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Paul Finch: Totenspieler

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Im Februar des Jahres hatte ich hier „Schattenschläfer“ vorgestellt und angemerkt, dass Paul Finch einen sehr detaillierten Schreibstil hat, der den Einsatzort im nebelverhüllten Dartmoor damals so beschrieb, dass man einen gewissen Gruselfaktor zu spüren bekam, aber  leider verfing sich der Autor auch in Nebensächlichkeiten, was ich etwas störend fand. Trotzdem  hatte ich auf eine Fortsetzung der Reihe um den charmanten, scharfsinnigen, aber auch immer etwas draufgängerischen Ermittler Detective Mark Heckenburg oder kurz „Heck“ genannt, gehofft, wenn er sich von den Strapazen des letzten Falles etwas erholt hat….
Nun,  ist „Heck“ genesen und seine Vorgesetzte im Dezernat für Serienverbrechen Gemma Piper bittet ihn „der alten Zeiten wegen“ um einen Gefallen:
Im Süden Englands, genauer gesagt in Surrey ist ein Golfklub-Mitglied und Bekannter von Gemmas Mutter bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Auch wenn es offiziell ein Unfall war, ist manches bei genauerem Betrachten nicht ganz stimmig und läßt Raum für Spekulationen, doch Beweise gibt es nicht, dass hier manipuliert wurde. Heck soll sich vor Ort selbst einen Eindruck verschaffen…
Als der Detective dann an der Unfallstelle ein wenig herumstochert, findet er etwas,  was sein „Bauchgefühl“ aufhorchen lässt und dann dauert es nicht lange und weitere merkwürdige Unfälle passieren. Niemand außer Heck vermutet einen Zusammenhang, nur Gail, seine Kollegin in Surrey hat ebenfalls bei einem Fall ein merkwürdiges „Ziehen“ und sie vermutet hinter dem Unfall einen Mord, doch beweisen kann sie das nicht. Als Heck und Gail dann zusammenarbeiten sollen, müssen sie sich erst einmal zusammenraufen und sie ermitteln beide auf ihre Weise und in unterschiedlichen Richtungen…
Bei seinen Nachforschungen auf einem abgelegenen Hof, wo sich kürzlich ebenfalls ein Unfall ereignet hatte, gerät Heck dann  in Lebensgefahr…..
Also, was sich Paul Finch hier für ein Szenario ausgedacht hat, ist echt Spannung pur und ich finde „Totenspieler“ ist bis jetzt das beste Buch aus dieser Reihe!
Diesmal stimmt alles, ausgefeilte Spannung, die einem den Atem anhalten lässt, Unfälle, bei deren „Betrachtung“ man schon starke Nerven braucht und die Ermittler vor eine schwierige Aufgabe stellt, denn ihr Bauchgefühl sagt „Mord“,  aber wo sind die Beweise?
Dieser wohldosierte Spannungsbogen hat mir gut gefallen und ich hoffe der Autor hat noch weitere so fesselnde Geschichten um Heck und Co. zu erzählen…..
Fazit: Rundum gelungener, spannungsgeladener Thriller, der allerdings nichts für schwache Nerven ist! Weiter so und bitte mehr davon!

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