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Lene Schwarz: Waldesgrab – Print- und Hörbuchversion

rororo

Den Harz als Kulisse für einen spannenden Krimi, konnte ich mir gut vorstellen, denn diese eindrucksvolle und sagenumwobene Gebirgslandschaft ist mir durch viele Besuche gut bekannt, liegt sie doch „gleich um die Ecke“.
Begonnen habe ich „Waldesgrab“ in Buchform zu lesen. Schon im Prolog  kommt es zu einem recht gruselig anmutenden Leichenfund. Leon Bosch, Koch der Gastwirtschaft „Quellbach“ findet die von einem Tierfell ummantelte tote Frau. Der Anblick ist schrecklich und verstörend, denn der Toten wurden die Organe entnommen und damit nicht genug, denn vor ihm liegt seine geschätzte Arbeitskollegin Linda…
Die herbeigerufene Polizei macht dann im Verlauf noch eine bizarre Entdeckung, denn an der Stelle, wo sich einst das Herz der Frau befand, hat der Mörder einen scharzen Quarzstein hinterlassen….
Das Morden geht weiter, Leon rückt in den Fokus der Polizei, denn er kennt alle Mordopfer…
Das Buchcover ist gut gewählt, aber die Geschichte liest sie stellenweise etwas stockend, da manche Wörter bzw. Sätze etwas umständlich formuliert sind bzw. dann wieder Szenen oder Personen zu wortreich dargestellt werden.
Fazit: Gut gewählte Naturkulisse, die dann aber durch die zu „überfrachtete“ Geschichte nebensächlich wird und nur noch wenig Spannungspotential rüberkommen lässt

Audiobuch

Parallel zur Buchfassung lag mir dann auch die leicht gekürzte Hörbuchfassung von Waldesgrab“ vor.  Der Schauspieler Frank Stieren hat den Part des Vorlesers übernommen.
Durch seinen Vortrag verlor sich dann das „Stocken“ in der Erzählweise.
Die Gesamthandlung des Buches setzt sich aus verschiedenen Handlungssträngen zusammen, die teils in die Vergangenheit von Leon Boschs Privatleben führen, wo er einen schweren Schicksalsschlag verdauen,  sein eigenes Leben wieder in die Spur bringen und sich um seine Teenager-Tochter kümmern muss, die ebenfalls einen besonderen Part in der Geschichte einnimmt.
Die teils sehr brutalen und bizarren Morde, wo die Leichen dann auch noch mit besonderen Mineralien/Steinen „geschmückt“ werden; die vorhandene, gut gewählte Naturkulisse wird anscheinend durch irgendetwas zerstört;  ein dunkles Geheimnis in der Vergangenheit des Hauptakteurs, der schnell als Verdächtiger von der Polizei fokussiert wird und dann auch noch zwischenmenschliche Irrungen und Wirrungen, das war einfach zu viel „Input“ um das „Böse“ darzustellen und im Verlauf zu verbergen, denn wer hinter diesen Morden steckt, war mir leider recht schnell klar, wenn auch die Autorin versucht, diesbezüglich viele falsche Fährten auszulegen.
Leider schafft es auch Frank Stierens Lesung nicht mich für diesen Krimi zu begeistern. Die Autorin hat für meinen Geschmack einfach „zu viel des Guten“ hineingepackt. Der Anfang ist noch interessant und hätte auch durchaus spannend werden können, aber der Funke sprang bei mir einfach nicht rüber und machmal ist einfach „weniger mehr“!
Fazit: Trotz gutem Vorleser wird aus dieser inhaltlich zu überladenen Geschichte kein spannender Krimi

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