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Vera – Ein ganz spezieller Fall – Staffel 6

Edel Germany GmbH

Für das Heimkino ist jetzt die sechste Staffel der britischen Kriminal-Serie „Vera – Ein ganz spezieller Fall“ mit vier neuen spannenden Folgen erschienen.
Besonders die Schauplätze in Mitten der düsteren und windumpeitschten Moorlandschaft passen optisch gut zu den Kriminalfällen, die erneut nicht auf den ersten Blick zu lösen sind.
DCI Vera Stanhope (Brenda Blethyn) und ihr Team bekommen es gleich in der ersten neuen Folge mit einem mysteriösen Todesfall zu tun.  Die Leiche einer älteren Frau wird von einem kleinen Mädchen in der weitläufigen Moorlandschaft gefunden. Nachdem sie identifiziert wurde, vermuten die Ermittler erst eine Entführung, denn ein zuvor eingegangener Notruf der Frau und der Zustand ihrer Wohnung lassen diese Vermutung aufkommen….
Im nächsten Fall finden zwei Jugendliche am beliebten Lovers Corner in einer Höhle eine in Plastiksäcken verpackte männliche Leiche. Die wenigen Dinge, die sich bei dem Toten finden, führen Vera Stenhope zu einem Jahrmarkt, wo der der Mann offenbar gearbeitet und mit einem weiteren Arbeiter sich einen Wohnwagen geteilt hat. Anhand seiner Habseligkeiten, die man im Wohnwagen findet,  gibt es dann eine Spur zu einer ortsansässigen Kirche und zu seiner in der Nähe lebenden Mutter …
Fall Nr. 3 gibt Rätsel auf: Was haben eine Unfall mit Fahrerflucht bei dem eine junge Frau zu Tode kommt, ein toter Mottenzüchter und ein Pub, in dem beide Opfer offenbar verkehrten, miteinander zu tun. Erst als Vera und Co ganz tief in der Vergangenheit graben, finden sie des Rätsels Lösung….
Im letzten Fall dieser Staffel muss der Tod eines Fischers aufgeklärt werden. Bald hat das Ermittler-Team es mit einem komplizierten und bereits einige Jahre andauernden Familienstreit zu tun…..
Erneut haben die Macher dieser spannenden Krimi-Serie vier ganz unterschiedliche Fälle verfilmt, die ja auf den Büchern der Schriftstellerin Ann Cleeves basieren.  Das Team um DCI Vera Stenhope wechselt unfreiwillig personalmäßig, meistert aber die Auflösung der kniffligen Fälle teils in mühevoller Kleinarbeit, aber  wieder mit Bravour.
Brenda Blethyn Darstellung der Vera Stenhope ist gelungen und sie hat damit der erfolgreichen Serie so „ihren unverkennbaren Stempel“ aufgedrückt. Auch kann man im Verlauf der gesamten Serie eine Fortentwicklung der Figur der „Vera“ erkennen, war sie doch anfangs eher mürrisch und hatte so ihre Schwierigkeiten bezüglich „zwischenmenschlichem Kontakt“, „menschelt“ sie mittlerweile und ist als Chefin des Teams angekommen.
Ich habe mich wieder gut unterhalten gefühlt bei den vier spannenden neuen Episoden und die Reihe darf gern noch um eine weitere Staffel erweitert werden!
Fazit: Auch Staffel 6 ist wieder spannungsgeladen mit Fällen, deren Aufklärung nur mit der richtigen Spürnase möglich ist und dieses Serien-Highlight ausmachen. Eine Fortsetzung wäre wünschenswert!

 

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George Tenner: Insel der Vergänglichkeit

Schardt Verlag

Ein neuer Fall für Lasse Larsson, der wieder zurück an seinem alten Arbeitsplatz bei der Kripo der Insel Usedom ist, vorübergehend hatte er einen Einsatz beim BKA, wo er in  Tod zwischen den Inseln“ ermittelte.
Bevor er vom Polizeioberrat einen Spezialauftrag bekommt, ist der Kommissar in einem Freundschaftsdienst unterwegs, wo er bei den Hinterbliebenen einer Verstorbenen intervenieren soll, denn dem leiblichen Vater der Toten wird die Teilnahme an der Trauerfeier verwehrt…
Bei dem oben erwähnten Sonderauftrag ist Lasse auf sich allein gestellt: Im Zuge eines aufsehenerregenden Kriminalfalls fällt der Name einer spurlos verschwundenen Frau. Lasse soll diese Frau aufspüren. Allerdings existiert kein Foto von ihr und ob der Name Ginerva Renzi echt ist, ist mehr als fraglich. So jagt der Kommissar anfangs einem Phantom hinterher…..
Eine Anfrage bei einigen sozialen Medien im Internet bringt erst nach geraumer Zeit einen kleinen Hinweis, der dann im Verlauf immer weitere Kreise zieht und bald ins Rotlichtmilieu führt. Mittels der unterschiedlichsten Internet-Plattformen taucht irgendwann ein Bild zu der Gesuchten auf..
Einige Zeit vergeht wieder, aber dann kommt es zu einer direkten Kontaktaufnahme zu einem Mann, der die Vermisste offenbar kennt…
Während man diesen Mann befragt, wird deutlich, in was für Kreise sich diese Ermittlungen ausbreiten, denn osteuropäische Banden, die vor keiner Straftat zurückschrecken sind hier involviert und bald führt eine Spur zu einem abgelegenen Gehöft, wo es zu einem Großeinsatz verschiedener Einsatzkräfte kommt. Was sie dort vorfinden, schlägt dann selbst Hartgesottenen auf den Magen….
In der Danksagung  am Ende des Buches wird deutlich, dass dieser spannende Krimi einen realen Hintergrund hat, der sich im familiären Umfeld des Autors selbst ereignet hat, was erschreckend ist und man niemanden wünscht!
Insel der Vergänglichkeit“ habe ich in  „einem Rutsch“ gelesen, denn nicht nur die spannende Spurensuche nach der vermissten Frau ist gelungen, auch die Parallelhandlung, die sich auf den Freundschaftsdienst des Kommissar erstreckt, bis der erkennt, dass es hier womöglich eine Verbindung zu dem Vermisstenfall gibt, hat der Autor geschickt miteinander verbunden, was mir gut gefallen hat und ich hier nur meine Leseempfehlung aussprechen kann!
Fazit: Diesem fesselnden und gut gelungenen Usedom-Krimi mit realem Hintergrund kann man sich nicht entziehen, so dass die Seiten beim Lesen nur so dahinfliegen und ich hier von einem spannenden „Page-Turner“ sprechen möchte!
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Bernd Mannhardt: Live in Gießen

Selbst ein spannendes Buch zu lesen, ist mein liebster Zeitvertreib.
Ein spannendes Hörbuch von einem Vorleser, der die Handlung lebendig werden lassen kann, vorgetragen zu bekommen, ist Kopfkino pur!
Einen Autor bei einer Lesung seines Werkes zu treffen, finde ich spannend und habe ich auch schon öfters praktiziert, zumal beim Autogrammholen, das eine oder andere Wort mit ihm persönlich gewechselt werden kann.
Einige der schwarzhumorigen und gelungenen Bücher und Vertonungen wie „Mordsalibi“ (gelesen von Matthias Holzmann) geschrieben von Bernd Mannhardt habe ich hier bereits vorgestellt.
Nun kann man die Stimme des Autors selbst hören, denn im Zuge des Krimi-Festivals „Mördwörtlich“, das 2017 in Gießen stattfand, hat er dort selbst zwei Kurzgeschichten aus dem Sammelband „Du kommst mir gerade richtig!“ vorgetragen, was jetzt als Hörbuch-Download unter dem Titel „Live in Gießen“ veröffentlich wurde.
Egal ob er nun bei „Nomen est omen“ die Unterhaltung zweier Herren mit Namen Angstmacher und Fürsprecher auf der Insel Hiddensee wiedergibt oder in „Lisbeth ist tot“ das Telefongespräch zwischen einem Apotheker und einem Kunden, der Auskunft zu einem Medikament erbittet, der wohlklingenden Stimme des Autors und seiner Vortragsart kann man gut folgen und hat durch seinen Erzählstil auch gleich die Figuren vor Augen, was dann im Verlauf auch den einen oder anderen Schmunzler beim Zuhörer hervorruft!
Fazit: Empfehlenswerte Live-Lesung des Autors, der seine schwarzhumorigen Geschichten gekonnt vorträgt

 

 

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The Circle

Universum Film VÖ 26.01.18

Die junge Mae Holland (Emma Watson) ist überglücklich als sie durch ihre Freundin Annie ein Vorstellungsgespräch bei der großen Internet-Firma „The Circle“ vermittelt bekommt.
Maes großer Traum geht in Erfüllung und sie bekommt dort eine Anstellung.
Das große Ziel/die Vision der Firmenchefs Bailey und Stenton (gespielt von Tom Hanks und Patton Oswalt) ist es, dass durch eine Bündelung aller Online-Dienste, die große Menge an User-Daten zu einer einzigen Online-Identität zusammengefügt werden, um so totale Transparenz zu schaffen…..
Baileys Slogan für diese Transparenz ist: „Etwas zu wissen ist gut, alles zu wissen ist besser“.
Auf einer Mitarbeiterversammlung präsentiert er das neueste technische „Wunder“ der Firma in Form einer kleinen kugelförmigen Kamera, die durch eine drahtlose Satellitenverbindung rund um die Uhr Bilder/Filme aufzeichnet und direkt mit dem Internet verknüpft ist, so dass jeder auf der Welt sehen kann, was am anderen Teil der Welt gerade passiert….
Mae ist zwar anfangs etwas irritiert über die vielen Projekte/Aktivitäten, die sie alle auf „freiwilliger Basis“ nutzen kann, dann aber bei Nichterscheinen von ihren Kollegen auf die „Wichtigkeit der Teilnahme“ hingewiesen wird.  Doch sie passt sich an und lässt sich bereits nach kurzer Zeit von den Ideen/Visionen ihrer Chefs begeistern.  Sie avanciert dann im Verlauf zu einem Art „Aushängeschild“ der Firma und steigt in die oberste Mitarbeiter-Riege auf.  Maes Leben spielt sich nur noch in dem Geflecht des Circles ab und sie ist glücklich damit. Doch dann passiert etwas Gravierendes und Maes Leben gerät ins Wanken…..
Hier gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack:
Trailer
Soziale Medien und die damit verbundenen Möglichkeiten sind mir durchaus bekannt. Ein wenig hat mich der Stoff des Films an das Buch „1984„von George Orwell  erinnert, der ja schon viel früher die drohenden Gefahren einer totalen Überwachung aufgeschrieben und davor gewarnt hat.
Dave Eggers gleichnamiger Roman lieferte die Vorlage zu diesem Film, den ich allerdings nicht gelesen habe.
So ganz gelungen finde diesen Spielfilm auch nicht, denn wenn ich mir vorstelle, dass er als Mahnung/Aufrüttelung der Internet-Generation gedacht ist, fehlt mir besonders die Hervorhebung des psychischen Drucks, der auf den Mitarbeitern liegt, wenn die „auf freiwilliger Basis“ an allen Aktivitäten der Firma teilnehmen „dürfen“.
Besonders den Part von Tom Hanks fand ich etwas blass bzw. zu zahm, denn jemanden, der für seine Vision verbissen kämpft und eigentlich „die Welt regieren“ will, stelle ich mir einfach anders vor.
Fazit: Für die Social-Media-Nutzer-Generation sicherlich unterhaltsam, aber zu seicht um Aufzurütteln bzw. vor den Gefahren der totalen Transparenz zu warnen!
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Alex Kava: Sturzflug

Diana Verlag

Sturzflug“ ist bereits das dritte Buch über den Hundetrainer/Suchhundeführer Ryder Creed und die FBI-Profilerin Maggie O’Dell. Für mich ist es das erste Buch aus dieser Reihe, das ich jetzt gelesen habe. Die wichtigsten Dinge aus den beiden vorherigen Büchern werden von der Autorin gut verständlich in die jetzige Rahmenhandlung eingefügt, so dass man auch die „privaten“ Zusammenhänge gut nachvollziehen kann.
Um den Lesern nicht die Spannung zu nehmen, gibt es hier nur eine kleine Zusammenfassung der sehr komplexen Handlung, die ein Alptraum-Szenario heraufbeschwört:
Auf den ersten Blick ereignen sich im Raum Chicago einige Todesfälle, die nichts miteinander zu tun haben, wie z.B. der Selbstmord eines Mannes, der aus großer Höhe aus einem Hotelfenster gesprungen ist oder der Tod einer jungen Frau, die zuvor als vermisst galt und mit Hilfe eines von Ryders Hunden aufgespürt und dann tot aus dem Blackwater River gefischt wird. Weiter geschehen merkwürdige Dinge: Auf einem See im mittleren Süden Nebraskas wird eine Vielzahl toter Schneegänse entdeckt. Maggie trifft sich vor Ort mit der zuständigen Biologin um sich selbst ein Bild zu machen. Als sie auf dem Rückweg vom See sind, regnet es plötzlich tote schwarze Vogel vom Himmel……  
Fieberhaft wird ermittelt worum es sich bei diesen Todesfällen handelt und als das Ergebnis feststeht, wird die Sachlage hoch brisant, denn ein mutierter Vogelgrippe-Virus wurde offenbar mit Absicht in Umlauf gebracht…
Um diese brisante und todbringe Sachlage vor der Öffentlichkeit zu Verbergen und um eine Panik der Bewölkerung zu vermeiden, wird daraus ein Wettlauf gegen die Zeit…
Für die Ermittler heißt es jetzt den gemeinsamen Nenner zu finden, wo sich Mensch und Tier infiziert haben könnten bzw. die Quelle/Person zu finden, die den Virus in Umlauf gebracht hat….
Mir hat der Schreibstil der Autorin gut gefallen, denn trotz vieler unterschiedlicher „Drehorte“ war man immer im Bilde, wo man sich befand und konnte die Zusammenhänge gut erkennen. Besonders charmant und auch interessant fand ich den Einblick in die Hundetrainer-Welt von Ryder nebst seinen vierbeinigen treuen Begleitern, für die er alles stehen und liegen lässt.
Sehr anschaulich und an den Nerven zerrend wird hier ein Alptraum-Szenario mit einem unsichtbaren Feind geschildert, dass ich mir durchaus in der heutigen Zeit vorstellen kann, aber niemals in Realität erleben möchte!
Da das Buch „offen“ endet, bin ich natürlich gespannt, wie es hier (hoffentlich!) weitergeht!
Fazit: Alptraum-Szenario spannend umgesetzt, das aber teils offen endet, so dass man auf die Fortsetzung gespannt sein darf! Lesenswert!
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I remember you

Concorde Home Entertainment VÖ 18.01.18

Die Handlung des Films basiert auf der Buchvorlage „Geisterfjord“ der isländischen Schriftstellerin Yrsa Sigurdardottir.
Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern wie ich vor einigen Jahren dieses unheimliche, an den Nerven zerrende, aber sehr spannende und fesselnd geschriebene Buch gelesen habe. Auch die Handlung war mir immer noch einigermaßen präsent, so nachhaltig hat mich dieser Thriller beeindruckt!
Der Film „I remember you “ setzt sich aus zwei Handlungssträngen zusammen:
Ein junges Ehepaar und eine gute Freundin wollen auf der verlassenen isländischen Insel Hesteyri eine Frühstückspension eröffnen, dazu fahren sie bei Wind und Wetter hinaus um ein altes Haus zu renovieren. Da es keine Elektrizität gibt, ist Kerzenlicht angesagt und ein Holzofen ist die einzige Wärmequelle während draußen der Wind heult.
Die Drei beginnen trotz der schlechten Witterungsverhältnisse mit den Renovierungsarbeiten. Was sie anfangs noch als „Ächzen des alten Hauses“ abtun, wird zu einer intensiven unheimlichen Geräuschkulisse, dann es dauert nicht lange und es passieren merkwürdige Dinge und bald haben sie das unbestimmte Gefühl, dass sie jemand beobachtet….
Der zweite Handlungsstrang erzählt von dem traumatisierten Psychiater Freyri, dessen Sohn Benni vor einiger Zeit spurlos verschwand. Über diesen Verlust ist er bis heute nicht hinweg,  aber er hat nie aufgehört nach Benni zu suchen…
Freyri wird von der Polizei bei dem Selbstmord einer alten Frau zu Rate gezogen, denn auf ihrem Rücken finden sich merkwürdige Male. Gewisse Umstände durch den Tod der alten Frau lassen plötzlich das Verschwinden seines Sohnes wieder aktuell werden und er beginnt mit der zuständigen Ermittlerin in alten Akten zu stöbern…
Wie sich dann beide Handlungsstränge zusammenfügen, werde ich hier nicht verraten..
Nachdem ich den Film nun angesehen habe, bin ich doch sehr beeindruckt, wie dicht am Buch die Handlung filmisch in eindrucksvoller isländischer Landschaft umgesetzt wurde. Ich könnte mir fast vorstellen, dass die Autorin während des Buchschreibens auf der abgelegenen Insel gesessen hat, denn ich habe einige beschriebene markante Punkte der Handlung im Film durchaus wiederkennen können. Die unheimliche Atmosphäre des alten Hauses mit seinen knarren Dielen nebst okkulten Elementen der Handlung  wurde filmisch toll umgesetzt, so dass hier die „Nackenhaare reichlich Arbeit“ bekommen.
Die mitwirkenden Figuren wurden darstellerisch passend besetzt.  Die eindrucksvolle isländische, mal schneebedeckte, mal düstere und windgepeitschte Kulisse und die spannende, zum Teil auch unheimliche Handlung fügt sich hier filmisch sehr gut zusammen und es ist den Filmemachern ein sehenswerter Thriller mit Gänsehauteffekt gelungen, der der Buchvorlage wirklich gerecht wird, was ich hier besonders erwähnen möchte, denn meist hat mich die filmische Umsetzung eines spannendes Buches eher enttäuscht.
Fazit: Spannende, gelungene und sehenswerte Verfilmung mit Gänsehauteffekt, die sehr nah an die Buchvorlage herankommt und somit eine tolle virtuelle Umsetzung des Thrillers ist!
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Camilla Läckberg: Die Eishexe

List Verlag

Das Ehepaar Erica Falck und Patrik Hedström „ermitteln“ in ihrem 10. Fall!
Waren die beiden zuletzt auf der Suche nach der „Schneelöwin“, bekommen sie es jetzt mit der „Die Eishexe“ zu tun:
Erica recherchiert für ein neues Buch über einen alten Kriminalfall: Vor 30 Jahren passierte in Fjällbacka ein aufsehenerregender Mordfall. Die kleine vierjährige Stella verschwand vom Hof ihrer Eltern und wurde dann einige Zeit später tot aufgefunden. Zwei 13-jährige Mädchen gestehen den Mord, widerrufen ihr Geständnis dann aber im Verlauf, doch so richtig nimmt ihnen das niemand ab. Erica erfährt, dass der damalige Ermittler  Selbstmord beging und kurze Zeit vorher Zweifel an der Schuld der beiden Mädchen hegte….
Ein aktueller Vermissten-Fall beschäftigt Hauptkommissar Patrik Hedström. Die kleine Linnea wird von ihren Eltern vermisst. Das Brisante an der Sache ist, dass Linnea mit ihren Eltern auf besagten Hof wohnt, wo einst die kleine Stella lebte und dort wo man sie tot auffand, findet man auch die tote Linnea…..
Während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, kommt es zu einem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Fjällbacka, wo es zu Verletzten kommt und im Verlauf auch ein Todesfall zu beklagen ist, so dass Patrick und sein Team einige schlaflose Nächte verbringen um die beiden eventuell zusammenhängende Morde an Stella und Linnea und auch den hinterhältigen Brandanschlag aufzuklären…
Natürlich wird hier nicht nur ermittelt, sondern auch im Privatleben Falck/Hedström gibt es wieder einigen Trubel, der bewältigt werden muss…
Wie in den vorherigen Büchern der Reihe, gibt es auch wieder einen großen Sprung in die Vergangenheit, diesmal ins Jahr 1671.  Allerdings fand ich diesen Handlungsstrang zwar unterhaltsam, aber nicht unbedingt wichtig/notwendig und daher auch entbehrlich im Bezug auf die Gesamthandlung.
Schon nach ein paar Seiten war ich wieder in Schweden und hatte Erika, Patrick und Co. direkt vor Augen, nahm an ihren Aktivitäten hinsichtlich Buchrecherche, Familienleben oder Mordermittlungen lebhaft teil, was den besonderen Reiz dieser Buchreihe ausmacht.
Zwar gab es diesmal viele Schauplätze nebst reichlich Mitwirkender, aber der besondere Erzählstil der Autorin hilft bei der Einordnung/Zuordnung, so dass man alles gut nachvollziehen kann.  Wenn langsam, aber sicher alle Puzzlesteinchen an ihren Platz gefallen sind und man glaubt nun ist der Täter umzingelt, gibt es immer noch einen „Nachschlag“ bzw. diesmal einen richtig brenzligen Einsatz und eine „Auflösung“, die man nicht vorhersehen konnte, was mir wieder sehr gut gefallen hat und ich hoffe auf eine spannende Fortsetzung der Reihe!
Fazit: Durch den gekonnten Erzählstil findet man gut durch die vielen Schauplätze hindurch, wird kurz vor Schluss noch in eine hochbrisante Szenerie versetzt und mit einem  unvorhersehbaren Schlussakkord überrascht! Krimi-Lektüre vom Feinsten!
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