun finden.
Beide Fälle löst dieser auf seine Weise, was ihn zwischenzeitlich selbst ins Gefängnis bringt…
Hier muss jeder Leser selbst entscheiden, ob „Jack Taylor fährt zur Hölle“ ein Geniestreich ist oder man sich einen Whisky zum Lesen holt……Sláinte oder Prost für alle Nichtiren.
 Fazit: Ungewöhnlicher Schreibstil trifft auf Humor

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