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Max Bentow: Rotkäppchens Traum

Goldmann Verlag

Die meisten der spannenden Bücher von Max Bentow kenne ich als Hörbuchfassung, da Axel Milberg zumeist die Lesung übernommen hatte wie zuletzt in „Der Schmetterlingsjunge“, was immer ein besonderes Hörvergnügen ist.
Rotkäppchens Traum“ habe ich nun in der Printversion genossen und kann gleich im Voraus sagen, verwunschen und märchenhaft ist der Inhalt keineswegs, sondern geschickt erzählt, dass einem dann und wann auch mal die Nackenhaare hochstehen:
Ich habe lange nachgedacht, was ich von dem spannenden und fesselnden Inhalt hier überhaupt preisgeben darf, denn lesenswert ist dieser Thriller alles Mal!
Mitten im Wald kommt Annie Friedmann wieder zu sich. Eine alte Frau und ihr wolfsähnlicher Hund werden auf sie aufmerksam als sie verängstigt im Gebüsch hockt. Sie fragt Annie ob sie überfallen wurde, warum sie keine Schuhe trägt, ob sie schwer verletzt ist, da ihr roter Kapuzenmantel völlig mit Blutflecken bedeckt ist – doch Annie weiß keine Antwort, nur ihren Namen und ihr Alter kann sie nennen…
Sie fasst Vertrauen zu der Frau und geht mit ihr nach Hause. Die Umgebung ist ihr völlig fremd und auf ihre Frage, wo sie sich befindet, bekommt sie einen Ortsnamen genannt, der ihr nichts sagt, der aber in der Nähe von Ulm liegen soll…
Irgendwas im in Inneren sagt Annie, dass sie sich in Gefahr befindet und sie bei der alten Frau nicht bleiben kann.
Im Verlauf der Geschichte kommt die Erinnerung bruchstückhaft zurück, aber was Annie herausfindet und welche Odyssee ihr bei der Wahrheitsfindung bevorsteht, ist beängstigend und nimmt den Leser mit auf eine wendungsreiche Reise, die sich teils auch nur im Kopf von Annie abspielt und aus ihrer Perspektive erzählt wird….
Ich mag den flüssigen Erzählstil und hatte auch keine Schwierigkeiten bei den vielen Wendungen im Geschehen, die mich eher dazu verleiteten, das Buch nicht aus der Hand zu legen..
Auch wenn ich an manchen Stellen ein paar kleine“Wackler“ gefunden habe, schmäleren die nicht das geschickt erzählte, spannende, Lesevergnügen, das Max Bentow hier aufgeschrieben hat.
Fazit: Die kleinen „Wackler“ schmälern nicht das spannende Lesevergnügen!

 

 

 

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