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Meister des Todes

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Starbesetzt bis in die Nebenrollen ist dieser Politthriller. Neben  Heiner Lauterbach, Axel Milberg, Udo Wachtveitl u.v.m. spielt Hanno Koffler die Hauptrolle in diesem Film.
Es geht um umstrittene deutsche Waffengeschäfte, die hier fiktiv erzählt, aber auch real schon durch die Medien gegeistert sind. Als „Meister des Todes“ wird hier im Film ein spezielles Sturmgewehr bezeichnet, das von der Firma HSW hergestellt wird.
Dort wo die Firma ansässig ist, profitiert der ganze Ort von den Arbeitsplätzen und es geht in der Firma familiär zu und das auch generationsübergreifend, so wie bei der Familie des jungen Peter Zierler, der als ausgebildeter Waffenexperte bei HSW für die Präsentation und Handhabung der Waffen zuständig ist.
Anfangs ist er noch engagiert bei der Sache, doch das ändert sich im Verlauf schlagartig:
Um den Umsatz aufrecht zu halten bzw. zu steigern tätigt die HSW Exportgeschäfte, die gewinnbringend sind. Mexiko ist ein umstrittenes Land, denn Korruption, Drogenkriege und Gewalttaten sind dort an der Tagesordnung, so dass die Waffenlieferungen dorthin an die Grenze der Legalität stoßen. Doch die Führungsriege der HSW ist da erfinderisch um weiterhin im Geschäft zu bleiben.
Während eine Abordnung der Firma einschließlich Peter Zierler in Mexiko eine Waffenpräsentation vornimmt, kommt es draußen zu Studentendemonstrationen. Gleich nachdem HSW die Waffen an die mexikanischen Käufer übergeben hat, kommt es dann zu einem folgenschweren Zwischenfall, denn die jüngst übergebenen Gewehre kommen gleich gegen die Demonstranten zum Einsatz und Peter Zierler wird Augenzeuge wie zwei Studenten damit erschossen werden.
Wieder zuhause lassen ihn die Ereignisse nicht los und er wendet sich an die Führungsriege der HSW und bringt seine Einwände gegen die Lieferungen in zweifelhafte Länder vor. Doch niemand in der Firma beeindruckt das wirklich. Peter lässt nicht locker, was aber seiner kleinen Familie schlecht bekommt, sie werden anonym bedroht,  seine Frau wird nicht mehr im Geschäft bedient und sie werden offen angefeindet. Als Peter dann ein Abfindungsangebot einschließlich Verschwiegenheitsklausel unterzeichnen soll und dies ablehnt, fallen Schüsse auf sein Haus und die Familie entgeht nur knapp einem Anschlag…..
Mehr gehe ich hier nicht in Detail.
Obwohl der Film ein brisantes Thema anpackt und durchaus sehenswert ist, was natürlich auch mit der hochkarätigen Schauspielriege zusammenhängt, hat er für mich aber auch kleine Schwächen: Ich kann mir schlecht vorstellen, das ein ausgebildeter Waffenexperte so blauäugig ist und nicht weiß, was die dargebotenen Waffen in der Realität anrichten können, so dass er dann nachdem er Augenzeuge einer Bluttat geworden ist,  erst alles hinterfragt und daran verzweifelt.  Wenn es z.B. ein Angestellter aus der Verwaltung der Firma gewesen wäre, der auf die ganzen Machenschaften stößt, hätte ich die Handlung besser nachvollziehen können. Aber das nur am Rande, denn nachdenklich macht dieser Film auf jeden Fall und beim Anschauen kann sich jeder sein eigenes Bild machen.
Bonus: Booklet, Making-of und Trailer
Fazit: Sehenswerter, fiktiver Politthriller, der zum Nachdenken anregt!

 

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