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Modus – Der Mörder in uns – Staffel 1

Basierend auf der Buchvorlage „Gotteszahl“ der norwegischen Krimi-Autorin Anne Holt – die ich nicht gelesen habe und daher auch keine Vergleiche diesbezüglich ziehen kann – ist diese vierteilige düstere, teils sehr heftige Verfilmung entstanden.
Nordic-Crime-Serien/Verfilmungen  sehe ich sehr gern, denn da ist eigentlich immer spannende Unterhaltung garantiert. Viele der mitwirkenden Schauspieler in „Modus“ waren mir daher durchaus bekannt. Ohne hier etwas vorweg zu nehmen, möchte ich aber besonders die schauspielerische Leistung von Esmeralda Struwe loben, die hier die elfjährige autistische Tochter der Psychologin  Johanne Vik spielt, was ihr wirklich gut gelungen ist….
Die ganze Handlung spielt im eisigen schneebedeckten Winter, was für eine ganz besondere „fröstelnde“ Stimmung sorgt:
Gleich zu Beginn der ersten Folge passiert in einem Hotel, wo Johanne Vik mit ihren beiden Töchtern an einer Hochzeitsfeier teilnimmt, ein Mord. Stina wird ungewollt Augenzeugin und sieht aus einiger Entfernung dem Täter genau in die Augen, aber sie sagt kein Wort über dieses schreckliche Erlebnis ………
Dies ist erst der Anfang einer Mordserie, die Kommissar Ingvar Nyman Kopfzerbrechen bereitet. Das erste Opfer war eine bekannte TV-Köchin, dann folgt der aufsehenerregende Mord Heiligabend an einer Bischöfin und kurze Zeit später wird ein junger Künstler ermordet aufgefunden….

Die kleine Stina wird von ängstigenden Alpträumen geplagt und ihre Mutter versucht dahinter zu kommen, weshalb sie so traumatisiert ist. Als sich dann langsam herausstellt, dass Stina offenbar in Gefahr schwebt, weil sie den Mörder im Hotel gesehen hat, entschließt sich Johanne Vik, die seit einiger Zeit nicht mehr aktiv ihren Beruf ausübt, doch wie zu früheren Zeiten bei der Kriminalpolizei wieder mit Kommissar Nyman zusammen zu arbeiten…

Langsam kristallisieren sich Verbindungen zwischen den Mordopfern heraus und es wird ein Wettlauf mit der Zeit, denn der Mörder ist nicht nur auf der Suche nach Stina, sondern er hat ein weiteres Opfer im Visier…..
Also am besten schaut man sich – wie ich – alle vier Teile gleich hintereinander an und man sollte schon gute Nerven haben, denn hier wird brutal gemordet! Die düstere  ungewisse Anspannung herrscht lange vor, doch als es dann um die Auflösung bzw. das Warum geht, war ich eigentlich etwas enttäuscht, denn nach so viel „Mördersuche“ hätte ich mir dann doch ein etwas anderes Ende gewünscht, zumal hier ja auch eine Psychologin mit von der Partie ist. Allerdings hatte ich mit genau dieser „Figur“ auch so meine Schwierigkeiten, da hätte ich mir etwas mehr „Sachverstand“  gewünscht bzw. andere Reaktionen erwartet…..
Nichtsdestotrotz wird man hier gut unterhalten und besonders die kalte Jahreszeit passt zum Filminhalt.
Bonusmaterial auf der Blu-ray und ein Booklet mit Interviews mit den Darstellern gibt es noch obendrauf.
Fazit: Düstere skandinavische Krimi-Serie, die zwar spannend unterhält, aber doch an manchen Stellen etwas schwächelt

 

 

 

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