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Lesley Kara: Das Gerücht

Der Audio-Verlag

Am Anfang ist es nur ein Gerücht, dass in der idyllischen Kleinstadt am Meer Sally McGowan unter einem anderen Namen lebt. Johanna, die gerade mit ihrem kleinen Sohn Alfie, der in der Schule in London gemobbt wurde, hierhergezogen ist, sagt der Name erst einmal nichts. Unbedarft erwähnt sie den Namen bei einem Treffen des Lesekreises, dem sie seit kurzem angehört. Den dort anwesenden Frauen ist der Name sehr gut bekannt, denn Sally hat im Alter von 10 Jahren einen Spielkameraden ermordet. Immer mal wieder war der Fall in den Medien neu aufgerollt worden, besonders auch weil die Mutter des Getöteten immer wieder anklagende Worte fand….
Und nun soll diese Kindermörderin unter einem anderen Namen genau hier wohnen, wo Johanna gerade einen Neuanfang gestartet hat….
Die Gerüchteküche kocht sehr hoch und bald wird jede Frau im Ort eindringlich beäugt, dann kommt es zu Sachbeschädigungen und kurze Zeit später wird  „jemand an den Pranger gestellt“…..
Die Geschichte wird aus der Sicht Johannas erzählt.  Da ihr Sohn es auch hier nicht so einfach in der Schule hat Freunde zu finden, versucht sie durch Kontaktaufnahme mit anderen Müttern hier gegenzusteuern, weswegen sie auch dem Lesekreis beigetreten ist.
Die Geschichte wird sehr anschaulich präsentiert, die Figuren kann man sich gut vorstellen und auch wie schnell so ein Gerücht, die Idylle „verseucht“.
Die leicht gekürzte Lesung von „Das Gerücht“  hat die Schauspielerin Britta Steffenhagen übernommen, was eine sehr gute Wahl ist, denn sie kann ihre Stimme sehr gut nuancieren, so dass die Geschichte lebendig wird und die Mitwirkenden gut zu unterscheiden sind.
Leider hatte ich recht schnell eine Ahnung in welche Richtung das Geschehen driftet, was aber bei der Vielzahl an spannenden Hörbüchern, die ich schon gehört habe, nicht unbedingt verwunderlich ist und es deswegen auch keinen Punktabzug von mir deswegen gibt. Nur leider fehlte mir hier eindeutig die fesselnde Spannung, die nur ab und zu  bzw. zum Ende hin aufflackert,  was schade ist, denn Potential war hier durchaus vorhanden.
Fazit: Britta Steffenhagens Lesung ist gelungen, denn  sie lässt die Geschichte lebendig werden!

 

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