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Leon Specht: Das dunkle Echo – LTMs erster Fall

Das dunkle Echo

LTM steht für Leonie Theophila Möller, eine junge quirlige aufgeweckte Kommissarin, die mit ihrem Chef Thomas Seibold im Frankfurter Raum in Sachen Mord ermittelt.
Thomas Seibold ist ausgepowert, ein Wanderurlaub im Spessart  –   im sagenumwobenen Jossgrund  –  ist geplant. Auf der Fahrt dorthin bahnt sich eine Erkältung an und so  kehrt er kurzerhand in der nächstbesten Pension ein. Das schmucke Häuschen wird von der wortkargen Martha Bulling nebst einer Katze und einem Raben geführt. Durch ihr naturheilkundliches Wissen versorgt sie ihren gesundheitlich angeschlagenen Gast mit heilsamem Tee und leichter Kost.
In der Nacht wird Seibold dann plötzlich aus dem Schlaf gerissen: Merkwürdige Geräusche und ein Vibrieren durchziehen das gesamte Haus und draußen hört er eigenartige Tierlaute,  auch der Rabe unten in der Gaststube krächzt markerschütternd. Frau Bulling erklärt dem erschrockenen Kommissar,  dass es sich um ein Erdbeben gehandelt hat und „Jemand sei ermordet worden“, dass hätten ihr die Tierstimmen verraten…..
Als dann kurze Zeit später ein bekannter Bienenforscher tot aufgefunden wird, ist der Spürsinn des Kommissars geweckt und er beordert seine junge Kollegin in den Spessart um den mysteriösen Tod des Mannes zu untersuchen.  Informationen von den Einheimischen zu bekommen ist schwierig, haben sie doch so ihre Eigenarten und plötzlich scheint jeder etwas zu verbergen haben….
Der Autor hat „Das dunkle Echo“ in zwei Teile aufgeteilt. Im ersten geht es um den Tod des Bienenzüchters. Als Zwischensequenz gibt es dann  eine kleinen Rückblick auf das zuvor erschiene Buch „Der stille Schrei„. Einige Personen daraus tauchen jetzt im zweiten Teil der Handlung  auf:
Es ist etwas Zeit vergangen und der Kommissar erneut auf dem Weg in den Jossgrund, wo er sich wieder bei Frau Bulling angemeldet hat.  Doch das kleine Häuschen ist verschlossen und es regt sich nichts im Inneren. Hatte sie ihn vergessen? Beim Nachbarn erfährt er dann, dass seine noch vor kurzem von Lebensenergie strotzende Vermieterin plötzlich verstorben und auch schon vor einer Woche beerdigt worden sei. Kam das dem Kommissar schon alles etwas merkwürdig vor, ist die Testamentseröffnung dann eine kleine Sensation…
Die eingestreuten Fremdwörter und die Darlegung von Krankheiten mit vielen Fachausdrücken lassen den Lesefluss stocken und sie tragen auch nicht zum Aufbau von Spannung bei. Etwas zu sehr im Vordergrund stehend, fand ich das zwischenmenschliche Geplänkel des väterlichem Vorgesetzten und der jungen engagierten Kollegin.
Als Krimi würde ich dieses Buch nicht unbedingt bezeichnen, eher als einen Roman mit Lokalkolorit, der mit ungeklärten Todesfällen angereichert ist, denn alles was anfangs mysteriös und merkwürdig erscheint, entpuppt sich als Verwirrspiel und am Ende erkennt man einem ganz böse durchdachten Plan..
Nichtsdestotrotz würde ich ein weiteres Buch mit diesem Team durchaus lesen!
Fazit: Spessartroman, der mit ungeklärten Todesfällen angereichert ist

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