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Paul Finch: Feuerläufer

Detective Mark Heckenburgs sechster Einsatz in Sachen Verbrechensbekämpfung hat es handlungsmäßig mal wieder in sich und ist nur für hartgesottene Krimi/Thriller-Fans geeignet, soviel schon mal vorweg!
Der Prolog von „Feuerläufer katapultiert den Leser gleich in eine Flammenhölle, denn hier spaziert kurz vor Ladenschluss eine merkwürdig vermummte Person in einen Sexshop und mit einer Art Flammenwerfer zündet er die beiden Ladenbesitzer ohne Vorwarnung an und kurze Zeit später steht der ganze Laden in Flammen…..
Dies ist der Auftakt einer bizarren Mordserie, die weite Kreise zieht, allerdings tappt die Polizei im Dunkeln, denn der Täter vermummt sich durch einen feuerfesten Anzug und Rückschlüsse auf seine Identität sind Mangelware….
Wo ein böser Bube ist, ist auch der zweite nicht weit:
Mark Heckenburg ermittelt anfangs undercover und kommt dem Sadisten John Sagan zumindest räumlich sehr nah. Dieser Mann hat zwei „Gesichter“, auf der einen Seite foltert er auftragsmäßig Menschen und hat dafür sogar einen ganz speziell eingerichteten Wohnwagen, andererseits „tarnt“ er sich als unscheinbarer Büroangestellter, der beflissendlich seiner Arbeit nachgeht.  Als dann eine Observierung völlig aus dem Ruder läuft, die eigentlich die Verhaftung Sagans ergeben sollte, kann dieser spektakulär fliehen und untertauchen…
In Marks alter Heimatstadt Bradburn wird Sagan dann vermutet. Da Mark sehr gute Ortskenntnisse besitzt, beordert man ihn dorthin. Allerdings ist es für Mark ein etwas schmerzlicher Einsatz, denn er wird in seine Vergangenheit katapultiert, wo er sich dann auch mit seiner Familiengeschichte auseinandersetzen muss……
Eigentlich darf man von diesem sehr spannenden, aber auch sehr nervenaufreibenden Handlungsverlauf nicht viel mehr verraten. Wer die anderen fünf Bücher der Reihe kennt – das letzte mit dem Titel „Totenspieler“ hatte ich hier letztes Jahr auch vorgestellt – dem sei gesagt, Gemma Piper ist natürlich auch wieder mit von der Partie!
Durch die sehr detaillierte Erzählweise des Autors ist man als Leser hautnah dabei wenn Mark Heckenburg mal wieder den Täter durch dunkle Gassen, vollgestellte Keller o.ä verfolgt.  In solchen Situationen ertappe ich mich ab und zu dabei, dass ich meinen Atem beschleunige, mich ducke bzw. den Atem anhalte, wenn es mal wieder brenzlig wird, so eindrucksvoll sind die bildhaften Beschreibungen der Situationen…
Da Paul Finch selbst als Polizist gearbeitet hat, hoffe ich, dass er dem Leser nicht in überarbeiteter Version von realen Ereignissen erzählt, denn die hier geschilderten  brutalen, bizarren und nervenaufreibenden Verbrechen lassen einen die Nackenhaare hochstehen…
Nichtsdestotrotz habe ich dieses Buch wieder mit Begeisterung gelesen und würde mich freuen, wenn die Reihe noch weiter fortgesetzt wird.
Fazit: Nichts für schwache Nerven, denn hier treiben gleich zwei brutale Verbrecher ihr Unwesen, so dass es reichlich Gänsehaut-Potential gibt und somit spannende Unterhaltung garantiert ist!

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